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Hisoka
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BeitragThema: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   So 30 Sep - 15:55

   
Hey hey =)

Hier werde ich ab jetzt die Kapitel meiner neuen Story "Blau" posten. Vorläufig im Abstand von ca. 4 Tagen, aber es kann auch mal länger dauern, falls ich nicht dazu komme einen neuen Abschnitt zu verfassen.

Worum es darin geht möchte ich gar nicht so nahe erläutern, nur so viel : Wie der Titel schon sagt geht es darin um eine ursprünglich innige Freundschaft zwischen zwei Jungs, die sich im Laufe der Zeit zu einer erbitterten Feindschaft gewandelt hat. Obwohl die Story in weiten Teilen "realistisch" sein soll, werde ich auf phantastische Elemente nicht ganz verzichten, so viel sei gesagt.

Nun aber viel Spaß =) Kommis, ganz gleich ob negativer oder positiver Art, wären mir sehr wichtig, da es mich zum Weiterschreiben motiviert.

1. Erinnerungen (1 von 2)

„Na klar...wir bleiben immer Freunde.“
Das hatte Ryu mir immer wieder versichert, ganz gleich, was zuvor zwischen uns vorgefallen war. Ryu Shizuka und ich, Otagi Shizume, waren seit unserer frühesten Kindheit die besten Freunde. Diese Freundschaft hatte uns immer alles bedeutet, ganz egal in welcher Phase unseres Lebens. Sie war unser wichtigster Wegbegleiter, ein leuchtender Faden der Hoffnung, der sich durch alle Ebenen der Sinne zog. Ich sah dieses Band immer wenn ich mit Ryu Zeit verbrachte. Egal ob wir durch die Parkanlagen turnten, durch den Wald tobten, oder bei strömendem Regen bei uns zu Hause saßen und Karten spielten.....es war immer dabei, und war nicht zu zerreißen, jedenfalls nicht von Menschenhand. Ich erinnerte mich ständig an jenen Tag, an dem er mir die Hand reichte, und mich aus dem nahenden Schlund des Todes zurück in das Licht der lebenden zog. Er hatte über das ganze Gesicht gestrahlt und gesagt:
„Scheint so als hätte unsere Freundschaft gereicht um dich zu retten, oder Otagi-Kun?“
Ryu hatte langes weißes Haar, und ein schmales Gesicht, mit eher unauffälligen Konturen. Die langen Strähnen fielen ihm teilweise deutlich ins Gesicht. Sein Lächeln war stets offen und warmherzig....mit wenigen Ausnahmen natürlich. Wenn es um seine Katze Shichiku ging, war Ryu absolut erbarmungslos, und alles andere war dem untergeordnet. In den Momenten, in denen es Shichiku schlecht ging, konnte ich das Band der Freundschaft nicht sehen, ganz gleich, wie sehr ich mich darauf konzentrierte. Es blieb verschwunden. Ich erinnerte mich noch gut daran, wie Shichiku aus einer Pfote geblutet hatte. Ryu verband sie, während er mit ihr auf dem Sofa seiner Eltern kauerte. Der Katze ging es offensichtlich recht gut, doch Ryu machte mir an jenem Tag Angst. Tränen liefen sein Auge herab, seine linke Hand zitterte wie verrückt, und er starrte mich wie im Fieberwahn an. Eine Gänsehaut lief mir den Rücken herab, ich konnte mich kaum rühren. Ich hatte an diesem Tag gespürt, das Ryu zu allem in der Lage war, wenn es um Shichiku ging. Natürlich war ein 12 jähriger nicht in der Lage gewesen, zu begreifen, was es mit einem gewöhnlichen Haustier so besonderes auf sich haben konnte. Damals hatte ich nicht annähernd die Tragweite des ganzen erfasst. Und mir war nicht klar gewesen, was Ryu werden würde. Er war stets mein bester Freund gewesen, nichts, aber auch gar nichts, hatte uns auseinanderbringen können, jede Intrige war an unserem Zusammenhalt gescheitert. Dennoch war Ryu kein Freund fürs Leben, das hatte ich durchaus noch zu spüren bekommen. Natürlich war es ein Schock gewesen...als ich 14 gewesen war, hatte ich mir ausgemalt bis in mein Grab mit Ryu befreundet zu sein. Ich konnte ja nicht ahnen, was er über mich bringen, was er mir antun, was er mir nehmen würde. In meiner Kindheit wäre ich niemals auf den Gedanken gekommen, dass Ryu Shizuka, der beste Freund aller Zeiten, der schlimmste Feind sein könnte, den ein Mensch nur haben kann. Ich erinnere mich noch gut an einige Erlebnisse mit ihm...aber das war alles bevor Shichiku in sein Leben trat. Ich dachte an den großen Hügel , den jedes Kind ab einem gewissen Alter einmal überquert haben musste, um als „Mann“ zu gelten. Wir hatten es zusammen getan...wie eigentlich fast alles andere auch. Auf dem höchsten Punkt lagen wir auf dem grasbewachsenen Erdboden und starrten in die Nachmittagssonne. Es herrschte eine sommerliche Hitze und so trugen wir beide nur dünne weiße Shirts. Ich bemerkte dass ich etwas vergessen hatte, und kramte in meiner Tasche. Verwundert sah Ryu mich an, schien aber doch neugierig zu sein, was ich da bisher vor seinen Blicken verborgen hatte. Grinsend zog ich eine schmale Flasche Sake aus dem Rucksack, das Etikett zeigte die Aufschrift „Heavens Sake“.
„Was ist das für einer? Japanisch oder chinesisch?“
Verblüfft betrachtete ich die Flasche, konnte aber nichts entdecken was mir Aufschluss gab.
„Wieso? Ist das wichtig?“
„Ach egal, wir probieren ihn, dann werden wir es merken.“
Als ich den ersten Schluck tat, wusste ich nicht was er meinte. Doch als ein leichtes Brennen meinen Mund erfüllte, hustete ich, Ryu, der selbst ein wenig keuchte, klopfte mir auf den Rücken.
„ Wieso ist der so stark, bei meinem Vater hat er ganz anders geschmeckt...“
Ryu nahm die Flasche in die Hand und betrachtete sie lächelnd.
„Klar, du hast wohl den chinesischen Sake mitgenommen. Der hat manchmal mehr als doppelt so viel Alkohol wie die japanische Variante. Ich glaub von so etwas sollten wir uns noch fern halten...mir ist das eh viel zu scharf.“
Wir waren zu diesem Zeitpunkt beide 15 Jahre alt, und unsere jugendliche Naivität beschied uns ewige Freundschaft, wie es schien. Ich nahm noch einen kleinen Schluck.
„Echt? Ich finde ihn lecker...es räumt richtig den Mund auf.“
Ryu lachte leise und sah mich an.
„Der wie vielte Schluck ist das? Du bist ja schon ganz rot im Gesicht.“
„Vielleicht war das doch bisschen viel hm?“
Er nahm mir die Flasche aus der Hand, half mir beim Aufstehen und stützte mich.
„Otagi, du verträgst doch nichts, wieso trinkst du trotzdem weiter?“
„War lecker...“
„Hahaha, das glaub ich dir.“
Den ganzen Weg, den wir den Hügel hinabgingen, sprachen wir nicht miteinander. Wir wussten auch so, dass keiner von unserem ...besser gesagt meinem kleinen Trinkgelage, oben auf dem Hügel, erfahren würde. Ryus Vater war ein Anti Alkoholiker, seine Mutter eine streng gläubige Katholikin. Sie würden ihm einigen Ärger machen, wenn sie wüssten, dass er Alkhohol getrunken hatte. Meine Eltern würde nur stören, dass ich eine von Papas teuren Sake Flaschen entwendet hatte. Schließlich waren es SEINE Flaschen. Manchmal fragte ich mich, ob ich eigentlich gute Eltern hatte, ob gute Eltern sich nicht ab und an auch Sorgen machen müssten. Ryu sah mich stumm an, vermutlich ahnte er worüber ich mir Gedanken machte. Er boxte mir locker in die Seite und wir setzten unseren Weg fort. Wir kamen an einer Bushalte Stelle vorbei...wir Kinder nannten sie die „Letzte Station auf dem Weg zum Nichts“, denn diese Bus Linie hielt ausschließlich in den unsere Stadt umgebenden Kleinstädten und Dörfern, die nicht mehr als ein Fleck auf der Landkarte waren. Ich sah die verwahrlosten Fahrpläne, die auf verblichenen, gelblichen Zetteln gedruckt waren. Diese Busse wurden so selten benutzt, das niemand sich die Mühe machte, die Fahrpläne zu aktualisieren. Mein Vater hatte einmal zu mir gesagt, dass einige der Zettel schon dort hingen, als er selbst noch fast ein Kind gewesen war. Ich fand das interessant....schließlich war es für mich kaum vorstellbar, dass mein Vater einmal so wie ich gewesen war...doch diese Zettel waren der Beweis.
Einmal beging ich mit Ryu eine wirkliche Dummheit, ich erinnere mich noch gut daran......



Zuletzt von Hisoka am Mi 17 Okt - 0:40 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
Chirurg des Todes
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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   So 30 Sep - 16:23

   
Die FF gefällt mir sehr! Allein dieser Gedanke, Freunde werden zu Feinde. Ich kann mir immoment die Charaktere noch nicht so gut vorstellen, aber das wird sich wohl noch ändern.
Das Aussehen des Kumpels beschreibst du richtig gut. Man kann ihn sich schon gut äußerlich vorstellen.

Den Einleitungssatz fand ich super. Dieses 'alles ist super und toll, wir werden immer Freunde bleiben'-Gefühl. Auch dass man mehr über die familiären Verhältnisse der beiden erfahren hat. Ich finde du machst immer lebhaftige Personen, nicht nur Namen. Du gibst ihnen Gedanken, Aussehen und Erinnerungen.

Das einzige was ich in der FF nicht ganz so gut verstand, war das hier:
Zitat :
Ich erinnerte mich ständig an jenen Tag, an dem er mir die Hand reichte, und mich aus dem nahenden Schlund des Todes zurück in das Licht der lebenden zog. Er hatte über das ganze Gesicht gestrahlt und gesagt:
„Scheint so als hätte unsere Freundschaft gereicht um dich zu retten, oder Otagi-Kun?“
ist das wortwörtlich gemeint, dass Ryu Otagi gerettet hat, oder eher in einer verzweifelten Situation geholfen? Wenn es sich ich den nächsten Kapiteln aber erklärt, brauche ich keine Antwort.

Ich freue mich wirklich auf die nächsten Kapitel! Ich frag mich was diese 'unzertrennliche' Freundschaft zerstört...



Liebe Grüße

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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   So 30 Sep - 22:22

   
Hallo Hisoka (:

So 22.22 --> Versprechen eingelöst xD
Jetzt hast du dein Kommi ;D

Ich freue mich schon sehr auf den weiteren Verlauf der Geschichte. Dieses Kapitel macht einfach Lust auf mehr. Ich wollte beim Lesen immer wissen, was die 2 Freunde als nächstes tun würden.
"Das Band der Freundschaft" ist einfach eine schöne Idee und eine Ideale die jeder im Leben haben möchte (weshalb ich es in meiner Story auch verwendet habe Razz)
Man kann aus so einem Thema sehr viel rausholen. Ich bin gespannt wie du es umsetzt. Bis jetzt gefällt es mir sehr gut =)


Mir sind aber 2 Fehler aufgefallen:

Zitat :
Ich erinnerte mich ständig an jenen Tag, an dem er mir die Hand reichte, und mich aus dem nahenden Schlund des Todes zurück in das Licht der Lebenden zog.

"der Lebenden" wird in diesem Kontext groß geschrieben

Zitat :
„Der wievielte Schluck ist das? Du bist ja schon ganz rot im Gesicht.“

"wievielte" wird in diesem Kontext zusammengeschrieben

Ich freue mich schon auf das nächste Kapitel =D

MfG Onenami25

Sakuura
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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   So 30 Sep - 23:03

   
Hallo Hisoka,

Du kannst echt gut schreiben, bin echt beeindruckt. Schon der Name deiner FF verspricht in meinen Augen viel Spannung. Die Tatsache, das Ryu so verrück nach dieser Katze ist, macht mich echt neugierig. Was da wohl dahinter steckt. Als ich gelesen habe, wie sie aussehen, wollte ich sie gleich zeichnen XD so gut hast du die beschrieben. Habe sie echt schon vor mir gesehen. Man merkt echt, dass du viel liest. Dein Wortschatz ist so vielseitig. ich freue mich schon wie es weiter geht. Wenn die beiden so gute Freunde waren, frage ich mich echt, durch was dieses Band zerstört wurde. Hisoka, du weist auf alle Fälle, wie man die Neugier im Leser weckt. Bin echt auf die Fortzetzung gespannt.

mfg. Sakuu

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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   Mo 1 Okt - 10:21

   
Okey gut ich war vorein genommen..
Dachete so ohje wieder eine ff, muss sagen ich bin sehr angenehm überrascht.
Wirklich ein gutes Kapitel für den Start.
Jeder der leser brennd sicher schon drauf diese "Dummheit" von Ryu & Otagi zu erfahren.

MFG Lawly

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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   Mo 1 Okt - 13:17

   
Vorweg schon mal : Ich liebe Geschichte in der Ich-Form*____*, weil ich kann mich dadurch gut in die Person hinein versetzen, das ist wirklich toll.Der Anfang gefällt mir sehr gut, wie du das alles beschreibst und so finde ich klasse, bin schon so gespannt wie es weiter geht^^

Hisoka
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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   Fr 5 Okt - 19:37

   
Hier (leider habe ich die Zeit vergessen) etwas später als gedacht, das "neue" Kapitel. Ab dem nächsten Kapitel ist das Material dann sozusagen druckfrisch Smile

2. Erinnerungen (2 von 2)

Nur eine Woche nach dem Erklimmen des Hügels, trafen wir uns mit zwei Freunden, Kazoru und Damura, in einem Nacht Club, dessen Türsteher leicht bestechlich waren, und auch Minderjährige wie uns einließen, wenn wir genug Kleingeld hatten. Die beiden Freunde zu nennen geht aber eigentlich etwas zu weit..sie waren bestenfalls Kumpels, wir unternahmen hin und wieder eine Tour durch die Stadt mit ihnen...ansonsten waren wir nicht wirklich „kompatibel“. Mir gefiel ihre Art nicht so Recht, und auch Ryu schien sie nicht wirklich leiden zu können. Doch letztlich waren sie es, die uns Eintritt und Getränke bezahlt hatten..vermutlich hatten wir sie nur deshalb mitgenommen. Kazoru, ein hochgewachsener junger Mann, mit blonden Haaren und recht durcheinander gewirbelten, punkigen Frisur, sowie einem Ohrring im rechten Ohr, trank erneut aus seiner Sake Flasche, und sah mich an. „Hey Otagi-Kun, du trinkst ja fast gar nichts....komm schon, das Zeug war echt teuer.“ Es gefiel mir nicht dass er mich Kun nannte...doch ehe ich etwas sagen konnte, mischte sich Ryu ein. „Ich trinke für ihn mit...erstmal.“ Damura, eher klein, lange schwarze Haare, die ihm größtenteils, wie bei Ryu, ins Gesicht fielen, lachte. „Was soll das? Dann ist er immer noch nüchtern, und du doppelt voll.“ Kommentarlos leerte Ryu die Sake Flasche, die beiden starrten ihn ein wenig überrascht an. „Das ging ja schnell...aber das ist japanische Billig Ware, wie siehts damit aus?“ Damura stellte eine Flasche auf den Tisch, auf der ein großer Bär abgebildet war, in großer Schrift stand „RASPUTIN“ darauf geschrieben. „Echter russischer Wodka, zieht ganz schön.“ Ryu sagte nichts, sondern nahm die Flasche in die Hand. Kurz darauf trank er direkt daraus, und erst nach 3 Sekunden setzte er wieder ab. „Hey, das trinkt man doch nicht pur. Das brennt total wenn...“ Ryu war nicht im Geringsten angetrunken, obwohl er neben dem Wodka noch so einiges anderes in sich herein geschüttet hatte. Ich bekam wirklich das Gefühl, das er für mich mittrank. Zögerlich griff ich nach der Wodka Flasche. „Hey ich trinke auch mal...ich will nicht dass du wegen mir dicht bist.“ Ryu wollte mir die Flasche wegnehmen, doch ich fing schon an zu trinken...nach nicht einmal 2 Sekunden riss ich mir die Flasche vom Mund weg und krächzte. Wie hatte Ryu nur 3 Sekunden lang dieses Feuerwasser trinken können, ohne auch nur die geringste Regung zu zeigen? „Du hältst wohl nicht so viel aus wie dein Freund, oder?“ Wortlos setzte ich noch einmal zum Trinken an...als ich wieder absetzte, tanzten die Lichter in meinem Kopf, und meine Umgebung verlor zunehmend an Konturen. Ryu wedelte mit seiner Hand vor meinem Gesicht. „Hey, Otagi!“ „Oh je, das war wohl zu viel.“ Ich sah sein höhnisches Gesicht vor mir und wollte nachsetzen, doch da trank bereits Ryu, wohl wieder stellvertretend für mich, aus der Flasche...4 Sekunden lang. Ungläubig wurde er von Kazoru und Damura beobachtet, doch das war mir zu viel. „Gib her Ryu....die sind gleich still...“ Ab da habe ich einen leichten Filmriss. Ich weiß nur noch, dass ich im nächsten Moment in meinem heimatlichen Bett aufwachte...mit einem schmerzenden Kopf. Neben meinem Bett saß mein Vater und starrte mich übellaunig an. Im ersten Moment dachte ich ich sei wegen überhöhten Alkohol Konsums umgekippt...und jetzt würde ich von meinem Vater ausgeschimpft. Doch stattdessen eröffnete er mir, dass ich niedergeschlagen worden sei...von Kazoru. Mit bohrendem Blick wollte er wissen, wie es dazu gekommen war, doch ich erinnerte mich einfach nicht. Und selbst wenn ich es gewusst hätte....meinen Vater hätte nur sein angekratztes soziales Image interessiert. Erst Stunden später erfuhr ich von Ryu was passiert war. Nachdem ich mehr getrunken hatte, als die beiden Herumtreiber mir zugetraut hätten, hatte ich mich ausgerechnet mit Kazoru angelegt. Dieser, stark angetrunken, und von Ryus Trinkfestigkeit genervt, schlug mich so stark, dass ich, vor allem wegen des Alkoholspiegels, sofort das Bewusstsein verlor. Was aber wesentlich wichtiger war....Kazoru war mehr als nur ausreichend dafür bestraft worden. Ryu hatte ihm, so drückte er es aus, eine kleine Lektion erteilt.... Das mag kein gutes Licht auf uns werfen, doch für mich war es eine erneute Bestätigung, dass nichts Ryu und mich auseinanderbringen konnte... Freunde für immer, das waren wir wohl. Bis zu jenem Tag als er die Katze bekam.....
Seine Mutter hatte den Korb auf den großen blanken Holztisch im Wohnzimmer gestellt, angelockt von den daraus dringenden Geräuschen, wollten wir beide nachsehen, was darunter war. Neugierig hob Ryu die Steppdecke, die auf dem Korb lag, und staunte. Eine ausgewachsene Katze sah ihn an und schnurrte leise. Sie hatte braunes Fell, mit einigen schwarzen Streifen dazwischen, und war recht groß, ihr Fell war sehr kurz und glatt. Ich beobachtete Ryu die ganze Zeit...wie er sie anstarrte, sie mit seinen Blicken förmlich zu verschlingen schien. Doch ich ahnte damals bereits, dass es gerade andersherum war. Er selbst ging in ihrem Augenschlund unter, und verlor sich in den unendlichen Tiefen einer schwarzen Seele, verborgen in einem Tierkörper. Aus heutiger Sicht würde ich sagen, dass wir ab jenem Moment, in dem ich ihm auf die linke Schulter tippte, da mir sein Verhalten seltsam vorkam, keine Freunde mehr waren. Langsam drehte er sein Gesicht in meine Richtung, biss sich auf die Lippen. Er sah mich an, ohne jede Wärme oder Freude in seinem Blick...eine Eiseskälte brach aus seinen Augen hervor, und umarmte mich mit ihren kalten Klauen. Seine Augen waren schwarz. Das unschuldige Blau verschwunden, auf und davon. Ebenso wie mein Freund Ryu, der nun durch etwas anderes ersetzt worden war. Ryu nahm Shichiki auf die Arme und streichelte sie langsam. Ihm war anzusehen, dass er alles um sich herum, mich eingeschlossen, längst vergessen, in eine tiefe und verborgene Kammer seines Unterbewusstseins gesperrt hatte. Ich wagte nicht etwas zu sagen...ich fürchtete seine Reaktion darauf. Ich ahnte, würde ich ihn jetzt aus seinem Tagtraum reißen, würde unsere Freundschaft an Ort und Stelle zerbrechen. Und obwohl ich bereits ahnte, dass sie bereits vorbei war, seit er die Katze zum ersten Mal gesehen hatte, wollte ich es nicht wahrhaben. Ich zuckte zusammen und es fröstelte mich...die Katze sah mich an. Ihre dunkelgrünen Augen funkelten, und durchbohrten mich mit ihrer tödlichen Schärfe, schienen sich direkt in die Tiefen meiner Seele zu graben. Dieses Tier war kein gewöhnliches Lebewesen, das wusste ich vom ersten Augenblick an. Ich würde heute sogar soweit gehen zu sagen: Shichiki war das pure Böse. Nicht die Art von Böse die wir aus Filmen kennen, sondern diese ganz alte, unheimliche Art, die wir aus den brutalen Märchen unserer Kindheit kennen. Ich verließ das Wohnzimmer, die bohrenden Blicke konnte ich nicht länger ertragen. Plötzlich stand ich neben Ryus Mutter, die aufmerksam beobachtete, wie er das Geschenk aufnahm, das sie sicher einiges gekostet hatte. „Na was meinst du, gefällt es ihm? Ich war mir so unsicher, ob eine Katze oder nicht doch lieber ein kleiner Hund...“ „Es scheint ihn wirklich zu faszinieren.“ „Oh, ja das sehe ich. Es war die richtige Entscheidung, das wusste ich...jetzt hat er wenigstens eine Beschäftigung, für die Zeit in der mein Mann und ich in Urlaub fahren.“ „Sie...sie nehmen Ryu nicht mit?“ Ich war vollkommen verblüfft, und vergaß die Katze für einen Augenblick. Frau Shizuka sah mich an und lächelte, während sie leise lachte. „Aber Otagi.....ich kaufe ihm doch keine Katze, um ihn dann mitzuschleppen. Sein Vater und Ich wollen einfach mal ungestört sein, vielleicht ein wenig Absinth trinken...“ Ich war damals fassungslos über so viel Ignoranz, Oberflächlichkeit und Egoismus. Heute kenne ich viele Menschen dieses Schlages, und die meisten davon sind wesentlich härtere Fälle. Doch mit ihr war es schlimm genug gewesen...eine eiskalte Frau, die ich noch nie hatte leiden können. Hätte ich gewusst, was sie mit ihrem Geschenk anrichtete, vermutlich hätte ich sie damals gehasst. In diesem Fall aber hatte ich genug mit den Gedanken an die finstere, alles durchschauende Katze zu tun.
Nun nehmen sie sicher an , dass Ryu in der Folgezeit nur noch mit seiner Katze beschäftigt war. Dass er, wann immer ich mich bei ihm meldete , meine Einladungen abschlug, da er nur noch für dieses Ding etwas von seiner wertvollen Zeit erübrigen konnte. Doch das war nicht der Fall. Im Gegenteil, für eine Weile schien Ryu aufzublühen. Wir waren nach wie vor unzählige Stunden gemeinsam unterwegs, gingen in Clubs oder trafen uns mit Mädchen, stellten alle möglichen Dummheiten an. Ich vermied es allerdings , ihn daheim zu besuchen. Denn war Shichiki in der Nähe, wurde ich zu weniger als Luft für ihn. Alleine die Launen des Tieres zählten dann noch, ich blieb außen vor. Trafen wir uns bei mir daheim oder im nahegelegenen Park verschwendete er dagegen scheinbar keinen Gedanken an die Katze. Vielmehr vermisste er seine Eltern, zeigte Trauer darüber, dass sie ihn nicht mitgenommen hatten. Und so kam es, dass sich mir in den Wochen und Monaten nach Shichikis Erscheinen der Gedanke aufdrängte, alles bliebe beim alten, meine düsteren Vorahnungen würden sich nicht erfüllen, Ryu und ich auf ewig Freunde bleiben. Ich erkannte die Zeichen nicht. Die Zeichen, die mir hätten vermitteln sollen, dass Ryu mehr und mehr eine tickende Zeitbombe wurde, eine Gefahr für alle, die sich ihm und mir in den Weg stellten. Doch davon bekam ich nichts mit, vielleicht wollte ich es auch nicht wahrhaben. Das Kazoru seit einigen Wochen verschwunden war, fiel mir ebenso wenig auf, wie dass jeder der sich in der Schule mit uns anlegte, für die nächsten Wochen aus unbekannten Gründen dieser fernblieb. Auch Ryus zunehmender Alkohol Konsum entging mir...es war, als hätte mich irgendetwas oder irgendjemand vollständig von der Realität abgeschottet. Anders als ich damals glaubte, gab es unzählige Anzeichen dafür, dass Ryu nicht mehr derselbe Mensch war wie jener, der freudig die Steppdecke vom Körper einer kleinen, teuflischen Katze gezogen hatte.
Ich könnte jetzt noch viele, viele Stunden von mir und Ryu erzählen. Unsere kleineren und größeren Abenteuer zu beschreiben würde jedoch wohl mehr als nur einige Seiten verschlingen...und viel zu viel ihrer kostbaren Lebenszeit. Also lassen wir das im Weiteren. Die Vergangenheit ist oft wie ein Stachel im eigenen Fleisch, der nicht zu entfernen ist. Im Gegenteil...versuchen wir ihn zaghaft herauszuziehen bohrt er sich tiefer und tiefer in unseren Körper, reißt unheilbare Wunden in unseren Verstand. Daher soll dieser Zeitsprung auch dazu dienen, meiner geschundenen Seele eine Ruhepause zu geben.

In 4 Tagen geht es dann mit der Gegenwart weiter Smile

Greetz, Hisoka

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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   Fr 5 Okt - 20:30

   
Hallo Hisoka,

es hat mich gefreut, dass das neue Kapitel endlich da war.

Meine Lieblingsstelle:
Zitat :
Ich würde heute sogar soweit gehen zu sagen: Shichiki war das pure Böse. Nicht die Art von Böse die wir aus Filmen kennen, sondern diese ganz alte, unheimliche Art, die wir aus den brutalen Märchen unserer Kindheit kennen.

Ich mochte diese Beschreibung des 'Bösen'. Schließlich gibt es viele verschiedene Arten, doch mit dieser Stelle hast du einem klar gemacht, welche. Die Wortwahl gefiel mir auch sehr.
Es hat mir sehr Spaß gemacht dieses Kapitel zu lesen und ich bin immer neugieriger geworden. Ryu scheint doch ein echt guter Freund zu sein. Eine einfache Katze soll der Auslöser dafür sein, dass diese gute Freundschaft zerbricht? Ich denke in Wahrheit war es einfach die Zeit, die dafür sorgte dass sie nicht mehr Freunde waren, aber ich bin gespannt auf das Kapitel. Die Eltern von Ryu mag ich gar nicht. Kaufen ihrem Sohn ne Katze damit er was zu tun hat und sie ungestört bleiben.

Ich liebe deinen Schreibstyl. Er macht immer wieder lust auf mehr, ich kann nicht aufhören zu lesen!



Liebe Grüße

Chirurg des Todes


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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   Sa 6 Okt - 14:29

   
Hallo Hiso ^^

Man, du kannst das echt toll. Ich liebe deine Art, Geschichtn zu erzählen. Wie gut du einzelne Situationen beschreiben kannst. Du schaffst es so viel Lebendigkeit rein zu bringen, echt Toll.
Ich lese die Geschichte echt gerne, kann kaum das nächste Kapitel abwarten. Die Eltern sind ja echt grenzwertig ....
Die Katze wird immer unheimlicher. Ich frage mich gerade, hat die Katze die Mutter wohl zum Kauf animiert ? Hat sie es geplant. Ich bin mal gepannt wie es weiter geht.

mfg. die neugierige Sakuu *o*



Zuletzt von Sakuura am Di 16 Okt - 14:24 bearbeitet, insgesamt 1 mal bearbeitet
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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   Sa 6 Okt - 19:54

   
du wolltest harte kritik mit wenig lob...

sorry aber die einzige kritik die ich habe sinf hier und da ausdrucksmängel, wo man nicht sofort versteht oder kurz nachdenken, was gemeint ist, aber das is besser als überhaupt nicht nachdenken zu müssen.

Einfach umwerfende Geschichte, geschmackssache aber hervorragend geschrieben, das kann keiner in Abrede stellen, egal ob er die Story mag oder nict

Mehr kann ich nicht sagen

mfg Bruder PDAce

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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   So 7 Okt - 1:34

   
sooooo.....
Das is ne schöne Geschichte, an der ich nichts auszusetzten hätte. Mir ist eigentlich nur positives aufgefallen.
Ich finde es euch echt genial wie du diese "Böse" Katze beschrieben hast. Das lässt sie echt unheimlich wirken,
aber sie verleiht auch der ganzen Geschichte vor allen noch ein bisschen mehr charm.

so ist zwar nur ein kleiner Beitrag, aber was soll man bei so einer Geschichte sonst noch schreiben^^

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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   So 7 Okt - 11:01

   
Hey Hiso =)

So jetzt habe ich dein neues Kapitel auch durchgelesen xD

Die Katze verwundert mich doch sehr. Das eine Katze so teuflisch sein soll kann ich mir gar nicht vorstellen. Mal sehen was du uns noch zeigen wirst ;D
Eine Vorahnung hat man ja schon, von dem was Ryu macht. Es kann ja aber auch ganz anders sein als man es erwartet. Mal schauen ;D

So, du weißt ja das ich ein totaler Rechtschreib- und Grammatikfreak bin >.< :DD
Da schreck ich auch nicht vor deiner FF zurück....auch wenn es mir nicht gut dabei geht xD


Zitat :
„Das ging ja schnell...aber das ist japanische Billigware, wie siehts damit aus?"

"Billigware" wird zusammengeschrieben. Du neigst dazu Wörter auseinander zu schreiben die zusammengehören :'D

Zitat :
„Echter russischer Wodka, zieht ganz schön durch.“

Also....ein Fehler ist das direkt nicht....man kann auch sagen "der zieht ganz schön" aber ich finde "der zieht ganz schön durch" hört sich besser an Wink

Zitat :
Ich bekam wirklich das Gefühl, dass er für mich mittrank.

Nicht "das" sondern "dass"

Zitat :
Im ersten Moment dachte ich ich sei wegen überhöhten Alkoholkonsums umgekippt...und jetzt würde ich von meinem Vater ausgeschimpft.

"Alkoholkonsum" wird zusammengeschrieben, also auch "Alkoholkonsums"

Zitat :
Langsam drehte er sein Gesicht in meine Richtung und biss sich auf die Lippen.

Ein "und" ist hier besser als ein Komma. Sonst wirkt der Satz nicht fertig - du weist doch was ich meine, oder ?

Und eines muss ich noch sagen. Mich stören deine vielen Punkte ein wenig. An manchen Stellen wirken die richtig gut, aber bei manchen auch nicht. Zum Beispiel passen sie manchmal auch nicht in den Satz. Man sollte sie nicht allzu oft benutzen.

MfG Onenami25

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BeitragThema: Da hast du meinen Kommentar xP   So 7 Okt - 22:47

   
Hallo Hisoka ^^

Ich bin mal unkreativ und mach 'ne Aufzählung, sonst wird das eh nix bei mir Very Happy. Ich war sehr pingelig gründlich und hoffe, dass diese Auflistung als konstruktive Kritik aufgefasst werden kann. Für Fehler wird keine Haftung übernommen silent

-"Die langen Strähnen fielen ihm teilweise deutlich ins Gesicht."
[teilweise] deutlich wirkt etwas befremdlich. Ich würde deutlich weglassen, oder den Term ggf durch einen Anderen ersetzen.
-"Ich hatte an diesem Tag gespürt, dass Ryu zu allem in der Lage war[...]."
Das mit einem s nur, wenn es sich auf etwas bezieht und näher beschreibt. Zum Beispiel "Er zielt aus das Tier, das am Rand steht." Mit ss muss man einen ganz neuen Satz bilden, um den Sinn beizubehalten: "Das Tier steht am Rand, (so)dass es zu seinem Ziel wird."
Ich hoffe, dass die Erklärung annähernd verständlich ist :/. Ich bin manchmal grottig im Erklären.
-"Ich bemerkte, dass ich etwas vergessen hatte, und kramte in meiner Tasche."
-"Ryus Vater war ein Anti-Alkoholiker"
-"[...]eine von Papas teuren Sakeflaschen entwendet[...]"
-"Wir kamen an einer Bushaltestelle vorbei."
-"„Letzte Station auf dem Weg ins Nichts“, denn diese Buslinie hielt ausschließlich[...]"
-" Diese Busse wurden so selten benutzt, dass niemand sich die Mühe machte, die Fahrpläne zu aktualisieren."
-"Mein Vater hatte einmal zu mir gesagt, dass einige der Zettel schon dort hingen, als er selbst noch fast ein Kind gewesen war."
Wozu das fast?

-"Nur eine Woche nach dem Erklimmen des Hügels, trafen wir uns mit zwei Freunden[...]"
Das Komma führt eine sinnlose Existenz an diesem Örtchen ^^.
-"Kazoru, ein hochgewachsener junger Mann, mit blonden Haaren und einer recht durcheinander gewirbelten, punkigen Frisur, sowie einem Ohrring im rechten Ohr, trank erneut aus seiner Sake Flasche, und sah mich an."
Kommas sind wie die Klammern in einer Matheformel. Sie umschließen einen integrierten Satz und sind ansonsten überflüssig. Hauptsatz: "Kazoru trank erneut aus seiner Sake Flasche und sah mich an." Der Rest war Nebensache Wink
-"Es gefiel mir nicht, dass er mich Kun nannte"
Vor dass immer ein Komma Smile
-"Kommentarlos leerte Ryu die Sake Flasche. Die beiden starrten ihn ein wenig überrascht an."
Nur ein Vorschlag. Liest sich für mich besser ^^'
-"[...]auf der ein großer Bär abgebildet war.In großer Schrift stand „RASPUTIN“ darauf geschrieben.
s.o.
-"Das brennt total, wenn...“
-"Ich bekam wirklich das Gefühl, dass er für mich mittrank."
-"Was aber wesentlich wichtiger war: Kazoru war mehr als nur ausreichend dafür bestraft worden.
-"Seine Mutter hatte den Korb auf den großen blanken Holztisch im Wohnzimmer gestellt. Angelockt von den daraus dringenden Geräuschen, wollten wir beide nachsehen, was darunter war."
-"Nun nehmen Sie sicher an [...]"
Anreden werden groß geschrieben.
-"[...] trafen uns mit Mädchen und stellten alle möglichen Dummheiten an."
s.o.
-"Und so kam es, dass sich mir in den Wochen und Monaten nach Shichikis Erscheinen der Gedanke aufdrängte, alles bliebe beim Alten [...]"
beim=bei dem
-" Dass Kazoru seit einigen Wochen verschwunden war, fiel mir ebenso wenig auf, wie dass jeder, der sich in der Schule mit uns anlegte, für die nächsten Wochen aus unbekannten Gründen dieser fernblieb."
-"...und viel zu viel Ihrer kostbaren Lebenszeit."


An manchen Stellen benutzt du "..." wo man auch einen einzigen Punkt oder gar ein Komma setzen könnte. Natürlich verlangsamen sie den Lesefluss; ich würde vllt nur vorsichtiger sein, damit keine Häufung entsteht Smile.

Bisher kann ich wenig sagen, wie mir die Geschichte gefällt, aber der Einstieg hat mich Neugierig gemacht. Das Thema ist interessant und gut verpackt. Bisher scheint alles gut strukturiert und lässt sich ausgezeichnet lesen.

LG WinterGolD

Hisoka
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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   Do 11 Okt - 14:33

   
Hier nun der neue Teil meiner FF. Ich danke für die bisherige Kritik, Komma Fehler werdet ihr aber leider auch in Zukunft finden, das war schon immer meine große Schwäche Smile

Das Treffen

Der Sake rann meine vom verregneten und kalten Tag strapazierte Kehle herab. Ein intensiver Geschmack breitete sich in meinem Mund aus und für einen Moment lang erwärmte der Alkohol meinen ganzen Körper. In diesen Sekunden schien als könnte der lange, kräftezehrende Tag doch noch friedlich ausklingen, bereits den Weg ebnen für den alles umgebenden Mantel der Nacht.
Doch gerade als ich mich dieser verlockenden Illusion hingeben und mir einen weiteren Schluck genehmigen wollte, riss das Klingeln meines Iphones die wohltuende Stille mit bestialischer Endgültigkeit enzwei. Entnervt entsperrte ich das kleine Ding und hielt es an mein Ohr, wartete mürrisch darauf, wer meinen wohlverdienten Feierabend ruinieren wollte.
„Hey Otagi.“
„Sagt wer?“
Ein Räuspern, leises Rascheln, dann erhob der Fremde wieder seine Stimme.
„Hier ist Akashi....Akashi Sozome....erinnerst du dich? Wir waren zusammen auf der High School.“
„Ah...ja, ich erinnere mich. Was gibt es denn?“
Ich war desinteressiert. Akashi Sozome und ich, wir waren niemals enge Freunde gewesen. Gute Bekannte, ja. Die ein oder andere Nacht hatte ich mit ihm und seiner Clique auch durchgemacht. Aber daraus hatte sich nie eine tiefergehende Bindung entwickelt, als die einer oberflächlichen High School Bekanntschaft. Und die High School hatte ich zu diesem Zeitpunkt bereits seit 7 Jahren hinter mir.
„Tja, hast du meine Email nicht bekommen? Die alte Adresse stimmt doch noch?“
Ich kratzte mich nachdenklich am Hinterkopf, antwortete dann aber mit recht sicherer Stimme.
„Äh ja, ich habe meine Email Adresse seit 10 Jahren nicht mehr geändert. Allerdings wird deine wohl in den Spamm Ordner gerutscht sein, den mir ist nichts aufgefallen was von dir sein könnte.“
„Oh, das ist schade, na ja deshalb rufe ich ja an. Shya und ...na ja unsere alte Clique, wir würden gerne eine Feier geben und laden deshalb auch einige alte Freunde ein. Raus aus dem Alltag, verstehst du? Nochmal zurück in die gute alte Zeit...“
Eine Feier also. Obgleich sich meine Begeisterung in Grenzen hielt, Ablenkung vom Berufsleben konnte ich gut gebrauchen. Und Shya, sie allein würde den Besuch lohnenswert machen.
Ich griff mir einen Kugelschreiber aus dem kleinen Kästchen auf meinem Schreibtisch und riss einen Zettel von meinem Notiz Block.
„Wann und wo?“
Er schmatzte, vor meinem inneren Auge formte sich ein Abbild seines sich vermutlich gerade bildenden Grinsens.
„Heute...um genau zu sein in zwei Stunden, wir würden dich abholen.“
„Das ist...ziemlich kurzfristig um ehrlich zu sein.“
Abermals drängte sich mir sein imaginäres Grinsen auf, gleich dem Zähnefletschen eines hungrigen Wolfes der seine Beute erspäht hatte.
„Ja, stimmt schon, aber das ist der einzige Tag an dem es bei allen klappt. Also, sollen wir dich abholen?“
Ich schwieg. Drehte den Kugelschreiber in meiner Hand, sah für einen Moment lang geistesabwesend zur Decke und wog für und wieder ab. Dann sagte ich, kurz und knapp:
„Ja.“
„Hey, das wird sicher entspannend....aber du solltest schon etwas Trinkfestigkeit mitnehmen haha.“
„Also dann, bis später.“
„Ciao.“
Aufgelegt.
Was erwartete ich mir eigentlich von diesem Treffen? Wir waren alle weit über 20 Jahre alt, ich konnte mir kaum vorstellen dass es in ein exzessives Trinkgelage ausarten würde, wie zu High School Zeiten. Shya war dabei....eventuell...ach nein, keine sinnlosen Hoffnungen nähren.
Langsam stand ich auf, legte das Iphone auf den Schreibtisch und lief langsam zum Badezimmer.
Die Tropfen die aus dem Duschkopf heraus meinen Körper bedeckten....langsam glitten sie an mir herab, nur langsam vergehend, wie ein mühseliger Arbeitstag. Doch sie waren nicht lästig, ihre Berührung war beruhigend, entspannend....stärkte seine ermattete Seele. Er verfolgte die kleinen Wasser Partikel bis sie langsam ihre Reise in den Abfluss antraten...am Duschboden vereinigten sie sich zu einem kleinen Wasserkreis, bis sie sich dann endgültig seinem Blick entzogen.....wie sehr sie doch sein bisheriges Leben widerspiegelten.
Eben in dem Moment, in dem er sich ein Handtuch um den Körper gewickelt und das Wohnzimmer erneut betreten hatte, quälte ihn abermals sein Iphone.
„Shizume?“
„Hier ist Nyomi...“
Ich fasste mir mit der Hand an die Stirn und seufzte.
„Nyomi, es ist vorbei. Verstehst du? Endgültig und ein für allemal vorbei.“
„Ich weiß dass du wütend bist, aber wir hatten..“
„Wir hatten nichts. Da war nichts. Und ich bin auch nicht wütend, es ist mir vollkommen gleichgültig mit wem du dich welchem Vergnügen hingibst.“
Sie zischte leise, ich vermochte förmlich zu hören, wenngleich das unmöglich sein sollte, wie sich ihre Miene zu einer wütenden Grimasse verzog.
„Ach , das ist es also ja, ich war für dich nicht mehr als ein kleines Mädchen das du erst fi..“
„Hör endlich auf damit! Tu nicht so als hätte ICH diese Sache beendet. Lass...mich...in...Ruhe.“
Ich legte auf. Für verzweifelte Ex-Affären hatte ich nun wirklich keine Zeit.
Nachdem ich wenigstens das notwendigste angezogen hatte, stellte ich mir vor meinen offenen Schrank und besah die wirre Ansammlung an Kleidungsstücken. Vom bedruckten Dumme Sprüche Shirt, zum Fan Shirt bis hin zu einem schlichten weißen Hemd....alles war vorhanden. Ich grübelte nicht lange, zielsicher griff ich nach einem weißen Hemd ohne Ärmel, zog zudem noch eine schwarze Weste aus dem Schrank. Es galt immerhin Shya zu beeindrucken.
Gerade als ich nach meiner Jeans griff hielt ich für einen Moment lang inne. Ein kurzer Flashback überrumpelte mich, zahllose Bilder zogen vor meinem inneren Auge vorbei. Doch der Moment währte nicht lange. Wenige Minuten später saß ich auf der Couch, verfolgte einen Live Auftritt von Deathgaze und wartete mehr oder weniger gespannt auf das erlösende Geräusch der Tür Klingel. Das mich exakt 3 Stunden später, während einer Darbietung von AKB48, aus dem Schlaf riss. Ich hastete zur Tür, sah flüchtig durch den Spion und öffnete. Die Tür schwang auf, nur mit Mühe konnte ich dem auf mich zusausenden Holz ausweichen, nur um gleich darauf umarmt zu werden.
„Heeey Otagi!“
Ich stutzte, dann sah ich auf und meine Augen erblickten einen alten Freund. Kurze , schwarze Haare, die in Punk Manier leicht zu Berge standen, freundliches , unaufdringliches Lächeln, wild durch den Raum irrender Blick...kein Zweifel, vor mir stand Akira Kigekino, alias Aki-kun.
„Was machst du hier bei...“
„Akashi hat offensichtlich viele alte Freunde angerufen! Mann ich freu mich so, wir haben uns ja aus den Augen verloren als...“
„Komm, lass uns jetzt nicht darüber reden ja?“ erwiderte ich schulterzuckend, mit den Lippen ein Lächeln andeutend.
Unsere Blicke kreuzten sich für einen Moment, kurz darauf kratzte sich Akira verlegen am Hinterkopf und entrang seiner Kehle ein gequältes Lachen.
„Na los, Akashi wartet vor dem Haus, er lässt den Motor laufen.“
„Höchst Eile ist geboten, wie?“
Während ich langsam die schwere Tür hinter mir schloss , trat Akira bereits den Weg in Richtung Eingang an, er grinste.
„Hey, wir wollen die Location eben so lange wie möglich ausnutzen!“
Unvermittelt erinnerte ich mich wieder an Aki-kuns unverfänglichen Optimismus, seine ständige gute Laune und seine Neugier. Vermutlich....wusste er genau so wenig wie ich. Ich versuchte aus seiner Haltung, seiner Gestik und seinem Blick zu erahnen , was er wusste. Doch da war nichts auffälliges, Aki-kun war so unverblümt offen und herzlich wie eh und je....zugleich auch undurchschaubar. Seine unverfängliche Art erschwerte es mir sehr, zu erfahren ob er eingeweiht war.
Vor dem Haus stand ein Wagen, ein schwarzer Suzuki, mit laufendem Motor. Die Wagentür ging auf und Akashi Sozome, wiewohl nach wie vor sitzend, streckte seinen Kopf aus dem Auto.
„Hey Otagi! Schön dich zu sehen, steig ein, wir wollen los!“
„Wir?“
Eine bedeutungsschwangere Stimme erklang aus dem Wagen, die Person schien neben Akashi zu sitzen.
„Ich bin auch noch da Otagi-kun..“
Shya!
„Oh Shya, du..“
Ich wurde in meinen beklagenswerten Versuchen mit ihr in Kontakt zu treten aprupt unterbrochen, als mich Aki-kun in den Wagen zog, auf den Sitz neben dem er nun Platz nahm.
Entnervt schüttelte ich ihn ab und blickte mich um.
„Was habt ihr denn verdammt! Ist die geheimnisvolle Location ein Mafia Unterschlupf und jeden Moment kann eine Razzia stattfinden?“
Akashi lachte leise , Shya legte ihren Arm um seinen Hals.
„Nun reg dich ab, du kommst schon heil an.“
„Sei nicht so herablassend Akashi, sicher ist er nur etwas überrumpelt.“
Shya zwinkerte mir zu, Aki-kun setzte seinen „Du alter Schwerenöter“ Blick auf, boxte mir freundschaftlich in der Seite und ich fühlte mich wieder wie in der High-School.
Zielsicher lenkte Akashi den Wagen durch einige wenig ansehnliche Viertel, eine Ansammlung maroder Reihenhäuser zog an mir vorbei, die Stadt bot eine trübselige Aussicht. Streunende Hunde, leerstehende Bauten....wieso hatte ich noch nie bemerkt wie heruntergekommen die Gegend war in der ich lebte? Verdrängung war das Wort, das mir nun in den Sinn kam.
Ich verzog das Gesicht, als der Wagen abermals in eine Seitenstraße einbog und mit seinen Scheinwerfern die in die Dämmerung getauchte Stadt für einige wenige Sekunden erleuchtete.
Es war wie in einem alter Ganoven Schinken, in dem die Entführer ihr wehrloses Opfer durch ständige Umwege davon ablenkten, wie weit ihr Versteck tatsächlich von seinem Zuhause entfernt war, um dem unwahrscheinlichen Fall vorzubeugen, dass es fliehen konnte.
Bedachte man, dass mit Akashi, Akira und insbesondere Shya, einige sehr geschwätzige Menschen mit mir diesen Wagen teilten, war die penetrante Stille alles andere als normal. Ich blickte zu Aki-kun, der starr nach vorne sah, mich kaum wahrzunehmen schien. Ich fühlte mich als hätte man mich in Wasser getaucht, die Konturen um mich herum würden verschwimmen , die Wirklichkeit allmählich verblassen. Es war nichts zu hören, als das leise Rauschen des Wassers um mich herum. Ich trieb in diesem wabernden Nichts, die Welt verlor an Bedeutung. Bis eine Hand aus dem Wasser schoss und mich an meinem Arm packte. Schlagartig sah ich auf, registrierte das der Wagen gehalten hatte und Aki-kun meinen Arm schüttelte.
„Hey, wir sind da.“
Ich betätigte den Türgriff , doch die Wagentür blieb zu. Misstrauisch sah ich zu Akashi, der die Tür entriegelte. Dann endlich trafen meine Füße wieder auf festen Boden. Erst jetzt sah ich mich um. Hier war nichts, gar nichts. Ein weites Ödland, nur hier und da von einigen leerstehenden Gebäuden unterbrochen. Das Haus vor dem der Wagen gehalten hatte, bot ein armseliges Bild. Ein grauer, heruntergekommener Kasten, dem man ansah, dass er schon das ein oder andere Erdbeben überstanden hatte. Ich zuckte zusammen als sich eine Hand auf meine Schulter legte...Shya.
„Was soll das. Sieht mir nicht wie eine....Party Location aus. Was soll das alles?“
„Sei doch nicht so misstrauisch, freu dich auf einen schönen Abend.“
Verdutzt sah ich sie an, Shya, mit ihrem langen schwarzen Haar und ihrem sinnlich aufgetragenen Make-Up.
„Was? Gebt wenigstens zu dass hier etwas nicht stimmt, aber versucht nicht die Geschichte mit der Party noch aufrecht zu erhalten...das ist lächerlich.“
Shya lächelte, sie zog an meinem Arm, widerwillig ließ ich mich von ihr führen, verlor dabei aber nicht Akashi und Akira aus den Augen, die regungslos im Wagen saßen.
Erst als Shya und ich im Inneren des alten Gemäuers verschwanden, kamen sie mir nicht nur aus der Sicht, sondern auch aus dem Sinn.


Wenig später standen wir wieder vor dem Auto, Akashi und Akira saßen nach wie vor dort, kein Ton entwich ihren Lippen.
„Komm schon...sag mir was das zu bedeuten hat. Diese beiden...entweder sind sie bis zum Rand voll mit Drogen, oder das sind nicht meine Freunde. Ich kenne die beiden, aber nun...sie verhalten sich wie Puppen.“
„Das kommt dir sicher nur so...“
„Verkauf mich nicht für dumm. Akira hielt nie auch nur 5 Minuten aus , ohne irgendeine irrsinnige Story zu erzählen. Hier findet heute jedenfalls keine Party statt.“
„Bereust du es mitgekommen zu sein?“
Unwillkürlich musste ich grinsen, setzte aber schnell wieder mein übliches, missgelauntes Gesicht auf.
„Nein, nicht unbedingt. Aber das hier etwas nicht stimmt ist ja offensichtlich. Ich frage mich nur ob du weißt was das ist, oder ob du einfach mitgemacht hast und selbst nicht weiter Bescheid weißt.“
Sie gab keine Antwort. Sie setzte sich , wie schon auf der ersten Fahrt, neben Akashi, ich nahm neben Akira Platz. Dann fuhr Akashi los und ich war ratlos. Ich ahnte nicht, dass dies nur der Anfang sein sollte.

Am nächsten Morgen wurde ich von dem lauten Klingeln meines Smartphones geweckt. Entnervt griff ich danach, es lag auf der Kommode neben meinem Bett und nahm , noch in die Bettdecke eingehüllt, den Anruf entgegen
„Shizume Otagi?“
„Heeey, hier ist Akashi!“
Ich schwieg.
„Hallo?“
„Ja, ich bin dran.“
„Das war doch was oder? Ich hätte nicht gedacht dass der gute Akira so viel verträgt.“
Ich fasste mir an die Stirn und schaute irritiert meinen zufällig im Blickfeld stehenden Fernseher an.
„Bitte?“
„Die Location war doch wirklich super oder? So viele Leute von früher und alle waren gut drauf.“
Ich biss die Zähne zusammen und strich mir die Haare aus dem Gesicht.
„Sag mal , willst du mich verarschen? Die „Location“, war ein baufälliges Haus, außer uns dreien war niemand da und ihr beide habt nur im Auto gesessen und ins Leere gestarrt.“
Betretenes Schweigen. Dann regte sich Akashis Stimme zaghaft.
„H-hey, ist dir nicht gut? Ich meine, was soll das, ich bilde mir meinen Kater bestimmt nicht ein....außerdem hattest du doch auch deinen Spaß, also sag nicht sowas.“
„Meinen...Spaß? Was meinst du.“
„Du und Shya, ihr wart ziemlich lange im Nebenzimmer, also sag mir nicht das....“
Ich legte auf, warf das Smartphone aufs Bett und überlegte. Die Gedanken in mir waren ungeordnet, ziellos, ein einziges Chaos. Erschöpft ließ ich mich wenig später im Wohnzimmer auf die Couch fallen...ich brauchte eindeutig Ruhe, um dann vielleicht dahinter kommen zu können, was hier gespielt wurde.



So das wars. Der nächste Part kommt am Montag Smile

Greetz, Hisoka

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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   Fr 12 Okt - 1:23

   
Echt tolles Kapitel. War sehr gefesselt von der Story und konnte nicht aufhören zu lesen. Ich frage mich wirklich was hinter alldem steckt. Und ob da irgendwas zwischen der Hauptperson und Shya mal früher gewesen ist.... Echt spannend!

Ich habe nur einen kleinen Fehler im Kapitel gefunden. Du schreibst normalerweise aus der Ich-Form, aber hier wechselst du kurz zur Er-Form:

Zitat :
Doch sie waren nicht lästig, ihre Berührung war beruhigend, entspannend....stärkte seine ermattete Seele. Er verfolgte die kleinen Wasser Partikel bis sie langsam ihre Reise in den Abfluss antraten...am Duschboden vereinigten sie sich zu einem kleinen Wasserkreis, bis sie sich dann endgültig seinem Blick entzogen.....wie sehr sie doch sein bisheriges Leben widerspiegelten.
Eben in dem Moment, in dem er sich ein Handtuch um den Körper gewickelt und das Wohnzimmer erneut betreten hatte, quälte ihn abermals sein Iphone.


Liebe Grüße

Chirurg des Todes

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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   Fr 12 Okt - 20:17

   
Hey Hiso (:

Wiedermal in tolles Kapitel!
Jeder möchte so ein Gefühl für das Schreiben wie du! Man ich auch =D

Trotzdem machst du noch sehr viele Fehler. Satzzeichen habe ich extra weggelassen, da du ja sagtest das dir das immer passiert.
Diesmal fasse ich es aber in einen Spoiler. Das ewige rumgesülze über die Fehler nervt mich langsam auch :‘D

Spoiler:
 


Aber jetzt zur eigentlichen Story (:

Mir gefällt die Story bis jetzt gut! Die Spannung ist sehr intensiv und dem Leser wird nie langweilig. Das ist bei vielen FF´s nicht der Fall. Ich habe mir aber geschworen alle FF´s hier zu lesen und zu kommentieren xD

Ich würde gerne wissen was da in seinem Leben los ist o.O Das kommt mir doch alles sehr spanisch vor! Man ich kann die Auflösung gar nicht erwarten xD

Eins hat mich aber an deinem neuen Kapitel verwirrt……man hat nicht erfahren, wie alt die Person eigentlich ist. Soll ich jetzt rechnen mit den wenigen Angaben die du gemacht hast :DD ?
Um eine Antwort hätte ich gerne gebeten (:

Lg One

PS: Die gleiche Textpassage hat mich auch gestört Jana :DD

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BeitragThema: Re: Blau - Aus Freunden werden Feinde (3/?)   Di 16 Okt - 9:44

   
Hay Hiso =)

Ich kann mich One und Chiru nur anschließen.....
Wieder toll geschrieben. Auch wenn das Kapitel mehrere Seiten füllen sollte, ich würde bis zum Schluss lesen. Der Arme Surprised der muss ja jetzt echt verwirrt sein. Ich bin auf die Auflößung echt gespannt. Was haben die denn in dem Haus gemacht Surprised während die beiden anderen da so regungslos im Auto blieben???

Freu mich auf das nächste Kapitel *-*

mfg. Sakuu



 

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