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FarFromOver
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Do 24 März - 9:58

   
Kapitel 10





Der Weg zum South Blue barg kaum Probleme, bis auf die üblichen Unannhemlichkeiten wie
Stürme und gelegentliche kleinere Scharmützel mit der Marine, also kam die Red Force gut voran.
Erster Halt wurde an einer kleinen Insel gemacht, in einem verträumten, kleinen Hafen, in dem
niemand um diese Uhrzeit wach war. Es war mitten in der Nacht. Farin und seine Freunde gingen von
Bord. Sie schlenderten durchs Dorf, kamen an einigen lustig aussehenden Häuschen vorbei und trafen
schließlich auf einen Wald. Sie gingen an seinem Rand entlang und genossen die Waldluft. Ein paar
Meter weiter sahen sie einige Zelte stehen, vielleicht Zigeuner, fahrendes Volk, genau wie Seefahrer,
nur halt an Land. Plötzlich kam aus einem der Zelte ein komisch klingender Schrei. Diesem folgte
eine kleine Frau, die jedoch gewaltige Ausmaße hatte. Ihr Augen, die fast hinter ihren Wangen ver-
schwanden, wirkten glasig. Sie watschelte so schnell sie konnte auf die Gruppe zu und hielt vor
Saydan. Das Gesicht nur wenige Zentimeter von dessen Gesicht entfernt zischte sie ihm ihre
Prophezeiung entgegen. Die schwarze Sonne werde die rote Kraft schwächen, ein Teil des Kreises
würde fallen. Er und seine Freunde würden bluten. Der Rote dürfe unter keinen Umständen sterben,
er seie der Einzige, der den Piratenkönig wecken könne. Es sollten außerdem nicht mehr als drei
Personen von der Prophezeiung wissen, sonst werde es schlimme Folgen haben. Dann waren ihre
Augen wieder klar. Sie schaute sich verdutzt im Kreis um und lief dann so schnell sie ihre Füße
trugen - ein Wunder das sie es überhaupt taten - wieder zu ihrem Zelt. Dabei fiel ihr ein kleiner Zettel
aus der Tasche. Farin ging hin und hob ihn auf. Er steckte ihn einfach ein, ohne sich dabei etwas zu
denken und auch keinem der Anderen fiel es auf. Keiner von ihnen fragte Saydan nach dem, was
die Wahrsagerin gesagt hatte, denn sie alle waren sich einig, daß sie deffinitiv eine war.
Als Farin an diesem Abend ins Bett ging, fiel ihm der Zettel der Wahrsagerin aus der Tasche.
Er faltete ihn auseinander und fing an zu lesen. In kleiner krakeliger Schrift war dort eine Art Anleitung
aufgeschrieben, es ging wohl darum, aus einem Strudel herauszukommen,. Alles in allem schien
es unheimlich kompliziert, überall waren kleine Skizzen und Stichworte. Farin beschloss, Ben nach
dem Wort zu fragen, welches als Überschrift dort stand. Mahlstrom. Dann schlief er ein.


Als er am nächsten Morgen aufwachte ging er sofort an Deck. Die meisten anderen waren bereits
auf und Ben stand mit einem Fernrohr am Bug und schaute zum Horizont. Farin wollte ihn gerade
fragen, was ein Mahlstrom war, als er sah, was Ben beobachtete. An einer Stelle, die noch fast eine
Linie mit dem Horizont bildete, stürzte das Wasser in die Tiefe. Den Skizzen zufolge, die er gesehen
hatte, musste es dort einige Kilometer in die Tiefe gehen. Das also war der Mahlstrom.
Ben schaute Farin an und begann, ihm zu erklären, was er dort sah. Der Mahlstrom war eine
Anomalie, ein Loch im Meer, ähnlich wie jenes unter Enies Lobby, dem Gericht der Weltregierung.
Jedoch war dieses Loch hier weitaus größer, fast fünfzig Kilometer im Durchmesser. Nichts,
was dort hineinfiel kam je wieder hinaus. In dem Moment schrie Saydan vom Mast, es seie ein
Schiff in Sicht. Ben schaute zu der angegebenen Position und erkannte das Schiff. Es war groß
und schwarz, hatte weiße Segel, auf die ein schwarzer, riesiger Kreis gemalt war und trug den Namen
Black Sun. Es war das Flaggschiff der Blackking-Piraten, es war Kalligos Schiff. Saydan winkte
Mellin und Farin, sie sollten zu ihm hinauf in den Ausguck kommen. Als die Beiden angekommen
waren berichtete Saydan ihnen von der Prophezeiung. Beide waren geschockt, die Black Sun war
eine große Bedrohung. Aber dem Schicksal kann man nunmal nicht ausweichen. Die Black Sun war
mittlerweile an der Seite der Red Force angekommen und die zwei Schiffe hielten gemeinsam auf
den Mahlstrom zu. Es war Schicksal und so hätte Saydan die Crew zwar gerne gewarnt, konnte es
aber nicht. Es war wie eine Sperre. Ein Abgesandter erschien nun an der Reling der Black Sun und
bat um Unterhandlungen. Den drei Jungen im Ausguck war sofort klar, daß Kalligo irgendeine Teufe-
lei geplant hatt und so entschieden sie, daß Farin im Ausguck bleiben würde, während Saydan und
Mellin in die Takelage der Black Sun gehen würden, um den Käptn zu beschützen. Denn auch daß
war klar, daß Shanks selbst und höchstwahrscheinlich auch alleine zu den Verhandlungen erschei-
nen würde. So war es dann auch. Shanks ging ohne Begleitung und nur mit seinem Schwert und
seinem Willen bewaffnet auf das gegnerische Schiff. Farin beobachtete vom Ausguck aus, wie
Shanks Kalligo gegenüber Platz nahm. Kalligo ließ ihm einen Tee bringen und dann begannen die
Verhandlungen. Kaum hatte Shanks jedoch den ersten Schluck Tee getrunken, so fuhr er auf. Weit
mehr als die Hälfte der umstehneden Piraten fielen bewusstlos zu Boden. Shanks machte drei große
Sprünge auf die Reling zu, dann jedoch brach er zusammen. Im nächsten Augenblick standen
Saydan und Mellin mitten unter den Feinden. Saydan versuchte, sich auf Kalligo zu stürzen, wurde
allerdings von einer Vielzahl an Gegnern zurückgedrängt. Mellin hatte sich mit ein paar Feuerstößen
Platz verschafft und hatte nun Shanks auf seine Schulter geladen und war mit ihm über die Reling ge-
flogen. in ein paar eiligen Worten erklärte er Samila, was vorgefallen war, denn die Black Sun war
bedeutend höher als die Red Force, so daß keiner auf dem Schiff Kalligos Betrug bemerkt hatte.


Sofort sprangen alle auf und zogen ihr Waffen. Im Nu war die Black Sun von den Rothaar-Piraten
geentert und nun entbrannte ein kampf auf den Schiffen. Saydan stand mitten unter den Darkking-
Piraten und kämpfte mit allem was er hatte. Die größte Truppe, angeführt von Ben preschten einfach
durch die Gegner hindurch, genau auf Kalligo zu.Dieser flüchtete, auf das Heck zu. Aber nicht nur
auf den Schiffen wurde gekämpft, auch die Schiffe selbst hatten einiges zu kämpfen. Sie hatten
gewendet und versuchten nun, mit aller Kraft, aus dem Sog des Stromes zu entkommen, wurden
allerdings unerbittlich Stück um Stück hineingezogen. Auch Mellin kämpfte auf der Black Sun. Wie ein
riesiger Feuerball sah er aus, immer in Flammen gehüllt, für keinen der Gegner erreichbar, sie alle
verzehrend. Doch auch er fand schnell einen passenden Gegner. Der Mann war ein Haki-Nutzer und
konnte auch einigermaßen gut kämpfen. Der Kampf sollte allerdings auch bald entschieden sein,
als plötzlich Ben hinter Mellins Gegner auftauchte und diesen einfach mit dem Kolben seiner Flinte
niederschlug. Überall tobte unerbittlich der blutige Kampf. Einige der verwegendsten aus Kalligos
Bande waren herüber auf die Red Force gesprungen und maßen hier ihre Kräfte mit den Rothaar-
Piraten. Farin war ebenfalls hier und hatte zwei ausgezeichnete Schwertkämpfer ausgemacht., die
beide Pavil bedrängten. Farin übernahm einen von ihnen und fragte sich im nächsten Moment, ob
er sich nicht vielleciht doch übernommen hatte. Der Gegner war unheimlich gewandt und schnell,
besaß dabei auch noch eine nicht unbeträchtliche Körperkraft. Schließlich, nach hartem kampf,
konnte er ihn aber doch schlagen. Pavil war noch immer mit dem Kampf beschäftigt. Er würde
schon zurecht kommen, also lief Farin in Richtung Heck. Samila war von mehreren Gegnern umstellt
und zog mit ihrem Stab einen Kreis um sich, den keiner von ihnen durchdringen konnte. Es dauerte
keine fünf Sekunden und alle lagen bewusstlos oder verletzt auf dem Boden. Weiter Richtung Heck.
Farin war gerade an der Treppe und sah, daß Kalligo hinten an der Reling der Red Force stand.
Plötzlich erfasste ihn ein Schatten. Farin blickte hoch und sah, wie Ben von der Black Sun herüber-
gesprungen kam. Im nächsten Moment krachte ein Schuss. Ben fuhr sich mit der Hand zur Brust
und drehte sich leicht, ruderte ein paarmal mit dem anderen Arm in der Luft und schlug dann hart
mit dem Rücken auf dem Deck auf. Im nächsten Moment sah Farin Alisha. Sie hielt ihren Dolch
hoch erhoben und rannte auf Kalligo zu. Dieser starrte immernoch mit manischem Grinsen auf
den gefallenen Vize. Alishas Klinge traf Kalligo genau ins Herz und versank bis zum Schaft in seiner
Brust. Farin lief los, aber er kam zu spät. Alisha war mit solcher Wucht gegen Kalligo angelaufen,
daß der Aufprall sie Beide über die Reling schleuderte. Als Farin an der Reling ankam sah er gerade
noch, wie Alisha in den gerade einmal noch zehn Meter entfernten Abgrund stürzte. Ein tiefer, unarti-
kulierter Schrei entrang sich seiner Kehle. Alle, die bis jetzt gekämpft hatten, ob Freund oder Feind,
erstarrten in ihren Bewegungen. Einige von ihnen sanken kraftlos zu Boden. Im nächsten Moment
war der kampf vorbei. Alle Darkknight-Piraten streckten die Waffen. Mellin schaffte es mit Hilfe sei-
ner Teufelskräfte, die beiden Schiffe aus dem Sog des Stroms herauszubringen. Die besiegte
Piratenbande wurde auf ihr Schiff gebracht und dort gefesselt. Man würde sie der Marine übergeben.



An der Reling standen fünf Gestalten. Jede von ihnen hielt ein Messer in der rechten Hand. Der
Erste, der sich bewegte, war Farin. Er zog sich das Messer dreimal über die Brust und hinterließ
direkt über dem Herzen drei fast senkrechte, tiefe Wunden. diese Wunden würden zu Narben
werden, die denen auf der Flagge, die über ihnen wehte, ähneln würden und ihn immer daran erin-
nerten, daß er ein Teil der Rothaar-Piraten war. Die vier Anderen taten es ihm gleich. Saydan hatte
sofort gesagt. daß er sie retten wollte, er wäre wahrscheinlich dort hineingesprungen, selbst wenn
es keine Hoffnung auf Erfolg gegeben hätte. Als er von Farins Zettel gehört hatte, hatte es für ihn
keine andere Möglichkeit mehr gegeben. Samila hatte genauso reagiert, als Farin ihr von Alishas
Schicksal erzählt hatte. Auch sie war wild entschlossen. Das gleiche galt natürlich für Mellin. Der
Einzige, der aus der Rolle fiel war Pavil. Dieser hatte sich angeschlossen, weil er sich noch einmal
jung fühlen wollte, weil er sie alle unendlich lieb gewonnen hatte und weil sie einen erfahrenen
Mann gebrauchen konnten. Sie alle mochten Pavil unglaublich gerne, deshalb war ihnen nur Recht,
daß der Veteran sie begleitete.So standen sie nun alle mit blutender Brust an der Reling und schau-
tenden den so vertrauten Gesichtern zum vielleicht letzten Mal entgegen. Plötzlich schrie eine
Kinderstimme Farins Namen und dann kam Miless die Stufen vom Heck her heruntergelaufen und
sprang Farin direkt in die Arme. Dort vergrub sie ihren Kopf an seiner Brust, wo das Blut ihre Haare
langsam dreckig-braun färbten. Sie versprach ihm unter Schluchzen, daß sie auf ihn warten würde,
ganz egal wie lange es dauern würde. Altuo war ruhig die Treppe hinuntergekommen und stand jetzt
ebenfalls vor Farin. Leise erklärte er ihm, daß im Mahlstrom die Zeitverhältnisse vollkommen andere
seien als sonst irgendwo. Es könne sein, daß wenn sie herauskämen, keiner der anderen Anwesen-
den mehr am Leben sein. Er rechne mit mindestens sechs jahren, die sie brauchen würden, um diese
Mission zu erfüllen, die sie sich aufgebürdet hatten. Was das hier auf der Oberfläche an Zeit sei, davon
habe er keine Ahnung. Er wünschte ihnen allen viel Glück. Samila, Saydan und Pavil schauten den
Greis verdattert an, sie hatten keine Ahnung, wo dieser auf einmal herkam. Auch die Crew hatte
natürlich keine Ahnung. So wurde ein wenig gemurmelt, bis Shanks mit einem Handzeichen das
Geflüster unterband. Altuo sagte Farin noch, daß sie auf der nächsten, östlich gelegenen Insel auf
sie warten würden, auch wenn er selbst wenig Hoffnung hatte, sie selbst wiederzusehen. Farin
legte seine Hand auf seine Brust und jeder in der Crew tat es ihm gleich. Selbst Ben, der auf einer
Bahre lag, legte mit Mühe seine Hand auf die Brust. Die Kugel war unheimlich knapp am Herzen vor-
beigegangen und er hatte viel Blut verloren, allerdings war er schon wieder auf dem besten Weg
der Genesung. Nun legte Farin die Faust, nun rot vom Blut, an seine Lippen. Alle machten es ihm
nach. Nun ging Shanks auf ihn zu. Er erklärte Farin zu einem Kommandanten und erlaubte ihm,
unter seiner Flagge zu fahren. Seine Freunde, sowie jeder der ihm gefiehle konnte er in die Rothaar-
Bande aufnehmen. Dann überreichte er ihm ein Messer, daß er seit seinen Tagen auf der Oro
Jackson bei sich trug und wohl eines der Dinge war, die ihm heilig waren und so teuer wie sein Le-
ben. Farin nahm es gerührt entgegen und umarmte seinen Käptn, wobei er ienn großen Blutfleck auf
dessen Hamd hinterließ. Er sprach drei Worte. "Ich Liebe euch". Dann sprang er ins Meer. Die vier
anderen wiederholten die Prozedur, jeder führte die Hand zur Brust, zum Mund, umarmte den Käptn
und sprach die drei Worte. Dann schwangen sie sich von Bord. Pavil und Mellin gingen quasi gleichzei-
tig von Bord, da Mellin einen Taucheranzug anzog, damit er im Wasser schwimmen konnte.
Sauerstoff konnte er sich ja selbst produzieren. Als auch der letzte von ihenn von Bord war, war
Farin schon fast am Rande des Mahlstroms. Plötzlich bäumte er sich auf und schwamm mit
unglaublichen Zügen auf die Anderen zu. uch die anderen stemmten sich gegen die Strömung und
schließlich waren sie alle zusammen. Dann ließen sie sich wieder treiben. noch einmal legten sie
ihre Hände auf die Brust, dann streckten sie sie alle gegen den Himmel. Auch Shanks und die Leute,
die unter Pavil gedient hatten standen am Heck und reckten die Arme zum Himmel. Zum Schluss
war Pavil Yassops Stellvertreter und somit Kommandant unter Shanks gewesen. Mit hoch erhobenen
Fäusten stürzten sie alle gemeinsam in das Loch im Meer und lange, lange Zeit wurde es Dunkel um
Farin und seine Division. Der Aufstieg der Rothaar-Bande zu einer der größten Mächte der Welt hatte
aber gerade erst begonnen.



Zuletzt von FarFromOver am So 11 Dez - 16:33 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
MacSanji99
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Do 24 März - 11:54

   
So erstens Tolles Kapitel. Gefällt mir sehr gut.

Zweitens wenn wir die Kooperation machen kann ich dir jetzt wirklich helfen neue Charaktere zu erfinden. Da Farin und Co. wenn sie raus kommen ja selbst Leute bestimmt brauchen werden.


Ruffy "Fähnchen schwenk"

Stefan Bögli
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Do 24 März - 12:36

   
Ich finde du machst jedes Kapitel immer wie besser weiter so Kapitel 10 fand ich fast Perfekt!!!

MonkeyIDIRuffy
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Do 24 März - 21:30

   
Das wahr mal wieder eine sehr gute Fortsetzung deiner Story!

Respekt! Brook

Ich bin so gespannt, wie es weitergeht! Surprised

FarFromOver
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Fr 25 März - 15:38

   

Kapitel 11




Das folgende Kapitel befasst sich mit Miless und ihrem Aufwachsen auf Faribon, der Insel östlich
des Mahlstroms.


Altuo und Miless gingen drei Tage nachdem die fünf Gefährten aufgebrochen waren, um ihre
Freundin zu retten, im Hafen der kleinen Stadt Winshire an Land. Mit Hilfe der Crew baute Altuo
innerhalb einer Nacht das Blockhaus, welches sowohl seine Werkstatt als auch ihr Wohnhaus
sein würde. Altuo hatte beschlossen, wieder als Schreiner und Schiffsbauer zu arbeiten, schließlich
musste er nun für Miless und sich selbst sorgen. Dann schleppten sie die wenigen Habseligkeiten
vom Boot in das Haus und noch bevor der Morgen graute war die Red Force bereits wieder aus der
Stadt verschwunden. Die Bewohner der Stadt waren natürlich vollkommen erstaunt, als sie das
neue Haus sahen. Jedoch waren weder an dem Mädchen, noch an dem alten Mann viel auszu-
setzen, sie hielten sich Beide weitgehend aus den Angelegenheiten der Dorfbewohner heraus,
außerdem waren die Arbeiten des alten Mannes von äußerst guter Qualität. Das Mädchen wurde früh
eingeschult und entpuppte sich als hervorragende Schülerin. Da sie bereits alles konnte, was man
in der ersten Klasse von ihr verlangte, wurde sie in die zweite Klasse versetzt und so kam es, daß
sie zwei Jahre jünger war als der Rest der Klasse. Dies fiel aber nur durch ihre geringe Körpergröße
auf, ansonsten verhielt sie sich weitaus reifer als man es von einem Grundschulkind erwarten wür-
de. Eines Tages, es war gerade Markttag, sichtete man ein Piratenschiff, welches Kurs auf den
Hafen nahm. Sofort verbarrikadierten alle Menschen sich in ihren Hütten und harrten dort aus.
Anders konnten sie sich nicht wehren, denn die Marine in dem Dorf bestand aus fünf Soldaten, von
denen keiner es mit einem ordentlichen Piraten aufnehmen konnte. Das Schiff legte gerade an, als
Miless mit ihren Klassenkameradinnen aus der Schule kam. Anscheinend war vergessen worden,
die Alarmglocke zu läuten. Die Mädchen liefen alle kreischend zu ihren Häusern, nur Miless ging
schnurstracks in Richtuing Kai. Die Piraten, zwei Brüder mit ihrer Crew, waren bereits auf dem
Steg und wollten gerade an Land gehen. Als sie das Mädchen sahen, welches in aller Seelenruhe
auf sie zugeschlendert kam, lachten sie grölend und riefen Miless zu, sie solle umkehren, sie seien
nicht zum Spielen da. Die beiden Kapitäne stellten sich vor ihre Crew, um den seltsamen Besuch
zu empfangen. Als das Mädchen auf etwa zehn Meter herangekommen war rief der eine von Ihnen
ihr noch einmal zu, sie seien wirklich nicht zum Spielen gekommen, sie müsse jetzt nach Hause
gehen. Miless kam noch ein paar Meter näher heran und erwiderte dann, sie seie auch nicht zum
Spielen hier und sie sollten besser wieder aufs Meer fahren. Die beiden Brüder schauten sich ver-
dutzt an, dann brachen sie in gellendes Gelächter aus. Diese kleine Göre wagte es wirklich, ihnen
zu drohen? Der eine von ihnen, augenscheinlich der Wortführer, stellte sich drohend vor Miless
hin und zog seine Pistole. Er knirschte, wenn sie sich nicht augenblicklich vom Acker mache, so
könne sie heute Nacht bei den Fischen schlafen. Plötzlich änderte sich etwas an dem Mädchen.
Sie nahm eine andere Stellung ein und auch in ihrem Gesicht änderte sich etwas, er wusste nicht,
was genau es war. Instinktiv machte er einen Schritt rückwärts. Genau in diesem Moment schnellte
Miless vor und ihre Hand wischte knapp an der Hand des Kapitäns vorbei. Dort, wo vorher der Lauf der
Pistole gewesen war, war nun nichts als Luft. Völlig entsetzt stolperte der Pirat zurück. Sie sollten
wirklich gehen, dieses Gebiet stehe unter dem Schutz von Shanks, dem Roten. Wer immer sich
an diesem Dorf vergreifen wolle musste damit rechnen, bestraft zu werden. Wenn sie nicht in zwei
Minuten verschwunden seien, dann werde sie das Schiff versenken und jeden Einzelnen von ihnen
abmetzeln, drohte Miless. Das klang so überhaupt nicht nach einem unschuldigen kleinen Mädchen,
daß es einen unglaublichen Eindruck auf die Piraten machte. Sie gingen alle an Bord und brachen
eilig auf. Niemand aus dem Dorf hatte etwas von der merkwürdigen Unterredung zwischen Miless und
der Piratenbande mitbekommen, aber einige beobachteten sie, wei sie nach dem Vorfall aus Richtung
des Hafens kam. In den darauffolgenden Jahren geschah es immer wieder, daß einzelne Piraten-
banden die Insel betraten. Einige von ihnen wurden an Land gelassen, holten sich Proviant für die
Reise und verschwanden wieder, Einige zogen unverrichteter Dinge wieder davon. In den acht
Jahren, in denen Miless da gewesen war, hatte es nie einen Angriffsversuch auf die Stadt gegeben.
Natürlich wurden Stimmen laut, die Miless verdächtigten, die Tochter eines bekannten Piraten
zu sein und weitere Gerüchte, die besagten, daß sie die Kraft der Götter habe und alles vernichten
könne, was sich ihr in den Weg stellt. Diese Gerüchte wurden von einem Jungen aus Miless'
Klasse in die Welt gesetzt und kaum jemand schenkte ihnen Glauben. Der Junge zog ein Jahr
später aus Winshire weg und mit ihm verschwanden die Gerüchte. Miless hatte in den Jahren
nicht nur fleißig gelernt, sie hatte auch eine Karriere als Musikerin und Tänzerin aufgenommen.
So trat sie ab ihrem zwölften Lebensjahr immer wieder im Egmont auf, der beliebtesten
Kneipe am Hafen. Zwei Jahre später spielte sie schon jeden Tag dort und war mit einem guten
Prozentsatz am Umsatz der Kneipe beteiligt, was nicht ungerechtfertigt war, da ein großer Teil
der Kundschaft nur kam, um sie tanzen zu sehen und ihre liebliche Stimme und ihr virtuoses
Flötenspiel zu hören.


In dieser Zeit kam ein Brief von einem Adeligen aus einem weit entfernten Reich, der von den Schrei-
nerkünsten des alten Altuo gehört hatte und den Altmeister bat, seinen Jungen als Lehrling zu neh-
men. Altuo wollte ablehnen, aber Miless überredete ihn, indem sie ihm sagte, es wäre eine Schande,
wenn eine solche Kunst mit Altuos Tot verschwinden würde. Als der junge Mann schließlich ankam
waren sie beide völlig perplex, als sie den Lehrling sahen. Xino war ein Fischmensch, ein Schwert-
fischmensch um genau zu sein. Er war etwa drei Meter siebzig groß und war extrem breit gebaut,
sah unheimlich gefährlich aus. Aber Altuo sah an ihm nicht die scharfen Zähne, die großen Muskeln
und die unheimliche Nase, die aussah wie eine Klinge. Er sah allein die geschickten Hände des
Jungen und seine ausgezeichnete Lernfähigkeit. Er akzeptierte ihn als Lehrling und nahm ihn quasi
in seine Familie auf. Drei Jahre lang trainierte er Xino mit strenger Hand und der Junge lernte so
schnell, daß er bis dahin fast alles beherrschte, was Altuo ihm beibringen konnte. Dann waren Altuos
Kräfte aufgebraucht. Das letzte Jahr seines Lebens verbrachte er weitestgehend im Bett und auch
seine Psyche litt stark. Bald schon konnte er sich sein Essen nicht mehr selbst zubereiten und das
letzte halbe Jahr verbrachte er nurnoch bettlägerig, auf die Hilfe von Xino und Miless angewiesen.
Diese waren zwar traurig, ihren Mentor so hilflos zu sehen, aber sie taten alles in ihrer Macht ste-
hende, um dem alten Mann jeden Wunsch von den Augen abzulesen. Immerhin hatte er sich die
letzten Jahre auch immer besser um sie gekümmert als um sich selbst. Altuo starb schließlich mit
sechsundneunzig Jahren friedlich im Bett und wurde feierlich beerdigt. Es waren immer frische
Blumen auf seinem Grab.


Noch weitere drei Jahre sollte es dauern, bis Farin und seine Truppe wiederkehrten. In diesen
drei Jahren verstärkte sich die Freundschaft zwischen Miless und dem Fischmenschen, der die
Werkstatt des Meisters übernommen hatte und ausgezeichnete Arbeit vorweisen konnte, zuseh-
ends und die Beiden unternahmen immer wieder Ausflüge zusammen. Xino tat manchmal so, als
seie er der Bodyguard von Miless, obgleich die Kräfteverhältnisse der beiden hier, an Land, durch-
aus eher so waren das Miless Xino hätte beschützen können, aber Xino mochte es nunmal, sich
aufzuspielen und Miless gönnte ihm seinen Spaß. In den letzten Jahren waren die Piratenangriffe
zurückgegangen, da Shanks Name nun als einer der Vier Kaiser ein enormes Gewicht hatte und die
Insel weitgehend selber schützte. Xino hatte schon ein paar mal beobachtet, wie Miless bei der An-
kunft eines Piratenschiffes zum Hafen ging. Die Piraten zogen dann meist unverrichteter Dinge wied-
er ab, oder sie waren friedlich gesinnt und kauften zivilisiert in den Geschäften der Stadt ein. Eines
Tages jedoch geschah es, daß ein Piratenschiff unbemerkt blieb, wohl weil die Bürger zu sorglos ge-
worden waren. Erst die Alarmglocke am Hafen warnte alle, doch da waren die Freibeuter schon an
Land. Miless sprang aus dem Bett, warf sich ein Kleid über und stürmte hinaus. Xino folgte ihr.
Miless kochte vor Wut. Mit einem wilden Aufschrei raste sie mit unheimlicher Geschwindigkeit zum
Hafen, Xino kam nicht annähernd hinterher. Als er schließlich am Hafen ankam sah er Miless mitten
unter den Piraten stehen, nahe des Schiffes. Mit einigen weinigen Hieben hatte sie die Waffen der
Männer unbrauchbar gemacht und sprang mit einem eleganten Rückwärtssalto über einen der
Männer hinweg, die einen Kreis gebildet hatten. Im nächsten Moment war das gesamte Piratenschiff
der Crew verschwunden.Habseligkeiten der einzelnen Mitglieder plumpsten ins Meer. Nun hatte
Xino eine wirklich Demonstration von Miless' Kräften gesehen und er musste zugeben, es war mehr
als nur beeindruckend. Es war furchteinflößend. Die Piraten streckten augenblicklich die Waffen,
wurden gefesselt und einen Tag später mit einem Handelsschiff zum nächsten Marinestützpunkt
gebracht. Diese Heldentat war natürlich nicht unbemerkt geblieben und so musste Miless sich als
große Heldin feiern lassen. Wie schön es doch wäre, endlich wieder in See zu stechen, dachte sie
häufig bei sich selbst und so wartete sie voll Ungeduld auf den Tag, da Farin und seine Division
endlich wieder ankamen.

Jeden Abend, bevor sie ins Egmont ging und jeden Morgen, nachdem sie aufgestanden war, saß
Miless eine Stunde lang am Kai und schaute sehnsuchtsvoll gen Westen. Dieses Ritual hatte sie
mit neun Jahren begonnen und sie hatte nur während der Zeit ausgesetzt, als sie sich um ihren
alten Lehrmeister und Ziehvater gekümmert hatte. An diesem einen Tag, genau fünfzehn Jahre
nachdem Sie hier in Winshire an Land gegangen war, hätte sie sicher etwas sehen können, doch
Farin nahm eine andere Route, die die ihn am wenigsten Kraft kostete, denn mit dem Ende seiner
Reise war er auch am Ende seiner Kräfte angelangt.



Zuletzt von FarFromOver am So 11 Dez - 17:52 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
Puma1D1Ace
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Fr 25 März - 16:05

   
gefällt mir sehr
bin gespannt auf kapitel 12
mach weiter auch noch 12 !!!

MonkeyIDIRuffy
V.I.P.
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Fr 25 März - 21:37

   
Dieses Kapitel ist wieder sehr gut gelungen! Es war eine schnelle Fortsetzung! Bin schon auf den nächsten Teil gespannt! Wink

MacSanji99
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Sa 26 März - 0:46

   
Das war ein echt gutes Kapitel hat Spass gemacht es zu lesen.

Ruffy "Fähnchen schwenk"

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Fr 1 Apr - 14:48

   
Kapitel 12




Etwa zwanzig Kilometer nordwestlich an der Küste entlang lag eine kleine Siedlung, sie bestand aus
etwa zehn Häusern, zumeist Bauernhöfe. Wer keinen Bauernhof hatte war Fischer. Drei Kinder
von etwa vierzehn Jahren spielten auf dem Strand. Plötzlich deutete der jüngste von ihnen hinaus
aufs Meer. Die beiden anderen schauten in die Richtung, in die der Kleine zeigte. Zuerst konnten sie
nichts erkennen, dann sahen auch sie einen Kopf, der aus dem Meer schaute. Der Kopf kam auf sie
zu und hinter ihm waren bald darauf noch mehr zu sehen. Die beiden Älteren rannten zur Siedlung,
um die Leute zu warnen, man konnte ja nie wissen was solche Menschen im Schilde führten und
Vorsicht war nunmal besser als Nachsicht. Der Kleine setzte sich hin und beobachtete die näher-
kommenden Personen. Der Vorderste war ein schlanker Mann mit langem, blondem Haar. An der
linken Seite hatte er drei Dreadlocks, die fast weiß schimmerten. Er trug ein gräuliches Hemd,
welches jedoch völlig zerschunden war und ihm nurnoch lose um die Brust hing. Unter dem Hemd
konnte man ein Ledergeschirr sehen, an dem eine große Machete befestigt war. Das Mädchen
und der Junge, die direkt hinter ihm kamen hatten beide eine Hautfarbe, die ihn an die Truppe
erinnerte, die vor ein paar Jahren hierher gekommen waren. Alles sehr tropisch aussehende
Gestalten. Die Beiden waren jedoch blasser, wie auch alle Anderen extrem blass schienen, so als
hätten sie Jahrelang kein Sonnenlicht mehr gesehen. Das Mädchen hatte langes, schwarzes Haar,
welches ihr in leichten Locken um den Kopf lag und sogar noch im nassen Zustand bis ins Wasser
reichte, welches ihr immerhin schon nurnoch bis zu den Oberschenkeln ging. Die blaue Tunika,
daß war das Kleidungsstück jedenfalls einmal gewesen, war eigentlich nurnoch ein Fetzen Stoff,
der kaum an ihrem wohlgeformten Körper hielt. Auch sie hatte Waffen dabei, einen Säbel, den sie
quer über den Rücken trug und einen kleinen Dolch, den sie an einer Schärpe trug, den sie als
Gürtel benutzte, wobei auch diese Schärpe stark in Mitleidenschaft gezogen war. Der Junge hatte
nur eine zerfetzte, kurze Hose an, sein Oberkörper blieb frei. Am Gürtel hatte er einen Degen steck-
en und einige Wurfmesser. Zudem hatte er quer über den Oberkörper einen weiteren Gürtel ge-
hängt, in dem ebenfals Messer steckten. Beide Gürtel waren völlig zerschlissen. Sein Haar war
kurz, zerzaust und hatte einen leichten Bronzestich. Der Junge war kaum größer als das Mädchen,
was in etwa einen Meter sechzig groß war. Der erste Junge schien knapp einen Meter neunzig groß.
Hinter den dreien, die wohl die Vorhut waren, kamen drei weitere Gestalten. Die Mittlere war ein Frau
mit der Hautfarbe von Kohle. Ihr Haar, von der gleichen Färbung, fiel ihr in einem langen, schweren
Zopf den Rücken hinunter. Sie trug als einzige Kleidung, die annehmbar aussah. Sie sah sogar
mehr als annehmbar aus. Es war ein weißes Top und eine weiße, kurze, enge Hose, beides aus
weißem Leder hergestellt. Sie sah darin wirklich gut aus. Auf dem Rücken trug sie einen langen,
schwarzen Stab und am ebenfalls weißen Gürtel steckte ein Stück Holz, dessen Bedeutung der
Junge nicht kannte. Sie trug über die eine Schulter gehängt einen kleinen Lederbeutel.
Flankiert wurde sie von zwei großen Männern. Der Linke steckte in einem Taucheranzug, der ihn
wie eine unförmige Qualle aussehen ließ. Er hatte die Taucherglocke abgenommen und so konnte
der Junge sein Gesicht sehen. Er trug einen Vollbart und hatte noch längeres Haar als der erste
blonde Junge. Auch seines war blond, sogar noch heller als daß des jungen Mannes, der vorausging.
Er war ein wahrer Hüne, der Kleine schätzte ihn auf gut zwei Meter fünfzig. Auf der anderen Seite
des Mädchens stapfte ein Mann, der aus der Reihe fiel. Während die anderen fast noch jugendlich
waren und wahrscheinlich keiner älter als dreißig, hatte er bereits graue Schläfen und auch sein
Bart zeigte schon weiße Spuren. Er war fast genauso dunkel wie das Mädchen neben ihm und hatte
lange, schwarze Zöpfe, in die er rote Bänder eingeflochten hatte und die ihm bis weit auf den Rücken
reichten. Auch er trug kein Oberteil und nur eine schwarze Hose, an der ein erstaunlich gut erhaltener
roter Gürtel hing, an welchem er ein riesiges Katana befestigt hatte.Hinter sich her schleppte er einen
großen Sack aus Leinen. Er hatte Löcher und manchmal sah man etwas golden dadurch hindurchblitzen.
Der junge Mann, der vorausgegangen war, war mittlerweile am Strand angelangt. Dort drehte er sich um
und schaute zu seinen Gefährten. Plötzlich stieß er einen Schrei aus und riss die Arme in die Luft
Dann fiel er unvermittelt auf die Knie. Auch die Anderen fielen, sobald sie den Strand erreicht hatten,
auf der Stelle um und blieben dort liegen. Der Junge stand auf und ging langsam und vorsichtig auf
die Gruppe zu. Von nahem betrachtet waren sie alle doch in schlechterer Verfassung als es auf
den ersten Blick geschienen hatte. Der Junge lief zu seinem Haus und holte seine beiden großen
Brüder. Diese waren zwar zuerst ein wenig skeptisch, als sie die Leute aber sahen wurde ihnen
klar, daß diese sofort Hilfe brauchten. Mit vereinten Kräften trugen sie die gesamte Crew zu ihrem
Haus und versorgten sie dort. Auch alle Habseligkeiten der Crew wurden ins Haus geschleppt. Für
den Sack, den der schwarze Muskelberg getragen hatte, mussten alle drei Jungen fünfmal hin- und
herlaufen. Er war randvoll mit Gold und Schmuck und anderen Kostbarkeiten, darunter einige
wirklich bemerkenswerten Schwerter. Der Erste, der erwachte war der Große im Taucheranzug.


Mellin schaute sich in dem Bauernhaus um und blinzelte ein paarmal. Die Sonnenstrahlen wirkten
immer noch viel zu grell. Die drei Jugendlichen, die sich als Joan, Fiori und Abu vorstellten waren
Waisenkinder, die diesen Hof gemeinsam betrieben. Abu hatte sie entdeckt und seine Brüder zu
Hilfe gerufen. Mellin, immernoch in seinem Taucheranzug, stand auf und ging hinaus. Er musste
dringend an die frische Luft. Mit einem Atemzug entspannte er sich, dann löste er sich auf und
streifte so den Taucheranzug ab. Zum Vorschein kam ein frisches Hemd und eine feine, schwarze
Hose, dazu teure Designerschuhe. Aus dem Ärmel schüttelte er einen Bowler und setzte ihn auf.
Nun war er wieder vollständig. Als er nun so wieder in das haus eintrat erkannten ihn die Brüder
zuerst garnicht wieder und als sie ihn schließlich doch erkannten waren sie nur um so mehr ver-
blüfft. Nun wachten Alle der Reihe nach auf. Farin war der Letzte, auf den sie warteten. Als er
schließlich aufwachte, bedankte sich die Gruppe herzlich bei den drei Brüdern und schenkte ihnen
etwas von dem Gold, so daß sie für die nächsten Jahre sicher keinen Hunger leiden würden. Dann
machten sie sich auf den Weg nach Winshire, um das kleine Mädchen abzuholen, welches dort auf
sie wartete. Als sie an den Rand der Stadt kamen, sah Farin sofort Xinos Geschäft und den Schrift-
zug unter dem Schild, der eine Widmung an Altuo enthielt. Der alte Mann war also bereits gestorben.
Die sechs Gestalten hielten an und gedachten schweigend des Mannes, der ihnen allen Glück gewünscht
hatte, den aber nur zwei von ihnen wirklich kannten. Es war Spätabend und eigentlich war gerade
Ladenschluss, aber Farin und seine Freunde traten trotzdem ein. Xino war gerade damit beschäftigt,
Einiges hinter seinem Tresen zu sortieren und blickte deshalb nicht auf, als die Leute eintraten. Er
erklärte ihnen, daß der Laden eigentlich bereits geschlossen habe, ob sie nicht morgen wieder-
kommen könnten. Als daraufhin nichts geschah hob Xino dann doch den Kopf. Er hatte noch einmal
darauf hinweisen wollen, daß er wirklich weder Lust noch Zeit habe, heute noch jemanden zu bedie-
nen, aber die Worte blieben ihm im Hals stecken. Er hatte genug Geschichten von Miless gehört,
um zu wissen, wer die Leute vor ihm waren. Mit einigem Erstaunen musste er zugeben, daß sie alle
wirklich so beeindruckend waren, wie Miless immer erzählt hatte. Xino richtete sich abrupt auf und
stieß mit dem Kopf gegen die Lampe. Das Haus war halt nicht für weit über drei Meter große
Fischmenschen ausgelegt gewesen. Er bewillkommnete die Ankömmlinge, er wisse wer sie seien,
sie allerdings wüssten nicht, mit wem sie es zu tun hätten. Er stellte sich vor und meinte dann,
Miless seie im Egmont, sie werde erst in vier oder fünf Stunden wiederkommen. Farin stellte sich
der Höflichkeit halber noch einmal vor und fragte den Fischmenschen dann, ob er ihnen vielleicht
mit ein paar Brettern und derartigem Helfen könnte, sie bräuchten doch eine kleine Unterkunft, für
die Zeit, die sie hier waren und das würde sicher eine ganze Weile sein, sicher einen Monat, oder
zwei, immerhin müssten sie sich von mehreren Jahren harten Kampfes gegen die See erholen.
Als Xino ihnen von Miless und ihren Erfolgen, von Altuos Tot und den ganzen Dingen erzählte, die
bisher passiert waren, darunter den Krieg am Marineford und den Aufstieg von Shanks zum roten
Kaiser, wurde Farin bewusst, wie lange Zeit auf der Oberfläche vergangen war. Miless war nun älter
als er selbst. Shanks war mittlerweile fast in Pavils Alter, damals war Pavil einer der ältesten auf
dem Schiff gewesen. Sie waren quasi fünfzehn Jahre jünger als ihr Geburtsdatum vermuten ließ.
Xino schlug vor, daß Farin, Samila und Mellin das Holz für die Blockhütten holten, während er
Alisha, Pavil und Saydan zum Schneider brachte. Pavil lehnte ab und sagte, er werde Farins Arbeit
übernehmen, dieser könne die neue Kleidung besser gebrauchen. Farin war das nur Recht, er hatte
immer noch kaum Kraft in den Armen. So gingen sie dann in Richtung Schneider. Der junge Mann,
der ihnen die Türe öffnete, nachdem Xino ihn freundlich darum gebeten hatte, war sichtlich erschro-
cken, als er vor der Türe die drei Leute sah, die bloß noch in Fetzen gehüllt waren und dazu noch
bis an die Zähne bewaffnet. Die Anwesenheit Xinos schien ihn allerdings zu beruhigen und so ließ
er sie dann schließlich doch hinein. Für Farin fand sich recht schnell gute Kleidung, die nach seinem
Geschmack war, ein beiges Hemd, auf dessen Rücken ein Drache zu sehen war und eine graue
Hose, die ihm bis knapp unterhalb des Knies ging. Schuhe brauchte er keine. Auch Saydan wurde schnell
fündig. Seine neue Hose war dunkelbraun und leicht ausgefranst, genau wie er es mochte. Auch
zwei sehr gute Gürtel kaufte er. Für Alisha gab es allerdings keine geeigenten Kleidungsstücke und
so entschlossen sie sich, daß der Schneider für sie eine Maßanfertigung machen sollte. Während
der Schneider an Alisha Maß nahm und anfing, an dem Kleid zu arbeiten, nahm Saydan sich Nadel
und Faden und begann, sich schlaufen an seine Gürtel zu nähen, damit er seine Wurfmesser dort
anbringen konnte. Farin und Xino gingen gemeinsam wieder zum Laden, neben welchem die drei
Anderen wohl schon einiges angehäuft hatten, was man zum Bau eines Hauses braucht. Farin
sagte zu Pavil, er solle ebenfalls zum Schneider gehen, Xino solle ihm den Weg zeigen und dann
zurückkehren. Als Xino ankam war der Schneider fast mit Alishas Kleid fertig. Auch Saydan war
mit seinen Gürteln fertig und hatte damit angefangen, seine Messer einzusortieren. Saydan bezahlte
für alle und folgte Xino dann hinaus. Als Zahlungmittel gab er dem Schneider einen goldenen Krug
aus dem Schatz, den sie mitgebracht hatten, ein Stück das sicher einige Millionen Berry wert war.
Der Schneider bedankte sich und versprach, auch für Pavil eine Kleidung zu machen, die ihm gefa-
llen würde. Auf halbem Wege zurück holte Alisha die beiden schließlich ein. Ihr langes, blaues Kleid
flatterte wild durch die Gegend, als sie in vollem Tempo auf die Beiden zugeschossen kam. Saydan,
der genau wusste, was sie vorhatte, drehte sich im letzten Moment um und blockte mit beiden
Unterarmen den Sprungkick, der auf seinen Hinterkopf gezielt war. Er hatte allerdings die Wucht des
Tritts unterschätzt und flog, zwei Rückwärtssalti schlagend einige Meter weiter und landete dort in
gebückter Haltung auf den Füßen. Alisha ging währenddessen ganz gemütlich neben Xino her, dem
das ganze offenbar sehr viel Spaß bereitete, sich allerdings nicht allzu sehr davon beeindrucken
lassen wollte, weshalb er einfach weitergegangen war. Alisha meinte nur, das seie die Strafe dafür,
ein Mädchen einfach alleine gehen zu lassen, da er noch kein Teil der Crew sei bliebe er diesmal
verschont. Xino gab sich erstaunt, wie sie denn darauf komme, daß er der Crew beitreten würde.
In Wahrheit hatte er schon oft und längst und auch heute wieder mehrere Male mit dem Gedanken
gespielt,mit den Rothaar-Piraten in See zu stechen, schon alleine um Miless' willen. Was sollte er
noch hier, wenn sie fortging. Alisha grinste ihn nur kurz an, dann schnellte sie herum und begann,
sich mit dem etwas rachsüchtigen Saydan zu prügeln.

Als sie am Haus ankamen hatten Farin und Samila schon ganze Arbeit geleistet. Das erste -
kleinere - Haus, daß für die Mädchen, war bereits fast vollendet. Schnell war es fertiggestellt. Mit
Xinos erfahrenen Händen war die Arbeit an dem anderen Haus bald auch beendet und dann kam
Pavil zurück. Er hatte ein gelbes Shirt an, das sich über seinen muskulösen Oberkörper spannte,
sowie eine lange, schwarze Hose, um die sein roter Gürtel verlief, dazu braune Schuhe. Alles in
allem sah er eher albern aus. Als Farin ihn lachend darauf hinwies packte er das T-Shirt und riss es
sich mit einem einzigen Ruck vom Leib.Jetzt sah er schon deutlich besser aus. Farin wandte sich
an Xino und bat ihn, sie zum Egmont zu führen, er wolle Miless endlich wiedersehen. Gemeinsam
zogen sie los und kamen schließlich an der Kneipe an. Aus dem inneren war lebhafte Flötenmusik
zu hören. Sie traten alle ein. Da Xino ein Stammkunde war, kam Egmont senior persönlich zu ihm
und fragte, wer denn die Leute waren. Dies seien die Leute, auf die Miless seit nunmehr zwanzig
Jahren wartete, meinte Xino. Der Kneipenbesitzer nahm dies natürlch als Scherz auf, die meisten
von ihnen waren ihrem Aussehen nach damals ja noch Babys gewesen oder vielleicht noch nicht
einmal geboren. Er sagte sich schließlich, daß es wohl Freunde von Miless waren, die sie schon
lange nicht mehr gesehen hatte. Er bot ihnen ein Tisch an, von dem man einen wunderbaren Blick
auf die Bühne hatte. Es war quasi der V.I.P-Tisch. Sie setzten sich und machten es sich gemütlich,
bestellten Drinks und hörten sich Miless' Gesang und Flötenspiel an. Zwischen Farin und Xino ent-
spann ein lebhaftes Gespräch, in dem es schließlich darauf hinauslief das der Kommandant mit dem
Schiffsbauer über Ideen für ein Schiff spekulierte, schließlich musste sich die Crew ja irgendwie auf
den Weltmeeren fortbewegen. Als Miless ihr Programm für den Abend beendet hatte, ging sie hinter
die Bühne. Etwa drei Minuten ließ Farin vergehen. Dann rappelte er sich auf und räusperte sich. Im
nächsten Moment war er auf dem Tisch und schmetterte ein Lied, das damals auf der Red Force
besonders beliebt gewesen war. Das Seemannslied. Alle, die noch versammelt waren, starrten
den schlanken Mann an, der dort mit rauer, tiefer, volltönender Stimme das bekannte, berüchtigte
Piratenlied sang. Er sang nur die letzte Strophe und war damit noch nicht ganz fertig, als von hinter
dem Bühnenvorhang ein Schrei kam, der von Tränen feucht war. Er schrie den Namen des Mannes,
der dort auf dem Tisch stand. Im nächsten Moment kam Miless, blind vor Tränen, durch den Vor-
hang gelaufen, wo sie ein riesiges Loch hinterließ. Sie sprang von der Bühne ab, machte einen
riesigen Satz und landete bei Farin auf dem Tisch und riss den jungen Mann dann einfach um. Über
die Bank, auf der die Crew saß, fielen die beiden auf den Boden dahinter. Dort blieben sie eng um-
schlungen liegen. Alles war ruhig, Beide bewegten sich nicht und atmeten heftig, genossen den
Augenblick. Dann löste sich Miless langsam von Farin. Dieser lächelte sie schief an und strich ihr
eine ihrer kurzen Strähnen aus der Stirn. Sie seie wunderschön geworden, hauchte Farin ihr ins
Ohr. Saydan beugte sich über die Bank und meinte, die beiden Turteltäubchen sollten mal halblang
machen, oder sich gleich ein Zimmer im nächsten Hotel nehmen. Außerdem wäre hier noch jemand,
der sich auf ein Wiedersehen freue. Dabei beugte Mellin sich über die Lehne und grinste die Beiden
an, wie sie da aufeinander lagen. Farin hob Miless mühelos auf und stellte sich dabei gleichzeitig hin.
Miless umarmte Mellin innig und auch die anderen bekamen eine ordentliche Umarmung. Alisha
sprang auf und packte Miless ,bevor diese sie umarmen konnte und wirbelte sie einige Male im Kreis
herum. Die beiden Frauen lachten ausgelassen, es war wirklich ein herrliches Bild. Die anderen An-
wesenden fragten sich natürlich, wer diese Menschen waren, die da von ihrem Star so stürmisch und
enthusiastisch, ja zu Anfang fast hysterisch empfangen wurden. Als die Stimmung nicht mehr ganz
so euphorisch war, fragte Egmont dann auch noch einmal genauer nach, mit wem er es zu tun hatte.
Als er erfuhr, daß die Ankömmlinge aus Shanks Crew waren, der Crew, die durch ihren Namen
diese Insel beschützte, war er entsetzt. Denn er ahnte bereits, daß Miless mit diesen Menschen
verschwinden würde. Deshalb fragte er, wie lange Sie noch gedachten zu bleiben. Als er hörte, daß
die Crew gedachte, in etwa zwei Monaten erst abzureisen, wurde ihm schwer ums Herz. Er hatte nur
noch zwei Monate, in denen Miless in seiner Kneipe auftreten würde. Er hatte das Mädchen unendlich
lieb gewonnen und würde sie nicht nur um des Geldes wegen vermissen, sondern vorallem den Menschen
Miless.
Lange noch wurde an diesem Tag noch diskutiert und erzählt im Egmont, viel Geschichten von
Shanks und seinen Abenteuern, aber natürlich auch von dem Jungen, für den Shanks seinen Arm
geopfert hatte und dem er seinen Strohhut vermacht hatte, den Gegenstand, der ihm von allen
seinen materiellen Habseligkeiten am wertvollsten gewesen war, wurden erzählt. Dieser Ruffy war
ein wahrer Teufelskerl, hatte in der Weltregierung für unglaublich viel Chaos gesorgt und Yassops
Brut mischte auch als Schütze der Strohhut-Bande mit, es war einfach herrlich. Auch über Black-
beard und seine Machenschaften wurde diskutiert. Pavil meinte, Teach seie ein unheimliches
Scheusal, aber ein fähiger, wenn auch verachtenswerter Pirat, er hatte seine Träume, er hatte seine
Pläne. Was er getan hatte war einfach abscheulich, aber seine Pläne gingen auf und er war eine
Macht, die man keinesfalls unterschätzen durfte. Erst als die Sonne schon hoch am Himmel stand
verabschiedeten sich die Piraten von dem Kneipenwirt und den paar Leuten, die geblieben waren
und gingen zu ihren Blockhäusern. Diese mussten noch eingerichtet werden, aber fürs erste reichte
es, Betten für alle zu bauen. Dann legten sich alle schlafen. Alle bis auf Xino. Diesem war ein Plan für
ein Schiff gekommen, daß vollkommen sein würde, schneller als alle anderen, quasi unzerstörbar
und mit genug Platz, um auch noch einige Männer mehr in die Crew aufzunehmen. Drei Tge lang
schloss er sich in seinem Atelíer ein und arbeitete an den Plänen. Dann präsentierte er seine Arbeit.
Alle waren absolut begeistert und Xino hatte bereits alle Materialien bestellt. Nach etwas mehr als
einer Woche waren alle Materialien eingetroffen und Xino begann in seiner Werft mit dem bauen des
Schiffes. Er erlaubte keinem der Anderen, ihm zu helfen, außer mit dem schleppen der Materialien.
Auch einige Andere machten Einkäufe. So kaufte Samila verschiedene Pflanzen und Kräuter, aus
denen sie Medizin machen konnte, Mellin kaufte Nahrungsmittel ein, die sich lange auf See halten
würden, sowie Kräuter, die gut zu Fisch und Ähnlichem passten und natürlich gute Messer und
Kochutensilien. Alisha kaufte Papier und Navigationsgeräte. Einige Sachen hatte Miless von Shanks
bekommen, damit sie sie aufbewahrte, zum Beispiel die Rohlinge und die Kohle von Farin, da
Shanks sonst keinen Schmied hatte und dafür also keine Verwendung hatte.Pavil und Saydan hatten
nichts zu tun und blödelten mit den Kindern und Jugendlichen des Dorfes herum, meistens zusam-
men mit Farin und Miless.Auch Farin arbeitete zeitweise an einer Klinge, die Samila auf ihren Stab
aufsetzen konnte, wodurch er zu einer Naginata wurde. Im zweiten Monat durfte niemand Xino bei
seiner Arbeit stören, er schlief auf Deck seines neuen Schiffes, wenn er denn schlief, denn die meis-
te Zeit war er mit seiner Arbeit beschäftigt. Dann, gegen Ende des Monats kam er eines Tages aus
der Werft. Farin hatte eine Belohnung ausgesetzt für denjenigen, der ihm zuerst Bescheid sagte,
wenn Xino die Werft verließ und so liefen nun fünf Kinder, die gerade die Werft beobachteten los, um
Farin Bericht zuerstatten. So kam Farin als einer der Ersten am neuen Schiff an. Gemeinsam mit
seiner Crew fing er an, das Schiff nach seinen Vorstellungen farblich zu gestalten. Das Schiff war
wundervoll und so begannen Farin, Mellin und Pavil, das Schiff einzurichten, während Miless, Alisha,
Saydan und Samila das Schiff an verschiedenen Stellen in verschiedenen Rottönen zu lasieren, so
daß man immer noch die Struktur des Holzes sehen konnte. Das Deck blieb Holzfarben. Den Bug
zierte ein wundervoll gearbeiteter Drachenkopf, den Farin persönlich anmalte. Als Xino, der völlig
erschöpft war, nach einigen Tagen wieder aufwachte, war bereits fast alles getan, nur seine eigene
Werkstatt musste er noch auf dem Schiff einrichten, dann konnte es losgehen. Der Abschied
war tränenreich und vorallem Egmont hatten sie alle ins Herz geschlossen. Farin taufte das Schiff
direkt vor der Abfahrt, er nannte es Scarlet Dagger. Die Scarlet Dagger lief wenig später mit acht
Crew-Mitgliedern aus, in Richtung Grand Line und neuer Abenteuer.







Zuletzt von FarFromOver am Mo 12 Dez - 17:12 bearbeitet, insgesamt 5 mal bearbeitet (Grund : Neue Ideen, mehr Kapitel folgen^^)
MacSanji99
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Fr 1 Apr - 16:17

   
Klasse Fortsetzung ich freu mich schon auf das nächste Kapitel.

Wenn du möchtest kann ich dir beim Erfinden neuer Charaktere helfen.
Schreib einfach ne mp wenn du das Angebot annehmen möchtest.

Ruffy "Fähnchen schwenk"

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Fr 1 Apr - 17:53

   

Supper Echt Klasse! cheers cheers
Ich muss sagen du machst das echt Hammer mässig Wink

Ich habe erst mal 1-2 Kapitel gelesen und dann wurde es so cool ich konnte nicht aufhören, hoffe du machst weiter, du kannst ruhig ein paar Kapitel mehr machen so ungefähr bis 30-40 Kapitel würden gehen. Very Happy

Freue mich auf das nächste Kapitel bounce bounce bounce

MonkeyIDIRuffy
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Sa 2 Apr - 20:32

   
Ich bin von der Fortsetzung sehr begeistert! Es macht echt Spaß deine Geschichte zu lesen, es wird einfach nie langweilig!

Ich freue mich darauf, wenn das nächste Chapter erscheint! Wink



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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   So 3 Apr - 21:32

   
Ich find dein Fortsetzung is super Very Happy

hoffe du beehrst uns weiter hin mit deinen geschichten Very Happy

Kampfkätzchen
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mo 11 Apr - 18:48

   
Soo Farilein Very Happy
Jetzt muss ich doch endlich mal ein Kommi schreiben^^

Also ich finde deine Geschichte top! Du kannst wirklich gut schreiben und es wird wirklich nicht langweilig. Ich musste mich manchmal zwingen nicht weiterzulesen Very Happy
Zwar sind manchmal Komma- und Rechtschreibfehler vorhanden, aber das ist überhaupt nicht schlimm, da du so viel schreibst.

Ich freue mich schon auf das neue Kapi und natürlich auch auf deine nächsten FanFictions ^-^

Zorro&Sanji
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   So 8 Mai - 9:20

   
Coole Geschichten, gut geschrieben!
Freu mich schon auf das nächste Kapitel!

(Gibt´s eine Farin Born auch im normalen One Piece?)

FarFromOver
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mo 9 Mai - 2:23

   
Nein Zorro&Sanji, gibt es nicht. Das du mich das fragst ehrt mich allerdings sehr, da es davon zeugt, das man sich meine Charaktere wirklich gut auch in der Originalgeschichte vorstellen kann. Solche Kommentare sind es, weswegen ich es liebe, zu schreiben.
Das sind die Kommentare, bei denen wirklich deutlich wird, dass die Geschichte einen Eindruck beim Leser hinterlassen hat Very Happy

Habe momentan leider keine guten Ideen zu dieser FF, aber die Strohhüte sind noch nicht von der FMI weg, also hab ich noch was Zeit Very Happy Hoffe aber, dass ich bald neue Ideen hab und euch mit weiteren Kapiteln erquicken kann.

Pr1n2e_falafel
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Do 12 Mai - 9:56

   
als ich den titel das erste mal sah dachte ich es heißt die geschichte von farid bang Very Happy
aba die geschichte is wirklcih richtig cool.. hab nur das erste kapitel bis jezz aba mache weiter Wink
Gruß Pr1n2e... Zorro

Kazumi_Misaki
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Di 24 Mai - 18:57

   
diese geschichte ist einfach nur hamma geil ich konnte gar nicht mehr aufhören sie weiterzulesen.....

ich musste in der mitte aufhören weil zu meinen nebenjob gehen musste und ich wollte die ganze fertig sein damit ich deine geschichte weiterlesen kann Smile

ich hoffe die fortsetztung erscheint bald Wink

achja danke nochmal das du werbung gemacht hast sonst wär ich hier drauf nie gestossen ^^

du schreibst wirklich ausführlich und das gefällt mir sehr es macht spaß deine géschichte zu lesen Smile


HUT AP ^^

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mi 14 Dez - 13:00

   
Kapitel 13




Der Wind wehte kräftig und die Scarlet Dagger kam gut voran. Farin hing quer über der Galeonsfigur
und ließ seine Beine in der Luft baumeln. Miless hatte ihren Kopf auf seinen Bauch gelegt und Beide
schauten verträumt gen Himmel. Alisha saß am Heck auf der Reling und unterhielt sich mit Xino, der
das Steuer übernommen hatte. Samila, Pavil und Mellin saßen an einem kleinen Tisch neben dem
Mast und spielten Karten. Saydan nervte die Drei, indem er immer mal wieder verriet, was für Karten
der ein oder andere hatte. Er hing wie immer oben in der Takelage herum, der Ausguck war für ihn
quasi sein Ruhehort, obgleich Ruhe nicht sehr viel Platz in Saydans Leben zu haben schien. Immer
turnte er in den Tauen herum, oder er neckte seine Crewmitglieder. Aber wenigstens wurde es so
nie langweilig. Mehrere Wochen waren sie mittlerweile unterwegs, den Rivers Mountain hatten sie
bereits passiert. Krokus war sehr erstaunt gewesen, als er die Crew gesehen hatte. Er kannte Pavil
noch von früher und beneidete ihn darum, daß er plötzlich fünfzehn Jahre jünger war. Laboon sah mit
der schiefen Strohhutflagge auf dem Kopf wirklich lustig aus. Der nächste Halt ihrer Reise würde wohl
Grizzly Rock sein, eine kleine Insel, die nur von wenigen Menschen bewohnt wurde, da kaum jemand
es mit den Bären der Insel aufnehmen konnte, die sehr aggressiv waren. Pavil hatte jedoch schon damals
keine Probleme mit den Tieren, also war die Crew nicht sonderlich aufgeregt. Die Klinge für Samilas Stab
lag auf dem Amboss um abzukühlen. Farin hatte winzige Mengen von sehr seltenen Metallen in die
Klinge eingearbeitet, wodurch sie eine weitaus größere Stabilität besaß, als selbst einige der legendären
Waffen, wenngleich sie lange nicht die Schärfe von ihnen besaß. Keiner von ihnen machte sich wirklich
Sorgen wegen den ersten Stationen ihrer Reise, noch gab es in großem Umkreis nichts, wovor sie sich in
Acht zu nehmen hatten.

Saydan bemerkte das Handelsschiff als erster. Er machte den Rest der Bande darauf aufmerksam.
Pavil stand hinter dem Ruder und lenkte das Schiff so, dass es dem Handelsschiff den Weg abschnitt.
So hatte die Scarlett Dagger bereits eine beträchtliche Strecke zurückgelegt, bevor sie auf dem Handelsschiff
überhaupt bemerkt wurde. Das Schiff machte allerdings auch keine Anstalten, zu fliehen oder sich zu
verteidigen. Stattdessen wurde das Segel gerefft und das Schiff wartete auf das Näherkommen des
Piratenschiffes. Angespannt standen Pavil, Farin und Saydan auf der Reling und schauten hinüber auf
das Handelsschiff. Irgendwie kam es ihnen komisch vor, aber wahrscheinlich war die Flagge der Rothaar-
Piraten bereits genug um die Händler davon zu überzeugen, dass es sich hierbei garnicht wirklich um einen
Überfall handelte. Immerhin war Shanks überall bekannt dafür, dass ihm solche Überfälle zuwider waren.
Die Scarlett Dagger wurde ein paar Meter diagonal von dem Handelsschiff angehalten und Pavil, Miless
und Farin sprangen herüber auf das Schiff. Der Großteil der Besatzung des Handelsschiffes wirkte ziemlich
gefasst und der Käptn, ein durchtrainierter, vernarbter Mann in Pavils Alter mit einer Glatze uind einem
dreizackigen Kinnbart grüßte uns mit jeweils einem Handschlag. Farin stellte seine beiden Begleiter und
sich selbst vor und kam dann zum Geschäftlichen. Bevor er jedoch wirklich mit der Aufzählung der Güter
vorangekommen war, die sie brauchen konnten, verschwand Mellin plötzlich vom Schiff der Scarlet Dagger.
Farin, der das aus dem Augenwinkel mitbekommen hatte, wusste sofort, was das bedeutete. Wir hatten es
mit einem Schiff zu tun, welches von Piraten übernommen worden war, er verhandelte also wahrscheinlich
gerade mit dem Kapitän einer Piratenbande. Auch Pavil hatte alles mitbekommen, genau wie Miless. Keiner
von ihnen lies sich irgendetwas anmerken. Nur das kurze Stocken in Farins Rede verriet ihn. Doch es war
genug. Der Mann, der ihm gegenüber stand war ein erfahrender Pirat und erkannte sofort, dass er aufge-
flogen war. Er zog einen Dolch und versuchte, damit an Farins Kehle zu kommen. Doch da hatte Miless
ihm schon die Hand abgeschlagen. Der Mann starrte fassungslos auf die Stelle, wo seine Hand gewesen war.
Mellin tauchte mitten zwischen den verdutzten Bandenmitgliedern auf und innerhalb weniger Sekunden
waren alle Mitglieder der Bande besiegt und gefesselt. Plötzlich klatschte jemand applaudierend in die
Hände. Jemand saß oben auf dem Mast und schaute Farin, dessen Kopf sofort nach oben schnellte, in die
Augen. Sein gesicht war von einer Maske verdeckt und sein braun-beiger Mantel hüllte ihn komplett ein.
Nur seine Mundpartie war unter der grünen Holzmaske mit den zwei Hörnern zu erkennen. Er starrte den
verblüfften Farin ein paar Sekunden an, dann ließ er sich rückwärts vom Mast fallen. Farins Augen folgten
ihm, doch mitten in der Luft schien er sich in nichts aufzulösen. Niemand anders schien ihn gesehen oder
gehört zu haben, denn Miless schaute Farin nur verwundert an, um sich dann wieder um das fesseln der
letzten Bewusstlosen zu kümmern. Saydan hatte derweil einen Rundgang durch den Schiffsrumpf gemacht
und die gefangenen Händler befreit. Diese zeigten dann auch direkt ihre Dankbarkeit, indem sie der Crew
etwa die Hälfte der Sachen, die Farin brauchte, schenkten. Die Piraten sollten sie am nächsten Hafen
abgeben, es gab genug Kopfgeldjäger hier in der Gegend, die sie zur Marine bringen konnten. Wieso eine
Bande sich überhaupt als fahrende Händler ausgeben sollte, war sowohl Farin, als auch dem Rest der Crew
ein Rätsel. Jedoch fand Farin alsbald, dies sei eine ziemlich unwichtige Nebensache und ließ das Thema
fallen. Er fragte die richtigen fahrenden Händler noch, in welche Richtung es nach Grizzly Rock gehe und
ihnen wurde bereitwillig Auskunft gegeben. Alisha machte Farin darauf aufmerksam, dass sie über einen
Logport verfügte und sie damit auch jederzeit zum Ziel führen könne. So verabschiedeten die Acht sich
dann wieder von den Händlern und machten sich wieder auf den Weg.

Nach zwei Tagen kamen sie auf Grizzly Rock an. Es bot sich ihnen ein grauenhafter Anblick. Die gesamte
Insel glich einem Schlachtfeld, überall lagen tote oder verwundete Bären herum, ganze Waldgebiete waren
von einem Waldbrand verwüstet, in wiederum anderen Teilen der Insel waren riesige Findlinge wie Murmeln
durch die Gegend gerollt worden. aut Samilas Spurenleser-Fähigkeiten war der gesamte Vorfall etwa sechs
Tage her. Es wurde eine kurze Beratung gehalten und alle waren sich einig, dass es sich hierbei um das Werk
einer anderen Bande handeln musste. Ein Kampf zwischen Banden war zwar nicht auszuschließen, aller-
dings war nirgendwo auch nur eine Blutspur zu finden, die menschlichen Ursprungs war. Sollten sie die
Übeltäter zur Rechenschaft ziehen? Saydan saß in einem großen Laubbaum und sprach die Frage aus, die
sie alle dachten. Xinos Hand formte eine Faust und er zerschmetterte einen riesigen Stein, der neben ihm lag.
Niemand vergehe sich so an der Natur und komme ungestraft davon, sagte er mit bebender Stimme.
Samila ließ ein zustimmendes Zischen hören. Farin beruhigte sie alle. Dies sei nicht ihr Hauptziel, aber da
ihr Schiff sehr schnell sei, werde es wohl früher oder später zu einer Begegnung mit den Menschen kommen,
die dies hier angerichtet hätten. Auch wenn seine Stimme ruhig war, in seinen Augen sah man deutlich,
dass auch ihm daran gelegen war, diese Mistkerle aufzuspüren und sie zur Rechenschaft zu ziehen.
Sie begannen, das Chaos, welches angerichtet worden war, wieder einigermaßen in Ordnung zu bringen,
wobei nur Pavil, Xino und Mellin ein rudimentäres Verständnis dafür hatten, wie man mit verwundeten
Tieren umgeht und Samila die Einzige, die sich wirklich darauf verstand. Der Rest der Gruppe turnte einfach
durch die Gegend, während sich die vier darum bemühten, dass die Population der Grizzlys nicht allzu sehr
schrumpfte. Farin fand unter den umgekippten Bäumen Einige, von denen er sehr hochwertiges Holz gewi-
nnen konnte und auch Xino half ihm dabei, nachdem er eingesehen hatte, dass er zwar gut mit den Tieren
zurechtkam, ihnen aber nicht wirklich gut helfen konnte. Dazu mangelte es ihm einfach an fachlichem
Wissen. Miless übte währenddessen ein bisschen mit Saydan, der begeistert von den flüssigen Bewegungen
war, die sie beherrschte. So hatte er sie kurzerhand zu einem kleinen Trainingskampf aufgeforderte.
Miless für ihren Teil kam nicht aus dem staunen heraus, wie mühelos Saydan ihren Angriffen auswich und
ihre Schläge mit einer selbstverständlichkeit abblockte, als würde sie die Schläge unglaublich langsam
führen. Plötzlich grinste Saydan und im nächsten Moment spürte Miless, wie sie den Boden unter den
Füßen verlor und von Saydan aufgefangen wurde. Sie schaute auf und schaute in seine dunkelbraunen
Augen. Im vorbeigehen schlug Alisha Saydan auf den Hinterkopf, so dass dessen Kopf fast mit Miless'
zusammengestoßen wäre. Sofort richtete er sich wieder auf und ließ Miless los, nachdem sie sich wieder
gefangen hatte. Alisha warf ihm noch einen strengen Blick über die Schulter zu, worauf Saydan mit einer
Geste reagierte, die fast schon unterwürfig gewirkt hätte, wäre da nicht das Lächeln um seine Augen
gewesen.
Bevor sie weiterfuhren, nutzten Sie den Landgang, um ein ordentliches Lagerfeuer zu machen und
den Abend mit Geschichtenerzählen zu verbingen. Schon bald war der Ruß und Dreck in ihren Gesichtern
vergessen, die schrecklichen Bilder des Tages verdrängt. Pavil war ein wunderbarer Geschichtenerzähler
und die an diesem Abend von ihm vorgetragene Geschichte handelte von einem Mann, , den schon viele
Legenden umrankten. Doch diese hier war nicht eine jener Geschichten, die man sich später erzählte. Es
war die Geschichte des Anfangs dieser Legende. Er fing an: Damals, als die Welt noch jünger war, noch weit
bevor das verlorene Königreich überhaupt existierte, da lebte ein Junge, der nichts so sehr wollte, wie un-
sterblich und unbesiegbar zu sein...

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mi 14 Dez - 21:41

   
Man Far altes Haus lang nichts von dir gehört. Klasse Kapitel wünsch mir noch viel mehr davon.

Sanji

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Fr 16 Dez - 21:51

   
Hey FarFromOver^^

Ich kann mich MacSanji99 nur anschließen! Es ist echt sehr lange her seit dem letzten Kapitel!

Ich musste mich erst einmal wieder in die Story einlesen! Bin froh, das die Geschichte fortgeführt wird!

Das Kapitel ist dir wieder sehr gut gelungen! Deine Schreibweise ist schon Klasse!

Hoffentlich erscheint bald das nächste! Wink

FarFromOver
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   So 18 Dez - 18:28

   

Kapitel 14

Dieser Junge - der Name, der ihm zu Anfang gegeben ist nicht bekannt - war ungewöhnlich in vielerlei
Hinsicht. Zum einen waren seine Sinne schärfer als die einer normalen Person, sein Geist waren zu wach,
was heißt... (Pavil stockte mitten in seinen Erklärungen, dann grinste er und fing anders an. ) Ich wollte
eigentlich eine eigene Version der Geschichte erzählen, doch ist das wohl kaum möglich, da ich nur eine
Sicht der Dinge kenne und diese muss ich so wohl auch beshreiben, denn sonst muss ich mich zu häufig
in Mutmaßungen ergehen. Also: Diese Geschichte ist zwar eigentlich die Geschichte dieses Jungen, doch
muss ich sie aus der Sicht der Person beschreiben, die sie mir erzählt hat. (Ein Rumoren wurde bei der Crew
laut, schließlich hatte Pavil eben noch von einer Spanne von etwa eintausend Jahren geredet, doch Pavil
brachte sie nur mit einem Wink zum schweigen.) Ich werde nicht näher auf diese Person eingehen. Sein Name
ist Roquart, das reicht. Ihr müsst wissen, damals gab es noch wirkliche Magie, Magie von der Art, wie sie heute
fast vergessen ist. Nicht viel mehr als ein gutes Duzent Wesen, die heute diese Welt bevölkern, kennen sich
mit der alten Magie aus. Roquart war damals Schüler des größten Meisters, der je gelebt hatte. Nicht einmal
die Götter wagten es, sich mit ihm anzulegen und er unterrichtete den einzigen Sohn des Todes. Der Meister
war grausam, aber er war ein guter Lehrer. Es war erst etwa zehn Jahre her, dass er überhaupt seine Künste
weitergab und Roquart war sein Senior-Schüler. Er war mächtig, doch dem Meister noch lange nicht
gewachsen und er war sich nicht sicher, ob er jemals so mächtig werden würde, oder ob er die Ausbildung
überhaupt bestehen würde, denn jedes Jahr gab es eine Prüfung und diese wurde von Jahr zu Jahr schwieri-
ger. Im vorangegangenen Winter hatte Roquart seine liebe Müh und Not gehabt, lebendig aus seiner
Prüfung herauszukommen und er war noch lange nicht am Ende seiner Ausbildung. Er vermutete, dass er
in etwa in der Mitte stand. Das eigentliche Problem war, dass der Meister, wenn man einmal Schüler war,
darauf bestand, dass man die Ausbildung auch beendete. Zwei Schüler hatten versucht zu fliehen, kurz
vor den nächsten Prüfungen. Sie waren nie wieder gesehen worden. Die drei ältesten Schüler durften
ausgehen, wann immer sie wollten, doch auch sie wussten, dass der Meister sie nicht würde gehen lassen.
Shimaja, der Sohn des Todes und dritter Schüler des Meisters war ein ruhiger Mann, den Roquart nur dann
zu Gesicht bekam, wenn entweder eine Prüfung anstand oder der Meister seine Vorlesungen hielt, was nicht
besonders häufig oder regelmäßig der Fall war, zumindest für die höheren Schüler. Er bewegte sich auch
dann nur so viel, wie irgendwie nötig war. Er schien völlig emotionslos zu sein. Seine Vorführungen der
Magie waren atemberaubend, wenngleich Roquart bemerkte, dass er ein Faible für die dunklen Arten der
Magie hatte, vorallem für Blutmagie. Aber was sollte man auch sonst vom Sohn des Schnitters erwarten.
Ganz im Gegensatz dazu stand Kira, ein wunderschönes, rothaariges Mädchen, welche nach Roquart die
Schülerin war, die am längsten beim Meister lernte. Sie war ein Energiebündel, immer in Bewegung,
zappelig während dem Unterricht, ein unheimlich fröhlicher Mensch, schön wie die Morgensonne, aber
schrecklich in ihrer Macht. Sie überflügelte Roquart in den meisten Magiearten bei weitem, sie war eine
Heilerin, die selbst einen Menschen, den sie zuvor mit einem Feuerzauber in wenig mehr als ein Skelett
verwandelt hatte, innerhalb eines Wimpernschlags wieder komplett wieder herstellen konnte. In dieser
Disziplin war sie sogar fast so weit wie der Meister. Genau wie bei ihrer Feuermagie selbst. Roquart hatte
schon gesehen, wie sie dem Meister bei einem Übungskampf eine Augenbraue angesengt hatte. Nie zuvor
war etwas derartiges geschehen. Er war der einzige Beobachter gewesen und er hatte es für sich behalten.
Der Meister war unantastbar und so würde es auch bleiben. Das zumindest hatte er geglaubt.

Roquart hatte sich eine Auszeit von der Lehre genommen, um durch das Land zu ziehen. Der Meister hatte
ihm zu verstehen gegeben, dass es notwendig sein würde, dass er sich langsam aus dem, was der Meister
lehrte löste und anfing, seine eigenen Zauber zu entwickeln. Die Zauber des Meisters waren seine Zauber
und dadurch auf ihn angepasst. Um sein volles Potenzial ausschöpfen zu können musste Roquart seine
eigene Magie finden.
Seit mehreren Wochen war er nun unterwegs und hatte schon sehr weite Wege hinter sich gebracht, war
durch Orte gekommen, die von Seuchen heimgesucht worden waren, hatte dort Kranke geheilt. Anderorts
hatte er die Dorfbewohner von wilden Bestien befreit. Er wanderte durch die Gegend, immer gen Norden.
Auch wenn die Lehre hart war und das Schürfen in der Mine ihm den Rücken schmerzen ließ, dort fühlte
er sich wohl, vorallem in der Bibliothek des Meisters, in der er den Großteil seiner Freizeit verbrachte. Er
mochte Bücher und dort hatte er bereits eigene Magie gefunden. Doch diese war unvollständig, sodass sie
ihm nicht viel mehr Macht einräumte als er bereits besaß. doch er war sich sicher, wenn er irgendwo seine
Magie finden würde, dann in einer der großen Bibliotheken. Die Bibliothek seines Meisters war zwar gut
bestückt, aber er wusste von zwei anderen Bibliotheken, die er besuchen musste. Zum einen war es die
Bibliothek der großen Schule, dem Ort, wo die meisten Magier dieser Zeit ausgebildet wurden und der
großen Bibliothek der Hauptstadt.

Er wanderte gerade durch einen Wald, der seit Jahren unberührt war, doch er brauchte keine Wege, denn
er war gesund und kräftig, auch wenn er das Aussehen eines Mittfünfzigers hatte. Sein Haar und sein kurz
gestutzter Vollbart waren grau meliert und er hatte starke Geheimratsecken an den Schläfen. Plötzlich
hörte er ein Geräusch. Er erkannte sofort, dass es sich um menschliche Laute handelte. Vorsichtig bewegte
er sich vorwärts, jedes Geräusch vermeidend. Vor ihm öffnete sich eine abfallende Lichtung, fast wie eine
Grube. In dieser Grube saß ein Junge, etwa zehn Jahre alt, mit langem, blondem Haar. Er hatte einen alten,
braunen Mantel um die Schultern geschlungen. Er keuchte schwer und sah sehr erschöpft aus. Im nächsten
Moment kam von der anderen Seite der Richtung aus dem Gebüsch ein riesiges wolfähnliches Wesen
gesprungen. Roquart erkannte in ihm eine sehr seltene Hunderasse, die dem Wolf näher war als jede Andere.
Fast hätte Roquart den Hund angegriffen, um den Jungen zu schützen, doch dieser sprang auf und lief dem
Hund entgegen. Im nächsten Moment wurde er von dem Hund umgeworfen, packte diesen aber am Bauch
und so purzelten die Beiden in einem Ballen aus Fell und Stoff den Hang hinunter. Roquart war erstaunt,
wie schnell der Junge gewesen war. Ohne mühe rappelte er sich auf und warf den Wolfshund dabei in die
Höhe. Dann jagten sich der Hund und der Junge gegenseitig durch die Gegend, wobei Roquart erst klar
wurde, wie schnell der Junge wirklich war. Er hielt ohne Probleme mit dem Hund mit. Dies war ein wirklich
faszinierender Junge. Doch davon gab es viele, kaum einer von ihnen war für Magie geeignet und er wäre
wohl der letzte, der einem Kind eine Ausbildung in Magie zugemutet hätte. Doch im nächsten Moment
verblüffte ihn der Junge wirklich. Seine Magie, die ihn verdeckte hatte nicht eine Sekunde nachgelassen,
doch der Junge drehte sich plötzlich um und fragte den Mann, der dort stand, wer er sei. Roquart verstand
die Welt nicht mehr, denn seine Magie war nicht etwas einfaches, wie es die Luftspiegelungungen von
einigen der anderen Schüler war, sondern wirkliche Magie, die ihn unsichtbar machte. Wie konnte ein
kleiner Junge ihn so einfach enttarnen? Er löste den Zauber auf und ging auf die Lichtung. Der Wolfshund
hatte sich bereits vor den Jungen gestellt und sträubte sein Fell. Roquart sah den schwarzen Hund eindring-
lich an. Jetzt wo er näher kam, machte ihm sein geschulter geist klar, dass es sich nicht um einen jener
Wolfshunde handelte, die er kannte. Der Hund war fast schwarz und sehr viel massiger als ein normaler
Wolfshund. Ein solches Tier hatte er noch nie gesehen. Es war ein wunderschöner Anblick, natürlich nur,
wenn man wie Roquart keine Angst hatte. Jeder normale Mensch wäre sicherlich geflohen. Aus der
Richtung der Beiden spürte er eine urtümliche Art von Magie. Waren sie Waldgeister, vielleicht sogar welche
vom alten Volk? Der Junge schob den Hund sanft, aber bestimmt zur Seite und ging auf Roquart zu. Seine
grünen Augen fingen die Augen des Mannes ein und er streckte ihm eine hand entgegen. Roquart schüttelte
sie, immer noch verblüfft. Dann setzte sich der Junge hin und machte Roquart klar, er solle ihm gegenüber
Platz nehmen. Der Wolfshund hatte sich neben dem Jungen hingelegt. Roquart setzte sich.

Zuerst stellte der Junge Fragen. Roquart beantwortete sie. Dann, als er bereits die halbe Lebensgeschichte
seines Gegenübers kannte und die Sonne langsam dem Ende ihrer täglichen Reise zustrebte, fing er an, über
seine eigene Vergangenheit zu reden. Er war vor zwei Jahren von Zuhause abgehauen, zum einen, weil er
sich von seinen Eltern vernachlässigt gefühlt hatte, zum anderen, weil die anderen Bewohner der Stadt ihn
wegen seiner merkwürdigen Ausstrahlung und seinen noch merkwürdigeren Fähigkeiten nicht leiden konnten.
Auch war es ihm zu langweilig dort geworden. Die Kinder in seinem Alter hatten nicht mit ihm mithalten
können, weder physisch, noch von seinem Wissensdurst und seiner Lernfähigkeit her. Eines Tages hatte er
aus Versehen einen Mann getötet, der seinen großen Bruder angegriffen hatte. Er war noch in der Nacht
mit seinem treuen Hund verschwunden. (Pavil lächelte in die Runde) Natürlich ist das nur eine Kurzform,
aber ich kann den Wortlaut nicht erinnern. Auf jedenfall machte Roquart in der Lichtung ein Feuer, als es
dunkel wurde und hörte sich noch einige Geschichten des Jungen an, jedoch nur mit einem kleinen Teil
seiner Aufmerksamkeit, denn der Großteil seines Geistes war damit beschäftigt, den mysteriösen Jungen zu
analysieren, der dort auf der anderen Seite des Lagerfeuers saß. Irgendwann schlief der Junge mitten in einer
Geschichte ein und Roquart dachte noch einige Minuten nach, bevor auch er ins Reich der Träume hinüber-
glitt.

Am nächsten Morgen, als Roquart sich aufsetzte, war der Junge längst wach. Er tollte mit dem Hund über
die Lichtung, über dem Feuer briet bereits ein Hase an einem langen Stock. Plötzlich spürte er eine Macht,
die ganz in ihrer Nähe war. Auch der Hund und der Junge blieben stehen und schienen zu lauschen.
Zuerst war Roquart alarmiert, dann erkannte er die Aura und sein Gesicht wurde bleich. Wie hatte er nur
so dumm sein können? Er hätte den Jungen in Ruhe lassen sollen. Der Meister suchte seine Schüler immer
selbst aus und Roquart war sofort klar gewesen, dass der Junge ein perfekter Schüler war. Er hätte wissen
müssen, dass der Meister auf den Jungen aufmerksam werden würde. Er drehte sich um und dann sah er
auch schon, wie der Meister über die Kuppe des kleinen Hügels kam. Diesmal war das Haarsträuben des
Hundes noch weitaus wilder als es bei Roquart gewesen war und er wirkte deutlich größer. Der Junge sah
daneben winzig aus, doch sein Gesichtsausdruck verriet keine Furcht. Vielmehr war es Neugierde und
ein kleines bisschen Ehrfurcht. Und Erwartung. Mit einem mal erinnerte sich Roquart an etwas, was der
Junge gestern acht gesagt hatte. Zwei Worte klebten in seinem Gehirn und machten ihm das Atmen
schwer. Unsterblichkeit und Unbesigbarkeit.

Damals nahm Roquart widerstrebend den Fakt an, dass der Junge ein weiterer Schüler werden würde.
Der Junge schien sogar sehr erfraut darüber zu sein, dass er endlich seine Magie kontrollieren können
würde.

Hätten sie geahnt, dass der Junge zu dem Werkzeug der fast vollständigen Vernichtung der magischen
Welt werden würde, so hätten sie Beide in diesem Moment anders reagiert.



Zuletzt von FarFromOver am Do 29 Dez - 13:26 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   So 18 Dez - 20:53

   
Hi FarFromOver^^

Ein Super Kapitel! Wie du nur immer auf solche Einfälle kommst! Respekt!

Die Geschichte, die Pavil den anderen erzählt, ist wirklich spannend und interessant!

Frage mich echt, wie es mit dem mysteriösen Jungen weitergeht? Surprised

Freue mich auf die Fortsetzung...

FarFromOver
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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mi 21 Dez - 12:50

   
Kapitel 15


Roquart kehrte gemeinsam mit dem Meister, dem Jungen und dem Wolf zur Schule zurück. Bald hierauf
merkte er, dass er durch das beobachten des Jungen sehr viel über Magie lernen konnte. Es war in
vielerlei Hinsicht deutlich informativer als ein Buch. So blieb er und verbrachte die meiste Zeit damit, den
Jungen zu beobachten. Seine magische Begabung half dem Jungen beim lernen, doch das war nicht alles.
Er war auch unglaublich lernfreudig, neugierig und es verging kaum ein Moment, in dem er nicht eine
Frage auf den Lippen hatte. Die meiste zeit verbrachte er entweder unter direkter Lehre des Meisters, oder
aber er belästigte einen der drei höchsten Schüler. Gemeinsam mit Kira alberte er herum, als seien sie zwei
kleine Kinder, wobei man es dem Jungen nicht verübeln konnte, da er ja ein Kind war. Sogar Shimaya ließ
sich ab und zu dazu hinreißen, dem Jungen ein paar Tricks zu zeigen. Nach einem halben Jahr merkte
Roquart, wie er väterliche Gefühle für den Jungen bekam und zur gleichen Zeit fand er auch seine eigene
Magie. Sie kam ganz natürlich zu ihm, wie ein alter Freund und zuerst war es kaum überraschend und
schien ihm völlig normal, bis er begriff, dass er Dinge vollzog, die mit der Magie des Meisters nicht möglich
oder extrem kompliziert waren.
Auch der Meister hatte anscheinend Gefallen an dem Jungen bekommen. Nur eine Sache störte ihn: Der
Junge hatte ihm nie seinen Namen verraten und weigerte sich auch weiterhin. Roquart hatte zuerst erwartet,
dass der Meister den Jungen zwingen würde, seinen Namen auszuspucken, bisher war noch nie jemand
damit davongekommen, wenn er sich gegen den Willen des Meisters stellte, bis auf die drei Höchsten und
auch diese hatten danach häufig eine schwierige Zeit. Doch der Meister blieb ruhig, gab dem Jungen einen
provisorischen Namen. Er nannte ihn immer Kurobara, übersetzt heißt das "Schwarze Rose". Tatsächlich
kleidete sich der Junge meist in schwarze Kleidung und hielt auch seinen Kopf mit einem Kopftuch bedeckt,
so dass man sein blondes Haar nicht sah. In der Dunkelheit bewegte er sich müheloser als irgendeiner der
anderen Schüler. Schon bald nach seiner Ankunft hatte Bara - so nannte Roquart ihn der Einfachheit halber -
sich den Respekt der anderen Schüler verdient. Bei den Prüfungen schloss er immer fehlerfrei ab, seine
Vorführungen enthielten meist Magie, die keiner der Schüler je zu Gesicht bekommen hatte und bald
übertraf seine Zerstörungskraft die aller Anderen.

Bald nachdem Roquart seine Magie gefunden hatte, merkte er, wie sich Bara langsam veränderte. Seine
Augen hatten nicht mehr das Grün des Waldes, sondern wurden von Tag zu Tag trüber. Roquart sprach
den Jungen darauf an, doch dieser winkte nur ab. Jeden Abend ging er zum Meister und niemand wusste,
wann genau er wieder hinauskam. Meist lag er am nächsten Morgen einfach in seinem Bett, sah allerdings
immer aus, als hätte er ein großes Saufgelage hinter sich, dabei war er erst elf Jahre alt.
Roquart machte sich natürlich Sorgen um seinen Schützling, doch dieser wies all seine Fragen zurück
und so blieb Roquart nichts zu tun, als dem Jungen dabei zuzuschauen, wie er langsam in eine Art
Mantel aus Müdigkeit und Schweigen gehüllt wurde. Er wurde zu einer Art Marionette. Er redete mit
niemandem, erledigte aber seine Aufgaben effizient und schnell. Wenn er sprach, so meist mit völlig
gefühlsloser Stimme, die den meisten Leuten durch Mark und Bein ging, so dass die meisten Schüler
anfingen, ihn zu meiden. Nur in Gegenwart des Meisters schien Bara etwas aufzutauen, doch Roquart
zog sich vorallem in diesen Momenten der Magen zusammen. Es war offensichtlich, dass der Meister
den Jungen für zu gefährlich hielt und deshalb versuchte, ihn zu kontrollieren. Der Wolfshund, den Bara
immer nur Black nannte, war das einzige Wesen, welches noch Kontakt zu ihm pflegte. Roquart beobachtete
den Jungen weiterhin aus der Entfernung, doch er merkte, dass seine Magie nicht davon lernen konnte, wie
der Junge momentan war. Doch so schmerzvoll es auch war, er konnte nichts tun. So machte er sich ein
Jahr, nachdem er wiedergekehrt war, wieder auf den Weg. Er bereiste ferne Länder, erlebte viele Abenteuer
und lernte ein gigantisches Maß an Neuem. Doch Bara vergaß er darüber nie.

Er war bereits sechs Jahre fort gewesen, da ereilte ihn die Nachricht, dass die zwei Königreiche, die direkt
neben dem Gebiet seines Meisters gelegen waren, sich gegenseitig den Krieg erklärt hatten. Etwa eine Woche
später, er war immer noch etwa zwei Monatsreisen von seiner Heimat entfernt, kamen die ersten Gerüchte
bei der Bevölkerung an. Sie erzählten von einem Magier, der das nördliche Königreich in nur zwei Tagen dem
Erdboden gleich gemacht hatte. Dann hatte er sich gegen das südliche Königreich gewandt. Er war bereits
bis zur großen Universität vorgedrungen. Roquart verdoppelte sein Tempo. Hatte der Meister sich etwa in
die Politik eingemischt? Roquart verstand die Welt nicht mehr. Doch als er nach zwei Wochen an der
Universität der höheren Künste ankam, war von dieser nurnoch ein Trümmerhaufen zu sehen. Bis hier und
nicht weiter hatte der Sturm gewütet, der hier heraufbeschworen worden war. Nie hatte Roquart etwas so
trauriges gesehen. Er hockte sich nieder und spürte, wie ihn Enttäuschung überkam. Er hatte gedacht, diese
Welt könnte friedlich sein, doch selbst die Leute, die er eine Zeit lang seine Familie genannt hatte, waren
grausam. Plötzlich spürte er eine Macht. Eine Macht tief in sich drinnen und eine, die von außerhalb kam.
Er blickte auf. Zwischen den Träumern hindurch lief ein hochgewachsener Jüngling, komplett in Schatten
gekleidet. Seine Bewegungen erinnerten ihn an das wiegen einer Blume im Wind, er gab jedem Windhauch
nach, wurde hierdurch aber nicht langsamer und bewegte sich auch nicht mit dem Wind, sondern zwischen
seinen Böen hindurch. Es war wunderschön, ihm bei seinem Tanz zuzuschauen, doch gleichsam wurde
sich Roquart schlagartig bewusst, wen er da vor sich hatte. Das war Bara, sein kleiner Junge, hochgewach-
sen, mächtig und der Zerstörer von zwei Königreichen.

Bara unterbrach seinen Tanz und kam mit einer unheimlichen Anmut auf Roquart zu. Er grüßte ihn wie
einen alten Freund. Die Augen des Jungen waren wieder grün wie ein Wald, wenn die Sonne scheint und
es taut. Doch auch ein wenig Eis war darin zu erkennen. Das lächeln um seine Lippen war kein Natürliches
und es kam auch nicht bis in die Augen. Der Meister erwarte ihn, sagte Bara. Roquart folgte dem Jungen,
wie betäubt, kaum in der Lage, einen klaren Gedanken zu fassen. Plötzlich fasste er einen Entschluss. Er
konnte nicht zum Meister zurückkehren. Mit einer unheimlichen Geschwindigkeit rannte er plötzlich los...
und prallte mit Bara zusammen. Dieser stand völlig ungerührt vor ihm. Wo er so schnell hinwolle, fragte
er. Roquart war verblüfft. Der Junge war um ein vielfaches stärker geworden. Natürlich, damals war er
noch ein kleines Kind gewesen und er hatte trotzdem mit den größten Magiern der Welt mitgehalten. Was
hatte er erwartet? Er hätte ihn dem Meister nie zeigen dürfen. Er musste ihn stoppen. Mit einer flüssigen
Bewegung kam er wieder auf die Beine. Dann errichtete er einen Schutzwall um sie herum, durch den
nicht einmal der Meister würde dringen können. Nicht nur der Junge hatte in den sechs Jahren gelernt,
dachte er grimmig. Bara fragte erst garnicht, was dies zu bedeuten hatte. Er ging bloß auf seinen alten
Lehrer zu und schlug diesem seine Faust gegen die Brust. Ein stechender Schmerz breitete sich in Roquarts
Brustkorb aus und er konnte nicht mehr atmen. Trotzdem brachte er es fertig, einen Zauber zu wirken.
Eine Art Windfaust traf Bara frontal. Doch statt unkontrolliert durch die Gegend zu fliegen wirbelte der
Junge einfach ein paarmal herum und landete leichtfüßig auf den Füßen. Nicht einmal einen Kratzer
hatte er davongetragen.Roquart hielt sich immer noch die Brust und versuchte krampfhaft, Luft in seine
Lunge zu pressen, als Bara schon wieder zum Angriff überging. Den nächsten Schlag konnte Roquart
abblocken, doch ein Tritt traf ihn am Fußgelenk und er stürzte zu Boden. Nun stand der Junge, den er
damals im Wald getroffen hatte, vor ihm, dunkel und gefährlich, wie ein Schatten. Roquart konnte sein
Gesicht nicht sehen, doch er sah die Träne, die vor ihm auf den Boden fiel. Dann kam die Faust des Jungen
herangesaust und es wurde Dunkel um ihn.

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BeitragThema: Re: Die Geschichte von Farin Born [15/?]   Mi 21 Dez - 17:39

   
Hey FarFromOver^^

WOW, schon wieder ein Kapitel, das geht ja jetzt richtig schnell bei dir! Surprised

Ich muß schon sagen, das die Geschichte von Roquart und dem Jungen sehr spannend ist!

Wenn man das ließt, ist man richtig gefesselt!

Bin gespannt, wie das ausgeht! Ich freue mich auf das nächste Kapitel! Wink






 

Schnellantwort auf: Die Geschichte von Farin Born [15/?]

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