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Luffy-chan
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BeitragThema: The Red Son    Fr 13 Aug - 17:54

   

Die Suche eines Piratensohnes nach seinem Vater

Ren ist der Sohn von Makino und lebt im Windmühlendorf. Da seine Mutter allerdings krank wird, und ihr letzter Wille ist, dass sie noch einmal Shanks sehen kann, fährt er auf's Meer hinaus. Der Arzt gibt ihm dafür ein Jahr, um seinen Vater zu finden, bevor seine Mutter verstirbt.
Wird Ren seinen Vater finden und wird er ihn, vor dem Tod seiner Mutter wieder ins Windmühlendorf bekommen?

Charaktere
Ren:


Makino:


Shanks:


Scrat:


-edit-
hab deine bilder mal sichtbar gemacht/
gruss xbutzex...

Prolog:

Dunkelheit. Regen. Wind. Obwohl es erst Nachmittag war, drang kein Sonnenstrahl durch die dichte Wolkendecke. Es schien, als wäre es schon Abend. Dieser Tag war einfach unerträglich. Doch das Wetter war nicht Schuld:
Ein kleiner 11 jähriger Junge saß im Wohnzimmer seines Zuhauses und bibberte vor Angst. Vor gut einer Stunde waren Ärzte seines Dorfes in sein Zuhause gekommen, um abermals seine Mutter zu untersuchen. Seit einer Weile ging es ihr nicht gut und sie brach immer wieder zusammen.
Zusammen gekauert saß Ren, so der Name des Jungen, auf der Bank im Wohnzimmer und bangte um seine Mutter. Was war mit ihr los? Sie war doch immer so stark gewesen. Auch ohne seinen Vater, hatte sie Ren großgezogen und sich nie beschwert. Auch wenn sie krank wurde, war sie noch in die Bar, zum arbeiten gegangen. Ren hatte sie für ihre Kraft immer bewundert.
Was war also auf einmal los?
Wie jeden Tag, war Ren von seiner Erkundungstour über die Insel, nach Hause gekommen. Doch was er vorgefunden hatte, waren 2 Nachbarn, ein Arzt, der Bürgermeister und in Mitten dieser Leute: seine Mutter. Ohnmächtig auf einer Trage.
Die Ärzte hatten gesagt, dass sie zusammengebrochen sei und das sie nun Hilfe und Ruhe benötigen würde. Deshalb saß Ren im Wohnzimmer, auf dem Boden und schlang seine Arme um seine Beine. Er vergrub sein Gesicht, da er niemandem zeigen wollte, dass er weinte. Der einzige, der bei ihm bleiben sollte und ihn so sehen durfte, war sein treuer Freund Scrat. Ein Allbinodrache, aus dem Norden. Er war nicht größer als Ren's Handflächen, doch sein Herz und sein Verstand ragten über die Größe hinaus.
"Chu." Der kleine Drache saß auf Ren's linker Schulter und schaute ihn traurig an.
"Was ist mit meiner Mama los?", schluchzte Ren in seine Arme. "Wieso kommen die anderen nicht aus ihrem Zimmer und erklären es mir?"
"Chu." Scrat strich mit seinem Kopf an Ren's Wange entlang, um ihn etwas aufzuheitern. Seine Mutter würde schon durchhalten, sie war eine starke Frau.
Während ein Donner von draußen zu hören war, öffnete sich die Tür zu dem Zimmer, indem zuvor alle verschwunden waren.
"Was ist mit meiner Mutter?", platzte Ren heraus und stellte sich vor die Person, die aus der Tür herausgetreten war.
Es war ein Arzt, der bedrückt dreinblickte. "Ren, nicht so laut. Deine Mutter braucht Ruhe."
"Was ist mit ihr? Ich will zu ihr!" Als Ren versuchte an dem Arzt vorbeizulaufen, wurde er jedoch von diesem gehindert.
"Warte, hör mit bitte erst zu."
"Aber..."
"Kein 'aber'. Hör mit bitte einfach zu.", bat der Arzt und kniete sich zu Ren herunter. "Ren, du bist ein schlauer und mutiger Junge, deshalb weiß ich, dass du merkst, was mit deiner Mutter los ist, oder?"
Auch wenn der kleine Rotschopf gerade weinen wollte, vor anderen zeigte er nie Tränen. Deshalb unterdrückte er sie und nickte dem Arzt zu. "Ja, ihr... ihr geht's nicht gut. Aber Sie bekommen das doch hin, oder?"
"Ren, hast du schonmal von einer Krankheit gehört, die 'Paralymphiose' heißt?"
Paralymphiose? Nein, dieser Begriff sagte dem Jungen rein gar nichts. "Was ist das?"
Behutsam legte der Arzt seine Hände auf Ren's Schultern und sprach mit ruhiger Stimme weiter. "Ren, diese Krankheit bringt Erreger mit sich, die den Körper von Monat zu Monat mehr zusetzen. Allerdings bemerkt man diese Krankheit meist erst, wenn es zuspät ist. Im Falle deiner Mutter ist das leider so..."
"Meine Mama hat diese Paralymphiose? Was kann man dagegen machen? Wir müssen sie doch retten!"
Doch der Arzt schüttelte den Kopf. "Es tut mir leid, Kleiner. Diese Krankheit kann man nicht heilen. Wir können das Leben deiner Mutter nur etwas verlängern, indem wir ihr bestimmte Medikamente geben. Aber auch wenn wir das machen, wird sie spätestens in einem Jahr aufgeben müssen. Egal wie stark sie ist... Es tut mir leid, Ren."
"Nein! Das kann nicht.... meine Mama!", rief Ren und riss sich vom Griff des Arztes, um in der Tür, hinter ihm, zu verschwinden. Als er dort ankam, hörte er seine Mutter sprechen, die erschöpft im Bett lag und anscheinend mit dem Bürgermeister redete.
"Makino. Das tut mir wirklich leid. Ich wünschte es wäre anders.", sagte der Bürgermeister und senkte seinen Kopf.
"Machen Sie sich keine Sorgen, Bürgermeister. Noch ist meine Zeit nicht vorbei. Aber ich habe Angst um Ren... Können Sie sich vielleicht um ihn kümmern, wenn ich nicht mehr bin?"
"Das würde ich gern, Makino.", nickte der Bürgermeister. "Dennoch bin auch ich nicht mehr der jüngste und wer weiß, wann mein Ende naht. Ich möchte nicht, dass Ren 2 Menschen verliert, die sich um ihn gekümmert haben."
Makino verstand und nickte, als sie ihren Kopf wegdrehte und wieder an die Decke sah. "Wäre sein Vater bloß hier... Er würde sich sicher um ihn kümmern."
"Ich möchte dir keine Vorwürfe machen, Makino. Aber es war wirklich unachtsam, sich in einen Piraten zu verlieben und mit ihm auch noch ein Kind zu kriegen, von dem er noch nicht einmal etwas weiß."
Makino schloss ihre Augen und lächelte. Egal, was der Bürgermeister oder irgendwer anders sagte, sie wusste, was sie fühlte. "Ich habe gedacht... das ich Ren großziehen kann, bis er wiederkommt. Wissen Sie, auch wenn jeder im Dorf dagegen war, dass ich mich auf diesen roten Piratencaptain fixiert habe... Ich habe es nie bereut. Mein größter Wunsch wäre es, ihn noch einmal zu sehen. Wenigstens ein Mal, bevor ich sterbe."
*Mein Papa...* Ren wusste von seinem Vater bestens bescheid. Seine Mutter hatte ihm von Anfang an preisgegeben, dass sein Vater der berüchtigte rote Shanks war. In Ren's Zimmer hing sogar sein Steckbrief, den Makino jahrelang aufbewart hatte.
"Wieso musstest du dich bloß in diesen Piraten verlieben?", seufzte der Bürgermeister und legte seine knochige Hand auf Makino's. "Du hättest was besseres verdient gehabt."
Doch Makino war stolz darauf, sich in diesen Mann verliebt zu haben und sogar mit ihm ein Kind zu haben. Auch wenn Shanks von seinem Sohn nichts wusste, irgendwann würden die beiden sich schon wiedersehen. Nur leider würde Makino das nicht mehr mit erleben. "Ich würde alles geben, um ihn nochmal zu sehen. Es ist schließlich mehr als 10 Jahre her, seit ich ihn gesehen habe."
Ren hörte das komplette Gespräch und er traute sich auch nicht es zu unterbrechen. Seine Mutter war traurig darüber, dass Shanks immer noch nicht zurückgekehrt war. Natürlich war es auch für Ren nicht einfach gewesen, ohne Vater aufzuwachsen. Aber anscheinend ging es seiner Mutter besonders nahe. Sein Vater war weg... seine Mutter würde sterben... und Ren würde alleine bleiben. Irgendwas musste er doch tun können, um seiner Mutter vielleicht ein wenig zu helfen!
Und da kam ihn eine Idee. Auch wenn er noch viel zu jung war, um sich auf die weite See zu begeben, er würde es trotzdem machen. Ja, nun hatte er seinen Entschluss gefasst und bevor seine Mutter für immer einschlafen würde, sollte sie ihren letzten Wunsch erfüllt bekommen.
"Scrat?", flüsterte Ren dem kleinen Drachen, auf seiner Schulter zu. "Heute Abend geht's in ein großes Abenteuer. Und du wirst mich begleiten."
"Chu?"



Zuletzt von Luffy-chan am Di 14 Sep - 13:01 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: The Red Son    Sa 14 Aug - 20:48

   

Kapitel 1: Abschied muss manchmal sein

"Mama?", kam es von der Türschwelle. "Darf ich reinkommen?"
Langsam hob sich der Kopf des Bürgermeisters und dessen Blick, traf den von Ren. Bevor der Bürgermeister aber antworten konnte, stimmte Makino schon zu. "Natürlich, mein Schatz. Komm rein."
Schnellen Schrittes, als hätte er nur auf diese Worte gewartet, lief er zum Bett seiner Mutter und sah sie an. "Wie geht's dir Mama?" Seine Stimme war zittrig, doch wollte er sich zusammenreißen, damit er seiner Mutter nicht noch mehr Sorgen bereitete.
"Es geht. Dank den Medikamenten bin ich eigentlich wieder fit... Ren? Es tut mir leid, dass wir heute nicht zusammen an den Hafen konnten. Darauf hattest du dich doch so gefreut."
"Ist nicht schlimm." Der kleine Rothaar lächelte mit tränenden Augen, als er seine Mutter so sah und er hörte, dass sie immernoch nicht an sich, sondern an ihn dachte. Natürlich hatte er sich auf den Abend mit seiner Mutter gefreut, sie war selten einen ganzen Abend daheim, durch die Arbeit in der Bar. Aber sie musste sich doch jetzt nicht entschuldigen, dass sie nicht mit ihm zum Hafen konnte! Es ging doch jetzt um ihre Gesundheit und um nichts mehr, aber auch nicht weniger.
"Ich lass euch am besten alleine.", kam es leise vom Bürgermeister, der sich langsam erhob und Ren durch's Haar wuschelte. "Sei stark, Kleiner."
"Ich versuch's.", antwortete Ren und erfolgreich unterdrückte er seine Tränen vor dem Bürgermeister. Als dieser allerdings den Raum verlassen hatte, liefen Ren's Tränen, wie ein Sturzbach. "Mama, das ist so unfair."
Makino sah in das Gesicht ihres Jungen, der sich neben ihr Bett gekniet hatte, und legte eine Hand auf seinen Kopf. "Dann hast du es also schon vom Arzt gehört... Na ja. Leider ist das Leben nicht immer fair. Aber mach dir keine Sorgen. Ich werde, so lange es noch geht, bei dir bleiben."
Ren versuchte seine Tränen zu unterdrücken, doch es gelang ihm nicht. Sie flossen und wollten auch nicht aufhören. "Also...wirst du die Medikamente nehmen."
"Ja.", stimmte Makino zu. "Je länger ich noch hier bleiben kann, umso besser."
Seine Mutter war wirklich stark. Sie wollte ein weiteres Jahr mit der Krankheit leben, nur um die Zeit, die sie mit Ren haben würde, ein wenig zu verlängern. Es stimmte ihn traurig, dass er diese Zeit allerdings nicht mit ihr verbringen und sie enttäuschen würde. Aber nun hatte er wirklich noch ein Jahr Zeit seinen Vater zu finden und ihren letzten Wunsch wenigstens zu erfüllen. "Mama? Egal was passiert, du musst dieses Jahr noch durchhalten."
Makino wusste jedoch nicht, wieso ihr Sohn auf einmal so ernst wurde. "Ich werde es versuchen."
"Bitte, Mama. Dieses Jahr....", bat sie Ren erneut, diesmal mit ernsterer Stimme.
Auch wenn sie nicht wusste, was in diesem kleinen Kopf vorging, nickte Makino und lächelte dabei. "In Ordnung. Ein Jahr. Meinst du... du wirst auch ohne mich klarkommen?"
Um ehrlich zu sein, wusste er das nicht. Sicher, er war schon relativ selbstständig. Er konnte Wäsche waschen, kochen, einkaufen und im Notfall auch putzen, auch wenn dies die schlimmste Hausarbeit auf Erden war. Aber ob er wirklich alleine klar kommen würde, das würde er nun auf See herausfinden. Wäre er alleine stark, würde er überleben und er wollte überleben. Er musste überleben.

Nach dem Gespräch blieb Ren noch eine ganze Weile bei Makino, die allerdings dann nach 2 Stunden eingeschlafen war. Die Krankheit machte ihr wirklich zu schaffen und sie zehrte an ihren Kräften, das sah er, auch wenn er kein Arzt war. Umso schwerer fiel es ihm, sie jetzt alleine zu lassen. Doch es half nichts, sie musste Shanks noch einmal sehen und er sie.
Entschlossen erhob sich der Kleine und ging auf die Tür zu, die er leise öffnete und genauso auch hinter sich schloss. Seine leisen Bewegungen wichen aber, als er die Tür geschlossen hatte und sich schnellen Schrittes zu seinem Zimmer aufmachte. Dort wartete Scrat, der aufrecht auf dem Bett saß und ihn mit schiefen Kopf ansah.
"Chu?"
"Ja, es geht los.", nickte Ren und sein entschlossener Blick, ließ keine Traurigkeit mehr zu. Unter seinem Bett kramte er einen olivgrünen Rucksack hervor, um diesen dann mit den nötigsten Sachen zu packen. Natürlich waren Klamotten wichtig und Proviant. Doch das wichtigste war der Bilderrahmen, der über Ren's Bett hing. Shank's Steckbrief war in diesen eingerahmt und in der Ecke darunter steckte, allerdings lose eingefügt, ein Foto von Makino und ihm, in der Bar.
"Chu?" Fragend kam Scrat angeflogen, als er sah, dass Ren das Foto und den Steckbrief einpackte, die Bestandteile des Bilderrahmens allerdings auf's Bett schmiss.
"Wer weiß, vielleicht glaubt er mir ja nicht.", antwortete Ren. "Ich kann zwar sagen, dass ich sein Sohn bin, aber wird er mir das glauben? Wenn ich ihm das Foto zeige, dann weiß er, dass ich nicht lüge."
Scrat begriff und nickte, damit Ren wusste, dass er verstanden hatte. Er war froh, dass er seinen großen Partner begleiten durfte, denn wer weiß, was ihm zustoßen könnte. Die weite See war groß und die Grand Line gefährlich. Das wusste sogar Scrat, als kleiner Drache, der noch nie etwas anderes gesehen hatte, wie das Windmühlendorf und die dahinter liegenden Wälder.
"Ich bin froh, dass du mit kommst.", kam es plötzlich von Ren, als hätte er Scrat's Gedanken gelesen. "Ich glaube, allein.... hätte ich ein wenig Angst."
Blitzschnell huschte Scrat auf Ren's Schulter, um ihn mit der Spitze seiner Schnauze am Nacken zu kitzeln. Dies war Scrat's Zeichen dafür, dass die beiden niemals getrennt werden und sich immer beistehen würden.
"Danke, Scrat.", lächelte Ren. Doch dieses Lächeln verschwand, als er auf den Schreibtisch blickte, auf dem Blätter und Stifte lagen. Sollte er seiner Mutter noch einen Brief schreiben, damit sie sich keine Sorgen machen sollte? Den Dorfbewohnern konnte er aber nichts sagen, sie würden ihn nur aufhalten. Bevor Ruffy 17 Jahre war, hatten ihn auch alle noch für zu jung gehalten, um auf See zu fahren. Und Ren war schließlich erst 11. Was würden sie bei ihm wohl alles meckern? Nein, den Dorfbewohnern konnte er nicht bescheid geben. Allerdings war ein Brief an seine Mutter keine schlechte Idee.
Langsam schritt er an seinen Schreibtisch, an den er sich setzte und eine Weile auf das weiße Papier, vor ihm, starrte. Was schrieb man seiner Mutter, die im Sterben lag, um ihr keine weiteren Sorgen zu bereiten. Das ging nicht... Also versuchte er es kurz und knapp:
'Mama?
Bitte sei nicht traurig und bleib stark,
solange ich nicht da bin. Aber
keine Sorge, ich komme auf jedenfall
wieder zurück. Ich liebe doch mein
Dorf.
Bitte, bitte. Halte noch ein Jahr durch,
dann wird dein letzter Wunsch in
Erfüllung gehen. Du wirst sehn',
ich schaff das! Ich hole Shanks.
Ich hab dich lieb
Ren'
Auch wenn der Brief wirklich kurz war, es stand alles nötige drinne. Den Zettel nahm er in die Hand und den Rucksack über die Schulter. Leise öffnete er seine Kinderzimmertür und schloss sie auch ohne Geräusche. Er wollte seine Mutter schließlich nicht wecken.
Den Zettel platzierte er auf dem Esstisch, der mitten im Raum stand. An der Türe, die nach draußen führte, hingen Makino's und Ren's Jacken, von denen er sich eine krallte. Während er diese anzog, drehte er sich noch einmal um, damit er nochmal alles speichern konnte. Die Zimmereinrichtung, der Geruch, die Farben und die Erinnerungen. All das würde er eine Weile nicht sehen und er würde es vermissen. Vorallem seine Mutter... Zu ihr ging er allerdings nicht. Zu groß war seine Angst, dann wieder zu weinen und vielleicht seinen Entschluss nicht durchziehen zu können.
"Bitte halt durch, Mama.", wisperte der Kleine, bevor er den Rucksack richtig auf den Rücken schnallte und aus dem Haus ging.

Als er hinaustrat war es bereits Abend und die Sterne drangen durch den dunklen Himmel. Keiner der Dorfbewohner war mehr auf den Straßen. Wahrscheinlich waren sie alle bei ihren Familien oder machten es sich vor dem Kamin gemühtlich. Dennoch beeilte sich Ren, durch die Straße zum Hafen zu kommen. Er wollte auf keinenfall gesehen werden, das würde das Aus für seinen Plan bedeuten.
Zum Glück wusste er, dass es am Hafen immer Boote gab, die nicht benutzt wurden, außer es waren alle Boote auf dem Meer, um zu fischen. Aber das kam im aller seltensten Falle vor und schließlich war es Abend. Da war sowieso keiner mehr auf See.
Außer Puste kam Ren am Hafen an und blickte auf das Meer vor ihm. Er hatte es sich immer nur angeschaut und sich den Wind durch die Haare wehen lassen. Aber jetzt würde er hinaus fahren... Er musste lernen, wie man am besten den Wind nutzen musste, um schnell voran zu kommen. Er musste wahrscheinlich angeln, um zu überleben und er würde auf Gegner und Monster treffen. Auch wenn er Geld dabei hatte, würde dies irgendwann ausgehen und dann musste er andere Piraten beklauen. All das nahm er aber in Kauf!
"Auf geht's Scrat."
"Chu!"
Die beiden liefen den Steg hinunter und schnappten sich ein kleines Fischerboot, das noch sehr gut im Zustand war. Zum Glück wusste Ren, wie so ein Boot gesteuert wurde, da musste man den anderen Dorfbewohnern wirklich danken.
Zaghaft entfernte er das Tau, womit die Verbindung zur Insel unterbrochen wurde. Das Boot nahm an Geschwindigkeit zu, als Ren die Segel setzte und er still zurück auf die Insel blickte. Seine Heimat ließ er hinter sich, um auf eine Reise voller Ungewissheit zu starten. Er wusste noch nicht einmal, wo sich sein Vater aufhielt. Irgendwo auf der Grand Line war nicht wirklich eine gute Beschreibung... Dennoch, er würde niemals aufgeben. Er musste seinen Vater finden, egal was kommen würde.

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BeitragThema: Re: The Red Son    Di 14 Sep - 12:58

   

Kapitel 2: Die Gecko-Insel

Mit guter Fahrt bewältigte Ren die ersten Meilen auf See. Diese schien ruhig und das Wetter spielte gut mit. Durch erfahrene Fischer aus dem Windmühlendorf wusste er, wie man das Wetter deuten musste, um nicht in Schwierigkeiten zu geraten. Außerdem war Scrat bei ihm, der auf seiner Schulter hockte und neugierig auf die See blickte. Im Notfall würde er auf ihn aufpassen.
"Ein wenig verrückt ist das schon, oder Scrat?"
Der kleine Drache drehte verwirrt seinen Kopf in Ren's Richtung. "Chu?"
"Ich bin erst 11 Jahre alt und mache mich auf den Weg zur Grand Line. Das ist irre... Ich will gar nicht Mama's Gesicht sehen, wenn sie das erfährt..." Als er aber an seine Mutter dachte, blickte er bedrückt auf den Holzboden des kleinen Fischerbootes. Wie es ihr wohl ergehen würde, ohne ihn? Was wäre, wenn sie nicht stark genug wäre? Wenn sie die Krankheit auffräße? Nein. Ren schüttelte seinen Kopf. Daran durfte er nicht denken. Er musste jetzt mutig sein und er durfte keine Angst zeigen. Das einzige, was er jetzt vor Augen haben sollte, war sein Ziel: Sein Dad.
Der kleine Rothaarige war der Sohn eines der mächtigsten Piraten, der ganzen Meere. Aber... wie war so ein Mann überhaupt?
"Mama hat immer gesagt, dass er total lustig und fröhlich ist. Er hat vor meiner Geburt immer in der Bar, mit den anderen Crewmitgliedern gefeiert. Zumindest hat sie das erzählt.... Aber kann so einer, denn so ein mächtiger Mann sein?"
Auf diese Frage wusste sowohl er, als auch der Albinodrache keine Antwort. Natürlich plagte ihn die Angst, dass sein Vater vielleicht ein Mann war, der in jeder Stadt seine Frauen besaß. Von solchen hatte er gehört, das überhörte noch nicht einmal ein 11 jähriger Junge.
"Was ist, wenn meine Mama ihm doch nicht wichtig ist? Was mache ich dann bloß?"
Diese Einstellung passte dem Drachen aber ganz und gar nicht. Auch wenn Ren's Vater ein Pirat war und er über die ganzen Meere gesucht wurde, so war er nicht wie andere. Aus Makino's und Ruffy's Erzählungen, als dieser noch im Dorf war, kamen ganz und gar keine schlechten Seiten des Kaisers zu Tage. Es gab solche und solche Piraten und Shanks gehörte mit Sicherheit zu den Guten. Sonst hätte Makino niemals gut über ihn geredet. "Chu!" Demonstrativ flog Scrat vor Ren's Gesicht, um ihn aufzuheitern. Sein Vater wäre nicht sein Vater, wenn er so ein Verhalten an den Tag legen würde. Schließlich hatte sich Ren's Mutter in ihn verliebt. "Chu!"
"Du hast Recht.", lächelte Ren ein wenig. "Ich darf nicht Trübsaal blasen. Ich muss jetzt stark sein!" Lächelnd stimmte Scrat seinem Freund zu, der den Drachen dann in die Hand nahm. "Danke, Scrat."
Trotzdem plagte ihn immernoch ein schlechtes Gefühl. Allerdings hatte es diesmal nichts damit zutun, dass er seine Mutter allein gelassen hatte oder sein Vater vielleicht ein Idiot sein könnte. Nein. Er hatte einfach ein mulmiges Gefühl, was diese Reise anbetraf. Aber gegen dieses Gefühl konnte er etwas tun. Etwas, das seine Mutter ihm beigebracht hatte. Sie hatte damals gesagt, dass diese Zeilen einen auf See weit bringen konnten und er es in Schwierigkeiten singen sollte.
Während Ren in den Horrizont sah, dachte er an die Zeilen dieses Liedes, um sich genau zu erinnern, wie es ging.
"Die Königin wurde vom König entführt
Am Ende siegte er
Es ist vollbracht
Er hat die Macht
Uns gehört das Meer

Jo ho
Zu gleich
Hisst die Flagge
Zeigt sie
Soll'n sie uns verdammen
Doch wir sterben nie

Jo ho
Steht zusammen
Hisst die Flagge
Zeigt sie
Soll'n sie uns verdammen
Doch wir sterben nie."
Ein wenig munterte es den kleinen Piratenjungen auf. Denn, obwohl er nicht so ganz den Sinn dieses Liedes verstand, so hatte es doch seine Bedeutung und Kraft, irgendwo, die einem Mut machte.

Der restliche Tag auf See, und der folgende gingen schnell vorbei und zu ihrem Glück, hatte sie kein Ungeheuer oder Piratenschiff angegriffen. In der Nacht wechselten sich beide ab, damit sie wenigstens ein bisschen Schlaf bekamen. Ren übernahm die erste Schicht und Scrat die zweite.
In dieser Nacht, bekam Ren allerdings nicht wirklich viel und erholsamen Schlaf, da ihn seine Sorgen in Form von Träumen heimsuchten.
Um ihn herum war völlige Finsternis und von überall ertönten dumpfe Stimmen. "Wie konntest du deine Mutter allein lassen." "Sie braucht dich jetzt mehr, als alle anderen." "Wie kannst du bloß auf die Suche nach deinem Vater gehen." "Der schert sich einen Dreck um euch." "Sonst hätte er sich irgendwann nochmal blicken lassen. Schließlich sind über 10 Jahre vergangen." "Das schaffst du nie, du bist viel zu klein und zu schwach." "Ruffy war ja schon 17 Jahre."
"Bitte...", zitterte Ren und hielt sich schmerzend den Kopf. "Aufhören. Bitte! Ich werde das schaffen, ich bin stark! Ich hole meinen Vater und bring Mama noch einmal zum lächeln."
"Chu!" Von weit weg ertönte ein bekannter Laut, der sicher immer häufiger wiederholte und näher kam. Dieses Geräusch kannte er. Er kannte es nur zu gut. "Chu!"
Um Ren wurde es wieder heller und er erwachte langsam aus seinem Albtraum. Vorsichtig öffnete er seine Augen, blinzelte ein paar Mal, bis er vor sich seinen kleinen Drachenfreund sah, der auf dem Boden saß und ihn besorgt ansah.
"Chu?"
"Scrat...", hauchte Ren und richtete sich langsam auf. Denn es kam ihm so vor, als hätte er den Aufbruch nur geträumt gehabt. Somit blickte er sich erstmal um, um festzustellen, dass es doch kein Traum war. Zumindest seine Reise nicht... Die ganzen Anschuldigungen, die jedoch in seinem Kopf hallten, die er im Traum gehört hatte, konnte er nicht vergessen. Sie waren einfach zu deutlich gewesen.
"Chu?" Der kleine Drache legte fragend seinen Kopf schief und blickte zu Ren hoch, der allerdings lächelnd den Kopf schüttelte.
"Nein, alles okay. Ich hab nur nen' Albtraum gehabt." Als er in den Himmel sah, erkannte er, dass es schon längst morgen war und sie schon einiges an Weg hinter sich gelassen hatten. Natürlich war es ein Dreck im Vergleich zu dem, was sie noch vor sich hatten. Dennoch.... es war weiter, als Ren je alleine gefahren wäre. Während Ren verträumt in den Himmel blickte, machte Scrat auf sich aufmerksam, um Ren etwas wichtiges zu zeigen. "Chu!"
"Was hast du denn?"
"Chu. Chu!" Der kleine Albinodrache flog vor Ren rauf und runter, während er auf etwas zeigte, das am Horrizont lag.
Mit zugekniffenden Augen fixierte Shanks' Sohn das Objekt und es schien etwas erfreulichen zu sein. "Eine Insel!" Er konnte es nicht glauben, er hatte tatsächlich die nächste Insel erreicht! Und das innerhalb von weniger als 2 Tagen.
"Moment, da fällt mir ein..." Richtig, er hatte doch vor seiner Reise eine Karte mitgenommen, die den East Blue, bis zum Kap der Zwillinge zeigte, zu dem er gelangen musste. Wenn er sich jetzt die Karte richitg besah und er einen guten Orientierungssinn aufwies, dann waren sie auf dem Weg zur...
"Gecko-Insel. Scheint eine ziemlich kleine Insel zu sein. Aber wer weiß, vielleicht kann ich mich schon da ein wenig erkunden. Vielleicht haben wir Glück und jemand kennt meinen Vater und weiß, wo er sich gerade aufhält."
Voller Optimismus nickte Scrat, als auch Ren anfing zu lächeln und das Segel optimal richtete, um auf den schnellsten Wege zu der Insel zu gelangen.

"Okay, das Boot kann nicht mehr weg.", nickte Ren zufrieden, als er ihr Transportgerät etwas an Land zog. "Jetzt schaun wir uns mal ein wenig um."
"Chu!", grinste Scrat und setzte sich auf Ren's Schulter, wo er immer saß. Es war, seit er bei dem Rothaarigen war, sein Stammplatz und zum Glück, war der kleine Albinodrache schon ausgewachsen, denn sonst würde er irgendwann dort nicht mehr drauf passen.
Ein wenig aufgeregt, doch voller Tatendrang sah Ren auf den Weg, der vor ihnen lag. Es war ein steiler Weg nach oben, der zwischen 2 Steinwänden langführte. "Eigenartig, aber okay."
Neugierig setzte Ren seinen Weg fort, in der Hoffnung, das Dorf, das er auf der Karte ausfindig gemacht hatte, schnell zu erreichen. Als er dem Pfad vom Strand folgte, kam er an einem Wald vorbei, an Feldern und nach nicht einmal 5 Minuten entdeckte er sein Ziel. Das Dorf...
"Syrop. Da ist es." Etwas erstaunt zog Ren eine Augenbraue hoch und auch Scrat wunderte sich etwas. "Anders, als unsere Insel, oder? Bei uns gibt's sogar ein Schloss und hier nur ein kleines Dorf."
Oh ja, da musste der Drache im voll und ganz zustimmen. Es war wirklich wesentlich kleiner, als ihre Heimatinsel. Nichtsdestotrotz hatte dieses Dorf irgendwas an sich, was Ren allerdings nicht zuordnen konnte.
"Hey du. Wer bist du denn?", erklang es auf einmal hinter Ren und etwas erschrocken, da er in Gedanken gewesen war, drehte er sich um.
Hinter ihm standen 3 Jungs, vielleicht ein oder zwei Jahre jünger als er, die ihn neugierig ansahen. Der eine, hatte grüne Haare und hielt eine Angelrute über der Schulter. Ein anderer hatte hellbraune Haare und eine Brille, die er interessiert zurechtrückte und der letzte besaß eine rote Mütze und sein Pony ragte über seine Augen hinweg.
Derjenige, der den kleinen Piratenjungen angesprochen hatte, war der Junge, mit der Angelrute gewesen. "Dich hab ich hier noch nie gesehen."
Höflich, wie Makino es ihm beigebracht hatte, stellte sich Ren natürlich vor und lächelte ein wenig dabei. "Ich bin Ren und komme aus dem Königreich Goa."
"Königreich Goa?", wunderte sich der Brillenträger. "Die Insel mit dem Windmühlendorf?"
"Ja genau.", nickte Ren. "Das ist mein Heimatdorf."
Nun traten die Jungs näher an den Neuling heran und begutachteten ihn erst ein wenig, bevor sie sich ebenfalls grinsend vorstellten. "Freut mich auch. Ich bin Paprika, der da ist Zwiebel und der Möhre." Dabei zeigte er zuerst auf sich, dann auf den Brillenträger und zum Schluss auf den Jungen mit dem zu langen Pony. "Und was treibt dich von Goa hier hin?"
"Na ja... ähm. Im Grunde bin ich auf der Suche, nach jemandem und eigentlich auch nur auf der Durchreise. Ich wollte aber ein paar Informationen sammeln, bevor ich weiter reise.", antwortete Ren ehrlich, da ihm die Jungs doch ganz in Ordnung vorkamen.
"Ah alles klar. Wenn du Infos brauchst, gehst du am besten in unsere Bar.", schlug der Junge vor, der Möhre zu heißen schien. "Sollen wir dich hinbringen?"
"Das wär echt nett.", freute sich Ren und er war hell auf begeistert, dass er so nette Jungs getroffen hatte, die ihm gleich ihre Hilfe anboten.
"Chu!" Auch Scrat bedankte sich, der sich zuvor eher geschlossen verhalten hatte.
Somit bemerkten die 3 Dorfbewohner jetzt erst, dass auf Ren's Schulter noch jemand saß.
"Hey, was ist das denn?" Mit großen Augen begutachtete Paprika den kleinen Drache, allerdings mit etwas Abstand. "Ist das deiner?"
"Das ist Scrat. Wir sind schon Partner, seit er aus seinem Ei geschlüpft ist.", erklärte Ren, woraufhin sich Scrat von seiner Schulter erhob und fliegend die 3 anderen begrüßte. "Chu."
"Ich glaub's nicht.", gab Zwiebel erstaunt von sich. "Das ist doch nicht echt ein Albinodrache?"
"Doch, ist er." Ren musste ein wenig schmunzeln, da es für ihn normal war, einen Drachen zu kennen. Auch für die Dorfbewohner im Windmühlendorf gehörte es schon zum Alltag. Wenn er jetzt auf Reisen sein würde, musste er sich allerdings an solche Reaktionen gewöhnen, das stand fest.
"Die hab ich sonst nur in Büchern gesehen. Kommen die nicht eher aus den kalten Gebieten, wie den Winterinseln auf der Grand Line?", fragte Zwiebel, der anscheinend viel Interesse in Bücher steckte.
Doch Ren musste leider mit den Schultern zucken. "Ich weiß nicht, wo er herkommt. Ich hab sein Ei in einem Bach gefunden, nahe an unserem Dorf. Und seitdem sind wir nie getrennt gewesen."
Die 3 Jungs aus Syrop waren schlichtweg beeindruckt. Denn wann sah man bitte einen echten Drachen, in einem Dorf außerhalb der Grand Line?! "Wow."

"Du bist also auf der Suche, nach deinem Vater?", erkundigte sich Paprika nochmal, der mit den anderen beiden Jungs Ren zuvor in die Bar geführt hatte. Dort war allerdings zur morgendlicher Stunde so gut wie nichts los, weshalb sie die einzigen Gäste waren.
Die 4 Jungs hatten sich einen Apfelsaft bestellt und saßen nun in einer Sitzecke, um ein wenig mehr, über Ren zu erfahren.
"Ja und ich muss ihn in einem Jahr gefunden haben.", bestätigte Ren seine Aussage mit einem Nicken. "Sonst geht der Wunsch von meiner Mutter nicht in Erfüllung." Er hatte ihnen in Kurzfassung von Makino's Krankheit erzählt und wieso er nur 1 Jahr Zeit hatte. Diese Geschichte ließ die 3 Jungs keine Sekunde los und sie staunten, wie mutig ihr Altersgenosse war.
"Weißt du denn, wo dein Vater ist?", fragte Möhre, woraufhin Ren den Kopf schüttelte.
"Leider nicht. Er ist Pirat und ich weiß nur, dass er auf der Grand Line ist."
"Aber die ist doch riesig!", platzte Paprika erstaunt heraus. "Wie willst du ihn da finden?"
Auch darauf hatte der Rothaarige keine Ahnung. "Aber ich muss es schaffen. Irgendwie geht das schon."
Als sich die 4 unterhielten, ging die Tür der Bar auf, woraufhin die alte Dame hinter den Thresen freundlich diese Person begrüßte. "Oh, guten Morgen, Miss Kaya. Was treibt Sie denn so früh hier her?"
"Guten Morgen.", erklang eine weibliche Stimme und eine blonde Frau ging an der Sitzecke vorbei, in der die Jungs saßen. "Ich wollte den Wein abholen, für Lämpchen."
"Achso ja, der Geburtstagswein. Ich pack ihn nurnoch für Sie ein, dann können Sie ihn mitnehmen.", antwortete die alte Dame und ging in die hinteren Lagerräume.
"Miss Kaya!" Die 3 Jungs aus dem Dorf riefen begeistert nach der jungen Frau und schienen sie gut zu kennen. Denn Angesprochene drehte sich erfreut in die Richtung und blickte überrascht zu der Gruppe.
"Guten Morgen. Was seit ihr denn so früh schon hier?"
"Wir haben unseren neuen Freund hier her geführt." Dabei zeigte Paprika auf Ren, der gegenüber von ihm saß.
Kaya's Blick wanderte zu dem neuen Gesicht, woraufhin sie nickend lächelte. "Oh, ein kleiner Abenteurer? Freut mich, dich kennenzulernen."
"Das ist Miss Kaya.", erklärte Möhre, bevor sich Ren vorstellen konnte. "Sie wohnt oben in der Villa und ist eine gute Freundin von unserem Captain."
So recht begriff Ren die Situation nicht, denn wo, um alles in der Welt, kam jetzt auf einmal ein Captain her? Waren die 3 etwa in einer Piratenbande? Und gehörte das Mädchen etwa auch dazu? Ohne allerdings weiter darüber nachzudenken, stand Ren von der Bank auf, um sich lächelnd vor Kaya zu stellen. "Freut mich Sie kennenzulernen. Ich bin Ren und das hier..." Dabei kam sein Partner von der Bank geflogen und blieb zwischen ihm und Miss Kaya stehen. "... das ist Scrat."
Die Augen der jungen Frau wurden etwas größer, als sie den kleinen Partner von Ren sah. "Ein Drache?... Oh nein, bist du niedlich."
Und an diese Reaktion musste der Rothaarige sich sicherlich ebenfalls gewöhnen. Denn Scrat war ein weißer Drache, nicht größer als eine Handfläche, der einen mit roten Kulleraugen ansah und somit jedes Frauenherz schmelzen ließ.
"Aber, sag mal, Kleiner.", begann Kaya nun und schaute ihn neugierig an. "Was treibt dich denn auf unsere Insel?"
Bevor Ren allerdings antworten konnte, taten dies die 3 anderen für ihn, die wie ein Abspielband alles nacheinander erklärten. Zuerst erfuhrt sie von Paprika etwas, dann von Möhre und schließlich auch von Zwiebel.
"Er kommt aus dem Windmühlendorf und ist auf der Suche, nach seinem Vater."
"Ja, und dafür hat er nur ein Jahr Zeit, weil sonst der Wunsch seiner Mutter nicht wahr wird."
"Aber er weiß nicht, wo sein Vater steckt. Nur dass er sich auf der Grand Line aufhält."
Gut, jetzt besaß die junge Frau die Grundinformationen, allerdings ohne richtigen Zusammenhang. Deshalb wollte Ren es ihr noch einmal ruhig erklären. "Mein Vater ist Pirat und ich hab ihn noch nie gesehen. Vor 12 Jahren war er in unserem Dorf und hat sich dort in meine Mutter verliebt. Sie wurde aber vor ein paar Wochen krank und jetzt haben die Ärzte festgestellt, dass sie eine Krankheit hat, die man nicht heilen kann. Moment... wie hieß die noch.... Ich glaub Paralymphiose hieß die. Und jetzt...."
Doch bevor Ren fortfahren konnte, nickte Kaya mit besorgten Blick. "Oh nein, Paralymphiose. Das tut mir leid, Ren. Diese Krankheit ist sehr schlimm."
Etwas erstaunt schaute Ren zu der blonden Frau, denn anscheinend kannte sie diese Krankheit. War sie etwa Ärztin?
Wissend nickte der kleine Abenteurer aber und fuhr dann direkt fort. "Ihr letzter Wunsch ist es, nochmal meinen Vater zu sehen und deshalb bin ich auf der Suche nach ihm."
Leicht lächelte Kaya und hockte sich vor Ren, damit sie ihm in die Augen sehen konnte. "Das ist wirklich mutig von dir. Weißt du denn wenigstens, wie dein Vater aussieht?"
"Ja.", beantwortete Ren die Frage und kramte daraufhin in seiner Tasche, die er auf die Bank gelegt hatte. Daraus nahm er den Steckbrief seines Vaters heraus. "Der rote Shanks."
Entsetzt weiteten sich die Augen der 4 anderen, als hätten sie einen Geist gesehen. Das Mädchen fand ihre Stimme aber schnell wieder. "Dein Vater ist der rote Shanks? Moment... Woher, sagst du, kommst du nochmal?"
"Aus dem Windmühlendorf, im Königreich Goa.", antwortete Ren und er wusste nicht wirklich, wieso ihn Kaya das nochmal gefragt hatte.
"Dann kennst du doch sicherlich Ruffy, oder?"
"Ja klar.", nickte Ren begeistert. "Er ist vor einem halben Jahr zur See gefahren. Aber woher kennt ihr ihn?"
Bevor Kaya ihm allerdings erklärte, wieso sie Ruffy kannte, bat sie die Jungs, sich mit ihr, in die Sitzecke zu setzen. "Er kam eines Tages hier an, zusammen mit Nami und Zorro. Sie haben mit Lysop, der aus diesem Dorf stammt, die Insel und deren Bewohner gerettet."
Gut, das klang voll und ganz nach Ruffy. Er war schließlich das Gute in Person, das überall half, wo Hilfe benötigt wurde. Aber so Recht wusste Ren nicht, wieso die junge Dame ihm das erzählte. Würde ihm das auf der Suche, nach seinem Vater denn helfen?
"Und das, was vielleicht wichtig für dich sein kann, ist, dass Lysop's Vater in Shanks' Piratenmannschaft ist."
Augenblicklich öffneten sich Ren's Augen und er wurde hellhörig. Einer aus diesem Dorf, war in der Crew seines Vaters? Es war zwar ein Hinweis, allerdings brachte er ihm trotzdem nicht viel, leider....
"Und vor ein paar Tagen habe ich von Lysop Flugpost erhalten. In dem Brief stand, dass er seinen Vater getroffen hat."
Nun war es völlig anders. Nun war die Information von besonderer Wichtigkeit. Es war ein erster Anhaltspunkt! "Hat er irgendwas geschrieben, wo er ihn getroffen hat?"
Leider schüttelte Kaya allerdings mit dem Kopf. "Aber sein Brief davor war von einer Insel namens Water 7. Somit sind sie wahrscheinlich schon ein Stück weiter."
Auch wenn es keine genaue Beschreibung war, so war es doch ein guter Hinweis. Er musste sich auf den Weg nach Water 7 machen, um in die richtige Richtung zu gelangen. Aber.... wo lag Water 7?
"Weißt du was, Ren?" Neugierig blickte Angesprochener zu der Dame neben ihn, die ihn anlächelte. "Du kommst erstmal mit zu mir nach Hause. Dort werde ich dir alles mitgeben, was du benötigen könntest. Wer weiß, vielleicht findet sich auch eine Karte der Grand Line?!"
"Das wär wirklich super nett.", strahlte Ren begeistert. "Danke!"

Und tatsächlich! Kaya fand ein komplettes hilfreiches Buch, mit Karten, Hinweisen, Ratschlägen und Regeln, die man auf der Grand Line zu beachten hatte bzw. sollte. Außerdem bekam Ren von ihr noch ein paar nützliche Sachen, die er Zuhause im Eifer des Gefechts, vergessen hatte: Ein Seil, für eventuelle Notfälle, einen Kompass, ein Kästchen mit Nadel und Faden, ein erste Hilfe Set und das wichtigste, eine gehörige Portion Zuspruch.
"Das wirst du schon schaffen. Wir drücken dir die Daumen!", nickte Kaya, als sie die Sachen in Ren's Rucksack packte. "Du bist schließlich der Sohn des roten Shanks. Wenn du es nicht schaffst, weiß ich auch nicht."
Ren war etwas erstaunt, von dieser Fürsorge, die Miss Kaya an den Tag brachte. Sie war wirklich sehr nett und hilfsbereit, weshalb Ren gleich wieder ein wenig mutiger wurde. Die netten Worte taten, nach diesem schrecklichen Albtraum einfach gut!
Zusammen mit den 3 Jungs und Kaya, machten sich Ren und Scrat wieder auf den Weg zu ihrem Boot. Schließlich durften sie keinen Tag faulenzen, dafür war jede Stunde zu kostbar.
"Vielen vielen Dank, Miss Kaya und euch auch. Ich hoffe wir sehen uns bald wieder.", verabschiedete sich Ren von seinen neuen Freunden, als er das Schiff klarmachte.
"Pass gut auf dich auf.", meinten die 3 Jungs synchron, woraufhin Paprika noch etwas nachreichte. "Und wenn du unsren Captain triffst, grüß ihn von uns."
"Sagt mal, wer ist denn dieser Captain, von dem ihr die ganze Zeit sprecht?", musste sich Ren jetzt doch mal erkunden. Denn wenn er Grüße ausrichten sollte, musste er auch wissen, an wen. Oder etwa nicht?
"Sie meinen damit Yasopp's Sohn, Lysop. Der nun in Ruffy's Bande ist.", erklärte Kaya freundlich und Ren ging ein Licht auf.
"Alles klar. Werd ich machen. Vielen Dank euch allen." Dabei sprang er in sein Boot, das langsam wieder ins Meer glitt.
"Warte Ren.", hielt ihn Kaya allerdings noch einmal kurz auf. "Ich hab noch was für dich." Sie reichte ihm eine Karte, die er sich neugierig besah. "Vielleicht brauchst du sie bald. Ich wünsch dir viel Glück."
Nachdem Ren das Segel gesetzt hatte, blickte er auf die 4 zurück, die auf der Gecko-Insel noch winkten und sich verabschiedeten.
"Keine Sorge, du schaffst das!"
"Wir drücken dir die Daumen!"
"Lass dich nicht unterkriegen!"
Strahlend winkte Ren ihnen zurück und antwortete den 3 Jungs. "Danke! Ich werde euch bald wieder besuchen kommen, wenn ich wieder da bin! Macht's gut!"
Während er sich immer weiter von der Insel entfernte und die Bewohner kaum noch zu sehen waren, schaute Ren auf den Zettel in seiner Hand, den Kaya ihm gegeben hatte. Dort war ein Fisch abgebildet und in großer gelber Schrift stand drauf: 'Baratie-Gutschein.'
Baratie? Klang ein wenig eigenartig....

Annabill
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BeitragThema: Re: The Red Son    Mi 29 Sep - 19:24

   
Hey das ist ne echt super Story^^^
mach schnell weiter^^

Luffy-chan
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BeitragThema: Re: The Red Son    Sa 9 Okt - 20:25

   
(dankeschön^^)

Kapitel 3: Das Baratie

"Hast du Hunger?"
Na und ob der kleine Drache Huger hatte. Schließlich waren sie seit 2 Tagen wieder auf See unterwegs, und seitdem mussten sie wieder darauf achten, wie sie ihre Essensrationen einteilen sollten. Es musste ja für eine gewisse Zeit reichen.
"Okay, dann guten Hunger.", sagte Ren und legte seinem Freund ein Stück Brot und ein wenig Obst hin, über das dieser sofort herfiel. "Hey, nicht so stürmisch. Isst dir doch keiner was weg."
Lachend nahm auch Ren etwas aus seinem Rucksack, was anscheinend die letzte Portion war, die sie noch besaßen. "Oh je. Wir sollten schnellst möglich eine Inseln erreichen. Sonst haben wir ein Problem."
"Chu?" Geistesabwesend blickte Scrat zu Ren hoch, der allerdings anfing zu lachen. Diese Mimik von seinem Drachen war einfach zu komisch. Er war wohl ganz damit beschäftigt gewesen, zu futtern und sah jetzt aus, als wäre er aus einem Traum aufgewacht.
"Nein nein. Schon gut. Ess weiter."
Das ließ sich der Drache nicht 2x sagen und schlug sofort wieder zu. Es war erstaunlich, wie viel in so einen kleinen Drachen reinpassen konnte.
Bevor Ren allerdings in sein Brot beißen konnte, schaukelten ein paar Wellen das Boot ganz schon umher. Vor Schreck, da der kleine Rothaar gar nicht damit gerechnet hatte, ließ er sein Brot fallen und streckte sich über die Reling. "Was ist denn jetzt los?"
Kaum hatte er dies ausgesprochen, tauchte ein riesiges Seeungeheuer aus dem Meer, genau vor ihnen auf. "Was zum...."
"CHU!"
Das Ungeheuer brüllte die Nusschale vor sich an und brachte die Luft dadurch zum beben. Erschrocken schritt Ren einen Schritt zurück, doch konnte er im Boot nicht wirklich ausweichen. Was sollte er denn jetzt machen? Er konnte nicht kämpfen, er besaß doch noch gar keine Waffe!
"Was machen wir denn jetzt, Scrat?"
Doch auch der kleine Begleiter wusste nicht, was sie unternehmen konnten. Die einzige Möglichkeit, vielleicht lebend aus der Sache rauszukommen war, von Bord zu springen und zu fliehen. Auch, wenn dieses Ungeheuer ziemlich groß und anscheinend schnell im Wasser war, sie mussten es versuchen.
"Ich weiß schon, was du vor hast.", sagte Ren plötzlich und nickte seinem Partner zu, der eigentlich gerade etwas sagen wollte. "Ist zwar irre, aber es gibt keine andere Möglichkeit."
Scrat nickte daraufhin und als das Ungeheuer das Boot mit einem Happen verschlingen wollte, sprangen Ren und Scrat vom Boot und somit ins Wasser.
Doch leider brachte dies nicht viel und das Ungeheuer fixierte erneut den kleinen Abenteurer und den Drachen, um ihnen hinterher zu schwimmen.
"Was machen wir jetzt?", hustete Ren und bemühte sich schnell zu schwimmen und gleichzeitig über Wasser zu bleiben.
Scrat wusste nicht weiter, aber irgendwie musste er seinem Freund doch helfen können. Er war doch schließlich ein Drache! Als ihr Angreifer abermals sein Maul öffnete, um sich Ren zu schnappen, flog Scrat aus dem Wasser und genau zwischen das Monster und Ren. Voller Selbstvertrauen und Hoffnung, dass nun etwas geschah, holte der kleine Drache tief Luft und atmete diese mit einer gewaltigen Wucht wieder aus. Doch aus diesem Atemzug entstand auf einmal eine riesige Flamme, die das Ungeheuer somit total überraschte und auch verletzte. Total irritiert von dieser Flamme, flüchtete das Ungeheuer wieder ins Meer und entfernte sich von seiner Beute.
Der kleine Drache hatte es geschafft, er hatte Feuer gespuckt! Mit einem Grinsen drehte er sich um, doch wo er Ren erwartet hatte, fand er nichts mehr, an der Wasseroberfläche.
"CHU!" Voller Entsetzen tauchte der kleine Drache unter, um Ren aus den Tiefen des Meeres zu ziehen, damit er Luft bekam. Und obwohl Ren um einiges größer und schwerer war, als dass ihn Scrat hätte tragen könne, schaffte er es, da ihm das Wasser das alles erleichterte. Als sie wieder an der Wasseroberfläche ankamen, zog er seinen menschlichen Freund auf ein Brett ihres Bootes, was sich als ziemlich schwierig erwies. Ren war nicht leicht und dass er ohnmächtig war, erschwerte es noch mehr. Doch irgendwann schaffte er es dennoch und brachte ihn auf's Brett. Als Scrat seine Atmung überprüfte, stellte erleichternd fest, dass Ren noch atmete. Doch der Kleine musste schnellst möglich wieder wach werden, sonst waren sie verloren.

"Hey, Leute. Ich denke er wacht auf."
Ren hörte diese Stimme, konnte sie aber nicht wirklich zuordnen. Sie war ihm total fremd und so richtig bei Bewusstsein war er auch noch nicht.
"Natürlich wird er wach, Patty. Sonst würde er ja nicht blinzeln, oder?"
Nun war es eine andere Stimme, die er vernahm und sie war genauso fremd.
"Du bist ein elender Klugscheißer, Carne!"
"Haltet die Schnauze und lasst den Kleinen wach werden."
Wieder eine andere Stimme, dieses mal tiefer und befehlender als die beiden zuvor. Mit ein paar Augenschlägen erfasste Ren wieder Licht und dieses formte sich, nach ein paar Sekunden zu Bildern.
"Wo... bin ich?", hauchte er. Das einzige, an das er sich erinnern konnte, war das Ungeheuer und die enorme Druckwelle, die auf einmal zwischen ihm und seinem Freund Scrat entstanden war. Moment mal, bei dem Gedanken schlug er seine Augen nun erschrocken auf. "Scrat!" Entsetzt richtete er sich blitzschnell auf und blickte nach rechts und links. "Scrat!" Wo war sein Partner?
"Na bitte, er ist wach."
Als Ren neben sich sah, erblickte er links 3 ältere Männer, die aussahen wie Köche. Natürlich interessierte es ihn, wer sie waren. Doch gerade war sein Drachenfreund wirklich wichtiger.
"Wo ist Scrat?"
Der Mann, der zuvor die beiden anderen zusammengestaucht hatte, stand mit verschränkten Armen da und sein Grinsen war breit. "Du meinst sicher deinen Freund, oder? Keine Sorge, der ist bei uns in der Küche und stärkt sich grad."
"Ihm geht's also gut?", fragte er den Mann, der einen ziemlich lustigen Schnurrbart hatte.
"Ja, ihm geht's gut. Wir haben euch beide auf nem Stück Holz treiben sehen. Was ist passiert?"
Nun meldete sich allerdings noch ein Koch zu Wort, der zuvor Patty genannt worden war. "Dein kleiner Drachenkumpel hat versucht uns alles zu erzählen. Zumindest glaub ich das, aber wir verstehen kein Drachisch."
"Wir... wir wurden von einem Seeungeheuer angegriffen.", erklärte Ren kurz und sein Körper entspannte sich wieder ein wenig, bei der Gewissheit, dass es Scrat gut ging. "Es hat unser Boot zu Kleinholz verabreitet."
"Das ist uns nicht entgangen.", nickte der älteste von allen und setzte sich ans Fußende des Bettes. "Aber warum bist du allein auf dem Meer untwerwegs oder wart ihr auf einem Schiff mit Besatzung?"
Doch Ren schüttelte den Kopf. "Nein, ich reise nur mit Scrat."
Bevor er allerdings weiter erklären konnte, knurrte auf einmal sein Magen wie verrückt. "Oh, tut mir leid."
Die Köche aber fingen an zu lachen und der jenige, der anscheinend der Chef war, sprach die anderen beiden an. "Geht ihm was zu Essen machen, wir kommen dann gleich in den Speisesaal."
"Alles klar!", antworteten sie synchron und machten sich an die Arbeit.
Neugierig sah sich Ren um und erkannte viele Bücher in den Regalen, die nur 2 Themen beherbergten: Kochen und die Meere der Welt. Dies war eine eigenartige Mischung, das stand fest. Aber wo war er hier überhaupt gelandet?
"Sag mal Kleiner, wie heißt du eigentlich?", fragte der blonde Mann, der nun seine anscheinend meterlange Kochmütze absetzte.
"Ich.... ich bin Ren.", grinste dieser ein wenig bei der Antwort. "Und wer sind Sie?"
Lachend stand der alte Mann auf und reichte dem kleinen seine Hand, damit dieser ebenfalls aufstehen konnte. "Ich bin Jeff, Spitzenkoch des Baratie."
Als Ren seine Hand nahm und aufstand, stockte er kurz. "Baratie?" Diesen Namen hatte er doch schonmal gehört.... Ja! Er hatte doch diesen Gutschein von Miss Kaya bekommen gehabt. Da stand genau dieser Name drauf. "Ist Baratie ein Restaurant?"
"Ja, das einzige schwimmende Restaurant weit und breit.", nickte Jeff und trat mit Ren nach draußen. "Aber sag mal, Ren. Warum bist du denn bitte allein unterwegs?"
"Ich bin doch gar nicht allein, Scrat begleitet mich. Aber... Ich suche jemanden.", kam es wie aus der Pistole geschossen, da es ihm wieder in den Sinn kam. Seine Aufgabe, seinen Vater zu finden. Vielleicht konnte er hier Informationen auftreiben. "Kennen Sie den roten Shanks?"
Verdutzt blieb Jeff auf einmal stehen und zog verwirrt seine Augenbraue hoch. "Was?" Was war denn das für eine Frage, natürlich kannte er den roten Shanks. Aber wieso suchte ein Dreikäsehoch einen der berüchtigten Kaiser? "Aber... wieso suchst du ausgerechnet den?"

"Dir scheints wohl zu schmecken.", nickte Jeff, während er mit einem Grinsen den essenden Ren beobachtete.
"Das ist einsame Spitze!", gab Ren von sich, nachdem er den Teller weggeputzt hatte. "Vielen vielen Dank, für das Essen. Sie sind wahnsinnig tolle Köche."
"Na, das hört man doch gern.", entgegnete Patty und klopfte sich stolz auf die Schulter.
Scrat hatte sich derweil dazugesellt und saß auf dem Tisch, neben Ren's Glas, während er ein wenig Obst verdrückte.
"So, Kleiner. Ich hoffe ich hab's jetzt richitg verstanden... Dein Vater ist Shanks, deine Mutter liegt im sterben und hat davor noch den Wunsch, deinen Vater wiederzusehen."
"Genau.", gab Ren dem Spitzenkoch mit der langen Mütze Recht. "Deshalb bin ich unterwegs. Ich muss ihn finden. Wissen Sie vielleicht, wo er sich aufhält?"
Grübeln strich sich Jeff über seinen Bart und überlegte intensiv. "Nein, ich glaube nicht. Zumindest weiß ich nicht mehr, als du bis jetzt. Tut mir leid."
"Schon okay.", antwortete Ren lächelnd. "Ich werd einfach zur Grand Line segeln, dann schaff ich das schon."
Diese Aussage brachte Jeff ein wenig ins Grübeln, denn so ein kleiner Junge würde auf der Grand Line in viele Gefahren geraten. "Meinst du wirklich, dass du das schaffst? Ich war selbst einmal Pirat und auf der Grand Line. Dort ist es Mordsgefährlich."
"Ich schaff das!", sagte Ren selbstsicher und auch sein Gesicht sprach Bände. "Egal welche Monster und Gefahren auf mich lauern, ich schaff das."
Diese Selbstsicherheit und Hartnäckigkeit fiel den 3 Köchen, die bei ihm standen, sofort auf und sie erinnerten ihn an jemand bestimmtes.
"Hat ein bisschen was vom Strohhut, oder Leute?", fragte Carne, der anderen Koch, in die Runde.
Bevor die anderen beiden allerdings etwas antworten konnten, platzte Ren erstaunt dazwischen. "Ihr kennt Ruffy?"
"Ja klar.", riefen Patty und Carne erfreut. "Aber... woher kennst du ihn?"
"Er und ich sind aus dem gleichen Dorf.", antwortete Ren und blickte grinsend zu Scrat. Es war erstaunlich, wen er schon getroffen hatte, die Ruffy schon kannten. Und wer weiß, vielleicht würden es noch mehr werden.
"Was für ein Zufall.", grinste Jeff und stand auf. "Aber Kleiner, du bist noch viel zu jung, um unbewaffnet in dieses Abenteuer zu ziehen. Meinst du nicht?"
Doch Ren gefiel dieser Satz gar nicht. Auch wenn er erst 11 Jahre war, er würde es schaffen. Auf der Reise würde er sicherlich stärker werden und ihn würde nichts aufhalten. Nichts und niemand. "Auch wenn Ruffy älter war als ich jetzt. Ich werde trotzdem auf die Grand Line. Ich will ja nicht zum Spaß dahin, so wie Ruffy. Ich hab eine Aufgabe."
Von dieser Entschlossenheit und Liebe zu seiner Mutter, waren Patty und Carne total gerührt, weshalb sie anfingen zu weinen. "Was für ein mutiger Junge."
"Da sagt ihr mal was Wahres, Männer.", gab ihnen Jeff Recht und ging aus dem Essensaal raus, ohne ein weiteres Wort zu verlieren.
Verwirrt blickten ihm die anderen hinterher, doch kaum war er verschwunden, kam Jeff auch schon wieder zurück, mit einem kleinen Koffer in der Hand.
"Was is' das denn, Chef?", fragte Patty und blinzelte ein paar Mal.
Jeff hob währenddessen den Koffer auf den Tisch und öffnete ihn grinsend. "Sachen aus meiner Zeit, auf der Grand Line.", antwortete er knapp und kramte drin herum. "Du hast Recht, du bist nicht aus Spaß auf dieser Reise. Deshalb will ich dir auch ein wenig helfen, dich auf der Grand Line zurecht zufinden."
"Wirklich?" Ren's Gesicht erhellte sich und auch Scrat schaute nun, von seiner Obstschale auf. "Das können Sie?"
Lachend hob Jeff eine Kugel aus dem Koffer, die auf einem Armband befestigt war. "Freunde unsres Strohhutes sind auch unsere Freunde und ich mag dich, Kleiner. Hier, ohne den hier, bist du aufgeschmissen. Er funktioniert noch einwandfrei."
Als Jeff diesen Gegenstand Ren entgegenhielt, musterte dieser ihn eine Weile, bis er dann wieder zu Jeff schaute. "Was ist das? Sieht aus wie ein Kompass, aber total komisch."
"Das ist ein Log-Port.", antwortete Jeff und nahm Ren's Handgelenk, an dem er den Log-Port dann befestigte. "Der einzige Kompass, der auf der Grand Line funktioniert. Er führt dich von Insel zu Insel, bis du am Ende angelangst."
"Sie meinen Unicon?", fragte Ren erstaunt und besah sich nochmal den Kompass um sein Handgelenk.
Nickend lächelte Jeff. "Genau, Unicon. Spätestens da wirst du Shanks sicher finden."
"Dass du sowas noch da hattest, Chef.", staunten die beiden anderen und luckten in den Koffer, in dem sich noch weitere Sachen befanden.
Als Jeff ein schmaleres Kästchen aus dem Koffer holte, waren alle still, da sie etwas Großes vermuteten. Und in der Tat war es etwas sehr ungewöhnliches.
"Du kannst nicht immer deinen Drachen für dich kämpfen lassen, schließlich ist er noch nicht ausgewachsen und auch er kann einmal verletzt werden.", sagte Jeff und öffnete das schwarze Kästchen. "Die hier wird dir helfen."
Ren's Blick fiel auf den Inhalt des Koffers und er sah 3 Teile einer schwarzen, glänzenden Hellebarde. Erstaunt wanderte Ren's Blick zu Jeff. "Ist die für mich?"
"Ja, für wen denn sonst?", nickte Jeff. "Bei mir würde sie nur verstauben. Bei dir ist sie im besseren Einsatz. Meinst du, du kannst damit umgehen."
Vorsichtig nahm Ren das obere Teil, mit der Klinge, heraus und begutachtete es intensiv, bevor er entschlossen sagte: "Na klar! Vielen vielen Dank!"
Nun konnte auch er sich wehren und nicht nur hinter Scrat stehen, der es eventuell schaffte, Feuer zu speien. Nun konnte seinen Weg mutiger fortsetzen.

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BeitragThema: Re: The Red Son    So 10 Okt - 22:16

   
auch ein geiles kapi^^

Luffy-chan
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BeitragThema: Re: The Red Son    Mo 11 Okt - 10:36

   
Kapitel 4: Die Konomi Inseln

„Viel Glück Kleiner!“
„Wir werden dich vermissen!“
Dies waren die Worte, die Carne und Patty zu unserem Abenteurer sagten, bevor er sich ins Boot schwang und seine Sachen sortierte.
„Ich euch auch, ihr seit eine lustige Truppe… Ach, Jeff?“
Angesprochener stand neben den beiden anderen Köchen, die bei dem Abschied anfingen zu weinen.
„Danke für die Hellebarde und den Logport. Ich glaub ohne dich wär ich aufgeschmissen gewesen.“
Der Koch lachte kurz auf und grinste dann breit. „Ach was. Spätestens in Loguetown hättest du alles herausgefundne was du wissen musst. Ich glaube, du wirst es als erster 11-jähriger schaffen, dich auf der Grand Line zu behaupten.“
Diese Worte brachten Ren ein wenig in Verlegenheit. Er konnte doch noch nicht einmal mit der Hellebarde umgehen und vom Navigieren hatte er sowieso nur die grundlegenden Sachen drauf. Wieso hatte Jeff dann so ein Vertrauen zu ihm?
„Und wenn dein Vater hier irgendwie im Laufe des Jahres vorbeikommt, sagen wir ihm bescheid, dass er ganz schnell zu deiner Mutter muss. Versprochen.“
„Danke.“, sagte Ren abermals. „Auch für das neue Schiff.“ Na ja, es war nicht wirklich ein Schiff, eher ein ‚Schiffchen’. Aber für 1 Person und einen Drachen reichte es allemal.
„Du wirst das schon schaffen. Mach’s gut.“, rief Jeff noch, nachdem sich Ren’s Boot in Bewegung gesetzt hatte. „Und komm uns besuchen, wenn du wieder in diesen Gewässern bist. Du hast schließlich noch Schulden für das Essen.“
Natürlich war dies nur ein Scherz, Jeff hatte ihm gerne etwas ausgegeben. Schließlich begegnete er nicht alle Tage einem Verwandten von Shanks. Doch Ren grinste breit, sah zu Scrat, der dann in Ren’s Rucksack flog und das Wasser überquerte bis zu den Männern zurück. Zwischen den Pfoten hielt er einen Zettel, den Jeff verwundert entgegennahm.
„Chef, was ist das?“, fragte Patty.
„Jeff!“, rief Ren, weshalb alle wieder aufschauten. „Auch wenn ich keine Schulden mehr habe, komme ich trotzdem nochmal wieder. Bis bald!“
Auch Scrat verabschiedete sich und kehrte zurück zum Schiff.
„Na los Chef.“, forderte ihn Carne auf. „Was ist das?“
Auf einmal fing Jeff an zu lachen und steckte das Stück Papier in seine Brusttasche. „Ein Baratiegutschein. Na wenigstens ist er in dieser Hinsicht nicht wie Ruffy.“

Auch nach 2 Tagen, nachdem Ren die Hellebarde von Jeff bekommen hatte, betrachtete er sie immer noch voller Respekt und traute sich kaum, diese Waffe anzurühren.
„Die war wirklich auf der Grand Line.“, nuschelte Ren, während er auf die Klinge sah. Sein Gesicht spiegelte sich in ihr, doch aus irgendeinem Grund fühlte sich der Rotschopf gerade so, als würde die Waffe ihn beobachten. Deshalb rutschte er erschrocken ein wenig zurück und sah verwirrt auf die glänzende Klinge auf dem Boden.
„Irgendwie gruselig…“
„CHU!“
Von Scrat aus seinen Gedanken gerissen drehte sich Ren um und sah zu seinem Partner, der aufgeregt auf der Reling saß. „CHU!“
„Schon?“, fragte Ren und rutschte ebenfalls zur Reling. Er konnte im Hocken über die Reling blicken, da das Schiff wirklich nicht groß war.
Aber wirklich! Sein Partner hatte Recht. „Die Konomi-Insel!“
Freudig richtete Ren sein Segel richtig und sah zu der vor ihnen liegenden Insel. „Jeff hat gesagt, da war früher der Arlong-Park.“
Als Scrat das hörte schüttelte er sich vor Grauen. Denn das was die beiden von der Arlongbande wussten, war überhaupt nichts Gutes. Da musste man sich schütteln!
„Chu~?“
„Nein.“, lachte Ren und schüttelte den Kopf. „Der Arlong-Park ist zerstört. Zumindest hat mir das Jeff erzählt. Hoffen wir mal, dass es stimmt…“

„Fische, frische Fische.“
„Das beste Obst der Stadt, treten Sie näher!“
Ren und Scrat befanden sich am Eingang zu Goza, der damals zerstörten Stadt. Doch nun glänzte sie wieder in neuem Glanz und alle Läden und Stände präsentierten ihre Ware. Lautstark, wie es zu vernehmen war.
Mit wanderndem Blick schlenderten beide über die Straße, auf der sich die Stände befanden. Es war nur ein kleines Dorf, doch anscheinend war es ziemlich am Verkauf interessiert.
Als Ren allerdings an einem Haus vorbeikam, blieb ihm die Spucke weg. War er in einem falschen Film? Vor ihm befand sich ein Wohnhaus… auf dem Kopf!
„W…was ist das denn?“
„Du scheinst nicht von hier zu sein.“, erklang eine Stimme hinter ihm und als sich Ren verwundert umdrehte sah er einen alten Mann, der genauso groß war, wie er. „Hast du denn nichts von Arlongs Tyrrerneien gehört?“
Arlong? Bei dem Namen wurde Ren wieder hellhörig und vergas für einen kurzen Moment das Haus. „Doch, sicher.“, gab er als Antwort und drehte sich nun komplett zu seinem Gesprächspartner. „War er das etwa?“
Der alte Mann nickte und blickte zu einem Schild, das genau vor dem Haus stand, Ren allerdings zuerst gar nicht aufgefallen war.
„Es soll an die Zeit und die Opfer erinnern, die seine Diktatur mit sich brachten. Dieses Monster hat damals die ganze Stadt so aussehen lassen.“
Während der alte Mann sprach, blickte ihn der Rotschopf gebannt an. All die Häuser dieses Dorfes hatten so ausgesehen? Das konnte er sich gar nicht vorstellen, so fröhlich und lebhaft es nun wirkte.
„Das ist echt unglaublich… aber was ist denn aus Arlong geworden?“, fragte Ren nach.
Doch bevor der alte Mann Antworten konnte, kam ein weiterer Mann, der grinsend die Antwort gab. „Das war der Strohhutjunge und seine Freunde.“
Der Strohhutjunge? Meinte er etwa…
„Ach, Genzo. Was verschafft uns dein Besuch?“, begann der alte Mann ein Gespräch, da er den Mann mit den vielen Narben anscheinend kannte.
„Ich hatte hier was mit dem Bürgermeister zu klären. Und was machst du, alter Kauz? Erzählst du wieder Geschichten?“
Dieser lachte, wie es ein alter Mann halt konnte. „Na, mehr ist mir ja nicht mehr geblieben. Ich bin zu alt zum arbeiten.“
„Meinten Sie eben Ruffy?“, platzte Ren auf einmal heraus, dessen Augen erstaunt geweitet waren. „Hat Ruffy Arlong besiegt?“
Mit einem irritierten Blick blickte der Mann, der anscheinend Genzo hieß, zu unserem kleinen Freund herunter. Erst jetzt erblickte Ren eine… Windmühle auf dessen Kopf?
„Ja, genau den mein ich. Kennst du ihn?“
Wie oft musste er diese Frage wohl noch beantworten? Am besten er schrieb sich auf’s T-Shirt: ‚Ja, ich komme aus dem selben Dorf, wie Ruffy.’
Aber auch wenn Ren diese Frage langsam auf die Nerven ging, so war er doch positiv erstaunt, was Ruffy schon alles geleistet hatte. Er hatte dieses Dorf doch tatsächlich von einer Diktatur befreit.
„Also, Kleiner. Woher kennst du den Strohhut und wie heißt du eigentlich?“
Auf Genzo’s Frage hin kam Ren wieder zurück aus seinen Gedanken und antwortete: „Ich heiße Ren und komme aus Ruffy’s Heimatdorf. Ich kenn ihn, seit ich geboren wurde.“
„Ach so ist das.“, grinste Genzo und blickte zu dem alten Mann. „Also, Großväterchen. Ich werd wieder in unser Dorf gehen und den Kleinen werd ich mitnehmen. Da wirst du dir wohl einen anderen Zuhörer suchen müssen.“
„So ein Mist.“, lachte der Alte und verabschiedete sich von den beiden.
Obwohl Genzo grinste, hatte Ren bei dem Satz ‚Ich werd den Kleinen mitnehmen’ schon ein wenig Angst bekommen. Was hatte er mit ihm vor?
„Also Kleiner…“, begann Genzo und grinste wieder. „Hast du vielleicht Hunger auf Orangen?“

„Nein ist der niedlich. Wer bist du denn?“
Genzo hatte den Kleinen zu einem kleinen Haus mitgenommen, an dem viele Sträucher mit Orangen standen. Aus dem Haus war bei Genzo’s ‚Jemand Zuhause?’ diese blauhaarige Frau herausgekommen, die sich nun auf Ren’s Größe beugte.
„Ähm… Ren.“, brachte er nur heraus, da er sich etwas überrumpelt fühlte. Was wollten diese beiden von ihm?
„Freut mich, ich bin Nojiko.“ Mit einem Lächeln auf den Lippen richtete sie sich wieder auf, welches allerdings verschwand, als sie Genzo ansah. „Was ist denn schon wieder? Ich hab dir doch gestern erst Orangen gebracht.“
Oh weia. Diese Stimmungsschwankung war ja sagenhaft und Ren, mit Scrat unter seiner Jacke, war froh, die anscheinend sanfte Seite dieser Frau abbekommen zu haben.
„Ich hab eine Bitte an dich. Könntest du ihm einen Unterschlupf geben? Nur für ein paar Tage?“, bat Genzo die blauhaarige.
Dieser allerdings entglitten, genauso wie Ren, die Gesichtszüge und beide waren entsetzt. „Was?“
„Bei dir ist doch noch ein Bett frei und solang ich ihm ein wenig zu Hand gehe, braucht er hier ein Dach über dem Kopf.“
Jetzt verstand Ren gar nichts mehr, warum zum Teufel sollte er hier bleiben? Er hatte gar keine Zeit irgendwo mehrere Tage zu verbringen!
„D…danke für das Angebot, aber…“, begann er, doch wurde er von Nojiko’s Stimme unterbrochen.
„Genzo, du kannst doch nicht einfach einen kleinen Jungen mitbringen und ihn bei mir abliefern. Was denkst du dir?“
„Ich… möchte gar nicht…“
Doch Ren kam wieder nicht zu Wort, dieses Mal wegen Genzo. „Nojiko, denk an den Brief, der mich erreicht hat. Sie hat darum gebeten, dass wir ihm ein wenig helfen.“
*Brief? Was für ein Brief?*, dachte Ren und blickte zwischen den beiden hin und her.
Und Nojiko begann zu stocken. „Oh, es ist der Junge?“
„Ja, sonst hätt ich ihn nicht mitgebracht. Er sagte auch, dass er aus dem gleichen Dorf käme, wie Ruffy.“
„Na dann…“, nickte Nojiko und anscheinend war für sie das Thema nun geklärt.
Nur Ren verstand die Welt nicht mehr, wieso sollte er auf dieser Insel bleiben und von was für einem Brief war die Rede?

Joshi
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BeitragThema: Re: The Red Son    Mo 11 Okt - 12:49

   
mach weiter Wink

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BeitragThema: Re: The Red Son    Fr 15 Okt - 22:14

   
Hi,
Coole FF.Mach weiter so.
Hoffe du schreibst schnell weiter.

Luffy-chan
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BeitragThema: Re: The Red Son    Di 19 Okt - 14:00

   
Kapitel 5: Kokos

"Aber Genzo, so ein kleiner Junge und so ein hartes Training?"
"Es ist nicht annähernd das Training, welches er eigentlich benötigt. Um sich auf der Grand Line behaupten zu können, muss er weit aus stärker werden. Aber es sind halt die Grundlagen, wenn er die nicht beherrscht, kann er's vergessen."
Der kleine Junge, um den gerade diskutiert wurde, saß auf einem Sofa, mit einer heißen Schokolade in der Hand und Scrat auf der Schulter. Beide beobachteten Nojiko und Genzo, die schon eine ganze Weile über irgendein Training redeten, das Ren abhalten solle. Natürlich konnte er aber unmöglich so ein Training durchziehen. Er war schließlich jetzt schon in Zeitnot.
"Entschuldigung...", versuchte sich der Rotschopf bemerkbar zu machen, doch es prallte unter dem lauten Gefecht der beiden Erwachsenen ab.
"Genzo, das ist irre. Wir müssen warten, bis die Marine hier ist und ihn abholt. Er kann nicht auf die Grand Line. Das ist zu gefährtlich!"
*Marine?*, schreckte Ren hoch und nun schob er alle Höflichkeit, die er bei Makino gelernt hatte, bei Seite. "Habt ihr etwa die Marine gerufen?"
Erstaunt über die plötzlich aufgeregte und gleich verärgerte Stimme des Kleinen, unterbrachen Nojiko und Genzo ihre Streitereien.
Der Polizist des Dorfes schüttelte den Kopf. "Nein, Kleiner. Wir nicht, aber anscheinend dein Dorf."
"Was?" Ausgerechnet seine Heimat machte es ihm so schwer? Hatten sie etwa den Brief nicht gelesen, den er seiner Mutter hingelegt hatte? Es war zum Mäusemelken... Die Dorfbewohner verstanden sein Ziel wirklich nicht.
"Aber... ich muss doch meinen Vater finden... Die Marine darf mich nicht wieder zurückbringen!" Enttäuscht blickte er zu Boden und drückte den Becher in seinen Händen, vor Wut. "Es war sonst alles umsonst."
"Siehst du, Nojiko.", begann Genzo und schaute angesprochene genervt an. "Deshalb kann er nicht mit zurück, er hat eine Aufgabe."
"Schon...", gab die Blauhaarige zu, war aber trotzdem nicht so einverstanden mit der Situation. "... aber er ist doch viel zu klein."
"Das heißt nichts. Er ist Shanks' Sohn. Der packt das schon.", grinste Genzo und nickte.
Überrascht von dieser Äußerung hob Ren wieder seinen Kopf und blickte zu dem Polizisten. "Woher wissen Sie das?"
"Oh je... das tut mir echt leid.", entschuldigte Genzo sich auf einmal und kratzte sich verlegen am Kopf. "Dir muss das ganze ziemlich komisch vorkommen, was wir hier reden, oder?"
Na aber sicher! Hätte Ren jetzt am liebsten gesagt, doch war er immer noch recht verwirrt und nickte deshalb nur kurz.
"Haha. Tut mir wirklich leid. Moment, ich erklärs dir." Mit diesen Worten nahm sich Genzo einen Stuhl, drehte ihn in Ren's Richtung und nahm darauf Platz, genauso wie es Nojiko ihm Millisekunden später nachmachte. Daraufhin kramte Genzo schweigend in seiner Brusttasche und holte zwei Umschläge heraus.
"Fang.", rief Genzo, als er einen Umschlag Ren zuwarf, der diesen überrascht auffing.
Den anderen Umschlag behielt Genzo bei sich, kramte ein wenig drin herum und holte schließlich ein Blatt Papier heraus, das er auseinander faltete.
"Die Post ging anscheinend an viele Inseln des East Blue.", sagte Genzo, als er begann den Brief vorzulesen. " 'Dringende Meldung: Die Dorfbewohner des Windmühlendorfes, im Königreich Goa, rufen eine Vermissten-Suchaktion auf. Unser junger Abenteurer Ren Nigishi ist spurlos verschwunden. Als Notiz hinterließ er nur einen kurzen Abschiedsbrief, der an seine Mutter adressiert war. Er ist 11 Jahre alt, knapp 1,55 m groß, hat rote Haare und einen treuen Begleiter, einen Drachen. Wenn du dies irgendwann liest oder zu Ohren bekommst, Ren, bitte komm zurück. Es ist völlig sinnlos nach einem Phantom zu suchen. Er ist weg, für immer und dass du weggegangen bist, macht es deiner Mutter nicht leichter. Komm zurück und nimm bitte das erste Marineschiff, das dir entgegenkommt und halte ihnen diesen Brief hin. Sie wissen bescheid und werden dich nach Hause bringen. Deiner Mutter geht es noch schlechter und der Arzt weiß nicht, wie lange sie noch durchhalten wird, trotz der Medikamente. Höre auf dein Herz und segel zu uns zurück. Shanks ist für immer verschwunden. Der Bürgermeister' "
Bedrückende Stille ging durch den Raum. Nojiko und Genzo wagten nichts zu sagen, da sie an Ren's Gesicht ablesen konnte, wie fassungslos er war. Seine eigene Heimat glaubte nicht an ihn... Sie waren der festen Überzeugung, dass es nichts brachte und er sowieso seine Zeit verschwenden würde. "Das glaub ich nicht..."
Abermals wurde Ren an diesem Tag enttäuscht, aber nun mehr als je zuvor. Wieso glaubten die Dorfbewohner denn nicht daran, dass er Shanks finden würde? War er denn so blind wegen diesem Ziel geworden? Und seine Mutter... ging es ihr wirklich schlechter? Die ganze Zeit hatte er nicht darüber nachgedacht, wie es denn wohl Makino ergehen würde, wenn sie erfuhr, dass ihr Sohn sie auch noch verlassen hatte.
"Mama..."
"Bevor du weiter über sie nachdenkst, würde ich den Brief mal lesen.", riet ihm Genzo und zeigte auf den Brief, den Ren in der Hand hielt.
Den hatte er völlig vergessen. Genzo hatte ihm ja auch einen zugeschmissen.
Eifrig öffnete er den bereits zuvor geöffneten Umschlag und holte ein beschriebendes Blatt Papier hervor.
'Liebe Dorfbewohner des jeweiligen Dorfes.
Mein Name ist Makino, ich komme aus dem Königreich Goa und
unser Dorf ist auf der Suche nach Ren, meinem Sohn.
Allerdings weiß ich die Gründe für sein Verschwinden und auch, wenn
ich zutiefst traurig bin, dass nun auch er fort ist, möchte ich euch bitten,
ihn nicht der Marine zu übergeben.
Genauso wie sein Vater folgt er einem Traum, den er allein mir zu Liebe
verfolgt. Er sucht den berüchtigten Piratenkaiser, um mir eine letzte
Freude zu machen.
Bitte, sagt der Marine nicht, wo er sich befindet, auch wenn es der Bürger-
meister meines Dorfes so angeordnet hat.
Es würde meinen Sohn nur verletzen, jetzt aufgeben zu müssen. Außerdem
möchte ich euch bitten, diesen Brief mit dem anderen mitzuschicken.
Ren, falls du diese Zeilen liest: Mir geht es gut, mach dir keine Sorgen um
mich mein Schatz. Ich verspreche dir, dass ich dieses Jahr noch aushalten
werde, um dich und deinen Vater wiederzusehen. Ich glaube nämlich daran,
dass du es schaffen wirst. Ich wünsche dir viel Glück und ich bin
sehr stolz auf dich.
Makino, aus dem Windmühlendorf.'
Genauso, wie bei dem Brief zuvor, waren auch hier Unterschriften der Dörfer drunter gesetzt, die dieser Aufruf schon erreicht hatte. Die beiden Briefe gingen zusammen durch den gesamten East Blue und hatten nicht nur Jeff und Miss Kaya schon erreicht, sondern noch viele andere Menschen, die Ren noch gar nicht kannte.
Bei der Hälfte des Briefes hatte Ren angefangen leise Tränen zu vergießen. Seiner Mutter machte es nichts aus, dass er reiste und sie nun alleine war. Im Gegenteil: Sie war sogar stolz auf ihn.
"Deshalb helfen wir dir.", sagte Genzo leise und lächelte zaghaft. "Nehm dir bitte ein wenig Zeit und lass mir dir bitte ein wenig Kampftraining geben."
"Kampftraining?", schniefte der Kleine und wischte sich die Tränen aus dem Gesicht. "Sie?"
Noch einmal nickte Genzo und stand nun auf. "Ja. Ich bin zwar nicht der beste Kämpfer, aber meine Ausbildung als Polizist erforderte Grundkenntnisse des Kampfes und wie man sich wehrt. Wenn du willst, gebe ich diese Kenntnisse gerne an dich weiter. So wirst du es wenigstens etwas leichter haben, auf die Grand Line zu segeln."
Auch wenn Ren immer noch ein wenig mulmig zumute war, weil er nun ein paar Tage hier verbingen würde, so wusste er doch dass es notwendig war.
"In Ordnung.", stimmte Ren zu und stand ebenfalls entschlossen auf. "Trainieren Sie mich."

Und so begann das Training für Ren, der dies direkt am Nachmittag diesen Tages antreten wollte. Genzo lehrte ihm verschiedene Abwehrhaltungen, Kniffe und Schläge, die er in der Ausbildung gelernt hatte. Diese dann aber einzusetzen und für Ren's kleinen Körper effektiv zu machen, das musste der Kleine selbst heraus finden und perfektionieren.
Am 2. Tag des Trainings konnte Genzo ihm schon nichts mehr beibringen. Der Rothaarige wusste nun alles, musste allerdings noch üben, wobei ihm der Polizist nicht helfen konnte. Ren trainierte alleine, im Wald oder auf dem Grundstück von Nojiko's Orangenplantage. In der heißen Mittagssonne liefen ihm die Schweißperlen über die Stirn und aus Angst, dass er durch das Training zusammenklappen könnte, zwang ihn die Blauhaarige wenigstens für die Mittagszeit zu einer Pause, in der er aß und sich ausruhte.
Am 3. Tag begann auch Scrat sich mit ins Training einzubinden und sein Feuerspeien unter Kontrolle zu bringen, was allerdings nicht so gelingen wollte. Ren jedoch fing an, mit seiner Hellebarde zu kämpfen und eigene Bewegungen und Schritte zu erfinden. Ihn brachte die 'Auszeit' auf der Konomi-Insel weit. Denn auf seiner Reise war er auf keiner Insel mehr als einen Tag gewesen, was ihm dann auch keine Zeit für das Training gelassen hatte.

Nun aber, am 4. Tag war es soweit, dass Ren sich sicherer fühlte und erneut aufbrechen wollte. Sein Gesicht, nein, sein ganzer Körper war übersät mit Verbänden und Pflastern. All die Jahre, in der er nie über's Trainieren nachgedacht hatte, hatte er in den 4 Tagen aufholen müssen, was schwierig, aber dennoch beinahe geklappt hatte. Ihm fehlte nicht mehr viel und er konnte sich schon mit einer kleinen Piratenmannschaft messen.
"Ich bin euch sehr dankbar. Danke, dass ich bei dir übernachten durfte, Nojiko."
Der Kleine sattelte seinen Rucksack und fuhr sich verlegen durch's Haar.
"Immer wieder gerne. Du bist wirklich ein lieber Junge. Kaum zu glauben, dass dein Vater ein Pirat ist. Wenn du wieder in diesen Gewässern bist, besuch uns mal, in Ordnung?"
"Sicher.", versprach Ren ihr und nickte eifrig.
Bis auf Nojiko und Ren, stand auch Genzo draußen bei den Orangenbäumen und verabschiedete sich von dem Rotschopf. "Du weißt alles, was du brauchst, um dich durch den East Blue zu kämpfen. Wenn du in Logue Town angekommen bist, solltest du dich allerdings nach Mitstreiter umsehen. Allein wird es doch sehr gefährlich auf der Grand Line."
"Ich werd's versuchen, danke Genzo."

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BeitragThema: Re: The Red Son    Di 19 Okt - 16:37

   
ich bin gespannt wies weiter geht Wink

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BeitragThema: Re: The Red Son    Fr 22 Okt - 20:33

   
Kapitel 6: Logue Town - Sayori

"Weißt du, wo wir hier sind, Scrat?"
"Chu!"
"Sicher. Aber weißt du auch, wieso Logue Town so berühmt ist? Der Piratenkönig Gold Roger wurde hier geboren und hingerichtet! Wahnsinn oder?"
Mit einer sichtlichen Begeisterung stolzierte der Rothaarige durch die Hauptstraße Logue Towns. Sie führte vom Hafen, an dem sie ihr Boot geparkt hatten, direkt in die Stadtmitte.
Seitdem er vor 6 Tagen Genzo's Rat befolgt und sich auf den Weg nach Logue Town gemacht hatte, war viel auf See geschehen. Durch Genzo's Training war der kleine Junge nun in der Lage, sich auch gegen Seeungeheuer und schwache Piratenbanden zu behaupten. Und dann war da ja noch sein Gefährte, der inzwischen sein Drachenfeuer perfekt beherrschte. Wenn sie nicht weiter wussten, verbrannten sie einfach das Schiff des Gegners zu Asche.
Während er mit Scrat an den Ständen vorbei ging, überlegte er angestrengt, wie er denn Mitstreiter für die Grand Line gewinnen wollte. Er gründete schließlich keine Piratenbande, sondern nur eine Art Suchtrupp und die meisten Kämpfer auf dieser Insel waren entweder schon Piratenmitglieder, gehörten der Marine an oder waren Kopfgeldjäger. Da würde sich sicherlich keiner mit einem 11-jährigen Jungen und seinem gerademal handflächengroßen Drachenfreund verbünden.
"Das wird echt eine harte Nuss.", schmollte Ren und verschränkte im Gehen seine Arme. "Wo findet man geeignete Kämpfer?"
Als er darüber nachdachte, ging er an einem Laden vorbei, aus dem lautes Gegröhle zuhören war. Mit aufgerissenen Augen bemerkte Ren, dass er soeben an einem Pub vorbeigangen war und er dort doch eigentlich seine Suche nach Mitstreitern beginnen konnte.
Scrat hatte allerdings ein ungutes Gefühl dabei und flog, bevor Ren den Laden betreten konnte, mit einem heftigen Flügelschlag vor Ren's Gesicht. "Chuhu~!" Bei seinem verzweifelten Versuch, Ren dieses Vorhaben auszutreiben, schüttelte er den Kopf und fuchtelte mit seinen Ärmchen.
"Scrat, irgendwo müssen wir anfangen. Uns wird schon nichts passieren und wenn, dann lässt du mal eben dein Feuer spielen. Wo liegt das Problem?" Mit diesen Worten schob er die Schwingtür bei Seite und betrat den Laden, in dem es nach Alkohol und Zigarren nur so stank.
Mit einem unwohlen Gefühl in der Magengegend flog Scrat Ren langsam hinterher, begann aber langsam an dessen Intelligenz zu zweifeln. Seitdem der kleine Drache das Feuer beherrschte, war Ren leichtsinniger geworden. So, als wäre es ein Kinderspiel für ihn, jeden Gegner abzuflämmen.
"Na komm schon, Scrat.", drängelte ihn Ren und aus den Gedanken gerissen flog er zu seinem Partner, verkroch sich allerdings vorsichtshalber unter dessen Jacke. "Alter Angsthase."
Als sich Ren in dem Pub umsah, schloss er seine Augen ein wenig, da der Qualm der Zigarren in seinen Augen brannte. Überall sah er Männer mit muskulöser Statur, manche mit und manche ohne Waffen. Aber alle sahen aus, als hätten sie einiges auf dem Kasten.
Um sich das alles erstmal von der Weite zu beschauen, setzte sich Ren an die Tresen, an denen auch bald ein Kellner heran trat.
"Was darf ich dir bringen, Kleiner?" Komischerweise passte diese Höflichkeit gar nicht in diese Atmosphäre von Betrunkenen und Rauch. Der Mann war ungefähr Mitte 50, hatte kurze, schon Ansatzweise graue Haare und trug ein weiß-kariertes Hemd. Zudem war er außerordentlich freundlich, was Ren zuletzt bei so einem laden erwartet hätte.
"Ähm, eine Cola bitte.", antwortete Ren fix, bevor er sich ein wenig zur Seite drehte und sich die ganzen Männer in dem Laden genauer ansah. Einige am Fenster fingen sich sogar an zu prügeln, woraufhin sie ein anderer, der anscheinend seine Ruhe haben wollte, rausschmieß.
"Bitte Kleiner.", erklang die Stimme des Kellners wieder und Ren drehte sich lächelnd um.
"Dankeschön." Die Männer aus dem Augenwinkel zu beobachtend, trank er einen Schluck aus seinem Glas und stellte es dann wieder hin.
"Sag mal, suchst du irgend jemanden?"
Etwas erstaunt drehte sich Ren wieder zu dem Barkeeper. "Was?"
"Ob du jemanden suchst? Oder warum siehst du dich so in dieser Kneipe um?"
Eine berechtigte Frage. Als Besitzer der Bar würde er sich auch Fragen, was ein kleiner Junge in einem Pub voller betrunkener Piraten oder Kopfgeldjäger wollte.
"Ja, Sie haben Recht. Ich suche wirklich jemanden.", antwortete Ren dann ehrlich. Anders, als die Male zuvor, sprach er aber nicht von Shanks, sondern von den Mitstreitern, die er brauchte. "Ich suche Leute, die mit mir auf die Grand Line fahren."
Die Gesichtszüge des Barkeepers entglitten und er sah den Kleinen an, als hätte er nicht mehr alle Latten am Zaun. "Bitte? Kleiner, du bist nicht einmal groß genug, von dieser Insel zu einer benachbarten zu fahren. Und du willst zur Grand Line? Du bist wirklich größtenwahnsinnig."
"Ich hab meine Gründe.", antwortete Ren knapp und trank den Rest seines Colaglases aus, als er allerdings bemerkte, dass etwas anders war, als zuvor. Es war still... Viel zu still. Alle Besucher des Pubs hatten schlagartig aufgehört zu reden, zu schreien, zu singen oder was sie noch so getan hatten, um dem kleinen Jungen an den Thresen zu lauschen.
"Ich glaub mich tritt ein Pferd! Ein Knirps auf der Grand Line? Hahaha! Ich glaub, ich hab zuviel gesoffen."
"Nee, ich hab's auch gehört. Der meint das doch tatsächlich ernst. Könnt ihr euch das vorstellen?"
"Ein Dreikäsehoch auf dem gefürchtetsten Meer der Welt."
Langsam begann die Lautstärke im Laden wieder zu steigen, allerdings war es nun heiteres Gelächter.
"Ihr wisst gar nicht, wie ernst mir das ist!", platzte Ren plötzlich ernst heraus und sah in die erstaunten Gesichter der Besucher. "Ich fahr auf die Grand Line und wenns sein muss allein. So welche wie ihr, überleben da sowieso nicht lange."
Diese Aussage würde die Männer nur noch wütender machen, das wusste Ren. Er war aber so wütend gewesen, dass er seine Beherrschung verloren und einfach diesen Satz rausgehauen hatte. Doch anders, als erhofft, waren die Männer nicht beeindruckt von dem Mut des Kleinen, sondern sie waren stinkesauer. Mit geballten Fäusten standen sie auf und knurrten dabei sogar ein wenig.
"Hör mal zu Kleiner", begann einer, der ein ziemlich grimmiges Gesicht aufwies. "dir ist es vielleicht entgangen, aber wir sind alle hier Piraten. Und wir können es gar nicht leiden, wenn wir beleidigt werden."
"Wir sind die Waver-Piraten und lassen uns das nicht gefallen!", ergänzte ein anderer.
Gut, nun hatte Ren in Erfahrung gebracht, dass doch alle in diesem Raum, Piraten waren und doch keine Kopfgeldjäger. Trotzdem waren sie alle schon Mitglied einer Crew weshalb Ren aufstand und sein Geld auf die Thresen legte.
"Danke für die Cola. Schönen Tag noch.", sagte er dem Barkeeper und wollte den Raum verlassen. Einerseits, weil er keine Mitstreiter hier finden würde und andererseits, weil die Situation langsam außer Kontrolle geriet.
Die Piraten waren darüber mehr als unerfreut und brüllten ihm hinterher. "Hey, Zwerg. Hier geblieben."
Als ein Riese schon einen Tisch weggeschubst hatte, um den Kleinen am Hals zu greifen, ertönte eine weibliche Stimme aus der hintersten Ecke des Ladens. "Bleib mal ruhig, Fetti und setz dich hin. Sonst verursachst du noch ein Erdbeben."
"Wer hat das gesagt?", drehte sich der große Pirat um und sah in die dunkle Ecke, in der ein Mädchen an einem Tisch saß.
"Bist du blind? In diesem Raum gibt es nur ein Mädchen unter all den hirnlosen Idioten hier.", antwortete sie und schlug ihre Beine übereinander. Als wäre sie gelangweilt stützte sie ihren Kopf auf ihren Handrücken und sah dabei zu den Piraten und Ren hinüber. "Ihr müsst echt totale Flaschen sein, wenn ihr schon von einem Kind als solche entlarvt werdet."
"Du kleine... Halt's Maul!" Mit einmal Satz sprang der Riese über einen Tisch und holte währenddessen mit der Faust aus. Doch bevor er wieder auf dem Boden landete und dem mysteriösen Mädchen schaden konnte, wurde er von grünen Seilen gefesselt und an die Wand gedrückt. "Was zum Teufel soll das? Was sind das für Dinger?" Denn diese 'Dinger' waren keine Seile, denn Seile bewegten sich nicht. Diese allerdings taten es und sie sahen eher aus wie...
"...Pflanzen." Die ganze Aufmerksamkeit war auf das Mädchen gerichtet, die nun aufstand und sich ihre schwarze Jacke überzog. "Genauer gesagt: Schlingpflanzen. Wer einmal von der Root-Frucht gegessen hat, kann sie kontrollieren."
Ohne ein weiteres Wort zu sagen, ging sie Richtung Ausgang und an allen Piraten vorbei. Diese schienen sogar Angst vor dem Mädchen zu haben und wichen sogar ein wenig aus.
"Pah und ihr wollt Piraten sein? Schämt euch, euch so zu nennen!" Mit diesen Worten ging sie auch an Ren vorbei, hinaus ins Freie.
Verdutzt blickte ihr Ren hinterher, der von ihrer kleinen Einlage gerade total gebannt war. *Sie ist perfekt!* Und mit diesem Gedanken verließ er ebenfalls den Laden.

"Hey du, warte bitte.", rief ihr Ren hinterher und endlich blieb das Mädchen auch stehen. "Man, das war ja Wahnsinn."
"Was willst du, Kleiner?", fragte das Mädchen, eher gelangweilt, als genervt. "Wenn du mir danken willst, dann tu das und dann kannst du wieder gehen."
Jetzt wo Ren vor ihr stand, merkte er erst, wie sie eigentlich aussah. Sie musste um die 19 oder 20 Jahre sein. Sie besaß schwarze Augen, die zu ihren schwarzen langen Haaren passten. Ihr Pony allerdings war auffallend rot, was aber auch die einzige Farbe in ihrem Auftreten war. Sonst war alles in Schwarz: Ihr langes Oberteil, ihre Stiefel, ihre Leggings, ihre Jacke. Einfach alles.
"Ja, das wollte ich auch. Vielen Dank, für deine Hilfe."
"Kein Problem, Kleiner. Mich haben die sowieso genervt. Mach's gut." Sie drehte sich um und wollte weiter gehen, als Ren sich blitzschnell vor sie stellte.
"Warte bitte, ich hab da eine Frage."
Mit hochgezogener Augenbraue sah sie zu Ren hinab, der ihr bis zur Brust ging. "Und die wäre?"
"Na ja, weißt du. Ich bin auf der Suche nach jemandem und ich müsste dafür auf die Grand Line..."
"Das weiß ich. Schon vergessen? Ich war auch in der Bar. Und lass mich raten... Ich soll nun mitkommen und dir helfen?"
Mit einem breiten Lächeln sah er sie optimistisch an und nickte. "Genau und..."
"Vergiss es.", waren ihre einzigen Worte, bevor sie an ihm vorbei ging und ihn einfach stehen ließ. "Ich hab selbst genug zutun. Da kann ich nicht noch Babysitten."
Doch so leicht würde sich Ren nicht geschlagen geben. Wieder rannte er ihr hinterher und stand nun wieder vor ihr, sein Blick entschlossen. "Ich brauch ein paar Leute. Allein komme ich nicht auf der Grand Line durch. Es ist doch nur für ein Jahr, bitte."
"Auch wenn du mich tausendmal anflehst. Meine Antwort bleibt die gleiche: Nein! Du bist viel zu klein, um dich in so eine Gefahr zu stürzen. Sei vernünftig und kehre Heim, vonwo du herkommst und lass mich einfach in Ruhe."
"Wenn du schon nicht mit willst...", wechselte Ren das Thema, um das Treffen dieses Mädchens nicht ganz vergeudet zu haben. "...kannst du mir dann vielleicht eine Frage beantworten? Nurnoch eine, dann bin ich weg."
Seufzend verschränkte das Mädchen die Arme und sah nun doch etwas genervt zu Ren hinab. "Du gibst ja keine Ruhe. Okay, was für eine Frage?"
Dankbar nickte Ren und fuhr mit seiner Frage fort: "Weißt du vielleicht ein paar Informationen über den Piraten Shanks und wo er sich aufhält?"
Plötzlich und zum ersten Mal, seit Ren das Mädchen getroffen hatte, zeigte sie einen anderen Gesichtsausdruck, als zuvor. Diese Frage war nicht so einfach an ihr vorbeigegangen. "Wieso suchst du den roten Shanks?"
"Er ist mein Vater.", antwortete er ehrlich, denn sie hatte ihm geholfen. So ein schlechter Mensch konnte sie nicht sein, auch wenn sie ein wenig komisch war. "Deshalb suche ich ihn."
"Der rote Shanks hat einen Sohn? Seit wann das denn?"
Diese Frage hatte das Mädchen eigentlich nur aus ihren Gedanken fließen lassen, doch Ren lächelte und antwortete: "Seit 11 Jahren. Er weiß aber wahrscheinlich nichts von mir, ich hab ihn nie gesehen."
"Verstehe...", murmelte sie und sah Ren eine ganze Weile in die Augen. Sie schien intensiv nachzudenken, über was auch immer. Doch jetzt würde Ren gerne Gedankenlesen beherrschen. "Kleiner, irgendwie bist du interessant. Wirklich..."
Sollte das vielleicht ein kleiner Hoffnungsschimmer sein? "Heißt das, du kommst mit?"
"Ja... aber auch nur, weil ich selbst jemanden suche und wenn du... HEY!"
Bevor das Mädchen weiter erklären konnte, umarmte Ren sie gut gelaunt und strahlte übers ganze Gesicht. "Danke, vielen Dank!"
"Schon gut und jetzt lass mich los." Sie drückte ihn von sich und strich sich über die Kleidung. "Dass eins klar ist, keine Kuscheleinheiten mehr."
Nickend stimmte Ren ihr zu und öffnete dabei seine Jacke. "Dann sind wir schon zu dritt."
Bei diesem Satz kam Scrat herausgeflogen, der sich die ganze Seit über versteckt gehalten hatte. Mit einem lieben Lächeln und einem gut gelaunten "Chu" begrüßte er das Mädchen, während er vor ihr flog.
"Ein Drache?"
"Er heißt Scrat und er ist ein..."
"Ich weiß...", unterbrach ihn das Mädchen. "... ein Albinodrache. Das sieht man schon."
Ren war beeindruckt. Dieses Mädchen schien wirklich viel zu wissen. "Ich bin Ren und wir beide kommen aus dem Königreich Goa."
Ohne ein Wort ging sie weiter und ließ die beiden da stahen, als wären sie bestellt und nicht abgeholt.
"Hey, wo gehst du hin?"
Langsam drehte sie sich um und sah ihn mit schmalen Augen an. "Na, ohne Gepäck fahre ich nicht auf See. Los beeil dich, sonst schleppst du alles."
Anders als gedacht, hatte Ren eine neue Mitstreiterin gefunden und schnellen Schrittes folgte er ihr. Auch wenn sie ein wenig verschlossen wirkte und er sie nicht wirklich kannte, hatte er das Gefühl, dass sie sich verstehen würden.
Und obwohl der Rothaarige versprochen hatte, keine Fragen mehr zu stellen, musste er doch noch eins Wissen: "Sag mal, wie heißt du eigentlich?"
Als Ren an ihrer Seite angekommen war, gingen sie zu dritt Richtung Stadtzentrum, wobei sie antwortete: "Mein Name ist Sayori."


~*~*~*~
Das ist Sayori:

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BeitragThema: Re: The Red Son    Mo 25 Okt - 13:57

   
wieder gutes kapitel
weiter so Wink

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BeitragThema: Re: The Red Son    Mo 25 Okt - 18:28

   
Also erstmal muss ich Sagen klasse Story.

und hät ich noch eine Bitte könntest du das Bild Hoch laden (seh bloß Kreuz)

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BeitragThema: Re: The Red Son    Di 26 Okt - 13:48

   
dankeschön^^
oh, natürlich. bitteschön

das nächste chapter folgt die tage

http://www.myimg.de/?img=purpleanimegirlcopyf46681216f.jpg (<-- ich habs mehrmals versucht als bild zu veröffentlichen, doch leider klappts nich. deshalb nur der link^^)

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BeitragThema: Re: The Red Son    Mi 3 Nov - 21:38

   
wann kommt nächstet kapitel??

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BeitragThema: Re: The Red Son    Mi 3 Nov - 23:47

   
ich bin so gut wie fertig, wartet bitte noch ein bisschen^^
halb leider ein wenig stress wg uni und lernen und sowas Smile
aber es wird spätestens am freitag hochgeladen^^

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BeitragThema: Re: The Red Son    Fr 5 Nov - 10:41

   
wenn du stress hast dann chill dein leben Very Happy

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BeitragThema: Re: The Red Son    Sa 13 Nov - 23:08

   
es tut mir echt leid, ich hab mich um eine ganze woche verspätet :/
aber neben der uni noch 3 storys zu schreiben und zubilder zu zeichnen ist schon heftig xD na ja, es geht auf jedenfall iwann immer weiter. ich werd die story beenden. aber soweit sind wir noch lange nicht Very Happy viel spaß erstmal mit kapitel 7.


Kapitel 7: Logue Town - 56HXY-PreyZero

"Und du hast wirklich von einer Teufelsfrucht gegessen?" Mit neugierigen Augen besah sich der Junge seine neue Mitstreiterin. Sie wirkte die ganze Zeit so cool, besonnen und gleichzeitig unscheinbar, dass es Ren viele Fragen aufbot.
"Ja, als ich ungefähr in deinem Alter war. Es war allerdings nicht mein Fehler, sondern die Unachtsamkeit unserer Köchin.", antwortete Sayori mit ruhiger Stimme, den Blick immer auf ihren Weg gerichtet. "Sie hatte die Root-Frucht ins Essen geschnitten und so aß ich von ihr."
"Ihr habt eine Köchin Zuhause? Dann müsst ihr ja ziemlich wohlhabend sein.", stellte Ren fest. Doch so, wie Sayori gekleidet war, hätte er sie nie zu der Kategorie 'wohlhabend' gezählt. Er hatte sie für ein ganz normales Mädchen gehalten. Auch wenn normal in Sayori's Fall anders definiert werden musste, so ruhig und mysteriös sie zu sein schien.
Doch anscheinend redete sie nicht gerne über ihre Familie- na ja, sie redete an sich schon nicht gerne- weshalb sie etwas genervter auf Ren's Frage einging. "Ja und jetzt schluss mit dem Verhör. Wir werden ne' Weile auf See sein. Da brauchst du mir jetzt keine Löcher in den Bauch zu fragen! Sonst änder ich meine Meinung noch!"
"Schon gut.", grinste Ren, doch seine Fragen würde er ein anderes Mal stellen und dann nicht eher ruhen, bis sie beantwortet waren.
Die beiden gingen nun schweigend durch die Straßen Logue Towns, die Sayori anscheinend gut bekannt waren. Sie bog mehrmals in dunkle, schmale Gassen ein, in die Ren niemals gegangen wäre. Doch es stellte sich heraus, dass es Schleichwege waren, die um die Hauptstraße herumführten.
Augenblicklich blieb Sayori vor einem hohen, Altbau-Gebäude stehen. "Gut, da wären wir."
Mit hochgezogener Augenbraue sah sich Ren die Fassade an und bemerkte, dass dies nicht wirklich wie ein Gasthaus aussah. Eher wie ein Geisterhaus, aus einer schlechten Geistergeschichte.
"Hier wohnst du?"
"Nein, seit einer Woche übernachte ich hier.", beantwortete Sayori seine Frage und öffnete die dunkle Holztür. "Ich sagte doch, ich bin auf der Durchreise."
Als die beiden eintraten, kam ihnen ein Geruch von Tee, Qualm und Vanille entgegen, was natürlich eine eigenartige Mischung war.
"Ist das eine Kneipe?" Da Ren eine alte Theke ins Auge gefallen war, war er auch auf diesen Gedanken gekommen. Außerdem standen überall runde Tische, mit Stühlen. Alle aus altem Holz gearbeitet.
"Das war es einmal. Heute wohnt hier nur noch eine alte Dame, die Reisende hier wohnen lässt." Mit diesen Worten zog Sayori ihre Jacke aus und warf sie über einen Stuhl, bevor sie an der Theke vorbei ging. "Warte hier. Ich packe kurz meine Klamotten."
"Okay.", nickte Ren, wobei Sayori gar nicht auf seine Antwort gewartet und schon vorher die Treppe zu ihrem Zimmer hochgegangen war.

Eine Weile verging und währenddessen hatte sich Ren auf einen Stuhl fallen lassen und Scrat aus seinem Versteck, unter seiner Jacke, geholt. Der kleine Drache saß jetzt auf dem Tisch und sah gelangweilt an die Decke.
"Ich weiß was du grad denkst und mir geht's nicht anders."
Den beiden war stink langweilig, denn schon eine halbe Stunde warteten sie auf Sayori, die sich nicht mehr gemeldet hatte. Ob sie überhaupt noch in ihrem Zimmer war?
"Sayori?"
"Was?", erklang ihre laute Stimme und Ren zuckte zusammen. Jep, sie war noch da.
"Wann bist du fertig?"
"Nerv nicht. Sonst dauert's noch länger.“, schrie sie herunter, während sie genervt ihre Zimmertür schloss.
Schmollend sank Ren auf dem Stuhl herunter, während ihm der Gedanke durch den Kopf ging, dass es mit Sayori doch sehr schwierig werden würde.
"Sie ist gar nicht so, wie sie tut."
Total perplex und wieder hell wach, drehte sich Ren in Richtung Theke, aus der die Stimme gekommen war. Da stand doch auf einmal eine alte Dame, um die 60 oder 70 Jahre und einem lieben Lächeln auf den Lippen, während sie ein Glas abtrocknete und auf dieses hinabsah. Wo kam sie auf einmal her und vorallem, wie war sie dort ohne einen Mucks hingekommen?
"Ähm..."
"Ich bin die alte Grenda. Mir gehört dieses Haus... Bist du ein Freund dieses Mädchens?"
Mit leicht geöffnetem Mund sah Ren immer noch, in Gedanken versunken, zu dieser alten Frau rüber. Bis er endlich in die Realität zurückkehrte.
"Ähm... Freunde? Ja... ich denke, das kann man so sagen.", antwortete Ren. Auch wenn sich Sayori und er vorhin erst kennengelernt hatten. Irgendwann würden sie schon Freunde werden... hoffentlich.
Mit einem Lächeln sah sie auf, in Ren's Richtung und lachte ein wenig. "Das ist schön."
Diese alte Dame war Ren ein wenig suspekt, aber sie schien doch ganz in Ordnung zu sein. "Kennen Sie Sayori gut?"
"Bevor ich diese Frage beantworte, möchte ich doch erstmal den Namen meines gegenüber wissen. Oder meinst du etwa nicht?", schlug sie vor, als sie das Handtuch weglegte und das Glas in einen Schrank räumte.
"Oh, natürlich. Tut mir leid. Mein Name ist Ren."
"Und dein kleiner Freund?"
Einen kleinen Freund? Wen meinte sie damit? Doch nicht etwa... Er sah zu Scrat, der erstaunt auf dem Tisch saß. Während der ganzen Reise hatte ihn noch nie jemand direkt bemerkt, geschweige denn normal behandelt, als wäre er ein Mensch. "Äh, das ist Scrat. Er ist ein Albinodrache."
"Wirklich interessant. Du scheinst außergewöhnliche Freunde zu finden.", gab sie auf einmal von sich und trat nun langsamen Schrittes vor die Theke, an Ren's Tisch, um sich zu setzen. "Sayori ist nämlich nicht ohne."
"Na das hab ich schon erlebt. Sie hat ganz schön was drauf. Ihre Fähigkeiten sind wirklich klasse." Dabei dachte er an diese Piraten und dessen Anführer, der von Sayori mal eben an die Wand 'genagelt' wurde. "Aber, sagen Sie, woher wissen sie das? Ich mein, dass Sayori stark ist."
Die Falten im Gesicht der alten Dame verzogen sich, zu einem weiteren Grinsen. "Sayori ist die Tochter eines alten Bekannten, der hier mit seinen Freunden öfters mal etwas getrunken hat. Damals hab ich sie nur von einem Foto gesehen, aber als sie eines Tages vor mir stand, habe ich sie direkt wiedererkannt. Wenn man ihre Geschichte weiß, so muss sie stark sein. Auch wenn Sayori nur ein paar Tage hier Gast war, so weiß ich doch über ihre Tragödie Bescheid. Ich habe die alten Traditionen schon immer ein wenig suspekt gefunden. Manche sind einfach nicht nötig."
Die Frau sprach in Rätseln. Nicht nur für Ren, sondern auch für Scrat, der seinen Kopf schief legte.
"Was meinen Sie damit?"
Etwas erstaunt verschwand Grenda's Lächeln und sie blickte Ren in die Augen. "Ihr beide verreist und du weißt nichts über ihre Vergangenheit?"
Enttäuscht schüttelte Ren den Kopf und versuchte zu erklären. "Wir haben uns vor knapp 2 Stunden erst kennengelernt. Sie hat mir mit Piraten geholfen..."
"Ich verstehe... nun, dann will ich nichts verraten. Sie soll selbst entscheiden, ob sie dir von sich erzählt, oder nicht." Mit diesen Worten stand die alte Dame auf und ging wieder hinter die Theke. "Aber eins weiß ich: Du hast eine gute Wahl getroffen."
Na super. Jetzt hatte diese alte Frau so ein komisches Thema angeschnitten und ließ Ren nun doch im Unklaren. Das war nicht nett. Was war Sayori passiert, dass die Frau von großer Stärke sprach? Es war eigenartig.
"So, genug das Gerede... Sag mal, Kleiner. Sayori wird sicher noch eine Weile brauchen, um ihre Sachen zu packen.", begann sie und grinste wieder. "Kannst du mir vielleicht währenddessen einen Gefallen tun? Die Straße entlang hier, ist ein Werkzeugladen, in dem ein Freund von mir arbeitet. Meine Kaffeemaschine ist nämlich heute Morgen kaputt gegangen und ich bräuchte ein Ersatzteil. Könntest du es eben für mich abholen?"
Was sollte das denn jetzt? Sollte Ren etwa für diese Frau einkaufen gehen? Auch wenn er sehr freundlich und hilfsbereit war, kam ihm das schon sehr komisch vor. Konnte sie das nicht alleine? Doch... wenn er es sich nochmal überlegte, hatte er sowieso nichts zu tun, bis Sayori fertig war. Warum also nicht. "Sicher."
"Du bist wirklich ein lieber Junge..." Sie kramte einen Zettel heraus, auf den sie ein paar Sätze schrieb und diesen Ren überreichte. "Gib diesen Zettel einfach dem Besitzer. Ich hab ihm eine Nachricht geschrieben, dass du auch wirklich von mir kommst. Wunder dich nicht, dass er ein wenig ruhiger ist, als ich. Er ist zu Fremden immer ein wenig mürrisch."
*Na klasse... Ein mürrischer, alter Kauz und eine dauer-grinsende Oma. Also langsam find ich's echt eigenartig.*
"Okay, Scrat. Komm wir gehen."
Mit einem Schwung flog Scrat auf Ren's Schulter, woraufhin sich beide von Grenda verabschiedeten. "Gut, bis später. Oh und sagen Sie bitte Sayori Bescheid, dass ich gleich wieder da bin?"
Lächelnd nickte sie. "Natürlich. Bis gleich."
Als Ren den Laden verlassen hatte, lächelte Grenda noch mehr und erinnerte sich an eine bestimmte Person, die sie einmal getroffen hatte. *Nicht nur in Sayori’s Adern fließt starkes Blut. Auch wenn du es mir nicht gesagt hast, Kleiner. So sieht man dir dein Kaiserblut dennoch an. Dein Vater wird sicher überrascht sein.*

Die Gasse, die die beiden nun entlang gingen, war eng und dunkel. Die Häusermauern zogen sich weit nach oben, zwischen denen Wäscheleinen gespannt waren.
"Wirkt wie in einer Geistergeschichte, oder?"
"Chu?"
"Ja, der mutige Abenteurer streift durch eine dunkle Gasse, jederzeit auf die Gefahr vorbereitet..." Ren's Stimme wurde mysteriös und nun bemerkte man wieder seine kindliche Art. Er versetzte sich in einen Abenteurer, der gerade seine 100. Reise antrat und der Gefahr ins Auge blickte. "Und dann, ganz plötzlich, als der mutige Abenteurer, mit seinem treuen Gefährten die Gasse entlang läuft, da kommt es."
Mit dramatischer Geste stellte er sich vor 2 Mülltonnen, als es plötzlich hinter diesen raschelte. Völlig aus der Bahn geworfen und zu Tode erschreckt, sprang Ren auf die andere Seite und starrte perplex auf die Mülltonnen. "Was war das?"
Dieses Spektakel war einfach nur göttlich für Scrat gewesen. Aus dem mutigen Abenteurer war in Millisekunden ein Schisshase geworden.
"Hör auf zu lachen!", meckerte Ren. "Was war das grad?"
Das war eine gute Frage, weshalb Scrat auch dann aufhörte zu lachen und mit Ren auf die Mülltonnen blickte. Während sie dabei still waren, vernahmen sie ein summendes Geräusch, das von den Mülltonnen kam.
"Du schaust nach!"
"Chu!" Nie im Leben würde der kleine Drache alleine nachsehen. Deshalb schob er den Rotschopf voran, der davon gar nicht begeistert war.
"Ist ja gut, ist ja gut. Wir sehen zusammen nach."
Das Wort 'zusammen' nahm Scrat allerdings nicht wirklich ernst und versteckte sich in Ren's Jacke. Langsamen Schrittes setzte Ren einen Fuß vor den anderen, bis er an den Mülltonnen ankam und sein Blick vorsichtig hinter diese wanderte. Das summende Geräusch wurde lauter und schien von einem Haufen altem Metall zu kommen.
"Was ist das?" Ren erblickte einen Haufen von einzelnen Metallstücken, verrostet, alt und kaputt. Allerdings waren die einzelnen Teile doch noch durch Kabel verbunden, die zwischendurch ein paar Funken sprühten. Es sah beinahe so aus, wie... "Ein Roboter!"
"Chu!"
"Ja, ein demolierter Roboter. Deshalb liegt er wahrscheinlich auch hier. Schau dir mal die ganzen Dellen an."
Als hätte er zuvor keinen Schrecken bekommen, kniete sich Ren zu dem Haufen Metall herunter und schob ein Rohr hin und her, dass aussah, wie ein Arm. Zumindest das Gelenk deutete daraufhin, die Hand allerdings fehlte.
"Es könnte auch das Bein sein."
"ZzZzuum..." Plötzlich wackelte der Blechhaufen ein wenig und gab diese komischen Geräusche von sich, weshalb Ren erschrocken nach hinten überkippte und auf dem Hintern landete.
"Das Ding erschreckt mich immer wieder!"
Als Ren vorsichtig den anscheinenden Rumpf des Roboters aufrichtete und sich seinen Rücken ansah, erkannte er die Verkabelung im Inneren, durch ein Loch im Blech. Der Kopf hing leblos nach vorne, wobei er immer noch einige Laute von sich gab.
"Ob der noch funktioniert?"
"Chu?"
"Natürlich mein ich das Ernst! Könnt doch sein, dass er nur einen Kabelbrand oder sowas hat. Das kriegt man wieder hin, wenn man die Kabel einfach austauscht." Total begeistert besah sich Ren den Rumpf weiter, als er einen Schalter am Nacken entdeckte, der auf 'Off' stand. Dies kam dem Rotschopf allerdings ziemlich Spanisch vor.
"Warum, zum Donnerwetter, macht das Ding dann Geräusche, wenn der Schalter doch auf 'Aus' steht?" Wer weiß, vielleicht war es der Kurzschluss, der das System, und somit all die Funktionen durcheinander brachte. Um dies herauszufinden, schaltete Ren den Knopf auf 'On'. Kurze Zeit geschah nichts, bis die Teile, die Ren festhielt anfingen zu wackeln und sich zu bewegen. Als er den Rumpf losließ, stellten sich die, an diesem befestigten Beine, automatisch hin. Nun sah Ren auch die Größe des Roboters, der Ren, allerdings im knieenden Zustand, in die Augen schauen konnte. Nach ein paar Zuckungen, blieb er nun völlig stehen und die runden Scheiben, in seinem Gesicht, erhellten sich und wurden grünlich-gelb. Zwei runde schwarze Pupillen stachen durch diese Farben hervor und sahen sich verwirrt in der Gegen um.
"Meine Fresse ...Bzzz... Wasn' hier los?...Bzzz... Hey du! Hast du mich angemacht?", fing der Roboter auf einmal an zu reden und sah somit zu Ren hinüber.
Dieser war davon mehr als erstaunt und brauchte erstmal eine Weile, um zu antworten. Schließlich dachte er, dass für den Blechhaufen jede Hilfe zu spät kam. Falsch gedacht. "Ähm, ja. Irgendwie schon. Wer bist du?"
"Ich? ...Bzzz..." Zwischendruch machte er summende Geräusche, immer, wenn Stromstöße durch seine Drähte flossen. "Ich bin 56H... Bzzz... 56HXY-PreyZero... Bzzz ... Steht's zu Diensten." Als er sich vorstellte, bewegte sich seine Schulter so, als ob er Ren die Hand geben wollte. Diese fehlte ihm allerdings auf der rechten Seite, was ihm erst nach ein paar Sekunden auffiel. Dann jedoch wanderte sein Blick auf seine, nicht vorhandene Hand und er fing an zu schreien. "Scheiße! Wo ist mein Arm! Oh nein, oh nein, oh nein! Mein Händchen." Von Panik getroffen rannte er im Kreis, immer wieder an seinem Arm vorbei, der am Boden, neben den Mülltonnen lag.
Von diesem Anblick amüsiert, unterbrach Ren jedoch die Panikattacke des Roboters, indem er ihn festhielt und die Hand danach aufhob. „Hier.“
„Oh… zzZZzz… ein Glück. Danke… zzzZZzz.“
„Du bist wirklich lustig. Aber sag mal, wo kommst du her und wieso bist du so kaputt?“
Während der Roboter seine Hand versuchte, wieder an seinen Arm zu befestigen, überlegte er angestrengt über Ren’s Frage nach. „Ich hab…zzZzz… keine Ahnung. Ich weiß nix mehr, außer meinen Namen.“
„Der übrigens ziemlich lang ist. Das ist bestimmt nur deine Seriennummer“, bemerkte Ren und stand nun vom Boden auf. „Darf ich dich anders nennen?“
Verwirrt von dieser Frage blickte der kleine Blechhaufen zu dem Rotschopf hoch, als dieser ihm auch noch half, die Hand wieder zu befestigen.
„Ich find deinen Namen einfach zu lang!“
Mit einem ‚Klack‘ rastete die Hand in das Gelenk ein und Ren grinste den kleinen Kerl an.
„Sag mal, wenn wir dich wieder hinkriegen, begleitest du mich dann?“
Nun war 56HXY-PreyZero total von den Socken. So einen Jungen hatte er noch nie getroffen. „Ich soll… dich begleiten?“
„Genau! Ich bin grad auf dem Weg in einen Werkzeugladen, da könnten wir dich ein wenig reparieren lassen und dann könntest du uns doch begleiten… oder hast du etwa schon einen Besitzer?“
Wenn der kleine Roboter so darüber nachdachte… nein, er hatte keinen Besitzer. Zumindest konnte er sich nicht daran erinnern und wenn er einen hätte, wieso lag er dann hinter den Mülltonnen?
„Und ich darf echt mit?“
„Sag ich doch! Na los, gehen wir dich reparieren.“
Ren sammelte noch ein paar Einzelteile auf, bevor er sich mit dem Blechhaufen auf den Weg zum Laden machte.
„Rotschopf?“, begann 56HXY-PreyZero, als sie durch die Straßen gingen. 2Wie heißt du eigentlich?“
Mit einem breiten Grinsen sah er zu ihm runter und antwortete: „Ich bin Ren und das ist Scrat.“
Auf einmal klammerte sich der Roboter an Ren, woraufhin die Einzelteile zu Boden fielen.
„Hey, was ist…“
„Danke, Meister Ren. Vielen Dank!“
Dieser kleine Kerl war sehr eigenartig, doch hatte ihn Ren sofort ins Herz geschlossen. Er war keine typische Maschine, sondern eigentlich eine kleine Unterhaltung. Er war einzigartig auf der Welt, das wusste der Rotschopf und genau deshalb wollte Ren, dass er ihn und Sayori begleitete. Also hieß es nun, ihn ganz schnell zu reparieren.
„Weißt du was, ich glaube, ich hab einen Namen für dich. Wie wäre es mit Zero?“


Zero:

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BeitragThema: Re: The Red Son    Sa 13 Nov - 23:46

   

ich muss erst einmal sagen klasse Arbeit die duda machst Weiter so Cool

und dies mal seh ich das Bild Chopper Wink

seyma
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BeitragThema: Re: The Red Son    So 28 Nov - 21:36

   
sehr gute geschichte und spannend geschrieben *.*
ich frage mcih schon wie es weiter geht ! =)

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BeitragThema: Re: The Red Son    So 5 Dez - 20:06

   
Oh, schreib bitte ganz schnell weiter. Die Geschicht ist total gut.

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BeitragThema: Re: The Red Son    Di 7 Dez - 20:58

   
ui, dankeschön an euch Smile
ich bin auch schon dabei, das nächste kapiel zu schreiben. allerdings kanns wieder, durch das studium ein bisschen dauern^^

F19
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BeitragThema: Re: The Red Son    Sa 11 Dez - 13:34

   
Gefällt mir sehr gut!!
Wann gehts weiter??

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BeitragThema: Re: The Red Son    Sa 25 Dez - 16:56

   
so, danke für die lieben kommis xD
hier hab ich das nächste kapi und ich wünsch euch mal frohe weihnachten^^

Kapitel 8: Logue Town - Aufbruchsstimmung

Frauen… wieso mussten sie so ausrasten, wenn sie von etwas nichts wussten. Der arme Rotschopf hatte Scrat’s ganzes Mitleid, aber niemals im Leben würde er nun mit seinem Partner tauschen wollen.
„Eine Maschine? Eine verrostete Maschine sollen wir mitnehmen? Du weißt schon, dass wir auf’s Meer fahren und ein Roboter da ein wenig ungünstig ist, oder?“
Schon eine halbe Stunde diskutierte sie mit ihm, dass der Roboter auf keinen Fall mitkommen konnte.
„Aber, Sayori. Ich hab’s ihm versprochen. Außerdem ist er sehr lustig…“
„Sehe ich aus, als ob ich lachen will?“
Funkelnde Augen, Augenbrauen zusammen geschoben, ein grimmiger Mundwinkel… Nein, sie sah überhaupt nicht danach aus, als wollte sie unterhalten werden.
„Sayori, wie wär’s wenn du ihn dir mal ansiehst? Vielleicht wird er ja doch eine Hilfe für euch sein.“, bot Grenda an, in dessen Bar sie sich wieder befanden. Ihr Bekannter hatte Zero wieder soweit repariert, dass er einwandfrei lief und das für lau.
„Bei allem Respekt, aber ein Roboter auf See ist taktisch völlig unklug. Er wird rosten!“
„Keine Sorge. Auf meine Bitte hin, hat der Mann, der ihn repariert hat, eine besondere Glasur drauf gepinselt. Er kann also nicht mehr rosten.“
Total fertig mit den Nerven massierte Sayori ihre Schläfe mit dem Zeige- und Mittelfinger. „Oh man, worauf hab ich mich da bloß eingelassen? Aber ich sag dir eins: Wenn dieser Haufen von Blech irgendeinen Mist baut, geht er über Bord. Ohne Vorwarnung!“
Der Verantwortliche dieser Situation saß auf einem der Stühle, zusammen mit Grenda und Scrat, der aber auf dem Tisch saß und konnte sehr wohl alles mit anhören.
Als Ren hörte, dass Sayori doch damit einverstanden war, erhellte sich sein Gesicht. „Du bist einverstanden?“
Genervt zog Sayori ihre Jacke über und nahm ihren Rucksack über die Schulter. „Trotzdem bin ich nicht wirklich erfreut darüber… Wehe er behindert unsere Reise.“
Dankbar sprang Zero vom Stuhl und verbeugte sich vor dem eingeschnappten Mädchen. „Vielen Dank, vielen vielen Dank! Ich werde euch alle nicht enttäuschen!“
„Wollen wir’s hoffen.“ Damit wendete sie sich, wieder mit normaler Stimmung, zu Grende und schüttelte deren Hand. „Ich werd‘ mich jetzt auf den Weg machen. Machen Sie’s gut und passen auf sich auf. Danke für alles.“
„Gern geschehen und keine Angst, ich habe schon viele Piraten und Gauner in die Flucht geschlagen.“
Freudig sattelte auch Ren seinen Rucksack auf dem Rücken und machte für Scrat seine Jacke auf, der die Einladung zum Reinfliegen auch sofort verstand. „Okay, dann geht’s jetzt los. Danke für alles, Grenda.“
Mit einem Lächeln geleitete sie die kleine Gruppe aus ihrem Gasthaus und winkte ihnen lächelnd hinterher. „Passt auf euch auf, die See ist gefährlich. Lebt wohl.“
Ren, Zero und Scrat winkten zurück und auch Sayori blickte hinter sich, um sich von der alten Dame zu verabschieden.
*Sie sind wirklich eine außergewöhnliche Truppe. Aber genau die zeichnen sich auf der Grand Line aus…“
Mit diesem Gedanken ging sie wieder in die Bar und sah auf den Stammplatz des Kaisers, der damals mit seiner Piratenbande hier immer gefeiert hatte.
*… meinst du nicht auch, roter Kaiser? Ach, ich hoffe wirklich sehr, dass dein Sohn dich findet. Er hat auf jedenfall den Ehrgeiz in den Augen.*

„Soll das ein Witz sein?“
Worüber Sayori da sprach war das kleine Schiffchen, dass Ren zuvor vom Baratie bekommen hatte. Auch wenn es schon für die kleine Besatzung reichen würde, so war das Mädchen anscheinend nicht damit zufrieden.
„Aber, Sayroi. Es sind genügend Räume, wir haben eine Kombüse und das Deck reicht auch für uns 4. Was willst du mehr?“, fragte Ren irritiert.
„Du weißt wohl echt nicht, worauf du dich eingelassen hast, oder Kleiner?“ Mit einem Kick überprüfte sie die Stabilität des Holzes und schüttelte den Kopf. „Mit dieser Nussschale kommst du auf der Grand Line keinen Millimeter voran. Wir werden schon am Eingang umkommen.“
„Meinst du echt?“
„Na ja, wenn du willst, dass wir tot auf die Grand Line gelangen und als Geister deinen Vater suchen, dann würde es schon gehen.“
Mist! Der Rotschopf dachte wirklich, dass das Schiff reichen würde. Aber wo sollten sie jetzt noch eins herbekommen? Alle Schiffe, die hier vor Anker lagen, gehörten der Marine oder Piraten.
„Aha! Da seit ihr ja!“
Erstaunt sahen sich Sayori und Ren an, da keiner von beiden etwas gesagt hatte und drehten sich dann in Richtung Stadteingang um, wo sie dann eine Bande schlecht dreinblickender Männer sahen. Und einer dieser Männer kam Sayori und Ren wirklich bekannt vor: Der dicke Riese der Waver-Piraten.
„Was wollt ihr denn hier?“, fragte Sayori genervt und kratzte sich an der Schläfe.
„Du Mistgöre weißt genau, was wir wollen! Du hast nicht umsonst unseren Captain so zugerichtet!“
„Mach halblang, Ping. Wir nehmen sie schon nacheinander auseinander.“, meinte der Kapitän der Piraten, der einen seiner Mitstreiter zurückhielt. „Aber was du mit mir in der Bar gemacht hast, Kleine. Das war wirklich nicht die feine englische Art.“
„Hab ich je gesagt, dass ich aus England stamme?“, antwortete sie unbeeindruckt und verschränkte die Arme.
Doch den Kapitän schien das nicht zu kratzen. „Haha, du gefällst mir, Kleines. Du bist stark und hast eine scharfe Zunge. Wie wär’s wenn du unserer Bande beitrittst. Wir sind wirklich nette…“
„Vergiss es!“, kam es prompt als Antwort. „Ihr seit mir zu eklig. Sucht euch ein anderes Dienstmädchen. Komm, Ren. Wir gehen.“
Mit diesen Worten drehte sich Sayori wieder um und wollte am Hafen entlang gehen, als einer der Waver-Piraten vor ihr auftauchte.
„Du unterschätzt uns, Kleine. Dein Fehler, ein großer Fehler, sogar… Du schließt dich uns nicht an? Dann hast du dich als unser Feind entpuppt.“
„Sayori, was machen wir jetzt?“, fragte Ren etwas nervös. Denn er wusste nicht, ob sie 4 es gegen knapp 20 Mann aufnehmen konnten.
„Keine Angst, Kleiner. Aber gewöhn dich schonmal an sowas.“, meinte sie nur und warf in einer fließenden Bewegung ihren Rucksack auf den Boden. Dabei sprang sie nach vorne und verpasste dem störenden Mann vor ihnen, einen Tritt in den Magen. Dies war binnen Millisekunden geschehen, weshalb der Mann überrascht und erledigt zu Boden fiel.
„Pah und dabei hab ich nicht mal meine Teufelskraft benutzt… Lächerlich.“
„Kapitän Gin, was machen wir jetzt?“, fragte einer aus der Bande dessen Kapitän.
„Ganz einfach: Killt sie alle!“
Mit diesen Worten machten sich die restlichen Mitglieder daran, die kleine Gruppe zu attakieren.
„Mist, sie kommen alle auf einmal!“, schrie Zero und rannte panisch von links nach rechts.
„Wenn du weiter so machst, Blecheimer, schmeiß ich dich sofort ins Meer!“
Auf diese Ansage hin, blieb Zero stehen und stellte sich angriffsbereit hin. „Wie du wünschst.“
„Gut, das wird dann wohl unser erster Kampf…“,, bemerkte Sayori, als sie die anlaufenden Piraten auf sich zukommen sah. „Okay, Rotschopf. Dann seh‘ ich auch mal, was du so draufhast. Leg mal los!“
Mit diesem Satz verteilten sich die 4 in verschiedene Richtungen, wobei jeder einen kleinen Part der Piraten übernahm. Sayori und Zero standen außen, wobei Ren und sogar Scrat, in der Mitte kämpften.
Für das Mädchen war es eine Leichtigkeit, die Piraten in Schach zu halten. Sie hatte schon Erfahrungen im Kampfe sammeln dürfen und ihre Teufelskraft half ihr enorm. So drangen die Gegner gar nicht erst vor sie. Sondern wurden von Ranken, die aus dem Boden wuchsen, zurückgeschleudert.
Zero erwies sich ebenfalls als guter Kämpfern, denn in ihm schlummerten verborgene Techniken. Als ihn ein Pirat angreifen wollte, konnte er z.B seinen Arm aus seinem Rumpf schießen, der allerdings mit einem Seil noch in diesem befestigt war und einen anderen Piraten vor sich ziehen, wodurch dieser mit dem angreifenden zusammenknallte.
Scrat wurde von den Piraten deutlich unterschätzt, zu deren Nachteil. Aus seinem kleinen Körper spuckte er ein immenses Feuer und schlug somit die meisten Gegner in die Flucht.
Die größte Überraschung war allerdings Ren, der zum ersten Mal seine neue Hellebarde im Kampfe benutzte und diese führte, als würde er schon ewig kämpfen. Er hatte die 3 Einzelteile an seinem Gürtel festgeschnallt und blitzschnell in einer fließenden Bewegung zusammengefügt. Durch Genzo beherrschte er die grundlegenden Techniken des Kämpfens, die er nun in den Hellebarden-Kampf mit einfließen ließ.
So dauerte es nicht lange und die Waver-Piraten waren alle besiegt, alle bis auf den Kapitän Gin.
Selbstsicher stellten sich Sayori, Ren und Zero hin, entgegen des Kaptäns, der erstaunt zurückwich.
„Und, willst du dich immer noch mit uns anlegen, Fettbacke?“, fragte Sayori.
„Was seit ihr bloß für Kinder? Das geht doch nicht! Ich bin raus aus der Sache.“ Seinen Kameraden wollte und konnte er nicht mehr helfen, das sie rund um die kleine Gruppe, auf dem Boden lagen. „Schönes Leben noch.“
Als Gin sich Richtung statt drehte, wurde er von Scrat gestoppt, der vor seinem Gesicht auftauchte.
„Chu!“
„Ah!“ Eingeschüchtert fiel der Kapitän der Waver-Piraten rücklings auf seinen Hintern und sah zu Scrat hoch. „Was willst du?“
„Ich bräuchte eine Info von dir, Ginny.“ Mit diesen Worten trat Sayori neben den verwirrten Mann und sah ihn bedrohlich an. „Wenn du mir sagst, wo dein Schiff liegt, würde dir unser Drachenfreund kein Haar krümmen. Wie wär’s? Möchtest du einen heilen oder lieber verkohlten Hintern?“
Keine Sekunde überlegte er über diese Frage und antwortete direkt, jedoch stotternd. „Mein Schiff… äh, sicher! Das liegt am Ende des Hafens, in östlicher Richtung. Es ist das mit dem Jolly Roger und einer Welle.“
„Danke, Ginny. Dann wünsch ich dir noch einen schönen Tag.“ Zufrieden nickte Sayori den anderen zu, die die ganze Zeit erstaunt zugesehen hatten, wie Sayori mit dem Kapitän gesprochen und diesen eingeschüchtert hatte. „Gut, gehen wir.“
Und somit machte sich die kleine Gruppe auf den Weg in östliche Richtung, um ein neues und wahrscheinlich größeres Schiff in Empfang zu nehmen. Dabei ließen sie einen verängstigten Piratenkapitän zurück, der sich überlegt hatte, doch noch eine Weile zu warten, bevor er sich auf den Weg zur Grand Line machte.

„Man, das war riesig!“, freute sich Ren und lachte.
Auch Zero und Scrat waren hellauf begeistert und lachten. „Meister Ren, du warst fantastisch.“
„Danke, Zero. Du aber auch. Ich wusste gar nicht, dass du so kämpfen kannst.“
Dieser sah grübelnd nach oben und musste zugeben: „Ich eigentlich auch nicht.“
„Freut euch nicht zu früh, ihr Schwachköpfe.“
„Aber Sayori, wir haben den Kampf gegen diese Piraten und dann auch noch ein neues Schiff gewonnen.“, grinste Ren.
„Meinst du etwa, alle Piraten sind so leicht zu schlagen?“, fragte Sayori den kleinen Rotschopf, als sie in streng ansah und stehen blieb. „Ren, diese Piraten waren nichts! Die waren es nicht mal wert, sich Piraten zu nennen! Die Piraten auf der Grand Line. Das sind diejenigen, vor denen wir uns in Acht nehmen müssen. Die werden kein Mitleid mit uns haben und uns umbringen, wenn sie die Gelegenheit dazu finden.“
Diese Vorstellung machte Ren schon ein mulmiges Gefühl und er schluckte. Waren die Waver-Piraten echt so schwach gewesen? Hatte er sich wirklich zu früh gefreut?
„Wir müssen noch sehr viel trainieren, bevor wir uns mit Großen anlegen können. Aber eure bisherige Kampfkunst wird das schon irgendwie hergeben. Aber eins sag ich euch:“
Gespannt lauschten alle den Worten der Ältesten und fixierten ihre Blicke auf sie.
„Kehrt eurem Gegner nie den Rücken, ob Marine oder Pirat. Sonst ist das euer Ende.“
„Verstanden!“
„Wisst ihr, die Piraten haben’s nicht leicht. Die müssen sich mit der Marine anlegen. Aber wir haben noch ein größeres Problem: Wir werden von beiden gesucht werden, wenn wir weiter so auffallen. Von Marine und Piraten! Sie werden uns beide verfolgen, macht euch das klar. Wir sind keine Piraten, aber wir sind auch Verbrecher. Akzeptiert das und lernt damit zu leben, oder vergesst das ganze!“
So hatte das Ren noch nie gesehen. Natürlich waren sie keine Piraten, das wollte er auch nie sein. Er war eigentlich nur ein Junge auf der Suche. Aber wenn sie sich nun auf die Grand Line machten, würden sie bei der Marine unter die Kategorie ‚Piraten‘ fallen und gesucht werden. Den Piraten wäre es egal, wer sie waren. Sie würden sie nur ausplündern wollen…
Von allen gesucht und von allen gejagt, obwohl oder gerade weil man sich keiner Seite angeschlossen hat. Leicht würde es auf keinen Fall werden!



 

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