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Sakiko<3
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BeitragThema: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Di 24 Jul - 23:09

   
so die geschichte handelt davon wie Zorro und sein Versprechen mit Kuina dieses ganze geschehn spielt in der Zeit kurz nachdem sanji der crew beitrat. In dieser Story haben loose und ich uns ausgedacht wie das Verhältnis zwischen Zorro und Sanji sein könnte wenn sie sich mal nicht andauernd streiten würden... und ja... ich hoffe sie gefällt euch:

Kapitel 1
Träume...

Er fand sich wieder in einem hellen Raum, gefangen im Licht. Dort saß sie, mit ihrem Schwert, das nun ihm gehörte, in den Händen, und hatte ihren Blick gesenkt. Doch langsam hob sie ihren Blick an und schaute zu ihm. Ein Lächeln zeichnete sich auf ihrem Gesicht ab. Doch obwohl sie lächelte, schien sie sich immer mehr und mehr von ihm zu entfernen.
Zorro streckte schnell die Hand nach ihr aus.
„Kuina!! Warte!! Geh nicht!!“
Doch er konnte sie nicht erreichen. Sie lächelte auf ihre süße und unbeschwerte Art und Weise einfach weiter und lachte dann sogar ein wenig. Zorro fiel dabei auf die Knie, weil ihn seine Beine nicht mehr tragen konnten. Er versuchte zu ihr zu rennen, aber sie entfernte sich dabei nur noch mehr. Ein letztes mal streckte er noch die Hand nach ihr aus. Sie sah ihn noch einmal an.
„ Du bist wie immer.... viel zu langsam, Zorro...“
Er riss die Augen regelrecht auf und seine Augen erzitterten bei diesem Satz. Das hatte sie all die Jahre immer schon zu ihm gesagt. Und sogar jetzt, als sie längst tot war, hörte er diesen Satz immer noch in seinem Kopf. Weil es seine Schuld war, dass sie gestorben ist. Seine alleine. Weil er nicht rechtzeitig kam.
„Kuina!!!!“

Schweißgebadet und laut keuchend wachte Zorro aus diesem Traum auf. Er setzte sich blitzartig auf. Seine Hand zitterte sogar noch ein wenig, so erschrocken war er von diesem Traum. Er kniff schnell die Augen zu.
„Schon wieder.... dieser Traum.... geh endlich aus meinem Kopf!!“, er stand schnell auf und zog sich sein Hemd an. Er brauchte so schnell wie möglich frische Luft. Atmen, dass war alles was er jetzt im Moment wollte. Er öffnete die Tür seiner Kajüte und ging an Bord. Ein leichte Brise wehte über die weite See und sofort atmete Zorro die frische Luft ein. Er ging zur Vorderseite der Flying Lamp und lehnte sich dort an den Schiffsmast. Er verschränkte die Arme und richtete seinen Blick auf das ruhige Meer. Die Wellen schlugen sanft an das Schiff und trugen es so nur langsam voran. Dieses Geräusch beruhigte Zorro irgendwie wieder ein wenig. Die letzten Nächte hatte er kaum ein Auge zugetan. Immer wieder träumte er von ihr. Seiner Jugendfreundin Kuina, die genauso wie er ein Schwertmeister werden wollte, aber nie mehr die Chance dazu bekommen würde. Zorro gab sich seit dem Tag ihres Todes die Schuld daran und wollte seitdem sein Versprechen einhalten und der beste Schwertkämpfer auf der ganzen Welt werden. Er schaffte es sogar sie langsam zu vergessen. Für ein paar Jahre konnte er sie gut aus seinem Gedächtnis streichen, weil er als Kopfgeldjäger nicht auch nur eine Sekunde ruhen konnte und ständig auf der Suche nach neuen Typen war, denen er das Handwerk zu legen hatte um Geld zu verdienen. Aber seit er bei Ruffys Band war, hatte er hier auf dem Schiff so viel Zeit um nachzudenken. Aber genau das hasste er im Grunde, denn er dachte er hätte längst mit alle dem abgeschlossen. In Wahrheit hatte er es jedoch einfach nur verdrängt. Langsam schaute er in den Himmel und sah sich all die Sterne dort oben an.
Sie waren ungefähr genauso weit entfernt wie sie. Vielleicht war sie sogar noch viel weiter weg. Oder er wünschte es sich einfach nur, damit diese Träume endlich aufhören würden. Er war so in Gedanken, dass er gar nicht bemerkte, das Ruffy schon sehr lange hinter ihm stand und ihn einfach nur mit verwunderten Augen ansah. Er stellte sich leise neben Zorro und schaute dann einfach auch in den Himmel.
„Gibt’s da oben irgendwas zu sehen?“, fragte Ruffy dann einfach nur ganz grundlos. Zorro erschrak richtig und machte richtig einen Satz zu Seite. Er schaute Ruffy an und knurrte darauf hin gleich wütend.
„Du Knalltüte!! Erschreck mich nie wieder so, hast du kapiert?!!“, brüllte er sofort los. Ruffy sah ihn an und rümpfte einfach nur die Nase. Er stemmte dann einfach seine Hände an die Hüften und fing an zu lachen.
„Bin ich ja gar nicht gewohnt von dir, dass du so leicht zu erschrecken bist, Zorro. Du hast mich echt nicht bemerkt?“, fragte er neugierig. Zorro packte ihn wütend am Kragen und zog ihn kräftig zu sich.
„Hör zu, du Idiot!! Wenn du das noch mal machst, dann verpass ich dir nen Satz heiße Ohren, klar?!“, drohte er dem Kapitän mit tiefer Stimme. Ruffy lächelte ihn daraufhin einfach nur an.
„Woran hast du denn so scharf nachgedacht?“, fragte er mit seiner netten und freundlichen Art, obwohl Zorro wie immer gleich handgreiflich wurde. Der Schwertkämpfer sah Ruffy nur kurz an, ließ ihn langsam los und schaute dann gleich zur Seite.
„Das geht dich rein gar nichts an!“, meinte er richtig barsch. Ruffy sah ihn weiter gespannt an, da Zorro ja vielleicht doch noch was sagen würde. Doch Zorro drehte Ruffy nur den Rücken zu und schaute wieder aufs Meer. Ruffy lächelte gleich wieder und stellte sich an den Schiffsrand und betrachtete ebenso die See.
„Schön ruhig hier, findest du nicht?“, Ruffy schaute Zorro daraufhin wieder an. Dieser erwiderte den Blick zwar nicht, antwortete aber.
„ Es beruhigt.“, meinte er nur. Ruffy lachte gleich herzhaft, wegen Zorros kurzer und prägnanter Aussage. Dann blickte er auch wieder aufs Meer hinaus.
„ Es ist geheimnisvoll, weil man nie weiß wo es dich als nächstes hintreibt. Man ist weit weg von Dingen die man kennt, Menschen die man geliebt und von den Gefühlen die man damit verbunden hat. Aber manchmal denke ich wieder an all das und dann freue ich mich, dass diese Gedanken und Erinnerungen nicht aus meinem Gedächtnis verschwunden sind. Sie überleben sogar die große, weite See.“, dann sah er wieder zu Zorro. „ Ich finde es gibt nichts schlimmeres als zu vergessen wer man war und wo man herkommt. Findest du nicht auch, Zorro?“
In dem Moment sah Zorro Ruffy richtig erstaunt an. Langsam wusste er wieder warum er ihm gefolgt war. Ruffy hatte eine besondere Art mit seinen Kameraden umzugehen und er fühlte fast schon instinktiv, und ohne das jemand große Worte von sich gab, dass etwas mit ihm nicht stimmte. Trotzdem sprach er ihn nie direkt darauf an, sondern versuchte immer wieder ihm Mut zu machen. Irgendwo bewunderte Zorro Ruffy nicht nur für seine Stärke, sondern auch für seine ganze Art. Seine unbestrittene Hilfsbereitschaft, seine Treue zu all seinen Freunden und seine Hartnäckigkeit, sich Dinge in den Kopf zu setzen und nicht locker zu lassen, bis er sein Vorhaben in die Tat umgesetzt hatte. Ruffy gab von sich selber zwar auch nicht viel preis, aber er würde für jeden von ihnen sein Leben geben um sie zu beschützen. Zorro verschränkte langsam die Arme und schaute jetzt einfach nur auf die Wellen die sich sanft im Meer bewegten.
„ Vielleicht. Aber manchmal ist es besser gewisses zu vergessen.“
„Warum?“
Zorro schloss dabei die Augen.
„Um nicht mehr davon verletzt zu werden.“
Ruffy sah Zorro nun fast schon ernst an. Er wusste, wie schwer es Zorro fiel über so etwas zu reden, darum wartete er um so länger bis Zorro wieder das Wort ergriff.
„Lass uns nicht mehr davon reden, mein Freund.“, er öffnete die Augen und schaute wieder zu Ruffy. Ein leichtes Grinsen war nun von ihm zu sehen.
„ Jeder von uns hat etwas, worüber er nur ungern redet. Also belassen wir es dabei.“
Ruffy nickte kurz mit dem Kopf und grinste dann auch breit, bis über beide Ohren. Beide widmeten sich nun dem Klang des Wellenganges und der wundervollen Aussicht die sich ihnen bot. Keiner redete von ihnen sprach auch nur ein Wort. Die Nacht war ruhig und unbeständig. Sogar Zorro fand nun endlich mal wieder seit langem ein paar Stunden Schlaf.



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so und zuletzt sei noch gesagt das mir mein guter freund loosecontrol bei dieser Geschichte geholfen hat also geht die hälfte des dankes an ihn Razz....



Zuletzt von Sakiko<3 am Di 18 Sep - 21:44 bearbeitet, insgesamt 6 mal bearbeitet
ChiefCrocodile
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Di 24 Jul - 23:17

   
WOW!!!! Eine Hammermäßige Geschichte. Das ist der Wahnsinn. Lob an Loose und an dich Saki. Meine Erwartungen wurden bei weitem übertroffen.

Zwar weiß ich nicht, wie oft Zorro immer alles RICHTIG macht, aber mehr gibts nicht zu bemängeln.

Das Kapitel hat eine absoult wahnsinnige Atmosphäre und ist RICHTIG Wink gut umgesetzt ^^

Ohne Spaß ich bin gerade echt beeindruckt wie gut man sich die Szene vorstellen kann und wie realistisch sie ist =D

Mach weiter so. Ich freue mich schon auf deine nächsten Erfolge.

Sakiko<3
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Di 24 Jul - 23:25

   
danke schreib gerade am 2. Kapitel (: toll das sie dir gefällt ^^
das zweite kapitel heißt "freundschaft" Wink

Onenami25
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Di 24 Jul - 23:36

   
Wow Saki und loosecontrol :O
Für das erste Kapitel ist das schon richtig gut!
Bis auf die Paar Fehler im text - (vllt. 2 oder 3)
und das immer wiederholende "richtig" xD
ist die Geschichte doch schon gut^^
Ich würde euch nur raten nicht ständig Ruffy und Zorro zu schreiben - benutzt doch andere Wörter z.b. für Ruffy: Stohhut, Kapitän usw. , für Zorro: Schwertkämpfer o.A.
Das lässt den text nicht so abgehackt wirken Wink
Sonst habe ich eigentlich nichts zu bemängeln!
Weiter so Wink
Mfg Onenami25

Sakiko<3
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Di 24 Jul - 23:43

   
ja danke xD du hast recht ich wiederhole mich echt oft xD ich versuchs im nächsten kapitel zu beachten Wink

ChiefCrocodile
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Di 24 Jul - 23:51

   
Das ist mir jetzt zum Beispiel gar nicht ins Auge gefallen... auch bei wiederholtem Lesen nicht. Ich find die Geschichte richtig schön stimmig.

Sabodace
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Mi 25 Jul - 1:07

   
puh so das nächste Kapitel ist fertig ich hoffe es gefällt euch:


Kapitel 2 Freundschaft

sanft schien die Sonne in Zorro Kajüte herein und kitzelten leicht seine Stirn. Er streckte sich ganz entspannt und gähnte sogar ein wenig. Nach ein paar Stemmübungen mit seinen Gewichten, zog er sich an und schaute nach, ob die anderen auch schon auf waren. Es sah nicht so aus, zumindest konnte er Ruffys Gelächter oder Lysops Jammern noch nicht hören. Da niemand an Deck war, wollte er es in der Küche probieren. Doch als er sich umdrehte stieß er plötzlich mit Sanji zusammen. Dieser fiel gleich zu Boden, weil Zorro sich so heftig gedreht hatte. "Spinnst du, du Mooskopf?" schrie der Smutje ihn an während er sich seine Stirn rieb. Zorro wollte gleich wie immer losbrüllen, doch plötzlich wich er ein wenig zurück. Für einen ganz kleinen Moment, als Sanji ihn angesehen hatte, glaubte er Kuina vor sich zu sehen. Es war wie ein kurzer Fetzen eines Gedankenrisses, der ihm kurz darauf aber wieder Sanjis Gesicht zeigte. Sein Blick schien verwirrt und fassungslos. Sanji war ganz überrascht über diese Reaktion, da er eigentlich mit einer ganz anderen gerechnet hätte.
„ Hey Zorro! Schläfst du immer noch?“, fragte ihn Sanji kurz und stand dann auf. Er putzte leicht seine Kleidung und Zorro hatte somit Zeit sich wieder zu fassen. Ihm wurde wieder klarer im Kopf.
„Nein. Du bist mir einfach ihm Weg gestanden!!“, knurrte er Sanji an. Dieser schmunzelte nur leicht und grinste ihn dann ein wenig verstohlen an.
„ Du scheint ein gutes Frühstück nötig zu haben, bei deiner Laune.“
Zorro ging dann einfach an ihm vorbei.
„Wenn du mir schon am Morgen auf den Senkel gehst, kein Wunder, dass ich gleich so ne Laune habe!“, brüllte er im Vorbeigehen. Sanji hingegen blieb ganz ruhig und schaute ihm nur nach.
„ Du brauchst eindeutig ein Mädel, mein Freund. Das senkt den Stress.“
Zorro ergriff sofort sein Schwert, zog es aus der Scheide und attackierte Sanji sofort damit. Dieser wich gekonnt und schnell aus und sprang zur Seite.
„ Reizt mich nicht noch mehr, sonst bringt ich dich um, das schwöre ich dir.“, drohte Zorro dem blonden Koch. Sanji konnte ihm darauf nur mit einem Grinsen antworten. „ Das schaffst du ohnehin nicht Zorro!“, und dann dieser eine Satz. „Du bist nämlich zu langsam!“
Sofort erzitterte Zorro nach diesen paar Worten. Er ergriff schnell sein Schwert, wollte Sanji aber am liebsten damit die Kehle durchschneiden, aber stattdessen, steckte er es wieder ein, drehte ihm einfach den Rücken zu und ging so schnell er konnte in die Küche und warf die Tür zu. Sanji sah ihm nur verwundert nach, und begriff gar nicht, was heute mit Zorro los war. Aber da er Zorro ohnehin nie versteht, egal was er tut, zuckte er nur mit den Schultern.
In der Küche saßen Nami, Lysop und Ruffy und aßen gerade ihr Frühstück, dass Sanji ihnen zubereitet hatte. Ruffy blickte sofort zu Zorro, als dieser den Raum betrat und lächelte.
„Morgen Zorro!!“, sagte er fröhlich. Zorro sah ihn kurz an, nickte nur und setzte sich gleich wieder in seine Ecke, wo er immer auf einer Bank lag. Er legte sich langsam auf den Rücken und schloss die Augen. Nami sah ihm dabei zu und verzog verärgert das Gesicht.
„Wieder mal typisch, Zorro. Der kann auch nichts anderes tun als den ganzen Tag zu pennen“, schimpfte Nami herum. Ruffy lachte nur.
„Ach komm, Nami. Lass ihn doch. Du kennst ja unseren Zorro!“
Nami blickte Ruffy gleich richtig scharf an.
„Ja und dich genauso. Ihr zwei seit sowieso unverbesserlich. Du hast nur fressen im Kopf und er nur pennen und Bier saufen.“, nörgelte die orangehaarige Frau. Ruffy konnte darauf nur einen verzweifelten Lacher rausbringen und sich am Hinterkopf kratzen, weil Nami absolut Recht hatte. Lysop trank dabei genüsslich seinen Tee und blickte dann auch kurz zu Zorro. Er traute sich aber nichts zu sagen, da er doch noch irgendwo Angst vor dem Schwertkämpfer hatte, und sah dann wieder schnell zu Nami und Ruffy. Während die anderen Strohhüte aßen dachte Zorro nach. "Wieso hab ich Sanji nur gerade für meine Jugendfreundin gehalten? das ist mir doch vorher noch nie passiert". Es gab keine logische Erklärung dafür. Er schaute aus der kleinen Luke die etwas weiter über ihm war. Der Himmel war wunderschön blau, nur ein paar Wölkchen waren am Himmel zu sehen und die Sonne lächelte auf die Grand Line herab. Er betrachtete weiter den Wolkengang und versuchte nicht weiter darüber nachzudenken. Als jedoch die Tür aufging, schaute er sofort in diese Richtung. Sanji kam gerade rein und setzte sich gleich zu Nami. Er begann wie immer sich an sie heranzumachen, doch seine Angebetete begegnete ihm nur wieder mit einem Murren. Ruffy fand das alles nur amüsant und lachte. Lysop versuchte dem Gespräch gar nicht erst zu folgen, aber als Nami Sanji eine klebte und dieser richtig auf den Boden knallte, musste auch er lachen. Obwohl Sanji es immer wieder auf seine charmante Art bei Nami versuchte wies sie ihn ständig zurück. Aber im Grunde machte ihm das nicht wirklich etwas aus. Als sich alle nach einer Zeit wieder beruhigt hatten, räumte Sanji den Tisch ab und es schien so als wäre im Grunde gar nichts gewesen. Der Schwertkämpfer beobachtete die ganze Szene mit einem kritischen Blick, vor allem Sanji. Es wollte ihm nicht in den Sinn gehen, warum sich Sanji so von Nami behandeln ließ. Er war doch ein Mann, doch stattdessen ließ er sich von einer Frau rumschupsen. Er konnte das einfach nicht verstehen. Nachdem Ruffy, Nami und Lysop den Raum verließen setzte sich Zorro und schaute den Koch einfach weiter an. Er wollte Sanji etwas fragen, jedoch Sanji kam ihm zuvor.
„Und, hast du dich wieder eingekriegt, Zorro?“, fragte der Blonde, während er weiter das Geschirr abwusch. Zorro verschränkte nur die Arme und antwortete einfach nicht auf seine Frage.
„Sag mal, Sanji. Wieso lässt du dich von diesem Weib eigentlich so rumschupsen?“, fragte er ihn. Sanji hörte kurz auf und sah Zorro an. Er wusste zuerst nicht worauf Zorro hinaus wollte.
„Was genau meinst du? Etwa Nami?“
„Ja, genau die meine ich. Hast du keinen Stolz, Mann? Wieso lässt du dir das gefallen?“, wollte Zorro endlich von ihm wissen. Sanji sah ihn einen Moment einfach nur an, dann schmunzelte er leise und wusch weiter das Geschirr ab.
„Ich glaube nicht, dass du das verstehen würdest.“, meinte er.
Zorro stand daraufhin sofort auf. Damit gab er sich nun sicher nicht zufrieden.
„ Sag es mir, verflucht noch mal!“, brüllte er fast schon. Sanji schloss dabei langsam die Augen.
„Wieso interessiert dich das plötzlich, Zorro? Sonst war es dir doch auch immer egal.“
Zorro schwieg kurz. Er drehte ihm dann den Rücken zu und verschränkte wieder die Arme.
„ Ja, im Grunde war es das. Aber jetzt interessiert es mich nun mal.“
Sanji schaute langsam wieder zu ihm. Er lächelte dabei ein wenig. Er wusste gar nicht, dass Zorro sich doch über Dinge die hier passierten, Gedanken machte. Im Grunde waren sie alle Freunde, ja. Aber jeder hatte seinen Grund mit Ruffy zu gehen und jeder verfolgte sein eigenes Ziel. Vor allem Zorro war derjenige, der sich am wenigsten mit den anderen hier an Bord auseinander setzte. Er wirkte eigentlich immer so als würde ihn nichts hier interessieren. Aber alle wussten, dass er doch irgendwo ein guter Kerl war. Also wollte Sanji Zorro nicht länger zappeln lassen und gab ihm dann eine Antwort.
„ Ich lasse es mir gefallen, weil ich weiß wie viel Nami durchgemacht hat. Ich versuche sie aufzuheitern, auch wenn sie meist gereizt reagiert. Sie bemerkt sicherlich dennoch, dass sie von jemanden sogar begehrt werden kann. Das ist für Frauen nun mal sehr wichtig, so ein Gefühl zu bekommen. Nami sträubt sich, aber auch nur weil sie selbst nicht weiß wie sie mit Komplimenten umgehen soll. Darum lasse ich sie einfach nur machen,. Hauptsache ich konnte ihr ein gutes Gefühl geben und sie vielleicht sogar damit zum Lachen bringen.“, danach widmete er sich gleich wieder dem Geschirr . Sanjis Antwort war nicht die, die sich Zorro erwartet hatte. Er dachte, dass der Koch eben einfach ein Weiberheld war und es schon gewohnt war, bei Frauen abzublitzen und er es sich darum gefallen ließ. Aber diese Antwort beeindruckte ihn. Sanji schruppte einfach weiter, hörte dann kurz auf, sah Zorro an und schmunzelte dann.
„ Willst du dich nicht nützlich machen und mir etwas helfen? So geht’s schneller!“
„Tz!“, gab Zorro nur von sich und schaute gleich wieder weg. „Ich bin ein Kämpfer und kein Geschirrwäscher!“
Sanji musste darauf sofort loslachen. Zorro drehte sich gleich zu ihm und schaute ihn verwundert an, weil er sofort zu lachen anfing. Sanji beruhigte sich aber gleich wieder und schmunzelte dann nur noch leise. „ Ein Sturkopf durch und durch. Du bist unverbesserlich!“, dann machte er wieder weiter. Zorro verdrehte dann etwas die Augen, ging zu ihm, stellte sich neben die Spüle und hielt die Hand so, dass Sanji ihm das Geschirr in die Hand geben und Zorro es dann abtrocknen konnte. Sanji schaute erst etwas erstaunt, aber dann lächelte er leicht und nahm das Angebot gerne an. Beide standen nun in der Küche und wuschen zusammen ab. Der Käpt'n glotzte derweil durch die kleine Luke rein in die Küche und machte große Augen. Sanji und Zorro wuschen zusammen Geschirr ab? Er klopfte sich kurz auf den Kopf und schaute dann noch mal genau hin. Aber er hatte sich nicht geirrt. Dann ging er wieder von der Luke weg und kratzte sich am Hinterkopf.
„Oje. Ich glaube ich bin gestern zu hart aus dem Bett gefallen, denn das kann ich einfach nur Träumerei sein !.“


euer loosecontrol

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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Mi 25 Jul - 1:22

   
Und nocheinmal: WOW WOW WOW. Wie auch immer das zwischen euch beiden zustande gekommen ist. Es funktioniert zum Teufel.

Dieses Mal haben sich aber kleine Rechtschreibfehler eingefunden. Auf jeden Fall mehr als nötig. Vor dem reinstellen immer noch mal probelesen. Ach mit den "Anführungszeichen" aufpassen. Leerzeichen nur danach und " nicht so".

Aber mehr gibts auch nicht zu sagen. Der Inhalt ist absolut genial. Echt eine geile Story. Die Figuren und die Atmosphäre sind Klasse rübergebracht und die Szenen sind stimmig.

Ich bin abgebrochen als Sanji gesagt hat: Du brauchst ein Mädel. Sanjis Darstellung gefällt mir sehr gut und auch, das die beiden sich mal nicht anschreien und prügeln. Zwischen Sanji und Zorro zwar eine Seltenheit, aber bleibt noch alles im Rahmen.

Aber Ruffy Kommi war angebracht.

Macht weiter so.

Onkel Edit: sagt, mit den Zeitformen aufpassen. Is mir jetzt noch eingefallen. Ein oder zweimal verlässt du das Präteritum und rutschst ins Präsens.

Sakiko<3
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Mi 25 Jul - 15:26

   
ok und hier der dritte teil der war ganz schön anstrendent ein glück hat mir mein guter freund loose dabei geholfen Wink sonst hätte ich dazu sicherlich 10000 tage gebraucht ^^

Kapitel 3
Zorros Wunsch

In der Nacht, als alle eigentlich seelenruhig schlafen sollten, befanden sich Zorro und Sanji oben an Deck und trainierten. Oder wie sie es nannten „Sie schlugen sich die Köpfe ein.“ Die anderen ließen sich davon einfach nicht stören, denn diesen Radau waren sie längst von den beiden gewohnt. Die zwei forderten sich eben immer wieder heraus um herauszufinden, wer nun eigentlich stärker war. Doch es endete sowieso jedes Mal anders. Einmal lag Sanji am Boden und war k.o oder Zorro musste klein bei geben und seine Niederlage hinnehmen. Aber ein Ende war nie in Sicht. Doch in Wirklichkeit war es fast schon ein Hobby der beiden. Sie hatten ihren Spaß daran, auch wenn am Ende nun mal ein Verlierer da stehen musste.
Sanji stand schon keuchend dem Schwertkämpfer gegenüber und hielt sich an seine Schulter, da wo Zorro ihn gerade verwundet hatte. Aber auch Zorro war schon etwas aus der Puste und ein wenig zugerichtet. Dennoch schenken sich die beiden einfach nichts und ihr Grinsen war mit keiner Attacke aus dem Gesicht zu entfernen.
„Na, du Schlappschwanz!? Gibst du endlich auf?!“, rief Zorro seinem Gegenüber spöttisch zu. Sanji musste darauf nur noch mehr grinsen.
„ Wo denkst du hin? Die Freude mache ich dir nicht, Zorro!“
Zorro erwiderte nur das Grinsen und nahm wieder seine Kampfposition ein.
„Wie du willst, mein Freund! Aber erwarte keine Gnade von mir!!“
Nach diesem Worten, raste der Schwertkämpfer auf Sanji zu und ein Schwerterhagel bewegte sich in Sanjis Richtung. Dieser machte einen Satz zur Seite und konnte so der Attacke gerade noch ausweichen. Da Zorro ihm gerade zu seinem Gunsten den Rücken zugedreht hatte, holte Sanji mit dem Bein aus um ihn direkt auf den Kopf zu treffen, doch Zorro reagierte noch schnell genug um Sanjis Bein mit der Hand abzufangen. Dieser erschrak kurz, da er nicht damit gerechnet hatte, dass Zorro so schnell war, doch noch bevor Zorro zum Gegenangriff ausholen konnte, befreite er sein Bein aus Zorros Griff und sprang mit einem Rückwärtssalto direkt vor Zorro. Dieser ergriff schnell seine Schwerter und stach sofort in Sanjis Richtung nach ihm. Sanji konterte den Angriff, indem er alle 3 Schwerter gleichzeitig mit der Hand parierte und zwar so, dass die Klingen ihn nicht durchschnitten, sondern ihn nur an dem Unterarm etwas verletzten. Beide grinsten sich dabei kampflustig ins Gesicht.
„ Du bist aber heute hartnäckig, Blondlöckchen! Lange wirst du dem Druck meiner Schwerter nicht mehr standhalten!“
„Abwarten, mein Freundchen!!“
Sanji machte einen festen und unerwarteten Ruck, um Zorro etwas zurückzudrücken und schlug ihm dann wuchtig mit dem Fuß in die Magengegend. Zorro gab einen kurzen Ton von sich, fasste sich dann aber gleich wieder , steckte schnell die Schwerter weg und schlug Sanji mit der Faust ebenso in den Magen. Auch Sanji wich nun etwas zurück und ließ sich dann auf die Knie fallen. Zorro war schon ganz siegessicher, aber dann fiel auch er auf die Knie. Beide keuchten laut und hastig. Sie hielten sich an den Bauch und jeder versuchte wieder aufzustehen, aber stattdessen ließen sie sich kraftlos nach hinten auf den Rücken fallen. Sie schloss die Augen und schnappten schnell nach Luft. Die Anstrengung hatte beide in die Knie gezwungen. Sanji schmunzelte dann ganz leise.
„Einigen... wir uns auf... unentschieden, ok?“, sagte er keuchend. Zorro schmunzelte dann auch etwas.
„ Ausnahmsweise... aber... nächstes mal bist du fällig!“
Dann fingen beide richtig an zu lachen. Es war fast schon wie ein Befreiungslacher. Die Überanstrengung und die momentane Kraftlosigkeit war sogar richtig angenehm. Ausgelaugt lagen beide nur da und genossen den Moment. Als sie langsam wieder zu Kräften kamen, setzen sich beide auf. Sanji stand dann sogar langsam auf und ging zu Zorro. Er hielt ihm die Hand hin um ihm aufzuhelfen. Zorro nahm so etwas normalerweise von niemandem an, aber er grinste Sanji dabei nur an, nahm seine Hand und ließ sich von ihm hochziehen. Sie sahen sich kurz in die Augen und jeder boxte dem anderen kurz in die Seite um zu sagen „Gut gekämpft!“. Danach begaben sie sich zur Hinterseite des Schiffes und setzen sich dort auf den Boden. Zorro seufzt leise und legte sich auf den Rücken. Entspannt legte er die Arme hinter seinen Hinterkopf um sich daran mit dem Kopf anzulehnen. Er sah sich nun die Sterne wieder an. Sanji tat es ihm gleich.
„ Schon wieder eine sternenklare Nacht.“, sagte Sanji leise. „Ich hab mich oft gefragt, ob jeder von uns irgendwann mal wieder sein Zuhause sehen wird. „
Zorro sah dann langsam zu ihm.
„ Was? Denkst du etwas daran, irgendwann mal wieder deine Heimat zu sehen?“, fragte der Grünhaarige erstaunt. Sanji schmunzelte nur.
„Ich hoffe es. Vielleicht habe ich sie damals gerne hinter mir gelassen, aber irgendwann gehe ich dorthin zurück um sie wiederzusehen. Immerhin gehöre ich dorthin.“
Zorro wurde still. Er drehte den Blick langsam zu Seite. Sanji merkte das und sah Zorro gleich an.
„ Was ist, Zorro?“, fragte Sanji vorsichtig. Zorro murrte zuerst ein wenig, weil er in solchen Dingen einfach nicht gut war. Aber leise antwortete er ihm dann doch noch.
„ Ich gehöre nirgendwo hin. Am liebsten wäre es mir in einem fairen Kampf zu sterben. Wenn ich der beste Schwertkämpfer der Welt geworden bin, wird es mir eine Ehre sein von einem würdigen Gegner besiegt zu werden.“
Sanji sah ihn dann einfach nur ein. Zorro sprach schon oft davon, dass er der beste Schwertkämpfer der Welt werden wollte, aber wenn dieses Ziel erreicht ist, war sein Leben vorbei?! Sanji konnte das einfach nicht glauben.
„ Das ist dein Ziel? Ein Schwertmeister zu sein und dann einfach nur zu sterben?“, Sanjis Blick wurde ernster. Er schaute wieder in den Himmel.„ Jeder lebt für irgendetwas. Das ist dein größter Traum? Mehr erwatest du vom Leben nicht?“, langsam schloss er die Augen. „Was für eine Verschwendung.“
Zorro riss sofort nach dieser Aussage die Augen auf. Er stand augenblicklich auf und schlug Sanji so fest ins Gesicht, dass dieser richtig weggeschleudert wurde und an den Schiffsrand krachte. Zorro zitterte richtig vor Wut. Wie konnte Sanji, das Versprechen dass er Kuina gegeben hatte, so in den Dreck ziehen? Er kochte förmlich.
„ Was weißt du schon, du Penner!?? Du hast ja keine Ahnung!!“, brüllte er sofort los. Sanji hatte die Augen zugekniffen, weil er doch sehr hart aufschlug, dann öffnete er sie langsam wieder und sah zu Zorro. So hatte er ihn noch nie erlebt. Seine Augen brannten wie Feuer. Wie eine endlose Glut, die gleich aus ihm ausbrechen würde und alles um ihn herum verbrennen würde. Damals begann Sanji zu begreifen, dass es nicht einfach nur ein Ziel von Zorro war, sondern etwas, dass er vielleicht nie wirklich verstehen würde. Er richtete sich langsam auf, bis er wieder auf beiden Beinen stand. Er blickte Zorro mit einem ersten Gesicht in sein wutentbranntes. Dann formte er langsam seine Finger zu festen Fäusten. Er wusste einfach, dass in Zorro etwas verborgen war, dass ihn so ausrasten ließ.
„ Wenn ich keine Ahnung habe, kannst du ja versuchen es mir zu erklären, denn es würde mich brennend interessieren. Du meinst also, dass dein Weg richtig ist. Was ist es wirklich, was dich bewegt stärker zu werden, Zorro?“, fragte der Koch in einem sehr ernsten und gefassten Ton. Zorro zitterte nun richtig am ganzen Körper, weil er noch immer vor Wut innerlich tobte und weil Sanji nun sogar versuchte sich in seine Vergangenheit einzumischen. Und die ging nur Zorro etwas an. Sonst niemanden. Langsam aber doch, konnte Zorro seine Wut zügeln und sich beruhigen. Doch im Gegenzug dazu, warf er Sanji einen eiskalten Blick zu. Ein Blick, der Sanji zu verstehen gab, dass ihn das nichts anging. Dass er aufhören sollte, in ihm zu wühlen. Sanji hielt Zorros Blick stand. Beide schauten einander nun einfach nur an. Der kühle Wind blies über die Schwelle und spielte sich leicht mit ihren Haaren und ihrer Kleidung, indem er sie leicht hin und her bewegte. Ein unheimliche Stille lag über dieser Szene. Sanji schloss dann ganz langsam die Augen und schob seine Hände in seine Hosentaschen.
„ Du kannst mir nicht erzählen, dass du nichts weiter willst, als irgendwann mit der Gewissheit zu sterben, dass du einmal der Stärkste warst.“, danach verzog er das Gesicht etwas schmerzhaft, weil er so etwas einfach nicht glauben wollte. Er öffnete schnell die Augen und brüllte Zorro nun zum aller ersten Mal verdammt laut ein. Sein Blick war nun voller Zorn und gleichzeitig gezeichnet von Unverständnis und vielleicht auch von Schmerz. Immerhin wollte er nie, dass jemand seiner Freunde einfach so stirbt. Schon gar nicht... jemand der ihm mehr als andere am Herzen lag.
„ Das ist idiotisch und noch dazu egoistisch!! Was ist mit all den anderen, die nie wollen würden, dass du stirbst!? Denkst du immer noch, dass sich niemand um dich schert!? Was bedeutet Freundschaft für dich?! Glaubst du Ruffy, Nami oder Lysop würden zusehen wie du uns wegstirbst?! Du kannst nicht von uns verlangen, dass wir einfach nur tatenlos zusehen wie du alles wegwirfst!!“
Zorro stand wie angewurzelt da. Sanji hatte ihn noch nie, in all der Zeit, so laut angeschrieen wie in dieser Nacht. Dennoch wollte er das, was Sanji da sagte, gar nicht hören. Freundschaft und Zusammenhalt. Das war nie sein Ding gewesen. Er war Einzelgänger und das würde er immer bleiben. Er schloss einfach langsam die Augen.
„Bist du fertig? Wenn ja, dann hör du mir mal zu. Es ist mir egal, was du oder die anderen denken. Vor allem von mir. Ich habe meine Gründe und die gehen niemanden etwas an. Ich habe mir das in den Kopf gesetzt und niemand bringt mich davon ab. Ich habe mich schon vor Jahren so entschieden. Jetzt kann ich nicht mehr zurück.“, als er die Augen wieder öffnete, sah er Sanji direkt vor sich. Er sah Zorro jetzt mit einem sanften Blick an. Er fing sogar ein wenig zu lächelnan. Zorro sah ihn nur misstrauisch an, bis Sanji langsam die Hand auf seine Schulter legte und Zorros Blick sich wieder änderte. Der blonde Koch senkte langsam den Kopf, lächelte aber weiter.
„ Ist gut, Zorro. Ich spreche dich nicht mehr darauf an. Tut mir leid, wenn ich so ausgerastet bin, das wollte ich nicht. Ja, du wirst deine Gründe haben und es kann mir wirklich egal sein. Es nur so, dass es mir leider nicht egal.“, dann drehte er ihm den Rücken zu und verschränkte die Arme. „Ich bin jemand, der seinen Freund nie im Stich lässt. Aber vermutlich definieren wir beide das Wort „Freundschaft“ ganz anders. Für dich scheint es nur ein Mittel zum Zweck zu sein...“, er schmunzelte kurz. „ Aber für mich ist Freundschaft ein enges Band, dass nicht mehr gerissen werden kann, und jedes Problem meiner Freunde ist somit auch mein Problem. Ich weiß nicht ob du es schon gemerkt hast, Zorro, aber..“, er blickte zu ihm zurück und lächelte dann richtig sanft. „... du bist nicht mehr alleine..“
Zorros Augen begannen nach diesen Worten leicht zu zittern. Er wollte es nicht, aber Sanjis Worte berührten ihn irgendwo tief in seinem kalten Herzen. Es war wahr, sie waren dicke Freunde, alle zusammen. Jeder stand für den anderen seinen Mann und half ihm, egal wobei. Sie hatten alle immer zusammengehalten. Zorros Definition von Freundschaft war längst nicht so wie Sanji es ansprach. Für ihn war Freundschaft fast schon wie eine Verpflichtung für das ganze Leben. Zorro würde seine Freunde ebenso nie im Stich lassen, er könnte es nicht mal wenn er wollte, denn er wollte nicht noch einmal das Gefühl erleben, etwas verloren zu haben nur weil er nicht hier war. Nur konnte er das alles einfach nicht zeigen, weil sein Stolz ihn daran hinderte. Als er Sanjis Lächeln sah, wusste er gar nicht mehr was er darauf antworten sollte. Er drehte ihm nur auch langsam den Rücken zu und schaute einfach nur gerade aus. Sanji hingegen drehte sich jetzt wieder zu ihm. Auch seine Augen zitterten jetzt ein wenig. Er hob vorsichtig die Hand und legte sie behutsam auf Zorros Schulter.
„ Hey. Ich wollte dir nicht zu nahe treten, Zorro. Vergiss einfach was ich gesagt habe. Reden wir einfach nicht mehr darüber. Wir sollten uns jetzt auch besser schlafen legen.“, danach ließ er seine Schulter los und drehte sich weg. Er wollte schon gehen, als Zorro schnell seine Hand ergriff und ihn festhielt. Sanji schaute schnell wieder zu ihm. Zorro wandte den Blick nur langsam zu Sanji. Er sah ihn so an, als würde er sich entschuldigen wollen. Sagen konnte er es nicht und das war Sanji auch klar. Langsam ließ Zorro ihn wieder los. Er schaute Sanji noch mal kurz an, doch der Blick von gerade eben war wie weggeblasen.
„ Misch dich in Zukunft einfach nicht mehr in meine Angelegenheiten, Sanji. Ich bin was ich bin.... ein einsamer Wolf ohne Rudel. Und so soll es bleiben.“, nach diesen Worten kehrte er ihm den Rücken und verschwand in seiner Kajüte. Sanji schloss nur die Augen, setzt sich langsam auf den Boden und zündete sich eine Zigarette an. Er zog sachte daran, legte den Kopf in den Nacken und blies den Rauch leicht zwischen seinen Lippen raus.
„ Du magst ein ewiger Sturkopf bleiben, Zorro.... aber solange du Menschen um dich hast.... bist du nicht einsam und ohne Rudel... du bist längst kein Einzelgänger mehr. Du willst nur deinen Schutzpanzer nicht ablegen. Was auch immer du dahinter verbirgst.... ich werde es herausfinden.“, dann öffnete er die Augen wieder und schaute in den Himmel direkt zu den Sternen .
„ Denn du bist schon seit langem eines meiner größten Probleme....Lorenor Zorro...“


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hoffe es hat euch gefallen Wink

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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Mi 25 Jul - 16:27

   
Ich habe dasselbe zu kritisieren und dasselbe zu loben.

Was bleibt mir noch zu sagen... Ich bin begeistert und macht weiter so.

Sabodace
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Fr 27 Jul - 14:36

   
so hier kommt kapitel 4 (:

kapitel 4
faitful island

„Immer spielst du nur den Starken. Du wirst dich wohl nie ändern. Hör endlich auf so stur zu sein, das wird dir irgendwann noch mal zum Verhängnis.“
Zorro drehte sich schnell um und erblickte Kuina direkt vor sich, mit dem Rücken zu ihm gewandt. Sie schaute ihn nicht an, sondern ließ ihren Blick nach vorne gerichtet. Vor ihr befand sich das endlos scheinende Meer, und bei genauerem Betrachten, fiel Zorro auf, dass sich beide auf einer hohen Felsklippe befanden, die ihnen eine herrliche Aussicht auf die See bot. Erst jetzt konnte er den Wind spüren, der sich sanft seinen Weg über die Ebene suchte. Langsam schaute er wieder zu seiner Jugendfreundin. Diese würdigte ihm immer noch keines Blickes. Er wollte so schnell wie möglich wieder aufwachen. Nicht mehr von ihr träumen, sie nicht mehr sehen müssen! Einfach davonlaufen! Warum nur suchte sie ihn in seinen Träumen heim? Genau das, hätte er sie jetzt gerne gefragt, doch bevor er die Gelegenheit dazu hatte, fiel sie ihm ins Wort, so als wüsste sie, dass er sie fragen wollte.
„Wieso klammerst du dich noch an alte Geschichten? Ist es nicht an der Zeit loszulassen, Zorro?“
Im selben Moment begriff er, dass nicht sie ihn verfolgte, sondern er sie. Er wünschte sich so sehr, sie wiederzusehen, also träumte er von ihr. Langsam schloss er seine Augen, beschämt von dem Gefühl, dass er sich wirklich an jemanden klammern könnte.
„Es ist nicht einfach loszulassen.“, sagte er leise, was für seinen Charakter doch sehr untypisch war. Danach drehte sich Kuina zu ihm. Sie hatte wieder dieses wunderschöne Lächeln in ihrem Gesicht, bei dem sogar Zorro fast schon weiche Knie bekam. Nun trafen sich ihre Blicke und beide schauten ihrem Gegenüber tief in die Augen. Kuina schmunzelte dann sanft und strich sich behutsam eine Haarsträhne zurück, die ihr ins Gesicht hing.
„Vielleicht solltest du mich einfach vergessen, Zorro.“
Dieser öffnete in dem Moment weit seine Augen, wollte noch etwas sagen, doch plötzlich zerbrach das Traumbild in dem sie waren in tausend Scherben und es schien so, als würde Zorro in einen gewaltigen Abgrund stürzen. Gefangen und immer tiefer ins Nichts fallend, schloss er die Augen. Obwohl seine Hand immer noch ausgestreckt nach einem winzigen Licht über ihm war, ließ er sie langsam runtersinken.
„Wie könnte ich.......?“

Durch ein gewaltiges Rütteln wurde er augenblicklich aus seinem Traum gerissen. Er schlug die Augen auf, erhob sich unglaublich schnell und schaute sich gleich um. Das ganze Schiff bewegte sich wuchtig hin und her und knarrte an allen Ecken und Seiten. „Ein Sturm?“, dachte Zorro bei sich selbst. Die Tür zu seiner Kajüte wurde regelrecht aufgeschlagen und Lysop stürmt herein. Er sah sehr aufgelöst aus und war kreidebleich im Gesicht. Sein Atem hörte sich heftig an und er versuchte schon 3 mal einen Satz herauszubringen, doch er stotterte nur wirres Zeug. Zorro stand sofort auf, packte Lysop an den Schultern, schüttelte ihn einmal durch und versuchte ihn wieder in eine Verfassung zu bringen, in der er endlich wieder reden konnte.
„Verdammt Lysop!! Was ist hier los?!“, fragte der Schwertkämpfer laut und fast auch schon etwas hektisch. Lysop fasste sich wieder und konnte nun endlich wieder klar denken.
„Das Meer spielt total verrückt!! Vor 10 Minuten war alles noch total ruhig und plötzlich gab es einen so extremen Wetterumschwung, den nicht mal Nami voraussehen konnte!!“, sofort klammerte er sich an Zorro fest, wobei dieser gleich wieder versuchte ihn von sich wegzudrücken.
„Wir müssen alle sterben!!“, jammerte er vor lauter Todesangst. Zorro stieß ihn mit einem gewaltigen Ruck von sich, wodurch Lysop an die Wand geschlagen und sofort ohnmächtig wurde. Das war vermutlich sowieso besser, denn seine Ausbrüche hätten hier niemanden etwas gebracht. Danach rannte Zorro sofort an Deck. Er sah wie Nami, Sanji und Ruffy mit großer Mühe versuchten, die Segel einzuholen und alles gut genug zu vertauen. Als Nami plötzlich abrutschte und beinahe über Bord ging, reagierte Zorro sofort . Er packte sie noch gerade rechtzeitig und zog sie mit einem Ruck wieder an Bord. Nami sah Zorro dann sofort an.
„Zorro!... Danke!“, sagte sie und lächelte ein wenig. Zorro nickte nur kurz und zog sie schnell hoch.
„Was zur Hölle passiert hier?! Lysop meinte, du hättest den Wetterumschwung nicht mal bemerkt!“
„Habe ich auch nicht. Sowas habe ich noch nie gesehen! Der Sturm zieht uns sogar in eine ganz gewisse Richtung. Wir weichen gar nicht mehr vom Kurs ab. Ein normales Unwetter würde unser Schiff sonst wo hin manövrieren, aber das hier......“
Zorro schaute sie zuerst etwas unglaubwürdig an, rannte dann etwas weiter nach vor und machte richtig große Augen, als er sah, wie der Sturm ihr Schiff tatsächlich in nur eine Richtung lenkte, ja selbst der Wellengang schien nur in diese Richtung zu gehen. Er wollte es gar nicht glauben. Vielleicht träumte er ja immer noch! Doch als ihm Sanji einen riesigen Knüppel auf den Kopf schlug und ihn anfauchte, dass er endlich den anderen helfen sollte, musste er doch einsehen, dass es leider kein Traum war. Die ganze Crew setzte nun alles daran, das Schiff so gut wie möglich zusammen zu halten, doch es hatte den Anschein, als ob der Sturm von Sekunde zu Sekunde stärker wurde, und es somit für die ganze Mannschaft schwierig war, die Nerven zu behalten und gewissenhaft zu handeln. Nami kontrollierte kurz den Kurs den ihr Lock- pot anzeigte und wandte den Blick dann augenblicklich zu ihren Freunden.
„Leute!! Wir segeln geradewegs auf „Faitful- Island“ zu!! Das ist genau der Kurs, den ich berechnet habe!! Der Sturm zieht uns direkt zu der Insel!!“, schrie sie den anderen zu.
Die drei schauten sich richtig verduzte an, während jeder von ihnen ein anderes Seil hielt, um das Schiff zusammen zu halten. Dann wagte Ruffy einen Blick auf die offene See und tatsächlich. Vor ihnen lag eine kleine Insel und sie steuerten direkt drauf zu. Ruffy begann zu grinsen und lachte dann richtig voller Freude.
„Lang in Sicht!! Wir sind gerettet!!“, meinte er sogar richtig fröhlich. Zorro knurrte und schlug ihm mit der Faust fest auf den Kopf.
„ Du Idiot!! Mit dem Tempo werden wir so stark mit der Insel kollidieren, dass es uns in 1000 Stücke zerreist!!“, brüllte er aufgebracht. Ruffy hatte das Gesicht vom Schlag etwas verzogen, öffnete dann wieder die Augen und schaute dann wieder zur Insel, so als hätte er Zorros Schlag gar nicht so richtig mitbekommen.
„Hm... vermutlich hast du recht“, bemerkte Ruffy nun endlich. Sanji verzog dabei entnervt das Gesicht und sah dann zu Zorro.
„ Jetzt heißt es wohl nur noch abwarten und beten.“
Zorro zog daraufhin langsam seinen Mundwinkel zu einem Grinsen rauf und schmunzelte dabei leicht.
„Für’s beten ist es jetzt zu spät, mein Freund.“
Auch Sanji musste jetzt ein wenig grinsen. Ihre todesnahe Freude konnte wohl keiner der anderen verstehen, aber dank dieses seltsamen Optimismus hatten sie schon oft überlebt.
„Ok, dann sehen wir zu, das wir aus der Lage das Beste machen!“, fügte Sanji noch hinzu. Zorro nickte ihm grinsend zu. Sofort ließen beide ihre Seile los, woraufhin Ruffy schnell einmal zu einen Seite und dann zur anderen Seite schaute, wo vor kurzem noch Sanji und Zorro waren. Er packte sich schnell die beiden losgelassenen Seile und musste nun fast schon alleine das Schiff zusammenhalten.
„Hey!! Sanji, Zorro!? Was habt ihr denn vor?!”, schrie er den beiden verwirrt nach. Doch diese reagierten nicht darauf. Sanji begab sich sofort hinter das Ruder und Zorro bat Nami darum, sich so weit wie möglich vorne an Deck zu positionieren und ihnen den Kurs anzugeben den sie ansteuern mussten, um bloß nicht mit der Insel direkt zu kollidieren. Nami tat sofort wie ihr Zorro aufgetragen hatte und dieser begab sich nun ebenfalls zu dem Ruder. Sanji und Zorro fassten es nun beide, da der Sturm so stark ihren Kurs bestimmte und sie nur zu zweit vielleicht eine Chance hatten, das Ruder noch rumzureißen und den Kurz zu ändern. Die Flying Lamb steuerte weiterhin mit unglaublicher Geschwindigkeit auf die Insel zu, während Zorro und Sanji ihr Möglichstes taten um das Schiff doch noch auf einen anderen Kurs zu bringen. Ruffy verknotete die Seile währenddessen so gut wie möglich und setzt ebenso seine Dehnfähigkeit ein um alles beisammen zu halten. Das Schiff wich aber nicht mal ansatzweise vom Kurs ab. Alle Bemühungen der Gruppe konnten das Unvermeidliche nicht verhindern und so raste die Flying Lamb unaufhaltsam Richtung Insel und wenige Sekunden später kollidierte sie mit ihr. Mit einem lauten Krach strandete das Schiff und durch den Aufprall wurde alles, was nicht niet-, und nagelfest war, vom Schiff gerissen. Der Mast brach und schlug direkt auf das Deck ein. Man hörte nur noch Namis Schrei der in der Ferne ein Echo warf, dann herrschte mit einem Male Totenstille. Der Sturm legte sich und was zurückblieb, war das Wrack der Flying Lamb, dessen Bug tief im Sand der Insel versunken war.
Er fühlte den Sand zwischen seinen Finger, als er langsam die Augen öffnete. Sanji blinzelte einige Male, bis er die Augen ganz aufmachte und sich mit beiden Händen vorsichtig hochdrückte. Seine Kleidung war völlig vom Sand bedeckt und das Erste was er erblickte, waren Trümmer vom Schiff, die auf dem ganzen Stand verteilt herumlagen. Er fasste sich an seine Stirn, musste sich erst mal wieder fassen und sich klarmachen, was eigentlich passiert war. Sofort riss es ihn hoch, als er sich wieder im klaren darüber war, dass ihr Schiff mit der Insel zusammengestoßen war. Wo waren die anderen? Waren sie in Ordnung? Er stand schnell auf, fiel aber sofort wieder auf seine Knie, da er noch sehr geschwächt von dem Aufprall war. Doch er biss die Zähne zusammen und raffte sich dann endlich wieder hoch. Er schaute sich um und versuchte einen der anderen zu entdecken. Er war richtig froh, als er ein paar Meter weiter Ruffy im Sand liegen sah. Sofort, und so gut wie er eben konnte, eilte er zu ihm und schmiss sich richtig vor ihm auf die Knie. Er legte die Hand auf Ruffys Rücken und rüttelte ihn ein wenig.
„Ruffy!! Hey Ruffy!! Alles in Ordnung?! Sag doch was!!“
Doch Ruffy bewegte sich nicht. Sanji verzog etwas das Gesicht, konnte sich aber einfach nicht vorstellen, dass Ruffy so was umbringen würde. Immerhin hatte er die schlimmsten Feinde überlebt. Dann würde er doch auch einen Schiffsbruch wegstecken können. Zum Glück irrte sich Sanji mit diesem Gedanken nicht, denn langsam öffnete auch Ruffy die Augen. Sanji lächelte erleichtert und half Ruffy langsam wieder auf die Beine. Zusammen machten sie sich auf die Suche nach den anderen. Sanji war sehr in Sorge um Nami und hoffte, dass sie ebenso wohl auf war. Doch all die Sorge war umsonst, als sie Nami putzmunter wiederfanden. Sie erzählte, dass sie nach der Kollision das Bewusstsein verloren hatte und später dann auf eine Wiese aufgewacht war. Also musste sie mit einer ziemlichen Wucht vom Schiff katapultiert worden sein, aber zum Glück war sie weich gelandet. Sanji umarmte sie voller Freude und klammerte sich richtig an sie, doch wie es bei den beiden üblich war, kassierte er wieder nur einen Schlag in sein Gesicht und ging zu Boden. Ruffy half Sanji hoch und beschloss dann einstimmig, dass sie noch nach Zorro und Lysop suchen sollten. Sie fanden Lysop eingezwängt in der Kajüte von Zorro, dort wo er ihn zurückgelassen hatte. Der Mast des Schiffes war genau draufgefallen und hatte ihn eingeschlossen. Für Ruffy war es natürlich ein Leichtes, das Teil zu entfernen und so war Lysop endlich wieder in der Freiheit. Im Grunde hatte er ja gar nichts mitbekommen und als sie ihm dann vom der Kollision mit der Insel erzählten, wünschten sie sich, sie hätten es nicht getan, denn sofort rannte Lysop hektisch kreischend auf und ab, faselte wie immer etwas von „Sterben müssen“ oder „Hier kommen wir nie wieder runter.“ Außer Ruffy, fand das mal wieder niemand sonst komisch. Auch Zorro war wohlauf. Er war unter einem der Trümmer begraben worden, aber er meinte wie immer nur, dass es ihm gut ginge und ihn so was nicht umbringen würde. Da nun alle wieder beisammen waren, stellte sich natürlich eine große Frage, die natürlich von Lysop kommen musste.
„Und was sollen wir jetzt machen?! Seht euch die Flying Lamb an!! Die ist total hinüber! Wie sollen wir jetzt wieder von dieser Insel runterkommen!?“, schrie Lysop verzweifelt durch die Gegend. Nami seufzt genervt und zog ihm die Wange lang, worauf Lysop nur einen Leidensschrei ausstieß.
„Jetzt bleib mal auf dem Teppich, Lysop! Auf der Insel wird es sicher Leute geben, die uns weiterhelfen können! Außerdem sagte ich doch, dass sie piratenfreundlich sein soll, also gerat hier mal nicht in Panik!“, meinte Nami mit einem bestimmenden Ton. Ruffy grinste nur zustimmend.
„Find ich auch! Wir sollten uns die Insel mal genauer ansehen! Außerdem....“, man hörte wie sein Magen knurrte und er legte gleich die Hände darauf. Dabei legte er einen richtigen Dackelblick auf. „... hab ich Hunger.“
Alle anderen sahen Ruffy nur mit einem „Das war ja so klar“- Blick an. Sanji verschränkte die Arme.
„Du denkst auch nur ans Fressen. Wir sind hier grad knapp mit dem Leben davon gekommen, und dir knurrt der Magen!“
„Was denn? Uns geht’s doch gut, oder?“, meinte Ruffy nur unschuldig. Lysop erhob dabei sofort die Hand und zeigte mit dem Finger auf Ruffy. Dabei zitterte er, weil er noch immer tief unter Schock stand, da sie gerade Schiffbruch erlitten hatten.
„G-gut?!! Sieh dich doch mal um, du Vollidiot!! Wir wären beinahe Fischfutter geworden!!“
Ruffy kratzte sich nur an der Wange.
„Also ich finde, es hätte schlimmer kommen können.“, meinte der kleine Gummimensch ganz locker. Die andern griffen sich nur noch auf die Stirn und Lysop brüllte ihn derweil weiter an. Währenddessen schaute sich Zorro mit einem etwas misstrauischem Blick die Insel von ihrem Standpunkt aus an. Sanji bemerkte Zorros Abwesenheit und ging dann näher zu ihm.
„Hey Zorro? Was ist denn?“, fragte der Koch etwas neugierig. Zorros Blick wurde mit einem Male noch misstrauischer, ja fast schon etwas verschreckt. So als würde er irgendetwas spüren, Gefahr oder etwas ähnliches. Doch er antwortete Sanji nicht. Dieser sah sich auch ein wenig um, bemerkte aber nichts auffälliges, und wandte den Blick dann wieder zu Zorro. Vorsichtig legte er die Hand auf die Schulter des Schwertkämpfers. Erst jetzt reagierte er und schaute Sanji langsam an.
„Du siehst so aus, als hättest du einen Geist gesehen.“, meinte Sanji etwas scherzhaft. Doch jetzt war mit Zorro nicht zu spaßen. Sein Blick war ernst und schien sogar etwas bedrückt zu sein, worauf hin Sanji seine spaßige Miene gleich verzog.
„Zorro?....“, fragte er noch einmal. Zorro sah ihn noch etwas an, dann schaute er wieder weg von ihm. Es war ihm selber unheimlich. Er wollte es nicht glauben, aber er war sich sicher. Er konnte sich nicht irren.
„Ich kenne... diese Insel.“, sagte er leise. Sofort hörten auch Lysop und Ruffy mit ihrem Theater auf und sahen zu Zorro. Auch Nami war mehr als verwundert. Sanji dachte sogar, er habe sich verhört. Langsam ging Nami nun zu Zorro und wollte genaueres wissen.
„Was meinst du damit, Zorro? Warst du schon mal hier?“, fragte die Rothaarige vorsichtig den Schwertmeister. Zorro schüttelte nur leicht den Kopf und schaute dann langsam alle an.
„Ich war noch nie hier aber.... sie kommt mir mehr als bekannt vor.“
Die anderen schwiegen nur. Sanji überlegte jetzt kurz und schaute dann wieder zu den anderen.
„Leute.... überlegt mal kurz. Dieser Sturm war ja kein gewöhnlicher, das ist uns mal allen klar. Er hat uns doch direkt zu dieser Insel gezogen, wir konnten gar nicht mehr anders, als sie anzusteuern..“, erklärte der blonde Koch. Nami verstand sofort und hatte nun auch gleich eine Vermutung.
„Willst du etwa damit sagen, dass jemand wollte, dass wir unbedingt hierher kommen?...“
„Das weiß ich nicht.... aber eines ist sicher. Hier geht irgendwas nicht mit rechten Dingen zu.“
Ruffy und Lysop sahen sich dabei nur fragend an, da sie nichts von diesem Gerede verstanden hatten. Nami setzt nun eine nachdenkliche Miene auf, die mit der von Sanji gleichzusetzen war. Zorro schaute sich aber immer und immer wieder um. Er wollte sichergehen, ob er sich nicht doch irrte. Doch plötzlich vernahm er etwas, dass aber vermutlich nur er hören konnte, denn alle anderen verzogen dabei nicht eine Miene. Zorros Gesichtsausdruck hingegen machte den Eindruck, als hätte ihm noch nie etwas im Leben so einen Schrecken eingejagt, als er diese Stimme hörte.
„Ich habe auf die gewartet. Lorenor Zorro....“

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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Sa 28 Jul - 0:40

   
Kurze Kritik: Ein Rechtschreibfehler im vorletzten Satz und bitte etwas mehr Absätze. Dazu kommt noch, das ich es etwas unglaubwürdig finde, das Zorro Lysop Bewusstlos schlägt.

Ansonsten aber das Übliche: Ein absolutes Hammerkapitel. Guter Spannungsaufbau. Macht weiter so... wie auch immer ihr zwei das macht.

Lawx3
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Sa 28 Jul - 22:29

   
Echt spannend finde deine Geschichte super.Macht ihr das zum ersten mal oder habt ihr schon mal so was geschrieben?

Onenami25
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Do 2 Aug - 13:39

   

Hey Sakiko!

Da muss ich Croco zustimmen - etwas unglaubwürdig Wink

Aber sonst ein gelungenes Kapitel und ich weiß nicht was ich noch bemängel soll - Croco hat mir alles abgenommen Very Happy

Mfg Onenami25

Sakiko<3
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Sa 1 Sep - 2:23

   
so ab hier schreibe ich alleine weiter ;D

Kapite 5 - Heimat ?

Nach reichlichen Diskussionen, oder eher nach Namis einstimmiger Meinung, beschloss die Crew, dass Zorro zusammen mit Sanji die Insel mal genauer erkunden sollten. Widerworte waren natürlich nicht erwünscht, sonst hätte es sogar noch früher Tote gegeben, als Lysop es jemals für möglich gehalten hätte, denn mit Nami war nicht gut Kirschen essen, wenn ihr die anderen mal auf die Nerven gingen. Ruffy hatte seine Kunst, Nami auf den Wecker zu gehen, ja beinahe perfektioniert, indem er immer so tat, als würde er nichts davon verstehen, was sie von sich gab. Nami wusste aber zu gut, dass sich der Herr einfach nur blöd stellte, und bevor dann auch noch Zorro seinen Senf dazu geben würde, sprach sie ein Machtwort und teilte die Jungs regelrecht ein. Da Zorro und Sanji bereits eine Aufgabe hatten, sollten sich Ruffy und Lysop darum kümmern, etwas Essbares aufzutreiben. Sanji fand das wie immer nur großartig und war von Namis Organisationstalent einfach nur fasziniert. Zorro konnte dieses Gehschleime von Sanji einfach nicht ignorieren, tätigte eine kurze und prägnante- „Hör auf der Frau in den Hintern zu kriechen“ - Aussage und schon hatten sie die zwei wieder in den Haaren. Ruffys Gelächter und Lysops ständiges Geheule darüber, dass sie lieber was produktives tun sollten als sich zu streiten, reichte dann auch schon wieder vollkommen aus, um Nami wie einen Vulkan ausbrechen zu lassen. Grandioser weise machten alle, nach ihrem überaus überzeigenden Temperamentausbruches, immer gleich die Fliege und taten das, was Nami angeordnet hatte. Erschöpft ließ sich Nami auf einen Stein fallen und seufzte. Wieso man immer erst ausrasten musste, bis die Jungs endlich mal etwas machten, ohne rumzumeckern. Es war jedes mal dasselbe mit denen. Doch als die anderen schon längst außer Sichtweite waren, musste Nami ein kleines bisschen schmunzeln, trotz ihres Wutausbruches.
„Die Jungs werden eben nie erwachsen. Sie können einem gehörig auf die Nerven gehen, aber... irgendwo hab sie vielleicht gerade für ihre chaotische Art gerne....“, danach lachte sie sogar. „Ich muss echt auch schon etwas verrückt geworden sein.“
Danach machte auch sie sich ans Werk und sah sich den Schaden, den die Flying Lamb genommen hatte, genauer an. Sie wollte sich erst mal ein Bild machen und dann später zusammen mit Lysop sehen, ob sie die Flying Lamb wenigstens in einen etwas besseren Zustand wieder bringen konnten. Dadurch wäre Lysop auch sicher etwas abgelenkt und konnte sich auf was anderes als auf sein ewiges Gejammer konzentrieren. Bis Zorro und Sanji die Leute von der Insel um Hilfe gefragt hatten, konnten sie derweil nichts anderes tun, als abwarten. Doch das wollte Nami einfach nicht. Immerhin fühlte sie sich irgendwie verantwortlich für ihre Lage. Ihr war noch immer nicht klar, warum sie diesen Sturm nicht voraussehen konnte. Sonst konnten sie sich immer auf ihre Fähigkeit verlassen. Sie war wütend auf sich selbst, ließ sich das vor den anderen aber nicht anmerken. Darum konnte sie nicht einfach untätig rumsitzen und sich nur auf die Jungs verlassen. Sie war Mitglied der Crew und somit auch für sie verantwortlich, auch wenn sie eine Frau war, sie fühlte sich im Moment so, als hätte sie ihre Freunde im Stich gelassen. Als sie vor dem Schiff stand, schaute sie nach oben, genau dorthin, wo die Galionsfigur, der Schafskopf, war.
„Tut mir leid, Flying Lamb. Hätte ich doch nur besser aufgepasst…. Keine Sorge. Wir kriegen dich schon wieder hin, verlass dich drauf....“


Währenddessen kämpften sich Zorro und Sanji durch einen dichten Wald, der überhaupt kein Ende mehr zu nehmen schien. Normale Menschen hätten die größten Probleme mit dem Durchschreiten des Dickichts oder der Beseitigung von gefährlichen Tieren. Aber nicht dieser Schwertkämpfer und der Schiffskoch. Während Dickicht und wilde Tiere nur so durch die Gegend flogen, waren die beiden viel mehr damit beschäftigt sich zu streiten. Eigentlich eine normale und alltägliche Prozedur, die einfach zu den beiden gehörte, sonst wären sie ja auch nicht Sanji und Zorro.
„Jetzt sei mal ein wenig entspannter, Zorro!“, meinte Sanji, der hinter Zorro herging. Seine Hände hatte er dabei nur in den Hosentaschen und die Glut seiner Zigarette fiel dabei schon fast zu Boden, weil er einfach nicht daran ziehen konnte. Wie auch, wenn er viel mehr damit beschäftigt war, Zorro das Maul zu stopfen. Doch dieser beachtete ihn einfach nicht weiter, oder viel mehr, versuchte ihn nicht zu beachten. Sanji plapperte unaufhaltsam weiter auf ihn ein, schlug hie und da mal ein paar angreifende Tiere zu Seite, einmal einen Tiger, dann einen Leoparden, so als würde er gar nicht bemerken, dass sie ihn angreifen wollten. Als Zorro es dann zuviel wurde, blieb er stehen und drehte sich gleich um. Er knurrt schon richtig vor Wut und fasste schon den Griff seines Schwertes.
„Blondie?! Sag mal, suchst du Streit?!“, fauchte der Grünhaarige fast schon mit einer gewissen Angriffslust. Sanji schmunzelte nur, nahm die Zigarette, zog endlich mal wieder daran und warf sie weg, da sie sowieso schon fast abgebrannt war.
„Den ganzen Weg über gehst du mir schon auf die Nerven! Kannst du nicht einfach den Mund halten und still hinter mit hergehen!?“, fragte Zorro knurrend den Koch. Sanji fasste sich nur an den Hinterkopf und lachte dann ein wenig.
„Es ist unglaublich. Ich habe dich doch nur nach der Richtung gefragt, in die du gehst, und schon hast du dich angegriffen gefühlt. Außerdem....“, jetzt drehte er den Kopf richtig besserwisserisch in eine andere Richtung. „.. gehst du sowieso total falsch. Da geht’s lang.“
Auf Zorros Gesicht zeichneten sich schon regelrecht seine gespannten Adern ab, da er jetzt am liebsten vor Wut platzen würde über Sanjis Besserwisserei.
„Woher willst du denn das wieder wissen, du Schlaumeier!! Was weiß ein Koch schon von Orientierung?!“
„Jedenfalls mehr als ein zweitklassiger Schwertkämpfer!“
Jetzt verging Zorro alles. Sofort zog er sein Schwert und richtete es in Sanjis Richtung.
„Ich warne dich! Ich mach dich alle!!“
In dem Moment raste ein Löwe direkt auf Zorro zu. Als er direkt hinter ihm stand und sich im Sprung auf ihn stürzten wollte, schlug Zorro nur den Ellbogen kräftig nach hinten und traf den Löwen exakt auf seiner Schnauze. Man hörte ihn nur noch winselnd davonrennen. Sanji holte sich derweil eine neue Zigarette raus und zündete sie sich an. Er sah dabei kurz zu Zorro und musste dabei etwas grinsen, da dieser schon richtig zittrig dastand. Kochend vor Wut. Doch Sanji blieb wie immer nur gelassen. Er wusste, wie leicht es war Zorro zu provozieren, und ehrlich gesagt, machte es ihm sogar Spaß das zu tun.
„Bleib mal locker. Sollten wir nicht lieber weiter gehen? Die anderen warten sonst unnötig lange.“
„Sollen sie warten. Das hier dauert sowieso keine zwei Sekunden!!“
Jetzt musste auch Zorro langsam grinsen, als er daran dachte, wie er Sanji sein widerliches Grinsen aus der Visage polieren würde. Der blonde Koch schmunzelte, als er Zorros Grinsen sah und warf daraufhin die Zigarette weg.
„Du willst es wohl nicht anders, Zorro! Wenn du’s unbedingt drauf ankommen lassen willst!“
Danach ging auch er in Kampfposition. Kurz bevor die beiden sich aufeinander stürzen wollten, hielten sie doch für einen Moment inne und schaute sich langsam um. Beide spürten, dass sie schon lange nicht mehr alleine waren, und das war auch völlig richtig, denn jetzt sahen sie, wie ein Rudel hungriger Löwen sie umzingelt hatte. Geschätzt waren es so an die 32 Löwen die sie eingekreist hatten. Sie sahen sich nun langsam wieder an und grinsten ihrem Gegenüber zu.
„Verschieben wir das. Jetzt haben wir Wichtigeres zu tun!“, meinte Zorro nun endlich vernünftig. Sanji nahm den Vorschlag dankend mit einem Nicken an und kurz darauf kümmerten sie sich um diese Raubtiere, die im Verhältnis zu ihnen eher Schmusekätzchen als Bestien waren. Es dauerte auch nicht lange und schon waren sie wieder ganz alleine auf ihrem Fleck, rings um sie lauter k.o- gegangene Löwen. Zorro schob sein Schwert in die Scheide und Sanji richtete sich seinen Anzug wieder zurecht. Die beiden schmunzelten, sahen einander an und schon war es beschlossen, dass sie sich wieder auf den Weg machen würden. Alle Streitigkeiten schienen wieder vergessen zu sein und sie waren wieder die besten Freunde.


Kurz Zeit später hatten sie den Wald endlich hinter sich gelassen. Von weiten konnten sie ein Dorf erkennen, doch es machte nicht den Anschein, als ob es bewohnt wäre. Beide sahen sich zuerst etwas misstrauisch an, aber dann sahen sie sich das Dorf doch lieber aus der Nähe an, denn der Schein konnte ja doch oft trügen. Dort angekommen, schaute sich Sanji gleich etwas um. Er ging ein paar Schritte, schaute zu ein paar der Häuser, doch niemand war zu sehen.
„Hallo? Ist hier jemand?!“, rief er durch die leeren Straßen. Doch es kam keine Antwort. Verwirrt kratzte er sich am Hinterkopf und schaute dann zu Zorro zurück.
„Schon seltsam. Hier ist nie.....“, doch ihm wurde gleich anders, als er seinen Freund so dastehen sah. Zorro, der wie angewurzelt an Ort und Stelle verharrte, rührte sich keinen cm, sondern schaute nur mit großen und überraschten Augen auf das Dorf. Langsam ging Sanji zu ihm zurück.
„Zorro?.......“
Doch der Schwertkämpfer schwieg einfach und ging an Sanji vorbei. Bei dem Versuch ihn davon abzuhalten, packte Zorro die Hand von Sanji unglaublich fest und drehte nur noch den Kopf zu ihm zurück. Sanji erschrak regelrecht vor Zorros Blick. Er war nicht ernst wie sonst immer, nein fast schon kalt und abweisend. Sofort wurde dem Schiffskoch klar, dass er Zorro nun einfach gehen lassen sollte. Er nickte also nur kurz, um ihm damit zu sagen, dass er verstanden hatte. Darauf ließ Zorro seine Hand wieder los und machte sich sofort auf um sich das Dorf näher anzusehen. Sanji einfach dort stehen und schaute Zorro nach.
„Deine Augen......Sie waren eiskalt, aber warum dann auch so voller Angst?.... seit wir auf dieser Insel sind, scheinst du nicht mehr du selbst zu sein, Zorro.....“, danach schloss Sanji langsam die Augen.
„Was macht diese Insel mit dir?.....“


Er rannte so schnell wie ihn seine Beine nur tragen konnten. Er musste es mit seinen eigenen Augen sehen. Obwohl doch längst kein Zweifel mehr bestand, da er dieses Dorf längst erkannt hatte, wollte er seinen Verstand einfach noch nicht gewähren lassen. Vielleicht irrte er sich ja doch noch und all die Aufregung wäre umsonst gewesen. Doch je näher er seinem Ziel kam, umso mehr bewahrheitete sich seine Befürchtung, dass es einfach wahr sein musste. Er stoppte blitzartig und keuchte ein wenig, da er doch wie verrückt zu diesem einen Haus geeilt war. Da stand er nun vor dem Haus, dass er seit Jahren verlassen hatte und nie wieder sehen wollte. Obwohl die Jahre vergangen waren, schien es davon nicht gezeichnet zu sein. Es machte vielmehr den Eindruck, als wäre er niemals weggewesen. Langsam und mit fast schon etwas zittrigen Beinen, nähere er sich dem Gebäude. Er stoppte kurz vor der Eingangstür, schaute eine Weile noch auf die Türklinke, bis er sie dann fasste und runterdrückte. Mit einem quietschenden Geräusch ging die Tür auf. Sie schlug an die Innenwand an und in der Tür stand nun der Schwertkämpfer. Seine Augen weit offen, sein Blick verstört und aufgelöst. Seine Finger kribbelten, sein Atem setzte für diese Sekunde aus, und sein Körper erstarrte bei dem was er nun vor sich sah. Es war das Haus von Kuina und seinem Lehrmeister. Alles war unverändert, selbst die Kampfanzüge hingen immer noch an ihren Hacken und die Schwerter waren ordentlich nebeneinander aufgestellt. Fassungslos betrat er nun das verlassene Haus. Sein Weg führte ihn nun durch jeden Gang, jedes Zimmer, jede noch so kleine Ecke. Mit jedem Schritt, den er tat, erinnerte er sich an vergangene Ereignisse seiner Kindheit. So viele davon lebten in diesem Haus, derer er sich selbst nicht mal mehr bewusst war, weil er sie gut verdrängt hatte. Es kam ihm so vor, als wäre er seit langem nach Hause zurückgekehrt. Zuletzt betrat er den Garten wo Kuina zur letzten Ruhe gebettet wurde. Er konnte das Grab schon von Weitem sehen. Als er langsam darauf zuging, überkam ihm ein seltsames und ungutes Gefühl. Je näher er ihrem Grab kam umso schlimmer wurde es. Verspürte er etwa tatsächlich Angst? Er, der berüchtigte Lorenor Zorro?! Alles, was nun gerade mit ihm geschah, war so unnahbar, so endlosweit entfernt von seiner selbst. War er etwa schon wieder in einem seiner Träume? Ja, so musste es sein! Das konnte doch nur die einzig logische Erklärung dafür sein. Doch hier endete jegliche Logik. Denn irgendwann wacht man auf, und hört auf zu träumen. Doch dieser Albtraum würde nicht enden. Als Zorro nun direkt vor ihrem Grabstein stand, konnte er einfach fühlen, dass es die bittere Realität war. Er leugnete es zwar immer noch, irgendwo tief in seinem Inneren, aber ihm wurde bewusst, dass er aufgehört hatte zu träumen. Er senkte seinen Blick auf den Grabstein und konnte nun die Inschrift „Ruhe in Frieden!“ sehen und darunter die Blumen, die er kurz vor seinem Verlassen ihr dagelassen hatte. Sie waren kein bisschen verwelkt. Nein, sondern frisch wie damals. Ganz langsam schloss er nun seine Augen.
„Das ist alles nicht wahr! Du bist tot, hörst du?! Was für ein Spiel wird hier gespielt!?“, sagte er zwar noch leise, aber seine Stimme klang gleichzeitig sehr zittrig, so als würde er kurz vor einem lauten Schrei sein.
„Mein Heimat befindet sich nicht auf der Grand Line, also kann das auch nicht meine Insel sein! Wieso sieht alles genauso aus, wie ich es zurückgelassen habe!? Als wäre.... die Zeit stehen geblieben! Warum höre ich deine Stimme?! Warum hast du mich hierher gebracht?!“, fragte er. Doch ihm wurde keine Antwort geschenkt. Einzig und alleine der Wind wehte an ihm vorbei. Fast schon lautlos, so als würde nicht mal er ihm antworten wollen. Zorro machte nun schnell seine Hände zu Fäusten und jetzt brach es aus ihm raus. Der Gedanke daran, mit seiner Vergangenheit konfrontiert zu werden, machte ihn rasend. Er konnte Monster erledigen, jede Kampfkunst der Welt erlernen, ja sogar es mit der ganzen Marine aufnehmen, wenn er wollte, aber gegen Dinge die tief in ihm waren und die er eigentlich verdrängen wollte, war er absolut machtlos. Er wusste sich keinen anderen Ausweg mehr als zu schreien.
„Antworte mir!!!!!!“
Von der Ferne beobachtete Sanji die ganze Szene. Er hörte Zorros Schrei. Noch nie, in all der Zeit, hatte er solch einen Laut von Zorro gehört. Ganz gleich, was es war, dass Zorro so ausrasten ließ, Sanji tat es regelrecht weh seinen Freund so zu sehen. Am liebsten wäre er zu ihm gegangen und hätte ihm Mut gemacht oder versucht ihn zu beruhigen. Doch in dem Zustand, in dem Zorro sich jetzt befand, wäre das vermutlich sogar gefährlich gewesen. Alles was Sanji tun konnte, war abzuwarten bis Zorro sich wieder beruhigt hatte. Er kniff schnell die Augen zu und drehte den Kopf dabei zur Seite. Wenn er eines nicht ausstehen konnte, dann war es das, hilflos mit anzusehen, wie ein Freund leidet, so wie in diesem Moment. Plötzlich drehte er sich um und schaute mit einem erstaunten Blick hin und her. Ihm war so, als hätte er gerade eine Stimme gehört. Zuerst dachte er nur, dass er nun auch schon in diesen seltsamen Bann der Insel gekommen war, und vielleicht durchdrehen würde, doch kurz darauf hörte er wieder dieselbe Stimme, die immer und immer wieder den gleichen Satz in seinem Kopf wiederholte. Schnell drückte er sich die Hände an seinen Kopf und schüttelt ihn schnell. Er wollte die Stimme aus seinem Kopf bekommen, doch sie verweilte darin. Dieser Satz sollte sich in seinem Gedächtnis einbrennen, wie ein Mahl, und zwar so tief, bis er ihn nie mehr vergessen würde.

„Halte dich von ihm fern! Halte dich von ihm fern! Halte dich von ihm fern!“

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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Sa 1 Sep - 18:20

   
Schön das es wieder weiter geht, ich freu mich schon auf den weiteren verlauf der Geschichte Smile

Sakiko<3
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Sa 1 Sep - 23:46

   
danke ^^

soooo...

Teil 6 - Das Versprechen (etwas länger als sonst ^^)

Die Sonne verschwand allmählich hinter dem weit entferntem Horizont, um den Tag zu verabschieden und die Nacht willkommen zu heißen. Die schöne Abendröte kam zum Vorschein und tauchte alles in ein atemberaubendes Licht, wie ein Schauspiel aus Farben. An solchen Moment, saßen die fünf Freunde für gewöhnlich immer zusammen und konnte so den anstrengenden Tag vergessen. Selbst an Bord der Flying Lamb genossen sie ständig den Sonnenuntergang und freuten sich auf den neuen Tag. Doch diesmal war es ganz anders. Zorro saß nun schon seit Stunden vor Kuinas Grab und ließ seinen Blick nicht eine Sekunde davon abweichen. In seinem Kopf stellte er ihr immer noch dieselben Fragen, noch immer hoffend, dass sie sich ihm erbarmen, und ihm doch noch antworten würde. Doch er hörte nichts. Absolut gar nichts. Selbst der Wind hatte aufgehört zu wehen und auch das Zwitschern der Vögel war verstummt. Eine leere und trostlose Stimmung hing über dem Dorf, dass eigentlich immer so belebt und voller Menschen war. Dem Schwertkämpfer war es schon längst zu dumm, zu verstehen, was hier vor sich ging. Doch andererseits wollte er weiter hier sitzen bleiben und warten. Aber worauf? Was erhoffte er sich dadurch? Die Antwort kannte er selbst nicht mal. Er dachte bei sich: „Was tue ich hier eigentlich? Im Grunde, kann es mir doch egal sein, was hier passiert. Es ist nicht mein Zuhause, auch wenn es so aussieht. Aber... Alles was ich hier sehe erinnert mich an sie..... Deswegen etwa? ... Bringt mich nur der Gedanke an sie, so aus dem Konzept? Lächerlich..... was soll das, Zorro?! Was geschehen ist, ist geschehen und kann man nicht rückgängig machen!.... Doch warum wünsche ich mir dann, dass es anders gekommen wäre? .... Wenn sie noch am Leben wäre, wäre ich vermutlich niemals in Ruffys Bande gekommen. Alles hätte sich anders entwickelt, wer weiß, wo ich dann hingekommen wäre. Verflucht..... was interessieren mich all diese Gedanken?! Hör auf, Zorro! Hör auf!!“, schnell kniff er die Augen zu. Langsam ließ er den Kopf hängen und stieß ein leises Seufzen aus. Noch nie in seinem Leben, war er so fertig mit den Nerven gewesen. Zum ersten mal, wusste er nicht, was er tun sollte. Er fühlte sich fast schon hilflos und so unsagbar alleine. Nicht, weil seine Freunde nicht bei ihm waren, sondern weil niemand ihm nun helfen konnte. Der einzige, der nur den Funken einer Ahnung hatte, was für eine Insel das war, war er alleine. Doch er könnte das den anderen niemals erzählen. Von seiner Vergangenheit.... sie würden ihn ausfragen und er müsste Dinge von sich preis geben, die ihm nicht nur unangenehm waren, nein, sondern er müsste sich anderen gegenüber öffnen. Niemals! Davor würde er das alleine durchstehen und herausfinden, was es mit der Insel auf sich hatte. Es war auf zwei Weisen gut, so zu handeln. Erstens, müsste er ihnen nichts erzählen, und zweitens, sie nicht in etwas verwickeln. Das war Rechtfertigung genug für ihn, die er den anderen aber auch nicht schuldig war. Das wäre der beste Weg, so beschloss Zorro es nun für sich selbst, in diesem Augenblick. Doch genau jetzt, fühlte er wie jemand hinter ihm stand. Seine Augen öffneten sich langsam wieder und er hob seinen Blick an. Als er zurückschaute, konnte er seinen Freund Sanji entdecken, der wortlos dastand und nur auf ihn herabsah. Beide sahen einander für eine Weile an, da keiner wusste, wie er am besten anfangen sollte, mit dem anderen zu reden. Als Zorro dann seinen Blick wieder von Sanji abwand, begann dieser einfach nur zu lächeln und schloss die Augen.
„Wie ist sie gestorben?“
Das war alles, was Sanji ihn fragte. Zorro schaute gleich zu seinem Freund zurück, da er doch eine andere Frage erwartet hatte. Viel mehr so was wie „Woher kennst du das alles? Was ist hier los?“. Irgendeine Frage, auf die Zorro mit gutem Gewissen abweisend hätte antworten können. Aber eine persönliche Frage... damit hätte er wirklich nicht gerechnet. Doch auch wenn er sich sträubte darauf zu antworten, sprudelte es jetzt regelrecht aus ihm raus. So als wollte er es eigentlich schon viel länger loswerden und hätte nur auf eine Gelegenheit wie diese gewartet. Eine Last, die er so viele Jahre bei sich trug. Vielleicht war Sanji sich darüber im Klaren, dass Zorro gerne mal darüber reden wollte, doch es war nun mal nie der richtige Moment da gewesen. Jetzt hatte er die Chance etwas über Zorro zu erfahren und darum fragte er nichts anderes außer das. Zorro fühlte, dass er es ihm anvertrauen könnte. Sanji war derjenige aus der Bande, den er trotz aller Streitigkeiten, am liebsten hatte. Das konnte er jetzt am Wenigsten leugnen. Der Schwertkämpfer drehte den Blick wieder zum Grabstein und dann erzählte er es Sanji.
„Als ich noch jung war... trainierte ich jeden Tag verdammt hart, nur um immer stärker und stärker zu werden. Ich lebte bei meinen Meister, der mich die Schwertkunst lehrte und war einer seiner besten Schüler. Niemand konnte mich schlagen, bis auf..... „ er stoppte kurz, bevor er dann weitersprach. „... sie. Seine Tochter.... Kuina. Obwohl sie eine Frau war, schaffte ich es nicht sie zu besiegen. Ich forderte sie Tag für Tag heraus, nur um ihr endlich gewachsen sein zu können, aber alle Versuche schlugen fehl. Ich hasste sie dafür... immerhin war sie ja nur eine Frau... doch eines Abends, gaben wir einander ein Versprechen.... sie erzählte mir, dass sie die Schule ihres Vaters nie weiterführen könne und dass es nicht ihre Bestimmung war, ein Schwert zu führen. Als Frau dürfe sie wegen der Tradition nicht so weiterleben... Damals, obwohl ich so einen Hass gegen sie hegte, wurde mir klar, dass mir, als Mann, alle Türen offen standen, während sie... dazu verdammt war, nicht das tun zu dürfen, was sie sich doch so sehnlichst wünschte.... Ich begriff zum ersten Mal, in was für eine schlechten Situation sie war... aber dennoch, trotz alle dem, war sie für mich immer ein würdiger Gegner gewesen. Ich habe in ihr nie die Frau gesehen, die andere vielleicht gesehen haben. Für mich war sie jemand, mit dem ich mich messen konnte und der mehr als nur ebenbürtig war. Ich konnte nicht verstehen, warum ihr Vater sich gegen ihren Wunsch auflehnte und sie an ihrem Traum hinderte. Also wollte wenigstens ich ihr das Gefühl geben, dass jemand an sie glaubt und sie als Mensch, nicht nur als Frau, schätzt. Wir versprachen einander, dass einer von uns beiden, der größte Schwertkämpfer aller Zeiten werden würde. Ich glaube, es war gut sich so zu verhalten, denn noch nie hatte ich so ein Strahlen in ihren Augen gesehen, wie in diesem Moment. Aber.... sie hatte nie die Gelegenheit dazu, ihren Traum zu verwirklichen.“, Zorro kniff die Augen zu. „Als ich einige Tage später gerade mit meinem Meister trainiert.... erfuhren wir, dass sie durch einen Unfall ums Leben gekommen war. Alles ging so schnell, ich wollte zuerst gar nicht glauben, dass sie plötzlich nicht mehr da sein sollte. Doch am Tage ihre Bestattung konnte ich es mit eigenen Augen sehen. Danach wurde alles anders. Ich trainierte noch härter, wollte noch besser und stärker werden, ich nutzte jede freie Sekunde um an mir zu arbeiten.... ich wollte keinen Moment Ruhe haben, um an sie vielleicht denken zu müssen. Als ich älter wurde, verließ ich endlich mein Dorf und machte mich auf, unser Versprechen zu erfüllen, da nur mehr ich es tun konnte. Ich habe mir selbst versprochen es so weit zu bringen. Ich will ihren Namen in Ehren halten und sie damit weiterleben lassen....“, jetzt öffnete er wieder die Augen und schaute zum Himmel empor.
„ Nicht nur in meinen Erinnerungen.....“
Sanji sah Zorro die ganze Zeit über an, lauschte aufmerksam und je mehr Zorro erzählte, um so trauriger wurde der Blick des Schiffskoches. Nun wusste er, warum Zorro so verbissen darauf war, ein großer Schwertmeister zu werden. Kaum zu glauben, dass er es im Grunde nicht für sich selbst tat, sondern für sich und seine Freundin Kuina. Wie verrückt dieser Gedanke jetzt auch war, aber es war wirklich so, dass er sogar noch nach ihrem Tod für sie weiterkämpfte. Normale Leute behalten Menschen in ihren Erinnerungen und in ihrem Herzen, aber dieser Mann lebt für einen längst verstorbenen Menschen, den er nie wieder vergessen will. Erinnerungen reichen ihm nicht. Er will mehr, als ihr nur ein Zeichen geben. Er will etwas erreichen, dass sie für die Ewigkeit unsterblich machen würde und so, würden beide, Zorro und Kuina, weiterleben. Durch ihr Versprechen, ihren Traum. Sanjis Augen zitterten nun ein wenig, darum schloss er sie schnell und atmete einmal kurz ein, um sich wieder zu fassen, da er nie damit gerechnet hatte, dass hinter Zorros Geschichte so viel Schmerz und Leid stecken würden, und ihn das doch sehr bewegte. Langsam stand der Schwertkämpfer wieder auf, noch immer mit dem Rücken zu Sanji gedreht. Der blonde Koch öffnete gleich wieder die Augen und ein sanftes, gutmütiges Lächeln kam jetzt zum Vorschein. Er hatte sich nicht in Zorro geirrt, aber nicht nur das. Er wusste jetzt, dass hinter der ganzen Fassade von Zorro, ein herzensguter und unglaublich treuer Mensch steckte, den er nie kennen gelernt hätte, wären sie jetzt nicht hier. Sanji musste schmunzeln.
„Weißt du, Zorro... ich glaube ab heute sehe ich dich mit anderen Augen.“, meinte der Koch richtig fröhlich. Zorro schloss die Augen, begann dann aber doch langsam etwas zu grinsen und schmunzelte auch. Er drehte sich dann endlich ganz zu Sanji.
„Bilde dir nicht zuviel darauf ein. Wenn du den anderen was davon erzählst, bring ich dich um, klar?!“
Sanji grinste sofort in sein Gesicht zurück und verschränkte dann die Arme.
„Ausnahmsweise. Dann drück ich mal bei dir ein Auge zu, Zorro!“
Beide schmunzelten nun sanft. Es war freundlich und irgendwie erleichternd. Auch wenn sie immer noch nicht wussten wo sie waren, oder was mit ihnen geschehen würde, hatte sie gerade dieses Erlebnis vielleicht zu noch besseren Freunden gemacht. Und kurze Zeit später, fingen die zwei schon wieder an sich zu necken, zu streiten, zu prügeln, aber das war ein gutes Zeichen, denn nun war für den Moment wieder alles in Ordnung. Sanji war glücklich darüber. Er konnte Zorro zur Seite stehen, auch wenn er nichts weiter tun musste als ihm zu zuhören. Er war wohl einfach zur rechten Zeit am rechten Ort gewesen und war zur Stelle, als Zorro jemanden brauchte, der einfach nur bei ihm war. Sanji stellte keine unnötigen Fragen, gab keine Ratschläge oder redete auf ihn ein. Selbst wenn er noch immer beunruhigt war, wegen der Stimme die er vernommen hatte, hinderte ihn das nicht daran, seinem Freund zu helfen. Nichts auf der Welt könnte ihn davon abbringen, wohlmöglich nicht mal der Teufel in Person. Sanji lebte für seine Freunde und tat alles damit sie sich besser fühlten. Insgeheim wusste das Zorro, zeigte ihm aber immer nur die kalte Schulter, oder beschimpfte ihn, aber Sanji war klar, dass er so seine Zuneigung und Freundschaft ausdrückte. Seine Art zu sagen „Ich hab dich gern.“. Nach einigen Streiterein und Schlägen, rafften sich die beiden lachend auf und beschlossen dann, zu den anderen zurückzugehen und ihnen zu berichten, was sie gesehen hatten. Natürlich nicht alle Details. Sanji versprach Zorro, dass er nichts von dem erzählen würde, was Zorro ihm anvertraut hatte. Das Wichtigste war sowieso, ihnen auszurichten, dass keine Menschenseele hier war. Natürlich würde eine Hysterie ausbrechen. Nami würde rumkeifen, warum sie noch nicht früher gekommen waren, Lysop wäre wieder mit Predigten über ihren baldigen Tod beschäftigt, tja und Ruffy? Der wäre der einzige, dem das total schnuppe wäre, worauf Zorro und Sanji gleich loslachen mussten. Darauf freuten sie sich regelrecht, denn dann würde Nami wieder auf Ruffy losgehen und sie wären aus dem Schneider.


Langsam kehrten Sanji und Zorro dem Dorf den Rücken. Kurz bevor sie den Wald wieder erreichten, blieb Zorro auf einmal stehen. Sanji drehte sich daraufhin gleich zu ihm.
„Was ist denn, Zorro?“
Dieser schaute wie gebannt einfach nur an Sanji vorbei, so als hätte er ihn gar nicht gehört und dreht den Kopf ganz vorsichtig zurück. Mit einer schnellen Bewegung drehte er sich um und schaute wie erstarrt auf etwas, das Sanji aber nicht sehen konnte. Der Koch ging schnell auf seinen Freund zu, wollte diesen an der Schulter nehmen, doch seine Hand glitt einfach durch Zorros Körper hindurch. Er griff wahrhaftig ins Nichts, denn er konnte Zorros Körper nicht spüren. Erschrocken wich er zurück und schaute verwirrt auf seine Hand. Sofort richtete er den Blick wieder auf Zorro und konnte erkennen, dass sich dieser mehr und mehr in Luft auflöste.
„Zorro!!“, schrie Sanji und rannte auf ihn zu. Bei dem Versuch ihn erneut zu packen, rannte er einfach durch ihn hindurch. Fassungslos starrte er zu Boden. Zorro hingegen bewegte sich nun langsam vorwärt, an Sanji vorbei, wie ein Geist der umher irrte, und ging wieder in Richtung Dorf. Sanji konnte nichts weiter tun als Zorro nachzuschauen. Schnell machte er mit beiden Händen eine Faust. Was auch immer mit Zorro da gerade geschah, er konnte doch nicht einfach nur zusehen und abwarten, was weiter passieren würde. Also rannte er ihm nach und schrie so oft er konnte seinen Namen, versuchte sich vor ihm zu Stellen um ihm den Weg zu versperren, doch Zorro ging nun einfach durch ihn durch.
„Wieso hörst du mich nicht?! Zorro, was passiert mit dir?!! Sieh mich doch an!!“
Doch er konnte Sanji nicht hören. Als er nun wieder beim Dorf angelangt war, wurde es von einem eigenartigem, hellen Licht erfasst, dass unglaublich blendete. Sanji hielt sich die Hände vor seine Augen und als er sie wegnahm, war Zorro verschwunden. Sofort schaute Sanji in alle Richtungen, rannte wie verrückt im Dorf umher, rief Zorros Namen, doch von ihm fehlte jegliche Spur. Was sollte er jetzt nur tun? Wohin war Zorro verschwunden? War.... sie es etwa? Das war der letzte Gedanke, der Sanji noch in den Sinn kam, der das erklären konnte.


Eine sanfte, kühle Briese,.. leuchtend, helle Sterne bedecken den Abendhimmel, ....der Mond, wie eine große runde Scheibe oben am Firmament,..... der Geruch des frischen, nassen Grases nach dem Regen....es war der Ort. Hier hatten sie sich ihr Versprechen gegeben, und diesmal war es die Realität. Der Schwertkämpfer stand dort auf der Ebene und einige Meter vor ihm, das Mädchen, dass ihn so oft in seinen Träumen besucht hatte. Alles war genauso, wie an diesem einen Tag, nur eines war anders. Sie waren beide erwachsen. Obwohl sie längst nicht mehr unter den Lebenden weilte, war ihr Körper der, einer erwachsenen, reifen Frau. Das kleine, süße Mädchen war ihr nur mehr noch von den Gesichtszügen abzulesen. Beide standen einander gegenüber und taten nichts anders, als sich anzusehen. In Zorros Augen war derselbe Glanz wie damals, als sie von ihm gegangen war. Er war nicht glücklich darüber sie zu sehen, denn sie war längst tot. Das wusste beide. Doch Kuina lächelte und schaute in seine tiefen, unergründlichen Augen, als wären sie für sie ein offenes Buch. Vorsichtig strich sie eine vom Wind gestreichelte Haarsträhne, fast schon etwas verlegen zurück. So als wäre es ihr unangenehm, dass sie Zorro in so eine Situation brachte. Sie schmunzelte.
„Warum siehst du mich so an?“
„Du bist tot.....“
« Ja, ich weiß… doch ich bin hier. »
„Warum?...“
Sie schloss danach ihre Augen und lächelte nun sanft. Der Schwertkämpfer jedoch wurde durch ihr Lächeln nur noch verunsicherter. Sein Blick war wie der, eines gequälten Mannes, der endlich aufhören wollte zu leiden.
„Sag es mir. Wo sind wir hier? Ist das noch immer... mein Traum?“
Sie schüttelte daraufhin ihren Kopf und öffnete ihre Augen wieder.
„Nein, Zorro. Es ist die Wirklichkeit. Aber gleichzeitig auch wieder nicht.“, sie schmunzelte wieder. „Es ist nicht so einfach...“
Zorro kniff seine Augen zu und spannte seinen Körper so sehr an, machte so fest Fäuste, dass man seine Adern richtig sehen konnte. Er wollte endlich eine Erklärung haben. Endlich wissen, was passiert. Warum gerade er, das durchmachen muss. Doch plötzlich spürte er eine sanfte Berührung an seiner Wange. Als er seine Augen öffnete, war Kuina direkt vor ihm, hatte zwei Finger ihrer Hand an seiner Wange und strich behutsam darüber. Unter ihren Berührungen erzitterte Zorro sogar.
„Aber das könnte ich nicht, wenn es ein Traum wäre...“, flüsterte sie.
Langsam schaute sie zu ihm hoch, direkt in seine Augen. Zorro konnte nicht anders, als ihren Blick zu erwidern. Er konnte es sich einfach nicht erklären, aber unter ihren Blicken, wurde sogar er schwach. Auch wenn er sie Jahre nicht gesehen hatte, und auch jetzt eine völlig neue Kuina vor ihm stand, änderte das alles nichts, an den Gefühlen die jetzt wieder in ihm erwachten. Seine Augen zitterten, als er die ihren sah. So wunderschön... blau, wie die stets so ruhige See, schimmernd wie die Sterne es niemals könnten. Keine Frau der Welt könnte das mit ihm machen, was sie mit ihm tat. Ihn vollkommen aus seinen Bahnen werfen und vergessen lassen, wer er eigentlich ist. Auch ihre Augen fingen leicht zu zittern an.
„Ich habe dich so vermisst, Zorro....“
Er schloss schnell seine Augen.
„Kuina....“, flüsterte er ganz leise.
Sie lächelte und legte dann ihre Arme um seinen Nacken, drückte ihn an sich und ließ ihren Kopf auf seiner starken Schulter ruhen. Der kühle und immerzu abweisende Kämpfer, erzittert stark, hielt seine Arme in der Luft, nicht wissend wohin er sie geben sollte, und schaute mit weit geöffneten Augen zu ihr runter. Nur ganz langsam und mehr als zögernd, ließ er seine Arme absinken, bis seine Hände dann doch vorsichtig ihren Körper umschlangen und er sie halten konnte. Er spürte ihren Körper, die Wärme die von ihm ausging, ihren Atem, nahe bei seinem Hals, ihr Haar, das sanft seine Wange strich.... er fühlte einfach SIE selbst. Sie war keine Illusion die er sich vorgaukelte, sie war real. In diesem Moment, war ihm alles egal geworden. Er dachte nicht mehr daran, wo er eigentlich war, oder warum er hier war.... er war glücklich, dass er hier war. Bei all diesen Gedanken voller Glückseeligkeit, verzog er sein Gesicht allmählich und kniff dabei die Augen zu. Er wusste nicht, ob er lächeln oder weinen sollte. So viel Gefühl in sich spürte er schon seit Jahren nicht mehr. Da war nichts gewesen, außer eine leere Hülle auf der Suche nach Vollkommenheit. Dieser Moment... war vollkommen. Als Kuina ihn langsam wieder ansah, wurde ihr Blick besorgt und auch traurig. Sie legte sanft ihre Hand an Zorros Wange. Hauchzart.
„Zorro?.....“
Doch der schweigsame Schwertmeister antwortete nicht. Sein Gesicht zeigte Schmerz und Freude zugleich. Eine süßer Schmerz, den er nun kosten durfte. Jahre lange Zurückhaltung seiner Emotionen, eisernes Training, Disziplin und Selbstbestrafung.... All das, um ihrem Traum gerecht zu werden. Er versuchte zu lächeln, trotz geschlossener Augen, doch alles was dabei rauskam, war ein Versuch, seinen gleichzeitigen Schmerz zu verbergen. Denn noch niemals in seinem Leben hatte er geweint. Nicht mal als sie starb. Doch jetzt.... zum aller ersten Mal suchte sich eine winzige, salzig schmeckende Perle ihren Weg an seiner Wange entlang. Gefolgt von der nächsten und der nächsten und der nächsten. Bis beide Wangen davon übersäht waren. Doch dabei gab er keinen Ton von sich. Kuina schaute ihn erschrocken an, wollte ihn loslassen um ihn in den Arm zu nehmen, doch Zorro ließ das nicht zu, sondern legte schnell eine Hand auf ihren Hinterkopf und platzierte ihren Kopf wieder an seiner Schulter. Er hielt sie noch näher an sich gedrückt und seine Hand streichelte mit Fingerspitzengefühl ihren Hinterkopf. Dabei öffnete er nur ganz leicht die Augen, bis sie einen Spalt offen waren und schaute nur gerade aus.
„Ist... schon gut. Ganz gleich wo ich nun bin.... was auch immer hier geschieht.... ich würde mir in diesem Moment nichts anderes wünschen.... gar nichts...“, flüsterte er mit heiserer Stimme. Kuina lächelte nur leicht, hob ihren Kopf dann leicht an, sodass sich beide wieder in die Augen sehen konnten. Mit ihren dünnen, aber sanften Fingern, strich sie ihm vorsichtig die Tränen aus dem Gesicht. Zorro ließ sie gewähren, schaute ihr dabei aber weiter in die Augen.
„Es gibt nur eines, was ich mir jetzt am sehnlichsten wünschen würde, Zorro...“
Doch Kuina musste nicht weiter reden. Zorro wusste es bereits. Sanft nahm er ihre Hand von seinem Gesicht weg und legte sie wieder um seinen Nacken. Seine Hand ergriff wieder sanft Kuinas Hinterkopf. Dabei kam er mit seinem Gesicht nun langsam näher. Kuinas Augen leuchteten nun richtig, so als wollten sie Zorro nur noch mehr zu ihr locken. Kurz davor, stoppte Zorro noch mal kurz.
„Du musst nichts sagen. Ich weiß es...“
Nach diesem Worten legte er sanft seine Lippen an die von Kuina und beide schlossen dabei langsam ihre Augen. Kuina legte ihre Arme noch fester um Zorro, während er sie noch dichter an seinen Körper drückte. Sie versunken in einen zärtlichen, unendlich anzudauernden Kuss, der an Zuneigung und Leidenschaft nicht zu überbieten war. Die Sterne am Nachthimmel schienen nun noch heller zu strahlen als vorher. Sie leuchteten nur für die beiden, während diese eng umschlungen unter dem wunderschönen Vollmond sich ihren Gefühlen hingaben.
Irgendwo ganz weit in der Ferne versuchte eine Stimme zu Zorro durchzudringen. Doch die Welt, in der Zorro war, war wie eine Barriere für alles was außerhalb davon war. Er hörte nichts, sah nichts, spürte nichts,.. außer die Frau, für die er seit Jahren sein Leben weiterführte. Sein bester Freund hingegen suchte das ganze Dorf nach ihm ab, schrie unaufhaltsam seinen Namen, bis er zu Boden stürzte, die Händen gegen ihn stemmte und wie verrückt dagegen zu schlagen begann. Wo auch immer Zorro jetzt war, nun konnte er ihm wirklich nicht mehr helfen. Doch er konnte sich mit dem Gedanken nicht abfinden! Und wenn es ihn umbringen würde.....
„.....Zorro, ich finde dich!!!!“

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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Sa 1 Sep - 23:48

   
Kapitel 7 - Your hidden truth

So schnell, wie ihn seine Beine nur tragen konnte, rannte Sanji durch den Wald, den er vorher noch zusammen mit Zorro durchquert hatte. Er schlug die Äste, Sträucher und Lianen, die ihm im Weg waren, einfach zur Seite. Nichts, dass ihm in den Weg kam, stand danach noch aufrecht. Er hatte nur einen Gedanken: < Schnell zu den anderen!!>. Als er den Wald nun endlich verlassen hatte, und die Küste langsam in Sichtweite war, setzte er noch an Geschwindigkeit zu, da jede Minute zählen könnte. Die anderen waren mehr als nur überrascht, als sie Sanji so schnell auf sich zukommen sahen. Nami und Lysop waren gerade damit beschäftigt, am Buck des Schiffes zu arbeiten, während Ruffy nur faul in der Sonne herumlag und seinen Strohhut über das Gesicht gelegt hatte. Sanji stoppte, sein ganzer Körper beugte sich etwas mehr nach unten und seine Hände stützte er schnell auf seine Knie. Total außer Atem, keuchte er erst mal nur schnell, versuchte aber dabei immer wieder etwas zu sagen, doch er konnte nicht mal ein vernünftiges Wort rausbringen. Nami legte ihr Hand vorsichtig auf Sanjis Schulter und forderte ihn auf, zuerst mal wieder zu Atem zu kommen. Der Blondhaarige sah Nami kurz an, nickte und nach ein paar Sekunden des Ausschnaufens, konnte er sich wieder fassen. Nun wollten aber alle endlich wissen, was Sanji ihnen zu sagen hatte. Vor allem Lysop war sehr aufgebracht, da er schon wieder mit dem Schlimmsten rechnete. Außerdem war von Zorro weit und breit keine Spur. Das beunruhigte ihn nur noch mehr. Doch der Kapitän der Crew verweilte einfach weiter an Ort und Stelle, ohne auch nur irgendwie auf die anderen zu reagieren.
„Was ist passiert, Sanji?! Wieso düst du hier so mit nem Affenzahn an?? Und wo, zum Donnerwetter, ist Zorro?!“, Lysops Frage schien mehr ein Ausruf zu sein, denn sein Tonfall war extrem laut. Er befürchtete etwas schlimmes, das sagte ihm auf jeden sein Gefühl. Und das irrte sich so gut wie nie. Sanjis Verhalten machte auch Nami sogar etwas nervös, denn sein Gesicht war kreidebleich. Außerdem würde er Zorro niemals zurücklassen. Es musste etwas mit ihm passiert sein. Da Sanji auf Lysop gar nicht reagierte, versuchte es nun Nami.
„Erzähl uns was passiert ist, Sanji....“, auch wenn es wie eine Aufforderung klang, Nami schien so besorgt, dass Sanji nun sofort mit der Sprache rausrückte. In kurzen und prägnanten Details, schilderte er ihnen alles was in der Zeit ihrer Abwesenheit geschehen war. Auch die Sache mit Zorros Jugendfreundin verschwieg er ihnen nicht. Nami und Lysop lauschten aufmerksam, während ihre Gesichter mit jedem weiteren Satz, den Sanji sagte, bedrückter und ängstlicher wurden. Es wurde ihnen richtig unwohl bei dem Gedanken, dass Zorro einfach verschwunden war. Beide schauten einander immer wieder an, um sich ihre Lage gegenseitig begreifbarer zu machen, während Ruffy weiterhin ganz entspannt am Boden rumlag.
„Und als Zorro dann verschwand, wusste ich nur noch, dass ich so schnell wie möglich zu euch zurück musste. Ich kann es mir selber nicht erklären und weiß auch, dass es mehr als nur absurd klingt, aber so war es....ich glaube, Zorro steckt in großen Schwierigkeiten....“, dabei senkte Sanji seinen Blick und schloss die Augen. Aus Wut über seine Machtlosigkeit, drückte er seine Finger zu Fäusten zusammen und wollte am liebsten ausrasten, doch das wäre gegenüber ihrer jetzigen Situation nicht klug gewesen. Immerhin war die Lage schon kompliziert genug. Sogar Lysop unterdrückte jetzt seine Gefühle, obwohl er jetzt gerne losgebrüllte und verzweifelt zusammen gebrochen wäre, aber er wusste, dass das absolut nichts besser machen würde. Viel mehr alles nur noch schlimmer. Nami schaute Sanji die ganze Zeit weiter an, spürte seine innere Wut, da sie seine Fäuste sah, nahm diese mit ihren beiden Händen ganz vorsichtig, wobei Sanji gleich wieder seine Augen aufmachte und auf ihre Hände schaute. Sie dreht ihren Kopf so, dass sie Sanji direkt ins Gesicht sehen konnte und versuchte mit ihren Lippen ein Lächeln zu formen, wie gut es ihr eben möglich war. Sanji wusste zwar, dass Nami nicht wirklich lächeln wollte, doch er war ihr dankbar, dass sie es wenigstens versuchte. Sie brauchte im Grunde gar nichts mehr zu sagen, denn sofort wurde ihm klar, dass Nami beschlossen hatte, nicht länger untätig rumzustehen, sondern einen Weg zu finden, um ihrem Freund helfen zu können.
„Beruhig dich erst mal, Sanji. Wenn wir uns jetzt verrückt machen, kommen wir hier nicht weiter. Es klingt zwar alles so unglaubwürdig und seltsam... aber uns war allen von Anfang an klar, dass hier was nicht stimmt. Keine Sorge. Wir finden ihn schon.“, sagte die Rothaarige mit beruhigender Stimme. Von Sanji hörte man ein ganz leises schmunzeln, worauf er dann auch gleich ein wenig nickte. Dabei setzte Lysop einen sehr nachdenklichen Blick auf. Er überlegte und schaute sich dabei die ganze Zeit ein wenig um. Er versuchte vielleicht sogar schon, für die anderen vorauszudenken, um ihnen kein Klotz am Bein zu sein, sondern viel mehr eine Unterstützung. Doch er musste sich eingestehen, dass er im Moment, mehr als nur ratlos war. Nami ließ allmählich Sanjis Hände wieder los, da er sich endlich beruhigt hatte und wandte den Blick dann zum Kapitän. Ihre Augen brannten gleich lichterloh, als sie Ruffy einfach nur unbekümmert im Sand liegen sah, so als würde ihn das alles gar nicht interessieren. Sie stampfte auf ihn zu, blieb direkt vor ihm stehen und stemmte gereizt und wütend die Hände an ihre Hüften.
„Du hast wohl die Ruhe weg, Ruffy!! Zorro schwebt in Gefahr und du hast nichts besseres zu tun, als hier ein Nickerchen zu halten!! Sag mal, geht’s dir noch ganz gut?!“, brüllte die Navigatorin, während ihre Hände richtig zum zucken anfingen, wegen Ruffys Desinteresse. Doch der Anführer der Strohhut- Bande rührte noch immer nicht mal einen Muskel. Namis Miene verzog sich immer mehr zu einem Gesichtsausdruck, der nicht nur absolut genervt, sondern der schon so wütend war, als würde sie ihm jetzt am liebsten den Kopf abreißen wollen. Sie konnte es einfach nicht verstehen. Auch Lysop schaute zu den beiden, hielt sich da aber lieber wie immer raus. Sanjis ernster Blick hingegen, war auch nur mehr auf Ruffy gerichtet. Was sollte das jetzt? Nami reichte es allmählich.
„Verdammt Ruffy!! Willst du hier weiter rumliegen und nichts tun?! Wir müssen Zorro helfen, hast du gehört!? Willst du ihn etwa im Stich lassen?! Ein schöner Anführer bist du!! Ich hätte nie gedacht, dass dir das so egal sein kann!! Steh endlich auf und.....“
Noch bevor Nami den Satz zu einem Ende bringen konnte, nahm Ruffy seinen Strohhut, hob ihn nach oben, sodass sein Gesicht zum Vorschein kam und schaute direkt in das wütende Gesicht von Nami. Diese hörte sofort auf zu reden, als sie Ruffys Ausdruck in seinem Gesicht nun sah. Er schaute ihr mit einem direkten und scharfen Blick in ihre Augen, der gefestigt und hart war. Eine Miene, die er auch dann immer zeigte, wenn ihm eine Sache mehr als ernst und bewusst war. Seine drei Freunde schwiegen, als ihr Kapitän sich nun langsam erhob und sich seinen Hut wieder auf den Kopf setzte. Dabei war sein Blick die ganze Zeit auf Nami gerichtet. Sie fühlte sich fast schon ein wenig von Ruffy eingeschüchtert, so als hätte sie etwas falsches gesagt, dass ihn zutiefst verletzt hatte. Nachdem ihr Blickkontakt für eine Weile aufrecht erhalten blieb, ergriff nun Ruffy das Wort und klärte die anderen über seine Ansicht der Dinge auf.
„Zorro ist mir nicht egal, das müsstest du wissen Nami. Ich würde nichts lieber tun, als ihm zu helfen, wenn ich die Möglichkeit dazu hätte. Aber jetzt hört mir erst mal alle genau zu. Wir wissen so gut wie gar nichts über diesen Ort hier, haben keine Ahnung wohin Zorro verschwunden ist, und auch keinen Plan darüber, wie wir ihm helfen können. Wir könnten uns unzählige Möglichkeiten überleben, wie wir ihm zur Hilfe eilen könnten, aber wenn ihr mal für eine Sekunde nachdenken würdet, würde euch klar werden, dass wir im Moment nichts anderes tun können, als ihm seinen Schicksal zu überlassen und abzuwarten.“
„Aber Ruffy.....“
„Du kannst meinetwegen die ganze Insel von oben bis unten absuchen, Nami, aber du weißt, genauso gut wie ich, dass uns das nicht weiterbringen wird. Wo auch immer Zorro jetzt ist, wir können dort unmöglich hingelangen. Irgendjemand auf dieser Insel, will nicht das wir uns einmischen und genau das, ist dieser Person auch gelungen. Finden wir uns damit ab. Zorro ist nun auf sich alleine gestellt.“
Nami wollte schon wieder ein neues Argument gegen Ruffys Aussage tätigen, doch gleichzeitig begriff sie, dass Ruffy leider irgendwo komplett recht hatte. Sie konnte nichts tun. Alles was sie damit bezwecken würden wäre, dass sie nur noch mehr verzweifeln. Sie wollte es nicht zugeben, aber in dem Punkt hatte Ruffy einfach nur recht. Lysop jedoch, gab sich damit nicht so schnell zufrieden, denn auch wenn er ein Feigling war, er würde dennoch alles versuchen, was in seiner Macht stand.
„Aber wir könnten es doch wenigstens versuchen, Ruffy!! Wir sind doch ein Team! Niemand macht hier etwas mehr im Alleingang, auch Zorro nicht! Wenn einem von uns etwas ähnliches zustoßen würde, würde er auch versuchen eine Lösung zu finden! Das weiß ich!“, meinte Lysop überzeugt. Ruffy konnte darauf nur schmunzeln und grinste Lysop dann einfach ins Gesicht. Wie löblich er es auch von Lysop fand, sich so für Zorro einzusetzen, er wollte ihm klar machen, dass er endlich realistisch denken sollte.
„Lysop glaub mir. Zorro ist ein guter Kerl, aber auch er hat seine Grenzen, was die Hilfe seiner Freunde angelangt!“, sagte Ruffy nur kühn und mit einer etwas herablassenden Stimme. Nami schaute Ruffy sofort mit einem entsetzten Blick an, da sie so etwas noch nie von ihm gehört hatte. Lysops Blick war mindestens genauso verblüfft, wegen dieser Kühnheit. Für beide war es nur unfassbar, wie Ruffy so etwas sagen konnte. Sanji platzt in dem Moment der Kragen. Ohne lange darüber nachzudenken, handelte er richtig aus einem Affekt heraus, und schlug Ruffy mit einem kräftigen und gezielten Schlag direkt in sein Gesicht. Mit einer so gewaltigen Wucht, dass dieser in den Sand stürzte und erst mal nur liegen blieb. Sanjis Hand zitterte nach diesem Schlag immer noch, weil die Wut in ihm so hochgeschossen war, dass er sich beinahe auf Ruffy gestürzt und ihn so verprügelt hätte, bis er nicht mehr im Stande gewesen wäre, sich zu bewegen. Doch er zügelte sich und beließ es bei diesem einen Schlag, der dennoch mehr als gesessen hatte. Nami packte Sanji sofort am Arm und hielt ihn so davon ab, Ruffy vielleicht noch übler zuzurichten. Lysop ging sofort ein paar Schritte zurück, um Distanz zu wahren und zu verhindern, selber in den Streit verwickelt zu werden. Für einige Moment herrschte einfach nur Stille, bis Ruffy langsam den Mundwinkel wieder zu einem Grinsen raufzog und etwas zu lachen begann. Sanji knurrte daraufhin und Nami hielt seinen Arm lieber gleich noch fester, bevor er noch etwas Unüberlegtes tun würde.
„Was lachst du?! Lass mich doch auch wissen, was daran jetzt so komisch sein soll, du Armleuchter!! Los komm, steh auf und stell dich wie ein Mann!!“, drohte Sanji dem Strohhutbengel mit erhobener Stimme. Ruffy ließ das unbeeindruckt. Er stand einfach wieder auf und wischte sich mit einem Unterarm über den Mundwinkel, da an der Außenseite etwas Blut zu sehen war. Sanjis Schlag hatte seine Wirkung wirklich erzielt. Doch das störte Ruffy nicht wirklich. Er wusste immer genau was er sagte und würde seine Meinung auch heute nicht ändern.
„Was ist, Sanji? Kannst du die Wahrheit nicht verkraften?“
„Die einzige Wahrheit ist, dass unser Kapitän einen Freund im Stich lassen will!!“
„Findest du nicht auch, dass du dich lächerlich aufführst, Sanji?“
„Lächerlich!?? Wenn es lächerlich ist, einem Freund helfen zu wollen, dann JA!!“
Danach schloss Ruffy seine Augen und schmunzelte wieder. Nami griff nun auch ins Geschehen ein. Sie wollte nicht, dass die Situation noch mehr eskalierte.
„Hört jetzt auf ihr beiden!! Das führt doch zu nichts!!“
„Und ob das zu was führt! Wenn das Ruffys Meinung ist, dann suchen wir Zorro eben ohne ihn!!“, meinte Sanji und wollte sich schon abwenden, als Ruffy ihn letztendlich davon abhielt. Das was er nun zu ihm sagte, blieb ihm noch sehr lange im Gedächtnis und ließ ihn erkennen, dass Ruffy wohl der Einzige von ihnen war, der Zorro wirklich kannte. Er erkannte, dass er sich in Ruffy geirrt hatte, denn ihr Anführer hatte seine eigenen Methoden um seinen Freunden beizustehen.
„Hast du vielleicht schon mal daran gedacht, dass Zorro unsere Hilfe gar nicht will? Wir alle halten zusammen, das gilt für ihn genauso wie für mich, dich, Nami und Lysop. Aber irgendwann kommt man an einen Punkt in seinem Leben, wo man Dinge alleine lösen muss. Freunde sind nicht dazu da, um sich Hals über Kopf ins Ungewisse zu stürzen, und dabei vielleicht sogar ihr Leben zu verlieren. Denkst du, Zorro würde das wollen? Könnte ich wirklich etwas tun um ihm zu helfen, würde ich nicht mal eine Sekunde zögern. Aber ich weiß, dass das Zorros Angelegenheit ist um die er sich selber zu kümmern hat. Würde er unsere Hilfe benötigen, hätte er es uns wissen lassen. Doch nach deiner Erzählung, war er es, der einfach gegangen ist, ohne auf uns zu warten, oder uns zu bitten, ihm beizustehen. Mehr Grund brauche ich nicht, um zu wissen, dass alles was ich nun kann ist, ihm zu vertrauen und hoffen, dass er die richtige Entscheidung trifft. Ich würde niemals einen Freund im Stich lassen, dafür sind mir alle viel zu wichtig. Aber Zorro hat nicht um Hilfe gebeten. Er tut es zwar nicht oft, aber wenn er Hilfe gebraucht hat, hat er es uns immer wissen lassen. Ich bewundere deine Loyalität ihm als Freund gegeben über, Sanji aber...“, nun schaute der Kapitän seinen Schiffskoch endlich an. „... gerade darum solltest du verstehen, dass wir in seiner Vergangenheit nichts verloren haben. Wir sind die Gegenwart und vielleicht die Zukunft. Aber die Vergangenheit geht nur ihn etwas an, und das müssen wir respektieren!“
Nach diesen Worten schauten Nami und Lysop ganz überrascht und fast schon gerührt zu Ruffy. Es war doch immer wieder erstaunlich, wie viel ihr Kapitän doch über seine Freunde wusste und wie gut er sie verstand. Auch Sanji schaute Ruffy nun wieder an und begann zu verstehen. Dennoch senkte er ein wenig seinen Blick, schloss die Augen und war gekränkt, weil er Ruffy so falsch eingeschätzt hatte.
„Es tut mir leid, Ruffy..... Ich wollte nicht....“
Doch Ruffy wollte im Grunde keine Entschuldigung hören. Für ihn war Sanjis Reaktion mehr als verständlich und schließlich wollte er ihn mit seiner Aussage auch nicht kränken. Er schlug ihm nur noch sanft auf die Schulter und grinste sofort wieder auf seine liebenswerte und freche Art.
„Ist schon gut, Sanji. Du brauchst dich nicht zu entschuldigen. Immerhin hätte ich es auch nicht so hart sagen müssen. Mir tut’s auch leid!“, sagte er nur fröhlich und schaute ihn gleich mit einem fast schon schuldigen Blick an, so als hätte er eigentlich etwas falsch gemacht. Sanji schmunzelte daraufhin nur und haute ihm ganz leicht auf den Kopf.
„Entschuldig du dich doch nicht, Hornochse!“, meinte der Koch. Ruffy griff sich gleich auf den Kopf und verzog das Gesicht.
„ >_< Pass doch auf! Das tut weh!!“, jammerte der Gummijunge mit maulender Stimme. Sofort konnte alle auch schon wieder ein wenig lachen und die vorige Auseinandersetzung vergessen. Natürlich stellte sich jetzt die Frage, was sie tun konnten, um die Lage wenigstens etwas zu verbessern. Ruffy beschloss, dass sie sich weiter mit der Reparatur des Schiffes beschäftigen sollten um alles für Zorros Rückkehr bereit zu machen. Alle stimmten sofort zu und machten sich gleich an die Arbeit. Während die anderen schon zum werken anfingen, schaute der Strohhutjunge zum Himmel empor und beobachtete die vorbeiziehenden Wolken.
„Ich wünsche dir alles Glück der Welt, mein Freund. Komm heil wieder zu uns zurück... wir werden auf dich warten...“



„Was ist dein größter Wunsch, Zorro?“
„Ich wusste es einmal. Doch das ist schon lange her..“
„Wofür lebst du?“
„Um die Erinnerungen an dich nicht zu verlieren.“
Kuina musste etwas schmunzeln und lächelte gleich bei dieser Antwort.
„Unser Versprechen?“
„Das, was zu meinem Lebensinhalt wurde...“
„Und dein Leben? Was ist damit?“
Zorro schaute in ihre Augen, sie erwiderte seinen Blick sofort. Beide standen immer noch auf dieser Ebene, der Nachthimmel über ihnen, so als ob Zeit in dieser Welt keine Bedeutung mehr hatte. Der Schwertkämpfer hatte auch schon längst vergessen, was Realität und Wirklichkeit war. Es kümmerte ihn auch nicht, solange er sie nur ansehen und spüren konnte. Ihre Präsenz war so allgegenwärtig, wie der toxische Zustand eines Giftes, der sich durch seinen Körper zog. Nichts hatte mehr eine Bedeutung für ihn, wenn er in ihre Augen sah. Wenn sie ihn anlächelte, war es für ihn so, als spüre er die Strahlen der Sonne auf seiner Haut. Wenn ihre Augen die seinen trafen, wurde sein Körper von einem Gefühl heimgesucht, dass mehr in ihm kribbelte, als all die Schlachten, die er mit eiserner Verbissenheit geschlagen hatte. Je länger er hier verweilte, umso mehr, schien er von seinem bisherigen Leben zu vergessen. Er dachte gar nicht mehr daran, dass es da draußen noch irgendetwas anderes geben könnte. Oder das dieser Ort hier, weit von allem entfernt war, was der Realität entsprach. Er wollte auch gar nicht daran denken. Die Realität kann oft grausam und unbarmherzig sein. Sie ist geprägt, von einem ständigen Kampf um die eigene Existenz, die doch wieder nur vom Schicksal gelenkt wird. Freundschaften, Erfahrungen, Wünsche, Kämpfe... wozu das alles, wenn uns doch allen schon ein Weg vorherbestimmt ist? Genauso wie der Tod eine Laune der Natur ist, so ist er doch immer unumgänglich. Doch was bleibt dann noch von einem Menschen, wenn er gegangen ist? Erinnerungen..... und der Schmerz derer, die er zurückgelassen hat. Zorro schloss langsam seine Augen. Wenn die Realität doch so bitter schmeckt, warum noch weiter daran festhalten? Seine Arme waren immer noch fest um Kuinas zierlichen Körper gelegt und hielten sie fest, während sie ihn weiter ansah, und auf seine Antwort wartete.
„Zorro?....“
„Ein Leben ist dazu da, damit es gelebt wird.“, meinte er. Danach schaute er sie doch wieder an und versankt aufs Neue in ihren Augen. Sie schaute nun tief in seine Seele und er ließ sie gewähren, denn nur sie konnte und durfte sehen, was für andere ein ewiges Geheimnis bleiben würde. Langsam legte sie ihren Kopf an seine Brust und streichelte mit ihren zarten Fingern ganz sanft seinen muskulösen Oberarm.
„Du siehst keinen Sinn mehr in deinem Leben. Alles was dich daran hält, ist unser Versprechen. Ist es nicht so?“, fragte sie leise. Zorro antwortete nicht, sondern schaute langsam einfach nur zur Seite. Sie bemerkte es und hob ihren Blick gleich wieder, nahm ihn vorsichtig am Kinn und drehte seinen Kopf wieder zu sich, sodass er sie wieder ansah.
„Wende nicht deinen Blick ab. Es gibt keinen Grund mehr für dich, es zu leugnen. Komm her...“
Danach nahm sie ihn sanft an den Händen und führten ihn zu einem kleinen See, der ganz in der Nähe war. Dort setzen sie sich hin, wobei Kuina Zorro sanft zu sich zog, ihn behutsam etwas runterdrückte, und seinen Kopf auf ihren Schoß legte. Zuerst fühlte sich Zorro etwas unwohl, da er das Gefühl von Geborgenheit nicht allzu oft verspürt hatte und ihm das doch etwas Angst machte. Doch ihre sanften Hände, die langsam durch sein Haar glitten, beruhigend ihn und langsam konnte er ganz entspannt seine Augen schließen. Sie betrachtete ihn dabei, während sie spürte wie er immer ruhiger zu atmen begann und schlussendlich langsam einschlief. In ihren Augen kam ein schöner, und doch gleichzeitig düsterer Glanz zum Vorschein. Als sie ihren Blick hob und ihr Gesicht über die Wasseroberfläche hielt, war nichts weiter zu sehen, als die Spiegelung des Nachthimmels mitsamt all seiner Sterne. Auch der Mond spiegelte sich darin, doch von Kuinas Gesicht war keiner Spur, so als wäre sie gar nicht präsent. Selbst in dieser Welt schien sie zu schwinden und nichts mehr, als ein Geist zu sein, der nur für Zorro sichtbar war. Als sie so ins Wasser schaute, und kein Spiegelbild von sich entdeckte, wurde ihr Gesichtsausdruck immer schärfer und kälter, sodass sich im Wasser nun richtige Wellen bildeten, die nur durch ihre Gedanken erzeugt wurden. Das Bild des Himmels verschwand und an dessen Stelle erschien im Wasser nun das Bild von der Küste, an der zu sehen war, wie Ruffy und die anderen die Flying Lamb zu reparieren versuchten. In Kuinas Augen spiegelte sich ein Ausdruck der bitteren Kälte, der fast schon an Grausamkeit grenzte. Ein Gefühl des unbeschreiblichen Hasses kam in ihr hoch, als sie dieses Bild betrachtete. Doch sie streichelte Zorros Kopf weiterhin zärtlich und wachte behutsam über seinen Schlaf. Sie wusste nun, was der Grund war, warum er noch an seinem Leben hing.
„Du kannst mich nicht belügen, denn ich sehe deine Seele, Zorro. Eine Zeit lang, hast du gelebt um unser Versprechen einlösen zu können. Doch das ist lange her. Du siehst es nicht, aber SIE sind es, die dich am Leben erhalten. Du wendest dich ab und findest einen neuen Grund um das Leben zu lieben....“
Danach schaute sie zu ihm runter und ihre Finger berührten behutsam seine Wange.
„Ich verschwinde, Zorro. Langsam, aber mit jeder Sekunde geht ein Teil von mir wieder an den Ort, wo sich alle unsere Seelen einmal treffen werden. Du hast so sehr an unseren Erinnerungen angehalten, dass nur dieser eine Wunsch, mich wiederzusehen, mir die Chance gegeben hat, dir noch einmal begegnen zu können. Aber dieser Wunsch schwindet, so wie meine Seele... Wenn du aufhörst zu wünschen, werde ich nicht mehr hier sein. Und diese Menschen....“, sie richtete ihren Blick wieder auf das Spiegelbild im Wasser. „... sind der Grund dafür. Sie geben dich nicht auf.... lassen dich nicht gehen.... nicht bei mir bleiben. Sie wollen, dass du zurückkommst und werden auf dich warten.... diese starke Band der Freundschaft, was du aufgebaut hast, zerstört alles, was so viel besser für dich wäre.... sie sollen deine Zukunft sein?“, sie begann leise zu schmunzeln. Doch die Sanftmütigkeit in ihrer Stimme war verschwunden. Es klang boshaft und spöttisch. Niemals würde sie ihn diesen Menschen überlassen.
„Verzeih mir, aber das kann ich nicht zulassen. Wir gehören zusammen.... wir können die Vergangenheit wieder aufleben lassen....“
Allmählich schlugen die Wellen in dem See immer heftiger an das Ufer und ein starker Wind kam auf. Begleitet von einem lauten und unruhigen Heulen, trieb er den Wellen in dem kleinen Gewässer hin und her. Dabei nahm Kuina ihren Schwertkämpfer sanft in ihre Arme. Schützend hielt sie ihn fest und schloss dann die Augen.
„Ich lasse nicht zu, dass du gehst. Ich lass nicht zu, dass sie mich daran hindern. Es ist mehr, als unser Versprechen, dass mich zu dir hat kommen lassen..... ich bin hier, weil du es dir so sehnlichst gewünscht hast. Du darfst nicht aufhören zu wünschen..... sie werden dich nicht mehr hören, nicht mehr sehen, .... das ist unsere Welt und wenn es sein muss.....“, in dem Moment stoppte der Wellengang und der ganze See vor ihnen erstarrte augenblicklich zu Eis. Er gefror bis auf den Grund und ließ alles Leben darin vergehen. Sie öffnete ihre Augen nur für einen kleinen Spalt und dennoch konnte man die Kälte und den Hass darin aufsteigen sehen. So lange hatte sie auf diesen Moment gewartet und er würde für alle Ewigkeit andauern. So wie für das Wasser, dass nun als Eissee vor ihnen glänzte, war ihre Zeit nun gekommen. Sie sollten den Tod herbeisehnen, als die Erlösung für ihre Qualen, die sie ihnen nun bereiten würde. Sie sollten das Leben, dass sie doch so sehr liebten, verfluchen und um Gnade winseln, bevor sie es mit Freuden beenden würde. Ja, genauso wie das Wasser, der Ursprung allen Lebens, nun zu Eis erstarrt war, so sollten sie die Kälte spüren und ihre Herzen gefrieren lassen.
„...... werde ich ihnen ihr Leben entreißen!!“
Danach zogen sich Risse durch den gefrorenen See vor ihnen und eine gewaltige Kraft brach diese dicke Eisschicht, so wie eine Klinge, die sich durch den Körper schneidet, als wäre er wie Butter. Mit einem lauten Knall wurden die Bruchstücke in die Höhe geschleudert, prallten wieder auf die Erde und zerbrachen in noch kleiner Einheiten. In ihnen spiegelten sich immer noch vereinzelnd das Bild der Küste. Doch Zorros Schlaf dauerte an und Kuina schaute weiter zu ihm herab. Er schlief so fest, als würde nichts auf der Welt ihn mehr aufwecken können.....
„Schlaf beruhigt weiter. Wenn du aufwachst.... wird alles anders sein....“

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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   So 16 Sep - 23:43

   
ok dann schreib ich mal weiter ich hab das Kapitel diesmal etwas traurig und Spannend gestalltet ich hoffe es gfällt euch :3

Kapitel 8 - Brüder


„Wo bin ich? Ich kann nichts sehen..... Kuina? Bist du noch hier?“
Vor ihm war nichts außer die endlos währende Dunkelheit. Kein Weg den er gehen konnte, nichts das ihm ein Zeichen gab, kein Geräusch um ihm zu zeigen, dass er noch am Leben war. Er fühlte keinen Windstoß an sich vorbeiziehen. Das Gras unter seinen Füßen, das er vor Kurzem noch gespürt hatte, war verschwunden. Stand er eigentlich oder fiel er viel mehr immer weiter in diesen tiefen Abgrund hinab? Es war wie damals in seinem Traum. Er versuchte Kuina zu erreichen, doch anstatt zu ihr zu gelangen, fiel er immer weiter in die Dunkelheit und das Licht von ihr schwand mit jeder Sekunde mehr. Doch das hier war nicht einer dieser Träume, die sich immer wieder zu wiederholen begannen. Es wäre schön gewesen, sich einzureden, dass es so sein würde. Doch Zorro konnte sich nun nicht länger etwas vormachen. Wie lange er auch Tatsachen leugnete, und meistens tat er das bis zum letzten Moment, irgendwann musste auch er akzeptieren, dass auch wenn die Wahrheit manchmal absurd war, auch er sie glauben musste. So irrte er weiter umher in diesem leeren und dunklen Raum. Er wusste nicht wohin oder wofür er eigentlich weiterging. Seine Beine trugen ihn einfach vorwärts. Doch eigentlich wollte er nur stehen bleiben und sich hinfallen lassen. Er fühlte sich so kraftlos und trotz seines Stolzes, sogar mutlos. Alles was er wusste war, dass Kuina bei ihm war. Sie exsistierte, auch wenn sie nicht mehr in seiner Welt lebte. Doch wo waren jetzt die Sterne, der Nachthimmel und der See? Wo waren ihre Erinnerungen hinverschwunden? Wo war Kuina? Er blieb dann einfach stehen und ließ den Blick einfach zu Boden gehen. Wieso hatte sie ihn hier an diesem Ort alleine gelassen? Ganz langsam, und obwohl es für ihn schwer war überhaupt einen Gedanken zu fassen, begann der Schwertkämpfer zu überlegen. Sein Kopf fühlte sich zwar so an, als würden 1000 Nadeln auf ihn einstechen, doch er wollte endlich verstehen. Dann kam ihm plötzlich ein Gedanke. Der Traum damals kurz vor ihrer Ankunft auf der Insel kam ihm wieder in den Sinn.... Wieso sagte Kuina damals zu ihm „Vielleicht solltest du mich einfach vergessen.“. Doch als sie sich nun wiedertrafen, machte sie absolut nicht den Anschein, als würde sie wollen, dass er sie vergisst. Was hatte das zu bedeuten? Weswegen forderte sie ihm im Traum, kurz vor ihrer Ankunft auf „Faitful Island“ auf, alten Geschichten nicht nachzutrauern, obwohl sie doch jetzt gerade um der alten Zeiten willen, ihn zu sich geholt hatte. Plötzlich zuckte Zorros ganzer Körper auf und er warf seinen Kopf ruckartig nach hinten. Er hatte zwar den Mund geöffnet, doch es kam kein Laut raus. Er stürzte zu Boden, drückte die Hände an seinen Kopf und warf ihn nun richtig hastige hin und her. Irgendwas in seinem Kopf bereitete ihm gerade unsagbare Schmerzen, je mehr er über diese Sache nachdachte, so als wollte jemand nicht, dass er weitere Schlussfolgerungen zog. Der Schmerz wurde stärker und Zorro glaubte schon, sein Kopf würde explodieren. Dann riss es ihn noch mal hoch, aus seinen Augen erlosch das Bewusstsein, und sein Körper fiel nach hinten. Mit dem Rücken landete er auf dem Boden, sein Kopf fiel leicht zur Seite während sein Körper nun einfach regungslos da lag. Durch diesen dunklen Raum zog sich nun ein leises und verräterisches Schmunzeln. Kuina zog sich mit ihrem Körper in die Schattenwelt, so als wäre sie ein Geist der durch eine Tür hin durch gehen könnte. Wie ein Vogel, der sanft auf einem Ast Platz nahm, landete sie mit ihren Füßen auf dem Boden vor Zorro. Sie schaute auf ihn herab, ging langsam vor ihm in die Knie und nahm ihn vorsichtig am Kinn. Das Mädchen drehte sanft Zorros Gesicht zu ihrem eigenen und schaute in diese leeren und ausdruckslosen Augen. Sie lächelte ihn an und kam ihm nun immer näher.
„Es ist gut, Zorro. Nun kann uns nichts mehr aufhalten. Ich brauche deine Hilfe um das zu vollenden, was uns beide glücklich machen wird.“
Zorros Augen nahmen nun einen richtig dämonischen Ausdruck an. Sie wurden von einer unglaublich starken und blutrünstigen Röte überströmt.
„Lass mich dir helfen, deinen Schmerz endlich zu vergessen!“
Kuina schloss ihre Augen und in dem Moment stürzte die Dunkelheit um sie regelrecht ein. Umhüllte die beiden und vereinte sie zu einem gesamten, vollkommenen Selbst. Einem Körper mit zwei Seelen. Jedoch war Zorros Seele so gefroren, wie der See ihrer Kindheit, der jetzt in Scherben lag. Als die Vereinigung abgeschlossen war, verflüchtigten sich die Schatten, verblassten immer mehr, bis der Schwertkämpfer wieder dort stand, wo er noch vor Kurzem mit Kuina gelegen hatte. Dieser Mensch war weit davon entfernt Zorro zu sein. Es war eine leblose Hülle, programmiert darauf, einen Auftrag zu erfüllen. Kuina hielt Zorros Seele in Schach und ließ ihn bewusstlos werden für alles. Sie wollte nicht, dass er sieht, was nun geschehen würde. Denn ihr Plan war so raffiniert, wie auch teuflisch. Sie wollte seine Freunde mit einem Mittel loswerden, gegen das sie absolut machtlos waren. Denn sie würden es niemals riskieren, Zorro verletzen zu wollen. Alles was sie zu tun hatte, waren Zorros Körper wie eine Marionette zu steuern. Es war nicht ganz recht, Zorro dafür so zu benutzen, aber sie musste es tun, denn er war ihre einzige Verbindung zur Außenwelt. Langsam schaute er auf die Scherben des Sees hinab, erblickte die Flying Lamb und sofort glühten seine Augen sodass die Eisscherben dahinschmolzen. Ohne länger Zeit zu verschwenden verschwand Zorro aus der Welt seiner Erinnerungen und tauchte auf der Insel, kurz vor der Küste wieder auf. Von einer hohen Klippe aus, konnte er auf die 3 unwissenden Freunde herabsehen. Noch lachten sie und waren bei bester Laune, doch das würde sich sehr bald ändern, wenn er ihnen gegenüberstehen würde. Ihre Tage waren gezählt.



Nami vertaute gerade ein paar nützliche Gegenstände, die sie irgendwo auf der Insel ausfindig machen konnte, während Lysop noch mit den letzten Nacharbeiten am Buck der Flying Lamb beschäftig war. Sanji kümmerte sich darum, das Ruder herzurichten, und Ruffy befestigte ihr Segel, dass Nami wieder geflickt hatte. Er wunderte sich dabei irgendwie, wie sie das bewerkstelligen konnte, so ohne Nadel und Faden, aber er wollte lieber gar nicht nachfragen, sonst wäre er schneller im Wasser als die Flying Lamb gewesen. Lysop schaute dann kurz mal zu Ruffy rauf und verzog dann gleich mürrisch das Gesicht.
„Hey, du Esel!! Das Segel ist total verkehrt herum! Hast du keine Augen im Kopf!?“, schrie er zu dem Gummimännchen rauf. Ruffy schaute nur verwirrt zu Lysop, dann wieder zu dem Segel, dann wieder zu Lysop und so ging das ne ganze Weile weiter. Bis Lysop ihm seinen Hammer mit einem gezielten Wurf einfach auf den Kopf knallte, Ruffy dann sofort das Gleichgewicht verlor und auf den Boden der Flying Lamb krachte. Nami schnaubte gleich wieder wütend.
„ Was macht ihr Idioten denn jetzt schon wieder?! Könnt ihr nicht mal ein paar Sekunden Ruhe geben, ohne wieder nen Aufstand zu machen?!“, brüllte jetzt die Navigatorin. Lysop rechtfertigte sich natürlich sofort und Ruffy versuchte ebenso zu erklären, warum er daran keine Schuld hatte, aber Nami verstand sowieso nichts, weil beide einfach drauflos redeten, und sie so beiden schwer zu hören konnte. Sie beschloss den beiden dann einfach eine auf den Deckel zu geben und kurz darauf waren sie wieder ruhig und gingen ihrer Arbeit nach. Sanji kam lachend aus der Küche und ging gleich zu Nami. Dabei machte er einen leichten Zug von seiner Zigarette.
„Waren die beiden mal wieder zu laut, mein Schatz?“; fragte der Koch seine Angebetete höflich. Nami murrte noch ein wenig, dann strich sie sich mal kurz über die Stirn und schon konnte sie auch wieder lachen.
„Was denn sonst? Die kosten mir noch mal den letzten Nerv!“
Sanji lächelte sie nur an. Dann bewegten sich seine Augen weg von ihr und suchten regelrecht die ganze Küste ab. Er wollte nachsehen, ob Zorro vielleicht schon kommen würde. Doch es war nichts zu sehen. Nami bemerkte seinen Blick und schaute sich dann auch gleich etwas um.
„Er ist noch immer nicht gekommen....“, meinte sie, mit etwas besorgter Stimme. Doch Sanji schmunzelte nur und meinte:
„Ach, der kommt schon. Du wirst schon sehen ,Nami. Wenn wir fertig sind, wird auch Zorro zu uns stoßen, da bin ich mir ganz sicher.“
Nami blickte unsicher in Sanjis Gesicht, doch als sie sein Lächeln sah, schenkte sie seinen Worten Glauben und nickte.
„Ja, du hast recht!“
Währenddessen hämmerte Lysop weiter am Buck herum, und nörgelte leise irgendwelche Sachen vor sich hin, weil Nami ihm eine verpasst hatte. Doch plötzlich verging ihm das Nörgeln schlagartig. Er starrte mit großen Augen auf ein Schwert, dass sich genau noch knapp 2 cm vor seinem Gesicht in den Buck geschnitten hatte. Steif vor Schreck und mit schlotternden Knie schaute Lysop auf die scharfe Klinge und konnte nur ganz langsam und schrittweise seinen Blick nach hinten drehen, um zu sehen, wer der Besitzes dieser Waffe war. Sein geschockter Blick war nicht schwer zu verstehen, denn da stand Zorro, der ihn mit einem eiskalten und ernsten Blick entgegentrat. Lysop zitterte jetzt am ganzen Körper und konnte im ernsten Moment nicht begreifen, was hier eigentlich vor sich ging. Er glaubte zuerst gar nicht, dass Zorro derjenige war, der ihm beinahe den Kopf abgeschlagen hatte.
„Z-z-zorro?!.... Bist…. du das?!…“, stotterte der langnasige Mann leise. Doch er bekam keine Antwort. Stattdessen zog Zorro sein Schwert aus dem Buck und holte erneut kräftig aus und dieser Schlag hätte gesessen, wenn nicht Ruffy gewesen wäre, der sich vor Lysop geworfen hatte und mit der Hand das Schwert von Zorro abfing. Die Klinge drückte sich in Ruffys Handfläche hinein, doch egal wie kräftig Zorro auch versuchte Ruffys Hand entzwei zu teilen, der kleine Gummimensch ließ nicht locker, auch wenn ihm schon das Blut am ganzen Arm entlang rannte. Mit einem schnellen und gewaltigen Stoß schaffte es Ruffy, Zorro kurz wegzustoßen damit er ihm nicht doch noch seine Hand abhacken würde. Schnell fasste sich Ruffy an seine Handfläche, schaute dabei aber weiter zu dem Schwertkämpfer. Dieser nahm wortlos nun sein 2. Schwert in die Hand und stellte sich kampfbereit hin. Lysop stand immer noch wie erstarrt da und hatte nun seinen Rücken an die Flying Lamb gepresst. Nun wurden auch Nami und Sanji auf die anderen aufmerksam und schauten gleich sehr erschrocken drein, als sie Zorro und Ruffy unten stehen sahen. Beide in Kampfposition und mit eiserner Miene. Nami wollte schon runterspringen, doch Sanji bat sie, oben zu bleiben, weil es für ihre Sicherheit besser wäre. Stattdessen sprang er zu den drei hinunter und rannte sofort zu Ruffy und Zorro. Bevor Sanji den beiden zu nahe kam, streckte Ruffy die Hand in Sanjis Richtung aus und hielt ihn so ab, noch näher zu kommen.
„Bleib stehen, Sanji. Was immer du auch jetzt glaubst, aber das ist nicht Zorro! Er würde Lysop niemals grundlos angreifen!“
Sanji sah Ruffy fragend an und richtete den Blick gleich auf Zorro. Nachdem Ruffy ihm das gesagt hatte, fielen ihm sofort Zorros Augen auf. Er konnte nichts mehr von Zorro in ihnen erkennen. Sein Blick wandelte sich. Er war nicht ernst, sondern besorgt und man sah eine Befürchtung in Sanjis Augen. , dachte er bei sich. Dann schaute er kurz zu Ruffy.
„Ruffy....“
„Sanji, ich will jetzt nichts hören. Ich weiß, du willst nicht, dass jemand verletzt wird. Aber irgendetwas stimmt mit Zorro nicht. Und ich werde nicht zulassen, dass er meinen Freunden etwas antut, egal was mit ihm los ist! Das war schon immer so zwischen mir und Zorro! Das ist die Art, wie wir beide unsere Freunde beschützen. Wenn es sein muss, dann auch im Kampf gegen einen anderen Freund!“
Sanji schloss dann einfach die Augen. Plötzlich spürte Ruffy nur noch einen kurzen Schmerz in seinem Nacken, dann kippte er einfach nach vorne und war sofort ohnmächtig. Sanji hatte ihn mit einem gezielten Schlag in den Nacken außer Gefecht gesetzt. Dann schaute er noch mal zu Ruffy runter.
„Ich weiß, dass das eure Art ist die Dinge zu lösen. Aber das hier ist nicht dein Kampf, Ruffy! Zorro und ich sind mehr als einfach nur Freunde...“, dann richtete er den Blick direkt auf den Schwertkämpfer. „Wir sind wie Brüder und genau darum kann ich dich das nicht tun lassen! Es ist meine Aufgabe ihm zu helfen, auch wenn es mich das Leben kosten sollte!“, danach nahm er seine Zigarette aus dem Mund und warf sie zur Seite. Im Sand erlosch sofort ihre Glut. „Zorro..... egal was passieren sollte, ich werde dich aufwecken!!“
In dem Moment stürmte der Schwertkämpfer einfach auf Sanji zu. Dieser machte sich sofort bereit um den Angriff abzuwehren, doch diesmal griff Zorro anders an als erwartet. Als er kurz vor Sanji war, verschwand er plötzlich und tauchte direkt hinter Sanji wieder auf. Zum Glück reagierte Sanji noch rechtzeitig und sprang zur Seite, bevor Zorros Schwerterhagel ihn erwischte. Doch der Schwertmeister wartet nicht lange um die nächste Attacke folgen zu lassen. Er holte nun auch sein 3. Schwert raus und setze erneut zum Angriff an. Der Koch werte jeden Angriff von Zorro einfach so gut er konnte ab. Er parierte immer wieder mit seinen Beinen und versuchte die Wucht von Zorros Schlägen so gut es nur ging etwas abzufangen. Doch er verfügte im Moment über so eine gewaltige Kraft, dass Sanji schon befürchtete, er würde ihm jeden Moment die Beine mit nur einem Schlag brechen können. Als er merkte, wie sie schon zu schmerzen begannen, wich Sanji nur noch aus, da er nicht mehr die Kraft hatte um Zorro entgegen zu treten. Nami hatte derweil Ruffy und Lysop auf das Schiff zurückgebracht und schaute dem Kampf mit bangem Gesicht zu. Sie wollte so gerne eingreifen, doch ihr war klar, dass sie Sanji nur eine Last sein würde. Doch sie hatte Angst. Angst um jeden von den beiden. Wieso mussten sie kämpfen?! Was war nur in Zorro gefahren? Plötzlich sah sie, wie Sanji von einer Klinge von Zorros Schwerter direkt am Oberarm getroffen wurde, sie ihm einen tiefen Einschnitt verpasste, und der Schwertkämpfer den Koch mit einem kräftigen Schlag gegen einen Baum beförderte, den Sanji regelrecht umriss, weil Zorros Schlag so wuchtig gewesen war. Nami erschrak, schrie auf und wollte ihm schon zur Hilfe eilen als Lysop sie packte und davon abhielt.
„Lass mich, Lysop!! Sanji!!!!“, schrie sie laut und versuchte sich weiter loszureißen, doch Lysop ließ das nicht zu und hielt sie darum nur noch fester fest.
Während Sanji versuchte sich wieder aufzuraffen, bewegte sich Zorro mit langsamen Schritten auf ihn zu. Er ließ sich regelrecht Zeit, da ihm der Sieg sowieso schon gewiss war. Im Inneren dieses Körpers lachte Kuina über die Schwäche von Zorros Freund. Sie verhöhnte ihn mit jedem Schritt den Zorros Körper machte immer mehr. Langsam zeichnete sich ein Grinsen auf dem leeren Gesicht ihrer Marionette ab. Sanji konnte sich nun langsam wieder aufrichten. Die Wunde an seinem Oberarm blutete stark und durch den gewaltigen Schlag und die Kollision mit dem Baum, hatte er überall Schürfwunden. Keuchend und verletzt, starrte er nun in das grinsende Gesicht des Kämpfers, der einst sein Freund gewesen war. Nun stand er direkt vor ihm und hielt ihm eines seiner Schwerter an die Kehle. Sanji blickte ihm dabei tief in seine glühenden Augen, blieb dabei aber ruhig und gelassen.
„Du verfluchtes Miststück......“, flüsterte er fast schon. In dem Moment wurde das Grinsen in Zorros Gesicht noch breiter. Er wollte Sanji schon die Kehle aufschlitzen als dieser gerade noch auswich, hinter Zorro sprang und ihn nun mit einem wuchtigen Tritt gegen die nächste Küstenwand betonierte. Zorro fiel daraufhin gleich zu Boden. Sanji wartet nun lieber, da ihm klar war, dass dieser eine Angirff nur wenig bewirkt haben konnte. Und so war es auch, denn nach wenigen Augenblicken war Zorro wieder auf den Beinen. Normalerweise hätte so ein Aufprall gegen eine Wand sein Rückrad demolieren müssen, doch er stand da, als hätte er nicht mal etwas gespürt. Verbissen schaute Sanji in das Gesicht seines Gegners.
„Ich weiß, dass du es bist!!... Kuina!! Ich habe deine Stimme gehört!! Wo ist Zorro?! Was hast du mit ihm getan!? Antworte!!“, schrie der Schiffskoch drohend. Doch sein Gegenüber blieb stumm. Anstatt zu antworten, stürmte er erneut auf Sanji zu und wieder musste Sanji so gut es ihm möglich war, Zorros gewaltigen Attacken stand halten. Als dann alle 3 Schwerter gleichzeitig auf Sanji einschlugen, benutzte Sanji ein allerletztes mal sein Bein und ließ alle 3 Klingen daran aufprallen. In dem Moment fühlte er, wie in seinem Bein sich ein Schmerz breit machte, der unerträglich war, doch wenn er jetzt nachgeben würde, wäre er dem Tod geweiht. Mit seiner letzten Kraft, die in seinem Bein noch vorhanden war, schleuderte er Zorro alle 3 Schwerter aus den Händen, beförderte ihn zu Boden, stürzte sich auf ihn und packte ihn gleich am Kragen.
„Zorro, du musst aufwachen, hörst du mich!!!“, schrie Sanji. Er wollte versuchen durch diesen Körper hindurch zu dringen und Zorro zu erreichen. Jetzt war die einzige Chance, da er unbewaffnet war. Er schüttelte ihn immer wieder und schrie weiter auf ihn ein.
„Ich weiß du hörst mich, du Vollidiot!! Was tust du uns allen damit an!? Seit wann rennst du vor dir selber weg, ich glaub es nicht!!! Der große und mächtige Zorro, das ich nicht lache!! Ein Feigling bist du, mehr nicht!! Wenn du genug Mumm hast, dann schau mich gefälligst an und spuck mir ins Gesicht!! Was auch immer diese Frau mit dir gemacht hat, aber ab diesem Zeitpunkt an, warst du blind für alles was der Realität entspricht!! Du kannst vor dem Leben nicht davonrennen!! Du kannst es nicht, Zorro!! Niemand kann das, sei doch nicht so dämlich!! Wir alle warten hier auf dich, hörst du!?? Wir warten nur auf dich, damit wir von hier weg können und endlich wieder zur See fahren können!! Wir alle gemeinsam!! Und damit du es weißt, wir werden nicht ohne dich fahren!!“
Plötzlich zuckte Zorro hoch und blinzelte ein paar mal mit seinen Augen, bis allmählich wieder seine normale Augenfarbe zum Vorschein kam. Sanji ließ ihn sofort los und stand gleich auf. Dabei bemerkte er nicht mal den Schmerz in seinem linken Bein, der ihn eigentlich jetzt hätte zusammen brechen lassen müssen. Erwachte Zorro nun endlich?
„Zorro?!“, fragte er vorsichtig. Dieser fasste sich gleich an die Stirn, kniff noch mal die Augen zu und öffnete sie dann wieder ganz langsam. Es sah alles noch sehr verschwommen und unklar, bis sich das Bild langsam einrichtete und er Sanji sehen konnte. Beide schauten einander nur mal an, keiner sagte etwas. Bis Sanji langsam zu lächeln begann, da er nun erkannte, dass Zorro wieder bei Bewusstsein war.
„ Hey... alter Freund....“, sagte er sanft während er ihm die Hand hinhielt um ihm auf zu helfen. Zorro schaute ganz langsam auf die Hand. Vorsichtig hob er die seine an und packte dann schnell Sanjis Hand. Dieser zog ihn gleich hoch und schloss ihn sofort fest in seine Arme. Zorro schaute zuerst noch sehr verdutzt drein und wusste gar nicht, wie ihm geschah, doch dann umarmte auch er seinen Freund. Sanji schmunzelte dann leise und hatte sein Gesicht etwas hinter seinem Haar vergraben. Er wollte nicht zeigen, dass er kurz davor war vor Freude zu weinen.
„Du verdammter Hohlkopf!!...... Das nächste mal lass ich dich einfach abkratzen!!“, meinte Sanji mit etwas zittriger Stimme. Zorro schaute etwas zu ihm und musste dann auch etwas schmunzeln. Plötzlich verspürte er ein Gefühl, als würde jemand gerade wieder seinen Körper übernehmen. Alles stand plötzlich still. Nichts regte oder bewegte sich mehr. Hinter ihm war Kuina, die ihm eines seiner Schwerter in die Hand drückte. Zorro war gezwungen, den Griff des Schwertes mit seinen Fingern zu umfassen während Kuina sanft ihre Hand auf die des Schwertkämpfers legte. Sofort blickte Zorro zu ihr zurück. Mit der anderen Hand umarmte sie ihn von hinten und schaute ihm direkt ins Gesicht. Zorros Augen waren dabei weit offen und sein Gesichtsausdruck war starr und hilflos, er konnte nichts tun außer zu gehorchen.
„Ich kann nicht zulassen, dass du mich noch mal verlässt. Bitte verzeih meinen Egoismus, Zorro, aber ich werde dich mit niemanden teilen!“
In dem Moment, ohne das Zorro sich dagegen wehren konnte, stieß Kuina zu und die Klinge des Schwertes bohrte sich in den Körper des blondhaarigen Koches der Flying Lamb. Genau in diesem Augenblick, nahm die Zeit wieder ihren gewohnten Lauf und alles bewegte sich wieder. Zorro schaute mit einem geschockten und fassungslosen Blick in das Gesicht von Sanji. Dieser starrte ihn mit weitaufgerissenen Augen an, schaute dann ganz langsam an sich herunter und erblickte die Klinge, die ihn gerade durchbohrt hatte. Als er langsam den Blick wieder hob, floss eine kleine Blutspur aus seinem Mund und an seinem Mundwinkel herunter. Zorro, der immer noch zutiefst geschockt war, bewegte sich nicht. Seine Hand, die das Schwert hielt, begann zuerst leicht zu zittern, bis sie richtig zu zucken anfing. Als der Schiffskoch dann einen leicht stockenden Laut von sich gab, reagierte Zorro sofort, zog die Klinge aus ihm, warf das Schwert achtlos beiseite und bevor Sanji zu Boden ging, fiel Zorro auf die Knie und fing ihn in seinen Armen auf. Sanji zitterte und atmete etwas schwach, auch seine Augen waren nur noch einen Spalt weit geöffnet. Sie fielen ihm immer mehr zu und man konnte sehen, dass er nicht mehr lange hier bleiben konnte. Zorros Hände, die den Koch festhielten, zitterten so stark, wie noch nie zuvor. Er wusste sich nicht zu helfen, wusste nicht was er nun am besten tun sollte. Sofort schaute er sich hektisch um und wollte schon Nami und die anderen zu sich herrufen, damit sie ihm helfen, aber Sanji packte Zorro nur am Kragen und zog seinen Kopf wieder zu sich. Er wollte nicht, dass die anderen kommen. Sanji schaute mit einem schwachen, aber sanften Blick in das Gesicht seines Bruders. Er versuchte noch ein letztes mal zu lächeln.
„Ist... schon gut.... Zorro....... lass... es...“
Zorro biss die Zähne sofort zusammen und hätte ihn jetzt am liebsten angeschrieen. Dass er ein Idiot sei, dass er Hilfe benötige, dass er ihn nicht sterben lassen will und auch nicht kann. Dass es seine Schuld war, dass er es doch hätte verhindern können. Er hätte soviel jetzt zu ihm sagen wollen, doch das wollte Sanji alles nicht hören. Als Zorro ihm was sagen wollte, schüttelte Sanji ganz leicht den Kopf und klammerte sich dann fest an Zorros Oberteil mit der anderen Hand fest.
„Ich will...... keine.... Entschuldigung hören, kapiert?...... bring Nami.... und die anderen..... sicher von hier weg, ok?.....“, danach schmunzelte er noch leicht, als ihm die Augen fast gänzlich zufielen. „Hör endlich auf...... ständig in... der Vergangenheit zu leben... mein Bruder...“
Nach diesen Worten, fielen ihm die Augen nun komplett zu, sein Kopf drehte sich zur Seite und er ließ ihn gleich hängen. Jegliche Spannung aus seinem Körper wurde gelöst und all seine Gliedmaßen wurden locker und leicht. Noch ein letzter Atemzug wurde von seiner Lunge aus getan, dann wurde sein Brustkorb weder gesenkt noch gehoben. Die Klammerung an Zorros Oberteil mit seinen Händen ließ nach und auch sie glitten einfach zu Boden. Der Herzschlag verstummte und wenige Sekunden später war Sanji in Zorros Armen gestorben. Der Schwertkämpfer realisierte zuerst gar nicht, dass sein Freund tatsächlich tot war. Er schüttelte ihn immer wieder, sagte noch oftmals seinen Namen, schmunzelte verzweifelt und bat ihn, mit dem Scheiß aufzuhören, da er doch nicht einfach tot sein konnte. Er tat einfach alles, nur um sich nicht klar werden zu müssen, dass er gerade seinen besten Freund ermordet hatte. Die anderen hatten die Szene vom Schiff aus genauso mitbekommen. Nami hatte sich in Lysops Arme geworfen und weinte bitterlich. Sie konnten nichts mehr tun, denn als sie es bemerkt hatten, war Sanji schon längst tödlich verletzt und sie wussten, dass nun jede Hilfe zu spät kommen würde. Lysop hatte die Augen zugekniffen und hielt Nami sanft und beruhigend in den Armen. Auch ihm war nach Weinen zumute, doch er wollte stark sein für Nami. Ruffy schaute die ganze Zeit über zu Zorro und Sanji. Er schaute Zorro dabei zu, wie dieser Sanji immer wieder sanft schüttelte und noch immer mit ihm sprach. Sofort sprang Ruffy vom Schiff und ging direkt auf Zorro zu. Er blieb hinter ihm stehen und schaute zu ihm runter.
„Zorro....“; sagte der Gummimensch leise und mit mitfühlender Stimme.
Doch der Schwertkämpfer reagierte nicht. Er hatte aufgehört mit Sanji reden, oder ihn wachrütteln zu wollen. Er hielt seinen Freund einfach nur in den Armen und hatte den Kopf gesenkt. Doch an seiner Anspannung konnte Ruffy sehen, wie die Wut gerade in ihm aufkochte. Ruffy schloss dann seine Augen und machte dann richtig stark seine Finger zu Fäusten.
„Hast du dich entschieden?“, fragte der Strohhut zwar hart und direkt, aber Zorro wusste, was er damit meinte, und darum war es ihm klar, warum Ruffy so fragte.
„Ja, das habe ich.“, danach stand Zorro auf. Den Blick immer noch auf Sanji gerichtet. Er betrachtete seinen toten Freund und mit jeder Sekunde stieg sein Zorn und sein Hass auf den Menschen, den er eigentlich so sehr geliebt hatte. Doch was soll das für eine Liebe sein, wenn sie bereit ist, die Menschen zu töten, die ihm ebensoviel bedeuten. Er wusste, dass Sanji ihn nicht schuldig sprechen würde und darum entschied er sich, auch sich selbst nicht die Schuld daran zu geben. Beide wussten, warum es soweit kommen musste. Doch er war nicht für Kuinas Taten verantwortlich. Sie lebte, weil er es sich gewünscht hatte. Doch diese Tat gab ihr kein Recht mehr um zu leben. Er konnte sie nicht so einfach aus seinem Gedächtnis streichen. Doch nun war es an der Zeit, dass er sein Schicksal selbst in die Hand nahm und nicht länger einem Traum hinterher jagte. Langsam hob er den Kopf an und auch wenn Tränen seine Gesichtshaut bedeckten, waren seine Augen durchströmt von der Entschlossenheit, zum ersten Mal in seinem Leben danach zu handeln was sein Herz ihm sagte. Sein Leben lang hatte er gehandelt um ein Versprechen zu erfüllen. Jetzt war ihm klar, dass sein Leben mehr war, als eine Aufopferung für andere. Er wollte nun selbst bestimmen wie seine Zukunft aussehen würde, auch wenn der erste Schritt dazu der härteste war. Er hatte nun schon 2 mal jemanden verloren, der ihm sehr wichtig war. Und schon wieder konnte er nichts weiter tun als tatenlos zu zusehen. Langsam hob er sein Schwert vom Boden auf und wischte Sanjis Blut von der Klinge. Noch einmal sah er zu seinem Freund herab.
„Ich verspreche dir, dass die Vergangenheit nun ein Ende haben wird, mein Freund...“, danach kniete er sich noch mal zu Sanji runter und strich ihm das Haar von seiner Stirn ein wenig weg. Er erhob sich und ging dann einfach los, ohne sich noch mal zu Ruffy umzudrehen. Dabei sammelte er noch seine 2 anderen Schwerter ein und verschwand im Wald der zu seinem Dorf führte. Ruffy schaute ihm noch ein wenig nach, beugte sich dann zu Sanji runter und hob ihn behutsam hoch. Er trug ihn auf das Schiff zu seinen Freunden um ihn angemessen zu bestatten.



Derweil kämpfte sich Zorro wie ein wildes Tier durch den Wald und diesmal ließ er wirklich nichts stehen. In seinen Augen glänzte das Feuer des Hasses und der Rachsucht. Nie dachte er, dass er gegen einen geliebten Menschen so etwas empfinden könnte. Doch sie hatte ihm etwas genommen, dass nun wirklich für immer verloren war und nie mehr zurückkehren wird. Als er den Wald durchquert hatte und er sein Dorf erblickte, wurde ihm die Bedeutung des Traumes, indem Kuina ihn gebeten hatte sie zu vergessen, schlagartig klar. Jeder Schritt zu ihr, ist ein Schritt mehr in die Dunkelheit hinein, darum ist er damals gefallen als er sie erreichen wollte. Hätte er sich von ihr entfernt, und hätte er sich nicht so sehr gewünscht sie wiederzusehen, hätte sein Weg vielleicht im Licht geendet. Sanji war der erste, der ihn aus den Schatten gezogen, und ihm den Weg zum Licht gezeigt hatte, zu dem, was wirklich von Bedeutung ist. Und zwar, dass Zorros Lebensinhalt mehr war, als für eine Erinnerung zu leben. Dafür musste sein Freund sein Leben lassen, damit Zorro es erkennen konnte. Das Opfer, dass Sanji ihm dargebracht hatte, war seine Chance um endlich zu leben. Dabei fasste er den Griff eines seiner Schwerter.
„Ich danke dir, Sanji. Durch dich habe ich begriffen, worauf es wirklich ankommt. Ich weiß, auch wenn du jetzt nicht hier bist, wirst du zusehen! Ich werde es beenden hier und jetzt!“
Danach erklang das Grollen des Donners und vereinzelnd fielen ein paar Regentropfen auf die Erde, bis sie immer mehr und mehr wurden, und es zu schütten begann. Das Licht der Blitze erhellte den Himmel, während Zorro, der Schwertkämpfer, sich zu seinem Dorf begab um das zu beenden was Sanji angefangen hatte. Seine Vergangenheit auslöschen!

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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Di 18 Sep - 21:06

   
Letztes Kapitel !!!!
ich hoffe es gefällt euch Razz


Kapitel 9 - Be my past

Er betrat das Dorf mit langsamen aber bewussten Schritten. Der Regen prasselte wie aus Strömen auf die Erde herab und lockerte ebenso den Boden unter seinen Füßen ein wenig auf. Dennoch ging er weiter. Selbst wenn ein Blitz vor ihm eingeschlagen hätte, das hätte ihn genauso wenig aufgehalten. Die Blitze zuckten in immer kürzeren Abständen am Himmel und der Donner wurde immer lauter und lauter. Er wusste ganz genau wohin er ging, auch wenn er dabei die Augen geschlossen hatte. Als würde er einer unsichtbaren Route folgen, bewegte er sich durch das leblose Dorf auf das Haus seines Meisters zu. Er stoppte, öffnet die Augen und warf seinen Blick auf die Eingangstüre. Seine Augen zitterten dabei ein wenig, doch es war ein eigenartiger Glanz in ihnen. Auch sein Gesichtsausdruck war nicht länger verunsichert, als er auf dieses Gebäude schaute. Er wusste, dass sie hier war denn sie erwartete ihn bereits. Mit Wut in seinem Herzen und der eisigen Kälte in seinem Gesicht, die sich darin spiegelte, betrat er nun das Haus von Kuinas Vater. Er öffnete die Tür, nicht wie gewöhnlich mit der Hand, sondern trat sie mit einem kräftigen Fußtritt einfach ein, sodass sie sich aus den Scharnieren löste und an die Innenwand des Raumes knallte. Dabei zerbrach sie in lauter einzelne Holzscheitel. So betrat er nun dieses Gebäude. Er war durchnässt, doch das merkte er vermutlich nicht mal richtig. Er ging einfach den Gang entlang, während vereinzelnd noch ein paar Regentropfen an seinem Gesicht runterflossen. Er war viel zu sehr in Gedanken versunken, als dass er irgend etwas anderes bemerkt hätte. Wenn er an einen Tisch anstieß, ging er belanglos weiter, stand ihm etwas im Weg, schlug er es zur Seite. Er wollte sie einfach jetzt nur finden. Und er wurde auch fündig. Er fand sie im Aufenthaltsraum, dort wo sie und ihr Vater immer zusammen gegessen hatten. Die meiste Zeit verbrachte sie hier mit ihrem Vater. Auch Zorro kam hier ab und zu vorbei, aber nur um Kuina erneut zu einem Kampf aufzufordern. Er blieb stehen, als er sie, etwas weiter weg von sich, auf dem Boden sitzen saß, vor ihr ein kleiner Altar, an dem sie gerade eine Kerze anzündete. Sie faltete ihre Hände und schien zu beten. Als sie langsam den Blick nach hinten richtete und Zorro sah, musste sie ein wenig lächeln.
„ Du bist bekommen.“, sagte sie nur mit ihrer unschuldigen und süßen Stimme. Zorro war stumm, sein Blick richtete sich nur auf sie. Wie konnte sie, nachdem was sie ihm gerade angetan hatte, so sorgenlos lächeln. Sie widmete sich wieder dem Altar zu und richtete eine Blume dort wieder etwas auf, die schon ein wenig den Hals hängen lies.
„ Das Leben einer Blume ist so kurz, dabei erblühen sie doch immer so prachtvoll. Es ist grausam, wie vieles so vergänglich ist.“
Zorro verzog dabei nun ein wenig sein Gesicht und schloss lieber schnell seine Augen. Ganz langsam, so dass seine Hand dabei zu zittern begann, legte er zuerst nur seine Fingerspitzen an den Griff seines Schwertes, bis er ihn dann schnell ganz umfasste. Kuina schmunzelte in dem Moment sanft.
„ Bist du gekommen, um mich zu töten, Zorro?“, fragte sie, ohne dabei die Stärke und Sanftmütigkeit in ihrer Stimme zu verlieren. Sie fürchtete sich nicht vor ihm, auch wenn sie wusste, dass er sie nun töten wollte. Zorro öffnete schnell nach ihrer Frage seine Augen und schaute zu ihr. Sein Blick war zwar durchdrungen von Hass und Wut, aber als sie ihn das so sorgenlos und selbstsicher fragte, verspürte er irgendwo ein seltsames Gefühl. Er zögerte. Hätte sie das nun nicht gefragt, dann wäre es vermutlich schnell vorbei gewesen, aber nun stand der Schwertkämpfer wohl vor der schwierigsten Entscheidung seines Lebens. Kuina schloss langsam ihre Augen, lächelte aber dabei.
„ Ich wollte dich nicht unglücklich machen. Alles was ich wollte war, deinen Wunsch zu erfüllen.“
Langsam nahm Zorro die Hand von dem Griff und schloss erneut die Augen. Sein Mundwinkel zog sich nur ganz langsam rauf, bis er zu schmunzeln anfing. Er verschränkte dabei die Arme. Sein Schmunzeln wurde lauter und lauter, bis er ein Lachen ausstieß. Kuina schaute schnell zu ihm zurück. Ihr Blick war erschrocken. Sie verstand nicht, warum er nun lachte und schaute fragend zu ihm. Zorro lachte noch für eine Weile weiter, bis er sich wieder beruhigte, und eine Hand auf seine Stirn legte. Nun schmunzelte er nur noch sanft, es klang fast so, als würde er leise für sich weinen. Immer wieder schüttelte er den Kopf und drückte seine Handfläche dabei fester an seine Stirn.
„Meinen Wunsch erfüllen?... Weißt du eigentlich, was du getan hast?!“, frage er sie nur, mit sehr leiser Stimme. Kuinas erschrockener Blick wich aus ihrem Gesicht. Ernst und gefasst schaute sie nun zu ihrem Jugendfreund. Kurz darauf stand sie auf und drehte sich mit dem ganzen Körper zu ihm. Auch Zorro hatte die Hand wieder von seiner Stirn weggenommen und den Blick zu ihr gerichtet. Sie sahen einander für eine Weile wortlos an. Wo einst noch Zuneigung und vermutlich sogar aufrichtige Liebe in den Augen war, konnte man jetzt nur mehr Hass und Unverständnis erkennen. Die gemeinsamen Erinnerungen an alte Kindertage verpufften nun in Zorros Gedanken, wie ein Ballon, den man zum platzen brachte. Sie konnte an seinem Blick sehen, wie er sich gedanklich immer mehr und mehr von ihr entfernte und plötzlich erschien ihr der vorher noch so kleine Raum, so unendlich groß, und der Weg zu ihm so weit. Dabei war doch alles was sie erreichen wollte, dass er zu ihr zurückkommt. Doch Zorro hatte einen anderen Weg gewählt. Als die beiden einander weiter so ansahen, begann Kuina allmählich zu begreifen. Egal wie sehr sie auch versuchen würde ihn bei sich zu behalten, er würde nicht bleiben wollen. Selbst wenn sie all seine Freunde in den Tod treiben würde, alles was sie damit erreichen würde wäre, dass sich Zorro nur noch mehr von ihr entfernt. Sie glaubte daran, dass sie menschliche Emotionen lenken und kontrollieren konnte. Alles nur, um ihre einzige, wahre Liebe nicht zu verlieren. Um mit ihm für immer vereint zu sein. Jedoch.... wurde ihr nun klar, dass nur sie so darüber dachte. Vielleicht hätte Zorro ihr ein Leben lang weiter nachgetrauert, aber er hätte ebenso weiterhin ihren gemeinsamen Traum verfolgt. Und jetzt? Was war jetzt noch davon übrig? Nichts. Außer ein großes Meer aus zerbrochenen, eisigen Scherben des Sees ihrer Erinnerungen. Und Kuina war diejenige, die ihren See zerschmettert hatte. Durch ihre Selbstsucht und ungezügelte Liebe zu Zorro vergaß sie alles um sich herum. Sogar das, was ihr eigentlich immer am Wichtigen war. Zorros Wunsch. Es war niemals sein Wunsch, für immer mit ihr in der Welt der Erinnerungen weiterzuleben. Es war nicht sein Wunsch aufzugeben. Sein Leben war vielleicht geprägt von Trauer und Sehnsucht nach ihr, doch gerade das, trieb ihn immer weiter und weiter. Genau das ließ ihn weiterkämpfen. Für eine Überzeugungen, für einen Traum, für ein.... Versprechen. Langsam begannen ihre Augen nun zu zittern, denn nun kam ihr eine Frage in den Sinn, die sie Zorro zwar stellen musste, sie es aber lieber vermieden hätte.
„ Was.... bleibt noch von uns beiden, Zorro?“, fragte sie ihn jetzt zwar mit sanfter Stimme, doch man konnte die Traurigkeit darin raushören. Ihr war gewiss, dass seine Antwort sie treffen würde. Der Schwertkämpfer sah sie noch eine Weile an, bis er dann allmählich seine Augen schloss und den Kopf ein wenig zur Seite drehte.
„Du gehörst nicht in diese Welt, Kuina. Nicht mehr. Es hat einmal eine Zeit gegeben, da hätte ich mir gewünscht, dass man Dinge rückgängig machen kann. Aber ein guter Freund hat mich gelehrt, nicht weiter zurückzublicken.“, dann öffnete er seine Augen wieder und sah seine verflossene Liebe erneut an. „Alles was von uns beiden bleibt, sind Erinnerungen, mehr nicht.“
Dabei drückte Kuina beide Hände fest an ihr eigenes Herz und sah ihren Zorro einfach nur an. In ihren Augen konnte man deutlich erkennen, wie sich die Tränen darin bildeten und ihr Gesicht war gezeichnet von Schmerz und Trauer. Das Gefühl, nun entgültig von ihm abgewiesen zu werden, ließ ihre Welt komplett zusammenbrechen. Sie schloss daraufhin schnell ihre Augen und senkte ihren Blick. Dabei fielen ihr ein paar Haarsträhnen ins Gesicht und verdeckten es so. Man hörte von ihr ein leises, und trauriges Schmunzeln. Welche Ironie. Sie konnte nun regelrecht in ihren Gedanken die Bilder ihrer Kindheit vor sich sehen. Damals gab es eine Szene, die dieser sehr ähnlich war, nur waren die Rollen dabei vertauscht. Sie waren damals auch in diesem Zimmer. Wiedereinmal hatte Kuina ihn in einem Kampf besiegt und Zorro kniete vor ihr erschöpft am Boden. Sie schaute einfach nur zu ihm runter, hörte ihm dabei zu, wie er fluchte und sich rechtfertigte. Wie er versuchte ihr endlich gleichgesinnt zu sein, doch sie sah nur auf ihn herab, so als wäre er ein Mensch 2. Klasse. Schon seltsam, dass sie sich jetzt genauso fühlen musste, wie Zorro sich damals als Kind fühlte. Zurückgelassen, alleine und missverstanden. Sie konnte es nicht länger leugnen. Zorro hatte sich entschieden sie entgültig hinter sich zu lassen. Sie hörte plötzlich seine Schritte, wie er näher zu ihr kam. Aus Reflex, ging sie sofort einige Schritte zurück, bis sie mit dem Rücken an die Wand anstieß. Sie ließ dabei die Augen geschlossen und den Kopf gesenkt. Plötzlich fühlte sie, wie Zorro sie sanft am Kinn nahm und ihren Kopf anhob. Nun öffnete sie ihre Augen und sah gleich in die des Schwertmeisters. Zorro schaute sie ein letztes Mal mit einem sanften Blick an, dann schloss er die Augen wieder und ließ ihr Kinn los.
„Ich weiß nun was mein Wunsch ist, Kuina. Damit wäre es für uns beide einfacher. Zwing mich nicht dazu, dich zu töten.... Auch Erinnerungen sollte man nicht auf solch eine Art auslöschen, findest du nicht auch?“, nun sah er sie wieder an. „Ich will das du verschwindest. Und nimm diese verdammte Insel mit dir, mit all meinen Erinnerungen an ein Leben, dass längst nicht mehr von Bedeutung ist. Meine Zukunft ist nicht bei einem Geist, erschaffen aus Wünschen und Träumen.... sie ist bei meinen Freunden, dort draußen auf der Grand Line. Ich kann meine Vergangenheit nicht auslöschen, sie ist ein Teil von mir, und wird es auch immer bleiben, aber ich kann auch nicht mehr dorthin zurück.... Um das zu verstehen, musste Sanji sein Leben lassen. Weil ich zurückgeschaute habe und nicht nach vorne, hat er mir den Rücken freigehalten und für meinen Fehler gebüßt. Geh einfach, und lass nichts von dir bei mir.“

Wie sehr hätte sie sich doch gewünscht, dass alles andere gekommen wäre. Könnte man doch ein Leben lang in der Zeit leben, die einem am schönsten in Erinnerung war. Sei es ein Kindheitserlebnis, ein Traum, ein Abend, eine Verabredung.... Nichts geschieht oft so, wie man es am liebsten hätte, das wurde selbst Kuina, Zorros Erinnerung, jetzt klar. Und mit dieser Erkenntnis, Zorros Erkenntnis, begann sich der Körper von Kuina allmählich aufzulösen. Der Schwertkämpfer konnte sehen, wie er mehr und mehr durch sie hindurch sehen konnte. Dabei schaute ihm das Mädchen weiterhin in seine Augen. Darin spiegelte sich immer noch derselbe Wunsch, doch dies war ihr Wunsch, und nicht der von Zorro. Wünsche von einer Erinnerung gehen nicht in Erfüllung. Sie sind nur Trug und Illusion. Bevor sie sich nun komplett auflöste, und damit wieder dorthin zurückgehen würde wo sie hingehörte, lächelte sie Zorro noch einmal an. Berührte mit ihren Fingerspitzen seine Wange und fuhr ein letztes Mal darüber. Nun flossen ihre Tränen an ihren Wangen entlang, denn dies war nun ihr entgültiger Abschied.
„Nun.... hast du mich vergessen.... aber vielleicht.... ist es besser so..... Ich weiß, du wirst es schaffen. Du wirst..... der größte Schwertkämpfer aller... Zeiten sein... Zorro...“
Sie schluchzte noch einmal leise auf und dann verschwand sie nun endgültig von der Bildfläche. Zorro schaute noch ein paar Minuten lang an die Stelle an der Wand, wo vor kurzem noch Kuina gestanden hatte. Er hob seine Hand und berührte genau diese Stelle noch mal. Plötzlich spürte er, wie die Erde regelrecht zu beben begann. Schnell schaute er sich um. Alles wackelte, wie bei einem gewaltigen Erdbeben. Schnell rannte er aus dem Haus seines Meisters und schaffte er gerade noch rechtzeitig dieses zu verlassen, bevor es in sich selbst zusammenstürzte. Die gesamte Insel schien sich zu bewegen. Es bildeten sich Risse am Boden unter seinen Füßen, die immer größer und größer wurden.
„Was zur Hölle....?!“
Doch da fiel es ihm sofort ein. Die Insel war nun auch dabei zu verschwinden so wie Kuina eben. Wie von der Tarantel gestochen, rannte Zorro zurück zur Küste. Dort sah er die Flying Lamb und ganz vorne saß Ruffy auf dem Schafskopf. Dieser drehte gleich den Kopf etwas erstaunt zur Seite, als Zorro so angerast kam. Ruffy kratzte sich ein wenig am Kopf. Er schien es tatsächlich nicht mitzubekommen, dass die ganze Insel gerade dabei war, zu verschwinden. Nami und Lysop rannte schon die ganze Zeit über total aufgebracht am Schiff herum, befestigten alles, hissten die Segel und schrieen Ruffy ,zu er solle ihnen helfen. Der Kapitän grinste gleich breit und stand nun langsam auf.
„Na endlich, Zorro! Das hat aber lange gedauert!“, rief er dem Schwertkämpfer einfach vergnügt zu. Dieser verzog richtig wütend dabei das Gesicht, sprang dann endlich auf das Schiff auf und schlug Ruffy mit einem Schlag zu Boden.
„Sag mal, merkst du überhaupt, was hier vor sich geht, du Gummischädel!?“, brüllte der Grünhaarige aufgebracht. Ruffy jammerte noch ein wenig am Boden herum, wegen der Beule die sich jetzt an seinem Kopf bildete, setzte sich aber dann endlich wieder auf. Er lachte sofort, wobei Zorro ihn mit einem fragenden Blick ansah. Der Gummimann rümpfte die Nase, stand auf und klopfte Zorro auf die Schulter.
„Lass und schleunigst von hier verschwinden, Zorro!“, sagte Ruffy nun mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Zorro sah seinen Kapitän an und schmunzelte dann ein wenig. Er nickte als Antwort und sofort machten sich alle nun daran, das Schiff in Bewegung zu setzen. Ein Sturm kam auf, der die Wellen glücklicherweise Richtung Küste trieb und es der Crew somit einfacher machte, die Flying Lamb wieder zu Wasser zu bringen. Doch damit war es leider noch nicht getan. Der Wind wurde immer heftiger und der Wellengang unruhiger. Die Freunde versuchten alles, um ihr Schiff bloß über Wasser zu halten. Dabei sah Zorro immer wieder zur Insel zurück. Man konnte sehen, wie sie von Minute zu Minute mehr verschwand. Doch mit jeder Minute des Verschwindens, wurde auch der Sturm schlimmer und die See schlug mit den Wellen um sich. Nami ließ einen lauten Schrei los und zeigte dann auf eine gewaltige Flutwelle, die sich vor ihnen auftat. Ruffy, Zorro und Lysop versuchten noch so gut sie konnten, das Schiff in eine andere Richtungen zu manövrieren, doch jeglicher Versuch war vergebens. Sekunden später wurde ihr Schiff von der gewaltigen Monsterwelle begraben und riss alles mit sich, was sich ihm in den Weg stellte. So tobte der Sturm lebhaft und wild weiter, während von Faitful Island nichts mehr zu sehen war....


„ Was ist dein Traum, Zorro? Wenn du mal erwachsen wirst... was wirst du dann machen?“
„Ich werde der größte und stärkste Schwertkämpfer aller Zeiten sein!...... hey, wieso lachst du, Kuina?!“
„Lächerlich! Du verlierst gegen eine Frau, wie soll da aus dir ein guter Kämpfer werden?“
„Ich werde stärker werden und dich eines Tages besiegen!!“
„Ich beneide dich, Zorro....“
„Was?...“
„Du kannst deine Träume verwirklichen.... Irgendwann wirst du diesem Dorf für immer den Rücken kehren und in die Welt hinausziehen. Du wirst Abenteuer erleben und Erfahrungen sammeln...“
„Aber das kannst du doch ebenso, Kuina! Komm doch einfach mit mir. Dann ziehen wir zusammen los und dann wird sich herausstellen, wer von uns beiden der Stärkere ist!“
„Ich kann... nicht.“
„Wieso?“
„Zorro.... ich reife zur Frau heran. Mir ist es nicht bestimmt ein Schwert zu führen. Ich werde einen Mann heiraten, den mein Vater mir aussuchen wird, werde Kinder haben und so das Erbe unserer Familie weiterführen. Aber ich werde niemals.... von hier wegkommen, verstehst du?“
„Unsinn!!“
„Was?!....“
„Was macht es für einen Unterschied ob Mann oder Frau?! Jeder sollte seine Träume verwirklichen können! Auch du, Kuina! Egal wie viel ich in den letzten Jahren trainiert habe, du hast mich immer wieder geschlagen! Ich sehe dich als einen würdigen Gegner an und ich werde nicht eher ruhen, bis ich gewonnen habe!!“
„Zorro..... weißt du was?... Lass uns ein Versprechen machen!“
„Versprechen?“
„Wir versprechen uns, dass einer von uns beiden der größte Schwertkämpfer aller Zeiten werden wird. Komme was wolle. Einer von uns, wird es schaffen! Versprich es mir!“
„Ich verspreche es dir, Kuina.“
„Zorro?...“
“Ja?“
„Wir bleiben doch immer Freunde, nicht wahr?“
„Na klar bleiben wir Freunde! Für immer, Kuina!!“
„Ach Zorro.....“


„Verdammt Zorro!! Wach auf!!!“, schrie eine Männerstimme ihm zu. Der Schwertkämpfer blinzelte ein wenig mit den Augen und öffnete sie langsam. Er konnte ein helles Licht sehen. Musste wohl das Sonnenlicht sein. Schnell hielt er sich die Hand davor, weil es ihn doch blendete. Allmählich konnte er auch schon etwas klarer sehen. Er legte nun die Hand auf seinen Kopf und schüttelte diesen ein wenig. Was war eigentlich geschehen? Bei genauerem Betrachten, konnte er sehen, dass er sich auf der Flying Lamb befand, doch sie war in einem völlig soliden Zustand. War der Sturm etwa schon vorbei? Hatten sie es alle heil überstanden? Er begriff noch nicht so ganz, was nun eigentlich los war. Nami half ihm dabei, indem sie ihm fest auf den Kopf schlug und Zorro so langsam wach rüttelte.
„Hey, du Esel! Sitz hier nicht so untätig rum! Hilf lieber mal ein wenig in der Küche aus!!“, meckerte sie rum und stampfte dann wieder davon. Zorro war die ganze Situation immer noch ein wenig unbegreiflich, doch es wurde gleich noch schlimmer.
„Hey Kumpel. Komm schon, oder soll ich dir aufhelfen?“
Das konnte doch nicht sein! Diese Stimme! Er erkannte sie nun sofort und als er den Kopf endlich anhob und die Person ansah, glaubte er wirklich, dass er nun träumte. Er war es. Sein Kumpel. Sein Bruder. Sanji....
„Sag mal, was schaust du mich so belämmert an, Alter? Hast du was an den Ohren? Hey Zorro!?“, fragte Sanji den noch immer am Boden sitzenden Zorro mürrisch. Doch der Schwertkämpfer schaute ihn einfach nur weiter an, so als ob ein Geist vor ihm stehen würde. Bevor Sanji noch mal etwas sagen konnte, war Zorro schon aufgesprungen und hatte seinen Freund fest umarmt. Sanji begriff noch gar nicht was nun eigentlich passierte und schaute einfach nur geschockt über die Schulter von Zorro. Die zwei blieben für eine kurze Zeit einfach nur so stehen, bis Sanji dann das Gesicht verzog und Zorro mit einem gewaltigen Tritt gegen die nächste Wand beförderte.
„Zottelkopf!! Wenn du schmusen willst, dann mach das bloß nicht mit mir, klar!?“, brüllte Sanji diesem zu. Zorro schaute ihn auch gleich wütend an, stand sofort auf und brüllte gleich zurück.
„Halt doch dein Maul, Kochlöffel!! Das war nur.....“
Sanji hob dabei eine Augenbraue.
„Das war nur was?!!“
Zorro schwieg mal kurz. Dann begann er zu schmunzeln und schloss die Augen. Er drehte ihm dann einfach nur den Rücken zu, damit Sanji nicht sehen konnte, wie Zorro leicht zu lächeln begann. Sanji wartete immer noch auf eine Antwort und verschränkte dann die Arme. Doch er bekam keine mehr, denn Zorro ging einfach nur weg und ließ ihn dort alleine zurück. Sanji brüllte ihm natürlich gleich wütend nach, dass er ihn nicht verarschen und gefälligst wieder herkommen sollte, doch Zorro ging einfach weiter bis er sich vorne auf dem Schiff auf den Kopf des Lämmchens setzte und auf die große weite See hinaus schaute. Der Wind strich ihm sanft über die Haut und er konnte die angenehme Luft einatmen. Der Himmel war wunderschön blau und nur ein paar kleine Wolken waren zu sehen. Er hörte von hinten, wie Nami schon wieder dabei war, sich mit Ruffy zu streiten. Langsam schaute er zurück und beobachtete das Geschehen von Weitem. Lysop mischte sich dann natürlich auch wieder ein und Sanji verteidigte wie immer seinen geliebten Schatz, somit war das Chaos wie immer perfekt. Zorro musste bei dem Anblick einfach wieder lächeln. Seine Freunde waren alle wieder da, und es sah so aus, als ob sie nichts mehr von alle dem wussten, was geschehen war. Als wäre er gerade aus einem schlimmen und langem Albtraum erwacht. Plötzlich war ihm so, als würde er eine Stimme hören, die leise seinen Namen flüsterte. Schnell sah er wieder nach vorne und plötzlich flog ihm ein kleiner Zettel zu. Er griff danach und schaute ihn sich erst mal gründlich an. Es war nur ein kleiner Fetzen eines sehr alten Papierstückes, doch bei genauerem Hinsehen, konnte er erkennen, dass dort etwas draufgeschrieben war. Als er die Zeilen las, begann er zu schmunzeln, denn er kannte die Handschrift nur zu gut.

< Ich danke dem Schicksal für diese eine letzte Begegnung mit dir. Danke, dass du mir endlich Frieden gebracht hast..... Lebewohl... Schwertmeister Zorro....>

Zorro schloss langsam die Augen, öffnete dann seine Hand und der Wind wehte den Zettel hinfort. Dies war nun das letzte Stück einer alten Erinnerung, die nun der Wind forttrug. Faitful Island gab es nicht mehr und die Erinnerungen seiner Freunde daran schienen verblasst zu sein. Auch der Tod von Sanji schien nie stattgefunden zu haben. Es war vielleicht kein Traum, aber vermutlich sollte Zorro der einzige sein, der sich daran erinnern sollte. Kuina hatte das einzig Richtige getan. Sie wusste, dass die Geschehnisse der Vergangenheit nur ihnen zustanden und nur in ihnen weiterleben sollten. Vermutlich würde Sanji irgendwann sicher wieder versuchen, seinen guten Kumpel über seine Vergangenheit auszufragen, doch diesmal wäre alles anders. Nun konnte Zorro mit einem Lächeln auf seine Vergangenheit zurückblicken und es gab keinen Grund mehr für ihn, etwas zu verheimlichen. Denn nun wusste er, dass seine Freunde ihm die Kraft gaben seinen Weg zu gehen und nicht die Erinnerungen an die Vergangenheit. Gewiss würde er immer wieder an sie denken, aber nun endlich würde er das gerne tun. Es gab nun keinen Grund mehr daran zu verzweifeln oder wegen etwas traurig zu sein. Als Zorro nun erneut zurückblickte, sah er wie Ruffy neben ihm stand und auch auf die weite, endlose See hinausschaute. Zorro sah seinen Freund nun gleich an und dieser grinste ihm sofort frech entgegen.
„Na Zorro? Stürzten wir uns ins nächste Abenteuer?!“, fragte der Strohhut den Schwertkämpfer. Zorro schaute Ruffy kurz an, bis er dann seinen Mundwinkel zu einem Grinsen rauszog und nickte.
„Aber gerne doch, Kapitän!“
Ruffy ließ sofort einen Freudenschrei von sich hören uns trommelte alle zusammen. Nami suchte auf ihrem Lockpot schon den nächsten Kurs, Lysop kletterte an dem Pfosten rauf zu seinem Aussichtsposten, Ruffy hisste die Segel und Sanji begab sich derweil in die Küche um für alle einen „Gute-Reise-Cocktail“ zu mischen. Zorro beobachtete dabei ihr freudiges Treiben und konnte sich sein Lachen einfach nicht verkneifen. Immer wollte er einen Ort finden, an den er wieder zurückkehren kann. Einen Ort, an dem er sich wohl fühlt und an dem er willkommen ist. Ein Zuhause, eine Heimat. Wieso suchte er sie nur, wenn sie doch immer direkt vor seiner Nase war?
Als er nun noch mal auf das Meer hinausschaute, war ihm für einen Moment so, als würde er gleich vor sich Faitful Island sehen und direkt dort unten auf dem Strand stand ein kleines süßes Mädchen, das ihm zuwinkte. Im Vorbeifahren, hob auch Zorro noch mal zum Abschied die Hand und lächelte dem kleinen Mädchen zu.
„Ich werde nicht aufgeben... ich verspreche es dir....“
Und mit diesen Worten, verließ die Flying Lamb die Gewässer, wo einst Faitful Island war. Die Insel war von allen Karten gestrichen worden, aus dem Gedächtnis der anderen ebenso. Nur der Schwertkämpfer wusste von ihrer Existenz, denn sie war in seinen Erinnerungen. Faitful Island, seine Vergangenheit, die ihm nun nicht länger unangenehme Träume bereiten würde. Von nun an träumte Zorro von ganz anderen Dinge. Die Nächte, in denen er kein Auge zugemacht hatte, waren nun vorbei. In seinem Träumen sah er nun nur noch seinen Weg und das Ziel, das er verfolgte. Der beste Schwertkämpfer auf der ganzen Welt zu werden. Ruhm und Ehre zu erlangen und zusammen mit seinen Freunden durchs Leben zu gehen. Ein neues Kapitel wurde nun endlich in seinem Leben aufgeschlagen. Und so konnte die Reise von Ruffy und seinen Freunden endlich weitergehen, um neue Abenteuer zu bestehen, neue Herausforderungen zu meistern und neue Freunde zu finden. Sie fuhren dem Sonnenuntergang entgegen auf der Suche nach ihren Träumen, in Hoffnung diese eines Tages verwirklichen zu können......



The End!!!!

ich hoffe euch hat meine kleine fanfic gefallen :DD bis zum nächsten mal wenn ich wieder mal etwas schreiben sollte :DD

Chirurg des Todes
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BeitragThema: Re: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)   Mo 8 Okt - 22:38

   
Hallo Sakiko,

leider habe ich erst das 1. Kapitel gelesen. Trotzdem kommt hier eine Bewertung.

Dein Schreibstyl gefällt mir. Du hast Potenzial. Du achtest schon auf Gefühle und baust schöne Szenen ein, gefällt mir. Im Gegensatz zu anderen hier schreibst du viel besser. Beim ersten Kapitel finde ich auch sehr gut, dass du die Gedanken von Zorro beschreibst und seine Umgebung. Der Vergleich war auch super, als du die Entfernung der Sterne mit der von Kuina vergleichst.
Doch du solltest dir angewöhnen viel ausführlicher zu schreiben, mehr auf Details einzugehen. Liest du gerne? Wenn ja, achte mal darauf, wie viele Dinge der Autor beschreibt und was für einen großen Wortschatz er hat. Je mehr du verschiedene Wörter benutzt, desto interessanter und besser lässt sich deine Geschichte lesen. Benutz zum Beispiel ein Synonym Wörterbuch.
Außerdem, in einer Geschichte sollte man Gespräche nicht genauso wie in einem Chat schreiben. Damit meine ich nicht so viele Ausrufezeichen hintereinander (!!!) oder das hier:?!. Du musst versuchen statt solche Hilfsmittel zu nehmen, allein mit Worten zu beschreiben. Ich denke du willst mit den Ausrufezeichen ausdrücken, wie laut er schreit. Aber du musst das mit Worten beschreiben.
Was mir gar nicht fiel im 1. Kapitel war Ruffys Auftritt. Ich verstehe schon, dass du seinen Charakter so machen wolltest wie er in OP ist, aber er hat die ganze schöne Nachtatmosphäre zerstört.
Gutes Kapitel, ich les die anderen auch noch.


Liebe Grüße

Chirurg des Todes



 

Schnellantwort auf: Zorros Versprechen 9/9 (abgeschlossen)

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