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BeitragThema: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Fr 25 Feb - 22:33

   

Kapitel 1

Farins Geschichte beginnt eigentlich ab seinem dreizehnten Lebensjahr, hier passieren die
ersten ungewöhnlichen Dinge in seinem Leben. Bis dahin war Farin nur ein Knirps mit honigblon-
den Haaren, die er als Bubikopf trägt, einem recht schmalen Kopf mit einem kleinen Engelsge-
sicht, einem vielleicht etwas zu langen Hals - was allerdings nur dadurch Zustande kommt, das
er recht dünn ist, obwohl er einen gesunden Appetit hat und keineswegs schwächlich ist - und
einem wirklich ausgeprägten Sinn für gute Entscheidungen.

Farin wuchs in einem sehr elitären Umfeld auf. Sein Vater entschied, das der Junge Harfenist
werden würde. Jonathan Born war ein einflussreicher Kaufmann, der als junger Mann in der
Marine gedient hatte und wollte die Diszipin, die er dort gelernt hatte früh an seinen Sohn
weitergeben. Außerdem war er ein Musikenthusiast und wollte durch die Erziehung seines
Sohnes die Welt kennenlernen, die ihn so interessierte.
Farin wollte seinen Vater natürlich nicht enttäuschen, aber es drängte ihn doch immer nach
draußen, vor allem zum Hafen, wo er oft, wenn er gerade nicht üben musste, oder ein Kon-
zert gab, saß und entweder das Treiben beobachtete oder einfach aufs Meer hinaussah.

Eines Morgens, er hatte sich mal wieder auf eine der Taurollen gesetzt und beobachtete
gerade, wie ein großes Schiff andockte, das eine wunderschöne Galionsfigur hatte, die aussah
wie ein Drache, als sich plötzlich drei Jungen vor ihm aufbauten. Sie wollten eindeutig Ärger.
Farin mochte es nicht, sich zu prügeln, obwohl er durchaus nicht schwach war. Er hatte
auch Selbstverteidigungskurse besucht, die ihm sein Vater auf sein bitten bezahlt hatte, da
er einsah, das der Junge, wenn er immer am Hafen herumlungerte durchaus auch in Probleme
geraten konnte und er wollte dem Jungen nicht alle seine Freude verderben, indem er ihm auch
noch verbot, zum Hafen zu gehen. Er hatte schon genug Verbote. Die Jungen versuchten auch
garnicht lange, ihn zu provozieren, sie hatten es einfach nur darauf abgesehen, ihn zu vermö-
beln. Als die Drei handgreiflich werden wollten gab Farin dem einen ein kräftigen Fausthieb auf
die Nase, so das er hintenüber kippte und dort liegen blieb. Die beiden Anderen aber zogen
Messer und stürzten sich auf Farin. Es entstand ein wildes Knäuel von Körpern und obwohl
auch die beiden Jungen einiges abbekamen war es doch Farin, der die schlimmsten Verletzun-
gen davontrug. Als die beiden von Farin abließen hatte er schon eine tiefe Schnittwunde, die
sich von seiner rechten Augenbraue außen am Auge vorbei und in einer sichelförmigen Linie
bis fast zum Kinn hinunterzog und es fehlte ihm ein Glied seines linken kleinen Fingers.
Die beiden machten sich gerade wieder bereit, sich auf ihn zu stürzen, als Farin plötzlich eine
unheimliche Präsenz spürte. Die beiden Jungen strauchelten und fielen dann wie Sandsäcke
zu Boden. Farin drehte sich um und sah einen jungen Mann von etwa zwanzig Jahren vor
sich stehen. Er stellte sich als Shanks vor und fragte Farin nach seinem Namen, wie er in diese
Situation gekommen sei und was er so früh Morgens am Kai tue, er müsse doch sicher in die
Schule oder zu seinem Lehrmeister. Währenddessen zog er ein paar streifen Leinentuch unter
seinem langen, schwarzen Mantel hervor und fing an, Farin das Gesicht zu verbinden.
Anschließend stillte er die Blutung am kleinen Finger. Als Farin meinte, er spiele Harfe und wolle
Harfenist werden, lachte Shanks laut auf. Er riet ihm dann, sich einen anderen Beruf zu suchen,
denn für einen Harfenisten, so sagte er, habe er keinerlei Verwendung auf seinem Schiff.
Statt zornig zu werden, wie er es normalerweise gemacht hätte, wenn jemand in Zweifel zog,
dass die Harfe seine Bestimmung war - es war immerhin die Entscheidung seines Vaters und
er liebte seinen Vater mindestens genauso sehr wie er ihn fürchtete - wurde er sehr nachdenk-
lich. Er hatte schon immer auf See fahren wollen und nun sagte ihm dieser Junge mit den blut-
roten Haaren, das es keine Verwendung für Harfenisten auf Schiffen gäbe.
Er bedankte sich noch einmal bei Shanks für seine Rettung und ging dann nach Hause.

Sein Vater tobte, als er sah, in welchem Zustand sich sein Sohn befand. Da er nur den kleinen
Finger verletzt hatte, konnte er immerhin noch Harfe spielen, aber das schöne Engelsgesicht
war nun zuschanden. Der Hafen war für ihn Tabu und er würde die nächsten drei Monate nicht
aus dem Hause dürfen. Eines Nachts, etwa zweieinhalb Wochen nachdem sein Vater ihn unter
Hausarrest gestellt hatte, klopfte es so gegen halb Zwei an Farins Fenster. Der Junge erschrak,
er hatte wach gelegen, obwohl alle anderen längst schliefen. Er hatte nachgedacht, über das
unausgesprochene Angebot, welches Shanks ihm gemacht hatte. Wenn er eine andere,
eine nützliche Aufgabe für sich fand, könnte er auf sein Schiff dürfen. Zuerst dachte er, er habe
sich vielleicht verhört, immerhin war er hier im dritten Stock. Dann, als es wieder klopfte, wollte
er um Hilfe rufen, aber nach ein paar Sekunden kam ihm das unmännlich vor und er stand auf
und ging zum Fenster. Auf der großen steinernen Fensterbank saßen zwei junge Männer,
einer mit langen schwarzen Haaren, die er zu einem Pferdeschwanz gebunden hatte und der
Andere mit gelben Rastalocken. Die beiden saßen da wie Statuen. Farin erkannte die beiden, sie
hatten bei dem großen Schiff gestanden, als Shanks mit ihm geredet hatte. Er fragte sich, was
die Beiden wohl von ihm wollten. Wollten sie ihn kidnappen? Dann hätten sie ihm nicht die
Wahl gelassen. Ah. Jetzt verstand er. Das war eine Wahl. Er musste wählen zwischen
diesem langweiligen, aber geregelten und unkomplizierten Leben und dem wilden, aufregenden
und gefährlichen Leben dort draußen, das in Gestalt dieser beiden jungen, verwegen ausseh-
enden Männer auf seiner Fensterbank auf ihn wartete. Für einen dreizehnjährigen Jungen ist
eine solch weitreichende Entscheidung wirklich nicht einfach, sie ist es für niemanden, aber
erst recht nicht für einen so jungen Menschen. Aber Farin kam zu einem Schluß. Er öffnete
das Fenster und setzte sich zu den Beiden auf die Fensterbank. Auf dem Gesicht des Schwarz-
haarigen zeigte sich ein gütiges Lächeln, der Rastajunge aber strahlte förmlich von einem Ohr
zum anderen. Er grüßte Farin überschwänglich, wenn auch gedämpft, damit  auch ja niemand
aufwachte.Er heiße Yassop und das hier sei Ben. Der große, schlacksige Mann nickte ihm zu.
Farin fragte sich gerade, wie sie denn von dieser Höhe heil auf den Boden kommensollten, als
Yassop einfach vom Fenstersims rutschte. Bevor Farin auch nur daran denken konnte, ihm zu
helfen war er verschwunden. Im nächsten Moment spürte er, wie ihn zwei große, sehnige
Hände packten und dann ging es abwärts. Sie kamen vollkommen unbeschadet unten an, Ben
landete so sanft wie eine Feder. Farin kam aus dem Staunen garnicht mehr heraus, als Ben ihn
sich auf den Rücken packte und einfach loslief. Die beiden waren unglaublich schnell, Farin
kannte niemanden, der auch nur annähernd so schnell laufen konnte und dann auch noch mit
seinen immerhin fünfundvierzig Kilo auf dem Rücken. Sie waren in nicht einmal einer Minute am
Hafen, obwohl Farin meistens etwa eine viertel Stunde zu Fuß unterwegs war. Das große Schiff
war zum auslaufen bereit und oben auf der Brüstung sah Farin die Umrisse des Mannes, an den
er in den letzten Wochne so oft hatte denken müssen, den Mann mit den blutroten Haaren.
Shanks.

Erst jetzt, da er sich an Bord der Red Force befand, wurde Farin bewusst, was das für sein
Leben bedeuten würde. Er würde jetzt ein Pirat werden, zu einem jener Menschen, die sein
Vater so infernalisch hasste. Denn Piraten waren diese Leute, daran war nichts zu rütteln.
Er sollte sich getäuscht haben.
Drei Tage war er mit der Red Force mitgefahren, man hatte ihn weitestgehend ignoriert, Shanks
hatte nur einmal mit ihm gesprochen und ihm eingebläut, ja keine Dummheiten zu machen.
Vom Ausguck rief jemand, es seie Land in Sicht. Jetzt kam Shanks wieder aus der Kajüte und
schaute auf den Horizont, wo sich ein kleiner schwarzer Strich sehen lies. Er winkte Farin zu
sich heran. Was das dort drüben sei, fragte er ihn. Farin wusste es, es war eine Insel. Diese
Insel heisse Ornagi, erklärte Shanks ihm und fragte dann, ob er noch irgendwelche Fragen hätte.
Von dem Moment an, bis ungefähr dreißig Meter vor der Hafeneinfahrt beantwortete Shanks ihm
dann jede seiner begierigen Fragen. Es wurde nicht angelegt, sondern mitten im Hafenbecken
ließ man den Anker herunter. Farin fand das sehr seltsam, sagte aber nichts. Ihm wurde bedeu-
tet, er solle mit in das Beiboot steigen, das daraufhin hinuntergelassen wurde. Ben und Yassop
waren wieder seine Begleitung, diesmal war aber auch Shanks selbst dabei. Farin hatte es sich
bereits bei ihrem ersten Treffen gedacht, seine Erscheinung wirkte schon wie die von jeman-
dem, der über anderen steht, aber erst auf der Red Force war ihm wirklich klar geworden, dass
Shanks der Kapitän des Schiffes war und das Ben sein Stellvertreter war. Yassop schien auch
nicht schlecht gestellt, er kam direkt nach Ben. Sie legten an, stiegen aus und machten sich, Farin
immer in ihrer Mitte, auf.

Vor einer großen Blockhütte außerhalb des Ortes machten sie halt. Farin wollte gerade fragen,
was sie hier wollten, als die Tür aufschwang und ein etwa zwei Meter großer, extrem breit
gebauter Mann heraustrat. Er wirkte leicht verblüfft, die vier Besucher so früh am Morgen bei
sich auf der Matte stehen zu sehen. Shanks grüßte ihn freundlich und nannte ihn dabei Meister
Dyno. Er schob Farin nach vorne und fragte, ob der Meister ihn in Lehre nehmen würde. Farin
blickte sich erstaunt zu Shanks um. Darum war es also gegangen. Er wurde zu einem Lehr-
meister gebracht, der ihm etwas nützliches beibringen sollte. Farins Augen füllten sich mit
Tränen. Shanks sah das und beugte sich zu seinem kleinen Schützling hinunter. Farin wehrte
ab, das seien nicht Tränen der Trauer, weil er sich im Stich gelassen fühle, im Gegenteil, er
hätte sich auf dem Schiff höchstens die Knie Wundschrubben können. Shanks war verblüfft
und zugleich erleichtert. Dieser Junge war echt eine Nummer für sich. Shanks versprach dem
verdutzten Schmied, - das war er nämlich, wie Farin an dem Gildenschild über seiner Tür sehen
konnte- dass der Junge gut und schnell lernen würde und dass er ihn in zwei Jahren wieder ab-
holen würde. Dann lies er die Beiden, den jungen Harfenisten und den bärtigen, riesigen
Schmied, stehen und ging mit Yassop und Ben davon. Nur Yassop drehte sich noch einmal um
und winkte Farin noch einmal aufmunternd zu, dann verschwand auch er hinter einer Ecke.

Dyon nahm den Jungen bereitwillig auf, auch wenn er seit etwa einem Jahr keinen Lehrling
mehr hatte und mit dem letzten eine Menge Ärger gehabt hatte, aber wie er er wusste, konnte
immer ein faules Ei dabei sein. Nach einiger Zeit hatte sich Farin ganz gut an die schweißtrei-
bende Arbeit gewöhnt und machte, auch wenn Dyon ihm das nicht sagte, sondern ihn immer
weiter forderte, unglaublich schnelle Fortschritte. Seine Finger waren sehr geschickt, er hatte
mehr Kraft, als die meisten ihm zugetraut hätten und diese Kraft wuchs jeden Tag weiter.
Nach etwas mehr als einem halben Jahr hatte er sein erstes Katana vollendet. Es war noch kein
Meisterstück, aber doch besser als so manch eines, welches Dyon als Lehrlingsstück entgegen-
genommen hatte. Als die zwei Jahre fast vorbei waren, hatte Farin so gut wie alles gelernt, was
Dyon ihm beibringen konnte, die letzten Schliffe würde er sich selbst aneignen müssen. Er war
mittlerweile einen Meter fünfundsiebzig groß und wog immerhin fünfundsechzig Kilo. Egal wie viel
Essen Dyon auch in ihn hineinschaufelte, der Junge blieb immer gerstenschlank, obwohl seine
Schultern doch deutlich breiter geworden waren und er alles in allem doch einiges an Muskeln
hatte. Was aber wirklich erstaunlich war, waren nicht die Muskeln, sondern was er damit anstellen
konnte. Farin ging mit dem schweren Schmiedehammer um, als sei es ein Streichholz, keiner
aus der Dorfjugend wagte, sich irgendwelche Spielchen mit ihm zu erlauben. Einmal, vor etwa
einem halben Jahr, hatte der wohl kräftigste und stärkste Junge aus dem Dorf, er war einund-
zwanzig jahre alt, sich mit ihm in einer Kneipe angelegt, als Dyon, mit dem Farin da war, gerade
auf Klo war. Farin hatte ihn am Gürtel hochgehoben und den Störenfried aus dem Arm so
durch die Tür geworfen, dass er an der gegenüberliegen Wand heruntergerutscht war.
Dyon entschied, das der Junge für ein Piratenleben auch kämpfen können müsse, und so gab
er ihm eines Tages, als Farin gerade auf der Terrasse hinter dem Haus faulenzte eine riesige
Machete, die er selbst gerade so mit Vorsicht händeln konnte. Und siehe da, der Junge ging
auch hiermit um, als wäre es nicht viel mehr als eine Weidenrute. Dyon sagte Farin, dass er
ihm einiges im Fechten beibringen würde und so setzten sie die letzten paar Wochen dazu ein,
Farins Fechtkünste mit der Machete zu verbessern und wie auch in allem Anderen lernte er schnell.


Das Schiff kam auf die Bucht zu, es war mitten in der Nacht. Nur drei Personen im Hafen waren
noch wach: Die Hafenwache, Farin und Dyon. Die drei standen dicht beieinander und der
Wache schien ihre Position, zwischen dem hünenhaften Schmied und seinem nicht minder
furchteinflößenden Lehrling, nicht zu gefallen. Er hatte versucht Alarm zu schlagen, als er erkan-
nt hatte, dass es sich um ein Piratenschiff handelte, aber die Beiden hatten ihn überzeugt, dies-
mal davon abzusehen. Als man vom Steg sehen konnte, wie das Beiboot zu Wasser gelassen
wurde, umarmten sich Meister und Lehrling noch einmal. Der eigentliche Abschied war heute
Abend über die Bühne gegangen und Beide waren noch ein wenig beschwippst davon. Farin
hatte in den letzten beiden Jahren mit kaum jemandem zu tun gehabt, außer mit Dyon, es sei
denn gelegentlich mit seinen Kunden und einmal eine Zeit lang mit einem Mädchen, das zu
Besuch bei einem Onkel gewesen war.
Er musste an all die Streiche und Albernheiten denken, die er an seinem Meister im letzten Jahr
ausgelassen hatte und musste auf einmal kichern. Im ersten Jahr hatte er gearbeitet wie ein
Tier, hatte nichts anderes getan, Tag ein, Tag aus. Im zweiten Jahr, auf den Tag genau, hatte er
sein Verhalten geändert. Er hatte zwar immernoch fleißig gelernt und gearbeitet, aber er hatte
auch angefangen, eine persönliche Bindung zu seinem Meister aufzubauen und hatte dies viel-
fach durch Streiche und Neckereien getan.
Das Boot war nun da, darin saßen Yassop und Ben. Farin sprang ins Boot und riss Yassop
fasst um, so fest umarmte er ihn. Es war schön, die beiden wieder zu sehen, auch wenn er sie
bisher nur an fünf Tagen seines Lebens gesehen und nur an dreien davon mit ihnen gesproch-
en hatte. Er umarmte auch Ben, dann sprang er noch einmal aus dem Boot und verabschiedete
sich unter Tränen von seinem Meister. Als er wieder in das Boot kletterte strahlte er aber schon
wieder. Nun also begann sein wildes Piratenleben. Er ließ die letzten beiden friedlichen Jahre
seines Lebens hinter sich zurück, von nun an war er einer der Rothaar-Piraten.
Sein Vater hatte auf Ornagi nie nach ihm gesucht. Er hätte ihn auch nicht gefunden. Farin wollte
dieses Leben und er bereute seine Entscheidung, von zu Hause fortzugehen nicht.



Zuletzt von FarFromOver am Di 28 Jan - 18:39 bearbeitet, insgesamt 15 mal bearbeitet
MacSanji99
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Sa 26 Feb - 1:12

   
Das ist eine gute Geschichte gefällt mir. Hoffe auf baldige Fortsetzung.

Sanji "Fähnchen schwenk"



Zuletzt von MacSanji99 am Mo 9 Mai - 13:57 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Sa 26 Feb - 18:39

   
Ich finde deine Geschichte sehr interessant! Es macht Spaß sie zu lesen!

Ich hoffe, das die Geschichte bald weitergeht! Wink

FarFromOver
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mo 28 Feb - 9:57

   
Kapitel 2



Vom Schiff wurde eine lange Strickleiter heruntergelassen und Ben bedeutete Farin, er solle
vorgehen. Oben angekommen erwartete ihn der Rest der Crew. Sie war in den zwei Jahren um
einige Mitglieder gewachsen und jene, die damals noch Jünglinge gewesen waren, waren nun
zu echten Männern geworden. Shanks begrüßte ihn überschwänglich. Er hatte, wie so viele aus
der Crew, Narben aus den Gefechten, die sie in den letzten zwei Jahren gehabt hatten zurückbe-
halten, am auffälligsten waren aber die drei Narben, welche sich über sein linkes Auge zogen.
Die Piratenflagge war bereits auf das neue Aussehen des Kapitäns abgestimmt worden. Shanks
wollte aber anscheinend nicht allzu lange verweilen und trieb seine Mannschaft nach dem herz-
lichen Willkommenheißen des Neulings dazu an, so schnell wie möglich wieder in See zu
stechen. Dann wandte er seine Aufmerksamkeit wieder Farin zu. Auch Ben und Yassop gesellten
sich zu den beiden. Nun musste Farin erzählen, wie es ihm ergangen war und was er alles
gelernt habe. Darauf hatte der Junge nur gewartet. Er öffnete den Beutel, den er bei sich trug.
Darin befanden sich alle Stücke, die er im letzten Jahr seiner Ausbildung geschmiedet hatte.
Er nahm die beiden besten Pistolen heraus - Dyon hatte ihm mit den Beiden geholfen und gesagt,
er habe nie bessere Pistolen in der Hand gehabt - und überreichte sie Yassop. Dieser betrachtete
sie mit unverhohlener Bewunderung und tat einen scheinbar vollkommen willkürlichen Schuss in
die Luft. Im nächsten Augenblick hörte man vom Heck her einen Aufschrei und dann kam ein
Bootsjunge herbeigelaufen, er habe eine Möwe auf den Kopf bekommen. Die Gruppe lachte und
sowohl Yassop als auch Farin waren mit ihrer Arbeit vollauf zufrieden. Er kramte noch einige
Pistolen aus dem Leinensack, die unter den Anderen später verteilt werden würden und noch einige
Katana, wobei er aber die Bemerkung fallen ließ, daß diese längst nicht die Güte von legendären
Schwertern hätten. Shanks lachte hell auf. Er erklärte Farin, das legendäre Schwerter eine Lebens-
aufgabe seien, man bräuche sicher einige Jahrzehnte an Erfahrung und die Herstellung dauerte meist
länger als Farins gesamte Ausbildung. Farin wurde verlegen. Er hatte das natürlich gewusst, deshalb
war es um so peinlicher, dass er den Vergleich gewagt hatte.

Shanks fragte Farin, ob er denn auch zu kämpfen gelernt habe. Farin, da er sich gerade schon
ein wenig blamiert hatte, druckste herum und sagte schließlich, er habe ein wenig fechten gelernt.
Er knöpte sein Hemd auf und zeigte den anderen seine Machete, welche er in einem
Ledergeschirr auf der rechten Seite trug, mit dem Griff nach unten, wobei ein Lederriemen, der
mit einem Druckknopf befestigt war, verhinderte, dass die Waffe aus der Hülle rutschte. Shanks
bat ihn, ob er die Waffe einmal sehen könne. Farin löste den Druckknopf und ließ die Machete aus
der Scheide sausen, drehte sie blitzschnell um und hielt sie seinem Kapitän hin. Shanks'
Erstaunen über diese Vorführung verwandelte sich in puren unglauben, als er das Gewicht der
Waffe spürte. Er hatte noch nie eine so schwere Waffe in Händen gehalten und dieser Knirps ging
damit um wie mit einem Spazierstock. Er prüfte die Waffe und befand, dass es sich hierbei ein-
deutig um eines von Dyons Meisterwerken handelte. Die gesamte Waffe schien wie aus einem
Stück geschnitten und in der Länge war sie es auch. Wenn man aber die Klinge prüfte, so sah
man, das sie aus unendlich vielen, extrem dünnen lagen Stahl bestand. Der Schliff war sehr sorg-
fältig und die Waffe hatte noch eine besonderheit. In den hinteren Teil der Klinge waren vier
Löcher eingearbeitet, durch die man seine Finger stecken konnte. So war es mit dieser Waffe
möglich, selbst den härtesten Hieb abzublocken, wenn man nur die richtige Standkraft besaß.
Alles in allem war es eine unglaublich gut gearbeitete Waffe, Dyon hatte sicher sehr viel Zeit damit
verbracht, sie zu schmieden.


Die Machete wurde von Hand zu Hand gereicht und alle, die die Waffe in die Hand bekamen
äußerten ihren Unglauben darüber, dass Farin mit der Waffe vernünftig umgehen könne. So
musste sich Farin schließlich dazu überreden lassen, einen Scheinkampf zu bestreiten.
Sein Gegner war Pavil, einer der besten Schwertkämpfer aus Shanks' Bande. Pavil war riesig,
unglaublich breit gebaut und sah generell recht grimmig aus, vor allem im Schein der Fackeln. Er
war dunkelhäutig und hatte einen schwarzen Vollbart, sowie lange, dicke, schwarze Haare, die
ihm in dicken Zöpfen, in die er rote Bänder geflochten hatte, auf den Rücken herabfielen. Sein
Katana war riesig und die Klinge war leicht gezackt, wodurch sie einem ungeübten Kämpfer sehr
leicht die Waffe aus der Hand prellen konnte. Farin war nervös, schließlich war dies das erste Mal,
das er gegen einen wirklichen Piraten kämpfte, er konnte ja nicht wissen, dass Dyon früher auch
Pirat und auch ein recht fähiger Kämpfer gewesen war, er hatte nie von seiner Vergangenheit
geredet. Shanks schaute erst zu ihm, dann zu Pavil und wieder zurück. Dann nickte er leicht mit
dem Kopf. Der Kampf hatte be- gonnen. Pavil stieß einen markerschütternder Kampfschrei aus
und preschte auf Farin los. Dessen Nervosität war auf einmal wie weggeblasen. Er kannte diese
Übung, er hatte sie mit Dyon stundenlang durchexerziert. Er ließ sein Gegenüber so nah heran-
kommen, dass er mit ausgestreckter Hand fast die Schwertspitze hätter berühren können. Um
sie herum wurden Stimmen laut, der Neuling hatte noch nicht einmal seine Waffe gezogen. In
diesem Moment schnellte Farins Hand blitzschnell zur Waffe. Er lief die Machete aus der Drehung
des Handgelenks mit voller Wucht auf das Katana treffen, wodurch er dem hünenhaften Pavil die
Waffe fast aus der Hand schlug. Gleichzeitig machte er, sich einmal um sich selbst drehend
einen Schritt vorwärts und im nächsten Moment lag seine Klinge auf Pavils Gurgel. Farin sprang
zurück und winkte Pavil, heranzukommen. Er wollte wissen, wie er in einem direkten Duell stand-
halten konnte. Diesmal war Pavil vorsichtiger. Die beiden umkreisten einander langsam. Diese
Mal war es Farin, der zuerst angriff. Er führte einen Schnitt von unten, der Pavil keine andere
Wahl ließ, als ihn zu blocken. Dadurch wurde er nun in die Deffensive gedrängt. Shanks beobach-
tete den Jungen mit Interesse. Er führte wirklich keine schlechte Klinge,seine Beinarbeit war auch
ausgezeichnet, aber, in dem Moment erhöhte Pavil das Tempo, er war noch zu langsam. Farin
merkte, das er plötzlich nicht mehr Herr der Lage war. Pavils Blocks wurden immer heftiger, bis er
selbst irgendwann die Initiative ergriff. Nun war es Farin, der zurückgedrängt wurde. Auf einmal
blitzte es in Pavils Augen auf. Bevor Farin über haupt wusste, was geschah lag er auf dem Boden
und die Spitze von Pavils Katana lag ihm auf der Kehle. Shanks applaudierte und der Rest der
Crew fiel mit in den Applaus ein.


Der Kampf war vorbei, Pavil half Farin auf die Füße und klopfte ihm dann lachend auf den
Rücken. Der Junge hatte Kraft und er war wirklich geschickt, und das waren Eigenschaften die
Pavil mochte. Er meinte zu Shanks, dass der Junge, wenn er fleißig trainierte, ihn in ein paar
Jahren überholt haben würde, sagte dann, immer noch lachend, zu Farin, dass er sich aber jetzt
noch nicht von einem Neuling, der gerade einmal ein paarmal bei einem Schmied mit Waffen
gespielt hatte, besiegen lassen würde. Dass das Manöver am Anfang ihn verblüfft hatte und völlig
unvorbereitet getroffen hatte wollte er natürlich nicht zugeben. Farin musste grinsen. Was hatte er
auch anderes erwarten können, dieser Mann war sicher seit über zehn Jahren auf See und hatte
sicher schon in einigen dutzend Schlachten gekämpft, während er gerade einmal ein paar
Monaten im Training war. Pavil bat ihn, ob er sich vielleicht einmal die Machete ausleihen dürfe,
er würde ihn dafür auch trainieren, er wolle nur ein wenig damit herumexperimentieren. Farin
sagte sich, dass die Waffe in den Händen dieses gutmütigen Kerls mehr als gut aufgehoben war
und überreichte sie ihm. Er schaute noch zu, wie er ein paar Übungen damit machte und musste
sich eingestehen, dass der Hüne wohl mindestens genauso viel Kraft hatte wie er, wenn nicht
sogar mehr. Dann kehrte er zu Shanks zurück und fragte diesen, wo seine Koje sei, er sei wirk-
lich müde und wolle schlafen. Shanks zeigte ihm seine Kajüte, sie war sogar recht geräumig und
wirkte wirklich freundlich.
In den nächsten beiden Wochen, die sie auf See waren, lernte Farin das Piratenleben kennen.
Es gab in den zwei Wochen drei große Gelage, bei denen sich meist ausnahmslos alle
hemmungslos betranken, wobei der Käptn meist ganz vorne mit dabei war. Farin war der einzige,
der halbwegs nüchtern blieb. Einmal an einem Morgen nach einem Zechgelage wurde das Schiff
von drei Marineschiffen gesichtet. Als die Soldaten bereits fast auf dem Schiff waren kam Farin
aus seiner Kajüte und ging an Deck. Er sah die Marine, bevor sie ihn sahen und stieß sofort einen
Warnschrei aus, für den er fast eine Kugel von einem Marine-Kommandanten abbekommen hätte,
wenn er sich nicht augenblicklich zu Boden geworfen hätte. Die Piraten, soeben noch ein Haufen
Schnapsleichen, waren im nächsten Moment auf und unter den Soldaten, die trotz ihrer Zahlen-
mäßigen Überlegenheit den Piraten im Nahkampf nichts entgegenzusetzen hatten. Farin lernte in
dieser Schlacht, obgleich man sie eigentlich nicht so nennen kann, da niemand ernstlich verletzt
wurde, dreierlei Dinge. Erstens, es sollte immer mindestens eine Person nüchtern bleiben, damit
sie Wache halten kann. Zweitens, so betrunken ein Pirat auch sein mag, wenn es in die Schlacht
geht hat er immer einen klaren Kopf und drittens, ein normaler Marinerekrut ist für einen echten
Piraten in etwa so gefährlich wie eine Stechmücke. Der einzige, der nicht an dem Scharmützel
teilnahm, der noch nichtmal aufwachte, als der Kampf in vollem Gange war, war ihrer aller Käptn,
Shanks. Er schlief in aller Seelenruhe seinen Rausch aus. Als er Abends erwachte und hörte, was
vorgefallen war, ordnete er trotz seines brummenden Schädels eine weitere Party an. So war es
kein Wunder, das nach nicht einmal ganz einer Woche der Sakevorrat erschöpft war. Farin nahm
sich vor, bei den Gelagen nichts zu trinken, da er zum einen den Sake nicht besonders mochte,
zum anderen, weil er keine Lust auf böse Überraschungen hatte, die auf dem Meer häufig an der
Tagesordnung sind. Zeit zum faulenzen hatte Farin nur dann, wenn ein Gelage mal wieder ausge-
artet war und keiner seiner Lehrer mehr ansprechbar war. Meist konnte er selbst dann noch ein
paar interessante Informationen von Ben bekommen.Den Rest der Zeit verbrachte er damit, mit
Yassop oder Ben Schießübungen zu machen oder mit Shanks und Pavil fechten zu üben.
Pavil hatte einen Narren an dem Jungen gefressen und der Junge fand den großen schwarzen
Mann auch sehr sympatisch. Da sie Kajüten direkt nebeneinander lagen uterhielten sie sich
Nachts oft noch stundenlang, sehr zum missfallen einiger weniger Crewmitglieder. Um auch
diese zum Schweigen zu bringen sägte Farin irgendwann einfach die Kajütenwand unter seinem
Bett durch, so das die beiden sich besser verstehen konnten und deshalb nicht mehr so laut reden
mussten. Die meisten Piraten schliefen aber sowieso wie Steine.



Zuletzt von FarFromOver am So 11 Dez - 14:11 bearbeitet, insgesamt 3 mal bearbeitet
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BeitragThema: Comment   Mo 28 Feb - 12:57

   
Hui wirklich cool,

am anfang war es nicht ganz so füßig wenn ich das so sagen darf, aber es hat doch wirklich viel spaß gemacht deine geschichte zu lesen Smile
ich bin gespannt wie es weiter geht und freu mich auf ein neues Kapitel von dir Smile
weiter so
Wink

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mo 28 Feb - 14:14

   
Kapitel 3




Nach zwei Wochen auf See, in denen Farin schon einiges gelernt hatte, kamen sie zu einer Insel.
Farin war gerade dabei, einen Fisch auszunehmen, den er zusammen mit Yassop gefangen
hatte, als der Ausguck rief, es sei Land in Sicht. Sofort stürmten alle nach vorne zum Bug, um zu
schauen. Das hatte aber meist ein recht schnelles Ende, da es auf einem großen Schiff wie der
Red Force immer etwas zu tun gab und wenn die Crew sich nicht daran erinnerte ,dann taten es
Shanks oder Ben. Die Insel hieß Kolymo und war ein beschauliches Stück Land. Die meisten
Einwohner waren hart arbeitende Bauern und Handwerker, es gab aber eine Ausnahme, allerdings
nicht was das arbeiten anging. Diese Ausnahme war Koly. Er war Meteorologe, Wetterforscher.
Eigentlich hieß er ja Koly III. aber der Einfachheit halber nannte ihn jeder Koly, dass heißt jeder der
ihn zu Gesicht bekam, was selten genug der Fall war. Sein Großvater, Koly I., hatte die Insel ent-
deckt und besiedelt. Jeder Koly, der sich zur Ruhe gesetzt hatte, war wieder auf Kolymos gestran-
det. Auch Koly war schon älter, um die fünfzig Jahre herum und es schien, dass mit ihm die Reihe
der Kolys zu Ende ging, da er bisher keinen Nachwuchs hatte. Die Kolys waren alle große Entde-
cker gewesen, vor allem aber hatten sie die Navigation revolutioniert. Wenngleich die Sippe der
Koly aussterben sollte, die Navigationskünste der Familie sollten es nicht. So hatte Koly Shanks
vor vier Jahren gebeten, ihm einen Lehrling zu beschaffen und genau das hatte Shanks auch
getan. Sie war jetzt vierzehn Jahre alt und eigentlich hatte Shanks noch ein wenig warten wollen,
aber wenn er sie in einem zu reifen Alter in die Bande brächte würden die Männer noch auf falsche
Gedanken kommen. So hatte er sich entschieden sie jetzt schon in die Bande zu holen.
Und außerdem konnte sie sich sicher auch selbst mittlerweile ein wenig verteidigen, da war sich
Shanks sicher. Immerhin hatte sie jetzt vier jahre bei Koly gelebt und gelernt und der war früher
ein ausgezeichneter Kämpfer gewesen. Der einzige, der noch wusste, was sie auf dieser Insel
vorhatten war Ben. Er hatte das Mädchen damals entdeckt, halb verhungert und verdurstet
auf einer einsamen Insel. Sie war auf einem Erkundungsschiff gewesen, welches gesunken war.
Sie war die einzige Überlebende. Obgleich sie mit den Kräften vollkommen am Ende war, hatte
sie alle Fragen, die Ben ihr gestellt hatte mit dem Wissen, einem Verstand und einer Klarheit
beantwortet, der die beiden Teenager damals schwer beeindruckt hatte. Koly hatte nicht schlecht
gestaunt als die beiden ihm das zehnjährige Mädchen gebracht hatten, aber Koly kannte Shanks
Talent, immer für einen Job die Besten der Besten zu finden. So hatte er sie dann auch als Schü-
lerin akzeptiert und sie ihn als Lehrer.


Als sie an Land gingen machte sich Shanks sofort auf den Weg. Er nahm nur Ben und Farin mit,
letzteren, weil er ihm zeigen wollte, dass er nicht der Einzige war, den sie auf diese Weise rekru-
tierten. Farin war sehr aufgeregt, er hatte keine Ahnung, was ihn hier erwartete, außerdem war es
eine Ehre, dass er als einziger mit dem Käptn und dem Vize mitgehen durfte. Kolys Haus lag ganz
oben auf dem höchsten Hügel der Insel, von der aus man das gesamte Land überblicken konnte.
Als Shanks an der Türe klopfte dauerte es eine ganze Weile, bis diese geöffnet wurde. Auf der
anderen Seite erschien ein ausgemergelt wirkender, kleiner Mann mit grauem, verfilzten Haar,
einer extrem vergrößernden Brille und abstehenden großen Ohren. Er wirkte wie eine Karikatur
eines verrückten Wissenschaftlers, mit dem Unterschied, das er keinen Kittel trug, sondern einen
blaßbeigen Pullover und eine schwarze Hose, dazu schwarze Lederschuhe. Als er den unange-
meldeten Besuch erblickte traten ihm die Tränen in die Augen, dann warf er sich Shanks in die
Arme und fing an zu schluchzen. Shanks war zwar auch ein wenig peinlich berührt, vor allem aber
gerührt. Ben stand vollkommen ruhig daneben. Er stellte sich als Professor Koly vor und bat die
drei Piraten in seine Wohnung. Er werde "Sie" holen. Farin fragte sich, wer sie wohl sei, kam aber
zu keiner befriedigenden Antwort. Plötzlich schrie eine helle Mädchenstimme laut Bens Namen.
Die dazugehörige Person kam dann auch mit wallenden Haaren die Treppe heruntergeschossen
und warf sich in Bens Arme, so dass der Sessel, auf dem dieser saß, fast umgefallen wäre.
Sie rappelte sich auf, umarmte Shanks auch noch kurz und gab Farin schließlich schüchtern
die Hand. Das Mädchen war etwas unter ein Meter sechzig groß, schlank, hatte milchkaffebraune
Haut und seidig glänzende, schwarze Haare, die ihr bis in die Kniekehlen reichten. Ihre Augen
waren so schwarz wie die Nacht, hatten aber genausoviel glanz wie die Sterne einer Ebenjenen.
Wieso nahm Shanks sie in die Bande auf, denn das würde er, soviel hatte er an der Reaktion von
Koly ablesen können. Sie würde einsam sein, als einziges weibliches Wesen auf dem Schiff und
wenn sie durch ihr geringes Alter vor den wirklichen Gefahren der Crew geschützt war, so doch
nicht vor ihrem derben Humor. Aber damit würde sie fertig werden, sie war nicht so eine zarte
Blume, wie es ihr äußeres ahnen ließ. All diese Gedanken schossen in Sekundenbruchteilen durch
Farins Kopf. Es entstand eine kurze Pause, die von Shanks gebrochen wurde, der das Mädchen
fragte, ob er sie vorstellen solle, oder ob sie es selbst tun wolle. Sie trat zuerst scheu von einem
Bein auf das andere, wandte sich schließlich aber doch Farin zu und begann damit, sich vorzustellen.
Ihr Name sei Alisha, sie seie vierzehn Jahre alt, sie habe hier auf der Insel bei Koly Meteorologie und
Nautik studiert und werde nun auch ein Mitglied der Rothaar-Bande werden, sie freue sich über das
Treffen. Als Alisha ihm noch einmal die Hand gab hielt er diese fest. Sie sah ihn fragend an und er meinte,
da sie sich so schön vorgestellt habe fände er, seie es auch an der Zeit, daß er sich vorstelle. Farin,
fünfzehn Jahre alt, Schmied, seit zwei Wochen Mitglied der Bande und ehemaliger Harfenist. Er grinste sie
an. Sie wurde ein wenig rot und drehte sich weg. Shanks grinste von einem Ohr bis zum anderen. Ein
Casanova war der Schmied also auch noch.

Nun kam es zum tränenreichen Abschied zwischen dem Mädchen und dem Mann, der für die
letzten vier Jahre nicht nur ihr Lehrmeister sondern auch ihr Ersatzvater gewesen war. Hier merkte
Farin, das Alisha doch recht nah am Wasser gebaut war und er sollte heute noch einige Beispiele
dafür bekommen. Als die Tränen abgeebbt waren lief sie noch einmal nach oben in ihr Zimmer
und kam nach etwa zehn Minuten mit zwei vollgestopften Koffern wieder nach unten. Ben nahm
sie beide entgegen und so zogen sie dann los und ließen mit Koly einen Mann zurück, der zwar
sehr traurig war, trotzdem aber auch sehr stolz auf sein Mädchen. Sie waren noch keine fünf
Minuten unterwegs als ihnen ein Junge entgegenkam.Er war ziemlich klein, vielleicht ein Meter
fünfzig und war eher schmal gebaut, aber trotzdem sehnig, hatte dunkelbraunes kurzes, ziemlich
struppiges Haar und eine ähnliche Hautfarbe wie Alisha. Er war unglaublich schnell. Alsiha
versuchte noch, sich hinter Bens Rücken zu verstecken aber der Junge hatte sie schon erkannt.
Er drosselte sein Tempo und hielt schließlich ganz an. Wo sie denn mit den Männern hinwolle,
fragte der Junge. Das gehe Saydan, so nannte sie ihn, überhaupt nichts an, er solle nach Hause
gehen, meinte Alisha. Dabei traten ihr schon wieder die Tränen in die Augen. Sie drehte sich um
und ging weiter. Shanks und Ben gingen mit ihr mit, Farin ging zögerlich hinterher. Als er sich
nach etwa hundert Metern noch einmal umdrehte stand der Junge immer noch dort, wo Alisha ihn
hatte stehen lassen. Farin meinte, ein leichtes Beben in dem Körper zu sehen, aber er war sich
nicht sicher. Dann gingen sie um die nächste Ecke und der Junge verschwand aus ihrem Blickfeld.
Auf dem Rest des Weges blieben alle recht ernst und schwiegen, bis die Red Force in Sicht kam.
Ihr Anblick verstetzte Alisha in Hochstimmung. Sie erzählte Farin von der kleinen Nussschale, mit
der sie vor vier Jahren hier angekommen war und Shanks meinte leicht verlegen, naja, damals
habe er von so einem Schiff wie der Red Force nur geträumt. Bei der Crew war das Staunen
natürlich groß, als sie gesagt bekamen, daß das neue Mitglied der Bande ein vierzehnjähriges
Mädchen sei. Yassop meinte daraufhin, dass sie dann aber mehr Mädels aufs Schiff holen sollten,
wenn Farin schon sein eigenes bekam. Die Mannschaft lachte herzahft über den Witz und Farin
grinste Alisha an und zuckte mit den Schultern. Alisha verstand vollkommen. So waren die Piraten
nunmal, man musste sich damit abfinden. Shanks meinte, das Schiff würde abends auslaufen, bis
dahin dürften alle machen was sie wollen, solange sie bei Einbruch der Nacht wieder da seien.
Yassop äffte Shanks nach und fragte dann, ob er ihre Mutter sei, worauf Shanks antwortete, nein,
aber wenn er weiter mitfahren wolle, solle er pünktlich sein, sie würden nicht auf ihn warten.
Yassop lachte auf und sprang dann einfach vom Deck.


Farin, der froh war, dass er endlich jemanden in seinem Alter hatte, noch dazu jemanden so sym-
patischen, (und gutaussehenden Very Happy) - auf Ornagi hatte es wenige Menschen in seinem Alter gege-
ben und nette erst recht nicht - hängte sich an Alsihas Fersen und so liefen die Beiden durch das
Hafenviertel und unterhielten sich über alle möglichen Sachen. Auf einmal drehte Alisha sich um,
als hätte sie etwas gesehen. Farin hatte den Jungen schon vor einer halben Stunde bemerkt, der
ihnen - nicht ganz ungschickt, musste Farin anerkennen - folgte.Er hatte jedoch bisher davon abge-
sehen, Alisha über ihren Verfolger in Kenntnis zu setzen, das hätte nur ihr schönes Gespräch
zerstört. Ihm kam eine Idee. Vielleicht war es garnicht so schlecht, wenn er dem Jungen die Mög-
lichkeit gab, mit Alisha zu sprechen, er hatte auf Farin ziemlich nett gewirkt. Er schlug vor, etwas
trinken zu gehen, es war wirklich heiß hier draußen. Sie gingen also in das nächstbeste Café
und bestellten etwas zu trinken, allerdings nichts alkoholisches wie es die meisten Bandenmitglie-
der höchstwahrscheinlich in den Bars am Hafen taten. Farin meinte nach ein paar Minuten, er
müsse einmal frische Luft schnappen, Alisha solle doch bitte sitzenbleiben und die Getränke
bewachen. Sie streckte ihm die Zunge heraus, blieb aber sitzen. Farin ging heraus und sah gerade
noch, wie Saydans Bein hinter einer Ecke verschwand. Er pirschte sich leise an die Ecke an und
tat dann einen kräftigen Sprung, der ihn genau an die Ecke brachte. Nun stand er einem vor
Angst wie gelähmten Saydan gegenüber. Er legte ihm schnell eine Hand auf die Schulter, damit
er nicht weglaufen konnte. Er hatte gesehen, wie schnell der Junge trotz seiner vielleicht gerade
einmal dreizehn Jahre war und war sich sicher, daß er ihn nicht würde einholen können, wenn er
einmal vor ihm weglief. Er redete beruhigend auf den Jungen ein, sagte ihm, dass er ihm eine
Gelegenheit geben wollte, mit Alisha zu reden, denn schließlich schien sie ihn ja auch zu mögen,
sonst wäre sie nicht in Tränen ausgebrochen, da war sich Farin sicher.


Als die beiden in das Café kamen verschluckte sich Alisha so an ihrem Essen, das sie die Hälfte
wieder auf den Teller hustete. Die beiden Jungen setzten sich ihr gegenüber und es herrschte erst
einmal ein betretenes Schweigen. Dann wiederholte Saydan die Frage, die er Alisha, auch vorhin
auf dem Weg gefragt hatte, wo sie hinwolle. Statt zu antworten blickte sie Saydan nur stumm an.
Sie würde ihn also wieder verlassen, sagte er niedergeschlagen, so alleine lassen wie er damals
war, bevor sie aufgetaucht war. Plötzlich sprang Alisha auf und fing an loszubrüllen. Sie wolle ihn
garnicht verlassen, aber Shanks würde es nicht zulassen, dass er auch noch mitkäme und außer-
dem sei das viel zu gefährlich, sie wolle nicht das er mitkomme. Dann stürmte sie aus dem Café.
Die beiden Jungen saßen kurz wie vom Donner gerührt da, dann, wie auf ein Signal sprangen sie
auf. Farin warf, bevor er aus der Tür schoss noch ein paar Berry-Scheine hinter sich, damit sollte
die Rechnung mehr als beglichen sein. Er hatte richtig vermutet, Saydan war schneller als er,
unglaublich viel schneller. Irgendwie hatte er das Gefühl, daß der Junge vielleicht doch nicht so
schlecht für die Bande wäre. Saydan hatte Alisha bereits eingeholt und redete auf sie ein. Es
schien ihm überhaupt keine Schwierigkeiten zu machen, neben dem Mädchen herzulaufen und auf
sie einzureden, dabei rannte sie aus Leibeskräften und der Abstand zwischen ihr und Farin wurde nur
sehr langsam kleiner. Farin drehte ab und lief weiter in Richtung Schiff. Ihm war eine Idee ge-
kommen. Er versuchte, aus eigener Kraft auf Deck zu springen, scheiterte allerdings beim ersten
mal und plumpste ins Wasser. Beim zweiten mal gelang es besser. Shanks zeigte sich sehr ver-
wundert, wieso Farin ohne Alisha und völlig durchnässt auftauchte, Farin winkte allerdings ab und
erzählte Shanks von seinem Anliegen. Er wollte das Saydan in die Crew aufgenommen wurde.


Die Diskussion wurde schneller beendet als Farin nur irgendwie hätte lieb sein sollen und Shanks
machte seinen Punkt mehr als klar. Sie seien kein Kindergarten und hätten keinen Platz mehr für
noch einen kleinen Jungen. Farin erzählte ihm von der Einsamkeit des Jungen und von der
Verfolgungsjagd, bei der er die unglaubliche Geschwindigkeit des Jungen beobachtet hatte, aber
Shanks blieb hart. Farin war enttäuscht von Shanks Entscheidung, doch es war die Entscheidung
des Kapitäns und daran war nicht zu rütteln. Farin setzte sich, wie er es so oft früher getan hatte,
auf eine Taurolle und wartete auf Alishas Rückkehr. Plötzlich hörte er hinter sich Schritte. Es war
Yassop, der, den Blick auf eine seiner Pistolen gesenkt, auf ihn zu kam. Als er auf Farins Höhe war
raunte er ihm zu, er solle ihm folgen. Farin wusste nicht genau, was er davon halten sollte aber da
er Yassop vertraute ging er ihm in einigem Abstand nach. Als er um die nächste Ecke bog stand
Yassop vor ihm. Er grinste wie ein Schulkind, dass einen besonders raffinierten Streich ausgeheckt
hat. Er sagte, er wolle sich den Jungen ansehen, den Farin so gepriesen hatte.



Zuletzt von FarFromOver am So 11 Dez - 14:29 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
MacSanji99
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mo 28 Feb - 15:38

   
Die Geschichte ist echt gut mach weiter so. Sie ist sehr gut geschrieben. Respekt.

Sanji "Fähnchen schwenk"



Zuletzt von MacSanji99 am Mo 9 Mai - 13:58 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mo 28 Feb - 18:22

   
Eine wirklich tolle Fortsetzung deiner Geschichte! Es macht Spaß sie zu lesen!

Bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht! Wink

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mo 28 Feb - 19:12

   
Geile Geschichte Wink

hab sie heute angefangen zu lesen und ich muss erlich sagen ich bin beeindruckt Very Happy

FarFromOver
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mi 2 März - 11:12

   
Kapitel 4





Die Beiden standen an der Ecke und Farin meinte zu Yassop, dass es wohl am besten wäre,
erstmal zu warten, bis Alisha wieder auftauchte, Saydan würde dann sicher nicht weit sein.
Farin ging also zurück zu der Taurolle am Kai und Yassop setzte sich nach einiger Zeit an die
Straßenecke, an der sie gesprochen hatten und fing an, sich einen Joint zu drehen. (Ja mein
Gott, er ist nunmal ein Rastaman) Nach etwa einer Stunde kam Alisha. Sie hatte noch rote
Spuren von den Tränen auf den Wangen, sah aber sonst in Ordnung aus. Sie sah sogar ziemlich
gut aus, fand Farin. Wo Saydan sei, fragte er sie, als sie näher gekommen war. Der sei nach
Hause gegangen, sie hatte ihm erzählt, dass sie erst morgen früh abfuhren. Sie brachte es nicht
übers Herz ihm Lebewohl zu sagen. Er fragte, wo er Saydan denn finden könne und Alisha gab ihm
eine Adresse. Farin erkundigte sich noch, ob bei ihr alles ok sei. Ja,ja, ihr gehe es gut. Er strich
ihr nochmal übers Haar, grinste sie schief an, bis sie zurücklächeln musste und ging dann in die
Richtung zu Yassop, nachdem er Alisha noch gesagt hatte, sie solle nicht davon reden, dass er
zu Saydan wolle. Yassop hatte sich zurückgezogen, als er Alisha kommen sah und wartete ein
Stück weit die Straße hinauf. Sie brauchten über eine Stunde, bis sie den von Alisha genannten
Ort gefunden hatten und dann standen sie vor einer Lücke, die zwischen zwei Häusern klaffte.
Sie dachten zuerst, Alisha habe sich geirrt, bis Yassop eine Bewegung zwischen den Trümmern
bemerkte. Er machte Farin darauf aufmersam und die Beiden gingen auf die Stelle zu, an der
Yassop die Bewegung gesehen hatte. Auf einmal schoss Saydan zwischen zwei großen Steinen
hervor und an den Beiden vorbei und sie konnten nur noch sehen, wie er hinter der nächsten
Ecke verschwand. Er war wirklich verflucht schnell und Yassop fluchte was das Zeug hielt, als
sie wieder auf die Straße kamen. Farin rief Saydan hinterher, er solle wieder zurückkommen, er
sei der Junge von heute Mittag und er wolle nur mit ihm reden. Dann warteten sie einfach ab,
mehr konnten sie nicht tun. Als sie gerade gehe wollten hörte Yassop leise Schritte. Saydan war
doch noch zurückgekommen. Er erkannte Farin und ließ sich dazu überreden, daß Yassop ihm
ein paar Fragen stellen durfte. Die Fragen waren extrem komisch und Saydan sollte einfach das
antworten, was ihm als erstes einfiel, nicht das, was er dachte was sein Gegenüber gerne
hören würde. Nach etwa einer halben Stunde waren sie fertig. Die Sonne stand schon ziemlich
tief am Himmel als die drei gemeinsam aufbrachen. Yassop erklärte Saydan auf dem Weg, was
sie vorhatten. Sie würden ihn aufs Schiff schmuggeln und Saydan würde für Yassop arbeiten.
Farin sollte die Crew ablenken, damit Yassop Saydan in eine der Kajüten bringen konnte.


Farin ging aufs Schiff und half den Anderen beim verfrachten der Lebensmittel. In einem
Moment, an dem er sicher war, dass niemand aufs offene Meer schaute, ließ er plötzlich seine
Kiste fallen und zeigte aufs Meer. Ein Seekönig sei dort gewesen rief er. Sofort waren alle an der
Reling und schauten nach dem vermeintlichen Riesenmonster. Alle, bis auf Ben Beckman. Der
schaute in aller gemütsruhe, an seiner Zigarette ziehend, zu, wie Yassop den Jungen vor sich
her scheuchte. Der Junge, dass bemerkte Ben sofort, hatte sehr gute Beine, war schneller als
wahrscheinlich so ziemlich jeder hier auf dem Schiff und er steckte voller Energie. Und was
besonders bemerkenswert war, er hatte es beim ersten mal geschafft, alleine aufs Schiff zu
springen. Er seufzte. Der Junge würde ihnen noch das eine oder andere graue Haar bescheren.
Yassop hatte natürlich mitbekommen, dass Ben sie gesehen hatte, aber Ben war Ben, der würde
ihn nicht verraten. Er würde jedoch ein strenges Auge auf den Jungen haben und alles, was der
Junge anstellte würde auf ihn zurückfallen. Er trug ab sofort die gesamte Verantwortung für den
Jungen.


Etwa eine Stunde, nachdem sie in See gestochen waren kam Saydan aus seinem Versteck.
Er ging langsam auf Deck, vollkommen unsicher, wie die Reaktion der Piraten auf ihn sein würde.
Alisha war die erste, die ihn entdeckte. Sie lief auf ihn zu, packte ihn an den Schultern, schüttelte
ihn heftig und schrie ihn an, was er sich dabei denke, einfach so auf ein Piratenschiff zu schlei-
chen, wer weiß was Shanks mit ihm machen würde. Sofort hatte sich eine Traube von Piraten
um die Beiden gebildet. Yassop kämpfte sich nach vorne durch und schlichtete den Streit, indem
er ankündigte, dass er den Jungen in seine Truppe aufnehme, also seie er Teil der Crew. Farin
und auch Alisha waren froh, als die Crew sich langsam wieder verteilte und Pavil kam einmal,
um dem Neuling die Hand zu schütteln. Es würde ein ganz schönes Stück Arbeit sein, diesem
Knirps beizubringen, wie man fechtet. Shanks redete kurz mit Yassop und sagte diesem, was er
sowieso schon wusste.


Die nächsten Monate gingen ohne größere Zwischenfälle vorüber, die Jugendlichen trainierten hart, es
wurde selten irgendwo angelegt und der Sakevorrat schrumpfte stetig und wurde wieder nachgefüllt.
Zwischen Farin, Saydan und Alisha entspann sich eine wunderbare Freundschaft und sie lachten häufig
noch bis in die späten Abendstunden gemeinsam. Sie hatten zudem Unterricht gemeinsam, sowohl im
Fechten, im Ringen, als auch in Allgemeinwissen, welches natürlich von Ben unterrichtet wurde. Eines
Morgens, es waren bereits etwas mehr als drei Monate vergangen seit sie Kolymos verlassen hatten,
kam eine kleine Insel in Sicht. Ben erklärte Farin, Saydan und Alisha, dass es eine kleine unbewohnte
Insel war, die kurz vor Iliana lag, dem großen Sprungbrett auf die Grand Line. Bald würden die richtigen
Abenteuer losgehen. Shanks, der an der Reling gestanden hatte, drehte sich mit einem Mal zu seiner
Crew um und brüllte aus vollem Halse, sie sollen Kurs auf die Insel, die dort wie ein Paradies aussehend
vor ihnen lag, nehmen. Ben brauchte wie immer nur wenigse Sekundenbruchteile bis er begriffen
hatte, was passieren würde. Er stöhnte auf und stand auf, um neue Zigaretten zu holen. Das würde
sie schon wieder vier Tage kosten. Auch Yassop hatte sofort begriffen, um was es sich handeln würde
und war freudig erregt. Er liebte diese Spektakel, sie waren immer äußerst unterhaltsam. Farin hatte
natürlich keine Ahnung, um was es hier ging und schaute von der Reling aus angestrengt zu der Insel
hinüber, um zu erkennen, was es dort so Spannendes gab, daß der Käptn sie anlaufen wollte.
Nach einiger Zeit erkannte er, unter einem Baum lehnend, einen jungen Mann. Er hatte stachelige,
schwarze Haare und trug einen schwarzen langen Mantel. Neben ihm am Baum stand ein
Schwert, wie Farin noch nie eines gesehen hatte. Es war riesig, mit einer mehr als einen Meter
langen Parierstange und hatte eine Klinge, die komplett schwarz war. Sie steckte ein gutes Stück
weit im Sand, sodass Farin nicht sehen konnte, wie lang sie genau war. Der Name Falkenauge
verbreitete sich überall unter den Crewmitgliedern. Einige nannten ihn ehrfürchtig, andere erfreut,
andere grimmig. Shanks blieb still, aber auch nicht untätig. Er begann, sein Hemd aufzuknöpfen
und hatte seinen Mantel bereits auf Seite gelegt und Farin sah, daß auch Falkenauge nun auf-
stand und seinen Mantel ablegte. Die Red Force legte an und Falkenauge ging auf den Strand
hinaus. Plötzlich kam ein riesiger Bär aus dem Dschungel geschossen und rannte auf den Mann
mit dem freien Oberkörper und schwarzen Riesenschwert in der Hand zu. Falkenauge ging voll-
kommen seelenruhig weiter. Der Bär setzte an und sprang über den Schwertkämpfer hinweg.
Plötzlich schwang die schwarze Klinge durch die Luft und als der Bär vor Falkenauge landete
zerfiel er einfach in vier gleichgroße Stücke. Dieser ging seelenruhig weiter und hielt bei dem
toten Bären an. Dann warf er die Stücke in schneller Abfolge auf die Red Force, immerhin etwas
über fünfhundert Meter weit. Die ersten drei Stücke wurden von Yassop, Farin und Pavil gefangen,
das Letzte aber flog in einer höhe von fünfzehn Metern auf den Mast zu. Plötzlich fiel eine Gestalt
von oben aus der Takelage herab und ergriff das Stück Fleisch. Durch die Wucht wurde sie ein
Stück nach hinten gerissen, kam dann aber leichtfüßig auf dem Deck auf. Es war Saydan, der
kleine Teufelskerl. Er hatte in den letzten Monaten wirklich extrem schnell gelernt und hatte
bereits genug Kraft, die immerhin fünfhundert Kilo Fleisch mühelos unter Deck zu tragen. Wann
immer er allerdings nicht trainierte oder arbeitete war er in der Takelage. Wie kein Zweiter ver-
mochte er, in der luftigen Höhe mit den glitschigen Seilen umzugehen. Dort oben konnte man ihm
noch weit weniger folgen als hier unten an Land. Farin konnte nicht umhin, ihn wegen seiner un-
glaublichen Schnelligkeit und Leichtfüßigkeit zu bewundern. Shanks ging nun von Bord und hatte
Farin vorher gedacht, es wäre vielleicht ein Freundschaftsbesuch, so zeigte ihm die Art und
Weise, wie Shanks sein Schwert hielt, daß es vielmehr um ein Duell ging. Shanks war bei Falken-
auge angelangt und umarmte diesen herzlich, wobei Falkenauge nur dastand und die Prozedur
über sich ergehen ließ. Die drei Jugendlichen scharten sich nun um Ben, der wieder am Fogmast
stand und fragten ihn, wer der Mann sei. Immer wenn es Sachen zu erklären gab war Ben die
beste Anlaufstelle. Er wusste unglaublich viel und konnte es auch meist sehr gut erklären. Der
Mann war Mihawk Dulacre, ein gefürchteter Schwertkämpfer, er galt als einer der besten Schwert-
kämpfer der Welt, wenn nicht sogar als der Beste. Er war ein langjähriger Duellgegner vom Käptn
und alle Duelle waren immer so ausgegangen, dass beide Kontrahenten vor Erschöpfung nicht
hatten weiterkämpfen können. Einmal hatte Ben die beiden sogar reanimieren müssen, da sie
sich zu Tode erschöpft hatten.

Die Duellanten hatten nun ihr kurzes Gespräch beendet und stellten sich zum Kampf auf. Sie
standen in einem Abstand von etwa dreißig Metern zueinander, wobei Falkenauge Shanks sein
Schwert- Yoru, wie Ben erklärte, das schärfste Schwert der Welt- mit ausgestrecktem Arm
entgegenstreckte. Die Pose sah sehr beeindruckend aus. Shanks hingegen stand leicht vorge-
beugt und hatte seine Hand leicht auf den Schwert griff gelegt. Plötzlich rannte Shanks los. In
einem Sekundenbruchteil war er bei Mihawk und hatte sein Schwert gezogen. Dieser riss sein
Schwert senkrecht nach oben und ließ es dann mit der selben Geschwindigkeit wieder herabsau-
sen. Die Druckwelle, die entstand, als die beiden Schwerter aufeinandertrafen, schmiss einige
aus der Crew von den Füßen. Alisha keuchte erschrocken auf, als die Druckwelle sie traf. Farin
stützte sie schnell mit einem Arm ab, sonst wäre auch sie wahrscheinlich von den Füßen geris-
sen worden. Saydan, der mal wieder in der Takelage hing, wurde ein bisschen durchgeschüttelt,
aber das war auch schon alles. Die beiden Kämpfer maßen noch ein paar Augenblicke lang ihre
Kräfte, dann sprangen sie wieder auseinander. Wer den nächste Angriff einleitete war nicht zu
sagen. Einen Moment standen die Beiden sich gegenüber, im nächsten Moment war keiner der
Beiden mehr zu sehen. Es dauerte einen Moment, bis Farin die Beiden wiedergefunden hatte.
Sie standen etwa dreihundert Meter voneinander entfernt und hatten die Rücken einander zuge-
wandt. Farin erschrak, als Shanks sich umdrehte und man einen dicken roten Strich sehen konn-
te, der sich über seinen Brustkorb zog. Als er allerdings zu Falkenauge blickte sah er, dass dieser
eine ähnliche Wunde hatte. Im nächsten Moment waren die beiden auch schon wieder im Duell.
Es gab einiges, was Farin durch die Beobachtung der beiden Schwertkämpfer lernen konnte und
so setzte er sich auf die Reling und schaute den Beiden zu. Plötzlich knallte direkt neben
ihm etwas mit voller Wucht aufs Deck. Farin erschrak so heftig, dass er fast von der Reling ge-
plumpst wäre. Saydan stand neben ihm und lachte sich über das gelingen seiner Aktion ins Fäust-
chen. Saydan meinte, der Kampf sei zwar interessant, aber Ben habe gesagt, dass er etwa drei
Tage lang dauern würde, man würde noch genug Zeit finden, den Kampf zu genießen und die
Insel selbst reize ihn noch mehr. Er wolle auf Erkundungstour gehen und fragte Farin, ob er mit-
kommen wollte. Farin war sich zuerst ein wenig unsicher, die Insel war wirklich alles andere als
ungefährlich, aber wie sollte aus ihm je ein vernünftiger Pirat werden, wenn er sich nie Hals über
Kopf in irgendwelche Abenteuer stürzte. Er nickte und so machten sie sich dann auf, zu ihrem
ersten Abenteuer.



Zuletzt von FarFromOver am So 11 Dez - 15:12 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
Traumbutter
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mi 2 März - 11:56

   
Ich habe mir mal die Mühe gemacht und das erste Kapitel gelesen.
Die Meinung meiner Vorschreiber kann ich aber nicht teilen.
Ich habe hier schon einige andere FF's in diesem Forum gelesen und deine Geschichte
gehört sogar zu den besseren aber wirklich überzeugen kann sie mich nicht.

Ich bringe die Kritik lediglich an um deine Potenzial auszubauen.
Deine Geschichte liest sich recht langatmig, da es größtenteils eine reine
Aufzählung ist. Ich vermisse hier schöne Umschreibungen, kreative Gedanken
vom Autor. Ein paar mehr Synonome wären auch nicht schlecht.

Die Sätze sind teils viel zu lang und manchmal weiß man nicht mehr worum es am
Anfang des Satzes ging. Eine gute Beispielpassage:

Er hatte auch Selbstverteidigungskurse besucht, die ihm sein Vater auf sein bitten
bezahlt hatte, da er einsah, das der Junge, wenn er immer am Hafen herumlungerte
durchaus auch in Probleme geraten konnte und er wollte dem Jungen nicht alle seine
Freude verderben, indem er ihm auch noch verbot zum Hafen zu gehen.


Ich empfehle dir kürzere Sätze!

Zum Inhalt der Story. Ein Lehrling für Shanks? Keine schlechte Idee. Das Leben eines
Shanks aus nächster Nähe zu betrachten finde ich sehr interessant. Auch deine
selbsterfundenen Carakteren wissen durchaus zu gefallen. Die Namen lassen sich gut
einprägen.
Jedoch gefällt mir der Ablauf nicht. Warum zum Teufel nimmt sich Shanks so ein Noname?
Ich konnte keine Fähigkeiten oder Persönlichkeit rauslesen, die mich überzeugt das Shanks
solch ein Kind mitnehmen will. BTW: Er nimmt ihm mit um ihn 2 Jahre wegzugeben? Irgendwo
fehlt da der Sinn. Die 2 Jahres Pause von seiner Crew verlassen zu sein kam bei den Strohhüte
überzeugend an aber hier nicht.
Was ich auch schade finde, ist das du Shanks teilweise sehr "out of carakter" triffst. Er will
einen kleinen Jungen mitnehmen? Er wollte nicht Ruffy mitnehmen aber nun solch ein No-name?
Sorry da muss eine glänzende Story eingebaut werden damit ich akzeptiere, dass Shanks
jemanden wie ihm mitnimmt. Ist dir leider nicht gelungen.

Ich weiß ich kann sehr hart sein aber nur solch ein beitrag kann dich fördern.
Die anderen Beiträge tun dies sicher nicht. Bis die Tage Smile

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mi 2 März - 13:08

   

Danke für deine ehrliche Meinung.
Was Angeht, das Shanks Ruffy nicht mitnehmen will, Farin aber schon:
Farin ist 13, Ruffy ist meines Wissens 8, als Shanks ihn verlässt.
Und Chopper ist ja auch erst 15, als Ruffy ihn aufnimmt.
Was angeht, wieso er Farin mitnimmt, er sieht etwas in dem Jungen,
nicht das was er in Ruffy sieht, sondern einfach ein gutes Crewmitglied.
Die zwei Jahre dienen nicht dem stärker werden an sich, obgleich das
natürlich ein Teil davon ist, sondern dem alleinigen Ausbilden des Jungen,
damit er überhaupt für die Bande etwas nützt.
Ich finde es garnicht so sehr untypisch für Shanks, außerdem musst du bedenken,
daß der Anfang der Geschichte zwei Jahre nach Rogers Tot spielt. Ruffy ist noch garnicht
geboren Very Happy

Zu den Stilistischen Sachen, ich habe angefangen, die Geschichte aus einer rein
erzählerischen Form zu schreiben, ohne wörtliche Rede und bin dann dabei geblieben.
Da dies die erste Geschichte ist, die ich je geschrieben habe finde ich es ganz natürlich,
daß mein Stil am anfang noch nicht perfekt ist Razz
Wenn du weiterliest wirst du merken, daß ich deutlich besser werde.

Was die Endlossätze angeht, es ist nunmal meine Art, zu schreiben. Wenn du den Satz beim ersten mal nicht verstanden hast, dann musst du ihn halt nochmal lesen, so einfach ist das.

Vielen Dank für den Kommentar, ich hoffe du kannst mit den Antworten etwas anfangen.

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mi 2 März - 15:14

   
Kapitel 5


Die beiden Jungen sprangen von Bord und liefen über den Strand, auf den Dschungel zu. Saydan
lief rückwärts vor Farin her und so sehr sich dieser auch Mühe gab, er konnte ihn nicht einholen.
Erst als sie die Bäume erreichten drehte Saydan sich um. Farin lief einfach geradeaus, immer
weiter in den Dschungel hinein, Saydan hingegen lief im Zickzack zwischen den Bäumen hin-
durch, sprang auf Äste, hangelte sich von Baum zu Baum und wurde dabei nie wirklich langsamer
als Farin es bei voller Geschwindigkeit war. Nach einigen Minuten kamen sie auf eine riesige Lich-
tung. Darauf stand aufrecht ein riesiges, äußerst bizarr aussehendes Tier. Es war etwa vier
Meter groß, und hatte ein zottiges Fell und Krallen wie ein Faultier. Es hatte einen Schnabel,
entblößte aber, als die beiden Jungen auf es zukamen eine Reihe scharfer Zähne. Die beiden
Jungen schauten sich fragend an. Kein wirklicher Gegner, aber immerhin etwas, sie hatten mit
viel mehr wilden Tieren gerechnet.Farin ließ die Machete unter seinem Hemd hervorgleiten und
Saydan zückte ein paar schmale, lange Wurfmesser, die er sowohl im Gürtel, als auch in einem
Gurt, der ihm diagonal über den Oberkörper geschnallt war, trug. Das Tier wollte nach Farin schla-
gen, aber bevor es dazu kam hatte es bereits zwei Wurfmesser in der Pranke stecken. Bevor
das Werschnabeltier -so hatte Farin es im stillen für sich genannt - seine Pranke wieder zurück-
gezogen hatte, hatte Saydan die Messer wieder in der Hand. Der Junge war wirklich verflixt
schnell. Als das Werschnabeltier allerdings noch einmal angreifen konnte, drehte es plötzlich
den Kopf zur Seite und schaute in eine Richtung, aus der auch die beiden Jungen nun ein lautes
Krachen und Knacken hörten. Das Tier rannte so schnell wie möglich in die entgegengesetzte
Richtung, aus der der Lärm kam. Die beiden Jungen grinsten sich an und warteten auf die Dinge,
die da kommen mochten. Auf einmal brach eine gigantische Echse, ähnlich einer Schildkröte,
nur mit längeren Beinen, durch den Dschungel und raste auf die Lichtung. Ihr folgten zwei weitere
der riesigen Tiere. Zwischen den massiven Echsen huschten Schatten so schnell hin und her,
daß die beiden Jungen sie kaum sehen konnten. Farin erkannte eines der Tiere, als es sich mit
dem Fuß in der Spalte eines Schildkrötenpanzers verfing. Am liebsten hätte er sich umgedreht
und wäre wieder davongelaufen, aber dies war ihm nun leider unmögich. Die aufrechtgehenden,
etwa zweieinhalb Meter großen und über fünf Meter langen Räuber, die dort auf den Riesenechsen
herumliefen waren Raptoren, so ziemlich die gefährlichsten Jäger des Tierreiches. Sie konnten
unglaubliche Geschwindigkeiten erreichen, hatten scharfe Zähne und riesige Krallen an den Hinter-
läufen. Die vorderste Schildkröte blieb stehen, als sie die beiden Jungen sah und wollte kehrt
machen. In dem Moment sprang ein besonders großes Exemplar der Raptoren, wahrscheinlich
der Anführer, dem Tier an den Hals und Biss ihm die Kehle durch. Es gab eine riesige Blutfontäne
und dann brach das Tier zusammen. Auch eine der beiden anderen Echsen wurde zu fall gebra-
cht und augenblicklich waren alle Raptoren über ihr. Dei dritte Echse schaffte es, kehrt zu machen
und floh in vollem Tempo, eine weitere Schneise der Verwüstung hinter sich herziehend. Farin
betrachtete die Szene in einem Schockzustand. Er hatte zwar ein Abenteuer haben wollen, aber
sich gleich mit einem so gewaltigen Rudel von diesen absolut tödlichen Monstern anzulegen, die zu
ihrer ausgezeichneten Bewaffnung auch noch mit einem äußerst fähigen Gehirn und meisterhaft-
en Reflexen ausgestattet waren, dass war dann doch ein wenig zu viel. Farin zählte insgesamt
siebzehn Tiere. Als auch die zweite Schildkröte sich nicht mehr wehrte richtete das Rudel seine
Aufmerksamkeit auf die beiden Eindringlinge. Die beiden Jungen versuchten ruhig zu bleiben, aber
beiden stand der kalte Schweiß auf der Stirn. Der Anführer, das Maul noch mit dem Blut der
Echse verklebt, beschnupperte zuerst Farin und dann Saydan. Dnn wandte er sich ab.


In dem Moment, in dem die Beiden sich entspannten, da sie dachten, die Gefahr sei vorbei, sprang
das Tier jedoch aus der Drehung heraus vor und verfehlte mit seinen scharfen Krallen nur knapp
Farins Gesicht, der gerade noch seitlich ausweichen konnte. Die Kralle am großen Zeh des
Biests riss ihm die Hose auf und hinterließ eine feine, rote Linie auf seinem Oberschenkel.
Farin wirbelte herum und erwischte seinen Angreifer unterhalb des Schultergelenks. Die Klinge
der Machete schnitt mühelos durch den Knochen und trennte den Arm sauber ab. Der Raptor
fauchte auf und zischte dann, woraufhin das gesamte Rudel angriff. Farin und Saydan stellten
sich Rücken an Rücken und verteidigten sich nach Leibeskräften. Farin tat dies mit seiner Machete,
Saydan mit einem dünnen Rapier, der so manchen Raptor durchbohrte. Trotz der tapferen Gegen-
wehr der beiden erlitten beide heftige Wunden und verloren zusehends an Kraft. Plötzlich sprangen
von beiden Seiten her jeweils zwei Raptoren auf die Jungen zu. Um dem Angriff ausweichen zu kön-
nen mussten die Sie auseinander. Nun hatten die Raptoren leichtes Spiel mit ihnen. Farin, der
von dem Großteil des Rudels fokusiert wurde, bekam aus dem Augenwinkel mit, wie einer der Rap-
toren Saydan von hinten erwischte. Von der klaffenden Wunde aus, die sich über den gesamten
Rücken des Jungen zog, wurde sein Hemd sehr schnell rot. Der sonst so behende und flinke,
kleine Kerl kam ins straucheln und stürzte auf die Knie. Farin schrie seinen Namen, konnte seinem
Freund aber nicht helfen, da er selbst seine liebe Müh und Not hatte, die Raptoren mit den Fäusten
davon abzuhalten, ihn zu zerfleischen, seine Machete war ihm aus der Hand geprellt worden. Nach-
dem er sich mit einem Rundumschwung ein wenig Platz verschafft hatte sah er zu Saydan hinüber,
als sich gerade der Anführer des Rudels mit weit geöffnetem Maul auf den Kopf des Jungen stürzte.
Farin erstarrte in seiner bewegung, er spürte die Kralle kaum, die sich in seinen Oberschenkel
bohrte. All seine Aufmersamkeit war auf Saydan gerichtet. Dieser hockte noch immer dort auf der
Wiese und rührte sich nicht. Plötzlich ging ein Ruck durch den Jungen und Farin meinte, seine Knie
vom Boden abheben zu sehen. Dann war er plötzlich verschwunden. Sowohl Farin, als auch alle
Raptoren schauten sich verblüfft um. Etwa zehn Meter von der Stelle entfernt, an der er gekniet
hatte, stand Farin mit seinem Rapier in der Hand. Drei Raptoren vielen tot zu Boden. Im nu waren
die Raptoren wieder in Rage, aber auch Farin war jetzt wieder voll bei der Sache. Er erblickte seine
Machete, tauchte unter einer Kralle hindurch, die ihm sonst den Arm zerfetzt hätte und bekam sie
zu fassen. Wild um sich schlagend kam er bis zu Saydan durch und sie stellten sich wieder Rücken
an Rücken. Keiner von ihnen hatte auch nur den geringsten Funken Kraft übrig und sie Beide wuss-
ten das. Als der Anführer gerade das Signal zum Angriff geben wollte tönte ein Schuss und das
Tier fiel getroffen zu Boden. Die anderen Raptoren suchten in aller Eile das Weite. Aus dem
Gebüsch kam Ben Beckman gestapft. Er grinste leicht, als er die beiden jungen Kerle sah, beide über
und über mit Wunden übersäht, aber immernoch stehend. Er habe sich bereits gedacht, dass die
beiden es endlich geschafft hätten sich in ordentliche Schwierigkeiten... Weiter konnte Farin nicht
zuhören. Er glitt an dem unangenehm feuchten Rücken seines Freundes hinunter und versank in
bleierner Dunkelheit.


Er erwachte auf einer weichen Matte in einer Kajüte, am Kopfende des Bettes stand eine Tasse mit
Tee und etwas Gebäck. In der Ecke neben der Tür saß Ben und erklärte Alisha gerade einige
Tücken der Grand Line. Ben bemerkte, daß Farin wach war und sagte ihm, der Unterricht habe ge-
rade erst begonnen, sein Freund jedoch - er deutete an Farins Fußende, wo dieser Saydan in einem
weiteren Bett liegen sah - seie etwas spät. Dann wurde er wieder ernst. Saydans Situation sei
wirklich nicht unkompliziert, der Junge habe Glück, dass er überhaupt noch am Leben war. Farin
sah bereits, daß Alisha Atem holte, wahrscheinlich wollte sie ihm eine Predigt halten, aber Ben
meinte, dies seie Unterricht und Streitigkeiten sollten bitte nachher geklärt werden. Farin konnte
Ben allerdings bei seinem Vortrag nur halbwegs folgen, zu oft schwirrte ihm der mittagliche
Kampf im Kopf herum. Vor allem die Frage, wie Saydan so einfach verschwunden war, ging ihm
nicht mehr aus dem Kopf. Er erinnerte sich, dass auch Shanks und Mihawk, deren Kampflärm
man immernoch laut und deutlich hören konnte, ebenfalls auf diese Art und Weise verschwunden
waren. In einer Pause zwischen zwei Themen fragte Farin schließlich nach, was das für eine
Technik gewesen sei. Ben, der immer ein offenes Ohr für gute Frage hatte, begann auch gleich zu
erklären. Die Technik hieße Rasur und seie eine äußerst komplexe und komplizierte Technik, die
man nur durch viel Übung und sehr viel Geschick lernen konnte. So gut, dass sie allerdings für das
Auge nicht mehr wahrnehmbar waren, dass schafften nur einige wenige, aus der Bande konnte es
bis jetzt kaum jemand. Farin erzählte, was er bei Saydan während des Kampfes mit den Raptoren
beobachtet hatte. Ben konnte sich beim besten Willen nicht erklären, wie der Junge so eine komp-
lexe Technik ohne vorherige Übung und noch dazu aus einer knienden Position heraus, so gut
ausgeführt haben sollte, daß Farin ihn nicht mehr gesehen hatte. Er schickte Alisha los, sie solle
Yassop holen, er müsse mit ihm reden. Als Alisha aufgesprungen war und den Raum verlassen
hatte herrschte Stille und Ben sah aus, als ob er schwer nachdachte, also wollte Farin ihn nicht
stören. Stattdessen setzte er sich langsam auf und befühlte behutsam seine Wunden. Die Ober-
schenkelwunde, die ihm die Raptorenkralle gerissen hatte war schmerzhaft, aber der Rest ging
eigentlich, nichts Gefährliches. Das zumindest dachte Farin. In Wahrheit waren einige der Wunden
ziemlich tief, sie waren nur äußerst geschickt verbunden worden. Er ließ seine Beine aus dem Bett
gleiten und richtete sich dann vorsichtig auf. Er ging zu dem Stuhl, auf dem Alisha gesessen hatte
und nahm die Hose von der Lehne. Es war eine einfache, schwarz gefärbte Leinenhose, wie er viele
hatte und sie gefiel ihm immernoch. Er war in den letzten Monaten schon wieder ein Stückchen
gewachsen und deshalb ging sie ihm nurnoch bis an die Knöchel. Er entschied sich, die Machete erst
einmal an der Stuhllehne hängen zu lassen, er wollte seinen Körper dann doch nicht überstrapazieren.
In dem Moment, in dem er sein Hemd zugeknöpft hatte, öffnete sich die Türe und Yassop trat ein. Ben
schreckte aus seinen Gedanken auf und sagte zu Farin, er solle Saydan in das gegenüberliegende
Zimmer bringen. Farin hob den Jungen mitsamt der Decke hoch und trug ihn in die andere Kajüte.
Alisha folgte ihm leise. Als er Saydan auf eines der beiden Betten gelegt hatte musste er sich erst
einmal setzt. Sein Magen krampfte sich zusammen. Er hatte noch durch den Verband gespürt, daß
Saydans Wunde fast drei Finger breit war und tief klaffte. Alisha stand etwas betreten neben
Saydans Bett und beobachtete ihren langjährigen Spielgefährten. Sie hatte ihn für zerbrechlich ge-
halten, aber das war er ganz gewiss nicht, daß hatte er gerade unter Beweis gestellt. Sie hatte sich
übergeben müssen, als sie die Wunde auf seinem Rücken gesehen hatte und sich nur sehr lang-
sam erholt.Trotzdem wollte sie von Farin die ganze Geschichte hören. Farin erzählte ihr ausführ-
lich, wie sich das ganze zugetragen hatte und sagte dann, er müsse ins Bett, er sei wirklich
erschöpft. Bevor er allerdings ins Bett ging schaute er noch auf dem Deck vorbei. Pavil, der froh
war, seinen Schützling wiederzusehen, grüßte ihn fröhlich, als er Farin aber umarmen wollte
winkte dieser schnell ab. Er stand dann doch nicht so sehr auf Schmerzen. Farin musste sein
Abenteuer auch hier in dieser Runde vortragen und erntete einiges an Respekt von den Männern.
Sie alle wussten, dass die beiden jungen Seeleute längst keine harmlosen Blagen mehr waren,
Saydan hatte schon den Hut von so manchem aus der Runde an die Wand oder den Mast gena-
gelt und Farin hatte schon die meisten im Ringkampf geschlagen. Anschließend schauten sie sich
gemeinsam noch ein paar Minuten den Kampf zwischen Falkenauge und dem Käptn an und dann
ging Farin endlich ins Bett. Er lag noch nicht ganz, da war er auch schon eingeschlafen.





Zuletzt von FarFromOver am So 11 Dez - 15:06 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
MacSanji99
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mi 2 März - 16:49

   
Also ich find die Geschichte sehr gut. Muss meinem Vorredner auch teilweise bei pflichten. Nach nochmaligen durchlesen ist mir aufgefallen das manche Sätze wirklich etwas lang geworden sind. Trotzdem weiter so.

Sanji "Fähnchen schwenk"



Zuletzt von MacSanji99 am Mo 9 Mai - 13:59 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mi 2 März - 17:02

   

Laß dich von kleinen Rückschlägen nicht unterkriegen! Bleibe deinen Stil treu! Es ist ja deine Geschichte!

Übung macht ja bekanntlich den Meister! Mach weiter so! Wink

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mi 9 März - 13:20

   
Kapitel 6





Am nächsten Morgen wurde Farin dadurch wach, daß eine besonders heftige Druckwelle das
Schiff stark ins Schaukeln brachte. Da er bereits angezogen war stand er einfach auf und ging
an Deck. Einige Wenige, darunter Yassop und Pavil, waren schon auf, standen an der Reling und
schauten sich den Kampf an. Farin setzte sich rittlngs auf die Reling und zog das linke Bein an.
Das Rechte konnte er nicht sehr stark beugen, da sonst die Naht an der Oberschenkelwunde
gerissen wäre. Yassop begrüßte ihn freudig und witzelte über Farins Mumienverkleidung. Dann
meinte er, Saydan ginge es bereits besser, er habe allerdings einen äußerst unruhigen Schlaf,
weswegen es geraten sei, ihn nicht zu stören. Farin dankte Yassop, als er die guten Neuigkeiten
hörte, fügte aber hinzu, daß er nicht ihm, sondern viel mehr den Beiden da unten sagen sollte, daß
sie nicht so viel Lärm machen sollten. Yassop lachte, entgegnete aber, daß es nicht wirklich
viel bringen würde, die Zwei würden noch mindestens vierundzwanzig Stunden kämpfen.
Nun begannen Yassop und Pavil, Farin fragen zu stellen. Er konnte zwar wegen seinen Verletzu-
ngen nicht trainieren, aber zumindest Theorie konnte er lernen.
Gegen Abend ging Farin zu Saydan und sah, daß sein Freund die Augen geöffnet hatte. Auf
einem Stuhl neben dem Bett saß Alisha und hinten in einer Ecke saß Ben und rauchte. Der
Kerl hörte in letzter Zeit ja garnicht mehr auf, dachte Farin. Er bedeutete Ben, die Kippe auszuma-
chen. Dieser zögerte einen Moment, dann drückte er die Zigarette aus. Der Junge hatte ja Recht,
Man rauchte nunmal nicht wenn ein Schwerverletzter mit im Raum war. Yassop kam nun in die
Kajüte gehuscht und grinste über beide Ohren, als er sah, daß Saydan wach war. Auch Saydan
grinste munter in die Runde. Dann meinte Ben, er und Yassop würden gerne unter sechs Augen
mit Saydan reden, die beiden Anderen mögen doch bitte das Zimmer verlassen.

Als die beiden Jugendlichen aus dem Zimmer gegangen waren fragte Alisha Farin, was er glaube,
was die Beiden mit Saydan vorhätten. Farin meinte, es seie nur logisch, daß Saydan ein Sonder-
training bekam, war sich aber auch sicher, daß es extrem schwierig und zeitintensiv werden
würde, ansonsten hätten Ben und Yassop Saydan nicht gefragt. Nun, auch so hatte Farin keinen
Zweifel daran, daß Saydan das Training in Angriff nehmen würde, er tat alles, um stärker zu
werden. Pavil schaute in den Gang herab und fragte, als er die beiden Kinder sah, ob sie ihm
helfen wollten, er habe sich vorgenommen Waffen zu reinigen und brauche noch ein paar fleißige
Hände. Die Beiden willigten sofort ein, da kam man auf andere Gedanken. Pavil schmunzelte.
Er musste an den kleinen Jungen denken, der dort in der Kajüte lag. Shanks hätte es sicher
bereut, wenn Yassop sich damals nicht über die Entscheidung des Käptns hinweggesetzt hätte.
Mittlerweile wusste es fast die ganze Crew, nachdem Farin sich auf einem Gelage verplappert
hatte. Nur Shanks hatte mal wieder schon geschlafen, er hatte sich mal wieder mit dem Sake
übernommen. Saydan machte die Mühe und Arbeit, die man - vorallem Yassop - mit ihm hatte,
dadurch wieder wett, das er allerlei Schabernack trieb und mit seinen dreizehn Jahren gehörte er
jetzt schon zu jenen, denen Pavil Respekt zollen musste. Der Junge hatte einiges drauf und würde
bald ein richtig guter Pirat sein. Ben kam an Deck und meinte, die Crew solle früh ins Bett gehen,
ihr Käptn würde sie am nächsten Morgen brauchen. Farin war gespannt, wie der Kampf wohl
ausgehen würde, auch wenn die meisten keinen Zweifel hatten, daß es ausgehen würde wie
immer.

Der folgende Tag brachte keine Überraschungen. Als Farin an Deck kam lag Shanks von sei-
nen Leuten umgeben auf dem Deck und starrte matt lächelnd in den Himmel. Ben hockte bei
Mihawk und behandelte dessen Wunden und Alisha saß neben ihm. Farin ging auf sie zu.
Mihawk schaute auf und lächelte innerlich. Der Junge erinnerte ihn, von der Art und Weise wie er
sich bewegte, auch wenn die Wunden ihn etwas unebholfen wirken ließen, doch sehr an ihn
selbst. In ein paar Jahren, so dachte er, würde der Junge wohl ein wirklich guter Schwertkämpfer
sein, zumindest das Potenzial dazu hatte er. Er musste grinsen. Wahrscheinlich hatte Shanks
ihn einfach aus einem seiner Gefühle heraus mitgenommen, aber dieser Mistkerl hatte halt immer
wieder Glück mit seinen Gefühlen. Farin setzte sich Mihawk gegenüber und stellte sich vor.
Shanks könne er jeden Tag sehen, er wolle sich aber gerne ein Bild von dessen Kontrahenten
machen, deshalb sei er hier. Mihawk nickte und erwiederte dann, er hoffe au gute Zusammenar-
beit, bis Iliana würde er mit ihnen reisen, auf dem Weg würde er Farin gerne ein paar Techniken
beibringen, er würde es sich nicht verzeihen, wenn ein derartig großes Talent durch Shanks rohen
Kampfstil verdorben würde. Farin war vollkommen verblüfft, mit einem derartigen Angebot hatte
er nicht gerechnet. Er nahm jedoch dankend an und meinte, es seie ihm eine große Ehre mit
Falkenauge höchstpersönlich trainieren zu dürfen. Mihawk schmunzelte und wies Farin darauf
hin, daß er ihm nur ein paar feinere Techniken beibringen würde, was den Rest anginge sei
Shanks genauso gut wie er. Dies und die Tatsache, daß Shanks eine Natur wie ein Kampfeber
hatte, waren die Gründe dafür, daß er noch nie gegen Shanks gewonnen habe. Er habe allerdings
auch noch nie verloren, erinnerte Ben und Mihawk lachte auf, das wäre ja noch schöner.
Der Abend brachte das größte Trinkgelage, daß Farin bisher erlabt hatte.Shanks und Mihwak
tranken um die Wette und tanzten gegen Mitternacht gemeinsam auf den Tischen. Die beiden
wirkten frisch, als hätten sie in den letzten drei Tagen faul am Strand gelegen und sich nicht bis
aufs Blut bekämpft, ebenso verblüffend war, daß sie sich verstanden wie Brüder.

Am nächsten Morgen, noch bevor der Morgen graute, wurde Farin wachgerüttelt. Er öffnete
verschlafen ein Auge und sah direkt in die gelben Augen Mihawks. Sofort war er hellwach. Dieser
bedeutete ihm, er solle ihm folgen. Farin zog sich hastig an und ging an Deck. Er sah gerade
noch, wie Falkenauge von der Reling an den Strand sprang. Die folgende Stunde war härter als
alles, was er bisher erlebt hatte. Falkenauges Training war so fordernd, daß Farin nach einer
Stunde vollkommen ausgelaugt war. Mihwak war beeindruckt von dem Jungen, die meisten geüb-
ten Schwertkämpfer hätten sicher kaum eine Viertelstunde ausgehalten. Als sie wieder an Bord
gingen wünschte Mihawk Farin noch einen erholsamen Schlaf und sagte, dieses Training werde
es die nächsten Tage immer geben. Farin legte sich hin und schlief noch einmal fünf Stunden.
Als er aufwachte war die Red Force bereits in See gestochen. In den nächsten Tagen beschränkte
er sein Training auf die frühmorgendlichen Stunden mit Falkenauge und ein wenig Schießübungen
mit Lou und Yassop, den Rest der zeit verbrachte er mit seinem Beruf, dem Schmieden. Er hatte
in den letzten Monaten einen Dolch für Alisha angefertigt, da er gesehen hatte, das diese immer
mit einem Dolch und einem Säbel kämpfte. Die beiden Waffen waren allerdings nicht besonders
gut und so hatte er es sich zur Aufgabe gemacht, ihr die Waffen zu schmieden. Der Dolch war ihm
sehr gut gelungen, er würde wahrscheinlich sogar gegen das Yoru standhalten. Zumindest für
einige wenige Schläge. Der Säbel solltedann später entstehen und nicht nur dem Yoru standhalten
können, sondern sogar mit ihm mithalten können. Allerdings hatte er keine Ahnung, wie er das
hinbekommen sollte. Aber immerhin hatte er bemerkt, dass seine achete nicht einmal Kratzer
abbekommen hatte, als er einige wenige Schläge mit Mihawk ausgetauscht hatte. Jeder der Hiebe
hätte ihm fast die Schulter ausgekugelt, dabei sah es bei dem hochgewachsenen Mann so leicht aus,
wie er sein Schwert handhabte. Den Dolch wollte er ihr in Iliana überreichen, wenn er es bis dahin
schaffte, die letzten Feinheiten hinzubekommen. Am Nachmittag des fünften Tages kam Iliana in Sicht.
Farin war gerade mit den Gravuren am Griff fertig geworden und ließ die Klinge in die Hülle gleiten,
um sich diese dann an die Wade zu schnüren. So konnte Alisha sie nicht all zu früh bemerken.
Iliana war eine wunderschöne, farbenfrohe Stadt, die in etwa die Hälfte der gleichnamigen Insel
einnahm. Über allem thronte die Marinebasis. Iliana war eine Hochburg der Marine, Konteradmiral
Torbin, ein Riese, war hier als Oberbefehlshaber stationiert. Piraten, die noch kein besonders ho-
hes Kopfgeld hatten, hatten hier meist nichts zu befürchten, aber sowohl Shanks als auch Mihawk
hatten schon beträchtliche Summen auf ihre Köpfe gesetzt. Vorallem Mihawk, der in der Welt
schon häufig für Wirbel gesorgt hatte, war ein sehr gesuchter Mann. Zweihundert Millionen Berry
waren auf seinen Kopf gesetzt.


Die Red Force ankerte etwa einen Kilometer seitlich der Stadtgebiete und die meisten der Piraten
gingen an Land. Mihawk verabschiedete sich von Farin und schärfte ihm noch einmal ein, jeden
Morgen seine Übungen zu machen. Saydan hatte sich auch wieder einigermaßen erholt und Alisha
und er wollten beide zu Felinos, dem berühmtesten Waffenhändler des gesamten West Blues.
Farin begleitete sie natürlich. Der Laden war wirklich einfach zu finden, überall standen Reklame-
schilder, die einen zu dem Laden wiesen. Das Geschäft war ein großes Holzhaus, mit einer
weiten Doppeltür. Über dem Eingang war das Logo des Ladens, auf dem ein Mann mitte vierzig
abgebildet war, mit schwarzen Haaren und einem enormen Schnauzbart. Ohne weitere Umsch-
weife traten sie ein.



Zuletzt von FarFromOver am So 11 Dez - 15:27 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mi 9 März - 23:45

   
Dieser Teil ist dir auch wieder gut gelungen. Freue mich auf den nächsten Teil.

Sanji "Fähnchen schwenk"



Zuletzt von MacSanji99 am Mo 9 Mai - 14:00 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Do 10 März - 14:28

   
So, ich habe Lucky Lou aus der geschichte entfernt, da mir aufgefallen ist, daß er einen zu großen Größenunterschied zwischen dem ersten Treffen mit Ruffy und der Szene auf dem Marineford hat. Deshalb denke ich das er selbst damals noch ein Teenager war, weshalb er
damals nicht in der Crew gewesen sein kann. Very Happy Sorry, mein Fehler Very Happy



Zuletzt von FarFromOver am Do 31 März - 10:49 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Fr 11 März - 12:52

   
Kapitel 7






Der Verkaufsraum von Felinos war riesig. Überall standen Regale, in denen Katanas, Büchsen,
Pistolen, Langschwerter, Äxte und unglaublich exotisch aussehende Waffen verstaut waren.
Vorne an der Kasse standen vier fies aussehende Typen, drei von ihnen hatten Katanas in den
Händen und begutachteten sie. Diese Typen hatten keine Ahnung von guten Waffen, die Schwerter
waren allerhöchstens mittelmäßig, in diesem Laden allerdings schon fast das schlechteste, was
es gab. Farin schaute sich um und ging dann zielstrebig auf eine der Wände zu. Daran hing ein
Degen, mit einem rot-weißen Griff, dessen Parierstange und Stichblatt äußerst schön und kunst-
voll verziehrt waren. Farin nahm ihn von der Wand und reichte ihn Saydan. Die Augen des Jungen
strahlten, genau so etwas hatte er gesucht. Er zog die Klinge aus der Scheide und die drei Kinder
hielten die Luft an. Die Klinge hatte einen beidseitigen wellenschliff und an der Spitze war ein grauer
Stein eingearbeitet, ein Seestein. Eine Waffe, mit der man auch Teufelsfrucht-Nutzer durchstoßen
konnte. Diese Waffe war wahrscheinlich in etwa so viel Wert, wie sie bekommen hätten, wenn sie
ihre gesamte Crew der Marine ausgeliefert hätten. Auf einmal gab es an der Kasse einen Aufschrei
und man hörte Waffengeklirr. Sofort standen Saydan, Alsiha und Farin am Eingang um zu sehen,
was an der Kasse vor sich ging. Die drei Männer, die eben die Katanas begutachtet hatten lagen
bewusstlos auf dem Boden und am Thresen stand ein ältliches Männlein, welches sich mit beiden
Händen am Thresen festhielt, um nicht umzufallen. Direkt neben ihm stand der Vierte und hatte
eine Pistole in der Hand. Farin rannte los und Saydan warf eines seiner Wurfmesser und prellte
dem Mann die Waffe aus der Hand.Im selben Augenblick war Farin auch schon über ihm und
schlug ihn zu Boden. Mit schnellen Handgriffen fesselte er dem Mann die Hände auf den Rücken.
Die anderen Beiden waren herbeigeeilt und jeder hatte einen der Bewusstlosen gefesselt. Auch
der ältliche Mann, Farin erkannte in ihm den Mann vom Ladenschild, es war also wahrscheinlich
Felino selbst, war nicht untätig, sondern fesselte den letzten der Unholde. Der alte Mann stellte
sich vor und bedankte sich bei den jungen Leuten für seine Rettung.

Auf die Frage, wer die Leute seien, antwortete Felino, es seien Mitglieder der Darkking-Bande, einer
der berüchtigtsten Banden des West Blue. Sie waren weithin bekannt durch ihren Kapitän, Kalligo,
der ein grausamer und blutrünstiger Mann war. Wer sie Drei denn seien, wollte er dann wissen.
Als er hörte, daß sie von der Rothaar-Bande seien, lächelte Felino verschmitzt. Er habe schon so
einiges von ihnen gehört, ihr Käptn solle ein sehr respektabler Mensch sein, wenn auch manchmal
etwas kindisch. Es seie ihm eine Ehre, ihn kennenzulernen. Saydan drängelte sich mit dem Degen
vor und fragte, wieviel dieser denn kosten würde. Plötzlich wurden Felinos Gesichtszüge ernst.
Den Degen könne er ihm nicht verkaufen, daß seie ausgeschlossen, erklärte er. Damit schien das
Thema für ihn abgeschlossen. Was die anderen Beiden denn gerne hätten, fragte er wieder in ge-
wohnt freundlicher Kaufmannsweise. Alisha suchte nach einem Dolch, aber Farin unterbrach sie,
indem er den Dolch von seiner Wade losmachte und ihn ihr überreichte. Felino schaute Farin
interessiert über die Schulter und fragte, ob er den Dolch einmal sehen könne. Alisha, die vollkom-
men perplex ob des großzügigen Geschenks war, gab ihn ihm wortlos. Die Waffe sei wirklich
sehr gut gearbeitet, er hätte sicher ein paar Millionen Berry dafür verlangt. Er fragte, ob Farin zu-
fällig den Schmied dieses Stückes kenne. Als Farin meinte, er habe den Dolch selbst geschmiedet,
wollte Felino ihm zuerst nicht glauben, bis Farin ihm sagte, er habe bei Dyon gelernt. Felinos
Miene wurde mit einem Mal ein wenig melancholisch. Plötzlich rannte er so flink in das Hinterzim-
mer, wie keiner es ihm wahrscheinlich so schnell zugetraut hätte und kam kurz darauf mit einer
länglichen Schachtel wieder. Er öffnete sie und holte einen Säbel heraus, der ähnlich geschmiedet
war wie Farins Dolch, nur weitaus besser und routinierter. Dies seie eine von Dyons Arbeiten, er habe
es nie übers Herz gebracht, sie zum Verkauf zu stellen. Farin musste zugeben, das der Säbel
eine der besten Waffen war, die er je gesehen hatte. Im Knauf glitzerte ein perfekt geschliffener
Saphir. Das seie ja alles schön und gut, aber sie hätten doch lange nicht so viel Geld, um eine derartige
Waffe zu kaufen, meinte Farin. Alisha bückte sich zu den Gefangenen herunter und durchsuchte
sie. Es kam eine ganz ordentlich Summe an Geld zusammen, es reichte aber noch lange nicht für
den Säbel. Felino meinte, sein Leben seie ja auch etwas Wert, als gab er Alisha den Säbel für den
geringeren Preis. Ob Farin noch etwas brauche, fragte er. Ein wenig guter Rohstahl wäre nicht
schlecht, dachte Farin laut nach. Felino gab ihm etwa zehn Kilo in einem dicken Beutel mit. Farin und
Alisha bedankten sich überschwänglich und wandten sich zum gehen. Nur Saydan blieb stehen.
Er legte den Degen langsam auf den Tresen und schritt dann in Richtung Tür. Die beiden Anderen
waren stehen geblieben und redeten nun beruhigend auf ihn ein. Als sie fast bei der Türe waren,
hörten sie plötzlich ein Zischen.Saydan wirbelte herum und fing den Degen geradenoch auf, bevor
er ihm ins Gesicht flog. Felino stand mit erhobenen Fäusten hinter dem Tresen und schimpfte den
Jungen aus, wie könne er so einen netten, alten Mann für so undankbar halten. Saydan traten die
Tränen in die Augen. Wie ein Blitz schoss er auf den alten Waffenhändler zu und gab ihm auf jede
Wange einen Kuss. Im nächsten Moment war er aus der Türe verschwunden.


Bevor die Farin und Alisha ihm allerdings folgen konnten, war er schon wieder im Laden. Sein Gesicht
war bleich wie das einer Leiche. Kalligo komme hierher keuchte er, er seie noch etwa fünfzig Meter
von dem Laden entfernt. Die drei Kinder und der alte Mann starrten sich kurz an, dann war auch schon
jeder damit beschäftigt, einen der Gefangenen in das Hinterzimmer zu bringen. Dort knebelten sie die
Männer, damit diese, falls sie aufwachten, keinen Lärm machen konnten. Als die Tür des Ladens krachend
aufflog, taten die Vier so, als erkläre Felino den Dreien gerade das Nachladen bei einem Hinterlader. Es
traten sechs Männer ein, alle groß und grimmig, alle mit Katanas und Pistolen bewaffnet. Der Anführer
war ein großer, schwarzhaariger Kerl mit unnatürlich langen Armen und einem riesigen Kinn. Das also war
Kalligo Noir, der Mann, auf den einhundertsechzig Millionen Berry ausgesetzt waren. Ben hatte
ihnen schon ein paar mal von diesem Mann erzählt und man konnte seinen Steckbrief in fast jedem
Dorf finden. Kalligo trat auf die kleine Gruppe zu und baute sich vor Felino auf. Die Kinder beachtete
er garnicht. Er fragte den alten Mann, wo seine Leute seien, die er vorausgeschickt hatte. Felino
antwortete völlig gefasst, die Kinder seien die einzigen Kunden, die er bis gerade gehabt habe.
Kalligo lief rot an und stellte die gleiche Frage mit mehr Nachdruck noch einmal. Als Felino die
Frage wieder mit der selben Antwort beantwortete, packte Kalligo ihn plötzlich am Kragen, hob ihn
empor und schleuderte ihn an die rückwärtige Ladenwand. Er wollte gerade wieder auf Felino zu-
gehen, als Saydan sich ihm unvermittelt in den Weg stellte. Ohne eine Sekunde zu zögern zog
Kalligo sein Schwert und hieb nach Saydan. Dieser sprang empor und landete auf Kalligos Schwert-
spitze. Dann schnellte sein Arm mit dem Degen aus und hinterließ einen kleinen Kratzer auf
Kalligos Wange. Ohne mit der Wimper zu zucken holte de Mann aus und versetzte Saydan einen
Faustschlag an die Schläfe, so das dieser bewusstlos zusammenbrach. Dann steckte er sein
Schwert wieder ein und zog stattdessen die Pistole. Mit aller Seelenruhe ging er auf den alten Mann
zu. Farin und Alisha waren von den fünf Männern Kallligos umzingelt worden und als einer der
Männer nach Alisha schlug, stolperte diese beim zurückweichen über Saydan und fiel der Länge
nach hin. Nun war Farin quasi alleine gegen Fünf. Mit der Kraft der Verzweiflung wehrte er die
meisten Schwerthiebe ab. Da öffnete sich die Türe und alle Bewegung in dem Raum fror ein. Der
Mann, der durch die Türe kam trug ein langes, schwarzes Cape und einen schwarzen Hut, Dazu
eine graue Hose, die in hohen Stiefeln steckte. Das enorme Schwert und die gelben Augen waren
allerdings das charakteristischste an ihm. Falkenauge trat, ohne einen von ihnen eines Blickes zu
würdigen, an Farin und Kalligos Männern vorbei und auf Kalligo und Felino zu. Kalligo stand wie
eine Salzsäule da und starrte Mihawk entgegen. Als dieser noch etwa drei Meter von ihm entfernt
war, riss er plötzlich die Pistole hoch und schoss auf Falkenauge. Die Kugel bohrte sich wenige
Zentimeter von Kalligos Ohr in die Wand. Mihawk stand dicht bei ihm und legte ihm die Klinge des
Black Swords auf die Kehle. Nun raunte er dem erschrockenen Piraten etwas ins Ohr, dann ging
er ins Hinterzimmer. Er kam, die vier Männer, die dort gefangen waren, vor sich her treibend wieder
hervor und bedeutete Kalligo dann, er möge gehen. Dieser ging gemessenen Schrittes zur Türe,
aber man konnte in seinem Gesicht sehen, das er lieber gelaufen wäre. Seine Männer waren
bereits verschwunden.


Erst jetzt fiel die Anspannung von Farin ab. Er half Alisha auf die Beine, welche sich aber sofort
wieder bückte, um nach Saydan zu sehen. Falkenauge half Felino auf die Beine und fragte ihn
dann, als wäre nichts gewesen, ob er ihm sein Schwert schärfen könne, Shanks Schwert hinter-
lasse immer solche Unreinheiten. Felino schmunzelte, brummelte etwas in seinen Bart und zog
sich mit dem Schwert in das hinterzimmer zurück. Mihawk gesellte sich zu Farin, Alisha und
Saydan. Letzterer wachte gerade auf. Er rieb sich die schmerzende Schläfe und schaute sich be-
nommen um. Falkenauge lächelte. Der Junge überschätzte sich noch zu sehr, aber in ein paar
Jahren würde sich das wohl auch geben. Er bot den Jugendlichen an, sie in zwei Stunden zum
Boot zu begleiten. Diese nahmen natürlich dankend an, Kalligo noch einmal gegenüberzustehen
war wirklich das letzte was sie wollten und mit Falkenauge wären sie sicher. Die Türe ging auf und
ein Kunde trat ein. Er fragte Mihawk, ob er ein Verkäufer sei. Mihawk verneinte. Farin ergriff die
Initiative. Er hatte sich den Laden angeschaut und glaubte, sich hier gut zurechtfinden zu können.
Er bot dem Kunden an, er könne ihn bedienen, auch wenn er kein wirklicher Verkäufer sei. Der
Mann war Holzfäller und seine alte Axt war vorhin kaputtgegangen, deshalb war er hergekommen
um sich eine Neue zu kaufen. Farin führte ihn zu dem Regal mit den Holzfälleräxten. Auf dem Weg
fragte er, wieviel er denn ausgeben wolle. Das spiele keine große Rolle, meinte der Holzfäller, das
Geschäft liefe gut und so oft kaufe man sich ja schließlich keine neue Axt. Sie solle stabil, scharf
und gut balanciert sein. Farin schaute kurz die Äxte durch und meinte, eine geeignete gefunden
zu haben. Er nahm sie vom obersten Regal und reichte sie dem Kunden. Dieser war verblüfft,
mit welcher Leichtigkeit der junge Mann die schwere Axt händelte. Die Axt war perfekt für ihn und
so wurde der Handel schnell abgeschlossen. In den nächsten zwei Stunden bediente Farin alle
Kunden, die kamen. Insgesamt hatte er, als Felino mit dem Yoru wieder aus dem Hinterzimmer
kam, etwa eine Millionen Berry verdient. Felino meinte mit einem schmunzeln, er würde Farin sofort
einstellen, wenn dieser nicht schon beschäftigt sei. Wenn er sich zur Ruhe setzen wolle, ließe sich
sicher ein Weg finden, im hinteren Teil des Gebäudes eine Schmiede einzurichten. Er seuftzte. Das
würde er sicher nichtmehr erleben, er sei ein alter Mann und bis Farin zurückkehrte würde seine
Nichte Layla das Geschäft übernommen haben. Die Vier verabschiedeten sich und Felino fragte Farin,
ob er noch etwas brauche. Dieser überlegte kurz und meinte dann, ein wenig von dem wirklich guten
Rohstahl wäre für seine Schmiedearbeiten vielleicht nicht schlecht. Er habe zwar schon das Bündel,
aber man bräuche auch manchmal wirklich hochwertige Metalle. Felino verschwand und kam mit einer
Kiste zurück, in der Klumpen von verschiedensten Metallen lagen. Er überreichte sie Farin, verabschie-
dete alle noch einmal und dann gingen Alsiha, Saydan, Farin und Mihawk hinaus. Als sie bei dem Schiff
ankamen, stand Shanks an der Reling und schaute zu ihnen hinunter. Er hatte einen Strohhut auf, mit
einem roten Hutband versehen. Mihawk rief zu ihm hinauf, ob er den alten Fetzen vermisst habe und
Shanks antwortete ihm, es habe nie einen schöneren Moment in seinem Leben gegeben, als den, in
dem er den Hut wieder aufgesetzt habe. Beide lachten und dann verabschiedete Mihawk sich endgültig
von ihnen. Farin schaute dem großen, schlanken Mann hinterher, als er in die nächste Gasse einbog,
dann machte auch er kehrt und ging an Bord der Red Force.



Zuletzt von FarFromOver am So 11 Dez - 15:46 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Fr 11 März - 22:22

   
Wieder mal eine schöne Fortsetzung deiner Geschichte!

Ich freue mich schon auf den nächsten Abschnitt! Wink

MacSanji99
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Sa 12 März - 0:50

   
Der Teil ist auch wieder sehr gut geworden, hoffe auf schnelle Fortsetzung.

Ruffy "Fähnchen schwenk"

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   So 20 März - 15:05

   
Kapitel 8





Shanks erklärte der Crew, daß sie als nächstes Ziel den North Blue angepeilt hatten, dort wollte er
einen Schiffskoch abholen. Mitchum, ein etwa vierzig Jahre alter Mann mit riesigem Bauch und
langen Haaren, war ein ausgezeichneter Koch. Shanks hatte ihm bereits einmal ein Angebot ge-
macht, doch Mitchum hatte erklärt, er wolle seiner Tochter noch etwas beim Aufwachsen zusehen.
Er hatte Shanks gesagt, das er dann an Bord gehen würde, wenn sein Pachtvertrag für das Rest-
aurant auslief. Dies war nun der Fall und so wollte Shanks ihn holen. Als Mitchum die Red Force
einlaufen sah, wusste er, das die Zeit gekommen war. Er verabschiedete sich von seiner Tochter
und seiner Frau, die Beiden würden das Restaurant auch ohne ihn weiterbetreiben, der Pachtver-
trag war nicht ausgelaufen, aber wenn er nicht jetzt auf See fuhr, dann würde er es niemals tun.
Als Shanks an die Türe seines Hauses klopfte, stand Mitchum bereits mit allen Utensilien, die er
brauchte beladen da. Das Schiff legte keine halbe Stunde später wieder ab und ließ die Frau und
ihre Tochter am Steg zurück.

Ein paar Tage später liefen sie einen weiteren Hafen an, eine kleine Handelsstadt und hier war es,
daß Farin, Saydan und Alisha zum allerersten Male mit einem Teufelsfrucht-Nutzer Bekanntschaft
machten. Se liefen gerade durch eine Straße, auf der Suche nach Brennmaterial für die Esse, als
plötzlich ein kleines Mädchen aus einem Haus gestürmt kam. Das wäre auch nicht sonderlich
außergewöhnlich gewesen, wenn sie nicht durch die massive Eichentür gelaufen wäre. Sie hinter-
ließ ein Loch, welches die exakten Umrisse ihres Körpers hatte. Shanks, der ein paar Meter hinter
ihnen gegangen war, war plötzlich neben dem Mädchen und hielt sie fest. Sofort standen mehrere
Mitglieder der Crew um den Kapitän herum und drängten alle weg, die sich ihm nähern wollten.
Das Mädchen hatte kurze, hellblaue Haare und pinke Augen. Sie war etwa vier Jahre alt und weinte
wie ein Wasserfall. Shanks brauchte eine Weile, bis er sie beruhigt hatte. Alisha wollte ihm helfen,
doch er verbot ihr strengstens, das Mädchen anzufassen und schickte sie aus in den Kreis, damit
auch sie Beobachter abhielt. Plötzlich kam eine Frau mit langen, blauen, wehenden Haaren
Aus dem Haus mit der kaputten Türe gerannt. Sie sah die Piraten und ihre Tochter in der Mitte des
Kreises und ging wie eine Furie auf die Piraten los. Alisha hielt sie so gut es ging in Schach und
redete beruhigend auf sie ein. Shanks winkte ihr, sie solle die Frau zu ihm bringen. Alisha führte die
Mutter zum Käptn. Dann wies Shanks sie an, sich wieder zu entfernen. Nun trat Ben in den Kreis
und er und Shanks begannen, mit der Frau zu diskutieren. Alisha und die anderen Crewmitglieder
hatten mittlerweile alle Hände voll zu tun, die Schaulustigen von der Stelle fern zu halten, so das
niemand genau wusste, was beredet wurde. Plötzlich waren die Vier, die im Kreis gewesen waren,
verschwunden.Der Kreis selbst löste sich verwundert auf und alle gingen gemeinsam zum Schiff.
Es wurde viel diskutiert, vor allem darüber, was Shanks wohl mit dem Mädchen gemacht hatte,
aber auch, wie sie die Türe so einfach zerstört hatte. Einige meinten, das müsse etwas mit einer
Teufelsfrucht zu tun haben. Farin fand auf dem Weg zum Schiff einen Laden, der Kohle verkaufte
und deckte sich mit einem guten Vorrat ein. Shanks sprach den Vorfall auf der Straße kaum an und
spielte ihn herunter, damit war die Sache zwar nicht vom Tisch, wurde aber so hingenommen. Der Käptn
würde schon seine Gründe haben. Als das Schiff auslief sah Farin die Frau mit den wehenden,
blauen Haaren am Ufer stehen. Sie winkte und hatte Tränen in den Augen. Farin winkte ihr zurück
und Shanks trat ebenfalls an die Reling und lüpfte seinen Strohhut für sie.

Im nächsten Abschnitt der Reise begegneten die Rothaar-Piraten kaum einem anderen Schiff,
dafür aber einigen unangenehmen Wettern. Es gab einige unvorhergesehene Ereignisse, jedoch
sind nur zwei hiervon relevant, da sie neue, für die Geschichte relevante Charaktere vorstellen.

Das erste Ereignis begann, als die Red Force bereits wieder auf der Grand Line war und an der
Küste einer tropischen Insel anlegte. Am Ufer standen verkohlte, lange verfallene Holzhütten,
jedenfalls das, was davon übrig war. Ansonsten sah die Insel wie ein Paradies aus. Farin, Saydan
und Alisha gingen mit Shanks, Yassop und Ben auf die Jagd. Schließlich mussten sie immer wieder
Neues lernen. Auf einmal sah Saydan ein Blinken aus dem Augenwinkel. Im nächsten Moment waren
Ben und Yassop verschwunden und Shanks lag flach auf dem Boden. Auch die Jugendlichen warfen
sich ins Gebüsch. Saydan sah als Einziger die schlanke, schwarze Gestalt, die ein Stückchen
vor ihm im Unterholz verschwand. Sofort nahm er die Verfolgung auf. Der Schatten, der immer
wieder vor ihm undeutlich zu sehen war, war unheimlich schnell, vorallem aber kannte er diesen
Dschungel. Saydan konnte nur mit Anstrengung all seiner Kräfte mithalten. Plötzlich flog etwas auf
ihn zu. Er riss ein Wurfmesser aus dem Schultergurt und wehrste damit das Geschoss ab. Es war
ein kleiner Pfeil, mit grünen Federn. Mittlerweile fand er sich in dem Urwald ganz gut zurecht und
er begann, aufzuholen. Nun konnte er den flüchtigen Angreifer auch erkennen. Es war eine junge
Frau, er schätzte sie dem Aussehen nach auf etwa achtzehn oder neunzehn Jahre, wobei er sich da
natürlich auch leicht täuschen konnte. Sie war schwarz wie Ebenholz und trug dunkle Tarnfarben. Auf
dem Rücken hatte sie einen Stab und in der linken Hand hielt sie ein Blasrohr. Das Mädchen schien gar-
nicht auf den Weg achten zu müssen, immer wieder blickte sie sich während der Verfolgungsjagd
zu ihm um. Ihrem Gesicht konnte er entnehmen, daß sie auch bald am Ende ihrer Kräfte sein wür-
de. Immer wieder verschwand sie zwischen Farnen und hinter Ranken und ständig musste Saydan
mit einem Pfeil aus ihrem Blasrohr rechnen. Plötzlich änderte sie ihre Richtung. Saydan hielt sich
leicht seitlich von ihr und erhöhte sein Tempo noch einmal. So drängte er sie wieder in die ursprüng-
liche Bahn. Plötzlich war vor ihnen wie ein Vorhang aus Schlingpflanzen. Das Mädchen schlüpfte
hindurch und hielt auf der anderen Seite etwa fünfzig Schritte weiter an. Saydan preschte voran und
sprang durch dne Vorhang. Plötzlich blendete ihn die Sonne. Das Mädchen stand auf einer riesigen
Lichtung, auf der einige Tiere grasten. Es war ein wundervoller anblick. Fast zu spät erinnerte Say-
dan sich, in welcher Situation er sich befand. Das Mädchen hatte ihren Pfeil bereits abgeschossen,
bevor er durch die Pflanzenwand gekommen war und er sah ihn etwa einen Meter vor sich. Mit
Moonwalk und Rasur konnte er gerade noch ausweichen. Nun stand er hinter dem Mädchen. Dieses
drehte sich blitzschnell um und zog ihren Stab. Saydan hatte gerade noch Zeit genug, seinen Degen
zu ziehen, da prasselten auch schon die Hiebe auf ihn herab. Der Stab schien aus besonderem
Holz gefertig zu sein, denn die Klinge des Degens hinterließ nicht einmal einen Kratzer darauf.
Die Rasur hatte Saydan enorm viel Kraft gekostet, er war die Fähigkeiten noch lange nicht gewöhnt
und er hatte Mühe, mit dem Schlagtempo seiner Gegnerin mitzuhalten. Plötzlich standen Yassop
und Ben an jeweils einer Seite des Mädchens und packten jeweils einen Oberarm. Shanks stand
hinter ihr und fesselte ihr die Arme auf den Rücken und die Beine so aneinander, daß es ihr unmög-
lich wurde, zu fliehen. Sie schrie wie am Spieß und verfluchte die Männer mit Schimpfwörtern, die
für ein so hübsches Mädchen wirklich nicht angemessen sind. Weder Shanks noch die drei Anderen
schafften es, sie zu beruhigen. Dann kamen Farin und Alisha. Alisha ging schnurstracks auf das
keifende und so gut es ging um sich tretende Mädchen zu und streichelte ihr über den Kopf. Auf
einmal wurde das Mädchen ruhig. Alisha zog sie auf den Boden und setze sich dicht neben sie.
Dann begann sie, beruhigend mit ihr zu sprechen. Ob sie Schmerzen habe, fragte Alisha. Nein, sie
habe keine Schmerzen erwiederte das Mädchen. Dann begann sie, wie aus heiterem Himmel, Ali-
sha ihre Lebensgeschichte zu erzählen. Sie war als Kind des Häuptlings und der Medizinfrau aufge-
wachsen und hatte bei ihrer Mutter gelernt, viele verschiedene Heiltinkturen und ähnliches herzustellen.
Irgendwann waren Piraten auf die Insel gekommen und hatten, wahrscheinlich aus reiner Zerstöru-
ngswut, das gesamte Dorf abgeschlachtet. Sie war die einzige Überlebende. Seit numehr dreiein-
halb Jahren war sie vollkommen alleine. Sie sprach flüssig und nur ein rauer Unterton in ihrer
Stimme ließen ahnen, daß sie ihre Stimme schon lange kaum mehr gebraucht hatte. Alle Leute, die
seitdem auf die Insel gekommen waren hatte sie vertrieben. Ihr Name sei übrigends Samila. Alisha
nahm sie in den Arm und sagte, sie werde sich um sie kümmern, was auch passieren möge. So
war es quasi beschlossene Sache, daß Samila in die Crew aufgenommen wurde, denn Shanks
ließ keine Menschen zurück, wenn sie in Not waren. Vor allem dann nicht, wenn sie auch noch
medizinisches Wissen und einen schönen Kampfstil haben. Samila lebte sich recht schnell auf dem
Schiff ein, blieb aber allen gegenüber scheu und zurückhaltend. Allen bis auf Alisha, Farin und Saydan.
Ihr Kampftraining machte sie selbst, den Unterricht von Ben besuchte sie zwar, sagte aber nie etwas.
So lebte sie ihr eigenes Leben auf der Red Force, abseits vom Rest, immer still, aber doch immer hilfsbereit.
Selten lachte sie, aber Farin, Alisha und Saydan schlossen sie sofort in ihr Herz.

Der zweite Vorfall geschah etwas mehr als einen Monat danach. Dieser stellt uns gleich zwei neue
Charaktere vor.

Es war Nacht und auf See war ein Strum losgebrochen, der der Red Force allerdings nicht gefähr-
lich war. So stand nur Pavil als Steuermann an Deck und Farin, der noch keinen derartigen Sturm
erlebt hatte, nur einen und der war so heftig gewesen, daß Shanks die meisten in die Kajüten ge-
scheucht hatte, um besser agieren zu können. Er schaute den Wellen dabei zu, wie sie unablässig
brachen. Auf einmal sah er ein Fass, welches über einen Wellenkamm geschossenkam. Etwa fünf-
zig Meter vor der Red Force schlug es auf und Farin sah, wie etwas herausfiel. Im nächsten
Moment hatte er die Strickleiter gepackt und war mit ihr von Bord gesprungen. Im Sprung ließ er die
Strickleiter los und schwamm zu der Stelle, wo das Fass aufgegangen war. In etwa fünfzehn Metern
Tiefe konnte er den Mann sehen, der herausgefallen war. Wie der Mann in das Fass gepasst hatte,
war für ihn ein Rätel. Er war sicher zwei Meter fünfzig groß und hatt überall Flechsen und Sehnen,
ein kräftiger, muskulöser Mensch. Anscheinend war er bewusstlos, denn er bewegte sich nicht.
Farin packte ihn und zog ihn an die Oberfläche. Es gelang ihm, zu der Strickleiter zu kommen und
zog sich nun Stück für Stück an ihr hoch.plötzlich gab der eine Strick nach und jetzt hing die Leiter
nurmehr an einem Strick. Fast fiel der jung Mann ihm von der Schulter und er musste ihn festhalten,
damit er ihm nicht herabrutschte. Mit nur einer freien Hand musste Farin nun die Leiter quasi empor-
springen. Dreimal schaffte er es, beim vierten Mal gab auch der zweite Strick nach. Beide Männer
fielen wieder ins Wasser. Farin schaffte es gerae so, sich am Heck des Schiffes festzukrallen und
so wurden sie durch die stürmische See dahingezogen. Eine Ewigkeit schien zu vergehen und alles
was Farin tun konnte, war festzuhalten. Soweit er sich erinnerte war im hinteren Teil des Schiffes
ein Hohlraum. Durch diesen würde man ihn niemals hören. Der Mann, der an seinem anderen Arm
hing, schien von Minute zu Minute schwerer zu werden und Farin war sich nicht sicher, wie lange er
ihn noch würde halten können. Der Gurt seiner Machete hatte sich gelöst und so schlug diese jedes
mal, wenn eine Welle das Boot traf, gegen die Bordwand. Farin spielte schon mit dem gedanken,
den Schiffbrüchigen fallen zu lassen, viel länger würde er nicht aushalten und wenn er noch lange
wartete, so fehlte ihm wohlmöglich noch die Kraft, selbst wieder an Bord zu gelangen. Da öffnete
sich etwa zwei Meter über ihm eine Luke und ein alter Mann schaute hinaus. Farin und der Mann
starrten sich einen Moment an, dann fasste Farin einen Entschluss. Die letzte Kraft, die ihm zur
Verfügung stand, bündelte er in seiner rechten Hand und benutzte sie um mit einer explosionsartigen
Bewegung sich und den Schiffbrüchigen in die Höhe zu katapultieren.. Er schaffte es in etwa auf die
Höhe der Luke und der alte Mann griff mit erstaunlicher Kraft zu und zog sie beide ins Innere des
Schiffes. Als er endlich wieder die Planken des Schiffes unter sich fühlte wurde Farin warm ums
Herz. Im nächsten Moment war er vor Erschöpfung eingeschlafen.




Zuletzt von FarFromOver am So 11 Dez - 16:04 bearbeitet, insgesamt 3 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   So 20 März - 16:26

   
Das war einer der spannendsten Teilen deiner Story weiter so!!!!

Grosses Lob wirklich gut geschrieben!!!

MacSanji99
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   So 20 März - 23:53

   
ich fand den Teil echt klasse mach weiter so.

Ruffy "Fähnchen schwenk"

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mo 21 März - 0:19

   
Kapitel 9



Als er erwachte saßen drei Leute neben Farins Bett. Der eine war der alte Mann, der ihn und den
Schiffbrüchigen gerettet hatte, er stellte sich als Altuo vor. Die anderen beiden waren Shanks und
Ben. Farin entschuldigte sich bei Shanks, das er so übereilt ins Wasser gesprungen war, ohne
vorher irgendwem Bescheid zu sagen, doch Shanks beruhigte ihn, es gebe keinen Grund, weshalb
er sich entschuldigen müsse. Schließlich hatte er einen Menschen gerettet und Menschen, die
derartiges taten, verdienten vollen Respekt. Altuo lebte hier, im Heck des Schiffes, alles hier war aus
extrem leichten Materialien und sogar Altuo selbst schien wie ein Leichtbau. Ben war der Einzige,
der ihn häufiger besuchte und neben Shanks und Yassop war er auch einer der wenigen, die
überhaupt bisher gewusst hatten, daß Altuo hier lebte. Ben kam her um mit Altuo zu erzählen
und Wissen auszutauschen, Altuo war nämlich die einzige Person auf dem Schiff, die dem Intellekt
des Vizes gewachsen war. Farin erkundigte sich nach dem Schiffsbrüchigen. Ben meinte, er seie
zwar noch nicht bei Bewusstsein, aber das seie nur eine Frage der Zeit. Farin setzte sich langsam
auf und schaute sich in dem Zimmer um. Es war recht spartanisch eingerichtet, allerdings trotzdem
recht hübsch anzusehen. Farin wollte den Mann sehen, den er aus den Fluten gezogen hatte und so
führte ihn Shanks, nachdem Farin sich frische Kleidung angezogen hatte, in das Nebenzimmer.
Zuerst sah er den großen Mann, der auf einem Bett lag, welches ihm zu kurz war. Er hatte langes,
blondes Haar, war braungebrannt und trug einen dünnen, blonden Seemannsbart. Dann fiel sein
Blick auf ein blaues Haar, welches auf dem Boden vor dem Bett lag. Sofort war er auf dem Boden
und schaute unters Bett. Ein plumpsen war zu hören und dann ein poltern, als Altuo eine Treppe
hinunterrannte. Unter dem Bett war ein großes Loch. Farin richtete sich auf und schaute Shanks an.
Ob es wohl das seie, was er denke was es seie, fragte er. Shanks machte ein verdrießliches
Gesicht und bejahte. Farin solle aber keinesfalls jemandem davon erzählen.Altuo kam nun ins
Zimmer und zog an der Hand das kleine blauhaarige Mädchen herein, das nervös an ihrem Spitzen-
kleidchen herumfummelte und zu Boden starrte. Ihr war der Auftritt wohl höchstpeinlich. Farin stellte
sich ihr vor und fragte sie dann nach ihrem Namen. Sie heiße Miless, kam zögerlich über ihre Lipp-
en. Farin hätte sie gerne weiter befragt, doch in dem Moment stöhnte der Schiffbrüchige laut auf
und fuhr ein paar Sekunden später mit einem lauten Schrei auf. Farin beruhigte ihn und erklärte ihm
dann, wo er sei und wie er hier hingekommen war und fragte anschließend nach dem Namen des
Mannes. Dieser bedankte sich bei Farin und begann dann von selbst, zu erzählen. Sein Name war
Mellin, er war Schiffskoch auf einem Handelsschiff gewesen, welches von Piraten angegriffen und
versenkt worden war. Er hatte sich in einem Obstfass versteckt und sich in den letzten fünf Tagen
nur von diesen Früchten ernährt. Er habe einen Riesenhunger. Altuo brachte ihm ein paar Reisbäll-
chen und nachdem er sich etwas gestärkt hatte fuhr er mit seinem Bericht fort. Als er schließlich
aus dem Fass herausgefallen war, weil der Deckel sich gelöst hatte, hatte ihm das Wasser
sämtliche Kraft geraubt, er hatte nicht mals mehr einen Finger rühren können. Shanks, der in einer
Ecke des Zimmers Platz genommen hatte, meinte, dies sei die Wirkung einer Teufelsfrucht. Er
solle einmal versuchen, irgendetwas vollkommen unnatürliches mit seinem Körper zu machen.
Er lachte laut auf. Mellin erinnerte sich, daß er auch einmal davon gehört hatte, daß das Meer
Teufelsfrucht-Nutzern ihre kompletten Kräfte raubt. Mellin fasste sich und begann, seinen Körper
nach Anomalitäten abzusuchen.Er konzentrierte sich und plötzlich merkte er, wie mit seiner
Hand etwas vollkommen unerklärliches geschah.Er blickte auf und sah, das sie sich in eine Art
fast durchsichtigen nebel verwandelt hatte. Ein beissender Geruch machte sich breit. Shanks sagte,
er solle aufhören und sobald Mellin in seiner Konzentration nachließ, wechselte die Hand wieder in
ihre ursprüngliche Form zurück. Shanks schmunzelte und meinte, der junge Mann habe wohl von
der Gas-Frucht gegessen und seie ein Gas-Mensch.


Die Kunde vom Logia-Nutzer auf dem Schiff verbreitete sich rasend schnell, nachdem Shanks, Ben,
Farin und Mellin wieder an Deck gegangen waren und Farin Pavil von seinem nächtlichen Abenteuer
erzählte. Einige machten sich Sorgen, immerhin war der Junge mit seinen Kräften noch nicht im
geringsten vertraut, wer weiß was er für Schaden anrichten könnte. Shanks legte Mellin eine harte
Richtline auf. Er durfte nur dann seine Fähigkeiten erproben, wenn entweder Ben oder er in der
Nähe seien. Altuo und Miless blieben im Heck des Schiffes, Altuo weil er normalerweise ein Griesgram
und Misantrop war, Miless, weil sie nur in Altuos Nähe sicher war, zum anderen, weil Shanks ihr das
Leben auf einem Piratenschiff nicht zumuten wollte. Mellin erstarkte in den nächsten Tagen so weit,
daß er wieder Lust hatte, zu arbeiten und anfing, unter Mitchum in der Küche als Hilfskoch zu
arbeiten. Der alte, erfahrene Koch hatte noch einiges, was er dem Jungspund beibringen konnte.
Nach zwei Wochen hatte Mellin seine Kräfte so weit unter Kontrolle, daß Shanks das Verbot aufhob.
Er konnte Gas unabhängig von seinem Körper produzieren, sich selbst in eine etw fünf Zentimeter im
Durchmesser messende Kugel komprimieren, die er nach belieben Steuern konnte, bisher hatte
er aber nur eine einzige Art von Gas bilden können. Die nächste Station, der East Blue, war eine so
ruhige Gegend, daß die Crew an einigen Tagen einfach faul herumlag und nichts tat. Die Neulinge
wollten jedoch die Zeit nutzen, um ihr Training zu intensivieren und so ließen sie sich vom Rest der
Crew auf einer Insel absetzen, auf der sie gut trainieren konnten. Yassop verabschiedete sich von
ihnen, er würde für ein paar Jahre auf seine Heimatinsel zurückkehren.

Farin, Alisha, Saydan, Samila und Mellin trainierten im nächsten Monat exzessiv und alle lernten
eine unglaubliche Menge. Am Abend setzten sie sich zusammen und besprachen ihre Fortschritte
und gaben sich gegenseitig Tipps. In dieser Zeit lernten sie nicht nur auf Bezug zum Kampf dazu,
sondern sie schmiedeten auch ein unbrechbares Band zwischen ihnen. Freundschaft. Saydan perfekt-
ionierte hier die Rasur, genau wie den Moonwalk und er lernte den papierschnitt, bei dem man den
Körper entspannt und so Angriffen um einiges besser ausweichen kann. Farin lernte, mit seiner
Waffe Fernangriffe durch fliegende Hiebe zu führen und trainierte natürlich weiterhin die Übungen,
welche Mihawk ihm beigebracht hatte. Alisha lernte mit am meisten in dem Training, vor allem des-
halb, weil sie von allen Hilfe bekam. Sie lernte von Saydan den Moonwalk, von Farin, wie sie mit
ihrem Säbel Fernangriffe führte, Samila und Farin brachten ihr gemeinsam einige Angriffs- und
Verteidigungshaltungen bei. Samila fokussierte sich nicht auf ihren Kampfstil, sondern experimen-
tierte viel mehr mit Pflanzen und arbeitete daran, ihr altes Wissen aus ihrer Ausbildung wieder
wachzurütteln. Derjenige, der aber mit Abstand den größten Fortschritt machte war Mellin, der
mehrere nützliche Gase entdeckte. Zum einen hatte er Eines entdeckt, welches nicht brannte und
alle Hitze absorbierte, wodurch er seine Hand einfach ins Lagerfeuer strecken konnte. Zum anderen
hatte er eines entdeckt, welches er sogar bei Nacht ohne irgendwelche Hilfsmittel entzünden konnte
und das sehr lange brannte, so daß er über der Insel einen riesigen Feuerball erzeugen konnte, der
die gesamt Insel in taghelles Licht badete und eine unerträgliche Hitze ausströmte. Farin vermisste
nur die Gespräche mit Pavil, die bisher immer eine Art Ritual gewesen waren, seit er zu den Rot-
haar-Piraten gekommen war. So fing er an, sich mit Mellin und Saydan zu unterhalten, wenn sie im
Bett lagen.

Nach etwas über einem Monat kam die Red Force wieder zu der Insel. Die Neuen mussten vorfüh-
ren, was sie für Fortschritte gemacht hatten. Alle waren sichtlich beeindruckt, als sie Mellins
Feuershow sahen, aber auch die Scheinkämpfe zwischen Farin und Saydan sowie Alisha und
Samila lösten einige durchaus beeindruckten Ausrufe aus. Es gab ein gigantisches Gelage, welches
dem glich, welches nach dem Kampf mit Mihawk ausgerichtet worden war. Am nächsten Abénd leg-
te die Red Force von der Küste ab und stach in See. Es war ungewohnt, nicht ständig einen Spruch
von Yassop um die Ohren geschleudert zu bekommen und alle schienen ihn zu vermissen, aber das
Leben auf dem Schiff ging weiter. Das nächste Ziel war der South Blue, wo dieser Abschnitt von
Farins Geschichte ein jähes Ende finden wird. Aber lest am besten selbst...



Zuletzt von FarFromOver am So 11 Dez - 16:16 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet


 

Schnellantwort auf: Die Geschichte von Farin Born [15/?]

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