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BeitragThema: Einheit 731    Fr 3 Jan - 0:49

   
Einheit 731



Die Einheit 731 war eine von vielen geheimen Einrichtungen der Kwantung-Armee der Kaiserlich Japanischen Armee in der besetzten Mandschurei, die biologische und chemische Waffen erforschte, erprobte und einsetzte.

Die Bezeichnung ist eine Verkürzung des militärischen Codenamens (tsūshōgō) während der eigentliche Name „Hauptabteilung der Abteilung für Epidemieprävention und Wasserversorgung der Kwantung-Armee“war.
Dazu wurden auch Experimente an lebenden Menschen vorgenommen. Die in den Versuchen der Einheit 731 getöteten Menschen waren schätzungsweise 3500 koreanische und chinesische Zivilisten sowie amerikanische, britische und sowjetische Kriegsgefangene.

In den Jahren 1940 bis 1942 mindestens sechs Feldversuche mit Krankheitserregern durchgeführt, darunter Milzbrand und Pest, die mehrere Tausend Menschen das Leben kosteten. Bei Kriegsende 1945 wurden bei der Zerstörung der Produktionsstätten durch die japanische Armee mit Pest infizierte Ratten freigelassen, die in den Provinzen Heilongjiang und Jilin eine Epidemie mit über 20.000 Todesopfern auslösten.
Der Name Einheit 731 wird heute stellvertretend für das gesamte Programm der Kaiserlich Japanische Armee zur Herstellung biologischer Waffen verwendet, obwohl die Einheit nicht der einzige japanische Verband war, der biologische Waffen entwickelte.



Ursprung

Ärztlicher Leiter der Einrichtung war der Generalleutnant, Arzt und Physiker Shirō Ishii.
Spoiler:
 


Dieser baute 1932 mit seiner Einheit die Zhoghma-Festung auf, ein Gefängnis in den Außenbezirken der Stadt Harbin. Diese befand sich in dem Marionettenstaat Mandschukuo, der 1932 nach der Besetzung der Mandschurei durch die Japaner eingerichtet worden war. 1935 zwang ein Ausbruch von Insassen Ishii dazu, die Einrichtung in Harbin zu schließen. Stattdessen wurde das Gefängnis nun in Pingfang, einem Ort nahe Harbin, neu aufgebaut und erweiterte sich später um weitere Zweigniederlassungen. Ab 1936 galt Einheit 731 als Bezeichnung für Shirō Ishiis Einrichtungen.



Aktivitäten

Allgemeine Beschreibung der Tätigkeit von Einheit 731:

• Medizinische Versuche an Menschen (vergleichbar mit medizinischen Tierversuchen) wurden im Rahmen eines Projekts namens Maruta (丸太; deutsch: „Holzklotz; runder, nur entrindeter Baumstamm“) durchgeführt. Die Testpersonen wurden dabei aus der chinesischen Bevölkerung der näheren Umgebung ausgewählt. Die einheitsinterne Bezeichnung für diese Menschen lautete wie der Name des Projektes Holzklotz.

• Die Wirkung von Granaten wurde an Menschen aus unterschiedlichen Entfernungen und Positionen getestet.

• Unterkühlungsexperimente sowie Experimente mit hohen Druckunterschieden wurden an Menschen durchgeführt

• Die Entwicklung einer biologischen Waffe in der Form einer mit Bakterienpulver bestückten Bombe (ähnlich dem Kampfstoff mit Milzbrandbakterien)

• Die Entwicklung einer weiteren Bombe als biologische Waffe, wobei die Bakterien jedoch in Flöhen enthalten waren


Dokumentierte Aktivitäten:

• Einsatz von Pestbakterien gegen die Einwohner der Stadt Chü Hsien am 4. Oktober 1940, der 21 Tote forderte

• Einsatz von Pestbakterien gegen die Einwohner der chinesischen Stadt Ningbo am 29. Oktober 1940 mit 99 Opfern

• Ein fehlgeschlagener Versuch am 28. November 1940 gegen den Ort Kinhwa, bei dem die Pest nicht zum Ausbruch kam

• 3000 chinesische Kriegsgefangene wurden Ende 1941 mit Hilfe von mit Typhuserregern kontaminierten Nahrungsmitteln infiziert und danach freigelassen. Die „Schenkung“ der Nahrungsmittel durch die Japaner wurde zu Propagandazwecken gefilmt.

• Als Folge des als Doolittle Raid bekannten Bombenangriffs auf Tokio wurde von den Japanern als Racheakt am 5. Mai 1942 die Zhejiang-Jiangxi-Offensive gestartet, bei der 250.000 chinesische Zivilisten ermordet wurden. Von Einheit 731 wurden im Rahmen dieser Aktion ca. 130 kg Milzbrand-Kampfstoff produziert, mit welchem Seen, Flüsse und Brunnen im Gebiet der Städte Yüshan, Kinhwa und Futsing kontaminiert wurden. Aus diesem Gebiet hatten sich die japanischen Truppen mit Ausnahme der Mitglieder der Einheit 731 vorher zurückgezogen. Teilweise wurde der Kampfstoff auch von Flugzeugen versprüht oder direkt in Wohnhäuser geworfen. Die folgende Epidemie verursachte einen großen Teil der oben genannten Todesopfer. Allerdings wurden auch ca. 1700 japanische Soldaten durch den Kampfstoff getötet, als diese versehentlich ein kontaminiertes Gebiet zurückeroberten. Dieser Zwischenfall führte daher zur Ablösung Shirō Ishiis als Kommandant der Einheit 731, obwohl der Einsatz als Erfolg gewertet wurde.

• 1943 wurde die Seuchenanfälligkeit weißer Menschen an amerikanischen Kriegsgefangenen getestet.


Alle Projekte der Einheit unterlagen der strengsten Geheimhaltung. Sie wurde deshalb nach außen als Abteilung der Kwantung-Armee für die Prävention von Epidemien und die Wasserreinigung getarnt. Die Versuchszonen der Einheit waren Luftsperrgebiet.


Abteilungen:

Die Einheit 731 setzte sich aus acht verschiedenen Abteilungen zusammen:

• Abteilung 1: Erforschung der Wirkung der Krankheitserreger von Pest, Cholera, Milzbrand und Tuberkulose auf lebende Menschen. Diese Abteilung unterhielt ein Gefängnis für ca. 300 bis 400 Menschen.

• Abteilung 2: Entwicklung von praktisch anwendbaren biologischen Waffen, insbesondere von Geräten, die Keime und Parasiten versprühen.
• Abteilung 3: Produktion von Granaten und Bomben (unter anderem aus Porzellan) für biologische Kampfstoffe, stationiert in Harbin.

• Abteilung 4: Produktion von nichtbiologischen Kampfstoffen

• Abteilung 5: Ausbildung von Personal.

• Abteilung 6–8: Abteilungen für Ausrüstung, Medizinische Versorgung und Verwaltung der Einheit.



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Meine Frage an euch ist, wie findet ihr das? - Habt ihr schonmal was von der "Unit 731" gehört?

(Nein? - Zurecht! Es kam bei heraus das Japan diese Geschichte hier verleugnet hat und die neuen Generationen immer weniger darüber belehrt werden, wenn überhaupt... dieses Thema ist ein Tabu-Thema in Japan und die meisten versuchen sich garnicht schlecht reden zu lassen, die meisten Japaner wollen die Fehler nicht einsehen und sehen sogar das Recht bei sich selbst.

Dies ist, so sind auch die Videos auf YouTube betitelt: "Wieso die Chinesen die Japaner nicht mögen")

Ich finde, dass sowas unnötiges rumspielen mit den Leben anderer Menschen ist, auch wenn es zum "guten Zwecke der Medizin" diene, sowas ist krank und solche Leute und die, die hierfür sympathisiert haben gehören eingesperrt!



Spoiler:
 



 

Schnellantwort auf: Einheit 731

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