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TomiTyp
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BeitragThema: Waffenexport und Kampfdrohnen   Mi 1 Mai - 21:54

   
Ich wiill euch mal fragen, was ihr denn so von waffenexporten aus Deutschland haltet.

Fakten dazu:
- Deutschland folgt auf USA und Russland auf Platz 3 der weltweit größten Waffenexporte
- Besonders Deutsche Kleinwaffen(z.B.G36), U-Botte und Panzer(z.B. Leopard 2) sind ,,beliebt''
- jeder Waffenexport benötigt eine Zustimmung des Bundessicherheitsrates, der aus dem kanzler und verschiedenen Ministern besteht
- Jede der letzten Regierungen hat mehr Waffenexporte zugelassen als die vor ihr
- ca. 60-70% aller deutschen Waffenexporte gehen an Zweitstaaten, soll heißen EU und Nato


Was haltet ihr generell davon? Gehört das alles verboten? Oder wirtschaftlich wichtiger Pfeiler?

UND

Was haltet ihr von bewaffneten Drohnen, die sich die Regierung für die Bundeswehr anschaffen will? Nötig, vertretbar?



Ich schreibe meine Meinung nach den ersten Antworten Smile



Zuletzt von TomiTyp am Sa 11 Jan - 23:42 bearbeitet, insgesamt 2 mal bearbeitet
kkturbom
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BeitragThema: Re: Waffenexport und Kampfdrohnen   Fr 3 Mai - 10:16

   
Das ist auf jeden Fall ein heißes Thema.

Also meiner Meinung nach ist auf den Export von Waffen, von wirtschaftlicher Seite her, nicht zu verzichten.
Problematisch wird es meiner Meinung nach wenn nicht garantiert werden kann was in Zukunft mit den Waffen passiert.

Aktuelles Beispiel:
Die USA sehen mittlerweile die Lieferung von Waffen als eine Option an um die Syrischen Rebellen zu unterstützen. Ich bin auch kein Freund des aktuellen syrischen Regime, aber wer weiß den schon was für Kaputte sich unter den Rebellen befinden. Da gibt mit Sicherheit welche mit Verbindungen zu terroristischen Vereinigungen und schwups findet sich das Zeug nach dem Putsch im nächsten Bürgerkrieg, zwei Länder weiter, wieder.

Was gar nicht geht ist, wenn Regierungen mit fragwürdigen Ansichten zum Thema Menschenrechte ganz unverholen Kriegsgerät verkauft bekommen.
Z.B. Nordkorea von China oder Russland, wobei sich deren Ansichten zum Thema wohl decken.

Fakt ist das mit Waffen immer Leid zugeführt wird und das meistens den Falschen.

Ich fände es toll wenn Deutschland auf Waffenexporte verzischten würde, bin aber auch davon überzeugt das wir uns das finanziell derzeit nicht leisten könnten.

Indem Moment wo die Finanzkrise bei uns Einzug hält, interessiert es nämlich Keinen, wo irgendwelche Waffen hingehen, sondern wo die eigene Kohle hingeht.

Wir diskutieren hier drüber also wage ich zu behaupten uns geht es gut.

Ich hoffe ich konnte am Ende etwas provozieren das hier mal fahrt auf kommt, wenn man sich vor Augen führt was täglich auf der Welt abgeht könnt man noch einige Threads eröffnen.

TomiTyp
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BeitragThema: Re: Waffenexport und Kampfdrohnen   Fr 3 Mai - 16:52

   
Ich stimme dir da teilweise zu. Natürlich stützt sich die Wirtschaft auch auf Waffenexporte.
Aber ich finde, Menschen gehen hier mal wieder vor Geld. So sollte es zumindest sein.

Zum Beispiel halte ich es für einen Skandal, dass (nicht nur von Deutschland, auch Frankreich u.A.) immer wieder sagen, sie wollen Frieden und Demokratie in der Welt, aber trotzdem faschistische, undemokratische, menschenverachtende Regimes wie Saudi-Arabien massiv mit Rüstungsgütern versorgen.
Es ist hinreichend bekannt, dass Al-Quaida früher offiziell von S.-A. finanziell unterstützt wurde - wie Geheimdokumente zeigten, passiert dies trotz offizieller Abschaffung entsprechender Regierung geheim noch immer.

Mal kurz ein Paar Zahlen zu Exporten in Diktaturen/Spannungsgebieten(alles von 2006-2009):
- Libyen: 3 Millionen Euro
- Ägypten: 144 Millionen Euro
- Bahrain: 184 Millionen Euro
- Saudi-Arabien: 441 Millionen Euro
- Vereinigte Arabische Emirate: 846 Millionen Euro
- Syrien: 550.000 Euro
Jedes dieser Länder ist eine Diktatur und hat Menschenrechte missachtet.

- Israel: 106 Millionen Euro - ich weiß, keine Diktatur, aber zweifellos in einem Spannungs-/Kriegsgebiet!


Das finde ich, ist ein absoluter Skandal.

Bei der Stürzung Gaddafis in Lybien wurden massenweise G36 von Heckler&Koch in seinen Waffenkammern gefunden, die dann in die Hände von allen möglichen Leuten fallen könnte - auch Terroristen und Extremisten!

KillingTime
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BeitragThema: Re: Waffenexport und Kampfdrohnen   Do 30 Mai - 1:58

   
Achja, unsere Angie hat auch wieder voll in die Sahne geschlagen^^. "Werden auf keinen Fall Waffen nach Syrien liefern" - Merkel.
Warum den nicht meine Liebe. Denk doch an das ganze Geld was dir damit durch die Lappen geht. Du könntest davon doch so viele Kitaplätze einrichten und so viele Muttis werden dich dafür wählen. Menschen, dass wären doch wieder 2% Wählerstimmen mehr. Aber anscheinend setzt du lieber auf die Pazifisten. Ob das so ein cleverer Schachzug war. Ich hoffe doch, dass du auch die Waffenlobby in deine Pläne mit einberechnet hast, nicht das diese jetzt bald auf deiner Matte stehen und sich beschweren oder gar schlimmeres.
Aber was mache ich mir für Sorgen. Denn:
1. Es ist Merkel, sie wird ihre Meinung ja eh wieder ändern.
2. War es nicht schlimm Waffen dorthin zu exportieren, als das mit dem Bürgerkrieg noch nicht so eine Sache war. Es sind also schon eh Waffen da, an denen das Blut toter syrischer Bürger klebt. Warum nicht noch mehr Waffen dahin schicken? Vielleicht geht es dann ja ein bisschen schneller vorbei und wir machen noch Gewinn dabei. Wäre also eine win-win-Situation.
3. Lassen sich ja Waffen gut über Dritte dorthin verkaufen.


In diesem Sinne giving up

KT

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BeitragThema: Re: Waffenexport und Kampfdrohnen   Sa 11 Jan - 14:14

   

Hi auch wenn dieser Thread schon alt ist, würde ich gerne auch mich dazu äußern. Zudem finde ich es schade, dass dieser Thread nur so wenig Beiträge hat und so schnell untergegangen ist.

Ich bin absolut TomiTyps Meinung. Und muss hier kkturbom widersprechen.

Auf jeden Fall zählt Mensch vor Profit und überflüssigen Wohlstand. Das Argument a la " Wir können aus finanziellen Gründen nicht darauf verzichten" halte ich für eine absolute Respektlosigkeit gegenüber den Unschuldigen Toten, die aufgrund dieser Waffenexporte erst möglich wurden.

Deutschland ist vom Wohlstandsfaktor her und noch ein paar anderen Staaten ganz oben in der EU oder? (mal von Staaten wie Luxemburg abgesehen). Korrigiert mich falls ich was falsches sage.

Und es ist doch nicht so wenn man Waffenexporte verbieten würde, dass wir hier am Hungertuch nagen würden.

Man könnte auch auf andere Weise Geld sichern bzw. sparen. Zum Beispiel in dem man aufhört, Steuergelder in die Rachen der Großbanken zu werfen. Aber das ist ja schon wieder ein anderes Thema...

Und wie TomiTyp schon erläutert hat interessiert es die Waffenlobbyisten und vermutlich den meisten Politikern einen Dreck wo die Waffen hingehen. Hauptsache sie bringen Kohle ein.

Dementsprechend werden sie auch überallhin verkauft. Unter anderem an Diktatoren an Al Quaida sowie Taliban und andere Terrorgruppen. Das funktioniert über Saudi-Arabien, der Haupthandelspartner was Waffen angeht. Von dort aus werden die meisten Terroristischen Gruppen ausgebildet, organisiert und finanziert.

Ob das alles immer genehmigt wird ist ne andere Frage. Aber falls nicht, zeigt das ja, dass die Merkel da keinen Durchblick und keine Kontrolle über die Waffenexporte hat. Das erklärt auch die nicht zugelassenen Waffen die z.B. Gadaffi hat.

Es ist absoluter Schwachsinn. Waffenlobbyisten sowie die Politiker die Waffenexporte genehmigen, haben absolut keine Moral.
Waffenexporte steigern die Anzahl der Toten und ich find es absolut egoistisch, wenn man meilenweit davon entfernt, bequem ohne Existenznöte in seinem Sessel sitzt und diese dann auch noch befürwortet.

Das Argument mit der Sicherung des finanziellen Wohlstand heißt m.M.n. übersetzt: Das Leben und der Wohlstand der Bürger in unserem Staat ist am wichtigsten, mit welchen Mitteln man das gewährleistet, und was dabei mit dem Rest der Welt passiert ist scheiß-egal. Also noch mehr vereinfacht: Deutsche Bürger sind wichtig, andere Menschen nicht.


Gregor Gysi erläutert das hier eigentlich perfekt. Damit will ich keine Werbung für ihn oder die Linke machen. Finde die Linke selber manchmal fragwürdig. Aber hier sagt er einfach nur die Wahrheit.
Ab 7:14 gucken
http://www.youtube.com/watch?v=0NRG1DMtsys

Würde mich freuen wenn diese Diskussion weiter gehen würde und nicht versunken bleibt.

KillingTime
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BeitragThema: Re: Waffenexport und Kampfdrohnen   So 12 Jan - 0:36

   
@Gomu-gomu-no-Rifle! schrieb:
Und es ist doch nicht so wenn man Waffenexporte verbieten würde, dass wir hier am Hungertuch nagen würden.

Oh verbieten. Wie stellst du dir das vor? Deutschland will sich jetzt also gegen Waffenexporte einsetzen, geht mal wieder als Vorbild voran und kein Land dieser Welt exportiert mehr Waffen? Oder nur Deutschland hört mit dem Waffenexporten auf? Das erste wird nie im Leben klappen. Selbst wenn Deutschland aufhört, was ist mit den USA, glaubst du die werden mit dem scheiß aufhören, die kriegen in ihrem Land ja noch nicht mal eine vernünftige Regelung für Waffen hin und was ist mit Russland, allen anderen Ländern. Die werden garantiert nicht damit aufhören, selbst wenn Deutschland als Vorbild voran geht. Und damit ist quasi die dritte Frage von mir auch beantwortet. Es wäre absolut dumm mit Waffenlieferungen aufzuhören. Es würde uns damit eine Menge Geld durch die Finger gehen. Schlussendlich bauen wir nur die Waffen, benutzen tut sie dann wer anders und dafür können wir nix. Sie könnten sie ja auch einfach nur kaufen und in eine Vitrine stellen Wink.

@Gomu-gomu-no-Rifle! schrieb:
Dementsprechend werden sie auch überallhin verkauft. Unter anderem an Diktatoren an Al Quaida sowie Taliban und andere Terrorgruppen. Das funktioniert über Saudi-Arabien, der Haupthandelspartner was Waffen angeht. Von dort aus werden die meisten Terroristischen Gruppen ausgebildet, organisiert und finanziert.

Natürlich werden sie an solche Länder verkauft. An wen soll man den sonst Waffen verkaufen? Schließlich wollen sie ja auch Waffen verkaufen. Man könnte sie auch eigentlich gleich an die Terroristen verkaufen oder einheimische Gangs etc. Nur das kommt bei der Bevölkerung nicht gut an. Wenn man sagt, man verkauft ein paar Waffen an einen Staat, damit dieser wieder Ordnung in sein Land bringen kann und die bösen Leute wieder unter Kontrolle bringt, klingt das gleich viel besser für die Bürger hier.

@Gomu-gomu-no-Rifle! schrieb:
Waffenexporte steigern die Anzahl der Toten und ich find es absolut egoistisch, wenn man meilenweit davon entfernt, bequem ohne Existenznöte in seinem Sessel sitzt und diese dann auch noch befürwortet.

Ich weiß gar nicht warum so über Waffenexporte hergezogen wird. Klar, sie sind scheiße und werden anderer Leute leben beenden, aber der Staat zieht aus der ganzen Sache, dass es Waffen gibt damit nur das Positive herraus, so blöd es auch klingen mag. Waffen werden immer existieren und mit ihnen wird auch immer gehandelt, selbst wenn Waffen komplett und überall verboten werden. Glaubst du, dass interessiert Gangs, Terrorist oder irgendwelche andere Fanatiker? Dat juckt den kein Stück, ob deswegen Menschen sterben oder nicht. Und so würde sowieso ein Untergrundhandel enstehen, den man in keinsterweise kontrollieren/verbieten könnte. Letztendlich zieht die Regierung mit und sieht ein, dass es dagegen eh kein Mittel gibt und verdient damit wenigstens noch Geld. Die Waffen sind das Problem und das irgendwelche Leute der Meinung sind, andere über den Haufen zu ballern. Die Staaten könnten sowieso gegen Waffenhandel machen und sind am Ende sogar noch in den Arsch gekniffen, weil sie ja auch irgendwie Geld verdienen/einnehmen müssen und dafür eignen sich Waffen und Krieg perfekt, den irgendwelche Holzköppe müssen immer der Meinung sein, einen anderen umzubringen.

Gumo-gomu-no-Rifle! schrieb:
Also noch mehr vereinfacht: Deutsche Bürger sind wichtig, andere Menschen nicht.

Natürlich sind deutsche Bürger für deutsche Politiker wichtiger als kanadische Menschen. Schließlich repräsentieren diese Politiker uns und nicht irgendeinen Hanswurst auf Madagaskar. Sie sollen sich dafür einsetzen, dass es uns am Besten geht.

@ Gregor Gysi: Natürlich sagt er die Wahrheit. Ist aber auch seine Absicht, den mit dieser Wahrheit, die ziemlich scheiße ist, kann er die Regierung wieder als schlecht darstellen, was ihm natürlich richtig gut in die Karten spielt. Er spricht die harte Wahrheit an und kritisiert gleich damit die Regierung und das könnte ihm wieder mehr Wählerstimmen bringen, was letztendlich auch seine wahre Intention ist, den er will ja auch mehr Macht. Was macht er den da schon groß anderes außer zu kritisieren, nix. Er bringt doch selbst nicht einmal, nicht mal in kleinster Form einen Lösungsvorschlag. Mich würde interessieren, wie er den handeln würde, wenn er an der Macht wäre, ich glaube kaum anders.

Da sich  das alles so lesen könnte, als ob ich Waffenexporte als gut empfinde, will ich anmerken, dass das in keinem Fall stimmt. Ich bin absolut gegen Waffenexporte.

Wenn wir schon beim Thema Waffen sind, darf ich euch da mal was interessantes zu zeigen...
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TomiTyp
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BeitragThema: Re: Waffenexport und Kampfdrohnen   So 12 Jan - 14:02

   

Zitat :
Oh verbieten. Wie stellst du dir das vor? Deutschland will sich jetzt also gegen Waffenexporte einsetzen, geht mal wieder als Vorbild voran und kein Land dieser Welt exportiert mehr Waffen? Oder nur Deutschland hört mit dem Waffenexporten auf? Das erste wird nie im Leben klappen. Selbst wenn Deutschland aufhört, was ist mit den USA, glaubst du die werden mit dem scheiß aufhören, die kriegen in ihrem Land ja noch nicht mal eine vernünftige Regelung für Waffen hin und was ist mit Russland, allen anderen Ländern. Die werden garantiert nicht damit aufhören, selbst wenn Deutschland als Vorbild voran geht. Und damit ist quasi die dritte Frage von mir auch beantwortet. Es wäre absolut dumm mit Waffenlieferungen aufzuhören. Es würde uns damit eine Menge Geld durch die Finger gehen. Schlussendlich bauen wir nur die Waffen, benutzen tut sie dann wer anders und dafür können wir nix. Sie könnten sie ja auch einfach nur kaufen und in eine Vitrine stellen 

Nur weil Andere also etwas tun, was wir als schlecht empfinden, ist dies also eine Rechtfertigung, auch Schlechtes zu tun? Das ist ja wohl Schwachsinn^^.
Selbst wenn andere nicht damit aufhören, ist es mir Wert, auf dieses Blutgeld zu verzichten und dafür ein reines Gewissen zu haben. Wenn ich für solche Regelungen verantwortlich wäre, könnte ich bei dem Gedanken, dass ich mit Schuld bin am Tod von Hundertausenden Menschen bin, nicht ruhig schlafen.

Und natürlich können wir etwas dafür, wenn wir Waffen an Gruppen verkaufen, von denen wir genau wissen, welche Untaten sie damit anstellen oder anstellen können. Als Verkäufer hat man eigentlich auch die moralische Verantwortung, dafür zu sorgen, dass niemand seine Produkte bekommt, der auf gut Deutsch schieße damit baut.


Zitat :
Natürlich werden sie an solche Länder verkauft. An wen soll man den sonst Waffen verkaufen? Schließlich wollen sie ja auch Waffen verkaufen. Man könnte sie auch eigentlich gleich an die Terroristen verkaufen oder einheimische Gangs etc. Nur das kommt bei der Bevölkerung nicht gut an. Wenn man sagt, man verkauft ein paar Waffen an einen Staat, damit dieser wieder Ordnung in sein Land bringen kann und die bösen Leute wieder unter Kontrolle bringt, klingt das gleich viel besser für die Bürger hier. 

Also das halte ich für absolut unethisch und das entbehrt für mich jeglicher gesunden Moral.


Zitat :
Letztendlich zieht die Regierung mit und sieht ein, dass es dagegen eh kein Mittel gibt und verdient damit wenigstens noch Geld. Die Waffen sind das Problem und das irgendwelche Leute der Meinung sind, andere über den Haufen zu ballern. Die Staaten könnten sowieso gegen Waffenhandel machen und sind am Ende sogar noch in den Arsch gekniffen, weil sie ja auch irgendwie Geld verdienen/einnehmen müssen und dafür eignen sich Waffen und Krieg perfekt, den irgendwelche Holzköppe müssen immer der Meinung sein, einen anderen umzubringen. 

Aso, wenn man also gegen ein Problem ''nichts'' tun kann, sollte man es noch verschärfen...ist schon klar, sonst noch was?


Zitat :
@ Gregor Gysi: Natürlich sagt er die Wahrheit. Ist aber auch seine Absicht, den mit dieser Wahrheit, die ziemlich scheiße ist, kann er die Regierung wieder als schlecht darstellen, was ihm natürlich richtig gut in die Karten spielt. Er spricht die harte Wahrheit an und kritisiert gleich damit die Regierung und das könnte ihm wieder mehr Wählerstimmen bringen, was letztendlich auch seine wahre Intention ist, den er will ja auch mehr Macht. Was macht er den da schon groß anderes außer zu kritisieren, nix. Er bringt doch selbst nicht einmal, nicht mal in kleinster Form einen Lösungsvorschlag. Mich würde interessieren, wie er den handeln würde, wenn er an der Macht wäre, ich glaube kaum anders. 

Mal wieder einer von denen, die sich nicht ordentlich informiert haben und einfach populistisch drauf los plappern in der Hinsicht... Wenn man sich ordentlich informiert hätte, wüsste man, dass Gysi in verschiedenen Reden vorschlägt bzw verlangt, Waffenexporte aus Deutschland zu verbieten und außerdem steht das gleiche auch im Programm seiner Partei drin. Ein Lösungsvorschlag ist also durchaus vorhanden.


Zitat :
Da sich  das alles so lesen könnte, als ob ich Waffenexporte als gut empfinde, will ich anmerken, dass das in keinem Fall stimmt. Ich bin absolut gegen Waffenexporte. 

Wenn das so stimmt, schließe ich daraus, dass Geld für dich über deinen moralisch, ethischen und ''politischen'' Ansichten steht und du lieber viel Geld einnimmst, als deine Prinzipien durchzusetzten...sehr gut^^


Zitat :
Wenn wir schon beim Thema Waffen sind, darf ich euch da mal was interessantes zu zeigen...

Darauf gehe ich nicht ein, da das etwas das Thema übersteigt, hier gehts um die deutschen Waffenexportgesetzte und Kampfdrohnen, nicht um die Waffenregelungen in den USA.

Gomu-gomu-no-Rifle!
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BeitragThema: Re: Waffenexport und Kampfdrohnen   So 12 Jan - 15:42

   
@KillingTime schrieb:

Oh verbieten. Wie stellst du dir das vor? Deutschland will sich jetzt also gegen Waffenexporte einsetzen, geht mal wieder als Vorbild voran und kein Land dieser Welt exportiert mehr Waffen? Oder nur Deutschland hört mit dem Waffenexporten auf? Das erste wird nie im Leben klappen. Selbst wenn Deutschland aufhört, was ist mit den USA, glaubst du die werden mit dem scheiß aufhören, die kriegen in ihrem Land ja noch nicht mal eine vernünftige Regelung für Waffen hin und was ist mit Russland, allen anderen Ländern. Die werden garantiert nicht damit aufhören, selbst wenn Deutschland als Vorbild voran geht. Und damit ist quasi die dritte Frage von mir auch beantwortet. Es wäre absolut dumm mit Waffenlieferungen aufzuhören. Es würde uns damit eine Menge Geld durch die Finger gehen. Schlussendlich bauen wir nur die Waffen, benutzen tut sie dann wer anders und dafür können wir nix. Sie könnten sie ja auch einfach nur kaufen und in eine Vitrine stellen Wink.

Na klar ist das schwierig. Genauso wie es schwierig ist, die Großbanken aus der Politik zu halten. Aber einfach zu sagen nö es ist unmöglich und deshalb zulassen und einfach weitermachen und es damit rechtzufertigen ist doch auch Schwachsinn. Man könnte Gesetze dafür beschließen, was den Handel von Waffen genauso wie der Besitz oder wie der Drogenhandel (welcher auch in riesem Maße international stattfindet) illegal macht. Die Drogen, welche wir heute auf dem Schwarzmarkt haben, sind auch nicht schon seit der Steinzeit illegal. Und jetzt erzähl mir nicht, dass diese Gesetze gegen Drogen nichts gebracht haben.

Schau dir den Kokain Handel an, welcher in den 80er Jahren in Miami voll abging. Da war Koks zwar schon längst illegal, trotzdem sah es so aus als könnte man nix dagegen machen. Wirklichso gut wie alle dort waren am koksen und selbst die Polizisten wurden entweder bestochen oder ham das Zeug selbst vertickt. Aber jetzt ist es auch anders es wurden Maßnahmen verstärkt, sodass der Handel auf ein Minimum zurückfiel.

Der Vientamkrieg wurde auch teilweise durch Demonstrationen gestoppt oder die Sklaverei z.B. wurde auch abgeschafft, auch wenn das mit nem Krieg teilweise durchgesetzt werden musste. Da haben auch die Südstaaten gesagt, ne die Sklaverei bringt uns ne Menge Kohle ein, auf die wir nicht verzichten können.

Also einfach zu sagen nö ist unmöglich und deshalb müssen wir auch gar nicht erst irgendwas versuchen, ist meiner Meinung nach vollkommen falsch.

Und dieses Argument a la die " aber die anderen machens doch auch" erinnert mich an einen 5 Jährigen (damit willl ich dich nicht als geistig zurückgeblieben bezeichnen). Du kannst doch nicht eine Tätigkeit damit rechtfertigen, nur weil andere das auch machen.
Es stimmt, dass den Russen und Amis erstmal scheißegal wäre und damit weitermachen würden. Ich bin auch realistisch. Ich nenn hier nicht das Verbot des deutschen Waffenexports als absolute, endgültige Sofortlösung, ich bin nur der Meinung , dass man moralisch handeln sollte und nicht auch noch seinen Beitrag zum Leid anderer leisten sollte. Das wäre der erste Schritt in die richtige Richtung.

Warum wird moralisches Handeln heutzutage immer als negativ angesehen, sobald es den eigenen Profit/Wohlstand einschränkt?

@KillingTime schrieb:
Es würde uns damit eine Menge Geld durch die Finger gehen. Schlussendlich bauen wir nur die Waffen, benutzen tut sie dann wer anders und dafür können wir nix.


Das klingt wie ein Drogenhändler, der versucht sein Gewissen, damit zu beruhigen, dass er sie ja nur herstellt und vertickt und die ganzen Junkies selbst entscheiden können ob sie sie nehmen oder nicht. Warum dann nicht gleich alle Drogen legalisieren? Dann könnte der Staat noch mehr Geld machen, indem er Drogen herstellt und verkauft.  Entscheidet ja jeder selbst ob er sie nimmt oder nicht...

Der Mensch braucht Grenzen, du bist ja selbst der Meinung, dass das moralisches Handeln bei fast allen Menschen fragwürdig ist. Ohne Grenzen, ohne Gesetze wär die Welt in ner Anarchie und eswäre die Hölle, wenn man dem Menschen freien Lauf in allem lässt. Und deswegen sollten Menschen, vor allem schlechte Menschen ( z.B. Diktatoren, Terroristen etc.) auch keine Waffe in die Hand gedrückt bekommen.

Und das mit dem Geld, wieviel brauchst du denn um zu überleben? Brauchst du diesen PC? Brauchst du deinen Fernseher dein Smartphone, Facebook und den ganzen überflüssigen Konsumkram zum überleben? Damit will ich mich selber auch nicht ausschließen. Wir alle haben überflüssigen Wohlstand, welcher auf dem Leid anderer basiert. Die Einnahmen, die unser Staat mit Waffenexporten macht, sind zwar geheim. Dennoch bezweifle ich wie schon gesagt, dass unser Land ohne Waffenexporte wie z.B. Griechenland aussehen würde.

@KillingTime schrieb:

Natürlich werden sie an solche Länder verkauft. An wen soll man den sonst Waffen verkaufen? Schließlich wollen sie ja auch Waffen verkaufen. Man könnte sie auch eigentlich gleich an die Terroristen verkaufen oder einheimische Gangs etc. Nur das kommt bei der Bevölkerung nicht gut an. Wenn man sagt, man verkauft ein paar Waffen an einen Staat, damit dieser wieder Ordnung in sein Land bringen kann und die bösen Leute wieder unter Kontrolle bringt, klingt das gleich viel besser für die Bürger hier.

Na klar. Und..?

@KillingTime schrieb:

Ich weiß gar nicht warum so über Waffenexporte hergezogen wird. Klar, sie sind scheiße und werden anderer Leute leben beenden, aber der Staat zieht aus der ganzen Sache, dass es Waffen gibt damit nur das Positive herraus, so blöd es auch klingen mag. Waffen werden immer existieren und mit ihnen wird auch immer gehandelt, selbst wenn Waffen komplett und überall verboten werden. Glaubst du, dass interessiert Gangs, Terrorist oder irgendwelche andere Fanatiker? Dat juckt den kein Stück, ob deswegen Menschen sterben oder nicht. Und so würde sowieso ein Untergrundhandel enstehen, den man in keinsterweise kontrollieren/verbieten könnte. Letztendlich zieht die Regierung mit und sieht ein, dass es dagegen eh kein Mittel gibt und verdient damit wenigstens noch Geld. Die Waffen sind das Problem und das irgendwelche Leute der Meinung sind, andere über den Haufen zu ballern. Die Staaten könnten sowieso gegen Waffenhandel machen und sind am Ende sogar noch in den Arsch gekniffen, weil sie ja auch irgendwie Geld verdienen/einnehmen müssen und dafür eignen sich Waffen und Krieg perfekt, den irgendwelche Holzköppe müssen immer der Meinung sein, einen anderen umzubringen.

Auf, dass mit dem, das man nichts dagegen machen kann, und die Sache mit dem Geld bin ich oben ja auch schon drauf eingegangen. Diese "Holzköppe" wie du sie da bezeichnest, sind genau so Menschen wie wir und nicht weniger wichtig. Es sind zum großen Teil Widerstandskämpfer die von nem Diktator unterdrückt werden und ein Recht auf Menschenrechte haben und deshalb dafür kämpfen, weil sie es mit friedlichen Demonstrationen nicht geschafft haben. Wie denn auch wenn die Demonstranten mit unseren Waffen abgeknallt werden?

Die führen da kein Krieg, weil sie bock drauf haben oder alle verrückt sind, die führen Krieg wegen Existenznöten, Ausbeutung und Unterdrückung von Menschenrechten.

@KillingTime schrieb:

Natürlich sind deutsche Bürger für deutsche Politiker wichtiger als kanadische Menschen. Schließlich repräsentieren diese Politiker uns und nicht irgendeinen Hanswurst auf Madagaskar. Sie sollen sich dafür einsetzen, dass es uns am Besten geht.

Du tust so, dass jeder Staat für sich selbst verantwortlich ist. Man könnte ja damit leben wenn dem wirklich so wäre. Aber wenn der eine Staat den anderen wirtschaftlich und außenpolitisch ausbeutet und/oder unterdrückt, ist dem nicht mehr so...
Außerdem wie defenierst du du "uns"? Ich hab n Kumpel, der aus Kenia hier hingekommen ist und mit dem hab 100 mal mehr Gemeinsamkeiten als mit dem schnarchigen Geschäftsmann um die Ecke, ob wohl der ja n Deutscher ist. Deshalb sehe ich auch jeden Menschen auf der Welt als gleichwichtig an, egal welcher Herrkunft. Es gibt keine Einigkeit oder Solidarität unter den Deutschen(dürfen wir ja auch nicht mehr haben;-)). Haben wir irgendeine Kultur?

Und genau deshalb finde ich es auch auf jeden Fall falsch anderen Staaten zu schaden, um den eigenen zu verbessern.

@KillingTime schrieb:

@ Gregor Gysi: Natürlich sagt er die Wahrheit. Ist aber auch seine Absicht, den mit dieser Wahrheit, die ziemlich scheiße ist, kann er die Regierung wieder als schlecht darstellen, was ihm natürlich richtig gut in die Karten spielt. Er spricht die harte Wahrheit an und kritisiert gleich damit die Regierung und das könnte ihm wieder mehr Wählerstimmen bringen, was letztendlich auch seine wahre Intention ist, den er will ja auch mehr Macht. Was macht er den da schon groß anderes außer zu kritisieren, nix. Er bringt doch selbst nicht einmal, nicht mal in kleinster Form einen Lösungsvorschlag. Mich würde interessieren, wie er den handeln würde, wenn er an der Macht wäre, ich glaube kaum anders.


Mit seiner Intention magst du Recht haben. Aber welcher Politiker will denn nicht die Sympatie der Bevölkerung und neue Wähler gewinnen? Welcher Politiker will keine Macht?
Und was anderes außer zu kritisieren kann man in der Opposition auch nicht machen. Jede Opposition meckert an der Regierung rum. Und ich finde hier kommt Gysi wenigstens mal mit sinnvoller Kritik. Das was er da ausspricht wird von allen anderen Parteien totgeschwiegen auch von anderen Oppostionsteilen.


Dass er keine Lösungsvorschläge bringt stimmt schon mal gar nicht. Das zeigt, dass du das Video nicht geguckt oder nicht verstanden hast. Er nennt zu fast jedem Thema n Lösungsvorschlag. Auch wenn der beim Thema Waffenexporte nichts anderes sagen könnte als abschaffen. Guck dir das Video von Anfang an und wenn du sie dann noch nicht gefunden hast, dann mach ich mir halt die Mühe sie aufzulisten. Mein Beitrag ist eh schon lang genug.

Mich würds auch mal interessieren, wie er regieren würde, aber das bekommen wir warscheinlich niemals zu sehen.

@KillingTime schrieb:

Da sich das alles so lesen könnte, als ob ich Waffenexporte als gut empfinde, will ich anmerken, dass das in keinem Fall stimmt.Ich bin absolut gegen Waffenexporte.

Das Fazit verwirrt mich jetzt auch ein bisschen^^

KillingTime
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BeitragThema: Re: Waffenexport und Kampfdrohnen   Di 14 Jan - 1:54

   
Aufgepasst Kinder, im Nachfolgenden könnte wieder KillingTime das Arschloch raushängen lassen, also nicht erschrecken. Letztendlich bin ich aber auch nur einer der gerne diskutiert.
Vielleicht habe ich mich mit meinem Fazit nicht richtig ausgedrückt, dann nochmal. Ich bin gegen Waffenhandel Punkt. Gomu-gomu-no-Rifle! hat sich nur gewünscht, dass diese Diskussion weitergeht, also habe ich was zum diskutieren gegeben, in dem ich mich auf die andere Seite gestellt habe. Worüber soll man hier sonst diskutieren. Das Waffenhandel schlecht ist? Dürfte doch wohl klar sein. Das töten schlecht ist? Dürfte auch klar sein. Was soll man schon schreiben als, ich bin gegen Waffenhandel und finds nicht gut. Ich würd keine Waffen verkaufen, fertig.

@TomiTyp:
 

@Gomu-gomu-no-Rifle!:
 


Was ich halt bei diesem Thread nicht so ganz verstehe ist, warum man sich zum einem so auf Deutschland einschießt und dessen Export. Macht ihr euer Gewissen wirklich davon abhängig welches Land nun Waffen verkauft? Selbst wenn Deutschland keine Waffen verkaufen würde, würde das Töten weitergehen. Selbst wenn kein Land Waffen verkaufen würde, so würden die "schlechten" Länder und Personen selber welche herstellen. Zum anderen verstehe ich auch nicht, warum ihr euch so auf den Nah-Osten fixiert. Es ist doch egal, wohin Deutschland Waffen verkauft, selbst wenn wir sie an die Queen verkaufen ist es immer noch falsch und die Waffen würden eines Tages in den falschen Händen geraten. Der Nah-Osten oder die Diktatoren oder auch Terroristen sind doch nur ein kleiner Fisch im Becken. Schaut euch doch die Welt an. Amerika ist voll mit Gangs, die einen Knall haben und sich schon über den HAufen ballern sobald sie sich sehen. In Lateinamerika genau dasselbe Bild nur schlimmer. Und was ist mit Afrika? Der Kontinent sitzt voll mit Warlords die nur scheiße im Hirn haben. Die wohlgemerkt Kinderarmeen haben. Stört euch das gar nicht? Habt ihr immer noch ein reines Gewissen, nur weil Deutschland mit Waffenlieferungen aufhört. Was ist mit Asien? Ein Kontinent in dem es auch immer mehr bergab geht. Glückspiel, Drogen, Prostitution. Natürlich alles mit Waffen verbunden. Schauen wir in unser Land. Hier erschießen und erstehen sich Leute, weil ihr Partner fremd gegangen ist oder irgendwer gemobbt wurde. Die Welt ist voller Leid und voller Hass und dieser Hass erzeugt neuen Hass. Selbst das vorgehen gegen Hass erzeugt neuen Hass. Ihr wollt, dass das Leid und der Hass aufhört? Dann ändert das System und den Menschen, aber bei Leuten wie uns ist das schon wieder zu spät, wir müssen hier mal wieder bei den Kindern anfangen. Macht ihm klar, dass miteinander einfacher und schöner ist, als gegeneinander. Das man lieber einmal mehr einsteckt als gleich wieder auszuteilen. Das wir aus diesem Spiel des Lebens nicht lebend herauskommen. Wird sich der Mensch nicht ändern, werden diese gewaltsamen Auseinandersetzungen ewig so weiter gehen. Da werden Waffen Verbote auch nicht viel bringen.

Trotzdem muss ich mich natürlich selbst angreifen und euch auch rechtgeben, dass meine negative Einstellung nix ändern wird. Und das die Welt Leute wie euch braucht, die sich dafür einsetzen und damit das Gute weiterbringen. Ich für meinen Teil habe auch nach Antworten und Lösungen gesucht, aber keine gefunden. Für mich ist das alles ein fließender Prozess der Menschheit, dass es irgendwann enden wird, quasi vergleichbar mit dem Schicksal. Doch was aus mir geworden ist sieht man ja. Vielleicht seit ihr ja wirklich die, die Welt ein Stück verändern werden. Ich wohl nicht mehr. Um diesen wundervollen Beitrag^^ aber mal zum Ende zu bringen, will ich ihn mit ein paar Worten aus einem Song beenden, welchen ihr alle kennt/ kennen solltet^^.

People killing, people dying
Children hurtin', hear them crying
Can you practice what you preach
Or would you turn the other cheek
Father father father father help us
Send some guidance from above
'Cause people got me, got me questioning
Where is the love
Where is the love
Where is the love
Where is the love the love the love

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BeitragThema: Re: Waffenexport und Kampfdrohnen   Di 14 Jan - 16:39

   

@ Killing Time ich hoffe du nimmst dir Zeit noch meinen Beitrag ganz zu lesen. Auch wenn er wieder etwas lang ist. Es war ne Menge Arbeit, ich hab mir auch deinen durchgelesen.

Ich versteh jetzt deine Ansichten deutlich besser und ich finds cool, dass du wegen mir die Diskussion weiter führst. Ohne dich wär die Diskussion glaub ich auch nicht weiter gegangen.

Was mich an deiner Antwort etwas enttäuscht ist, dass man sieht, dass du nicht dumm bist. Man sieht das du über vieles in der Welt und über die Probleme bescheid weißt und scheinbar trotzdem nichts machst. (Nicht sauer werden, erst mal bist zum Ende lesen)

Wenn ich zum Beispiel in meiner Stadt oder im Fernsehen Leute sehe, dann merkt man oft sie handeln, wie sie handeln, weil sie entweder dumm, ignorant, faul, egoistisch oder alles davon sind und deshalb das Leid der anderen übersehen oder nicht darüber bescheid wissen.

Ich glaube seit der Mensch sesshaft geworden ist, hat fast jeder eine gewisse Faulheit in sich. Und, dass so gut wie jeder ein relatives Maß an Egosmis besitzt ist auch unumstritten.

@KillingTime schrieb:


Oh, komm nicht mit dieser Argumentation. Das Spiel kenn ich nur zu gut. Und wir können uns so weit runter schrauben, dass wir irgendwann zum Fazit kommen, dass der Mensch nix anderes braucht als Nahrung und Schlaf. Alles andere ist überflüssig und der Mensch kann darauf verzichten. Und dann gibts noch das Überleben in dieser Gesellschafft, wo solche Sachen durchaus benötigt werden. Und wie du selbst richtig bemerkst, bist du wieder kein bisschen besser. Warum gehts du nicht als Vorbild voran? Warum gibts du nicht all das unnötige Zeugs ab?

Ok mal zu mir:
Ich bin 20 Jahre alt, bin gerade in der 13. Klasse und mach im April mein Abi. Wie du vielleicht schon bemerkt hast, diskutiere ich gern über system- oder gesellschatfskritische Themen;-) Wenn wir z.B. in Geschichte oder Sozialwissenschaften über sowas diskutieren und ich meine Meinung abgebe, kommt das oft bei den meißten Mitschülern nicht an, weil sie sich für sowas nicht interressieren, keine Ahnung von sowas haben oder mich aufgrund meiner Aussage direkt als Hippie-Kommunisten abstempeln^^(kommt mir so vor)

Zu meinem Konsumverhalten:
Ich habe kein Smartphone keinen Facebookaccount, weil ich das für schwachsinnig halte, kaufe mir alle 2 Jahre neue Klamotten(weil ich zudem auch shoppen hasse), wo inzwischen auch mehr Fair Trade Klamotten hinzukommen (das sind keine Hanf-Leinensäcke, sondern ganz normale Klamotten, die man jetzt nicht von anderen unterscheiden könnte).  

Nehme meißtens Bio oder Fair Trade Lebensmittel zu mir und bemühe mich keine Produkte zu konsumieren, bei denen die Firmen Dreck am stecken haben(z.B. Coca- Cola, Nestle, Chiquita etc.). Ich bin Vegetarier da ich kein Bock hab, mir z.B. n Huhn reinzuziehen, was zusammen mit 20 anderen Hühnern in nem Minikäfig zusammen gesperrt war, und mir Fleisch sowieso nicht so gut schmeckt.

Zu meinem Engagement:
Ich spende ab und zu, wenn ich gerade was von ner Katastophe mitkrieg, wie z.B. bei dem Taifun in den Philipinen 50 Euro an Hiflsorganisationen, beteilige mich an sozialen Projekten die z.B. von unserer Schule angeboten werden. Und ich nehm an verschiedenen Demos teil.

Mein wohl größter Beittrag ist, dass ich nach meinem Abi für ein entwicklungspolitisches Jahr für das rote Kreuz nach Uganda gehe.

Andererseits (negatives Konsumverhalten bei mir)
hab ich bei mir zuhause nen Mp3player, PC, n Fernseher, sogar ne Xbox 360 mit jeder Menge Spiele (bin absoluter Gta 5 Suchti), verbring mit meiner Freundin oft nen Abend vorm Fernseher, oder geh mit Kollegen mal ordentlich einen trinken. Zudem bin ich auch OP-Suchti und verbring viele Stunden damit, mir alte Folgen nochmal reinzuziehen, oder in diesem "überflüssigen Forum" zu schreiben ;-)

Das meinte ich mit überflüssigen Wohlstand. In dem Sinne bin ich auch egositisch und faul. Ich könnte zum Beispiel auch meinen Fernseher, PC, meine Xbox und sämtliche Spiele verkaufen und den Ertrag spenden. Ich könnte viel mehr machen, viel mehr bewirken, mehr helfen anstatt meine Zeit mit Konsum zu verschwenden.

Du magst vielleicht egoistisch und faul sein. Aber der entscheidene Punkt, warum du nichts machst, ist weil du die "den-Kopf-in-den-Sand-steck"- Technik raushaust. Du denkst, du kannst nichts bewirken man kann nichts gegen Leid und Ungerechtigkeit machen. Und du denkst du kannst dein Handeln und deine Meinung damit rechtfertigen nur weil es so viel Scheiße auf der Welt gibt, welche von anderen Menschen ausgeht. Deswegen kommst du auch immer mit der "wie-stellst-du-dir-das-vor-Frage" an;-)

@KillingTime schrieb:

Das ist doch in erster Linie dein Hauptproblem. Du willst anderen Leuten kein Leid zufügen und ziehst dich an diesem Gedanken der Waffen auf und das wir für dieses Leid Schuld sind. Aber da kann ich nur sagen: Allein das wir hier in Deutschland, einem westlichen Land, dem Gewinner Land,  leben, bedeutet, dass irgendwo auf dieser Welt Menschen wegen uns einer leiden muss. Deine Klamotten, dein Obst, dein PC, sonstiges, deine Plastikabfälle. Was glaubst du wo das alles so herkommt und wo es hingeht. Find dich mit dem Gedanken ab, dass allein weil du hier lebst (übertrieben gesagt), Blut an deinen Händen hast.  Wir haben zwar kein Heilmittel gegen AIDS, aber ein Mittel dagegen, was deren Ausbruch verhindert/aufschiebt. Sehen davon irgendwas die Millionen Afrikaner (wie viele waren es, 25 Mille), die irgendwann daran zu Grunde gehen. Wir kriegen das noch nicht mal hin aus reiner Profit Gier, ein einfaches Arzneimittel dort runterschicken. Wir haben die Möglichkeit das Leben von Millionen zu verbessern ohne Gesetze zu erschaffen oder irgendetwas zu verbieten, aber selbst das kriegen wir ja nicht hin. Du willst das nicht mehr so viele Menschen leiden, dann ändere dass System und ändere den Menschen.
Deswegen bin ich oft nicht gut zu sprechen auf Menschen, den sie sind von Natur aus schlecht.

Guck dir die Errungenschaften der Menschen an, du bist doch dankbar dafür, dass sich die Amis mit der Demokratisierung und dem Marshall-Plan gegen den "bösen" totalitären Russen durchgesetzt haben. Darauf basiert der Wohlstand und die Rechte, die du heute hast. Und die Demokratie und die Menschenrechte kamen hauptsächlich durch Revolutionen hervor, wie der französischen und der amerikanischen.
Du bist doch froh in dem Gewinnerland geboren zu sein.

Früher gab es Grausame Dinge. Sklaverei (ich weiß die gibts heute in ner anderen Form auch, aber längst nicht in so einem gewaltigem grausamen Ausmas wie früher), absolute Monarchien(ich weiß heute gibts Diktaturen, jedoch nicht komplett in jedem Land auf der Welt) keine Meinungsfreiheit, komplette Unterdrückung der Frauen. Rassistische Gesetze, grausamen Imperialismus, welcher noch viel grausamer ist, als der heutige.  Und das gab es damals auf so gut wie überall und in jedem Land der Welt.

Ich weiß heutzutage gibt es auch grausame Dinge,die du ja schon ausführlich erläutert hast. Dennoch gibt es auch positive Entwicklungen und Veränderungen auf der Welt, an denen jeder teil haben kann: Demokratie ist populär geworden(auch wenn unsere Demokratie verbessert werden muss), Meinungs- und Pressefreiheit verbessert sich fast überall auf der Welt, die Gleichberechtigung aller Menschen egal welcher Herrkunft in nem Staat rückt näher, (auch wenn sie von manchen Pennern ausgebremst wird) soziales Engagement wird populär und hat sich mehr verbreitet...

Das alles sind Dinge, die man sich vor n paar Jahrhunderten noch nicht vorstellen konnte.

Guck dir an, wie Ghandi, Che Guevara und Nelson Mandela ganze Länder und vermutlich die ganze Welt ein Stück weit beeinflusst haben. (Und jetzt bitte keine Diskussion über Ches oder Mandelas Machenschaften)

@KillingTime schrieb:

Der Nah-Osten oder die Diktatoren oder auch Terroristen sind doch nur ein kleiner Fisch im Becken. Schaut euch doch die Welt an. Amerika ist voll mit Gangs, die einen Knall haben und sich schon über den HAufen ballern sobald sie sich sehen. In Lateinamerika genau dasselbe Bild nur schlimmer. Und was ist mit Afrika? Der Kontinent sitzt voll mit Warlords die nur scheiße im Hirn haben. Die wohlgemerkt Kinderarmeen haben. Stört euch das gar nicht? Habt ihr immer noch ein reines Gewissen, nur weil Deutschland mit Waffenlieferungen aufhört. Was ist mit Asien? Ein Kontinent in dem es auch immer mehr bergab geht. Glückspiel, Drogen, Prostitution. Natürlich alles mit Waffen verbunden. Schauen wir in unser Land. Hier erschießen und erstehen sich Leute, weil ihr Partner fremd gegangen ist oder irgendwer gemobbt wurde. Die Welt ist voller Leid und voller Hass und dieser Hass erzeugt neuen Hass. Selbst das vorgehen gegen Hass erzeugt neuen Hass.

Ein weiterer Aspekt ist m.M.n., dass du näher ranzoomen musst.

Die Menschen sind keine sich gegenseitig grundlos ausraubende und ermordende Masse, sondern eine große Anzahl von Individuuen, von dem jedes einen Hintergrund und verschiedene Umwelteinflüsse für sein Handeln hat. Somit kannst du nicht jeden der in nen Krieg verwickelt ist, über einen Kamm scheren.

Zum Beispiel sind viele Gangmitglieder vor allem in Chicago dazu gezwungen, kriminell zu werden, weil absolut keine Arbeitsplätze vorhanden sind. Da gibts auch kein Harz 4, sie kriegen also auf legale Weise 0 Dollar und somit nix zu beißen. In nem Interview hat mal einer von den Gangstern da gesagt: Das ist wie mit ner Tüte Milch und ner Packung Müßli, wenn du mit der Milch nichts anfängst und sie stehen lässt wird sie schlecht. Also sind das nicht alles einfach Leute die von Natur aus nen Knall haben und sich deshalb aus Spass gegenseitig abknallen, sondern Leute die aus Existenznöten so handeln.

Bei dem nahen Osten hab ich ja schon gesagt: Die führen da kein Krieg, weil sie bock drauf haben oder alle verrückt sind, die führen Krieg wegen Existenznöten, Ausbeutung und Unterdrückung von Menschenrechten. Das kann man eigentlich auf viele andere Bereiche auch beziehen.


@KillingTime schrieb:

Ihr wollt, dass das Leid und der Hass aufhört? Dann ändert das System und den Menschen, aber bei Leuten wie uns ist das schon wieder zu spät,


@KillingTime schrieb:

Und das die Welt Leute wie euch braucht, die sich dafür einsetzen und damit das Gute weiterbringen. Ich für meinen Teil habe auch nach Antworten und Lösungen gesucht, aber keine gefunden. Für mich ist das alles ein fließender Prozess der Menschheit, dass es irgendwann enden wird, quasi vergleichbar mit dem Schicksal. Doch was aus mir geworden ist sieht man ja. Vielleicht seit ihr ja wirklich die, die Welt ein Stück verändern werden. Ich wohl nicht mehr.


Du willst doch auch ne bessere Welt auch wenns nur für deine Kinder ist, dann beteilige dich dran. Niemand erwartet von dir, dass du als Guerilla-Kämpfer gegen nen Diktator kämpfst, oder dein komplettes Vermögen spendest. Es ist schon n ordentlicher Beitrag, wenn man sich für ein Individuum einsetzt. Das ist ganz leicht.

Ich z.B. werde in Uganda auch nicht die Armut oder sämtliche Krankheiten dort beseitigen. Aber ich werde vielen Individuuen helfen somit ihre Welt beeinflussen.

Ich zitiere hier mal den Spruch, welcher Oskar Schindler gewiddmet war:

"Der Bewahrer eines einzigen Lebens hat eine ganze Welt bewahrt"



Und ich muss dir sagen. Es ist ein super Gefühl anderen zu helfen es gibt dir ne Art Befriedigung, weil du einfach weißt, dass du was sinnvolles machst. Und das hilft auch aus so ner blöden Einstellung raus.

Ich hatte vor 4 Jahren noch die selbe Einstellung wie du und hab mit dem Scheiß den andere fabrizieren mein Nichtstun gerechtfertigt. Als ich mich dann zum ersten an ner Benefizveranstaltung beteiligt habe, war damit zwar nicht meine Welt wieder in Ordnung, aber ich hab mich schon ein Stück weit besser gefühlt. Und je mehr sinnvolles man macht desto weniger depri fühlt man sich.

Eine Sache noch zu mir
Es kommt auch manchmal vor, dass ich als Moralapostel bezeichnet werde. Ich finde das schade, da man meiner Meinung nach gar nicht genug von Moral sprechen kann.
Der zentrale Aspekt dabei ist doch, dass der Mensch sich vom Tier abhebt, weil er die Fähigkeit zur Selbstreflektion und zum moralischem Handeln hat. Je moralischer du handelst desto mehr hebst du dich vom Tier ab.


Zu dir
Ich weiß ja nicht, wie dein Leben aussieht und was du machst, aber nehmen wir mal an, du machst nichts oder gar "schlechtes". Wenn du weiter wie bisher handelst, ist es deine Sache.Aber dann gesteh dir wenigstens ein, dass du zu faul oder zu egoistisch dafür bist, aber rechtfertige das nicht mit dem was die anderen machen. Denn das zählt einfach nicht. Es ist schwach und jämmerlich, das hab ich bei mir auch eingesehen.

Fazit
Trotzdem ist es interressant mit dir zu diskutieren. Und ich habe nichts persönlich gegen dich. Du musst dich nicht selber runtermachen und dich jetzt schon als abgeschlossenes Arschloch sehen( tust du vielleicht auch gar nicht). Du hast ja die richtige Ansichten zu den Sachen die in der Welt abgehen, ziehst nur m.M.n. die falschen Konsequenzen daraus ;-)

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BeitragThema: Re: Waffenexport und Kampfdrohnen   Sa 18 Jan - 0:00

   

Natürlich lese ich mir deinen Beitrag durch, warum auch nicht^^? Ich werde sogar nochmals darauf eingehen, auch wenns eher kurz wird, denn nach diesem Post ist für mich hier erstmal Sendeschluss, diese Diskussion bekommt mir nicht^^. Ich wollte das jetzt aber auch nicht so still und leise beenden und nochmal ein paar Sachen reinschreiben, die vllt zum nachdenken anregen.

@Gomu-gomu-no-Rifle! schrieb:
Ich glaube seit der Mensch sesshaft geworden ist, hat fast jeder eine gewisse Faulheit in sich. Und, dass so gut wie jeder ein relatives Maß an Egosmis besitzt ist auch unumstritten.
Das traurige bei diesen Wörtern ist, dass man gleich an etwas negatives denkt oder das es negative Eigenschaften der Menschen sind, doch sehen wir das mal anders. Es sind Instinkte, diese Faulheit und dieser Egoismus, sind aus einer Zeit, zu welcher wir wirklich noch diese banalen Tiere waren. Faulheit bedeutet letztendlich nix anderes als Energie sparen, oberstes Gesetz in der Natur, verschwende nicht unnötig deine Energie und Egoismus, soll auch nur dafür sorgen, dass der Mensch als Individuum überleben soll. Aus Sicht der Natur sind das Eigenschaften die notwendig sind um selbst zu überleben. Nur sind diese Instinkte in unserer heutigen Zeit überflüssig und der Mensch muss erstmal lernen sie abzulegen.

Und nun will ich mal dem ganzen noch seine Krone aufsetzen^^. Ich soll mir eingestehen, dass ich nix mache weil ich egoistisch und faul bin? Hab ich kein Problem mit: Ich mach nix weil ich faul und nur an mein eigenes Glück denke. Warum sollten mich die Menschen, die da unten wegen mir verrecken, mich was kümmern? Ich kenne die überhaupt nicht. Ich weiß nicht wie sie heißen, weis nicht wie sie aussehen, ja nix und auftauchen tuen sie dann sogar nur als eine Zahl in einer Statistik. Das einzige was mich mit ihnen verbindet ist der Name der Rasse in welcher wir leben: Mensch.
Hey, die Tiger sterben bald aus oder sonst irgendeine Tierart, warum sollte mich das nicht weniger stören als wenn irgendwo mal gerade 20 Millionen Menschen sterben? Immerhin sterben die Tiger aus und werden nicht wiederkommen.
Gestehe du dir doch ein, dass du aus rein egoistischem Verhalten handelst. Den du hilfst den anderen ja nur, damit es dir besser geht, damit du glücklich bist. Schön für dich, ist doch dann aber nicht mein Problem wenn ich nicht helfe und glücklich bin so wie es ist Wink.

@Gomu-gomu-no-Rifle! schrieb:
Aber der entscheidene Punkt, warum du nichts machst, ist weil du die "den-Kopf-in-den-Sand-steck"- Technik raushaust.

Ich mach aus bestimmten persönlichen Sachen nix. Ich hab genug Sachen über die ich mir meinen Kopf zerbrechen kann, als, wie rette ich das Leben wildfremder Menschen. Hey, vor 2 Jahren hatte ich auch überlegt ob ich nicht nach Swasiland gehe.

@Gomu-gomu-no-Rifle! schrieb:
Guck dir an, wie Ghandi, Che Guevara und Nelson Mandela ganze Länder und vermutlich die ganze Welt ein Stück weit beeinflusst haben. (Und jetzt bitte keine Diskussion über Ches oder Mandelas Machenschaften)

Du darfst aber nicht vergessen, dass diese Personen nie alleine waren. Sie hatten immer Unterstützer, Leute die deren Ideologie gefolgt sind. Und in speziellen Fällen können auch Kritiker zu Unterstützern werden. Sie haben nicht alleine, ihre Länder verändert, sondern es waren immer noch andere Menschen daran beteiligt. Gut, sie waren vllt der Stein, der das alles ins Rollen gebracht hat, aber alleine wären sie auch nicht weit gerollt^^.

@Gomu-gomu-no-Rifle! schrieb:
Zum Beispiel sind viele Gangmitglieder vor allem in Chicago dazu gezwungen, kriminell zu werden, weil absolut keine Arbeitsplätzevorhanden sind.

So wie du mich kritisiert hast, das ich etwas rechtfertige weil es andere machen, machst du es hier aber auch in einer gewissen Form. Du nimmst gerade die in Schutz, die für das "Problem auf dieser Welt" mit verantwortlich sind. Sie können vllt nix dafür, dass sie kriminell werden, weil sie aus egoistischem Verhalten, ihr Wohl, vor dem des anderen stellen, aber letztendlich werden sie dadurch genauso zum Problem. Sie verbreiten weiter die Kette des Hasses und des Leids. Sie fügen einem anderen Schaden zu, welcher dann wiederum dazu neigen wird, dass gleiche einem anderen zuzufügen ( Quasi der Formel: Mir hat man das angetan, also ist es nur gerecht wenn ich es auch mache). Ein Teufelskreislauf, wie willst du ihn stoppen? Ne Möglichkeit wäre, dass der, der nix zu beißen hat, den Tod wählt. Er steckt lieber ein, als dass er anderen Schaden zufügt, doch das passt nicht in die Vorstellung der menschlichen Instinkte.

@Gomu-gomu-no-Rifle! schrieb:
Ich z.B. werde in Uganda auch nicht die Armut oder sämtliche Krankheiten dort beseitigen. Aber ich werde vielen Individuuen helfen somit ihre Welt beeinflussen.

Ich zitiere hier mal den Spruch, welcher Oskar Schindler gewiddmet war:

"Der Bewahrer eines einzigen Lebens hat eine ganze Welt bewahrt"

Und hier haben wir die menschliche Psychologie @ it's best. Denn hier können wir nach der Sinn Frage fragen. Was hast du davon, dass du ein Leben bewahrt hast? Nix. Du wirst sterben und der andere wird irgendwann sterben, irgendwann wird auch die Menschheit sterben. Es ist also ziemlich sinnlos, ein wildfremdes Leben zu bewahren, dem einzigen dem das was bringt ist dir, den du fühlst dich dann geil^^.

Und was ich auch immer interessant finde, ist der mittlerweile entstandene "Opfertourismus". Schon mal aufgefallen, immer mehr Abiturienten gehen ins Ausland um zu helfen. Die einen aus komplett reinen Gründen um zu helfen, andere aus gemischten, helfen und im Lebenslauf stehen haben, dass man ein guter Mensch ist. Glaubst du wirklich, dass nur weil du da warst, irgendjemanden groß in Erinnerung bleiben wirst (könnte natürlich passieren, wir beide wissen ja nicht, was du alles machen wirst^^)? Höchstwahrscheinlich aber nicht. Die ARD hatte mal einen schönen Bericht über "Leute wie euch" gezeigt.
Du bist nicht der einzige Abiturient der nach Afrika reist. Tausende machen das. Fahren ein paar Monate oder ein Jahr hin und kommen wieder zurück. Die Menschen dort stumpfen doch emotional komplett ab und wir züchten uns da unten einen richtigen Parasiten heran. Du gehst nun also nach Afrika, lernst ein paar Leute kennen, wahrscheinlich auch viele Kinder, wirst dich wohl so gut wie möglich mit denen anfreunden und dann wirst du wieder gehen und für immer von ihnen wegbleiben. Aber nächstes Jahr kommt ja die nächste Generation deutscher Abiturienten, die wieder genau das gleiche machen wird: Anfreunden, nach einem Jahr verschwinden, nie wieder kommen/ melden. Und gerade da es bei den Kindern passiert ist es schlimm. Sie stumpfen dahingehend komplett ab und lernen dann unsere Hilfe komplett aus zu nutzen. Denn es werden ja immer irgendwelche Westländer helfen wollen. Wir lernen es ja auch nicht anders als Kinder. Wir bekommen das schlechte Gewissen doch schon in unser Gehirn getrichtert. Wer kennt es nicht aus Geschichte, Erdkunde und/oder Sowie. Man lernt, dass man dadurch das man hier lebt, schlechtes tut.
Warum willst du nicht in erster Linie hier in Deutschland helfen. Ist dir das Elend welches hier herrscht nicht schlimm genug? Den auch wir haben hier viel Elend. Vorgestern habe ich erst in einem Bericht gesehen, dass jedes dritte Kind in Düsseldorf unter der Armutsgrenze lebt. Sie keine Wintersachen leisten kann, nix vernünftiges zu essen. Ist das nicht Grund genug, was zu machen?

Du willst wirklich einen großen Beitrag leisten? Dann werde zu Mr Happy Man. Stell dich jeden Tag an die größte Kreuzung eurer Stadt und erzähl den Leuten, dass du sie liebst, dass sie glücklich sein sollen. Du fährst mit dem Bus oder Zug? Erzähl jedem der neben dir sitzt, dass du froh bist ihn getroffen zu haben. Gib den Leuten hier in unserer westlichen Welt ein positives Gefühl ohne ersichtlichen Grund, quasi ein Gefühl, dass sie denken, die Menschen sind toll. Denn du weißt nie, welchen Menschen du triffst und welchen du damit glücklich machst. Es könnt ein einfacher Mechaniker sein oder ein Vorstandsvorsitzender einer großen Firma, welcher die Möglickeit hat die Arbeitsbedingug vieler Kinder auf dieser Welt zu verbessern und das nur, weil er an diesem Tag glücklich und ein gutes Gefühl dank dir hatte.
Sähe die Saat deiner Ideologie jeden Tag und eines Tages kannst vllt auch du schon, aber gewiss einige Menschen später die Ernte einbringen. So wie es in den Wald rein ruft, so schallt es auch raus ne;)!

Fazit: Es war auch interessant mit dir zu diskutieren und so unterschiedlich sind wir mal gar nicht. Wir unterscheiden uns grob nur in einer Sache, du siehst noch überall das Positive, ich hingegen schau gleich aufs Negative -mein eigenes großes Problem-.

Für alle Probleme, wofür der Mensch schuld ist, liegt im Menschen aber auch wiederum die Lösung.

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BeitragThema: Re: Waffenexport und Kampfdrohnen   So 19 Jan - 18:40

   
Killing Time, wir haben es auf Seite 2 geschafft;-) Das ist denk ich mal auch mein letzter Beitrag, wir haben uns auch schon weit vom Thema Waffenexport entfernt. Aber da wir ja hier eh alleine sind spielts keine Rolle^^

@KillingTime schrieb:

Das traurige bei diesen Wörtern ist, dass man gleich an etwas negatives denkt oder das es negative Eigenschaften der Menschen sind, doch sehen wir das mal anders. Es sind Instinkte, diese Faulheit und dieser Egoismus, sind aus einer Zeit, zu welcher wir wirklich noch diese banalen Tiere waren. Faulheit bedeutet letztendlich nix anderes als Energie sparen, oberstes Gesetz in der Natur, verschwende nicht unnötig deine Energie und Egoismus, soll auch nur dafür sorgen, dass der Mensch als Individuum überleben soll. Aus Sicht der Natur sind das Eigenschaften die notwendig sind um selbst zu überleben. Nur sind diese Instinkte in unserer heutigen Zeit überflüssig und der Mensch muss erstmal lernen sie abzulegen.


Naja bei dem Egoismus stimm ich dir sogar zu;-)
Aber was Faulheit angeht: Mit dem Energiesparen hast du nicht ganz unrecht. Jedoch musst du auch bedenken, dass ohne Energie kein Prozess stattfindet. So kann sich Faulheit auch negativ auf sich selbst auswirken. Es ist doch wissenschaftlich erwiesen, dass Sport treiben und ne vernünftige Ernährung deinen Körper fit und gesund halten. Somit lebst du höchstwahrscheinlich länger, wenn du nicht gerade Pech hast und n Tumor bekommst. Wenn jetzt n Dicker sich die ganze Zeit nicht bewegt, weil er zu faul ist um Sport zu treiben und anstatt mal mit Aufwand was gesundes zu kochen, sich lieber jeden Tag ne Tiefkühlpizza gönnt, dann ist die Faulheit schädlich für ihn.

Früher war der Mensch mal Jäger, da musste er noch seinem Essen hinterherrennen, es erlegen, sich bewegen. Das war meiner Ansicht auch die ursprüngliche Natur des Menschen. Deshalb halte ich es auch für falsch, wenn wir eigentlich die meiste Zeit rumsitzen. Wir sitzen in der Schule rum, wir sitzen im Auto rum, wir sitzen bei der Arbeit rum, wir sitzen in Bus und Bahn rum, vorm Pc sitzen wir rum etc…Dadurch bekommt man unter anderem Rückenprobleme.

Aber wahrscheinlich macht die Evolution da auch was und wir kriegen in n paar Millionen Jahren nen eckigen/flachen Hintern, womit man sich optimal hinsetzen kann^^


@KillingTime schrieb:

Und nun will ich mal dem ganzen noch seine Krone aufsetzen^^. Ich soll mir eingestehen, dass ich nix mache weil ich egoistisch und faul bin? Hab ich kein Problem mit: Ich mach nix weil ich faul und nur an mein eigenes Glück denke. Warum sollten mich die Menschen, die  da unten wegen mir verrecken, mich was kümmern? Ich kenne die überhaupt nicht. Ich weiß nicht wie sie heißen, weis nicht wie sie aussehen, ja nix und auftauchen tuen sie dann sogar nur als eine Zahl in einer Statistik. Das einzige was mich mit ihnen verbindet ist der Name der Rasse in welcher wir leben: Mensch.
Hey, die Tiger sterben bald aus oder sonst irgendeine Tierart, warum sollte mich das nicht weniger stören als wenn irgendwo mal gerade 20 Millionen Menschen sterben? Immerhin sterben die Tiger aus und werden nicht wiederkommen.
Gestehe du dir doch ein, dass du aus rein egoistischem Verhalten handelst. Den du hilfst den anderen ja nur, damit  es dir besser geht, damit du glücklich bist. Schön für dich, ist doch dann aber nicht mein Problem wenn ich nicht helfe und glücklich bin so wie es ist Wink.


Das ist deine Sache. Ich habe nur gesagt, dass du das nicht mit dem Handeln anderer, rechtfertigen kannst.
Das mit den Tigern ist richtig, es scheint dir ja nicht egal zu sein. Mich zieht das auch runter, das gleiche gilt für Blauwale und Nashörner. Es gibt ne Menge Baustellen auf der Welt und ich hab mir halt fürs erste eine ausgesucht, wo jetzt mal nicht der Tiger dabei ist.
Was erwartest du von mir? Dass ich jetzt die ganze Welt rette? Man muss doch irgendwo den Anfang machen...

Jedoch halte ich das Individuum für wichtig, da in nem menschlichem Individuum das meiste Potential steckt, die Welt zu beeinflussen.
Ich gewichte auch n Menschenleben mehr als n Tierleben ein, obwohl ich sogar Vegetarier bin. Hier ist das Ansichtssache.

@KillingTime schrieb:

Du darfst aber nicht vergessen, dass diese Personen nie alleine waren. Sie hatten immer Unterstützer, Leute die deren Ideologie gefolgt sind. Und in speziellen Fällen können auch Kritiker zu Unterstützern werden. Sie haben nicht alleine, ihre Länder verändert, sondern es waren immer noch andere Menschen daran beteiligt. Gut, sie waren vllt der Stein, der das alles ins Rollen gebracht hat, aber alleine wären sie auch nicht weit gerollt^^.
Ist mir bewusst, aber das schraubt doch nicht ihre Leistungen runter…

@KillingTime schrieb:

So wie du mich kritisiert hast, das ich etwas rechtfertige weil es andere machen, machst du es hier aber auch in einer gewissen Form. Du nimmst gerade die in Schutz, die für das "Problem auf dieser Welt" mit verantwortlich sind. Sie können vllt nix dafür, dass sie kriminell werden, weil sie aus egoistischem Verhalten, ihr Wohl, vor dem des anderen stellen, aber letztendlich werden sie dadurch genauso zum Problem. Sie verbreiten weiter die Kette des Hasses und des Leids. Sie fügen einem anderen Schaden zu, welcher dann wiederum dazu neigen wird, dass gleiche einem anderen zuzufügen ( Quasi der Formel: Mir hat man das angetan, also ist es nur gerecht wenn ich es auch mache). Ein Teufelskreislauf, wie willst du ihn stoppen? Ne Möglichkeit wäre, dass der, der nix zu beißen hat, den Tod wählt. Er steckt lieber ein, als dass er anderen Schaden zufügt, doch das passt nicht in die Vorstellung der menschlichen Instinkte.
Hier muss man doch ganz klar zwischen extrem-Situationen und anderen Situationen unterscheiden. Es ist doch nicht das gleiche, wenn jemand um nicht zu verhungern n Laden ausraubt als wenn jemand ohne Existenznöte sagt :“ hm.. der vertickt Waffen oder beutet seine Arbeiter aus, um noch mehr Kohle zu machen, dann darf ich das doch auch und hab das Recht dazu.“
@KillingTime schrieb:

Und hier haben wir die menschliche Psychologie @ it's best. Denn hier können wir nach der Sinn Frage fragen. Was hast du davon, dass du ein Leben bewahrt hast? Nix. Du wirst sterben und der andere wird irgendwann sterben, irgendwann wird auch die Menschheit sterben. Es ist also ziemlich sinnlos, ein wildfremdes Leben zu bewahren, dem einzigen dem das was bringt ist dir, den du fühlst dich dann geil^^.

Erst wirfst du mir vor, ich würd auch nichts „vorbildliches“ machen. Dann sag ich, ich mach aber was, woraufhin du wieder meinst es wäre sinnlos und egoistisch^^ Ich fühl mich nicht „geil“ sondern es stellt mich n Stück weit zufriedener, weil ich für mich ne sinnvolle Tätigkeit gefunden habe.
Ich finds auch super, wenn ich bei anderen Menschen soziales Engagement beobachte auch wenn ich selber nicht daran teilhabe. Ich freu mich, wenn ich glückliche Menschen sehe.
Ich mag Harmonie zwischen Menschen. Ich mag Menschlichkeit, vielleicht gerade deshalb, weil sie so selten heute ist. Warum willst du mir das nicht glauben?

Und selbst wenn es so wäre/ist wie du es behauptest, dann ist es doch ein Win-Win für alle beteiligten. Ich bin zufrieden und Menschen wird geholfen.

Und wenn du jeder Person, die moralisch handelt, Egoismus vorwirfst, gibt’s bei dir in deiner Welt gar keine guten Leute mehr.

In jedem Individuum stecken Ideen oder anderes Potential, was nützlich für die Welt sein könnte, Ich denke auch deshalb sollte man versuchen, so viele Menschen wie möglich vor dem Tod zu bewahren.

Sonst gehen mit dem vorschnellem Tod viele Ideen verloren. Und meiner Meinung nach ist jedes Individuum vom gleichen Wert, egal welcher Herrkunft.

So hat zum Beispiel Bob Marley, der auch in sehr armen Verhältnissen aufwuchs, viel Einfluss gehabt. Er hat Benefizkonzerte gegeben, hat vielen bedürftigen Kindern Klamotten gespendet, hat sich am Bau von sozialen Einrichtungen beteiligt (und das nicht nur  auf Jamaika), er es sogar geschafft, die beiden Anführer der verfeindeten jamaikanischen Parteien, die sich gegenseitig bis aufs Blut bekämpften zusammen zu führen und sich die Hand zu reichen, wodurch die politische Gewalt anschließend abnahm. Und das wiederum hat er mit seiner Musik geschafft, seinem meiner Meinung nach wichtigsten Beitrag.

Mit seiner Musik verbreitete er die Message vom friedlichen Zusammenleben aller Menschen egal welcher Herkunft, Harmonie und Nächstenliebe.
Wäre es nicht schade gewesen, wenn dieses Individuum schon als Kind gestorben wäre?

@KillingTime schrieb:

Und was ich auch immer interessant finde, ist der mittlerweile entstandene "Opfertourismus". Schon mal aufgefallen, immer mehr Abiturienten gehen ins Ausland um zu helfen. Die einen aus komplett reinen Gründen um zu helfen, andere aus gemischten, helfen und im Lebenslauf stehen haben, dass man ein guter Mensch ist. Glaubst du wirklich, dass nur weil du da warst, irgendjemanden groß in Erinnerung bleiben wirst (könnte natürlich passieren, wir beide wissen ja nicht, was du alles machen wirst^^)? Höchstwahrscheinlich aber nicht. Die ARD hatte mal einen schönen Bericht über "Leute wie euch" gezeigt.
Du bist nicht der einzige Abiturient der nach Afrika reist. Tausende machen das. Fahren ein paar Monate oder ein Jahr hin und kommen wieder zurück. Die Menschen dort stumpfen doch emotional komplett ab und wir züchten uns da unten einen richtigen Parasiten heran. Du gehst nun also nach Afrika, lernst ein paar Leute kennen, wahrscheinlich auch viele Kinder, wirst dich wohl so gut wie möglich mit denen anfreunden und dann wirst du wieder gehen und für immer von ihnen wegbleiben. Aber nächstes Jahr kommt ja die nächste Generation deutscher Abiturienten, die wieder genau das gleiche machen wird: Anfreunden, nach einem Jahr verschwinden, nie wieder kommen/ melden. Und gerade da es bei den Kindern passiert ist es schlimm. Sie stumpfen dahingehend komplett ab und lernen dann unsere Hilfe komplett aus zu nutzen. Denn es werden ja immer irgendwelche Westländer helfen wollen.

Absolut falsch in fast allen Punkten.

Ich finds lustig weil ich das nicht zum ersten Mal höre. Das ist ein häufiges Vorurteil gegenüber den Entwicklungshelfern. Entwicklungshelfer gehen dahin machen einen auf Sozialpädagogen, spielen n bisschen mit den Kindern Gitarre, guckn sich n paar Elefanten und sterbende Leute an und haun dann wieder ab. Ja genau.

Ich sag dir mal, was man als Entwicklungshelfer macht. Man baut Schulen aus, man baut Brunnen in Dörfern, welche den Leuten dort ne Lebensgrundlage sichern, man hilft in überfüllten Krankenhäusern, man repariert Straßen, man bildet die Leute dort in Erste Hilfe Kursen aus, man recherchiert nach den Bedürftigen, die in schwerer Not sind und sich selbst nicht mehr helfen können, besucht sie zuhause und guckt wie man helfen kann, man fördert und beaufsichtig Blutspenden-Projekte, man rekrutiert dort einheimische fürs Rote Kreuz und und und.

Natürlich gibt’s auch Projekte, bei denen man mit Kindern arbeitet wie du ja schon gesagt hast. Man kann zum Beispiel ne Fußball-Manschaft aufmachen und ihnen mal was geben, woran sie total Spaß haben, weil die Leute da neugierig und offen für neues sind. Dadurch entsteht auch Harmonie und n freundliche Interaktionen zwischen Menschen statt, worauf du ja auch Wert legst.

Also kehr das mal hier nicht alles untern Tisch.

Auf dem Seminar haben die ehemaligen Entwicklungshelfer mit leuchtenden Augen geduldig und ausführlich ihre Zahlreichen Erlebnisse erzählt, wie gastfreundlich und offen die Leute dort sind, dass die meisten dort lächeln und freundlich zueinander sind, obwohl sie in Armut leben.. Natürlich haben sie auch Sachen gesehen, die nicht schön sind. Einer hat zum Beispiel dort auch einen Mann sterben sehen. (Der ist jedoch keineswegs emotional abgestumpft. Er machte nen super gesunden und glücklichen Eindruck. Ich denke eher hier bei uns stumpfen die Menschen emotional ab.)

Dennoch waren sie sich alle einig, dass es ein großartiges, unvergessliches  Erlebnis war, das vieles von dem Bild was einem die Medien vermitteln nicht stimmt und dort eigentlich fast die selben Alltags-Regeln gelten wie hier. Man sollte sich hauptsächlich vor kulturellen Fettnäpfchen in Acht nehmen.

Ein paar von ihnen waren nach ihrem Jahr schon ein zweites und drittes Mal(für ein paar wochen) dort um ihre Projekte zu besuchen und die neuen Freunde, die sie dort kennenglernt haben, zu besuchen eben weil sie auch vom Land fasziniert worden sind.

Es geht auch nicht darum, als Revolutionär oder Heiliger berühmt zu werden. In ner Millionen Jahre werden sowieso alle großen Personen die wir heute kennen, höchstwarscheinlich auch alle vergessen werden.

Eine andere Entwicklungshelferin hatte sogar als Motivation, dass sie selbst in Litauen aufgewachsen ist, wo sie in ner schweren Notsituation Hilfe von Entwicklungshelfern bekommen hat und anerkannt hat, wie wertvoll Hilfe von anderen Menschen ist. Somit resultiert in diesem Fall aus nem Entwicklungshilfen-Projekt ein Entwicklungshelfer für andere Menschen^^ Ist doch auch n positiver Aspekt…

Zu der Parasiten-Sache. Zuerst mal ist es so, dass das DRK zum Beispiel in Uganda mit dem Ugandischen rotem Kreuz zusammen arbeitet und das DRK dem URK Hilfe anbietet. Es gab niemals einen Hilfeschrei von wegen „schickt uns Hilfe“. Es sind Projekte, die zur Entwicklung und der Selbstständigkeit der Länder beitragen. Deshalb heißt es ja auch ENTWICKLUNGSpolitsches FreiwilligenJahr.
So hält z.B. n Krankenhaus schon n paar Jahre aus und soziale Einrichtungen, Brunnen etc. wirken sich dauerhaft stabilisierend aus. Kann nicht verstehen, warum du das als sinnlos bezeichnest.
Entwicklungshilfe ist keinesfalls sinnlos.

Außerdem sind unsere westlichen Staaten doch die Parasiten, die so viel Leid und so viel Grausames, damals mit der Kolonialisierung und heute mit der kapitalistischen Ausbeutung, auf dem afrikanischen Kontinent angerichtet haben. Deren Armut basiert nun mal zum großen Teil aufgrund der westlichen Staaten.

@KillingTime schrieb:

Wir lernen es ja auch nicht anders als Kinder. Wir bekommen das schlechte Gewissen doch schon in unser Gehirn getrichtert. Wer kennt es nicht aus Geschichte, Erdkunde und/oder Sowie. Man lernt, dass man dadurch das man hier lebt, schlechtes tut.
Ich hatte eher das Gefühl, dass das Thema eigentlich meißtens, vor allem in der Schule untern Tisch gekehrt wird. Außerdem ist es doch völlig richtig, dass man darüber informiert wird. So hat man die Entscheidung, seinen Weg zu wählen, anstatt in ner Illusion von ner Friede-Freude-Eierkuchen- Welt zu leben.
@KillingTime schrieb:

Warum willst du nicht in erster Linie hier in Deutschland helfen. Ist dir das Elend welches hier herrscht nicht schlimm genug? Den auch wir haben hier viel Elend. Vorgestern habe ich erst in einem Bericht gesehen, dass jedes dritte Kind in Düsseldorf unter der Armutsgrenze lebt. Sie keine Wintersachen leisten kann, nix vernünftiges zu essen. Ist das nicht Grund genug, was zu machen?

Aha bei Afrikanern redest du von „Wildfremden“ bei denen es sinnlos ist zu helfen, wirfst mir aber vor, dass ich Deutschen nicht helfe… Warum?

Warum sollte ich in erster Linie in Deutschland helfen? Mal abgesehen davon, dass man die Verhältnisse der Bedürftigen hier nicht mit denen von Entwicklungsländern vergleichen kann. Nur weil es meine deutschen Mitbürger sind und ich meinen Landsleuten ne Verpflichtung schulde? Es sind doch alle Menschen gleich wichtig egal wo sie her kommen.
Und da die Situation in nem Entwicklungsland deutlich kritischer ist, als hier, hab ich entschieden mein FreiwilligenJahr in dort anstatt hier zu machen. Was soll daran falsch sein? Ich fühl mich nicht als deutscher sondern als Mensch.
Wie schon gesagt ich hab n Kumpel, der von Kenia hierhin gekommen ist, mit dem ich 100 mal mehr Gemeinsamkeiten habe als mit dem schnarchigen deutschen Geschäftsmann um die Ecke.
Natürlich muss allen Bedürftigen geholfen werden. Ich hab mir jedoch ne andere Baustelle ausgesucht und kann nicht überall sein.
@KillingTime schrieb:

Du willst wirklich einen großen Beitrag leisten? Dann werde zu Mr Happy Man. Stell dich jeden Tag an die größte Kreuzung eurer Stadt und erzähl den Leuten, dass du sie liebst, dass sie glücklich sein sollen. Du fährst mit dem Bus oder Zug? Erzähl jedem der neben dir sitzt, dass du froh bist ihn getroffen zu haben. Gib den Leuten hier in unserer westlichen Welt ein positives Gefühl ohne ersichtlichen Grund, quasi ein Gefühl, dass sie denken, die Menschen sind toll. Denn du weißt nie, welchen Menschen du triffst und welchen du damit glücklich machst. Es könnt ein einfacher Mechaniker sein oder ein Vorstandsvorsitzender einer großen Firma, welcher die Möglickeit hat die Arbeitsbedingug vieler Kinder auf dieser Welt zu verbessern und das nur, weil er an diesem Tag glücklich und ein gutes Gefühl dank dir hatte.
Sähe die Saat deiner Ideologie jeden Tag und eines Tages kannst vllt auch du schon, aber gewiss einige Menschen später die Ernte einbringen. So wie es in den Wald rein ruft, so schallt es auch raus ne;)!

Das halte ich für ne super Idee. Deshalb bewundere ich auch Bob Marley(siehe oben).
Wenn du es doch für den einzig sinnvollen Beitrag hällst, mach du das doch. Ich bemüh mich auch immer zu den Leuten freundlich zu sein, da ich ja wie schon gesagt Harmonie zwischen Menschen mag.
Jedoch kannst du das genausogut in anderen Ländern machen...

Mein Tipp geh mal auf n Festival^^ Dort machen die Musiker, so wie die Gäste genau das, was du gerade beschrieben hast, vor allem auf Reggae-Festivals, auch wenn Festivals heute auch nicht mehr das sind, was sie früher mal waren.
@KillingTime schrieb:

Fazit: Es war auch interessant mit dir zu diskutieren und so unterschiedlich sind wir mal gar nicht. Wir unterscheiden uns grob nur in einer Sache, du siehst noch überall das Positive, ich hingegen schau gleich aufs Negative -mein eigenes großes Problem-.

Dazu wollte ich nur sagen, dass ich mal genau wie du gedacht habe, aber irgendwann auch erkannt habe, dass Menschen nicht nur Scheiße fabrizieren. Trotzdem muss ich auch zugeben, dass in vielen Bereichen das Negative überwiegt.

Aber ich hab einfach Parallelen zwischen uns beiden erkannt und hatte mal kurz den Einfall, dass dir das gleiche helfen könnte was mir geholfen hat um nen Sinn zu finden^^ Wenn du dein Jahr in Swasiland verbracht hättest würdest du vielleicht ganz anders zu sowas stehen. Auch weil du durch so n Entwicklungsjahr lernst, dass es in Afrika nicht hauptsächlich Kriminelle, AIDS-Kranke und verhungernde Kinder gibt, sondern sehr viele ganz normale, interessante offene und freundliche Menschen. Das haben so gut alle Entwicklungshelfer zumindest über Uganda gesagt.

@KillingTime schrieb:

Für alle Probleme, wofür der Mensch schuld ist, liegt im Menschen aber auch wiederum die Lösung.
Da bin ich genau deiner Meinung und hab dem nichts hinzuzufügen.

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BeitragThema: Re: Waffenexport und Kampfdrohnen   Do 8 Mai - 12:52

   
Das Märchen vom Arbeitsplatz Verlust wird immer und überall angewendet.
Fakt ist das sich die Rüstungsbetriebe fast alle auf zivile Produkte umstellen können mit geringen bis gar keinen Arbeitsplatz Verlust.
Es werden riesen Gewinne auf Kosten von Menschenleben gemacht,stellt euch mal vor in Deutschland hätte jeder eine Waffe genau wie in den USA.....
Einer muss immer vor ran gehen dann folgen auch andere...siehe Energiewende in Deutschland.



 

Schnellantwort auf: Waffenexport und Kampfdrohnen

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