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Luffy-chan
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BeitragThema: Re: The Red Son    Mo 3 Jan - 20:25

   
Kapitel 9: Grand Line Eingang – Leon


„Wo geht’s lang, Meister Ren?“

„Ich denk nach Osten, also da lang!“

„Chu?“

„Da lang? Ich denk eher, dass Osten da liegt!“

„Chu!“

„Nein, Osten liegt da!“

Einen Tag waren sie nun mit ihrem neuen, ehemaligen Piratenschiff unterwegs. Auf Sayori’s Rat hin, hatten sie den Jolly Roger der Waver- Piraten entfernt und auch die kleine Flagge am Krähennest abmontiert. So waren sie wenigstens bis zur Grand Line sicher. Wie es dann weiterging, da würden sie sich wohl oder übel überraschen lassen.

„Hört auf zu streiten!“

Sayori stand genervt von einem Stuhl auf und schritt zu Zero, Ren und Scrat, die sich am vorderen Teil des Schiffes befanden.

„Das kann man ja nicht mit anhören! Ren, wie zum Teufel hast du es allein bis nach Logue Town geschafft? Du hast ja gar keine Ahnung, wo Osten ist. Das liegt nämlich in dieser Richtung. Wirklich, pures Glück, dass du es bis hier hin geschafft hast.“

Mit einem leichten Grinsen kratzte sich Ren am Kopf, doch unangenehm war es ihm trotzdem. „Tut mir leid.“

Zero lachte dabei, was Sayori gekonnt unterband. „Du brauchst gar nicht so tun. Wir müssen nämlich nicht nach Osten, sondern nach Norden und d.h wir sind genau richtig.“

Der kleine Roboter war sehr erstaunt, über das enorme Wissen des Mädchens. „Meisterin Sayori, woher weißt du das alles? Das ist ja Wahnsinn!“

„Na ja…“ Mit verschränkten Armen ging sie wieder zurück zu ihrem Stuhl und setzte sich hin. „Das ist eigentlich nicht schwer. Man muss nur die Augen aufmachen.“

Die 3 verstanden nicht so recht und sahen zuerst Sayori und dann sich gegenseitig an, bis das Mädchen Licht ins Dunkeln brachte. Dabei zeigte sie nur auf Zero, bzw. seinen Oberkörper. „Dein Kompass im Rumpf war sehr hilfreich.“

„Kompass?“ Verwundert sahen die 3 auf den tatsächlich eingearbeiteten Kompass, der nach Norden zeigte.

„Ups, den hab ich ja total vergessen!“, musste Zero zugeben.

„Hey, wie cool ist das denn?“, rief Ren begeistert und besah sich den Kompass näher.

Die vorherige Meinungsverschiedenheit war vergessen und mit Gelächter machten sie sich schon an den nächsten spaßigen Unsinn. Sayori beobachtete die 3 dabei und wünschte sich nur eins: *Ganz ehrlich, wenn ich länger allein Babysitter spielen muss, dreh ich durch.*

Sie wünschte sich einfach nur noch jemanden in ihrem Alter oder älter, mit dem sie sich unterhalten und die nächsten Manöver planen konnte. Mit einem 11-jährigen Jungen, der zwar schon reif für sein Alter war, in dem aber immer noch ein Kind steckte, konnte man über sowas nicht reden. Ein verspielter Roboter war eine genauso schlechte Wahl. Und ein Drache? Gar nicht dran zu denken. Was hatte sie sich da bloß eingebrockt und das nur um ihn zu finden…

*Wehe es ist umsonst. Dann geh ich die Decke hoch…*

„Sayori. Sayori.“, rief Ren und kam in eiligem Tempo angerannt. „Dahinten, der Leuchtturm. Wir sind an der Red Line!“

Auch wenn die Ältere etwas genervt von der kindlichen Art der kleinen Gruppe war, so hatten sie anscheinend ihre Augen und Ohren überall. Vorallem Ren schien wirklich aufmerksam zu sein und anscheinend hatte er sich doch ein wenig informiert. Er wusste von dem Leuchtturm, der angehenden Piraten den Weg zur Grand Line wies.

„Gut, dann heißt es jetzt, anstrengen!“

„Wieso?“ Ren sah sie fragend an, während sie an ihm vorbei ging.

„Siehst du die Gewitterwolken dahinten?“, dabei zeigte sie auf die dunkle Wolkendecke, die sich langsam auf sie zu bewegte. Diese Decke befand sich genau über der Felswand, der Red Line. „Die Wolken zeigen uns den Eingang zur Grand Line. Überleg es dir nochmal. Willst du wirklich weiter und dein Leben riskieren?“

Entschlossen und ohne eine Sekunde zu überlegen, trat Ren vor sie und sah Sayori selbstbewusst an. „Ich hab nicht vor zu sterben. Ich werde meinen Vater finden und dabei nicht mein Leben verlieren!“

Zufrieden und lächelnd nickte Sayori und warf, mit der Hilfe ihrer Teufelskraft ein Fass zwischen sie und Ren.

„Was soll das Fass?“

„Das ist zwar eigentlich ein Piratenritus, aber ich will, dass ihr euch das alles nochmal bewusst werdet. Zero! Scrat! Kommt mal her!“

Die beiden wurden hellhörig und kamen angerannt bzw. angeflogen. „Was ist los?“

„Schwört, dass ihr eure Ziele, bis zu eurem Tod verfolgt.“, gab sie als Antwort und hob ihren Fuß auf das Fass.

„Ähm, Sayori? Tut mir leid, aber das kann ich nicht machen.“, musste Ren leise zugeben, doch das Mädchen verstand nicht.

Hatte er etwa jetzt doch den Mut verloren. Vor knapp einer Minute hatte er noch große Töne gespuckt, von wegen, dass er sein Leben nicht verliert, aber seinen Vater auf jedenfall findet. „Willst du jetzt doch zurück?“

„Nein, nie im Leben!“, sagte Ren empört, kratzte sich aber dann verlegen am Kopf. „Aber…“

„Aber?“

„Na ja.“ Verlegen sah der kleine Rotschopf zu Sayori hoch, die ihren Fuß immer noch auf dem Fass hatte. „Ich komm da leider nicht dran.“

„Wie?“ Was hatte er da gerade gesagt. Er kam nicht dran? Erst nach ein paar Sekunden und einer kleinen Demonstration verstand sie, was er meinte. Auch wenn er größer war, als das Fass, so reichte sein Bein nicht bis auf den Deckel.

„Tut mir leid.“, grinste er und wurde ein wenig rot.

Seufzend nickte Sayori und nahm ihren Fuß wieder vom Fass. Natürlich war es auch ein wenig amüsant, sogar für Sayori.

„Schau, ich schaff das!“, grinste Zero und erstaunte jeden, als er sein linkes Bein abmontierte und auf das Fass legte. Auch Scrat schaffte es, indem er sein Fuß auf das Fass legte und dabei flog. „Chu!“

Schmollend verschränkte Ren seine Arme uns sah zu den beiden rüber, die sich amüsierten. „Super, aber ich kann mein Bein ja schlecht abtrennen und fliegen kann ich auch nicht.“

„Das macht nichts.“, beruhigte ihn Sayori. „Dann legen wir halt unsere flache Hand auf den Deckel. Was meinst du?“

„Super Idee!“ Ren war begeistert und legte seine Hand flach auf den Rand des Deckels. „So, und jetzt? War’s das schon?“

„Nein, wo denkst du hin.“, schüttelte die Ältere den Kopf und erklärte ihm das weitere. „Du schwörst jetzt nicht nur uns, sondern vorallem dir, dein Ziel nicht aus den Augen zu lassen.“

„Gut!“ Mit einem entschlossenen Blick sah er auf seine Hand und dachte dabei an seine Mutter, die wahrscheinlich nun krank im Bett lag und sich Sorgen um ihn machte. *Keine Sorge, Mama. Ich komme wieder, mit Papa.*

„Ich werde den großen Kaiser Shanks innerhalb eines Jahres finden, ohne dabei mein Leben zu lassen. Damit der Wunsch meiner Mutter in Erfüllung geht.“

„Was für eine Entschlossenheit, Meister Ren.“, entkam es Zero der anfing zu weinen. „Du bist so mutig.“

„Chu!“ Mit guter Laune legte Scrat seine kleine Pfote auf den Deckel und hielt sich dabei mit seinen Flügeln in der Luft. „Chu chacha chuhu.“

Stille trat ein, bevor Sayori mit hochgezogener Augenbraue fragte: „Ähm, Ren. Was hat er gesagt?“

„Scrat sagt, dass er stärker werden und uns immer beschützen will, egal wie stark der Gegner ist.“, übersetzte Ren für seinen kleinen Freund, der zufrieden lächelte.

„Ich will auch!“ Seine Metallhand ebenfalls auf dem Deckel, schwor auch Zero die Gruppe zu beschützen. „Ich werde euch verteidigen. Ihr habt mich schließlich auch gerettet und ich möchte euch auf der Grand Line mit dem Kompass führen.“

Doch Sayori musste ihm da wiedersprechen. „Zero, der Kompass bei dir wird nichts nützen. Er ist auf der Grand Line nutzlos.“

„Keine Sorge, Meisterin Sayori.“ Mit einem dezenten Druck auf den Kompass drehte dieser sich und verschwand in das Innere des Roboters. Dabei gab er einen Log Port preis, der ebenso, wie der andere, in dem Rumpf befestigt war. „Es ist für alles gesorgt.“

Erstaunt zog Sayori eine Augenbraue hoch und wunderte sich ein wenig. „Nicht schlecht. Ihr denkt mit. Ich glaub, unser Plan ist doch nicht so aussichtlos.“

„So, jetzt du, Sayori!“

„Ja, genau! Was schwörst du uns und vorallem dir?“

Mit einem leichten Lächeln legte sie ihre Hand auf das Fass und begann zu erzählen. „Ich schwöre meinen Vater zu finden und euch so lange auszuhalten, bis wir unsere Ziele erreicht haben. Egal wie sehr ihr mich aufregt.“

Verwundert sah Ren zu Sayori auf. „Moment. Du suchst deinen Vater auch?“

„Ja, deshalb haben wir etwas gemeinsam, Kleiner.“, gab Sayori zu und sah zu den anderen. „Ok, dann lasst uns starten.“

Damit klopften sie zwei Mal auf das Fass und hoben siegessicher ihre Hand, geschlossen zu einer Faust, empor. „Legen wir uns mit der ganzen Welt an.“

Als sie ihre Arme gen Himmel streckten, sprang das Fass zwischen ihnen auf einmal auseinander.

Verschreckt versteckte sich Zero hinter Ren, der, wie Sayori erstaunt und skeptisch auf die Überreste des Fasses schaute, die jemanden bedeckten.

„Meine Güte, was war denn das für ein Gepolter?“

Bereit eventuell zu kämpfen stellte sich Sayori in eine Kampfposition und Ren hielt seine Hand in die Nähe seiner Hellebarde, deren Einzelteile an seinem Gürtel hingen.

„Wer bist du?“

Der Fremde schüttelte seinen Kopf, um die restlichen Holzspäne aus seinem blonden, leicht zotteligen Haar zu entfernen. Erst dann sah er auf. Seine gold-gelben Augen sahen direkt nach vorne, in die schwarzen von Sayori, die sich ein wenig entspannte. Er sah nicht gefährlich aus, doch der Schein konnte trügen. Deshalb fasste sie sich direkt wieder und sah ihn sauer an. „Das letzte Mal: Wer bist du?“

„Tut mir leid, ich bin noch ein wenig durchgeschüttelt.“, grinste der blonde junge Mann, der sich daraufhin erhob. „Verzeiht mir, dass ich euch so erschreckt hab.“

Nun konnte die Kleingruppe sein komplettes Aussehen erkennen, das sich aber als eigenartig erwies. Er hatte längliche Ohren, ein spitzes Gebiss, mit den Zähnen eines Raubtieres und einen Schwanz, der allerdings um seine Hüfte ging und somit nicht sofort zu sehen war. Um seine Hände hatte er Bandagen, er trug eine rote lockere Hose, aber lief oben ohne herum.

„Mein Name ist Leon.“, grinste er breit, sodass seine Zähne nun noch besser zu sehen waren.

Auch wenn der Fremde sich nun vorgestellt hatte, so war Sayori dennoch vorsichtig. „Wie kommst du bitte in das Fass?“

Auf diese Frage hin kratzte sich Leon am Hinterkopf und grinste wieder breit. „Na ja, sagen wir es so. Ich hab mich vor Piraten versteckt, die hinter mir her waren. Aber fragt mich jetzt bitte nicht wieso!“

„Weil du ihnen was gestohlen hast.“

Mit erstauntem Blick sah Leon zu Sayori und war entsetzt. „Woher weißt du das?“

„Geraten.“ Das war ihr einziges Wort dazu, als sie sich schließlich normal hinstellte und zu den anderen sah. „Ich denke, von ihm geht keine Gefahr aus.“

Durch ihre Worte beruhigt nahm Ren seine Hand hinter dem Rücken hervor, Zero trat wieder von dem Rotschopf weg und Scrat sah aus dessen Jacke hervor.

„Und wieso bist du so lange in dem Fass geblieben?“, fragte nun Zero, dessen Angst verschwunden war.

„Tja. Das ist ne gute Frage…“

„Du hast solange gewartet, bis die Piraten dich vergessen hatten. Dabei bist du eingeschlafen und erst bei unserem Schwur aufgewacht.“

„Alter Schwede, Mädel! Kannst du etwa Hellsehen?“

„Red‘ keinen Stuss. Das liegt auf der Hand, du machst halt so einen Eindruck.“, erklärte sie und zeigte hinter sich, Richtung Meer. „Aber jetzt, runter mit dir. Wir haben’s eilig.“

Leon und auch die anderen waren schockiert. „Ich soll was?“

„Über Bord, aber Pronto. Oder soll ich dir Beine machen?“, wiederholte sie mit ernster Miene und kühler Stimme.

Ren war etwas erstaunt von dieser Aussage und auch wenn er den Fremden nicht kannte, so konnten sie ihn doch nicht einfach über Bord schicken. „Ist das dein Ernst, Sayori?“

„Sicher ist das mein Ernst. Wir wollen auf die Grand Line und wer da nicht aus voller Überzeugung hin will, sollte es lassen. Also, mach dich vom Acker.“

„Sayori?“ Der Fremde schien zu überlegen, während er Angesprochene intensiv ansah. „Du heißt Sayori? Ein wunderschöner Name.“

„Ja, so heiße ich und hör auf mich vollzusülzen. Das zieht nicht.“

Erstaunt, dass Sayori doch so viel mit dem Fremden sprach, wendete sich Zero an Ren. „Wir können den Typen doch nicht über Bord werfen. Was meinst du? Red doch nochmal mit Meisterin Sayori.“

„Kann ich dich nicht irgendwie umstimmen?“, fragte Leon und lächelte lieb, trat dabei etwas näher an Sayori ran.

Doch Sayori ließ sich nicht erweichen, auch nicht mit einem breiten Lächeln. Bevor sie ihn aber mit ihren Ranken packen und über Bord werfen konnte, trat Ren genau neben sie.

„Sayori? Je mehr Leute wir sind, desto stärker sind wir. Er scheint doch auch total nett zu sein. Na komm schon. Außerdem hab ich euch beide ja auch ausgesucht und ihn möchte ich auch bei uns haben.“

Der Kleine hatte Recht, dieser Fremde schien doch eigentlich ganz ok zu sein. Außerdem hätte sie dann jemanden, der in ihrer Altersgruppe war und mit dem sie sich unterhalten konnte. Vielleicht…

„Meinetwegen...“

„Man, Kleiner. Du bist ja ein Wunderkind im Überzeugen.“, bedankte sich Leon bei Ren und schlug ihm lachend auf die Schulter. „Das war ja spitze!“

Der Rotschopf nickte daraufhin lächelnd und reichte Leon die Hand. „Hallo, Leon. Ich bin Ren, ich hab diese Truppe quasi zusammengestellt.“

„Freut mich Kleiner. Ich bin Leon, der Löwenmensch.“

„Löwenmensch?“

Nickend ließ Leon Ren’s Hand los und zeigte auf seine Ohren und dann seinen Schwanz. „Ich hab mal von der Löwenfrucht gegessen und daraufhin hab ich mich in diese Gestalt verwandelt. Halb Löwe, halb Mensch.“

„Habt ihr euch jetzt genug vorgestellt? Wenn ihr nämlich so weitermacht, fahren wir am Eingang vorbei.“, bemerkte Sayori, als sie an den anderen vorbei ging und sich am Hauptmast anlehnte.

Ren sah auf die Steuerbordseite und entdeckte die Felsen der Red Line, der Wind wurde stärker und es fing an zu regnen.

„Los, wir müssen das Schiff irgendwie durch den Sturm kriegen!“, rief Ren und schickte Scrat und Zero nach oben, um das Hauptsegel einzufahren.

Doch mit einem lauten ‚Halt‘ stoppte Sayori die beiden. Woraufhin sich Ren beschwerte. „Was ist los? Wir müssen hier durch!“

„Wir unternehmen nichts, bevor wir nicht den Schwur zu Ende gebracht haben.“

„Aber Sayori. Wir haben doch alle geschworen!“

Durch einen Augenschlitz sah das Mädchen zu dem Rotschopf, zeigte dabei aber auf den neuen. „Das Kätzchen aber nicht. Solange brechen wir nicht auf.“

„Was? Wie? Was muss ich denn machen?“

Der Wind wurde immer stärker und schleuderte Scrat durch die Luft, während Zero sich am Hauptmast festhielt.

„Du musst schwören, dein Ziel zu verfolgen.“, rief ihm Ren entgegen, der seinen Drachenfreund in der Luft auffing.

„Ich muss was? Aber was denn für ein Ziel?“

Sayori, die immer noch, als einzige nichts unternahm, funkelte ihn böse an. „Du wirst doch wohl ein Ziel haben! Wenn du keins hast, kannst du sofort über Bord!“

Jeder versuchte das Schiff zu stabilisieren, es steuerte auf den Grand Line Eingang zu. Der schmale Pfad, der den Berg hinauf führte. Die Wellen wurden immer höher und knallten gegen das Schiff.

Ren versuchte den Kurs zu halten, so gut es möglich war. Zero hielt Scrat fest, der sonst wegfliegen würde. Auch Leon versuchte irgendwie die Segel zu befestigen. Nur Sayori stand weiterhin am Mast und tat nichts. Sie sah nur die ganze Zeit zu Leon, der mit Müh und Not die Seile am Mast befestigte, während ihm der Regen in die Augen stach.

*Mein Ziel? Mein Traum ist mein Ziel.*

„Ich geb dir noch 10 Sekunden, Kätzchen. Wenn du nichts sagst, werde ich auch nicht eingreifen.“

„Sayori! Bitte, du musst uns helfen!“, rief Ren vom Steuerrad, das er nur schwer steuern konnte. „Sayori, wir brauchen Hilfe!“

„Wenn du schwörst, dann werden wir ein Team. Ich habe meinen Traum verraten, somit vertraue ich dieser Gruppe. Nur Teamwork kann auf der Grand Line bestehen!“

Diese Worte gingen Leon ziemlich unter die Haut. So oft war er wegen seinen Teufelskräften nicht akzeptiert worden und hier waren keine 5 Minuten vergangen und er sollte ihnen seinen Traum, sein Ziel verraten?

Ren sah währenddessen wie das Schiff, trotz Gegensteuern, der Felswand immer näher kam. „Sayori! Wir knallen gleich gegen den Felsen! Tu bitte was!“

„Also gut…“, murmelte Leon und sah Sayori an. „Mein Traum ist es, jemanden zu finden, der mein Innerstes sieht. Ich will der Welt zeigen, dass ein Mensch verschiede Fassetten hat! Bist du jetzt zufrieden?“

Ein paar Millimeter war das Schiff von der Wand entfernt und Ren, Zero und Scrat hielten sich ängstlich die Augen zu, als das Schiff auf einmal weder schwankte, noch gegen die Wand schellte.

Vorsichtig öffneten die 3 ihre Augen und sahen über die Reling, auf die Felswand, aus denen riesige Ranken wuchsen und das komplette Schiff festklammerten und auf der Stelle hielten.

„Wie geht das denn?“, murmelte Leon, als er ebenfalls über die Reling sah.

Neben ihn trat langsam Sayori, die ihre Arme verschränkt hatte und nickte, als er zu ihr sah. „Das wollte ich hören. Mehr nicht.“

„Sayori, das war klasse! Du bist wirklich stark.“, rief Ren, während er zurück zum Steuerrad rannte.

„Gut, auf 3 lass ich das Schiff los. Ich lasse es in die richtige Strömung und dann müssen wir es richtig bis nach oben bringen.“, erklärte Sayori. „Macht euch bereit.“

Alle machten sich bereit, wussten was zu tun war, obwohl es vorher nicht abgesprochen wurde.

„1… 2… 3…!“

Die Ranken ließen das Schiff los und es glitt in die richtige Strömung, die sie mit einem Affenzahn an die Spitze des Berges brachten. Nach ein paar Sekunden schon erreichten sie die Spitze, die höher lag, als die dunkle Wolkendecke. Die Gruppe sah die Strömung zur Grand Line vor sich. Die Strömung in ein Abenteuer. Ein großes Abenteuer, für eine kleine Gruppe.

Leon:
normal

löwe:

mensch:

Eustass "Käpt'n" Kid
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BeitragThema: Re: The Red Son    Di 4 Jan - 10:53

   
Mir gefällt es wie den anderen auch echt gut.
Würde mich freuen wenn es bald weitergehen würde

Luffy-chan
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BeitragThema: Re: The Red Son    Di 4 Jan - 16:17

   
wunsch wird erfüllt Smile
und ich freu mich, dass es euch gefällt xD

Kapitel 10: Kap der Zwillinge
„Eine Wand…“, gab der Rotschopf von sich.
„So hoch?“
„Und was macht die überhaupt hier?“, fragten sich auch Zero und Leon.
„Chu…“
Alle standen verwirrt auf der Steuerbrücke und sahen auf eine hohe Mauer, die sich vor ihnen emporstreckte. Ihr Schiff war schon ein paar Minuten den Berg unbeschadet heruntergekommen und bewegte sich schon eine Weile nicht mehr.
„Sayori! Was ist das?“, fragte Ren, woraufhin Sayori zu ihnen trat und ebenfalls empor sah.
„Ich weiß nicht… es sieht aber nicht aus wie eine normale Wand.“
„Ahoi!“
Die Kleingruppe sah sich verwirrt um, denn die Stimme kam nicht von ihnen.
„Wer war das?“
„Hier drüben!“
Sich an der Stimme orientierend liefen alle auf Steuerbordseite und blickten auf eine Felsebene der Red Line, auf dem jemand saß.
Ein alter Mann… mit einer Zeitung… auf einem Klappstuhl… mit einer Blume auf dem Kopf…
„Was macht der denn da?“, wunderte sich Leon und sah zu den anderen.
„Kommt rüber. Sich auf Entfernung zu unterhalten ist schlecht.“, rief der alte Mann rüber. „Ich bin ja nicht mehr der Jüngste und meine Stimme auch nicht.“
Auf Leon’s Frage hin antwortete Sayori: „Keine Ahnung. Aber er wird uns sicherlich helfen können. Steuert das Schiff mal dort hin. Die Distanz ist zu weit zum springen.“
Der Abstand zwischen dem Schiff und dem Felsvorsprung betrug ungefähr 15 Meter und dann kam auch noch der Höhenunterschied dazu, da der Vorsprung genau auf Meereshöhe lag.
„Wozu die Mühe. Legen wir hier eben den Anker und gehen rüber.“
„Und wie sollen wir das bitte machen, Kätzchen? Kannst du so weit springen? Ich denke nein.“, wies Sayori Leon zurecht.
Dieser grinste und knackste kurz mit den Fingern. „Lasst euch überraschen.“
Gebannt ruhten die Blicke aller auf Leon, der anscheinend etwas vorhatte. Plötzlich stieß er einen kurzen, dennoch kraftvollen Brüller raus, als er sich anfing zu verändern. Sein Oberkörper bewegte sich gebeugt nach vorne, wodurch er sich mit beiden Händen am Boden abstützte. Seine Hände, sowie seine Füße wurden größer und sein ganzer Körperbau wurde kräftiger. Nicht nur sein Körperbau wuchs, sondern auch seine Haare, die sich auch noch rötlich färbten, dazu wuchs ihm noch ein Schwanz. Immer mehr ähnelte seine Gestalt einer Art Katze. Als ihm auch noch Fell wuchs und sich Mund und Nase zu einer Schnauze formten, war die Verwandlung abgeschlossen. Leon war nun über 2 Meter groß, mit gold-gelbem Fell, roter Mähne und großen Tatzen. Er war ein riesiger Löwe geworden.
„Wow!“ Zero, Ren und Scrat waren begeistert. Neugierig gingen sie um Leon herum und begutachteten ihn.
„Wie hast du das gemacht?“
„Ich bin ein Löwenmensch, Kleiner. Das ist eine meiner leichtesten Übungen.“, gab Leon als Antwort und grinste dabei zu Ren hinunter.
„Moment, du kannst sprechen, wenn du verwandelt bist? Das ist ja gigantisch!“
„Und wie sollen wir jetzt rüber kommen?“, fragte sich Zero immer noch und blickte in das genauso verwirrte Gesicht von Scrat.
„Ich spring mit euch allen rüber. So einfach ist das.“
Begeistert grinste Ren und schwang sich auf Leon’s Rücken. „Das ist wirklich praktisch. Und bequem ist es auch.“ Er half außerdem Zero aufzusitzen, dem er die Hand gereicht hatte und Scrat nahm auf Leon’s Kopf Platz.
„Darf ich bitten?“, fragte Leon und senkte sich ein wenig, während er zu Sayori sah.
Mit einem versucht unterdrückten Lächeln, gab sie keine Antwort und setzte sich, die Beine beide auf einer Seite, auf Leon’s Rücken.
Mit einem gewaltigen Sprung überwältigte Leon die knapp 15 Meter spielend und landete, ohne laute Geräusche, vor dem alten Mann.
„Da sind wir. So einfach kann’s gehen.“
Vorsichtig stiegen alle von dem großen Löwen runter, während der alte Mann seelenruhig seine Zeitung zuklappte und sich erhob. „Das ist mal eine ungewöhnliche Begrüßung.“
Ren kam diese Gelassenheit ein wenig merkwürdig vor. Schließlich war ein riesiger Löwe, der über 2 Meter groß war genauso alltäglich, wie sein Albinodrache Scrat. Jeder wäre bei ihnen verängstigt oder wenigstens stutzig oder irritiert gewesen. Dieser alte Mann allerdings war so seelenruhig, als wäre dies völlig normal.
„Neue Piraten, die sich auf die Grand Line trauen, nehm ich an.“, meinte der alte Mann und trat ein wenig näher an die Gruppe.
„Ähm… nein, da müssen wir Sie enttäuschen.“ Etwas irritiert sah der Mann Ren an, der weiter erklärte. „Wir sind quasi ein Suchtrupp, keine Piraten.“
„Ein Suchtrupp? Gehört ihr zur Marine?“
„Nein, das genauso wenig.“, gab Sayori noch dazu. „Wir gehören weder zur einen noch zu der anderen Seite. Aber sagen Sie, können Sie uns etwas beantworten?“
„Wollt ihr euch nicht zuerst vorstellen?“
Etwas perplex sahen sich die anderen an, bevor sie nickten und Ren alle nacheinander vorstellte. „Das sind Sayori, Leon, Zero, Scrat und ich bin Ren.“
„Freut mich, mein Name ist Krokus. 72 Jahre . Ich liebe Spaziergänge und gutes Essen. Meine Lieblingsfarbe ist…“
„Äh, schon gut, schon gut. Ihr Name reicht uns.“, versuchte ihn Ren zu stoppen und fuhr deshalb sofort mit seiner Frage weiter. „Können Sie uns vielleicht sagen, was diese Wand da soll. Soll die irgendwas bezwecken?“
„Wand? Von was sprecht Ihr?“, fragte Krokus und rückte seine Brille zurecht.
„Alter Mann, wir meinen diese, nicht gerade unübersichtliche Mauer hinter uns.“
Krokus sah hinter die Gruppe, fing an zu grinsen, woraufhin ein heiteres Gelächter erklang. „Mauer? La Boum ist doch keine Mauer.“
„La… Boum?“ Die Gruppe war sichtlich irritiert, woraufhin sich alle umdrehten und zu der riesigen Mauer sahen, die sich auf einmal ein wenig bewegte.
„La Boum. Das ist der Name von ihm. Dieser Wal ist halt nur ein wenig größer, als die anderen. Aber was ist auf der Grand Line schon normal…“
Leon hatte sich bereits zurückverwandelt, als er sich ein wenig irritiert an Krokus wendete. „Ein Wal? Alterchen, das Ding ist doch kein Wal.“
„Natürlich.“, gab er von sich und rief nach oben. „La Boum. Begrüß unsere Gäste mal.“
Zuerst änderte sich nichts. Doch dann bewegte sich die Mauer auf einmal etwas und die senkrechte Mauer senkte sich in die waagerechte. Nun erkannte die Gruppe auch ein riesiges Auge, das doppelt so groß wie ihr Schiff war. Von einer Sekunde auf die andere erklang ein dunkles Brummen, das den Boden, auf dem die Gruppe mit Krokus standen, zum beben brachte.
„Das sollte ‚Willkommen‘ heißen.“, erklärte Krokus mit einem Lachen und ging wieder zurück zu seinem Stuhl. „So, Frage beantwortet.“
Doch so leicht war das Thema für die anderen nicht abzuhaken. Dieser Wal war einfach zu ungewöhnlich.
„Gigantisch.“, entkam es Zero, der mit großen Augen weiter zu dem Wal empor sah. „Echt Wahnsinn!“
„Wenn ihr das schon außergewöhnlich findet, dann wartet erst mal ab, was euch noch erwartet. Da ist La Boum gar nichts dagegen.“
Solche Tiere würden sie erwarten? Auch noch von der Größe? *Oh man, das wird kein Zuckerschlecken…*
„Aber ich muss sagen, ich hab ja schon viele Piraten gesehen. Aber ihr seit wirklich ziemlich durchgedreht.“, gab Krokus zu und rückte abermals seine Brille zurecht. „Ich mein, ihr seit nur zu 5. und wollt euch auf diese große Reise machen?“
„Das schaffen wir schon.“ Sayori setzte sich auf einen Felsen und schlug ihre Beine übereinander. „Wir wollen ja nicht ewig auf diesem Meer bleiben. Wir suchen nur 2 Leute und dann sind wir auch schon wieder weg.“
Krokus war sichtlich erstaunt. Er hatte schon vieles gesehen, aber das war echt was Neues, auch nach über 50 Jahren, die er hier schon war.
„Ähm, Krokus? Ich hab da noch eine Frage. Sie sind doch schon lange hier, oder?“ Ren setzte sich im Schneidersitz auf den Boden, woraufhin sich Zero neben ihn setzte und Leon sich an einen Felsen anlehnte.
„Ja, schon sehr lange. Wieso fragst du?“
„Na ja, dann haben Sie doch sicher schon viele Piraten hier runterkommen sehen, oder etwa nicht?“
„Jede Menge, Kleiner. Jede Menge!“, lachte Krokus. „Ich hab aufgehört zu zählen.“
„Wissen Sie dann etwas über die Bande des roten Shanks?“
Es trat Stille ein. Erst nach ein paar Sekunden, realisierte Krokus, was der kleine Rotschopf da gesagt hatte. „Der rote Shanks und seine Mannschaft? Sicher kenne ich ihn. Sehr gut sogar.“
Die Augen des kleineren wurden größer und funkelten erfreut. „Ehrlich? Können Sie mir von ihm erzählen. Ich suche ihn nämlich und muss ihn schnell finden.“
Doch für Krokus ging das etwas zu schnell. „Warte, Kleine. Sachte. Erklär mir das nochmal langsam und in Ruhe. Wir haben Zeit.“
„Haben wir eben nicht.“, schüttelte er den Kopf und fuhr fort. „Ich muss ihn innerhalb eines Jahres finden. Deshalb bin ich hier, um ihn zu suchen. Ich brauche jede Information, die ich finden kann.“
Dieser Junge war sehr eigenartig aber irgendwoher kannte der alte Mann diese hartnäckige, entschlossene Art. Woher bloß? Intensiv sah er in die Augen des Kleinen und überlegte. Plötzlich veränderte, sich vor Krokus innerem Auge, das Gesicht von Ren in das junge Knabengesicht von Shanks. *Kann es sein, dass…* Aber wenn er sich den Kleinen genau betrachtete, war es nicht von der Hand zu weisen. Diese Ähnlichkeit war verblüffend. Die Haare, das Gesicht, die Augen und deren Ausdruck. Vieles war identisch.
Grinsend nickte Krokus und sprach laut seine Gedanken aus. „Er hat mir bei unserem letzten Treffen nichts von einem Sohn erzählt…“
Etwas erstaunt über diese Aussage, hielt Ren inne. „Wie…“
„Du siehst ihm sehr ähnlich.“, fuhr Krokus fort. „Hätte mir eigentlich direkt auffallen müssen. Wie alt bist du jetzt, Kleiner?“
Immer noch irritiert, woher der alte Mann wusste, dass er Shanks‘ Sohn war, brauchte er auch noch eine bisschen, bis er schließlich antwortete. „Ähm, ich bin 11.“
„11 Jahre… solang ist sein eigener Aufbruch schon her. Das ist eine lange Zeit.“
„Ähm, Krokus? Woher wissen Sie, dass ich Shanks‘ Sohn bin? Ich hab Ihnen doch gar nichts gesagt.“
Der alte Mann lachte und setzte sich wieder in seinen Stuhl. „Hättest du seinen Namen nicht erwähnt, dann wär mir das auch nicht aufgefallen. Aber ich bin ja auch nicht mehr der Jüngste. Aber die Ähnlichkeit ist verblüffend. Ich wusste allerdings nicht, dass er einen Sohn hatte.“
„Das ist nicht weiter schlimm. Er weiß auch nichts von mir. Ich bin extra aus dem East Blue hierhergekommen, um ihn zu suchen.“, erklärte Ren, mit einem leichten Lächeln.
„Daher weht der Wind. Verstehe. Wenn er nichts von dir weiß, dann kann er mir auch nichts von dir erzählen. Aber dass er im East Blue geheiratet hat, ist echt verwunderlich. Zuerst verliert er seinen Arm und dann auch noch sein freies Liebesleben.“ Doch Krokus wusste, dass Shanks die Frauen niemals ausnutzen würde und wenn er eine Frau gefunden hatte, würde er dieser immer treu bleiben. So war er immer gewesen und der Piratenkönig persönlich hatte ihm diese Tugend vorgelebt, da dieser es nicht anders getan hatte. „Aber deine Mutter wusste doch sicher, auf was sie sich da eingelassen hat, oder?“
„Ich muss Sie enttäuschen. Meine Eltern sind nicht verheiratet. Erst kurz bevor Shanks unser Dorf verlassen hat, ist meine Mutter mit ihm zusammen gekommen. Daher sind sie auch nicht verheiratet.“, erklärte Ren, nicht zum ersten Mal.
„Langsam wird ein Schuh draus. Ich kenne Shanks schon lange und wenn du magst, kann ich dir ein wenig von ihm erzählen.“, schlug Krokus vor und erhielt als Antwort strahlende Augen von Ren.
„Wirklich? Das wäre einfach klasse!“
„In Ordnung. Wo fang ich da am besten an…?“ Und so erzählte Krokus von Shanks Zeit bei Gol D. Roger, dem Piratenkönig und wie er sich dort mit dessen Mannschaft durch die Meere schlug. Er erzählte, was für einen Kampfgeist Ren’s Vater hatte und wie sehr er seine Freiheit und das Meer liebte. „Er sehnt sich nach Abenteuern, aber auch nach Gerechtigkeit in dieser Welt. Nachdem die Mannschaft um den Piratenkönig aufgelöst wurde, verloren sich alle Mitglieder aus den Augen. Bis Shanks eines Tages, mit seiner eigenen Bande hier, am Kap der Zwillinge auftauchte. Er sah viel erwachsener und reifer aus. Doch seine Feierlaune war die gleiche geblieben. Wir haben ganz schön einen gekippt. Aber nach einer Weile erzählte er von einem Jungen, namens Ruffy, der im East Blue lebte und den Traum besaß, der nächste König der Piraten zu werden.“
„Ja klar, Ruffy! Der ist doch schon vor nem‘ Jahr losgezogen.“, grinste Ren. „Ich stamme aus dem gleichen Dorf, wie er. Er hat mir immer die Geschichte erzählt, wie Shanks seinen Arm für Ruffy’s Leben opferte.“
Erstaunt sah Krokus in Ren’s Gesicht, dessen Augen vor Begeisterung strahlten. Diese Gemeinsamkeiten waren wirklich erstaunlich. Schon der 3. aus dem Windmühlendorf, der sich auf die Grand Line machte und alle kannten sie sich. „Der Strohhutjunge kam hier ebenfalls vor einer Weile vorbei. Zusammen mit seiner Crew, die sich aber anscheinend auf der Grand Line ein wenig erweitert hat. Genauso wie die Crew deines Vaters. Allerdings war diese schon zu Anfang seiner Reise viel größer, als Ruffy’s jetzige Besatzung. Und ich denke, er hat noch mehr Mitglieder dazubekommen. Schließlich sind 11 Jahre vergangen.“
„Wissen Sie etwas über die Crew, des Roten?“, fragte nun plötzlich Sayori, die die ganze Zeit geschwiegen hatte und alle anderen hätten die gedacht, dass sie etwas zu Shanks Mannschaft wissen wollte.
„Na ja. Als er hier ankam, waren es ungefähr 30 Mann, wie sie jetzt aussieht, weiß ich leider nicht. Aber er hatte damals einen Vizen, Ben Beckmann hieß er, und 2 Unteroffiziere, Yasopp und Lucky Lou. Alles lustige Zeitgenossen und immer in Partylaune.“
Nachdem Krokus geendet hatte, nickte Sayori und war wieder still. Anscheinend hatte sie ihre Informationen bekommen, wenn auch die anderen nicht wussten, welche das waren.
Doch Ren brauchte noch einen kleinen Hinweis, um zu wissen, wie weit sein Vater schon auf der Grand Line war. Schließlich musste er ihn in diesem begrenzten Zeitraum finden. „Wissen Sie vielleicht, wo er sich momentan aufhält?“
Krokus allerdings schüttelte langsam den Kopf. „Tut mir leid, Kleiner. Ich hab keine Ahnung.“
„Nicht schlimm. Trotzdem… vielen Dank für die ganzen Informationen. Diesen Teil von seinem Leben, hab ich noch nie gehört. Meine Mutter weiß bestimmt nichts darüber.“
Davon ging auch Krokus aus. Wahrscheinlich hatte Shanks aus der Zeit in Roger’s Piratenbande nicht viel erzählt. „Ich hab euch gern geholfen. Es ist mal was anderes, den Sohn eines ehemaligen Kameraden zu sehen.“
Alle waren sie etwas verwundert. Ehemaliger Kamerad?
„Wie meinen Sie das?“, fragte Leon nach, der ebenfalls die ganze Zeit geschwiegen hatte. Er hatte Ren’s Geschichte zuvor noch nie gehört und war erstaunt, wieso er losgezogen war und was er für ein Ziel hatte.
„Na, was meint ihr denn, wieso ich das alles weiß? Ich war damals ebenfalls Mitglied in Roger’s Bande. Deshalb kenn ich deinen Vater ziemlich gut.“, erklärte Krokus mit einem Lächeln und blickte nach oben in den Himmel. Er dachte an die Zeit, in der sie noch durch die Meere fuhren und Abenteuer erlebte. Was für einen Tatendrang Shanks immer besaß. Wenn nur ein Bruchteil davon in seinem Sohn steckte, so würde er es sicher schaffen, seinen Vater zu finden. „Ich hab keine Bedenken, dass du deinen Vater findest, Ren. Und wenn du ihn siehst, bestell ihm bitte schöne Grüße von mir.“

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BeitragThema: Re: The Red Son    Di 4 Jan - 18:58

   
Tolle Fortsetzung.
Hoffe es geht bald weiter. Wink

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BeitragThema: Re: The Red Son    Mi 12 Jan - 19:15

   
Kapitel 11: Whiskey Peak - Unterhaltung

Völlige Stille. Nur der Wind, der durch die Segel wehte, brachte einen leichten Hauch mit sich. Die Sonne schien und das Schiff von Ren und seinen Freunden lag an einer Insel an. Zwischendurch zwitscherten ein paar Vögel beim Vorbeifliegen. Doch sonst herrschte Ruhe. Es war…
„Langweilig!“ Geknickt sah Leon aufs Meer hinaus und gähnte herzhaft.
Zero war mit Ren und Scrat unterwegs auf der Insel, um Proviant zu holen und Sayori saß drinnen und las irgendwas.
Während Leon eine Weile draußen saß, grummelte sein Magen auf einmal, weshalb er mit einem Satz von der Reling sprang und Richtung Kombüse ging. Mit einem weiteren Gähnen betrat er den Raum, blieb allerdings in der Türe stehen. Das Licht fiel von draußen in den dunkleren Raum, der sonst nur noch durch 2 Bullaugen erhellt wurde. Die kleine Küchenzeile befand sich auf der linken und ein kleiner Tisch mit ein paar Tischen auf der rechten Seite. An diesem Tisch saß Sayori, ihren Kopf mit der Hand stützend und mit dem Ellbogen auf dem Tisch. Sie las in einem dicken, schon leicht verfranzten Buch und schien Leon nicht bemerkt zu haben, da sie nicht einmal aufsah.
Als er das Mädchen so sah dachte er daran, wie verschlossen sie doch die ganze Zeit wirkte. Eine Woche war der Löwenjunge nun schon bei Ren und den anderen und nie hatte er Sayori anders gesehen, als mit ihrer ernsten Fassade. Sie verbarg ein großes Geheimnis, da war sich Leon sicher. Sie wirkte immer so unnahbar und gefasst. Doch auch sie musste Momente haben, in denen sie diese Fassade fallen ließ und Gefühle zeigte.
„Willst du noch ewig und 3 Tage da stehen bleiben?“, erklang auf einmal die Stimme des Mädchens, die mit runzelnder Stirn zu Leon sah.
„Was? Nene, ich hab nur Kohldampf.“, antwortete er und schloss die Tür.
„Tu dir keinen Zwang an.“, sagte Sayori nur noch und wendete sich wieder von Leon ab, sah dafür wieder in ihr Buch.
*Keinerlei Emotionen. Wirklich eigenartig.*
Während sich Leon einen Apfel aus dem Obstkorb nahm, sah er aus dem Augenwinkel zu Sayori, die in ihr Buch vertieft war.
*Hm… vielleicht kann man bei ihr nur durch die direkte Art etwas erreichen.* Und mit diesem Gedanken ging er zu ihr an den Tisch, den Apfel währenddessen ein paar Mal in die Luft geworfen und wieder aufgefangen und nahm gegenüber von ihr Platz. „Sag mal, wir haben uns noch gar nicht unterhalten. Die anderen haben mir schon viel erzählt. Vorallem Ren, der hat mir seine ganze Geschichte von seiner Mutter und seinem Vater erzählt.“
„Und was willst du jetzt von mir hören?“ Doch während Sayori das fragte, sah sie noch nicht einmal auf, sondern las in ihrem Buch weiter.
„Na ja, vielleicht wo du herkommst und sowas. Oder was dein Traum ist, schließlich weiß du meinen auch.“, antwortete Leon und biss von dem Apfel ab. Es war eine berechtigte Frage, denn von jedem wusste er das Ziel. Ren wollte seinen Vater finden, Zero alle beschützen und Scrat wollte stärker werden. Und Sayori wusste über sein Ziel Bescheid. Aber was war mit ihr? Hatte sie überhaupt ein Ziel?
Nun sah sie doch ein wenig auf, doch ihr Blick zeigte, dass sie eigentlich nicht zufrieden mit dieser Frage war. „Wieso willst du das wissen?“
„Um dich ein wenig kennenzulernen.“, antwortete Leon ehrlich und biss abermals von seinem Apfel ab. „Du selbst sagtest, wir sind jetzt ein Team und in einem Team sollte man sich doch kennen, oder?“
Langsam setzte sich Sayori nun ganz aufrecht und schlug das Buch vor sich zu. „Du willst also mehr wissen? Gut…“ Ernst sah sie ihren gegenüber an. „Mein Ziel ist es meinen Vater zu finden, ähnlich wie bei Ren.“
Zufrieden und gleichzeitig erstaunt, dass Sayori doch von sich erzählte, hörte er ihr genau zu. Doch plötzlich schlug Sayori wieder ihr Buch auf und las weiter.
„Wie? Das war’s?“
„Mehr hab ich den anderen auch nicht erzählt.“, erklärte Sayori, ihren Blick immer noch ins Buch gerichtet.
Zu früh gefreut. Sayori hatte ihm nicht wirklich etwas von ihr preisgegeben, wie er dachte. Sie erhielt ihre Fassade aufrecht, egal was war.
Seufzend schmiss Leon die Überreste seines Apfels mit einem gekonnten Wurf, in den Mülleimer in der Ecke. „Und ich dachte, du würdest mir ein wenig von dir erzählen. Schließlich kämpfen wir jetzt zusammen. Wir alle sind jetzt eine Familie.“
„Das Wort ‚Familie‘ wird total ausgenutzt.“, sagte sie auf einmal und sah wieder zu ihm. Ihr Blick war ernst und ließ Leon ein wenig staunen.
„Ausgenutzt? Wie kommst du darauf?“
Eine Weile sagte sie auf diese Frage nichts. Stattdessen sah sie wieder zu ihrem Buch hinab. Allerdings sahen ihre Augen nicht auf das Buch, sondern sozusagen dadurch. Sie war in Gedanken, nahm die Buchstaben nicht wahr. „Ich stell dir mal ne Frage und sei ja ehrlich.“
Gespannt nickte Leon und starrte Sayori weiterhin an.
„Stell dir vor du wächst bei Leuten auf, die dich seit du ein kleines Kind bist, kennen. Auf der Insel sind sie als deine Familie bekannt, aber irgendwann merkst du: Sie können unmöglich deine Familie sein. Was tust du dann?“
„Ähm… wovon redest du?“
„Du solltest doch antworten.“, entgegnete Sayori ernst und ihr Blick sprach Bände. „Würdest du bei ihnen bleiben, schließlich fehlt ihnen bei dir eigentlich nichts? Sie ernähren dich schließlich, dir geht es gut.“
„Wenn ich ehrlich sein soll…“, kam es plötzlich von Leon, dessen Stimme nun ernster wirkte und nachdenklich stützte er seinen Kopf auf seine Handrücken. „Wenn ich wüsste, dass ich nicht wirklich zu dieser Familie gehöre, da draußen irgendwo jedoch meine richtigen Eltern, Geschwister oder so sind, so würd ich sie suchen wollen. Aber die Familie, bei der ich aufwuchs würde ja immer noch ein Teil von mir sein, im positiven oder negativen Sinne.“
Während Leon darüber geredet hatte, hatte seine Ausdrucksweise und seine ernste Art Sayori erstaunt. So aufgedreht er war, so ernst konnte er auch sein.
„Positiver oder negativer Sinn?“
„Ja sicher. Es gibt Adoptivfamilien, die lieben dich so, wie deine eigenen und bei manchen Rabeneltern auch noch mehr. Und dann gibt’s wiederum welche, die dich nur akzeptieren, mehr nicht. Sie pflegen dich durch, geben dir zu Essen und sowas, können dir aber keine Liebe vermitteln. Und das ist doch grad das wichtige, an einer Familie, oder?“
„Kann sein…“ Das war die einzige Reaktion von Sayori, während sie ihr Buch abermals schloss und sich erhob.
Mit einem gesenktem Blick schritt sie Richtung Türe, um die Kombüse zu verlassen, als sie plötzlich nicht mehr weitergehen konnte. An ihrem Bein spürte sie etwas, das sie festhielt. Irritiert blickte sie auf ihren linken Knöchel, um den sich ein gelber Schwanz geschlungen hatte.
„Was?“ Und nicht freundlich sah die Schwarzhaarige den Besitzer des Schwanzes an.
Doch Leon blickte zu Sayori nur durchdringend, ohne etwas zu sagen. Kein Wort verließ seine Lippen und auch Sayori sagte nichts. Ihr Blick wurde langsam immer wütender.
Sie wollte nicht reden, vorallem nicht mit ihm. Schließlich kannte sie den Löwenmensch noch gar nicht. Sie hatte sich selten jemandem anvertraut und Leon gehörte noch nicht zu diesen Leuten. Doch anscheinend sah er in ihrem Blick, dass er alles wissen wollte, was sie bedrückte. Seine gold-gelben Augen durchforsteten sie, wie Blitze den Nachthimmel.
Aber sie wollte nicht. Auf gar keinen Fall!
„Lass das, Kätzchen!“ Wütend ließ sie eine Ranke aus dem Boden wachsen, die Leon am Oberkörper fasste und Kopfüber in der Luft hielt. Dabei hatte er ihr Bein losgelassen und nun starrte er völlig überrumpelt drein.
„Was soll das denn?“ Nun sah er wieder aus, wie vorher. Sein Gesichtsausdruck war locker und kindlich strampelte er in der Luft. „Lass mich runter!“
„Reiz mich nie wieder. Verstanden?“, sagte Sayori, ließ ihn aus der Luft fallen und ging, ohne ihn weiter anzusehen, zur Türe. „Sonst spiel ich mit dir Hund und Katz!“
Als sie aus dem Raum war, knallte sie die Türe hinter sich, mit voller Wucht zu und Leon zuckte auf dem Boden zusammen.
„Oh je…“ Er hatte was falsch gemacht. Nun hatte er auf jedenfall bei ihr verspielt. „Was hat sie bloß erlebt…“ Aber es musste was mit ihrer Familie zu tun haben, so wie er es sich von Anfang an gedacht hatte.
Plötzlich ging die Türe abermals auf und Leon wunderte sich, dass Sayori zurückkam. Doch es war ein kleiner rothaariger Kerl, der ihn verwundert ansah.
„Leon. Warum sitzt du auf dem Boden?“
Als er erkannte, wer da stand, erhob er sich langsam und klopfte sich den Staub aus der Hose. „Oh, hey Kleiner. Ihr seit schon wieder zurück?“
„Ja, wir haben aber nicht viel auf der Insel gefunden.“, antwortete Ren und trat näher an Leon. „Aber was war denn hier los?“
„Ach, mach dir keine Gedanken, Kleiner.“, grinste er und beendete das Thema mit einer lässigen Handbewegung. „Aber eins kann ich dir sagen: Frauen sind wirklich schwierige Wesen. Leg dir nie ne Freundin zu.“
„Äh? Wie kommst du jetzt darauf?“ Als Leon den Raum verließ, ging Ren ihm hinterher. „Hast du was angestellt?“
Empört, doch mit einem Grinsen sah der Blonde zu ihm runter. „Was? Wieso soll ich was angestellt haben?“
„Weil Sayori eigentlich ganz okay ist. Wenn man sie aber nervt, dann wird sie richtig sauer. Und als wir eben wiederkamen, ging sie total wütend in ihr Zimmer. So hab ich sie noch nicht erlebt.“
Eiskalt lief es Leon den Rücken runter. War sie etwa so sauer? „Oh je… ich bin tot.“
„Aber hallo!“, gab ihm Ren Recht und setzte sich mit einem Sprung auf die Reling. „Außer du entschuldigst dich bei ihr. Egal was du gemacht hast.“
Leichter gesagt als getan. Mit seiner Neugier war er wirklich zu weit gegangen und vielleicht hatte er sie auch ein wenig verletzt. Wie entschuldigte man sich außerdem bei einem Mädel, das einem, bei der falschen Entschuldigung, den Kopf abreißen konnte?
„Aber wie soll ich das denn machen? Sie könnte Hackfleisch aus mir machen, davor hab ich Angst.“ Und das nahm Ren dem Löwenmensch auch ab.
„Als ein Mädchen aus meinem Heimatdorf mal sauer auf mich war, hab ich meine Mama gefragt, was ich machen soll.“, dachte Ren nach und sah dabei angestrengt in den Himmel.
„Und was hat sie gesagt?“
„Sie hat gesagt, ein Mädchen mag Blumen. Dann verzeihen sie dir immer.“ Mit einem Grinsen sah Ren wieder zu Leon, der immer noch etwas geknickt wirkte. „Du brauchst Blume !“
„Blumen?“

„So, setzen wir die Segel! Wir wollen ja so schnell wie möglich weiter kommen.“ Sayori stand auf der Steuerbrücke und war anscheinend wieder die Alte. Zumindest war sie nicht stinkesauer…
„Aber wir können noch nicht los!“
„Wieso nicht, Ren? Ist was passiert?“
Doch der Rothaarige schüttelte den Kopf. „Nein, aber Leon ist noch nicht zurück. Er wollte heute Nachmittag los und ist bis jetzt noch nicht zurück.“
Mit wütendem Gesichtsausdruck sah sie Richtung Insel und klang auch nicht gerade begeistert. „Bete, dass ich dich heute nicht finde, Leon! Sonst kannst du was erleben.“
Sie war sauer, aber so richtig! Weshalb sich Ren in Sicherheit brachte und sich um die Segel kümmerte.
„Bitte kill mich nicht!“, erklang es auf einmal hinter Sayori, weshalb sie sich, mit verschränkten Armen umdrehte.
Leon hockte auf der Reling, das Gesicht zu Boden gerichtet und die Hände hinter dem Rücken. „Bitte, lass mich noch am Leben!“
„Und wieso sollte ich das? Du bist zu spät!“ Natürlich war es nicht das Zuspätkommen, das sie so aufregte, aber es setzte noch einen drauf.
Doch Leon versuchte, die richtigen Worte zu finden, sich zu entschuldigen. „Ich wollte nicht in deiner Vergangenheit rumfragen. Die geht mich auch nichts an und ich werde auch nie wieder nachhaken, versprochen.“
Erstaunt über diese Sätze, ihre Mimik aber nicht verändert, sah Sayori zu dem Löwenjungen und zog eine Augenbraue hoch.
„Mich hat es halt interessiert, weil du immer so ruhig und zurückhaltend rüberkommst. Du ziehst dich viel zurück und im Grunde wissen wir kaum etwas über dich. Es tut mir leid, meine Neugier hat da echt überreagiert. Sei nicht mehr böse.“ Als er aufsah, genau in Sayori’s Gesicht, legte sich seine Ohren Katzentypisch zurück und sein Blick bat ebenfalls um Verzeihung. Dabei zog er seine Hand hinter dem Rücken hervor und hielt eine Rose in seiner Hand, die er Sayori entgegenstreckte. „Frieden?“
Leicht verwundert öffneten sich Sayori’s Augen ein wenig und sie sah auf die Blume. „Wo hast du die her? In diesem Ödland wächst so gut wie nichts.“
„Tja, war auch nicht einfach die zu finden. Deshalb komm ich auch ziemlich spät.“
Langsam nahm das Mädchen die Blume entgegen und besah sie sich genau. „Hm, und du meinst, mit einer Blume ist es wieder gutzumachen?“
Leon schlug direkt die Hände zusammen und sah wieder auf den Boden. „Einen Strauß konnte ich leider nicht besorgen. Das war die einzige Rose, die ich finden konnte.“
Verwundert schüttelte die Schwarzhaarige den Kopf und drehte sich um. Sie sagte ihm lieber nicht, dass sie selbst Rosen, mit ihrer Teufelskraft wachsen lassen konnte. Das hätte ihm nicht gut getan. Und schließlich zählte der Gedanke dabei, also…
„…adoptiert.“
„Was?“, entkam es ihm leise, als er Sayori’s ruhige Stimme vernommen hatte.
„Ich wurde damals adoptiert und ja, es war nicht die beste Familie.“, sagte sie, ohne sich zu Leon umzudrehen und ging anschließend von der Steuerbrücke.
Somit ließ sie einen völlig perplexen Löwenjungen zurück, der ihr hinterher sah. Hatte sie ihm grade etwas aus ihrem Leben erzählt?... Ja, das hatte sie doch wahrhaftig!
*Das heißt, sie hat mir verziehen!*
„Leon!“
Aus den Gedanken gerissen sah Gerufener zur Seite und sah Ren, der die Treppe vorsichtig hochkam. „Und, hat’s geholfen?“
Mit einem breiten Grinsen nahm Leon den Kleinen in den Schwitzkasten und knuddelte ihn. „Du hast was gut bei mir, Kurzer! Dank dir, will sie mich nicht mehr umbringen.“
„Das freut mich!“, strahlte Ren und sah zu seinem Freund auf. Der Rothaarige konnte sich auch irren, aber irgendwie hatte er das Gefühl, dass es noch drunter und drüber mit den beiden Erwachsenen gehen würde.

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BeitragThema: Re: The Red Son    Mo 17 Jan - 23:22

   
die geschichten sind echt gut
weiter so Wink

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BeitragThema: Re: The Red Son    Do 20 Jan - 14:39

   
dankeschön, das freut mich total Very Happy

Kapitel 12: Little Garden – Miss Lovely

„Hallo ihr. Wer seit ihr denn?”
„Meister Ren? Ich hab Angst.“
„Ich… auch ein wenig.“
Die Gruppe sah hoch. Weit nach oben in den Himmel, über die Bäume hinaus.
„Hör auf dich hinter meinem Rücken zu verstecken, Kätzchen.“
„Aber Sayori, das sind… das sind… RIESEN!“
„CHU!“
Es war nicht übertrieben, im Gegenteil! Es waren wirklich welche. 2 leibhafte Riesen hockten vor ihnen. Doch anscheinend hatte die kleine Gruppe nichts zu befürchten, denn schon ein paar Minuten schauten diese beiden Wolkenkratzer auf sie herab. Taten ihnen aber nichts.
Sogar Sayori, die eigentlich in jeder Situation ruhig blieb, musste sich erstmal sammeln, bevor sie die Riesen ansprach. „Ähm… mein Name ist Sayori. Entschuldigt unsere… Unsicherheit. Aber… wir sind noch nie Riesen begegnet.“
Einer der Riesen, der einen blonden Bart hatte, fing an zu lachen, wodurch die Luft ein wenig in Schwingungen geriet und die kleine Gruppe eine Vibration spürte.
„Freut mich, Sayori. Ich bin Boogey und der andere hier ist Woogey. Tut uns leid, wenn wir euch erschreckt haben.“
Als auch die anderen sahen, dass von ihnen keine Gefahr ausging, kam Leon hinter Sayori und Zero hinter Ren hervor und sahen erstaunt zu den Riesen hoch.
„Ich hab noch nie Riesen gesehen.“, staunte Ren mit großen Augen. „Ihr seit wirklich groß!“
„Haha! Das haben Riesen so an sich, Kleiner.“, lachte Woogey, der einen schwarzen Bart besaß. „Und wer seit ihr alle?“
„Ich bin Ren.“, grinste der Rotschopf nun und schien keinerlei Angst mehr vor den Riesen zu haben. „Und das sind meine Freunde Leon, Zero und Scrat. Und Sayori kennt ihr ja schon.“ Als er Scrat’s Namen nannte, flog dieser auf Ren’s Kopf und sah neugierig zu den großen Geschöpfen nach oben. Scrat war gerademal so groß wie Ren’s Hand und diese Riesen waren… eben Riesen! Sie waren gigantisch!
„Na du kleiner Kerl. Du bist ja ein Albinodrache.“, fiel es Woogey auf und bewegte vorsichtig seinen Zeigefinger auf Ren bzw. seinen Kopf zu, auf dem Scrat saß.
„Chu?“
„Ich hab schon Jahrzehnte keinen mehr gesehen. Und der letzte war so groß wie meine Handfläche. Aber schön zu sehen, dass eure Art nicht ausgestorben ist.“
Vorsichtig bewegte Scrat seine kleine Pfote gegen Woogey’s Finger, woraufhin beide lächelten und der kleine Drache seine Angst vor den Riesen verlor.
„Chu!“
„Ihr wisst etwas über Albinodrachen?“, erstaunte es Ren und stieß dabei auf nickende Köpfe der Riesen.
„Hier haben mal ein paar gelebt.“, erzählte Boogey. „Bis sie eines Tages weiterzogen. Aber wie gesagt, sie waren um einiges größer, wie Scrat. Nur zwischendurch haben sie sich zurückverwandelt.“
„Zurückverwandelt….?“, kam es verwirrt von den anderen, besonders Ren war verwirrt.
Die Riesen allerdings stellten sich nun wieder richtig hin und zeigten auf einmal hinter sich.
„Reden wir doch während des Essens. Wir haben nen Dino über dem Feuer. Seit unsere Gäste.“, schlug Woogey vor und zeigte auf eine große Feuerstelle hinter den Riesen und 2 riesigen Stücken Fleisch.
„Gerne!“
So setzten sich die Riesen gegenüber, um das Feuer und die Gruppe setzte sich zwischen sie. Gastfreundlich und obwohl Boogey und Woogey die Gruppe nicht kannte, luden sie sie zum Essen ein.
„Guten Appetit!“ , riefen alle und hauten rein.
Denn auch, wenn Leon zwischendurch für den Suchtrupp gekocht hatte und zwar nicht schlecht, mussten sie sich ihren Vorrat einteilen, weshalb ein großes Festmahl eher selten stattfand. Nun konnten sie sich richtig den Bauch vollschlagen, denn es war mehr als genug da.
„Un wuasch hat da jetsch allet mit Scet auf schisch?“, fragte Leon nach einer Weile, aber mit vollen Mund.
„Mach erstmal deine Luke leer, Kätzchen, bevor du sprichst!“
Ohne Wiederrede zu geben, schluckte Leon seinen Bissen runter und begann nochmal von neu. „Und was hat das jetzt alles mit Scrat auf sich?“
„Ja, stimmt. Was meint ihr für Formen?“, fragte auch Ren und unterbrach sein Essen.
Da Woogey gerade den Mund voll hatte, erklärte Boogey, was sie gemeint hatten. „Weißt du denn nichts über Albinodrachen? Sie stammen von einer Insel aus der neuen Welt. Dort soll es schweinekalt sein, aber den Drachen macht das überhaupt nichts aus. Deshalb hat man sie früher die weißen Könige des Schnees genannt. Die Fähigkeit, die eiseste Kälte auszuhalten, ist wirklich beachtlich. Wenn man sie nämlich anfasst, sind sie sehr warm.“
Neugierig sah Ren zu dem Riesen empor, vergas vor lauter Staunen sogar das Essen. Und auch Scrat stoppte und hörte der Geschichte über seinen Vorfahren gespannt zu.
Wenn Ren so über diese Fähigkeit, Kälte durchzustehen, nachdachte, so fiel ihm das erste Treffen von ihm und seinem Drachenfreund direkt wieder ein.
Ren war gerademal 8 Jahre alt gewesen und hatte Scrat, damals noch ungeschlüpft in seinem Ei, in einem Bach gefunden. Dieses hing zwischen 2 Steinen fest und das kalte Wasser musste wohl eine ganze Weile über die Eierschale geflossen sein. Diese war nämlich, als Ren das Ei herausnahm, sehr kalt gewesen und der kleine Mann hatte schon gedacht, dass das Lebewesen darin nicht mehr zu retten wäre. Doch als er ein leises Klopfen aus dem Inneren vernommen hatte, hatte er es trotzdem mit nach Hause genommen und nach 2 Tagen war Scrat ausgeschlüpft.
Jetzt wusste der Junge auch, wieso sein Drachenfreund überlebt hatte. Seine angeborene Eigenschaft, Kälte auszuhalten, hatte ihm das Leben gerettet.
„Wow… hast du das gehört, Scrat? Deine Art stammt aus der neuen Welt…!“
Ren war beeindruckt, doch dies sollte nicht die einzige Fähigkeit sein, die die Albinodrachen besaßen, so wie Woogey erklärte.
„Aber das ist doch noch gar nichts. Albinodrachen wärmen sich nicht nur sehr gut, sondern können diese Wärme nutzen, um Feuer zu speien.“
„Das hab ich gesehen! Das kann Scrat sogar schon!“, freute sich Ren und sah auf seine Schulter, über der Scrat hing. „Als wir damals auf dem Weg zum Baratie waren, hat uns ein Seeungeheuer angegriffen und da hat er auf einmal Feuer gespuckt. Das war Wahnsinn. Und seitdem benutzt er es, um uns zu beschützen.“
„Ist das wahr?“, wunderte sich Woogey und sah zu Ren und Scrat herunter. „Wie alt ist Scrat denn?“
„Er ist vor 3 Jahren geschlüpft.“
„Das ist eigenartig. Die Drachen die wir kennengelernt haben, haben erst mit 4 Jahren angefangen Feuer zu speien und mit 3 konnten sie sich in ihre größere Form verwandeln. Aber wahrscheinlich liegt es daran, dass Scrat bei dir aufwuchs und somit nicht bei Artgenossen, die es ihm hätten beibringen können. So hat er es sich selbst gelehrt, so wie er es grad brauchte.“ Die Riesen schienen viel über diese Drachen zu wissen. Doch diese veränderte Form, ließ Ren keine Ruhe.
„Was ist das, diese Verwandlungsform?“
Da Woogey zuvor einen Bissen des Fleisches abgerissen hatte, schluckte er diesen zuerst runter, bevor er weiter redete. „Diese Form ist eigentlich die Form des Erwachsenwerdens. Außerdem dient sie sehr gut zum Kämpfen. Die Drachen wachsen und werden so groß wie meine Hand.“ Dabei hielt er seine ausgestreckte Hand hoch, um dies noch ein wenig zu verdeutlichen. „Sie fangen an, ihren Stamm zu beschützen und das geht besser, wenn man größer ist. Das wird dein kleiner Freund auch irgendwann schaffen und das Gute ist, dass er sich immer wieder zurückverwandeln kann. So kannst du ihn trotzdem immer bei dir auf dem Kopf herumtragen.“
Nicht nur Ren war verwundert darüber, was Albinodrachen so konnten. Auch die anderen waren erstaunt, sogar Sayori, die dies natürlich wie immer zu verstecken wusste.
„Dann müssen wir viel trainieren, damit du deine Verwandlungsform auch bald drauf hast.“, beschloss der Rothaarige und sah zu seinem Drachenfreund der entschlossen nickte.
„Chu!“ Schließlich wollte er auch stärker werden und wenn er sich anscheinend verwandeln konnte, dann wollte er das auch auf jedenfall schaffen.
„Boogey, Woogey? Jetzt mal ein anderes Thema.“, begann Sayori mit ruhiger Stimme und die anderen waren ein wenig verwundert über dieses Themawechsel. „Wie viele Tage braucht der Log Port um sich aufzuladen? Ich mein, für die nächste Insel.“
„Ach nicht lange.“, grinste Boogey. „Nur 365 Tage.“
Zuerst registrierte die kleine Gruppe diese Antwort nicht. Erst nach ein paar Überlegenssekunden, schrien sie laut: „WAS? EIN JAHR?“
„Oh nein… das ist viel zu lange.“, seufzte Sayori und sah auf ihre Hände, die in ihrem Schoss ruhten.
„Was machen wir denn jetzt? Wir können hier kein Jahr warten! Das dauert zu lange!“
„Das tut uns leid. Boogey und ich vergessen immer wieder, dass für euch Menschen ein Jahr viel länger ist, als für uns.“
„Das macht nichts.“, schüttelte Sayori mit dem Kopf, als die gleichzeitig aufstand. „Ihr könnt ja nichts dafür, dass es hier so lange braucht. Aber nun haben wir ein Problem. Ohne Log Port können wir nicht weiter. Das ist zu gefährlich.“
Stille trat ein. Jeder überlegte intensiv, wie sie jetzt von Little Garden wegkommen konnten. Sogar Leon sagte nichts, der eigentlich immer aufgedreht irgendwas sprach.
Doch plötzlich riss ein lauter Schrei die Gruppe, inklusive den Riesen aus den Gedanken. „ENDLICH! NUN KANN ICH HIER WEG!“
Erschrocken und ein wenig verunsichert versteckte sich Zero hinter Ren, der in die Richtung sah, aus dem der Schrei gekommen war. „Was war das?“
„Ach, das war nur ein Gast von uns. Ihr seit nämlich nicht die einzige hier.“, grinste Boogey.
„Hey! Boogey. Ich glaub ich hab’s. Miss Lovely kann ihnen doch helfen. Dann müssen sie hier nicht noch ein Jahr sitzen!“
„Gute Idee! Das wird sie sicher machen!“
Doch die Gruppe war ein wenig irritiert. Wer war diese Frau und wie konnte sie ihnen helfen?

„Oh mein Gott, bist du ein niedlicher Kerl!“
Kurz nach diesem Satz befand sich Ren schon in der Umarmung einer auffallend geschminkten Frau, mit blonden Haaren und weißem Kleid, mit weißen Stiefeln.
Die Riesen hatten sie zu einem Berg gebracht, an dem ein kleines Häuschen stand und dort hatten sie diese Frau getroffen.
Doch nicht nur Ren empfand, dass diese Frau… nicht wirklich feminin wirkte. Zumindest von ihrem Körperbau nicht. Sie wirkte eher wie ein…
„…Okama.“ Sayori war die einzige, die es laut und völlig ruhig ausgesprochen hatte.
Miss Lovely schien wirklich ein Okama zu sein, ein Mann in Frauenkleidung.
„Wahnsinn. Wenn man seine Muskeln nicht beachtet, sieht er wirklich aus wie eine Frau.“, bemerkte Leon. Doch keine Millisekunde später sah Miss Lovely ihn mit einem Todesblick ein. Ren wurde daraufhin endlich aus der Umarmung frei gelassen und Miss Lovely stellte sich demonstrativ hin, betonend dabei die ‚weiblichen‘ Kruven.
„Ich möchte doch sehr bitten. Eine Frau spricht man nicht mit ‚er’ an. Ich bin Miss Lovely, freut mich euch kennenzulernen.“
Ren, der neben Scrat der jüngste in der Runde war, hatte noch nie einen Mann in Frauenkleidung gesehen und irgendwie machte ihm das ein wenig Angst, doch weckte es trotzallem sein Interesse.
Deshalb sprach er sie auch etwas zurückhaltend an: „Ähm… können Sie uns… wirklich helfen?“
Etwas verwundert sah Miss Lovely zu Ren runter und nahm ihn sofort wieder in den Arm. „Oh man, du bist nicht nur zum knuddeln. Du bist ja sogar richtig höflich. Du kannst mich ruhig duzen, kleiner Mann. Ich beiß schon nicht.“
„O…okay.“ Auch wenn Miss Lovely ihm ein wenig verrückt vor kam, fand er sie dennoch lustig. Schließlich war er ein Mann in Frauenkleidung und wollte als solche behandelt werden. Das musste man doch witzig finden. „Ähm… kannst du uns wirklich helfen?“
Vorsichtig ließ Miss Lovely den Kleinen los und sah ihn mit einem lieben Lächeln an. „Wobei kann ich euch denn helfen?“
„Miss Lovely. Ich hab gedacht, du könntest ihnen helfen.“, sagte Woogey und zog somit die Aufmerksamkeit auf sich. „Wir haben gehört, wie du gerufen hast, dass dein Log Port wieder aufgeladen ist…“
„Ja, mein Gott, das hat aber auch lang gedauert. Ihr habt mit dem Jahr nicht übertrieben, meine Herren.“, unterbrach sie den Riesen und sprach in einer femininen Sprechweise weiter. „Aber zum Glück komm ich jetzt endlich von dieser Insel hier weg. Nicht dass ich euch nicht leiden kann, meine Großen, aber irgendwann muss man halt Abschied nehmen. Auch wenn’s schwer fällt… Ach, wobei soll ich euch nun helfen?“
Lächelnd fuhr Woogey fort, nachdem Miss Lovely gemerkt hatte, dass dieser noch nicht zuende gesprochen hatte. „Weißt du, die Kleinen brauchen unbedingt deine Hilfe. Ihr Log Port würde nämlich auch jetzt ein Jahr zum aufladen brauchen. Aber sie haben die Zeit dafür nicht und da deiner sich anscheinend heute aufgeladen hat…“
„Aber sicher doch. Miss Lovely hilft doch gerne. Wann soll’s losgehen?“
Etwas irritiert sahen alle den Okama an und waren ein wenig überfordert. Half sie ihnen wirklich und wenn ja, wie? Doch dann beschlich die Gruppe ein eigenartiger Gedanke.
„Du willst mit uns reisen?“, fragte Leon laut, was die anderen gedacht hatten.
„Na sicher, Jungchen. Oder hast du eine andere Idee, wie wir beide getrennt auf See kommen wollen, hm?“
Doch Leon musste passen. Er hatte keinen Einfall.
„Was ist denn dein Ziel?“, fragte Ren auf einmal und Miss Lovely sah erstaunt zu ihm runter.
Mit dieser Frage hatte sie jetzt als letztes gerechnet und was das für eine Frage war. Sie hatte nicht den Hintergrund, den Ort zu erfahren, an den Miss Lovely als nächstes wollte. Nein. Er wollte erfahren was sie noch erreichen wollte.
„Willst du das wirklich wissen, mein Kleiner?“, fragte sie und stieß auf ein ernsten Blick von Ren und einem Nicken. Plötzlich streckte Miss Lovely ihre Arme in die Höhe und schwärmte von etwas… na ja… Ungewöhnlichem.
„Ich möchte am Okama-Schönheitswettbewerb in der neuen Welt teilnehmen.“
Entsetzt, mit offenen Mündern und Augen sah die Gruppe zu dem Okama, der freudig hin und her tanzte. „Das ist der größte Wettbewerb für die schönsten Okama der Welt. Jeder der berühmt ist, ist dort. Und mehr wie einmal hat mein Meister Ivankov dort den ersten Platz gemacht.“
Sie war sehr eigenartig, aber Ren fand, das passte zu ihrer Gruppe. Also…
„Gut, segeln wir gemeinsam. Der Wettbewerb liegt ja sozusagen auf dem Weg.“
„Na dann, auf gute Zusammenarbeit meine Lieben.“ Mit einer großen Umarmung drückte sie alle an ihre Brust.
Nun würde es noch turbulenter zugehen und sie würden noch mehr auffallen, das war klar. Wer konnte schließlich von sich behaupten, einen Okama in der Mannschaft zu haben?!

~*~

Miss Lovely:

Miss Boncurry
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BeitragThema: Re: The Red Son    Mo 24 Jan - 18:16

   
Haha Very Happy Miss Lovely ist cool! Endlich eine Transe!

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BeitragThema: Re: The Red Son    So 13 Feb - 13:33

   
puuh endlich bin ich mit dem kapi fertig xDDDD
das war ne arbeit xP

Kapitel 13: Alabasta – Wüstenrose

„Und, kleiner Mann. Hat schon was angebissen?“
Enttäuscht zog Ren die Angel höher, an deren Schnurr nicht einmal ein Köder hing. „Nee, überhaupt nichts, Miss Lovely.“
Auch Zero, der neben Leon auf der Reling angelte, zog geknickt seine Angel hoch. „Bei mir ist auch nichts dran.“
Leon, der dritte im Bunde sah auf seine Angel, die im Wasser trieb und schmollte vor sich hin. „Warum beißen die Viecher denn nicht an?“
„Ach, Jungs.“, seufzte Miss Lovely, die mit den Händen an den Hüften, hinter ihnen stand. „Angeln ist nur eine Geduldssache… Ich glaub, deshalb hasse ich dieses Hobby auch so. Hihi.“
„Willst du uns nicht helfen? Eine Angel mehr, würde bestimmt was bringen.“, bemerkte Ren und drehte sich ein wenig zu Miss Lovely um.
„Oder wie wäre es mit 2 weiteren Angeln?“ Mit dieser Aussage hatte Leon zu Sayori geschaut, die in einem Stuhl saß und in ein Buch vertieft war.
Ohne aufzuschauen und als sie eine Seite weiterblätterte, antwortete Angesprochene dem Löwenmenschen. „Nein danke. Übernehmt ihr das Mal, ihr könnt das besser. Außerdem dachte ich, Katzen fischen gerne.“
„Boah, Weiber!“ Mit einem Seufzen drehte sich Leon wieder zum Meer und warf seine Angelroute erneut aus. Als er die 3 Schnüre im Meer so treiben sah, versuchte er sich in einen Fisch hineinzuversetzen. Schließlich bissen sie nicht an und er wollte verstehen, wieso.
*Also, wenn ich ein Fisch wäre, würde ich auch an nichts anbeißen, was einfach so rumtreibt. Moment mal…* Das hieß doch eigentlich nur, dass sich ihr Köder bewegen musste und als er seinen Schwanz neben sich auf der Reling sah, kam ihm die Idee.
Mit einem breiten Grinsen schmiss er die Angelroute hinter sich und ließ seinen Schwanz ins Wasser gleiten.
„Was machst du da, Leon?“, fragte ihn Ren irritiert und sah ins Wasser.
„Ich angel uns was zu futtern.“, antwortete dieser und fing an ein wenig mit seinem Schwanzende im Wasser herum zu wedeln.
Gespannt blickten Ren, Zero und Scrat, der derweil aufgewacht war und von Ren’s Kopf aus ins Meer blickte, auf die Wasseroberfläche, an der sich zuerst nichts tat. Doch dann fing es an zu blubbern und als Wassermassen empor spitzten, schnellte ein riesiges Maul aus dem Wasser, dass sich an Leon’s Schwanz festbiss.
Das Maul gehörte zu einem gigantischen Fisch, halb so groß wie ihr gesamtes Schiff, der nun auch nicht mehr losließ.
„Aua! Scheiße!“ Mit Tränen in den Augen schreckte Leon auf und versuchte den Fisch an seinem Schwanz loszukriegen. „Aua aua aua! Mistvieh!“
Erst nachdem Ren ihm mit seiner Hellebarde geholfen und den Fisch wieder ins Meer befördert hatte, war Leon’s Schwanz wieder frei und sein Besitzer ließ sich auf den Boden des Decks fallen. Blitzschnell nahm er seinen verletzten Schwanz in die Hand und pustete die Wunde, um den Schmerz zu lindern.
„Ei ei ei. Das tut weh.“ Eine kleine Träne hatte sich in Leon’s Augenwinkel gebildet und seine Ohren waren angelegt. „Blödes Vieh.“
Die Stille, die die ganze Zeit geherrscht hatte –wahrscheinlich weil alle von dem plötzlichen Angriff auf Leon etwas erschrocken waren- wurde plötzlich durch ein leises Kichern unterbrochen. Dieses kam von Sayori, die immer noch ihr Buch in der Hand hielt und anscheinend versuchte, ihr Lachen zu unterdrücken, indem sie weiter in diesem sah. Bis auf dieses leise Kichern, drang auch kein anderes erheitertes Geräusch hervor.
Jeder wunderte sich, da Sayori sehr sehr selten Emotionen zeigte, schon gar nicht ein Lachen. Nur Leon war nicht verwundert, er begriff dies noch gar nicht richtig, da er eher eingeschnappt war. Schließlich lachte ihn das Mädel gerade aus.
„Was ist daran so lustig. Das tat tierisch weh!“
„Was kommst du auch auf solche Gedanken?“, bemerkte Sayori, schlug das Buch zu und sah zu dem schmollenden Löwenmenschen. „Wir sind auf der Grand Line. Da gibt’s mehr Monster, als normale Fische, wie wir sie kennen. Auch die anderen Tiere sind anders.“
Nun zog Leon auch noch die Unterlippe hervor, was sein Schmollen noch unterstrich. Er wusste, was für Tiere Sayori damit meinte, die Killerkaninchen von Drum, die ihn beinahe bei Haut und Haaren aufgefuttert hätten. Bei dem Gedanken schauderte es ihn. „Du bist fies, ich wollte uns nur was zu Futtern besorgen. Wie wär’s, wenn du uns hilfst, anstatt Sprüche zu klopfen?“
„Kein Problem.“, antwortete Sayori und sah auf’s Meer hinaus. „Spätestens in einer halben Stunde haben wir was zu essen.“
Jeder der Anwesenden war verwundert, als auch Miss Lovely in die gleiche Richtung blickte und erkannte, was das Mädchen gemeint hatte. „Ah, verstehe. Dann haben wir ja eine weitere Station erreicht.“
Die Jungs waren allerdings ein wenig verwirrt, bis auch sie aufs Meer blickten.
„Alabasta!“

„Gut, dass es hier auch Gaststätten gibt.“ Grinsend sah Ren auf den Teller vor sich und begann, wie die anderen, den knurrenden Magen zum Schweigen zu bringen.
Genauso wie die anderen, die ebenfalls das Mahl vor sich genüsslich verspeisten.
„Nanohana ist die größte Hafenstadt auf Alabasta, hier spielt sich alles ab.“, begann Miss Lovely und sie schien anscheinend viel über die Wüsteninsel zu wissen. „Hier sollten wir auch alle wichtigen Besorgungen machen.“
„Stimmt. Wir brauchen dringend wieder Öl, sonst verdurste ich.“ Zero sah in die Runde, mit seinen großen Bildschirmaugen und hoffte auf ein Zustimmen.
„Für dich ein wenig Öl und für uns Nahrungsmittel.“, nickte Leon, nachdem er dem kleinen Roboter zugehört hatte. „Davon brauchen wir nämlich auch wieder neue.“
„Ja gut, das meine ich auch.“ Alle Blicke fielen auf Miss Lovely, die bei dem Satz ein wenig geseufzt hatte. „Okay, wie wäre es, wenn ihr Jungs euch um diese Besorgungen kümmert?“
Verwirrt blickten die Jungs von ihrem Essen auf und Ren legte den Kopf ein wenig schief. „Und was macht ihr beide?“
Auch Sayori sah durch die Augenwinkel zu Miss Lovely, die neben ihr saß und über beide Ohren grinste.
Diese legte plötzlich einen Arm um die Jüngere und hielt mit der anderen Hand den Zeigefinger empor. „Tja, wir hübschen werden etwas wichtiges erledigen.“
„Und das wäre, Miss Lovely?“, fragte Sayori und sah die Transe an.
„Wir beide… gehen shoppen!“

„Was meinst du, steht mir das?“
Miss Lovely hatte nun schon das sechste Outfit an und zeigte dieses, als sie den Umhang der Kabine zurück zog und vor Sayori poste. Diese saß auf einem roten Sessel, die Beine überkreuz und mit einem kritischen Blick begutachtete sie Miss Lovely, die sich vor ihr drehte.
„Na sag schon, was meinst du?“ Sie war in ein rosafarbenes Wüstenoutfit gekleidet, dass aus einem Top und einem Rock bestand, der an der Seite offen war. An den Trägern des Tops waren weiße Steinchen gearbeitet und eine gold-gelbe Kette schmückte die Hüfte von Miss Lovely. Sie trug weiße Sandalen und auch um ihre Handgelenke baumelten ein paar Ketten. Goldene Ohrringe fielen unter ihren gestylten Haaren, in denen noch ein rosafarbenes Haarband befestigt war, sehr auf.
Und auch, wenn Sayori schon mehr als 2 Stunden mit Miss Lovely unterwegs war und es eigentlich die ältere war, die immer nur Klamotten anprobierte, so machte es Sayori doch auch ein wenig Spaß. Sie war schon eine Ewigkeit nicht mehr richtig einkaufen gewesen, zumindest nicht nur zum Vergnügen.
„Ganz ehrlich?... Bis jetzt das Beste.“
„Ehrlich?“, freute sich Miss Lovely und stellte sich dann erst vor einen Spiegel, um sich zu begutachten. „Ach ja, super. Sieht wirklich klasse aus. Du hast ein gutes Auge dafür, Kleines.“
Ein leichtes Lächeln legte sich auf Sayori’s Lippen. Auch wenn Miss Lovely doch sehr eigenartig war, so war sie doch wirklich eine nette und vorallem schon reifere Person, mit der die jüngere immer reden konnte. Mit ihr konnte die Schwarzhaarige auch mal über Themen reden, und sei es einfach nur die Route zur nächsten Insel, ohne dass es in einem Theater endete. Weder mit Ren, noch mit Zero konnte sie auch mal über alte Geschichten diskutieren, geschweige denn mit Leon!
Miss Lovely war endlich mal eine erwachsene, reife Person. Auch wenn sie ein wenig eigenartig und aufgedreht war.
„So, Süße. Jetzt bist du dran.“ Mit einem breiten Grinsen zog Miss Lovely Sayori aus den Gedanken, indem sie deren Handgelenk nahm und sie in die Kabine schubste.
„Was… aber Miss Lovely…“
Doch bevor Sayori wiedersprechen konnte, hatte ihr Miss Lovely schon die Jacke aus- und den Kabinenvorhang zugezogen. „Kein Aber! Du musst schließlich auch was haben. Moment, ich geb dir was rein.“
Und so wurde Sayori von dem Okama, mit friedlichen Mitteln, dazu gezwungen, duzende von Outfits auszuprobieren.
Nach einer weiteren halben Stunde trat Sayori schon das 10. Mal aus der Kabine und als Miss Lovely dachte, dass sie einfach kein perfektes Outfit für sie finden würden, klatschte sie auf einmal in die Hände. „Das ist es!“
Sayori trug einen schwarzen Rock, der an der Seite genauso geöffnet war, wie Miss Lovely’s und an ihm hingen 3 silberne Ketten herunter, die um Sayori’s Hüfte befestigt waren. Ihr Oberteil bestand aus einem roten Stoff, der ihren Oberkörper bedeckte. An den Schultern waren durchsichtige, rötliche Tücher genäht, die bis zu den Handgelenken gingen und dort durch silberne Armbänder gehalten wurden. Sayori’s Haare waren in 2 lockere Zöpfe aufgeteilt, die nun über ihre Schulter nach vorne lagen. Hinzu kam, dass Miss Lovely das Mädchen dezent geschminkt hatte.
„Mein Gott, wieso machst du dich denn nicht öfters so schick. Du bist ja eine geheime Schönheit.“ Miss Lovely war hell auf begeistert, doch Sayori gefiel ihr neues Outfit nicht wirklich.
Ihre Augenbrauen kräuselten sich ein wenig, als sie in den Spiegel blickte und ihre Hände legte sie demonstrativ an die Hüfte. Sie fand ihr Äußeres nicht nur etwas übertrieben, es war viel zu auffällig! So lief sie nie herum, auch wenn es ihre Weiblichkeit doch positiv zur Geltung brachte.
„Miss Lovely, bei allen Ehren…“
„Nix da, das behältst du schön an!“ Mit diesem Satz stand sie vom Sessel auf, hackte sich bei der Jüngeren ein und ging mit ihr zur Kasse. „Das nimmst du jetzt und basta. Es steht dir hervorragend.“
Wiedersprechen war bei diesem Okama einfach zwecklos. Wenn Miss Lovely etwas wollte, dann setzte sie es durch.
*Was für ein Dickschädel.*, dachte Sayori, als die beiden den Laden nun, neu eingekleidet, verließen.
„Und weißt du was, Süße? Ich denke, dass die Männer auf uns fliegen werden, wenn wir jetzt durch die Stadt gehen! Und was Leon wohl zu unsren neuen Outfits sagen wird?!“
*Oh nein, bitte nicht…* Seufzend wehrte sich Sayori nicht mehr, von der Transe mit geschliffen zu werden und ging mit ihr die Straßen von Nanohana entlang.
Wie die beiden es geahnt hatten, wobei Sayori’s Gedanken darüber eher negativ waren, blieben die Blicke der Männer förmlich auf den beiden kleben.
„So viel Publikum ist doch immer wieder schön.“ Ein breites Lächeln zierte das Gesicht von Miss Lovely, als sie sich umschaute und die ganzen Blicke sah. „Herrlich.“
„Wir sind aber nicht auf einem Laufsteg.“ Sayori wusste, dass Miss Lovely die Bühne liebte, aber das war doch ein wenig übertrieben. Schließlich hatten sie sich alle vorgenommen, nicht aufzufallen. Zu ihrer eigenen Sicherheit. Aber das war mit einem Okama, vorallem mit Miss Lovely so gut wie unmöglich.
„Süße! Die ganze Welt ist eine Bühne!“
Als die beiden das Straßenende beinahe erreicht hatten und die Personen auf dieser immer weniger wurden, reduzierten sich auch die Blicke auf Sayori und Miss Lovely und irgendwann beachtete sie keiner mehr.
Bis auf einen Mann, der in einer dunklen Seitenstraße an einer Hauswand stand.
„Habe ich dich endlich gefunden…“
Sayori blieb plötzlich stehen und löste sich aus der Umklammerung von Miss Lovely, um in die Seitenstraße zu blicken. „Hast du das auch gehört?“
Doch der Okama zog nur eine Augenbraue hoch und sah ebenfalls in die Seitenstraße. „Was gehört? Was soll denn gewesen sein?“
Doch Sayori war sich sicher, da hatte jemand gesprochen. Und er hatte sie gemeint.
„Du hast eine sehr gute Auffassungsgabe, das muss man dir lassen.“
Da, da war die Stimme schon wieder und nun hatte auch Miss Lovely sie gehört. „Ja, jetzt hab ich’s auch gehört.“
Mit einem Nicken verfinsterte sich Sayori’s Blick ein wenig und ihr kam ins Gedächtnis, wer so eine Stimme besaß. Und dieser Gedanke gefiel der Schwarzhaarigen überhaupt nicht!
„Bitte nicht…“
„Erinnerst du dich, meine Liebe?“ Mit dieser Frage trat der Fremde aus dem Dunkeln heraus und gleichzeitig verfinsterte sich Sayori’s Blick noch mehr.
„Takeru.“
Ein großgewachsener, dunkelhaariger Mann stand nun da, mit einem fiesen Lächeln, die Hände in der Jackentasche und seine Augen fixierten Sayori. „Diese neue Kleidung unterstreicht deine Schönheit nur noch mehr.“
Miss Lovely sah irritiert zwischen den beiden hin und her, bis sie sich an Sayori wendete. „Kennst du den?“
„Ja…“, gab Sayori kühl von sich. „leider.“
„Sayori, mein Schatz. Du bist schon wieder so verletzend.“ Takeru, so wie ihn Sayori genannt hatte, trat ein paar Schritte vor, die Stimme dabei gespielt enttäuscht. „Was habe ich dir denn getan?“
„Wieso zum Geier verfolgst du mich? Sogar über die Grand Line? Bist du lebensmüde?“ Die Jüngere war sauer, weshalb auch immer. Aber Miss Lovely merkte es deutlich. Auch hatte sich Sayori bereit gemacht, im Notfall zu kämpfen. Ihre Haltung verriet dies.
Plötzlich zog Takeru eine Rose aus seiner Jackentasche und hielt sie Sayori entgegen. „Ich würde meine Braut bis ans Ende der Welt verfolgen.“
Mit einem Schlag entglitten Miss Lovely’s Gesichtszüge, als sie diese Worte vernommen hatte. Braut? Was ging denn jetzt vor sich?
Bevor sie allerdings dies fragen konnte, schlug Sayori gelangweilt die Hand des Mannes weg. Ihr Blick dabei war genauso kalt, wie ihr gesamtes Auftreten zu dem Zeitpunkt.
„Wann begreifst du endlich, dass du mich endlich in Ruhe lassen sollst und dir deine Rosen sonst wohin stecken kannst! Ich beherrsche selbst die Kunst, welche zu schaffen, du Vollidiot.“
Wehmütig sah der Mann der Rose, die auf den Boden geschlagen wurde, hinterher. Danach seufzte er und sah wieder zu Sayori. „Ich habe deiner Tante versprochen, dass ich dich finde und nach Hause bringe. Gefunden habe ich dich…“
„…schön und gut. Aber du kannst meinem lieben Tantchen ausrichten, dass ich nicht mit dir mitkommen werde. Nur über meine Leiche!“ Der Zorn in ihrer Stimme war nicht zu überhören und es fehlte nicht mehr viel und Sayori wäre auf den Mann losgegangen. Wenn nicht jemand dazwischen gegangen wäre.
„Gibt es hier etwa Probleme?“ Neben den dreien stand auf einmal ein gebräunter, blonder junger Mann, Oberkörper frei und er trug eine rote Hose. Seine Augen waren relativ schmal und mit einem leichten Lächeln, dennoch mit einem gefährlichen Blick sah er zu Takeru. „Belästigt euch dieser Typ? Soll ich für sein Verschwinden sorgen?“
„Nicht nötig.“, kam es plötzlich von Takeru. „Ich belästige dieses wunderhübsche Mädchen doch nicht. Wir kennen uns sehr gut.“
Doch Sayori empfand dies anscheinend nicht so, da sie immer noch mit kalter Stimme reagierte. „Das eine schließt das andere nicht aus. Ja, ich kenne dich und ja, du belästigst mich!“
„Aber Sayori, Schatz…“
Doch auf einmal, ohne dass Takeru ihn hatte näher kommen hören, stand der blonde junge Mann neben ihm und drückte ihn ein wenig von Sayori weg. „Du hast die Dame gehört. Du belästigst sie.“
Voller Wut sah Takeru in die Augen des Fremden, hätte ihn gerne in die Schranken gewiesen. Allerdings wollte er in der Stadt keinen Kampf anfangen und auf sich aufmerksam machen. Also musste er sich etwas anderes einfallen lassen. Er würde sie verfolgen und wäre dies bis ans Ende der Welt. Deshalb sah er zu Sayori und sein Blick drückte das aus, was er dann auch noch aussprach: „Ich werd dich finden, mein Liebling und dich nach Hause bringen.“
„Spar dir das.“, entgegnete sie nur, als plötzlich der Fremde seine Arme anbot und Sayori und Miss Lovely zu ihm blickten.
„Darf ich bitten, meine Damen.“
Auf die Einladung, sich bei ihm einzuhaken, ging erstaunlicherweise Sayori als erste ein, woraufhin sich auch Miss Lovely anschloss. Allerdings mit einer kleinen Verzögerung, in der sie erstmal reagieren musste. Schließlich war so viel und vorallem so schnell, in den letzten paar Minuten passiert, dass sie eigentlich noch mehr Zeit gebraucht hätte, um darüber nachzudenken. Ihr war es immer noch zu hoch.
Doch schließlich hakte auch sie sich bei dem jungen Blonden ein und zusammen gingen sie Richtung Hafen, ließen dabei einen verärgerten Takeru stehen.
„Ich werde dich nicht mehr entkommen lassen, Sayori.“

„Mein Gott, was war das denn für ein Hampelmann?“ Immer noch bei dem jungen Mann eingehakt waren sie nun beinahe am Hafen, wobei sich Miss Lovely ernsthaft fragte, wer dieser Takeru gewesen war. „Woher kennst du den, Süße?“
„Ein alter Bekannter.“ Sayori allerdings wollte anscheinend nicht darüber reden. „Eine Nervensäge, nichts weiter.“
„Hallo? Der hat dir eine Rose geschenkt… Das heißt, der muss mehr, als ein Bekannter sein. Außerdem nannte er dich, seine Braut?!“
„Können wir das Thema bitte wechseln? Ich hab jetzt keinen Nerv, mich über diesen Kerl aufzuregen!“ Mit diesen Worten löste sie sich aus der Umklammerung des Fremden und blieb stehen, wendete sich an ihren ‚Retter‘. „Und ich hätte das auch ganz locker alleine geschafft.“ Dabei legte sie die Arme an die Hüfte und sah ihn mit einer Mischung aus Ärger und Dank an.
Nun war Miss Lovely total geplättet. Woher kannte Sayori jetzt auch noch den unbekannten Retter?
„Ach komm, du hast dich doch ein wenig gefreut, dass ich aufgekreuzt bin. Gib’s zu.“, meinte der Fremde und zwinkerte Sayori zu.
„Wieso sollte ich?“
„Nicht mal ein kleines bisschen?“
Sayori verschränkte ihre Arme, sah den Fremden an und schüttelte den Kopf. Allerdings erkannte man ein leichtes Lächeln auf ihren Lippen. „Wer lässt sich schon von einem Kätzchen helfen?“
Nun war bei Miss Lovely alles vorbei. Sie war komplett überfordert. „Momentchen meine Lieben. Was ist hier los?“
„Na, jetzt bin ich aber enttäuscht von dir, Miss Lovely. Sayori hat mich auch erkannt.“
Langsam begann es in Miss Lovely’s Verstand zu rattern und immer mehr begriff sie. „Nein. Leon?“
Mit einem breiten Grinsen nickte dieser und legte den Kopf ein wenig schief. „Ihr wart so lange weg, da hab ich euch gesucht. Und als ich den Typ gehört hab, wie er euch belästigt hat, hab ich mich eingemischt.“
Bei dieser Erklärung erhellte sich das Gesicht des Okama’s und endlich verstand sie, dass es wirklich Leon war, der ihr geholfen hatte. Erstaunlich empfand sie es allerdings, dass Sayori ihn direkt erkannt hatte. Woran? Er sah ganz anders aus, als Mensch. Nichts deutete mehr auf seinen vorherigen Körper. „Meine Güte, Kleiner. Du bist aber ein Schnuckelchen als Mensch.“
Leon kratzte sich verlegen am Hinterkopf und lachte. „Na ja, also so sehe ich eigentlich wirklich aus. Aber seit ich die Löwenfrucht gegessen hab, kann ich diese Form nicht lange anhalten. Aber na ja, danke für das Kompliment.“
Ohne dass es die beiden bemerkt hatten, war Sayori weiter zum Hafen gegangen, an dem ihr Schiff lag. Daher versuchten sie schnellen Schrittes wieder aufzuholen, wobei Miss Lovely grinsend zu Leon blickte und ihn fragte: „Und, was meinst du? Hab ich das gut hingekriegt?“
Fragend sah Leon sie an und zog eine Augenbraue hoch. „Was meinst du?“
„Na, was wohl.“ Mit einer dezenten Kopfbewegung deutete sie auf Sayori, zu der sie aufgeholt hatten und nur knapp 3 Meter hinter ihr hergingen. „Dazu!“
Diese Gestik verstand sogar Leon und sah zu Sayori, deren Figur durch die Kleidung noch besser zur Geltung kam. Lächelnd nickte der Löwenmensch. „Sollte sie öfter tragen. Das steht ihr.“
Lachend nickte Miss Lovely und klopfte Leon auf die Schulter. „Du hast wirklich Geschmack, perfekt.“
Während die beiden ihren Spaß hatten und ein wenig lachten, musste Sayori allerdings über den Typen nachdenken. Über Takeru.
Wieso, um alles in der Welt, folgte er ihr sogar auf die Grand Line? Das war doch lebensmüde! Und dann diese nervige Geste mit der Rose.
Egal, wie oft er sie fragen und nach Hause bringen wollte. Sie würde nicht mitkommen, niemals.
In Gedanken drehte sie sich zu den beiden anderen um, sah eher zu Leon, als zu Miss Lovely, der fröhlich grinste.
Es war eigenartig gewesen, denn aus irgendeinem Grund hatte sie ihn erkannt. Sofort, anders als Miss Lovely. Und auch die Jüngere hatte seine menschliche Form noch nicht zu Gesicht bekommen. Aber, auch wenn sie es nicht zugeben wollte, sie war schon ein wenig froh gewesen, dass er ihnen zur Hilfe gekommen war. Aber wirklich nur ein bisschen.
*Dieses Kätzchen…*

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BeitragThema: Re: The Red Son    So 13 Feb - 13:57

   
WoW so eine Epische Geschichte habe ich noch nie in meinem ganzen Leben gelesen. Saubere Arbeit Laughing

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BeitragThema: Re: The Red Son    So 13 Feb - 17:00

   
@RuFFYx3 schrieb:
WoW so eine Epische Geschichte habe ich noch nie in meinem ganzen Leben gelesen. Saubere Arbeit Laughing

oh man, dankeschön x3 das freut mich wirklich sehr^^

ich hab das vorbildfoto für takeru beim letzten post vergessen Very Happy

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BeitragThema: Re: The Red Son    Mo 14 Feb - 21:24

   
@ Hey Luffy-chan,

Ich finde deine Geschichte wirklich sehr gut! cheers

Die ersten paar Zeilen entscheiden ja schon, ob es sich lohnt oder nicht! Ich finde die Geschichte sehr interessant und es macht mir Spaß sie zu lesen!

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung... Wink

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BeitragThema: Re: The Red Son    Mo 14 Feb - 22:06

   
@MonkeyIDIRuffy schrieb:
@ Hey Luffy-chan,

Ich finde deine Geschichte wirklich sehr gut! cheers

Die ersten paar Zeilen entscheiden ja schon, ob es sich lohnt oder nicht! Ich finde die Geschichte sehr interessant und es macht mir Spaß sie zu lesen!

Ich freue mich schon auf die Fortsetzung... Wink

wow, das freut mich wirklich sehr ^///^
ich werde versuchen, so schnell wie möglich weiterzuschreiben, versprochen ^-^

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BeitragThema: Re: The Red Son    Di 22 Feb - 22:48

   

Kapitel 14: Jaya - Inselträume

"Oh bitte Shanks, nimm mich doch einfach mit!"
Diese Bitte erklang nicht zum ersten Mal... an diesem einen Nachmittag. Und wie immer kam sie von einem kleinen, schwarzhaarigen Jungen, der an den Tresen saß.
"Wie oft denn noch? Du bist noch zu klein, du Nervensäge!" Und auch diese Aussage fiel zum wiederholten Male. Der rothaarige Pirat mit Strohhut saß genau neben dem kleinen Jungen und trank genüsslich sein Bier.
So ging dies, Tag ein Tag aus, seit so vielen Monaten. Schon bald würde es ein Jahr sein, in der Zeit sich die Piraten jeden Tag in Makino's Bar versammelten, um zu feiern und jeden Tag hatten sie auch Ruffy an der Backe, der unbedingt zur See wollte.
"Boah! Shanks du bist so gemein! Ich bin doch schon erwachsen!"
"Was? Ich bin gemein, weil ich einen kleinen Jungen nicht auf See mitnehmen will?"
"Ich bin nicht klein!"
Mit einem Schmunzeln beobachtete Makino, die hinter den Tresen stand, wie sich die beiden Kindsköpfe mal wieder die Birne einschlugen. Es war doch immer wieder amüsant.
Sie waren doch beide eher vom kindlichen Gemüt, wobei Shanks als älterer vielleicht ein wenig reifer sein sollte. Doch darauf konnte die Bardame lange warten. Die beiden stritten sich jeden Tag wie Kinder.
In einer Hinsicht allerdings war Shanks verantwortungsbewusst: Er wollte Ruffy nicht mit auf See nehmen, weil er den Kleinen nicht mochte, im Gegenteil. Er mochte ihn so sehr, dass er ihn nicht in Gefahr bringen wollte und die war auf See ja an der Tagesordnung.
„Streiten sie sich immer noch?“ Die Stimme, die aus Richtung Eingang kam gehörte zu Ben Beckman, Shanks‘ Vizen. Dieser kam gerade vom Schiff wieder und setzte sich nun ebenfalls an die Theke, die Augen auf die beiden neben sich gerichtet. „Hören die niemals auf?“
„Anscheinend nicht.“, lachte Makino und bevor Ben nach einem Bier fragen konnte, hatte sie es auch schon vor hin gestellt. „Bitteschön.“
„Du kennst uns schon in- und auswendig, Makino.“ Mit einem Grinsen zog Ben noch einmal an seiner Zigarette, bevor er einen Schluck aus dem Krug nahm.
Während sich die beiden unterhielten, stritten sich Shanks und Ruffy immer noch, waren sogar schon beim täglichen ‚Gesichter-Verziehen‘ des anderen.
„Wir werden bald abreisen.“
Etwas geschockt von dieser Aussage sah Makino zu Ben, der sehr ruhig gesprochen hatte, wie immer. „Wie?“
„Der Captain hat gestern gesagt, dass wir nicht mehr lange bleiben. Vielleicht noch eine Woche, maximal. Es wird zu gefährlich, wenn wir noch länger hierbleiben.“, erklärte Ben und stieß dabei auf einen erstaunten Blick von Makino.
Natürlich, sie waren Piraten, irgendwann mussten sie schließlich weiterziehen. Die Dorfbewohner und besonders Makino und Ruffy hatten Shanks und seine Freunde so ins Herz geschlossen, dass sie sie schon fast zu den Bewohner zählen konnten.
Ihr Blick glitt langsam zu Shanks, der sich immer noch mit Ruffy stritt bzw. ihn versuchte davon abzuhalten, auf den älteren einzuhauen. Auch jetzt trug er ein Lächeln auf den Lippen und genoss diese Auseinandersetzung mit dem Kleinen.
Er war einfach ein fröhlicher Mensch, der das Leben in vollen Zügen genoss und dazu gehörte das Reisen durch die ganze Welt. Nirgends Zuhause zu sein, außer auf dem Schiff. Immer neue Abenteuer erleben. Nie an einem Ort zu verweilen…
Der Gedanke an die Abreise stimmte Makino ziemlich traurig und ihr Blick, als sie gerade ein Glas abtrocknete, verriet es jedem.
„Du hast ihn ja noch ne‘ Woche.“
Geschockt schreckte Makino hoch und sah zu Ben, der seine Augen schloss, während er den Qualm seiner Zigarette ausblies.
„Was…?“
„Keine Sorge.“ Durch die Feierlaune in der gesamten Kneipe und dem Streit zwischen Shanks und Ruffy, bekam nur Makino mit, was Ben von sich gab. „Ich sag’s nicht weiter.“
„Was weitersagen?“, fragte Makino nach, als sie eine Augenbraue hochzog.
Mit einem leichten Lächeln nahm Ben seine Zigarette aus dem Mund und sah die Bardame an. „Dass du ein Auge auf unsren Captain geworfen hast.“
Von der einen auf die andere Sekunde wurde Makino schlagartig rot um die Nase, ihre Augen wurden größer und sie beugte sich zu Ben vor, damit es, außer er, niemand hörte. „Spinnst du! Nicht so laut!“
Prüfend sah sie kurz zur Seite, um erleichtert festzustellen, dass Shanks nichts mitbekommen und sich die ganze Zeit weiter mit Ruffy gestritten hatte.
„Keine Sorge, der wird das erst verstehen, wenn du es sagst.“ Für Ben schien diese Unterhaltung das normalste der Welt zu sein, aber für Makino war es das reinste Fiasko. Da versuchte sie die ganzen Monate ihre Gefühle dem Captain gegenüber zu verstecken, sogar recht gut und dann kam sein Vize daher und brachte alles durcheinander!
„Woher weißt du das?“, flüsterte sie und beugte sich, damit Ben es akustisch verstand, noch ein wenig zu ihm über die Tresen. „Wer hat es dir gesagt?“
„Ich bin ein guter Beobachter.“, gab Ben zu und zog nochmal an seiner Zigarette. „Ist nicht direkt offensichtlich gewesen, das muss ich sagen. Du kannst das gut verstecken. Aber nach knapp 2 Monaten war es dann glasklar.“
Wie peinlich. Makino wollte sofort im Erdboden versinken, auf der Stelle. Sie hatte sich so große Mühe gegeben, sich zu verstellen und sich nichts anmerken zu lassen. Okay, Ben war ein guter Beobachter, er war sicherlich der einzige, der es herausgefunden hatte. Aber einer war einer zu viel!
„Sagst du’s ihm?“
„Nein.“, kam es sofort von Makino, jedoch ruhig und mit gesenktem Blick. Sie stellte sich wieder gerade hin, nahm das Glas, das sie vorher abgetrocknet hatte und drehte sich zu dem Schrank hinter ihr um.
Ein wenig erstaunt sah Ben ihr nach, als sie sich wieder zu ihm drehte. „Das kam ja wie aus der Pistole geschossen. Wieso nicht?“
„Makino? Hast du noch ein Bier für mich?“, erklang auf einmal Shanks’ Stimme.
Angesprochene drehte sich mit einem Lächeln um, das sie schnell aufgesetzt hatte und füllte seinen Krug mit der alkoholischen Flüssigkeit. „Sicher doch.“
Ben beobachtete sie derweil und musste zugeben, dass die Täuschung beinahe perfekt war. Nur er, als guter und leidenschaftlicher Beobachter konnte dahinter die Gefühle für Shanks erkennen. Jedem anderen waren sie verborgen geblieben, vor allem Shanks selber. Aber glücklich machte sich die Bardame damit nicht.

„Puuuuh. Endlich fertig.“
Auch wenn sie die Piratenbande wirklich mochte, so waren die Abende der Bardame seit einem Jahr viel zu lang gewesen, durch das ständige Aufräumen. Seufzend stand Makino vor dem letzten Tisch, dessen Aschenbecher schon beinahe auseinander fiel, vor lauter Zigaretten. Die Tischplatte war klebrig durch verschüttetes Bier und anderen Alkohol und dadurch klebten irgendwelche Schnipsel oder ähnliches noch besser auf dem Holz.
Allein für die anderen Tische hatte sie 1 ½ Stunden gebraucht und sie war noch lange nicht fertig. Sie musste schließlich noch den Boden wischen.
Mit dem Tuch in der einen und dem Reinigungsmittel in der anderen Hand krempelte sie sich die Ärmel hoch und fing an, den Schmutz zu entfernen. Immer wieder kam ihr der zufriedene Gedanke, dass sie so eine schlimme Aufräumarbeit bald nicht mehr machen brauchte. Doch das war keinerlei Trost dafür, dass er ging.
Sie stoppte in ihrer kreisenden Bewegung und sah auf ihre Hand, die sich in das Tuch krallte.
Auch wenn sie es sagen wollte und es irgendwann rausbringen würde, was würde es ändern? Er war Pirat, ein Mann, der nirgends Zuhause war und dem Tod jeden Tag erneut begegnete. Da war für die Liebe einfach kein Platz!
Leise kullerte eine einzige Träne ihre Wanger herunter und landete auf ihrem Handrücken, mit dem sie sich dann über die Augen ging.
„Hör auf zu heulen, du dumme Nuss.“, sagte sie zu sich selbst und atmete einmal tief ein, um den Klos im Hals zu vertreiben.
„Noch jemand da?“, kam es auf einmal aus dem Eingang der Bar und Makino drehte sich erschrocken um.
„Captain Shanks?“
Mit einem breiten Grinsen trat er ein, kratzte sich mit seinem Arm am Hinterkopf und trat näher. „Tut mir leid, dass ich so spät noch störe. Ben hat gesagt, du wolltest mich sprechen?“
„Was will ich…?“, wunderte sich Makino, doch im nächsten Moment konnte sie sich vorstellen, was Ben vorhatte. So ruhig, wie der Vize immer wirkte, kam er gar nicht wie einer dieser ‚Verkuppler‘ rüber. „Ich? Nein, da muss sich Ben getäuscht haben.“ Sofort legte sie wieder ein Lächeln auf, um Shanks ihre Unsicherheit nicht zu zeigen.
„Echt nicht?“ Sichtbar irritiert sah Shanks drein und kratzte sich wieder am Kopf. „Komisch… Und jetzt bin ich ganz umsonst hier hochgelaufen.“
„Ich hab zwar nicht mehr viel, aber eine Flasche Bier hab ich sicher noch im Lager.“ Makino legte das Tuch auf den immer noch dreckigen Tisch und ging Richtung Lager. „Dann bist du nicht umsonst hergekommen.“
Sofort legte sich wieder ein Lächeln auf Shanks‘ Gesicht. „Oh ja, das wäre klasse!“
Mit einem Nicken verließ Makino den Raum und ging ins Lager, während sich Shanks in der Bar umsah. Sie hatten an dem Tag mal wieder gefeiert wie die Wilden und dementsprechend sah der Raum auch aus. *Meine Güte, hier sieht’s aus, als wäre ne Bombe eingeschlagen…*
„So, bitteschön.“ Mit einem Grinsen und ihrer freundlichen Stimme holte Makino den Captain aus den Gedanken. Dabei hielt sie ihm die Flasche entgegen.
„Super, vielen Dank, Makino.“, grinste Shanks und nahm sie dankend entgegen. „Und es tut mir echt leid.“
Langsam zog die Barbesitzerin ihre Augenbraue nach oben und sah den Rothaarigen verwirrt an. „Was meinst du?“ Eine kurze Geste mit dem Arm und ein Blick von Shanks reichten, damit sie verstand. „Achso, das. Ach was, kein Problem. Ihr feiert halt gerne.“
„Trotzdem. Dass du dann den ganzen Mist wegräumen musst, geht nicht. Los, nimm dir deine Sachen und ab nach Hause.“
„Ich kann noch nicht weg.“, schüttelte Makino den Kopf. „Ich muss hier noch sauber machen. Oder wollt ihr morgen hier nicht feiern?“
Mit einem Satz trank Shanks sein gesamtes Bier alle, stellte die Flasche auf den Tisch und drückte die Grünhaarige ein wenig in die richtige Richtung. „Du bist immer die letzte die geht und die erste, die wieder in der Bar steht. Das ist doch Wahnsinn. Und das nur, weil wir dir so viel Arbeit machen. Na los. Geh deine Jacke holen und dann bring ich dich nach Hause. Und morgen stehen die Jungs und ich pünktlich hier und helfen dir beim Aufräumen.“
Völlig perplex ließ sich Makino von dem Captain schieben, bis er keinen Druck mehr auslöste und sie nur angrinste. „Na los.“
Kurz nickte sie, immer noch erstaunt von seiner Aussage, holte aber dann doch ihren Mantel hinter den Tresen und zog ihn sich über. „Ihr müsst mir aber nicht helfen. Schließlich bin ich Bardame und das gehört auch zu meinem Job.“
„Jetzt hör auf dich rauszureden! Oder willst du einem mächtigen Piraten wiedersprechen?“
Als Makino sah, wie Shanks versuchte, bedrohlich zu wirken, musste sie anfangen zu lachen. „Nein, keines wegs.“
Auch als beide die Bar verließen und sich auf den Weg zu Makino’s Haus machten, musste Makino weiter schmunzeln. Shanks konnte einfach nicht böse aussehen, nicht wenn er mit seinen Freunden sprach. Wie sehr würde sie das vermissen. Die gute Laune, den Spaß, sein Lachen.
Langsam verschwand ihr Lächeln und sie sah ein wenig traurig auf den Weg, den sie entlang gingen. Der Himmel war sternenklar und der Vollmond strahlte ein himmlisches Licht aus.
„Makino? Was ist los?“ Natürlich hatte Shanks bemerkt, dass Makino’s Lachen auf einmal verschwunden war und sie nur noch traurig zu sein schien.
Die Bardame schüttelte aber den Kopf und versuchte zu lächeln. „Nichts.“
„Nun sag schon. Du hast doch irgendwas!“
„Ich… hab nur nachgedacht.“, gab sie zu und sah hinauf zu den Sternen.
„Und, worüber?“
„Eure Abreise…“
Erstaunt blieb Shanks kurz stehen, bevor er Makino wieder folgte. „Moment, du weißt davon? Wer…“
„Ben.“, gab sie nur als Antwort, ging aber ohne ihren Blick vom Boden zu wenden, weiter. „Ihr werdet hier ganz schön fehlen.“ Plötzlich blieb Makino stehen, denn sie waren vor ihrem kleinen Häuschen angelangt. Doch immer noch sah sie auf den Boden, bewegte sich keinen Millimeter weiter. „Die Dorfbewohner werden euch alle sehr vermissen, das ist klar. Besonders Ruffy. Er hängt sehr an dir.“
„Der Kleine ist mir auch ziemlich ans Herz gewachsen.“, nickte Shanks lächelnd und versuchte in Makino’s Augen zu sehen. Doch sie wollte ihren Blick einfach nicht vom Boden wenden. Plötzlich sprach Shanks ein klein wenig leiser, wodurch seine Stimme leicht rau klang. „Wirst du uns auch vermissen?“
Zaghaft nickte die Frau vor ihm, als er sah, wie immer mehr Druck auf ihre gefalteten Hände ausübte. Sie versuchte etwas zu unterdrücken. Als sich der Rote fragte, was das sein konnte, tropfte auf einmal ein kleiner Tropfen auf den Boden.
Nur langsam bemerkte Shanks, dass es kein gewöhnliches Wasser war, sondern eine salzige Träne, die der Bardame entwichen war. „Makino?“
„Ich werde… dich vermissen.“, schniefte Makino, legte die Hände ans Gesicht, um ihre Tränen zu verstecken und weinte. „Aber…“
Wie er Makino nun sah, zerriss ihm beinahe das Herz. Vorsichtig nahm er eine ihrer Hände und nahm sie von ihrem Gesicht weg. Nun sahen ihre verheulten großen Augen ihn an und es schmerzte ihn sehr, sie so zu sehen. Sie sollte nicht weinen.
Behutsam wischte er ihr mit dem Daumen, eine Träne von der Wange, die sich ihren Weg zu bahnen versuchte. „Nicht weinen, Makino. Bitte.“
Sie versuchte seinem Blick standzuhalten. Doch sie sah wieder auf den Boden, ihre Wangen färbten sich rot und sie weinte immer noch. *Hör auf zu weinen. Doch nicht vor ihm. Ausgerechnet vor ihm!*
„Makino?“ Es war eigenartig. So wie Shanks mit ihr sprach, hatte sie ihn noch nie gehört. So ruhig und liebevoll, doch gleichzeitig etwas bedrückt. „Hör mir bitte zu.“
Versucht nicht zu schluchzen oder zu schniefen, sah sie nun in Shanks‘ Augen, die ihre fixierten. Was wollte er sagen? Etwa das, was sie dachte?
„Du hast uns ein Jahr ausgehalten. Uns, die feierlustigste und unordentlichste Bande der Welt. Ich habe mich jeden Tag gefreut, in deine Bar zu kommen, weil ich wusste, dass du uns wieder mit einem Lächeln begrüßt. Das Lächeln, das du auch den ganzen Tag beibehältst und das ich so an dir mag.“ Langsam näherte er sich ihrem Gesicht bzw. ihrer Stirn und hauchte einen leichten Kuss auf diese.
Völlig erstaunt konnte sich Makino kaum bewegen. Nur ihre Hände, die sich zuvor in der Nähe ihres verheulten Gesichts befunden hatten, glitten ein wenig nach unten. Ihre Augen fixierten immer noch den Mann, der sie soeben auf die Stirn geküsst hatte. Den Mann, den sie so vermissen würde. Den Mann, den sie liebte.
„Wenn ich eines Tages wiederkomme und das werde ich…“, begann er und lächelte ein völlig neues Lächeln. So liebevoll, zärtlich und anziehend zugleich. „… schenkst du mir es nochmal? Schenkst du mir dann noch einmal dieses Lächeln?“
Er wollte ihr Lächeln? Ihr Herz machte bei seiner Frage einen gewaltigen Sprung und die gesamte Anspannung, die sie all die Zeit gehabt hatte, verschwand. Vorsichtig klammerte sie sich an sein Oberteil und legte ihren Kopf auf seine Brust. „Sicher doch.“, entkam es ihr leise. Wenn er irgendwann dafür zurückkommen würde, würde sie jeden Tag lächeln. Jeden Tag würde sie auf ihn warten, um ihn mit ihrem Lächeln irgendwann empfangen zu können.
Eine leichte Brise wehte durch das Windmühlendorf und deren Straßen, sodass die Haare und Kleidung der beiden im Wind wehten. „Ich liebe dich, Shanks.“
Vielleicht sollte sie dem glücksbringenden Armor Ben doch am nächsten Morgen danken. Denn hätte er Shanks nicht noch spät abends zu ihr geschickt, hätte all das nicht stattgefunden.

„Hey, Makino? Was ist denn mit dir los?” Ein kleiner schwarzhaariger Junge saß einen Tag darauf an der Theke, wie jeden Morgen eigentlich und sah verwirrt in das Gesicht der Bardame.
Mit einem Lächeln auf den Lippen und fröhlichem Ausdruck trocknete sie gerade ein Glas ab und sah dabei auf dieses runter. „Wieso, was soll sein?“
„Weiß nicht.“, musste Ruffy zugeben und sah sie mit schiefen Kopf an. „Irgendwie bist du heute anders.“
„Meinst du?“
Bevor Ruffy antworten konnte, öffnete sich die Türe der Bar und wie jeden Morgen traten Shanks und seine Leute in die Kneipe. Allerdings waren es dieses Mal nur Ben, Lou, Yasopp und Shanks selbst. Die anderen Crewmitglieder hatten sich schon länger in der Bar eingefunden.
„So, der Müll ist nun draußen.“, grinste Lou. „Jetzt hab ich Hunger.“
„Ich mach dir sofort was.“, antwortete Makino und stellte das Glas in den Schrank hinter sich. „Und vielen Dank, dass ihr mir beim Aufräumen geholfen habt.“
„Haben wir gern gemacht.“, winkte Yasopp ab und setzte sich auf einen Stuhl an den runden Holztischen. „Aber wir hatten ja kaum eine Wahl. Der Captain hat uns dazu gedrillt.“
Ben und Shanks setzten sich derweil auf die Hocker, neben Ruffy, der die beiden Männer neugierig ansah.
„Was hast du gemacht Shanks?“
Bevor dieser allerdings antworten konnte, antwortete Ben für ihn. „Nachdem die meisten ihn ignoriert haben, als er gerufen hat, ist er mit seinem Schwert auf uns losgegangen. Und das nur um uns aufzuwecken.“
„Tja, wenn ihr nicht aufstehen wollt, muss das halt sein.“, grinste Shanks. Er empfand seine Tat als gerechtfertigt, schließlich hatte er Makino am Vorabend etwas versprochen gehabt.
„Als Dank gibt’s eine Runde Freibier, für die starken Helfer.“, rief die Bardame laut und der Chor der brüllenden, erfreuten Meute ließ sie erneut schmunzeln.
Sie war einfach nur fröhlich und das konnte man ihr ansehen. Sogar Ruffy hatte es gemerkt.
Diesem stellte Makino ein Glas Orangensaft hin und Ben und Shanks reichte sie ein Bier, wobei das von Ben ein wenig größer war.
„Womit hab ich denn das verdient?“, fragte dieser erstaunt.
„Ein Dankeschön für’s Armorspielen.“, lächelte sie und ging nun in die Küche, um Lou sein versprochenes Essen zu holen.
Überrascht erhoben sich Ben’s Augenbrauen, senkten sich aber dann wieder und ein Lächeln legte sich auf seine Lippen. „Na dann, Prost auf das neue Paar.“

Doch so sehr Shanks und Makino die gemeinsamen Tage genossen, die ihnen noch blieben. Der Tag der Abreise rückte näher und dann war der Abreisetag bzw. -Morgen angebrochen.
Shanks wachte nur langsam auf, denn erst spät war er ins Bett gegangen. Zusammen mit ihr.
Sie lag neben ihm, immer noch im Land der Träume versunken und in die weiße Decke geschlungen.
Ohne sie zu wecken stand der Pirat auf, zog sich an und verließ das Zimmer. Natürlich hingen seine Gedanken bei ihr und daran, sie nun zu verlassen. Aber richtig verabschiedet hatten sie sich schon vergangene Nacht und es waren die schönsten Stunden seines Lebens gewesen.
Sie nun zu verlassen fiel ihm schwer, doch er würde zurückkommen und das heiterte ihn auf. Wenn auch nur geringfügig.

„Mach’s gut, Ruffy und pass gut auf den Hut auf, ja?“
Der Kleine heulte wie ein Schlosshund, während er den Hut in seinen Händen hielt.
„Und kannst du mir noch etwas versprechen, Kleiner?“
„Was?“, schluchzte dieser und sah den Rothaarigen mit Kulleraugen an.
„Passt du bitte auch auf Makino auf?“
Erstaunt sah der kleine Junge zu Shanks und dann zu Makino, die genau hinter ihm stand und auch einige Tränen vergoss. Nach einem kleinen Schniefen allerdings, nickte Ruffy selbstsicher und versprach es somit. „Okay!“
„Danke, Ruffy.“ Mit einem Lächeln stellte sich Shanks nun wieder gerade hin und sah zu Makino, deren Augen voller Tränen waren.
„Vergiss nicht, was du mir versprochen hast.“ Sie versuchte zu lächeln, doch es fiel ihr schwer.
„Natürlich. Aber das gilt auch für dich.“ Über Ruffy gebeugt, der zwischen den beiden stand, gab Shanks Makino einen liebevollen Abschiedskuss, sah ihr nochmal tief in die Augen, bevor er sich auch von ihr abwendete und zu seinem Schiff ging.
*Ich werde hier sein.*, dachte Makino, als sie sah, wie Shanks’ Schiff und dessen Besatzung sich immer weiter entfernten. *Ich werde hier sein und lächeln.*


„Chuhu!“
Grummelnd drehte sich Ren in seiner Hängematte um, als er eine kleine Stimme vernommen hatte.
„CHUHU!“
„Ist ja gut. Ich bin ja wach.“ Mit leichten Augenrändern und zerzausten Haaren setzte er sich auf und sah zu seinem Freund Scrat, der vor ihm auf der Decke saß und unschuldig lächelte. „Zufrieden?“
Breitgrinsend nickte der kleine Drache und zeigte auf die anderen Hängematten, die alle leer waren.
„Hab ich etwa so lange geschlafen?“ Und wie fest er geschlafen hatte. Tief und fest. Was bei diesem Traum aber auch nicht verwunderlich war.
„Chu!“
„Jaja, ich zieh mich ja schon an.“, lachte Ren und sprang aus seiner Hängematte. Während er sich anzog und seine Haare in Ordnung brachte, dachte er nochmal über den Traum nach.
So oft hatte seine Mutter ihm erzählt, wie Shanks das Dorf verlassen hatte und das Versprechen gab, irgendwann wiederzukommen.
Er konnte es sich nicht erklären, aber ohne seinen Vater nur einmal gesehen zu haben, wusste der Rotschopf, dass der Kaiser ein guter Pirat und vorallem ein guter Mensch war.
„Ren!“, ertönte es auf einmal vom Deck. „Komm hoch, es gibt Frühstück!“
„Ich komme!“, antwortete er dem Löwenmenschen und kletterte die Leiter zum Deck empor.
Sie waren schon ein eingespieltes Team und ihr Schiff bahnte sich immer mehr den Weg durch die Grand Line. Und irgendwann würde er ihn finden. Irgendwann und seine Mutter würde wieder lächeln.

~*~

Ihr habt vielleicht gemerkt, dass schon ein paar Kapitel sind, bei denen die Insel gar keine Rolle spielt. Allerdings ist dies auch nur eine kleine Orientierung für euch, wie weit unsere Truppe schon vorgerückt ist ;D

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BeitragThema: Re: The Red Son    Di 22 Feb - 23:57

   
Die Geschichte ist echt gut. Gefällt mir.

Ruffy "Fähnchen schwenk"

MonkeyIDIRuffy
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BeitragThema: Re: The Red Son    Sa 26 Feb - 18:50

   
@ Huhu Luffy-chan^^

Wieder einmal eine sehr gute Fortsetzung deiner Geschichte!

Ein großes Lob von mir! Wink

Freue mich schon sehr auf weitere Abenteuer...

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BeitragThema: Re: The Red Son    Mo 7 März - 10:28

   
Das ist wirklich süß... Aber Makino stirbt Crying or Very sad
Na ja, ich freue mich schon auf die Fortsetzung

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BeitragThema: Re: The Red Son    Do 7 Apr - 9:49

   
Kapitel 15: Loongring Longland – Die Zeitung

Eine weitere Station auf der Grand Line.
Nun war der Rothaarige schon mehr als 4 Monate auf dem weiten Meer unterwegs und hatte dabei großartige Freunde gefunden.
„Warte, du Fell voll Flöhe!“
Auch wenn es drunter und drüber ging, er liebte diese Truppe über alles. Um nichts in der Welt würde Ren sie wieder hergeben.
„Wieso denn? Lass mich doch! Das ist doch nur ne Berglandschaft.“
„Trotzdem sollst du warten! Wer weiß, wer in den Häusern dahinten wohnt.“
Sayori und Leon. Sie hatten oft Diskussionen und Auseinandersetzungen, aber in letzter Zeit wurde Sayori sogar dabei lauter. Das passte so gar nicht zu ihr.
„Seit Alabasta ist das so.“, murmelte Ren vor sich hin und sah, wie Sayori Leon langsamen Schrittes auf die Insel folgte, an der sie angelegt hatten.
Es war wirklich nur eine Berglandschaft, mit nicht mal einem Wald oder ähnlichem. Am anderen Ende der Insel befanden sich ein paar Häuser, die nach Nomadenbehausungen aussahen, worauf Leon auch zulief.
Ren schaute dabei über die Reling und beobachtete, wie auch Zero nun hinterher sprintete, um die beiden einzuholen.
„Hier werden wir sicher keine Informationen finden…“
„Das weißt du doch nicht, kleiner Mann!“
Langsam drehte sich Ren um und sah Miss Lovely grinsend nun vor ihm stehen. „Du musst nur Geduld haben, dann finden wir schon Hinweise.“
„Ja…“ Doch so richtig optimistisch war Ren nicht. Dies lag nicht an den wenigen Informationen, die sie besaßen. Sondern die letzte, die sie erfahren hatten, war für Ren wirklich schwer zu verdauen. Vor ein paar Tagen hatte er in einer alten Zeitung gelesen, was im Marine Hauptquartier vorgegangen und wer alles beteiligt gewesen war.
Ren war mit Ruffy, Sabo und Ace großgeworden. Immer wenn sie in Makino’s Bar gekommen waren, hatten sie mit dem damals noch kleinen Ren gespielt und Makino oft zur Weißglut getrieben. Zu viert hatten sie immer jede Menge Blödsinn angestellt.
Nun war Ace tot.
Wie so viele Menschen, an diesem Tag, war er gestorben. Und Ruffy war verschwunden.
Seitdem war Ren ruhiger als zuvor. Er sprach zwar noch mit den anderen, aber gelacht hatte er die letzten Tage selten.
Dabei war der Tod von Ace schon knapp 1 Monat her. Doch die Gruppe um Ren hatten sie erst vor ein paar Tagen erhalten.
„So, jetzt reicht’s aber!“ Plötzlich wurde Ren, mit samt Scrat auf der Schulter, von Bord geschoben, gegen Miss Lovely wehren konnte er sich dabei nicht. „Trübsal blasen ist vorbei.“
Als sie auf der Insel ankamen, ließ der Okama von Ren ab und drehte ihn wieder zu sich. „So schwer es auch ist, der Tod gehört zum Leben dazu. Davon dürfen wir uns nicht beeinflussen lassen.“
Etwas geknickt sah Ren zur Seite, als er diese Worte vernahm. Er wusste, dass der Tod dazugehörte. Aber er konnte manchmal so unbarmherzig sein. „Der Tod ist etwas Endgültiges… und das macht mir Angst.“
„Du bist noch ein kleiner Mann, natürlich macht dir der Tod Angst.“ Vorsichtig legte Miss Lovely ihre Hand auf Ren’s Kopf. „Viele haben Angst. Aber besser ist es, wenn du nur Respekt vor ihm hast.“
Verwirrt blickte Ren zu ihr hoch, während sie weiter erklärte. „Angst lähmt dich. Wenn du aber Respekt hast kannst du immer noch handeln, das ist der Unterschied. Ich geb dir mal ein ganz einfaches Beispiel.“ Sie legte eine kurze Pause ein, bevor sie fortfuhr. „Was meinst du, hat deine Mutter Angst vor dem Tod oder Respekt?“
Schlagartig kehrten alle Gedanken von Ren wieder in die Gegenwart zurück und er sah mit großen Augen zu Miss Lovely hoch.
Hätte seine Mutter Angst, hätte sie sich schon längst aufgegeben, aber das tat sie nicht. Sie kämpfte dieses letzte Jahr, weil sie es Ren versprochen hatte. Sie hatte Respekt vor dem Tod, aber keine Angst.
„Verstehe…“ Leicht lächelte der Rotschopf, als er sich bei seinem Crewmitglied bedankte. „Danke, Miss Lovely. Ich verstehe. Der Tod ist wie ein viel zu starker Gegner, den man nie im Leben besiegen kann. Hat man Angst, hält man nicht lange durch und wird direkt besiegt. Zeigt man Respekt und kämpft, hält man um einiges länger aus.“
„Genau.“, nickte Miss Lovely und nahm ihre Hand von seinem Kopf. „Und manchmal geschehen Wunder und ein fiel zu stark geglaubter Gegner wird besiegt.“
Nun war Ren wieder munter und voller Tatendrang. Auch wenn er Ace wirklich gern gehabt hatte, deshalb nun Trübsal zu blasen und Angst vor dem Tod zu haben, war der falsche Weg.
„Komm, gehen wir zu den anderen!“ Mit einem heiteren Gesicht lief er Sayori und den anderen beiden hinterher, um sie einzuholen.
„Na bitte, geht doch.“ Miss Lovely war zufrieden, hatte es doch etwas gebracht. Der Kleine lächelte wieder. „Hey, warte auf mich, Kleiner.“

„Meister Ren, schau mal!“
Der kleine Roboter sprang aufgeregt von einem Bein auf das andere und zeigte auf ein weißes Pferd, genau neben sich.
„Was ist das denn?“, wunderte sich auch Miss Lovely, die mit Ren und Scrat bei den anderen angekommen war.
„Ein Pferd.“, antwortete Sayori und sah dieses an. „Ihr Name ist Sherry.“
„Falsch! Das ist ein Pfeeeeeeeerd.“, erklärte Leon, während ein paar Nomaden hinter ihnen standen und die neuen Gäste begutachteten.
„Das hab ich doch gesagt.“
„Ja, aber du musst das ‚e‘ lang aussprechen. Das ist schließlich…“
Doch Leon wurde bei seiner Erklärung unterbrochen, als Ren plötzlich strahlend vor das Pferd trat und es begutachtete. „Ein Longring-Pferd. Von den Longring-Tieren hab ich schon so viel gehört!“
„Chu!“
„Du kennst diese Viecher?“
Doch Leon’s Frage beantwortete Ren nur mit einem Nicken, da er Sherry langsam seine Hand hinhielt, damit sie daran schnuppern konnte.
„Du scheinst dich ja gut auszukennen.“ Hinter Sherry trat auf einmal ein kleiner Mann, kleiner als Ren sogar, hervor und grinste breit. „Bis jetzt habe ich selten jemanden gesehen, der diese Tiere kennt.“
„Ich hab viel über sie gelesen.“, antwortete Ren, als Sherry plötzlich ihren Kopf senkte und Ren kurz über die Wange schleckte. „Ich wollte diese Tiere schon immer mal sehen.“ Durch diese Begeisterung über die Tiere hatte Ren ganz vergessen, sich und die anderen vorzustellen, also übernahm Sayori diesen Part.
„Mein Name ist Sayori. Das sind Miss Lovely, Ren, Scrat, Zero und…“ Dabei zeigte sie auf die jeweiligen Personen, die dann die Hand hoben und direkt winkten. „… und das ist unser fauler Kater.“
„Hey!“ Anstatt sich aber mit Sayori zu streiten, stellte sich Leon direkt selbst vor. Wer weiß, was sich die Dame sonst noch für Namen für ihn ausdachte. „Ich bin Leon.“
Der alte Mann, der anscheinend der Besitzer von Sherry war, trat ein wenig vor und begrüßte die Gäste herzlich. „Freut mich, euch kennenzulernen. Mein Name ist Tondjit. Unser kleiner Stamm ist ein Stamm von Nomaden, die mit den Longring-Tieren zusammenarbeiten und –leben.“
„Tondjit.“ Aus der kleinen Gruppe hinter dem alten Mann trat ein junger Mann hervor, der um einiges größer war und Ren und seine Freunde nun gründlich beobachtete. „Wir sollten vorsichtig sein. Nicht jeder Besucher ist freundlich gesinnt.“
„Da magst du Recht haben, Will.“, nickte Tondjit. „Das sollten wir wohl überprüfen.“
Auf alles gefasst, ließ die Kleingruppe den alten Mann nicht aus den Augen, als er einen weiteren Schritt nach vorne trat und etwas grimmig dreinblickte. Auch wenn sie selbst wussten, dass sie weder Piraten noch Marinesoldaten waren, so konnten Fremde ihre Absichten ja nicht wissen. Nur wie wollten diese Nomaden das überprüfen?
„Was wollt ihr hier auf dieser Insel?“, fragte Tondjit auf einmal mit ernstem Blick. „Und seit ihr Piraten?“
Dieses Mal antwortete Ren, da er ja, auch wenn er ziemlich jung war, der Gründer und somit Anführer des Suchtrupps war. „Wir möchten ein paar Informationen sammeln, wir suchen nämlich jemanden. Und nein, wir sind keine Piraten.“
„Verstehe…“ Mit einem Grinsen drehte Tondjit seinen Kopf zu Will und sagte. „Alles klar, ungefährlich.“
Nicht nur die Kleingruppe war erstaunt, auch die Nomaden selbst waren schockiert über die Leichtgläubigkeit des alten Mannes.
„Und das glaubst du so einfach?“, erklang es auf einmal im Chor.
„Ja, sicherlich. Wieso nicht?“
Will massierte sich die Schläfe, als er neben den alten Mann trat. „Schon einmal davon gehört, dass Piraten lügen? Das könnte glatt gelogen sein, was sie da sagen.“
„Es ist verständlich, dass Sie alle misstrauisch sind, aber wie können wir Ihnen versichern, dass wir nichts Böses vorhaben?“, fragte Miss Lovely.
„Ich lege meine Hand für sie ins Feuer.“, sagte auf einmal Tondjit, der seine rechte Hand hoch hielt. „Wenn sie wirklich etwas vorhätten, wäre Sherry nicht so angetan von dem kleinen Kerl.“
Damit sahen alle auf das weiße Pferd, das immer noch mit Ren kuschelte.
Etwas pessimistisch betrachteten die Nomaden diese Szene, mussten dem alten Mann aber dann schließlich Recht geben.
„Gut, wahrscheinlich sind sie wirklich ungefährlich. Aber du passt auf sie auf.“ Mit diesen Worten drehte sich Will um, gab den anderen Nomaden ein Zeichen, woraufhin sich die meisten auch an ihre Arbeit machten.
Tondjit ging jedoch zu den Gästen und lud diese in sein Haus ein. „Ihr habt doch sicherlich Hunger. Ich mach euch was Feines. Ich bin außerdem sehr neugierig, was euch hergetrieben hat.“

„Super lecker!“ Und nicht nur Leon fand das Essen von Tondjit wirklich gut, auch die anderen waren begeistert.
Der Gastgeber saß mit ihnen am Tisch und ließ das zuvor Erzählte noch einmal Revue passieren. „Da habt ihr für ein paar Monate aber schon viel erlebt. Wirklich erstaunlich und ihr seit nur so wenige. Wie schafft ihr es denn, euch gegen Piraten und Marineschiffe zu wehren.“
Da die männlichen Crewmitglieder gerade die Münder voll hatten und Miss Lovely einen Drink genoss, antwortete Sayori auf Tondjit’s Frage. „Wir hatten einfach Glück. Bisher mussten wir gegen keine großen Piratenbanden antreten. Es waren nur kleinere, unbedeutende Mannschaften, die sich auf die Grand Line verirrt hatten.“
„Und die Marine hat uns bis jetzt auch in Ruhe gelassen.“, bemerkte Zero, als er seine Tasse Öl ausgetrunken hatte.
„Fragt sich nur, wie lange noch.“ Wie die anderen, hatte nun auch Ren seinen Teller aufgegessen. „Hoffentlich bleibt das weiter so. Ich will mich nicht mit denen anlegen.“
Während sich die anderen unterhielten, wanderte Scrat’s Blick auf einmal auf eine Zeitung, die auf dem Tisch nicht weit weg von ihnen lag. Und als er ein Foto darauf entdeckte, ließ er die Früchte, die er gerade aß, links liegen und flog zu dem Tisch hinüber.
Erstaunt über den plötzlichen Eifer seines Freundes, drehte sich Ren um. „Scrat. Was ist los?“
Doch anstatt zu antworten, schnappte sich der Drache die schwere Zeitung und schleppte sie unter höchster Anstrengung zu seinem Partner rüber.
„Ach, die ist nicht aktuell.“, musste Tondjit zugeben. „Die ist schon 1 Woche alt. Allerdings sind da sehr interessante Artikel drin. Nur deshalb hab ich sie aufgehoben.“
Doch Ren hatte bei dem letzten Teil des Satzes schon nicht mehr zugehört. Seine Augen waren geweitet und hastig nahm er die Zeitung in die Hand. Denn auf der Titelseite war ein Foto des Marinehauptquartieres, nach dem Krieg, abgebildet. Es war nicht sehr viel zu erkennen, denn eine dichte Qualmwolke zog sich von der rechten Mitte bis in die linke Ecke des Fotos.
„Hast du was entdeckt, Meister Ren?“, fragte Zero vorsichtig nach, doch Angesprochener sah weiterhin auf das Foto.
„Mein… Vater.“
„Wie?“ Die Freunde des Rotschopfes waren verwirrt und erschrocken zugleich, als sie diese Worte vernahmen.
Doch als Ren die Zeitung umdrehte und sie seinen Freunden zeigte, wussten sie, wieso Ren so geschockt ausgesehen hatte.
Hinter dem Qualm waren der obere Rücken und die roten Haare eines Mannes zu erkennen, wobei der Rücken von einem schwarzen Umhang umhüllt war. Dieser Mann war Shanks, einer der Kaiser.
„Sogar der Titel sagt das.“ Dabei zeigte Ren auf die Überschrift des Artikels: ‚Roter Kaiser beendet den Krieg – Unentschieden zwischen Marine und Piraten‘. „Ich bin mir sicher, dass er es ist!“
„Habt ihr davon nichts mitbekommen?“, erstaunte es Tondjit. „Die Hinrichtung von Feuerfaust Ace wurde ausgestrahlt und die Nachrichten über den Krieg verbreiteten sich wie ein Laubfeuer.“
„Wir hatten von dem Krieg gehört.“, erklärte Miss Lovely dem alten Mann neben ihr. „Auch, dass er von einem mächtigen Piraten beendet wurde. Aber uns war nicht bewusst, welcher Pirat das gewesen war.“
Ren hatte währenddessen die Zeitung wieder zu sich gedreht und angefangen, den Artikel zu lesen. In ihm keimte wieder neue Hoffnung auf. Hoffnung, dass dieser Artikel Informationen beinhalten konnte.
Und er wurde fündig!
„Leute! Mein Vater hat den Krieg beendet und er hat Whitebeard und Ace noch begraben.“, rief Ren plötzlich begeistert. „Hier wird sogar geschrieben wann genau und wo. Und es ist noch nicht so lange her. Wisst ihr was das heißt?“
Gespannt sahen die anderen den kleinen Teamführer an, wussten sie schon was es zu bedeuten hatte, wollten ihn jedoch nicht unterbrechen.
„Wir haben den nächsten Anhaltspunkt! Er kann noch nicht so weit in der neuen Welt sein.“
„Na dann!“ Mit einem Schluck trank Miss Lovely ihr Glas leer und sah anschließend wieder zu Ren. „Aber ich sag dir eins, Kleiner: Wenn ich deinem Dad begegne, bekommt er erstmal eine kleine Standpauke von mir.“


„Hatschi!“
„Was ist los, Captain. Erkältet?“
Auf einer Insel in der neuen Welt befanden sich zurzeit die gesuchten Piraten, müde und ein wenig verkatert.
„Du hättest halt nicht nach dem Feiern einfach auf dem Boden einpennen sollen.“, bemerkte der Vize und zog an seiner Zigarette.
„Ja, ‚Mama‘. Ist ja gut.“ Der Rothaarige fasste sich an den Kopf und kniff die Augen zusammen. Er hatte einen ordentlichen Kater von letzter Nacht. Eine Erkältung konnte er da überhaupt nicht gebrauchen.
Während viele noch schliefen oder einfach faul in der Sonne lagen, las Ben schon wieder in der Zeitung, die zuvor angekommen war. In dieser erfuhr er erstaunliche Informationen, die er seinem Captain sogleich mitteilte. „Hey, Captain. Du kannst dich doch sicher noch an das Windmühlendorf erinnern, oder?“
Mit einem erstaunten Gesicht und hochgezogener Augenbraue sah Shanks zu seinem Vizen. „Willst du mich veräppeln? Klar. Wieso?“
„Hier steht, dass eine Suchaktion gestartet wurde.“
„Ne Suchaktion?“ Nun wurde Shanks doch neugierig. Denn schließlich hatte er ein Jahr im Windmühlendorf verbracht.
„Ja, ein ca. 10 – 13 Jahre alter Junge ist verschwunden. Er wird auf dem ganzen East Blue gesucht und die Marine überlegt nun das Gebiet zu erweitern. Leider stehen hier weder Name noch genaues Alter oder sonst ähnliches drinnen. Schlecht informiert würde ich mal sagen.“
„Aber eigenartig ist das schon, oder?“ Shanks hatte seinen Kater doch wirklich für ein paar Sekunden vergessen und fing sogar an, mit seinen Kopfschmerze, zu überlegen. „Wieso verschwindet ein Junge aus dem Windmühlendorf, einfach so?“
„Vielleicht wurde er entführt? Oder er ist allein auf’s Meer raus, so wie Ruffy.“
„Aber wenn er wie Ruffy losgesegelt wäre, würden die Dorfbewohner nicht nach ihm suchen lassen.“ Sogar Yasopp hatte sich nun in das Gespräch eingemischt, obwohl er auch einen dicken Schädel hatte. „Er ist außerdem erst knapp 10 Jahre alt. Also würde ich eher auf Entführung tippen.“
„Die Welt ändert sich wirklich schnell. Sogar das friedliche Windmühlendorf hat nun Schwierigkeiten.“ Shanks’ Blick hob sich gen Himmel und beobachtete die Wolken beim Ziehen. „Ob‘s allen gut geht?“

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BeitragThema: Re: The Red Son    Do 7 Apr - 17:10

   
Das Kapitel war wieder mal sehr gut. Ich bin begeistert.

Ruffy "Fähnchen schwenk"

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BeitragThema: Re: The Red Son    Sa 9 Apr - 10:56

   
Die Story ist echt der hammer weiter so^^

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BeitragThema: Re: The Red Son    So 10 Apr - 16:05

   
Hi Luffy-chan^^

Ein sehr schönes Kapitel! Mach weiter so! Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!

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BeitragThema: Re: The Red Son    Mo 11 Apr - 13:07

   
Geniale FF Very Happy Nicht umsonst die Meistgelesenste soweit, es macht wirklich Spaß sie zu lesen und du hast tolle Ideen. Außerdem gefällt mir besonders, das du Rechtschreibung und Grammatik beherschst, wodurch man sich nicht mühsam durch die Geschichte hindurcharbeiten muss, sondern sie flüssig lesen kann. Mach weiter so Very Happy Ich freue mich auf weitere Kapitel.

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BeitragThema: Re: The Red Son    Mi 27 Apr - 19:40

   
ihr seit echt der wahnsinn x3
ich freu mich so, dass es euch gefällt^^
und da ich nun endlich das kapi zu The Red Son fertig hab, kann ich wieder mit dem nächsten von Dead or Alive weiter machen.
(immer abwechselnd xD)

Kapitel 16: Water 7 – Große Veränderung

„So, meine Lieben. Da wären wir.“
Die Sonne schien und kein Wölkchen bedeckte den Himmel, als das Schiff von Ren und seinen Freunden am Hafen von Water 7 angelegt hatte.
Miss Lovely stand vor allen anderen und betrachtete die prachtvolle Stadt von oben bis unten. „Water 7. Wirklich schön, meint ihr nicht?“
„Oh ja!“, stimmte Zero der Transe zu, wobei seine Scheinwerfer Augen zu leuchten schienen. „Es ist riesig und glänzt.“
Auch Leon, Ren und Scrat staunten nicht schlecht über diese gigantische Stadt, die sogar außerhalb der Grand Line bekannt war.
Nur Sayori behielt ihre Fassung, wie immer und auch ihre Stimme war ruhig, wie sonst auch. „Unglaublich, dass sie regelmäßig von einer riesigen Welle überschwemmt wird, oder?“
„Ne‘ Riesenwelle?“
Nickend sah Sayori zu Leon rüber und erklärte: „Die Aqua-Laguna. Jedes Mal, wenn sie auf diese Stadt trifft, überschwemmt sie alles und reißt alles mit, was nicht Niet- und nagelfest ist. Aber die Bewohner kommen anscheinend sehr gut damit klar, wie es aussieht.“
Als sie in die Stadt reingingen und die hohen Häuser und Wasserstraßen sahen, staunte die kleine Gruppe noch mehr. Nichts wies darauf hin, dass hier eine Flutwelle ihr Unwesen trieb. Alle Leute, die sie erblickten, lachten, verhandelten oder diskutierten fröhlich.
„Erstaunlich, wie sie damit leben.“ Ren konnte sich nicht vorstellen, wie es wäre, regelmäßig von einer riesigen Flutwelle bedroht zu werden. Wenn sie die ganze Stadt überschwemmen konnte, dann musste sie wirklich gewaltig sein. Er überlegte, dass die Häuser ja ebenfalls diese Aqua-Laguna überleben musste. Also klopfte er gegen die Hauswand, an der sie gerade vorbei gingen. „Ziemlich robust.“
Scrat beobachtete von Ren’s Kopf aus, wie einzigartig diese Stadt doch war und genauso wie sein Partner, machte er ebenfalls große Augen. Die Fassaden der Häuser schienen im Sonnenlicht zu glitzern. „Chu!“
„Ren, na komm schon.“
Völlig in Gedanken versunken hatte der Rotschopf vergessen weiterzugehen und seine Freunde warteten einige Meter weiter auf ihn. „Ich komme!“

„So, da wären wir.“
„Ähm… Sayori? Was ist das hier?“, fragte Leon und zog verwundert die Augenbrauen hoch.
Ihre Arme an die Hüfte gelegt, sah sie den Löwenjungen etwas grimmig an. „Sag mal, informierst du dich überhaupt nicht, über die nächsten Inseln?“
Doch Leon grinste nur und schüttelte den Kopf. „Nö, wieso denn auch? Das machst du doch schon. Wieso sollte ich mir dann die Mühe machen?“
Seufzend gab es die junge Frau auf. Sie wollte jetzt nicht mit dem Kater diskutieren, dafür hatten sie keine Zeit. „Das hier ist die beste Schiffswerft weit und breit, die Galeera.“
Staunend sahen die anderen auf die hohen Mauern, einzelnen Schiffsteile und das große Logo der Werft.
„Wieso sind wir hier, Meisterin Sayori?“, fragte Zero neugierig und sah zu ihr auf.
„Stimmt, ich mein, unser Schiff ist doch nicht kaputt, oder?“
„Noch nicht.“, gab Sayori dem kleinen Rotschopf Recht. „Allerdings kann ein kleiner Schaden mal übersehen werden und er fällt erst auf, wenn es zu spät ist.“
„Ach so.“ Miss Lovely trat ein wenig vor und besah sich das Logo nochmal genauer. „Deshalb willst du es mal durchchecken lassen, ob auch wirklich alles in Ordnung ist. Hab ich Recht?“
„Richtig, wenigstens denkt einer mit. Danke, Miss Lovely.“
„Ach, Schätzchen. Sei nicht so ungeduldig mit den anderen. Sie sind doch noch jung.“ Lächelnd versuchte die Transe Sayori zu beruhigen und diese hatte ein wenig Verständnis, allerdings nicht mit allen.
„Schon…“ Doch sie zeigte genau neben sich, auf den Löwenjungen. „Bis auf ihn. Sein Verhalten entschuldigt es nicht. Schließlich ist er genauso alt, wie ich.“
Empört riss Leon die Augen auf und sah Sayori an. „Willst du damit sagen, ich wäre auf den Kopf gefallen?“
„Nicht nur einmal.“, kam es wie aus der Pistole geschossen, allerdings wie immer ruhig und besonnen.
„Das gibt’s doch nicht…“
Die täglichen Streitereien der beiden. Alle waren es schon gewohnt und sie konnten nur noch drüber lachen. Diese beiden trieben sich einfach jedes Mal gegenseitig zur Weißglut. Und meist dauerte es eine Weile, bis sie wieder aufhörten.
„Weißt du was, Kleiner?“ Vorsichtig beugte sich Miss Lovely zu Ren runter und sprach so leise, dass Sayori und Leon nichts mitbekamen. „Ich denke die beiden beruhigen sich nicht so schnell. Geh du doch mit Zero und Scrat ein wenig die Stadt erkunden und wir treffen uns dann wieder hier. Die Langeweile will ich dir nicht antun. Und, was sagst du?“
Grinsend nickte Ren, sah zu Zero, der neben ihm stand, der ebenfalls zustimmte und blickte dann wieder zu der Transe. „Okay, danke Miss Lovely. Unsere Ohren sind gerettet.“
„Na wenigstens eure.“, lachte sie. „Wir sehen uns dann später. Viel Spaß.“
„Danke.“ Freudig machten sich die drei heimlich aus dem Staub und winkten Miss Lovely noch zu, bevor sie verschwunden waren.

Und so machten sich die drei einen lustigen Tag. Sie gingen an sehr vielen Ständen vorbei, setzten sich dabei lustige Hüte oder Masken auf, fuhren auf den Wasserstraßen und unterhielten sich mit ein paar Dorfbewohnern.
„Endlich mal eine Stadt, in der man richtig Spaß haben kann.“ Schon lange hatte Ren nicht mehr so einen Spaß gehabt und diese Stadt war wirklich so riesig, dass sie überall einen großen ‚Spielplatz‘ entdeckten. Denn auch wenn Ren Anführer eines Suchtrupps war, in erster Linie war er immer noch ein Kind, das Spaß brauchte.
Erst als es gegen Abend zuging, die Sonne war noch nicht untergegangen, machten sie sich wieder auf den Weg zurück.
„Meister Ren, das war so klasse!“ Zero hatte der Tag in der Wasserstadt riesig gefallen, genauso wie Ren.
„Das stimmt. Sowas sollten wir öfter machen.“
„Chu!“
Lachend gingen sie an verschiedenen Gassen und Straßen vorbei, die sich langsam leerten. Nur noch ein paar Erwachsene befanden sich an ihren Markständen und waren dabei, diese abzubauen.
„Fi.“
Verwundert blieb Ren stehen, woraufhin auch Zero, allerdings erst einen Schritt weiter, stehen blieb.
„Warst du das, Scrat?“
Doch als Ren nach oben sah, schüttelte Scrat seinen Kopf.
„Aber da war was.“
„Fi Fi“
„Da!“ Nun war sich der Rothaarige ganz sicher. Da war doch ein fiebsiges Geräusch gewesen. Auch Zero hatte es nun gehört und blickte sich um.
„Aber wo kommt das her?“
Nach ein paar Kopfdrehungen blieb Ren’s Blick auf einer Gasse stehen, in die er keine Sekunde später auch rein ging. „Hier rein.“
„Was… Meister Ren, warte!“
Ohne einen Blick auf den Roboter zu werfen, der sich ängstlich hinter seinem Rücken versteckte, ging Ren weiter durch die Gasse.
„Fi Fi!“
Das Geräusch kam von einem Papiercontainer bzw. von einem daneben liegenden Karton. Langsam hockte sich Ren vor diesen, Scrat blieb dabei auf seinem Kopf und Zero bewegte sich keinen Schritt weiter. Zitterte sogar ein wenig. „Pass bloß auf, Meister Ren.“
Vorsichtig nahm Ren den Karton hoch, gespannt, was sich darunter verbarg. Und alles, was er sah, war eine kleine weiße, nun strahlende Maus, die ihn ansah. „FI!“
„Keine Angst, Zero. Es ist nur eine Maus.“, versuchte der Rothaarige den Roboter zu beruhigen, der erst nach ein paar Sekunden das Gesagte auch realisierte und zu zittern aufhörte. „E…eine Maus?“
„Ja“ Immer noch hockte Ren auf dem Boden, sah das kleine Lebewesen an und legte seine geöffnete Hand auf den Boden. „Na komm. Keine Angst, ich tu dir nichts.“
Dieses kleine Tierchen war etwas unsicher, sah dann allerdings auf den Kopf des Jungen, auf dem ein weiteres kleines Wesen saß. „Fi.“
Scrat erkannte, dass die Maus anscheinend ein wenig Angst hatte und flog zu ihr herunter, landete genau neben ihr. Nun war zu erkennen, dass Scrat nicht viel größer war, als das kleine Nagetier, das sie gefunden hatten.
„Chu, chu chu. Cha!“
„Fi?”
“Chu!”
“Ähm, Meister Ren? Was sagen sie?“
Lächelnd sah der Rotschopf zu seinem Freund, der nun neben ihn getreten war. „Scrat versucht der Maus zu sagen, dass sie keine Angst vor uns haben muss.“
„Achso? Und was antwortete sie?“
„Das weiß ich leider nicht, ich kann leider nur Scrat verstehen.“
Doch plötzlich hüpfte die kleine Maus mit einem Sprung auf Ren’s Hand und fiebste heiter. „Fi!“
„Hallo kleiner Kerl.“ Lächelnd sah Ren die etwas verdreckte Maus an, die anscheinend keine Angst mehr hatte. „Ich bin Ren, freut mich, dich kennenzulernen. Und der kleine Drache heißt Scrat und dieser Roboter Zero.“
„Chu!“
„Hallo, Mäuschen!“
Grüßend hob die Maus kurz ihre kleine Pfote und schien zu lächeln. „Fi!“
„Sag mal, was machst du denn hier allein? Wohnst du hier?“, fragte Ren, als er sich samt der Maus erhob.
Doch die Maus schüttelte den Kopf, zeigte auf ein Blatt Papier, das sich unter dem Karton befunden hatte und fuchtelte dabei mit den Armen. „Fi fifi!“
„Tut mir leid.“, entschuldigte sich der Rotschopf. „Leider kann ich dich nicht verstehen. Aber anscheinend scheint dieses Papier wichtig für dich zu sein. Sollen wir es mitnehmen?“
„Fi!“ Mit einem Nicken lächelte die Maus und schien Ren’s Idee mehr als gut zu finden.
Deshalb hob Zero das Papier auf, bevor er es schließlich auseinander faltete und las. „Das Schreiben ist von der Galeera. Hier steht ‚Schiffsreparaturvertrag‘.“
„Vielleicht ist es noch wichtig. Wir nehmen es mit und schauen einfach weiter.“ Vorsichtig bewegte Ren seine Hand zu seiner Schulter, auf die die Maus schließlich sprang. Scrat nahm derweil auf Ren’s Kopf Platz und Zero verstaute das gefundene Papier in einem Geheimfach in seinem Rumpf.
„Okay, dann suchen wir mal dein Herrchen. Vielleicht finden wir ihn ja.“
Sie wollten sich auf den Weg machen, um die Gasse zu verlassen, als auf einmal eine dunkle Männerstimme hinter ihren Rücken erklang. „Hey, Kleiner. Was suchst du hier?“
Etwas erschrocken drehten sich Ren und Zero um und erblickten auf einmal einen groß gewachsenen Mann mit Hut, auf welchem ein Teil des Mondes zu sehen war. „Das ist unser Gebiet der Stadt und jeder der es betritt muss eine hohe Gage zahlen.“
Hinter dem Typen erkannte Ren noch ein paar andere Männer, anscheinend seine Unterstützung, um andere einzuschüchtern.
„Und was ist, wenn wir nichts dabei haben?“, fragte Ren ganz normal, als würde er sich mit Stadtbewohnern über das Wetter unterhalten.
Doch plötzlich zog der Mann sein Schwert und auch die Männer hinter ihm griffen zu Waffen. „Hör zu, Kleiner. Reiz mich ja nicht. Du weißt anscheinend nicht wer ich bin. Mein Name ist Pirat Mondsichel, Kapitän der Helm-Piraten und du solltest dein loses Mundwerk zügeln. Auf meinen Kopf sind 36 Millionen Berry ausgesetzt.“
Dieses Kopfgeld, auch wenn es schon höher war, als die der anderen Piraten, denen Ren und die anderen schon begegnet waren, beeindruckte den Kleinen nicht wirklich.
„Tja, ich habe aber kein Geld dabei, was willst du jetzt machen?“
Nun wurde Mondsichel immer wütender. „Junge, dein Ton gefällt mir gar nicht. Wir sind Piraten, die auch vor einem Kinderleben nicht zurückschrecken. Schon oft haben wir uns einfach das genommen, was wir wollten, auch von Kindern.“
„Umso schlimmer!“, kam es plötzlich von Ren, der die weiße Maus von seiner Schulter nahm und in die Brusttasche seiner Jacke packte. „Halt dich gut fest, ja? Und bleib schön da drin, dann passiert dir nichts.“
Scrat allerdings versteckte sich nicht, flog sogar vor Ren und machte sich zu einem eventuellen Kampf bereit. Auch Zero zeigte nun keine Angst mehr, sondern stellte sich selbstbewusst neben den Rotschopf.
„Oh oh. Jetzt sag nicht der kleine Mann will sich mit uns anlegen. Ich lach mich krank!“ Mondsichel fiel in heiteres Gelächter und seine Kollegen mit.
„Ich hab gedacht, ihr tut jedem etwas zu leide. Also?!“, versuchte Ren sie zu provozieren und es funktionierte.
Mondsichel war rot vor Wut, er schien innerlich zu kochen. „Du… Gut! Jetzt reicht es. Gehen wir auf das Dach und dann zeig ich dir, wie sehr ich dich vermöbeln werde.“

Nun standen sie auf dem Dach, wobei sich Ren und Zero gefragt hatten, was dieser Ortswechsel zu bedeuten hatte. Doch nun wussten sie, weshalb. Hinter Mondsichel standen doppelt so viele Leute, wie zuvor in der Gasse. Anscheinend war er verunsichert, obwohl Ren nur ein Kind und Zero ein Roboter war.
„In Ordnung, Kleiner. Nächste Station, Krankenhaus!“, sagte Mondsichel, als auf einmal einige Leute auf die kleine Gruppe angerannt kam.
„Überlass das mir, Meister!“ Mit diesem Satz sprang Zero nach vorne, woraufhin ein Einrasten seiner Ellbogen folgte und sich aus diesen auf einmal kleine Raketen abfeuerten. Sie trafen ihre Ziele, welche verkohlt und ausgeknockt am Boden lagen.
„Das glaub ich nicht.“ Ihr Kapitän war entsetzt. Was war das für ein Roboter? Gut, es waren die schwächsten seiner Bande gewesen und sie waren wenige, aber trotzdem! „Nun werden wir ernst machen. Los Männer!“ Zusammen mit ihrem Kapitän liefen alle Piraten auf ihre Gegner zu, bewaffnet und bereit für den Kampf.
Mit einer schnellen und fließenden Handbewegung, die wenige Sekunden brauchte, löste Ren seine Hellebarde aus dem Gürtel und setzte sie zusammen. „Scrat, auf geht’s!“
Auf diesen Satz hatte der kleine Drache nur gewartet und er flog auf die Gegner zu, die sich erst einmal über den Anblick eines kleinen Drachen kaputt lachten. Doch dieses Lachen verging ihnen, als sie auf einmal eine Hitze unter sich spürten.
Scrat hatte ihnen mächtig Feuer unterm Hintern gemacht, was ihn selbst lachen ließ. „Chuhu!“
Ren befasste sich derweil mit dem Kapitän höchst persönlich. Als seine Hellebarde und das Schwert auf einander trafen, erklang ein lautes Klirren.
Dieser Mann war wirklich stark und es würde schwer werden, gegen ihn zu gewinnen.
„Du bist kein gewöhnlicher Junge, Kleiner.“
„Da magst du recht haben.“ Mit diesem Satz stieß Ren den Mann weg und holte ein paar Mal tief Luft, da ihn die Konfrontation doch körperlich anstrengte.
Mondsichel allerdings lächelte auf einmal und schnippte plötzlich mit dem Finger. „Nun, darauf sind wir vorbereitet.“
Wie aus dem Nichts kamen auf einmal noch mehr Piraten, die nun Zero und Scrat mehr und mehr bedrängten.
„Meister Ren, es werden immer mehr.“
„Chu!“
Nicht auf seinen Gegner, sondern auf seine Freunde achtend, bekam Ren nicht mit, wie Mondsichel wieder näher an ihn heran trat und mit dem Schwert ausholte. Nur durch seine Augenwinkel bemerkte es Ren noch so, dass er zur Seite ausweichen konnte. Jedoch wurde sein linker Arm trotzdem von dem Schwert gestreift und somit verletzt.
Die warme Körperflüssigkeit bahnte sich ihren Weg nach draußen, durch das Hemd und schließlich durch die Jacke des Jungen. „Mist…“
Währenddessen erledigten Zero und Scrat zwar einige der Piraten, doch wurden es nicht weniger. Denn hatten sie jemanden erledigt, kamen direkt Kollegen von ihm nach oder er erhob sich, trotz des Treffers wieder.
„Da warst du wohl etwas zu siegessicher, oder Kleiner?“ Mit seinem Schwert drängte Mondsichel den Rothaarigen so weit zurück, bis dieser am Rande des Daches stand. Hinter ihm ging es einige Meter hinunter, da sie auf einem hohen Gebäude standen. „Tja, wer hat nun gewonnen? Richtig, die Helm-Piraten.“
Versucht sich zu wehren erhob Ren noch einmal seine Hellebarde, die er allerdings durch seine Armschmerze nicht schnell schwingen konnte und sofort wurde sie von Mondsichel weggeschlagen.
Nun wusste er nicht mehr, was er noch tun sollte. Seine Waffe war weg, hier lag nichts rum, das er als Waffe benutzen konnte und er war verletzt. Hatten diese Piraten wirklich gewonnen? Das durfte nicht sein…
„Auch wenn unter dir nicht das Meer und Seeungeheuer auf dich warten, so wird die Höhe doch einigen Schaden anrichten. Sag lebe wohl zu deinen Freunden und deinem Leben.“
Eine kurze Bewegung mit dem Schwert und Ren kippte über den Rand des Daches und fiel das Haus hinunter. „Ah!“
Schockiert blickte Zero zum Ort des Schreies. „Meister Ren!“
Lachend drehte sich Mondsichel um und packte sein Schwert wieder in die Scheide. „Ganz ehrlich. Das war einfach nur amüsant. Nur schade, dass er nichts bei sich hatte.“
„K…Kapitän Mondsichel. H…hinter Ihnen.“ Einer der Piraten fing an zu stottern, als er auf einmal etwas hinter seinem Kapitän erblickte. Auch die anderen Mitglieder fingen an zu zittern und wichen zurück.
„Was habt ihr Weicheier denn?“ Selbstsicher drehte er sich um, worauf seine Gesichtszüge entglitten. Denn ein riesiger Schatten legte sich auf ihn, da ein gewaltiges Wesen die Sonne verdeckte.
Hellblau, schuppig, messerscharfe Krallen und ein Maul mit gewaltigen Zähnen.
„Kapitän, ein RIESENDRACHE!“
Panisch liefen alle Piraten umher, eingeschüchtert von der Bestie vor ihnen, die plötzlich von unten aufgetaucht war und nun über ihnen flog. Und als es sein Maul öffnete, brüllte es ein tiefes Gebrüll aus, das alles zum Erzittern brachte.
Auch Mondsichel bekam es mit der Angst zu tun und wollte wegrennen, als er allerdings von der Pranke des Drachen gestoppt wurde. Knurrend schnappte sich das Monster den Piraten mit seinem Schweif, hielt ihn genau vor seine Drachenaugen.
„W…Was willst du von mir?“
„Dass du nie wieder anderen schadest.“ War das nicht eben die Stimme dieses Bengels? Wahrlich! Denn dieser krabbelte plötzlich auf den Kopf des Ungeheuers, hielt sich an einer Schuppenerhebung des Kopfes fest und sah den Piraten böse an. „Wehe du tust wieder irgendwas schreckliches, dann werden wir richtig böse!“
„Na…natürlich. Wie ihr wollt.“
Ren nickte, was der Riesendrache bemerkte und daraufhin Mondsichel kurz hin und her schleuderte und dann mit einem kräftigen Schweifwurf gen Horizont warf.
„M…Meister Ren. Dir geht es gut!“ Zero hatte die ganze Zeit erstaunt da gestanden und ungläubig auf diesen Drachen gestarrt. Doch nun war seine Starre aufgehoben und er lief zu dem Drachen und Ren hinüber. „Ist das… ich mein. Ist das wirklich?“
„Ja!“, antwortete Ren grinsend auf Zero’s nicht ausgesprochene Frage. Sein Blick schweifte neben sich nach oben, zu dem Kopf des Drachen. „Scrat hat es geschafft. Einfach so, ganz plötzlich.“
Der kleine Drache war zuvor blitz schnell an den Gegnern vorbei geflogen und hatte Ren im letzten Moment noch auffangen können. Dabei hatte er sich verwandelt und stand nun in seiner gesamten Größe da.
„Beeindruckend. Wie die Riesen es gesagt haben. Wirklich großartig! Scrat, du bist klasse!“
Und obwohl Scrat immer noch lächelte, hatte er durch sein Äußeres doch eine beängstigende Wirkung. Besonders seine dunkle Stimme hatte sich verändert und war zu einem Brummen geworden. „Roar.“
„Denk ich mir. Aber jetzt kannst du dich ausruhen, wenn du magst.“, antwortete ihm Ren und darauf hatte Scrat schon fast gewartet. Nachdem er sich wieder zurück verwandelt hatte und kurz in der Luft schwebte, fiel der Drache vor Erschöpfung direkt in die Hände von Ren. „Scrat, hey. Aufwachen, Kleiner.“
Nur mit halb geöffneten Augen und völlig außer Atem setzte sich Scrat auf seine Hinterbeine und sah seinen Partner lächelnd an.
„Du hast mich gerettet, Kleiner. Vielen Dank. Du bist wirklich klasse.“
„Chu!“ Völlig erschöpft, doch mit letzter Kraft hob der Drache sein Ärmchen, als ein Zeichen des Sieges.
„Fiii!“ Ein dumpfes Geräusch erklang aus der Brusttasche von Ren, aus der eine kleine Maus gekrabbelt kam.
„Oh je, dich hätten wir ja fast vergessen.“, lachte Ren und nahm das zweite Wesen auf die Hand. „Dann bringen wir dich schnell noch nach Hause.“
„Aber, Meister Ren. Dein Arm…“
„Ach was…“, unterbrach er Zero. „…wir schneien eben bei der Galeera vorbei, bitten Miss Lovely, dass sie uns eben versorgt und dann machen wir uns auf den Weg. Der Kleine hier muss doch nach Hause…“

„Was zum Teufel ist denn mit euch passiert?“ Mit erschreckendem Ausdruck und etwas ängstlich ging Miss Lovely auf die ankommende Truppe zu, die an der Galeera ankam. „Ren, Zero, Scrat. Wo habt ihr die Wunden her?“
„Na ja…“ Hilfesuchend sah Ren zu seinem Roboterfreund, der allerdings nur mit den Schultern zuckte. „… wir hatten eine kleine Auseinandersetzung. Tut uns leid.“
„Chu…“
Hinter Miss Lovely standen nicht nur Sayori und Leon, die sie irritiert ansahen, sondern auch Arbeiter der Galeera.
Zu einem dieser Schiffsbauer wendete sich Leon, der sich anscheinend schon mit den Namen der Leute vertraut gemacht hatte. „Pauly, könnt ihr uns einen Verbandskasten oder so bringen?“
„Sicherlich.“, sagte dieser und schickte sofort jemanden los, um einen zu besorgen. „Aber sag mal, Kleiner. Was habt ihr angestellt? Diese Stadt ist eigentlich sehr friedlich.“
„Das waren Piraten. Mondsichel hieß er.“, antwortete Zero. „Wir haben eine kleine Maus gefunden und auf einmal waren die da und wollten Geld. Da haben wir gegen sie gekämpft.“
„Seit ihr völlig verrückt geworden!“, kam es plötzlich von Sayori. „Ihr könnt euch doch nicht mit jedem Piraten anlegen, der euch entgegenkommt. Was wäre passiert, wenn er noch stärker gewesen wäre?“
„Tut uns leid, Sayori.“, erklang es synchron von den beiden.
Und sogar Scrat und die Maus, die auf der Schulter von Ren saßen, entschuldigten sich. „Chu…“ „Fi…“
„Moment mal, Tyrannosaurus?“ Aus der Gruppe der Handwerker schritt einer mit Hemd und insgesamt geschäftlicherem Auftreten und ging genau auf Ren zu, vor diesem er auch stehen blieb.
„Tyrannosaurus?“
Verwundert sahen Ren und seine Freunde zu dem Mann, der plötzlich seine Hand an Ren’s Schulter legte und die Maus überglücklich auf diese sprang. Sie kletterte seinen gesamten Arm empor, bis sie auf dessen Schulter angekommen war. „Wo warst du denn? Wir haben dich die ganze Zeit gesucht.“
„Fi!“
„Diese Maus gehört Ihnen?“, fragte Ren den Mann vor ihm.
„Ja, genau. Ich habe ihn heute den ganzen Tag gesucht. Er war auf einmal verschwunden. Vielen Dank, dass du ihn mitgebracht hast.“ Dankend reichte der Mann ihm seine Hand. „Mein Name ist Eisberg und ich bin der Bürgermeister von Water 7 und Chef der Galeera.“
„Freut mich, Sie kennenzulernen. Ich bin Ren.“
„Pauly! Hey, ich hab hier den Erste-Hilfe-Kasten!“, erklang es auf einmal von weiter weg.
„Gut, her damit.“
Und so wurden Ren, Scrat und Zero erst einmal versorgt. Eisberg brachte sie dafür in sein Büro, zusammen mit Leon, Sayori und Miss Lovely, die sie begleiteten.
Nach der Versorgung bekamen sie alle noch eine Tasse Tee bzw. Öl für Zero, um mehr von Tyrannosaurus und dessen Verschwinden zu erfahren.
„Wo habt ihr ihn gefunden?“
„An einem Papiercontainer, in einer Gasse. Er steckte anscheinend unter einem Karton fest.“, erklärte Ren, der zusammen mit den anderen in der Sitzgelegenheit in Eisberg’s Büro saß.
Tyrannosaurus und Eisberg saßen derweil am Schreibtisch und der Bürgermeister sah seine Maus nachdenklich an. „Was hast du denn da gemacht? Das kenn ich ja gar nicht von dir.“
„Fi! Fifi!“
„Ah, Moment!“ Zero’s Aufstöhnen ließ alle aufschrecken und sie beobachteten, wie der Roboter etwas aus seinem Rumpf holte und es Eisberg überreichte. „Tyrannosaurus wollte das mitnehmen.“
Interessiert und verwundert zugleich nahm Eisberg das Papier entgegen, las es und fing plötzlich an breit zu grinsen. „Das ist doch der Reparaturvertrag der Helm-Piraten. Wo kommt der denn her?“
„Fififiii!“ Die weiße Maus machte ein paar Armbewegungen, bis Eisberg plötzlich begriff.
„Oh nein, das war mein Fehler, das tut mir leid.“ Lächelnd sah er nun zu seinen Gästen und fing an zu erklären. „Dieser Vertrag ist wirklich wichtig, da eine Piratenbande bis heute noch nicht ihre Reparaturen gezahlt hat. Und wenn dies nach einer bestimmten Zeit nicht geschehen ist, geht das Ganze an die Marine, die sich darum kümmert. Anscheinend habe ich diesen Vertrag aber gestern ausversehen in den Müll geschmissen, als ich meinen Schreibtisch aufgeräumt habe.“
Und nun ging nicht nur Ren, sondern auch allen anderen im Raum ein Licht auf. „Und Tyrannosaurus wollte Ihnen helfen und ist den Vertrag suchen gegangen.“
„Ganz genau. Es tut mir leid, dass ich euch solche Unannehmlichkeiten gemacht habe.“
Doch Ren schüttelte den Kopf. „Kein Problem. Wir haben Tyrannosaurus gerne geholfen und außerdem war der Kampf gegen die Piraten ein gutes Training für uns.“
Die anfängliche Stille, die durch das Erstaunen ausgelöst wurde, veränderte sich langsam in ein lautes Gelächter und sogar Sayori schmunzelte ein wenig. Ren zog anscheinend aus jeder Begegnung, und sei sie auch so unnötig gewesen, wie bei den Piraten, seinen Nutzen daraus.
Dieses kurze Abenteuer hatte ihnen wirklich geholfen. Ihr Schiff war nun wieder voll und ganz seetüchtig, alle Vorräte aufgefüllt und die Hälfte der Truppe hatte sogar ein gutes Training gehabt, auch wenn es gefährlich war.
„Aber am meisten hat Scrat heute gemacht.“, lachte Ren und nahm seinen Drachenfreund auf die Hand. „Ich bin wirklich beeindruckt, du warst gigantisch!“
„Chu!“

~*~

Scrat (große erscheinung rechts^^)

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BeitragThema: Re: The Red Son    Do 28 Apr - 14:30

   
Wiede ein super Kapitel Very Happy Hab mich jetzt endlich mal durchgearbeitet, aber ich muss sagen, es lohnt sich Very Happy Mir gefallen vor allem deine Charaktere^^

Stefan Bögli
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BeitragThema: Re: The Red Son    Do 28 Apr - 14:45

   
Ich fand das Kapitel einfach spitze xD
Es ist ein bisschen viel Text zum lesen aber die Mühe mache ich mir gerne Wink
WOW jetzt hast du schon 16 Kapitel, hoffe du machst weiter so Wink



 

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