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DreckscherAzzi
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BeitragThema: Feldzug ins Leere [2/6]- Eine Reihe Kurzgeschichten   Do 9 Apr - 12:35

   
Das ist meine erste kurzgeschichte. Hab einfach mal drauf los geschrieben, würde mich sehr über eure meinung freuen.
Also viel spaß beim lesen, ich hoffe, es gefällt euch.



Bauernopfer

Spoiler:
 



Der Turm fällt

"Schon bald sehen wir Land...", flüstere ich. Der Soldat hinter mir hört mich nicht und wartet nach wie vor auf meine Anweisung.
"Entschuldigung, Was sagten sie, Sir?"
"Ich sagte, natürlich sollst du die Anker bereitmachen." Der Soldat salutiert und verschwindet sofort. Keine dummen Fragen, keine Widerworte, das gefällt mir. Es gibt nurnoch sehr wenige von seiner Sorte.
Meine Aufgabe ist es, diese Männer anzuführen.
Ich bin General Joseph Mayer, Oberbefehlshaber der Marineflotte meiner geliebten Heimat. Ich habe den Eid geschworen, mein Land vor allen Gefahren zu verteidigen.
Und sie können verdammt stolz sein, jemanden wie mich zu haben! Was habe ich nicht alles geopfert, um in diese Position zu kommen...
Meine Frau verlies mich vor einen halben Jahr, es war kurz nach meiner Beförderung. Das soll übrigens einer der Gründe gewesen sein, wenn man dieser Schlampe überhaupt noch glauben darf. Wenn.
Sie hat sich immer beschwert, ich würde meine Familie vernachlässigen und wäre nie für sie da...für mich klingt das mehr nach: "Wenn du ständig weg bist, wundere dich nicht, wenn ich den Nachbar ficke." Schlampe, ich sag es doch.
Und ich, Ich! Soll meine Familie vernachlässigen? Ich arbeite doch nur so hart, damit ich meiner Tochter alles bieten kann! Sie ist mein Engel, mein einziges Licht, nachdem unser Sohn gestorben ist...
Es schmerzt noch immer an ihn zu denken. Ich denke oft daran, ob es vielleicht anders gekommen wäre, wenn ich nicht beim Militär angestellt wäre, immerhin eiferte er mir sein Leben lang nach. Welchen Grund sollte es sonst gegeben haben, dass er sich für den Einsatz an forderster Front meldete?
Im Gegensatz zu meiner Ex sagte meine Therapeutin, ich dürfe meine Zeit nicht mit Schuldzuweisung vergeuden.
Mein ehemaliger General empfahl sie mir nach dem Tod meines Sohnes. Ich war ja skeptisch anfangs, aber es stellte sich dann als sehr hilfreich heraus. Sie half mir, in der Spur zu bleiben. Eine tolle Frau.
Nach meiner Beförderung verlies mein Chef das Militär und ging in die Politik. Karrieretechnisch ist er wohl ziemlich am Arsch, aber immerhin war er ein guter Anführer.
Unter ihm und seinem Vorgänger begannen wir die Feldzüge gen Norden. Sicher könnte man fragen, was ein Feldzug mit der Verteidigung einer Nation zu tun hat. Aber das ist in meinen Augen töricht.
Unsere Nation hat sich zu einer großen Weltmacht entwickelt. Unsere Feinde greifen nicht mehr direkt an. Das trauen sie sich doch nicht.
Unsere wahren Feinde verstecken sich, in fremden Ländern überall auf der Welt, sie spucken auf unsere Werte und horten wertvolle Bodenschätze, sie wollen unseren Anspruch nicht anerkennen, stattdessen kämpfen sie gegen uns und die Freiheit, so etwas macht mich krank!
Deshalb bekämpfen wir das Übel an der Wurzel, solange es sich noch nicht verbreitet hat. Diese Taktik hat sich bewährt, über Jahrzehnte.
Auch unser heutiges Manöver zählt unter die Kategorie "Wurzelvernichtung". Wir greifen ein Rebellenlager unweit der Küste an. Sehr rückständige Kämpfer, sie haben sich mit Schwerten und Bögen bewaffnet, wie unser Späher über Funk mitteilte. Ich könnte mir vielleicht eine Träne abringen, wenn wir sie wiederstandslos niedermetzeln. Mal schauen.
Das Manöver heute wird auch genutzt, um neue Waffensysteme zu erproben. Jeder Soldat ist mit einer hochmodernen Waffe ausgestattet, welche mit "improvisierter Munition" geladen wird. Eine geniale Sache, die Soldaten packen sich an der Küste die Taschen voller Sand und füllen die Waffe damit. Diese schmilzt dann innerhalb von Sekunden winzige Glaskugen, welche den Feind töten.
Also unbegrenzt Munition, oder mit anderen Worten: Soviel, wie es Sand am Meer gibt.
Ich bin absolut zuversichtlich, dass sich diese Waffen bezahlt machen, Spezialeinheiten, welche sie bereits einsetzen durften, waren ebenfalls sehr zufrieden.
Die Küste ist nurnoch wenige hundert Meter entfernt. Diese Momente, kurz vor dem Angriff, es ist unglaublich. Sie bringen mein Blut zum kochen, mit jedem Mal fühlt es sich besser an.

Ich sehe, wie sich ein einsames Propellerflugzeug meiner Flotte nähert. Dann springt plötzlich der Pilot heraus, zieht einen Fallschirm und treibt zurück aufs Land. Ich kann es ihm nicht verübeln, vermutlich hat er sich eingepisst ,als er meine Flotte sah und jetzt möchte er sein Leben retten.
Nur zu, aber nehm nicht zu viele deiner Freunde mit.
Das Flugzeug treibt auf meine Flotte zu, ich hoffe sehr, dass es keins meiner Schiffe trifft.
Doch plötzlich explodiert es, noch bevor es irgendwo aufschlagen kann. Die Druckwelle erfasst mich und schleudert mich zurück. Ich spüre eine seltsame Kraft, die sich ausbreitet, sie erfasst meinen ganzen Körper auf seltsame Art, dann fängt mein Funkgerät Feuer. Ich werfe es erschrocken von mir. Und ich höre noch mehr Explosionen, nah und weit, auf dem Deck bricht Feuer aus.
Es gibt nur eine Erklärung dafür, auf dem Flugzeug wurde eine EMP-Bombe gezündet. Wie festgefroren stehe ich auf dem Deck. Ich beobachte, wie die Soldaten versuchen, über Rettungsboote an Land zu fliehen, manche springen einfach so von Bord. Doch sie verlassen alle das Schiff. An verschiedenen Stellen ist Feuer ausgebrochen, es ist eindeutig zum Sinken verurteilt.
Aber wo fliehen sie schon hin, ich sehe, wie die Rebellen an der Küste bereitstehen, um uns wie wehrloses Vieh abzuschlachten.
Nein, ich bleibe hier, ich möchte meine letzten Minuten nicht um mein Leben kämpfen. Lieber beobachte ich die Möwen, genieße die salzige Seeluft.

Doch ich schaffe es einfach nicht, ich denke die ganze Zeit nur an meinen kleinen Engel, und muss um sie weinen.



Zuletzt von DreckscherAzzi am Sa 11 Apr - 12:55 bearbeitet, insgesamt 3 mal bearbeitet
Popcorn
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BeitragThema: Re: Feldzug ins Leere [2/6]- Eine Reihe Kurzgeschichten   Do 9 Apr - 13:10

   
Ganz coole Story.
Eigentlich alles ganz gut gemacht Rechtschreibfehler sind mir nicht aufgefallen auch von der Grammatik her finde ich ganz gut umgesetzt vom Sprachgebrauch und allem.
Also insgesamt kann man hier finde ich nur auf höherem Nieveau jammern.
Eigentlich nur ein Fehler der mich gestört hat der zog sich durch den Text.

Dein Größtes Problem war das Teilnahmslose das ging am Anfang los mit der Beschreibung der Situation das wirkte so als würde es ihn kaum stören das er entführt wurde.
Ich denke du wolltest seine Professionalität darstellen aber ich würde es realistischer finden wenn du der Figur mehr Emotionen gibst.
Dieses unemotionale ging bei der Beschreibung des Schusswechsels weiter. Da hätte mMn ein Fluch dazugehört. Man konnte sich zwar die Szene gut vorstellen aber so würde es echter rüberkommen. Und deswegen kann er immer noch professionell rüberkommen aber das gibt der Figur leben und Charakter. Das kann Bad Ass sein oder ein Weichei oder einer der völlig überrascht ist das er getroffen wurde. Ich wäre für Bad Ass Charakter aber was es ist ist erstmal egal (in dem Fall würde ein Weichei halt nicht passen)


Zitat :
Ich humpel in den Gang, und sieh einer an, sie bewachten einen Geländewagen. Sofort laufe ich hin und springe rein. Durch mein Bein verliere ich eine Menge Blut, ich muss schnell irgendwie zur Basis zurückfinden.
Das "und sieh einer an" hat mich gestört das würde sich nie eine Person denken die gerade versucht zu fliehen würde ich weglassen oder durch eine andere Formulierung ersetzen. Das und sieh einer an wirkt zu Teilnahmslos. Wie bei dem Schusswechsel.

Noch was ganz kleinliches "in den Gang humpeln" und dann ist da ein Auto? Weiß nicht hätte eher aus der Tür humpeln oder aus dem Gang nicht in den Gang.
Und was oft gemacht wird ist zuviel Infos das ist mir nur hier aufgefallen. Wir wissen das er eine Beinverletzung hat und daraus Blut verliert musst du nicht nochmal schreiben. Ich hätte da eher "Scheiße, ich habe schon viel zu viel Blut verloren ich muss irgendwie schnell zur Basis kommen" Also einfach das mit dem Bein weglassen das klang sowieso etwas komisch.

Ich hoffe das war nicht zu kritisierend mir hat es nämlich gefallen und die Punkte sind ja leicht zu korrigieren bzw macht man die beim nächsten mal besser also nur ein sehr kleiner Kritikpunkt.



Zuletzt von Popcorn am Do 9 Apr - 13:13 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
D.erFuchs
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BeitragThema: Re: Feldzug ins Leere [2/6]- Eine Reihe Kurzgeschichten   Fr 10 Apr - 21:03

   
Ahoi,
nunja dafür das du einfach mal drauflos geschrieben hast ist es gar nicht schlecht geworden.Die Titeländerung fand ich auch gut.Bauernopfer passte einfach nicht, wenn du dein Charakter als ranghohe Persönlichkeit bezeichnest.Der Handlungsverlauf an sich war auch keine schlechte Idee.Allerdings empfand ich es an einigen wichtigen Stellen als nicht wirklich rund.Das Ende kam mir eigentlich nicht wirklich ausweglos vor.Da hättest du finde ich etwas dicker auftragen müssen.Schließlich bringt er sich ja deshalb um.Am Anfang würde ich auch nochmal arbeiten.Wie Popcorn schon schrieb wirkt es ziemlich gefühlskalt.

Was mich auch störte war der eingestreute Patriotismus des Charakters.Das macht für mich wenig Sinn,wenn der Leser nicht weiß für welches Land oder Ideologie er steht.Ansonsten weiß man auch einfach über die Hauptfigur zu wenig.Ne Befragung der Entführer wäre vielleicht nicht schlecht gewesen.Ist aber nur ne Idee von mir.
Insgesamt fand ich die Idee nicht schlecht.Du könntest aber sicher noch mehr daraus machen

Beste Grüße D.erFuchs



Zuletzt von D.erFuchs am So 12 Apr - 11:21 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
DreckscherAzzi
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BeitragThema: Re: Feldzug ins Leere [2/6]- Eine Reihe Kurzgeschichten   Sa 11 Apr - 10:33

   
Vielen dank erstmal, dass ihr euch die zeit genommen habt. Habt eure ratschläge direkt zu herzen genommen und die erste erste geschichte etwas geändert, naja leider nur etwas^^
Im nächsten teil konnt eich mehr berücksichtigen.
Aber ein paar sachen, die ihr angesprochen habt, waren eben so geplant von mir^^
Und fuchs hat recht, eine namensänderung ist sinncoll, auch wenn es jetzt ohl anders kommt, als du erwarten würdest^^

Nun, trotzdem vielen dank, ich hofe, die zweite geschichte wird meine absichten etwas deutlicher machen, die erste war ja eher ein reinfall^^
Ich hab sie in den ersten beitrag editiert und die erste geschichte in einen spoiler gepackt, also alles direkt untereinander.

D.erFuchs
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BeitragThema: Re: Feldzug ins Leere [2/6]- Eine Reihe Kurzgeschichten   So 12 Apr - 13:29

   
Ahoi,
nun diesmal fange ich mal mit dem Negativen an,weil es viel weniger geworden ist Smile Eigentlich störte  mich nur dieser Satz.
@DreckscherAzzi schrieb:
Sie hat sich immer beschwert, ich würde meine Familie vernachlässigen und wäre nie für sie da...für mich klingt das mehr nach: "Wenn du ständig weg bist, wundere dich nicht, wenn ich den Nachbar ficke." Schlampe, ich sag es doch
Ich finds eigentlich ganz gut wenn es mal sprachlich etwas derber zugeht,aber für mich passt das nicht ganz zu nen General.Bis zum General dauert es ja einige Jahre und bis dahin hat man entweder einige schlechte Ehen gehabt oder eine gute.Zumindest stell ich mir so bei nen älteren Soldaten/General so vor.Eine Kleinigkeit wollte ich auch noch anmerken.Ein Manöver ist eine realistische Übung das könntest du vielleicht noch etwas anders formulieren.

Ansonsten ist die Kurzgeschichte ganz gut gelungen.Besonders gut fand ich die Idee mit "Sandgewehren" und das du schon die unterschiedlichen Fraktionen etwas mehr beschreibst.Meine Vermutung ist jetzt erstmal das dieser Konflikt die eigentliche Hauptrolle, neben deinen Charakteren spielt.Was ich mir schwer vorstelle ist noch mehr oder kreativere Tode auszudenken, ohne das es eintönig wird.Vielleicht fallen dir ja auch noch andere Wege ein die Kurzgeschichten enden zu lassen.Ich bin jedenfalls auf die nächsten Kurzgeschichten gespannt.

Beste Grüße D.erFuchs

Popcorn
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BeitragThema: Re: Feldzug ins Leere [2/6]- Eine Reihe Kurzgeschichten   Di 14 Apr - 20:48

   
Hab jetzt auch endlich die zweite Geschichte gelesen.
Ich fand die echt gut. Im gegen Satz zu @D.er Fuchs finde ich den von ihm zitierten Satz auch nicht schlecht. Sie hat sich ja wegen der Beförderung scheiden lassen weil er noch weniger Zeit hatte. Abgesehen davon passt das gut zu seinem beschriebenen Charakter.
Ich finds echt klasse wie du in den paar Sätzen Handlung und eine Hintergrundgeschichte reinpackst und die Person beschreibst. Schon im ersten Text (der war ja auch kein Reinfall^^) nur das du da halt die persönliche Ansicht der Person etwas kurz kam das war hier überhaupt nicht so.
Hat mir gut gefallen.

Ein was kann man noch kritisieren kam aber nur an der Stelle vor. (sorry ziemlich kleinlich^^)
Eine Info zu viel bzw ne Wiederholung.
Zitat :
Ich spüre eine seltsame Kraft, die sich ausbreitet, sie erfasst meinen ganzen Körper auf seltsame Art
Ein mal das Seltsam weg lassen klingt einfach besser.

"Ich spüre eine Kraft, die sich ausbreitet, sie erfasst meinen ganzen Körper auf seltsame Art" bzw. so anderer Satzaufbau klingt finde ich noch ein Stück schöner.
"Ich spüre eine sich ausbreitende Kraft sie erfasst meinen ganzen Körper auf seltsame Art"
Das ist mir aber nur an der Stelle aufgefallen.



 

Schnellantwort auf: Feldzug ins Leere [2/6]- Eine Reihe Kurzgeschichten

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