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Donkey M. Ruffy
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BeitragThema: Bartolomeos Leben[5/?]   So 16 März - 14:09

   
Kapitel 1: Mama!

Wir befinden uns in Loguetown, 15 Jahre vor der Wiedervereinigung der Strohhutpiraten. Auf es ist Markttag und viele Menschen befinden sich auf den Straßen und feilschen laut mit den Händlern. In diesem Stimmengewirr ist auch die Stimme des neunjährigen Bartolomeos zu hören. "Mami, ich will ein Eis!", quengelt der Kleine. "Dafür haben wir kein Geld, Barto. Tut mir leid", erklärt Sylvia, seine Mutter. Der Kleine sieht das nicht ein und meckert: "Die anderen Eltern kaufen ihren Kindern immer Eis. Du bist gemein!" Sylvia packt in grob am Arm, sieht ihn wütend an und schimpft: "Mach mir keine Vorwürfe! Wenn dein Vater sich um uns kümmern würde, könntest du soviel Eis essen, wie du wolltest." "Wieso schiebst du immer alles auf andere. Arbeite doch einfach!", wirft Barto seiner Mutter vor. Das Gesicht seiner Mutter wird feuerrot und sie brüllt ihn an: "Du verdammter Bengel! Du weißt genau, dass ich einen Job suche, aber niemand will mich einstellen." Mit Tränen in den Augen gibt sie ihrem Sohn eine Ohrfeige und ist bereits im selben Moment über ihre Tat schockiert. Barto blickt sie hasserfüllt an und rennt anschließend davon. Weinend bleibt Sylvia zurück. Wie gerne würde sie ihrem Sohn ein Eis kaufen, aber sie hat nicht einmal Geld für etwas Brot. Wie oft macht sie sich selber Vorwürfe, dass sie eine schlechte Mutter ist.

Inzwischen ist Bartolomeo bereits in eine Seitengasse abgebogen und rennt zum Hafen. Dort will er auf einem Schiff anheuern, um endlich diese Insel verlassen zu können. Allerdings ist er so in Gedanken an zukünftige Abenteuer auf dem Meer vertieft, dass er einen Marinesoldaten vor ihm nicht bemerkt und mit ihm zusammenstößt. Der Junge geht zu Boden und der Soldat beugt sich zu ihm herab. Dem Jungen steigt der starke Geruch von Tabak ins Gesicht als der Soldat ihn anspricht. "Barto, willst du schon wieder abhauen?", fragt er. Der Junge streckt ihm die Zunge heraus und entgegnet dann frech: "Lass mich einfach gehen Smoker! Du weißt, dass ich von dieser dämlichen Insel abhauen will" "Das geht nicht. Kinder in deinem Alter gehören zu ihren Eltern und nicht auf ein Schiff", erklärt Smoker streng. "Wenn du nicht willst, dass ich jetzt Seefahrer werde, dann nimm mich in die Marine auf", entgegnet der Junge schmollend. Smoker streichelt ihm durchs Haar und entgegnet: "Du hast absolut keine Disziplin. Ich habe versucht, dich zu trainieren, aber du bist zu frech und zu stur. Außerdem hast du meine beste Schülerin Tashigi ständig geärgert." "Die kleine Streberin kann ich eben nicht leiden und wenn du zu blöd bist ein ordentliches Training zu gestalten ist das nicht meine Schuld", meckert Barto trotzig. "Genau das meine ich. So, ich bringe dich zu deiner Mutter. Die macht sich sicher schon Sorgen", meint Smoker und zieht den trotzigen Barto mit sich.

Sylvia ist inzwischen am Hafen angelangt und fragt verschiedene Bekannte nach Bartolomeo. Aber weder Sapi, der Fischhändler noch Tanne, der Inhaber eines Waffengeschäftes hat den Jungen gesehen. Sie hat bereits jeden Winkel des Hafens abgesucht, bis auf das berüchtigte Westviertel, wo die Piraten ankern. Aus Angst, ihr Junge könnte von Piraten verschleppt werden, begibt sie sich dorthin, obwohl schon mehrmals Frauen ohne Begleiter von den Verbrechern entführt worden waren. Als sie in eine Seitengasse abbiegt, wird sie plötzlich von hinten gepackt und spürt die kalte Klinge eines Messers an ihrer Kehle. "Gib mir dein Geld!", befielt der Bewaffnete knapp. "Ich habe kein Geld. Ehrlich", wimmert Sylvia ängstlich. Der Unbekannte packt ihre Tasche und schüttet den Inhalt auf den Boden. Tatsächlich befinden sich weder Geld noch Wertgegenstände in der Tasche. "Lassen sie mich gehen! Sie sehen doch, dass ich kein Geld habe", fleht die Frau verzweifelt. Der Bewaffnete lacht boshaft und flüstert ihr zu: "Nein, ich werde dich verkaufen um Geld zu bekommen." "Nein! Mein Sohn braucht mich! Trenn mich nicht von ihm", bettelt Bartos Mutter weinend. "Sei still! Wenn du nicht brav mitkommst, werde ich deinen Sohn finden und ihn umbringen", droht ihr der Verbrecher.

Inzwischen sind auch Smoker und Bartolomeo am Hafen angekommen, wo sie Sylvia suchen. Als Smoker von Sapi erfährt, dass Sylvia ins Westviertel gegangen ist packt er ihn am Kragen und schimpft: "Du dummer Fischkopf! Wieso hast du sie alleine gehen lassen?" Noch bevor Sapi antworten kann packt Smoker Barto und macht sich ins Verbrecherviertel auf, weil er weiß, dass jede Sekunde zählt. Unterwegs ruft er in der Marinebasis an und bittet um Verstärkung. Als Barto plötzlich schreit: "Da ist Mama!" Smoker erblickt Sylvia sofort und rennt auf sie und ihren Entführer zu. Der Pirat erblickt den Marinesoldaten und sticht Sylvia in den Bauch. Als er erneut zustechen will, wird er von einem heftigen Fußtritt getroffen. Erschrocken blicken Smoker und der Pirat auf den Angreifer: Es ist der berüchtigte Rotfuß Jeff! "Ich hasse Leute, die Frauen verletzen", erklärt Jeff knapp und tritt mehrfach auf den Piraten ein, der danach leblos in seinem eigenen Blut liegt. "Du bist verhaftet, Jeff!", ruft Smoker. Der Angesprochene lacht amüsiert und meint: "Du hast keine Chance gegen mich, Bengel. Kümmere dich bitte um die Frau." Anschließend geht er ruhig davon. Smoker erkennt, dass Jeff recht hat, ruft Sanitäter und versucht Sylvias Blutung zu stoppen.
"Mama!", heult Barto verzweifelt. "Es tut mir leid, dass ich keine bessere Mutter war", keucht seine Mutter. Barto blickt sie verzweifelt an und wimmert: "Du bist eine tolle Mutter! Ich muss mich bei dir entschuldigen!" "Wenn ich es nicht schaffe, kannst du dich um Barto kümmern", bittet Sylvia Smoker mit kraftloser Stimme. "Rede nicht so! Du wirst es schaffen", entgegnet Smoker, aber man erkennt leicht, dass er nicht wirklich daran glaubt. "Ja oder nein?", hakt Sylvia nach. Smoker nickt stumm und Sylvia weiß, was er damit meint. Mit einem Lächeln schließt sie die Augen. "MAMA!", schreit Barto verzweifelt bevor er das Bewusstsein verliert.



Zuletzt von Donkey M. Ruffy am Sa 3 Mai - 20:28 bearbeitet, insgesamt 5 mal bearbeitet
traffylaw
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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   So 16 März - 14:36

   
*heul* Was für eine schöne Geschichte!!
Man erkennt zwar sofort, dass sie ausgedacht ist, aber du hast sie wunderschön geschrieben!!
Anscheinend hast du Talent für sowas! Echt ganz toll!
Was mich noch interessieren würde, hatte Smoker schon seine Smokefrucht gegessen?
Könntest du dann im nächsten Kapitel schreiben, wie Barto zu seiner TF gekommen ist?

Gruß

Donkey M. Ruffy
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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   So 23 März - 19:22

   
Ich würde mich freuen, wenn ihr meine andere Fanfiction kommentieren würdet. Denn ohne Kommentare weiß ich nicht, ob sie euch noch interessiert und dann fehlt mir die Motivation weiter zu schreiben. Das gleiche gilt auch für diese Story. Mir ist es lieber ihr weist mich auf Fehler hin, als gar nichts zu sagen.

@traffylaw schrieb:
Was mich noch interessieren würde, hatte Smoker schon seine Smokefrucht gegessen?
Könntest du dann im nächsten Kapitel schreiben, wie Barto zu seiner TF gekommen ist?
Ob Smoker die Smokefrucht gegessen hat, kommt in diesem Teil. Bartos Teufelskraft kommt erst später, aber ich habe mir schon etwas tolles überlegt.

Kapitel 2: Ein halbes Jahr später

Inzwischen schien Barto den Verlust verarbeitet zu haben. Die ersten Wochen hatte es so ausgesehen, als würde er den Tod seiner Mutter nicht überleben. Er hatte sich einen Monat lang geweigert, etwas zu essen und wäre fast verhungert. Kurz vor seinem Ende hatte Smoker ihm versprochen, ihn zum Soldaten auszubilden, was dem Jungen seinen Lebenswillen zurückgegeben hatte. Inzwischen war er wieder der freche Bengel von früher.

"Lass mich in Ruhe!", schrie Tashigi laut durch die Klasse und störte so den Geschichtsunterricht. Smoker blickte sie an und fragte: "Tashigi, du störst den Unterricht. Was ist los?" "Dieser ekelhafte Straßenjunge hat mich mit Popeln beworfen", kreischte sie hysterisch. "Stimmt das, Bartolomeo?", wollte Smoker wissen. "Wenn ich sage, dass sie lügt glaubst du mir eh nicht", entgegnete Barto, der die Füße auf seinen Tisch gelegt hatte. Smoker blickte ihn an und schimpfte: "Wieso ärgerst du sie ständig? Sie hat dir nie etwas getan." "Ich hab dir so oft gesagt, dass ich die kleine Streberin hasse. Wann kapierst du das endlich?", provozierte Barto seinen Lehrer. "Halt dein Maul! Du bist doch nur hier, weil Meister Smoker deiner Mutter ein Versprechen gegeben hat. Wenn nicht sie, sondern du gestorben wärst, hätten wir ein Problem weniger", beschimpfte Tashigi ihren verhassten Mitschüler. "Lass meine Mutter aus dem Spiel, du hast kein Recht über sie zu reden! Wenn du kleine Göre sie noch ein ein einziges Mal erwähnst, bring ich dich um!“, drohte Barto und seine Worte klangen, als wären sie zu 100% ernst gemeint. Tashigi sprang auf, blickte Barto verächtlich an und verlangte: „Hör auf ständig nur zu reden! Komm heute nach der Schule zum Trainingsplatz und ich werde dich fertigmachen!“ „Schätzchen, ich würde keine 2 Sekunden brauchen um dich zu besiegen“, entgegnete ihr Feind mit einem fetten Grinsen im Gesicht. „Jetzt reicht es mir mit euch beiden! Der Kampf findet sofort statt!“, brüllte Smoker, der vor Wut feuerrot im Gesicht war, packte die beiden mit seiner Rauchkraft und zerrte sie aus dem Klassenzimmer. Er verlangte, dass die anderen Schüler sich den Kampf ansehen sollten.

Auf dem Platz hatten die beiden Kontrahenten von Smoker Bambusschwerter erhalten und wurden darauf hingewiesen, fair zu kämpfen.“Wenn du mich um Verzeihung bittest, tue ich dir nicht weh“, bot Barto mit einem siegessicheren Blick an. Als Antwort schlug ihm Tashigi ihm seine Waffe aus der Hand. „Tja, wie du willst. Dann werde ich dich eben dafür sorgen, dass du heulend zu deiner Mami rennst...oh die kennst du ja gar nicht“, ärgerte der Junge seine Gegnerin. „Was fällt dir ein? Wie kannst du darüber Witze machen?“, fauchte das Mädchen. Barto spuckte ihr vor die Füße und entgegnete: „Wenn du schlecht über meine Mutter redest, darf ich auch über deine Witze machen.“ Keine Sekunde, nachdem er das gesagt hatte, wurde er von Tashigis Bambusschwert getroffen. Jedoch fiel er nicht zu Boden sondern blieb trotz des harten Schlages stehen und ging zum Gegenangriff über. Tashigi wich aber dem Angriff aus und schlug ihm gegen das linke Bein, was ihn aus dem Gleichgewicht brachte und stürzen ließ. „Du wolltest mich in 2 Sekunden besiegen? Du bist ein erbärmliches Großmaul,“ spottete die junge Schwertkämpferin. Bartolomeo wischte sich etwas Blut aus dem Gesicht, richtete sich auf, klopfte den Staub aus seiner Kleidung und lachte: „Naja, 2 Sekunden waren wohl etwas zu optimistisch, aber du bist trotzdem schwächer als ich.“ Gleich darauf schlug er Tashigi mit voller Kraft in die Magengrube und als sie in die Knie sackte jubelte er: „Siehst du! Ich bin stärker als du. Du bist ein kleines, schwaches Baby.“ „Baby? Ach, sei doch still! Vielleicht bist du körperlich etwas stärker, aber deine Verteidigung ist miserabel und die meisten deiner Schläge treffen nicht“, knurrte Tashigi, die sich aufrichtete. „Dann lass uns mit 100% kämpfen, Baby“, stichelte Barto. „Wenn du unbedingt verlieren wirst, kannst du das gerne haben“, antwortete seine Kontrahentin.

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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   So 23 März - 21:28

   
Du hast mich mit dem Titel der Geschichte sehr gereizt, da Bartolomeo zu einen meiner Lieblinge gehört.
Ich habe mir beide Kapitel ganz durchgelesen und finde die Geschichte echt interessant. Nur mir gefällt nicht, dass im zweiten Kapitel alles viel zu schulmäßig erzählt wurde und ich verstehe auch nicht warum Smoker ein Lehrer ist. Dieses Kapitel hatte für mich einfach zu wenig mit OP zu tun und mehr mit sowas wie Familien in Brennpunkt. Wink Das hört sich jetzt vlt. so an, als würde ich die Geschichte blöd finden, aber ich mag sie trotzdem und freue mich schon auf die Kapitel, wo Barto Pirat wird, die TF findet und seine Crewmitglieder trifft.... Das erwarte ich schon jetzt mit Freude. Smile

traffylaw
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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   Mo 24 März - 14:40

   
Auch wenn der 1. Teil besser war, hat es mir doch ganz gut gefallen.
Was ich nicht so toll fand: Wieso ist Smoker Geschichtslehrer?? Surprised
Aber trotzdem, weiter so Very Happy

Donkey M. Ruffy
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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   Di 25 März - 18:18

   
@MassakerSoldatKiller schrieb:
Dieses Kapitel hatte für mich einfach zu wenig mit OP zu tun und mehr mit sowas wie Familien in Brennpunkt.
Stimmt, aber so kann man recht schnell eine starke Rivalität aufbauen und genau das wollte ich tun. Mir geht es nämlich eher darum, wie sich die Rivalität weiterentwickelt, nachdem sie entstand. Keine Angst, dieser "RTL-Stil" ist nicht dauerhaft, das nächste Kapitel wird wieder etwas mehr Tiefgang haben.

Smoker als Lehrer: Ich dachte mir, dass er der Ausbilder ist und deshalb auch für das Unterrichten der jungen Soldaten zuständig ist. Außerdem wollte ich mir nicht irgendeinen langweiligen Lehrer ausdenken, wenn ich schon so eine tolle Figur wie Smoker habe, deren Aussehen und Charakter ich nicht erst beschreiben muss.

Ich hoffe, dass ihr die Story weiterhin verfolgt und sie euch gefällt.

MassakerSoldatKiller
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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   Di 25 März - 21:43

   
Also die Rivalität zwischen den beiden hast auch sehr gut dargestellt. Wink
Das mit Smoker als Lehrer kann ich jetzt auch besser verstehen, macht schon Sinn, dass du ihn auch als Lehrer nimmst.
Ich werde die Geschichte aufjedenfall weiterlesen und freue mich schon sehr auf das neue Kapitel. Smile

Donkey M. Ruffy
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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   Fr 28 März - 16:17

   
Kapitel 3: Der Kampf:

Tashigi und Bartolomeo standen sich gegenüber und atmeten schwer. Beide waren erschöpft und hatten überall blaue Flecken. Anfangs hatten sie sich immer heftiger beschimpft, aber inzwischen fehlte ihnen dazu die Kraft. Eigentlich waren beide schon weit über ihre körperlichen Grenzen gegangen und wären unter normalen Umständen längst zusammengebrochen, aber dieser Kampf war für beide sehr persönlich.
Smoker blickte erstaunt und murmelte: „Unglaublich, die beiden kämpfen schon seit fünf Stunden.“
Dann wandte er sich an die Kämpfer: „Für heute reicht es. Ihr könnt morgen nach dem Unterricht weitermachen.“ „Meinetwegen“, antworteten die beiden erschöpft. Insgeheim waren sie aber erleichtert, dass der Kampf für heute beendet war. „Morgen mach ich dich fertig“, prahlte Barto, dem seine Erschöpfung anzusehen und anzuhören war. Tashigi grinste und entgegnete selbstsicher aber müde: „Träum weiter, morgen mache ich dich platt.“ „Wenn du meinst, Baby“, stichelte Barto. „Nenn mich nicht Baby! Ich hasse das“, fauchte Tashigi. Der freche Bengel provozierte sie weiter: „Wie du willst...Baby.“ Tashigi schnaubte verächtlich und wendete sich von ihm ab. Beide verließen das Kampffeld und Bartolomeo ging in den Schlafsaal der Jungs und Tashigi in den der Mädchen.

Sofort legte sich Barto in sein Bett und dachte: „Ich hab die Kleine unterschätzt, die hat echt was drauf.“ Nach diesem Gedanken schloss er erschöpft die Augen und schlief ein.
Währenddessen hatte Tashigi geduscht und überlegte, ob sie stark genug war, um Barto zu besiegen. „Ach, der arrogante Typ ist zwar stärker, aber geht zu planlos vor“, murmelte sie, um sich selbst zu beruhigen, dann schlief auch sie ein.

Am nächsten Nachmittag sollte der Kampf unter der Beobachtung von Smoker weitergehen. Er war sehr zufrieden, da sich seine Schüler den ganzen Vormittag nicht gestritten hatten. Dies war noch nie passiert, denn normalerweise begann Barto bereits nach kurzer Zeit einen Streit. Heute war es aber ganz anders gewesen: Er hatte sich wortlos gesetzt und hatte nicht einmal den Unterricht durch eine seiner respektlosen Äußerungen gestört. Das einzige was er gesagt hatte war: „Kommst du heute zum Kampf, Tashigi?“ Diese hatte ihn zuerst erstaunt angeblickt, da er sie sonst immer mit Baby oder Schätzchen angesprochenen hatte, dann aber hatte sie ihm geantwortet: „Klar, außer du willst aufgeben.“ Daraufhin hatten sich beide angegrinst und dem anderen einen siegessicheren Blick zugeworfen.

Nun standen sich der Junge und das Mädchen wieder im Kampf gegenüber und sofort fingen sie an zu streiten. Vor wenigen Minuten waren sie noch friedlich nebeneinander auf den Platz gegangen, aber nun wirkten sie wie ausgewechselt. Mit einem arroganten Grinsen warf Bartolomeo sein Bambusschwert weg und meinte: „Das Teil brauch ich nicht. Ich besiege dich mit bloßen Händen.“ Tashigi antwortete nicht, sondern griff Barto an. Dieser wich dem Hieb aus und versuchte zu kontern, jedoch wurde sein Faustschlag von Tashigi geblockt. Es entwickelte sich ein heftiger Schlagabtausch, aber keiner konnte den entscheidenden Treffer landen, um den Kampf zu entscheiden.

Bartolomeo und Tashigi kämpften stundenlang gegeneinander und das Duell war relativ ausgeglichen. Aber nach vier Stunden knickte Tashigis Fuß um und ein Knirschen war zu hören, sie fiel zu Boden und ließ ihr Schwert fallen. „Auuuuuuuuu! Mein Fuß!“, heulte das Mädchen auf. Barto trat vor die Verletzte und diese wusste, dass sie sich nicht gegen ihren Gegner wehren konnte. Aber anstatt seiner Kontrahentin zu besiegen streckte er ihr die Hand entgegen. „Steh auf!“, befahl er ihr. „Was soll das? Ich brauche dein Mitleid nicht!“, schrie sie ihn an. Barto blickt auf sie herunter, hielt ihr die Hand direkt vors Gesicht und erklärte: „Ich mache das nicht aus Mitleid. Du hast einen ehrenhaften Kampf verdient. So will ich nicht gewinnen. Steh auf und wir lassen es für heute gut sein.“ Tashigi griff nach Bartos Hand und er zog sie hoch. „Glaub ja nicht, dass ich dich im nächsten Kampf schonen werde“, sagte sie zu ihrem Gegner. Dieser nickte und antwortete, dass er das für selbstverständlich halte. Smoker beobachtete die Szene und war beeindruckt von dem Verhalten des Jungen, dem er so eine respektvolle Geste gar nicht zugetraut hatte. „Hey, Smoker! Bringst du Tashigi in die Krankenstation?“, rief ihm sein Schüler zu, der das verletzte Mädchen stützte.

traffylaw
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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   Fr 28 März - 17:04

   
super! Mehr kann ich dazu nicht sagen! Klasse!
Ich freue mich auf den 4 Teil...

MassakerSoldatKiller
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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   Sa 29 März - 2:39

   
Zum Glück ist jetzt wieder dieses OP Feeling vorhanden und ich finde es sehr interessant, wie du
die Charakterentwicklung von Bartolomeo beschreibst. Echt gutes Kapitel.

Lion D.Kurdi
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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   Sa 29 März - 8:31

   
Also Donkey,deine Geschichte finde ich gut. Kapitel 1 fande ich am Besten, danach kommt für mich Kapitel 3 und dann Kapitel 2.

Zuerst würde ich dir raten die Dialoge kursiv zu schreiben. Da hat man eine viel bessere Übersicht.

Zu deiner Geschichte:
Du solltest da mit Smoker aufpassen. Vor 15 Jahren war Smoker 21Jahre, also selbst ein junger Soldat. Und Barto ist zu dem Zeitpunkt der Geschichte noch 9Jahre alt. Das solltest du nicht vergessen und die Handlung nicht so sehr übertreiben.  

Was ich nicht so gut fand, war der Auftritt von Jeff. Aus heiterem Himmel taucht er auf und verschwindet wieder. In der Szene hat er schon gepasst, aber er ist zu plötzlich aufgetaucht. Versuche auch in jedem Kapitel Spannung auf das nächste Kapitel aufzubauen, damit viel mehr Leute deine Geschichte verfolgen.

Ach ja die Konkurrenz zu Tashigi solltest du so nebensächlich machen, damit sich die Story viel besser aufbauen kann.

Ja das wars. Wie gesagt ne gute Story, die Idee ist gut, also mach weiter.

Vielleicht kommt es rüber, dass ich nur nörgel, aber aus dem Feedback solltest du was haben und wenn ich nur sage, dass war gut bringt es dir ja nichts.


Ich freu mich schon auf Kapitel 4 !

Donkey M. Ruffy
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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   Sa 29 März - 18:22

   
Es freut mich, dass es euch gefällt, da ich ein bisschen Angst hatte, dass ihr findet, dass Bartos respektvolle Geste zu früh kommt.

Ich danke dir für deine Kritik, Lion.D.Kurdi. Ich finde zwar nicht, dass die ganze Geschichte übertrieben für das junge Alter der Figuren ist. Wenn man bedenkt, was die Strohhutpiraten in dem Alter schon gemacht haben. Trotzdem verstehe ich, was du meinst.
Bei Jeff hast du recht, aber sein Auftreten sollte eben sehr plötzlich wirken, da wohl kaum jemand eine Frau bedrohen würde, wenn er wüsste, das ein Kerl wie Jeff in der Nähe ist. Das hätte ich wirklich besser lösen können.
Lion.D.Kurdi schrieb:
Ach ja die Konkurrenz zu Tashigi solltest du so nebensächlich machen, damit sich die Story viel besser aufbauen kann.
ICH baue MEINE Story auf, wie ICH will Evil or Very Mad !!! Entschuldigung aber wie ich die Story aufbaue, solltest du mir überlassen, denn ich weiß, wie die Story weitergeht. Nimm den Ausraster am Anfang nicht zu ernst, aber in meiner Geschichte stelle ich das in den Mittelpunkt, was ich für wichtig halte und da lasse ich mir nicht hineinreden. Irgendwann macht der Aufbau Sinn, vertrau mir einfach.

Zum Schluss möchte ich euch bitten meine andere Story "Der Prinz von Lvneel" zu lesen und zu kommentieren. Ich hoffe, ihr findet diese Bitte nicht unverschämt, aber es ist mir wichtig zu wissen, dass meine beide Storys gelesen werden.
Achja, teilt ihr Lion.D.Kurdis Meinung, dass es besser wäre, wenn die Dialoge kursiv wären? Wenn ihr wollt, kann ich das machen.

Donkey M. Ruffy
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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   Di 1 Apr - 16:16

   
Hier der nächste Teil, hoffentlich gefällt er euch.

Kapitel 4: Gib nie auf!

„Es tut mir leid, Mädchen. Du hast dir einen komplizierten Bruch zugezogen und einige deiner Bänder im Fußgelenk sind gerissen. Das bedeutet, dass du für ein halbes Jahr einen Gips tragen musst“, berichtete der Arzt Tashigi. „Was? Ich kann 6 Monate nicht richtig kämpfen?!“, rief Tashigi entsetzt. Der Doktor blickte sie mitleidig an und entgegnete: „Ich habe außerdem eine angeborene Gleichgewichtsstörung bei dir festgestellt. Ich würde dir empfehlen das Kämpfen aufzugeben, da du dich ansonsten verletzten könntest.“ Die junge Kämpferin brach in Tränen aus, als sich plötzlich die Tür öffnete. Bartolomeo trat ein und hatte ein kleines Päckchen bei sich. „Hau ab! Du hast gewonnen! Ich werde nie wieder kämpfen können“, heulte Tashigi verzweifelt und warf eine Pralinenschachtel, die auf dem Kästchen neben dem Bett lag, nach Barto. Dieser wich aus und fragte: „Was soll das heißen? Wieso kannst du nicht mehr kämpfen? Ist es wegen dem Fuß?“ „Der blöde Fuß heilt wieder, aber so etwas kann mir immer wieder passieren. Mein Gleichgewicht ist gestört“, wimmerte das Mädchen. „Na und? Beim Kämpfen verletzt man sich eben oder stirbt sogar. Aber wieso willst du aufgeben? Ich dachte, du würdest eher sterben, als einfach alles wegzuwerfen, wofür du gekämpft hast, aber da habe ich mich getäuscht“, warf ihr Barto wütend vor, ließ das Päckchen fallen und rannte aus dem Zimmer. „Warte!“, rief im Tashigi hinterher, aber er war schon weg.

Vor dem Krankenhaus setzte sich Barto auf den Boden und fluchte: „Die ist doch nur ein Baby. Ich dachte wirklich, sie hätte was drauf. Wie konnte ich mich so in ihr täuschen? Ich habe mein ganzes Geld für dieses dämliche Geschenk ausgegeben.“

„Herr Doktor! Können Sie mir bitte das Päckchen geben?“, bat Tashigi. Dieser hob es auf und überreichte es ihr. Sie öffnete es und erblickte ein kleines Lexikon über die besten Schwerter der Welt, sowie eine Karte. In der Karte stand: „Für das ehrgeizigste Mädchen der Welt. Werd bald wieder gesund, dann können wir weitermachen. Dein Konkurrent Bartolomeo.“ Erneut stiegen ihr Tränen in die Augen: Barto hatte noch nie vor irgendjemandem Respekt gezeigt, weder vor seiner Mutter, noch vor Smoker. Ausgerechnet sie hatte er respektiert, aber sie war diesem Respekt nicht würdig gewesen...

„Tashigi, du wirkst so traurig. Was ist los? Ist es wegen der Diagnose?“, wollte Smoker wissen. Seine Schülerin schüttelte den Kopf und entgegnete: „Nein, wegen Barto.“ „Hat dich dieser Bengel geärgert?!“, fragte Smoker verärgert. „Nein, er hat mir ein Geschenk gemacht, das ich nicht verdient habe“, erklärte das Mädchen. Sie zeigte ihrem Meister das Buch und die Karte. „Ich habe aufgegeben und ihn enttäuscht. Was soll ich tun, Meister?“, bat sie Smoker um Rat. Dieser blickte nachdenklich und antwortete: „Verlier deine Hoffnung nicht! Du bist schon immer eine Kämpferin gewesen. Damals, als du ausgesetzt wurdest, hat kein Arzt geglaubt, dass du überlebst, aber du hast es geschafft. Jetzt meint ein Arzt, du kannst nicht kämpfen? Zeig ihm, dass er wieder falsch liegt!“ Tashigi blickte ihren Meister an und nickte. „Ihr habt recht, Meister. Ich kann es schaffen“, jubelte sie und ihr Lehrer lächelte zufrieden.

Am nächsten Tag verhielt sich Barto noch schlimmer als sonst: Er hatte sich mit fünf Mitschülern geprügelt, während des Unterrichts geschlafen und sogar einen heftigen Streit mit Smoker gehabt. Missmutig verließ er nach dem Unterricht das Schulgebäude und ging auf den Kampfplatz, wo er trainieren wollte, um sich abzulenken.
„Hey Barto, Lust zu kämpfen?“, erklang eine wohlbekannte Stimme. „Ta...Tashigi, was machst du hier?“, fragte Barto überrascht. Sie grinste und humpelte mit einer Krücke auf ihn zu. „Ich gebe nicht auf. Ich kämpfe, selbst wenn es mich umbringt“, verkündete sie selbstsicher. Barto drehte sich weg und sagte: „So werde ich nicht gegen dich kämpfen.“ „Was soll das? Sei nicht so arrogant! Ich bin hier um zu kämpfen, du Penner!“, schimpfte Tashigi. Barto grinste und entgegnete: „Deinen Kampf bekommst du, aber nur, wenn wir beide die gleichen Bedingungen haben.“

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BeitragThema: Re: Bartolomeos Leben[5/?]   Sa 3 Mai - 20:28

   
Entschuldigung, dass ich schon lange nichts mehr geschrieben habe. Hier ist der nächste Part.

Kapitel 5: Lady Gipsfuß und der Holzkopf

„Nein, das kannst du vergessen“, sagte der Arzt und wendete sich ab. Barto entgegnete lässig: „Also gut, dann geh ich mir schnell den Fuß brechen und komm dann wieder.“ Der Doktor starrte ihn wütend an und erwiderte: „Du verfluchter Bengel! Du hast gewonnen, ich mach dir den Gips.“
Kurz darauf stand der Junge wieder auf dem Trainingsplatz wo Tashigi ihn schockiert anblickte. „Hast du dir selbst den Fuß gebrochen?!“, fragte sie geschockt. „Nein, der Arzt war so nett mir den Gips auch ohne Verletzung anzulegen. Naja...zuerst wollte er nicht, aber nachdem ich ihm gedroht hatte, mich selbst zu verletzen, hat er seine Meinung geändert“, erklärte er ruhig. „Du bist echt gestört!“, meinte das Mädchen. Barto lachte nur: „Ein bisschen vielleicht. Wollen wir kämpfen? Wir sind ziemlich spät dran.“

Der Kampf war wie immer ziemlich ausgeglichen, aber beide waren durch ihren Gips deutlich langsamer. Dadurch war das Duell sogar interessanter anzusehen, wie die vorherigen, weil die Kontrahenten öfter Treffer landeten. Tashigi, deren Kampfstil hauptsächlich auf Geschwindigkeit basierte, hatte anfangs Probleme gehabt, aber inzwischen hatte sie sich gut auf ihren Gegner eingestellt. Sie hatte gelernt, die Bewegungen von Barto vorhersehen, um schnell genug ausweichen zu können. Beide waren auf den Gegner konzentriert und wollten unbedingt gewinnen. „Erzähl mir etwas über deine Mutter. Du weißt schließlich auch, wer meine Mutter war“, verlangte Barto, der während des Kampfes gerne redete. „Nein, das geht dich nichts an“, entgegnete Tashigi und drängte ihn mit einigen kräftigen Hieben zurück. Der Junge wich den Schlägen mühsam aus und wäre wegen des Gipsfußes fast gestolpert. „Schon gut, ich lass dich damit in Ruhe. Irgendwann erzählst du es mir sowieso“, sagte er und versuchte entspannt zu klingen. Natürlich kannte die kleine Schwertkämpferin ihn gut genug, um zu wissen, wie angestrengt er wirklich war. Die Beiden tauschten weiterhin Schläge aus, aber keiner erlaubte sich einen entscheidenden Fehler. Da sie so aufs Kämpfen konzentriert waren, bemerkten zuerst gar nicht, dass sich einige Mitschüler dem Kampfplatz näherten. Dann aber hörten sie Lawrence, einen dicker, schwachen Mitschüler spotten: „Wie süß, der Holzkopf hat sich auch einen Gips machen lassen, um seiner geliebten Lady Gipsfuß ähnlicher zu sein“ „Sei still, wir sind nicht verliebt! Er macht das nur, damit unser Kampf ausgeglichen ist!“, schimpfte Tashigi. Der fette Junge erwiderte nur: „Was sich liebt, das neckt sich.“ „Auf drei“, flüsterte Barto seiner Gegnerin zu. Diese verstand zuerst nicht, was er meinte, aber dann begriff sie. Sie schlug mit ihrem Bambusschwert zu und Barto wehrte ab. „Eins“, flüsterte sie. Ihr Gegner konterte mit einem Faustschlag, dem sie mit Leichtigkeit auswich. „Zwei“, sagte der Junge. Nun standen beide direkt vor Lawrence und holten kräftig aus, aber sie schlugen nicht nach ihrem eigentlichen Gegner sondern trafen Lawrence mit voller Wucht im Gesicht. Tashigis Waffe hinterließ einen Abdruck auf der linken Gesichtshälfte und Bartos Faust einen noch deutlicheren auf der rechten Seite. „Drei!“, riefen beide zusammen. „Will noch jemand dumme Witze machen?“, fragte Barto seine Mitschüler und blickte wie ein Wahnsinniger. Diese starrten geschockt auf den Besiegten, der sich ächzend aufrichtete. „Das werdet ihr bereuen“, zischte er und verschwand mit den anderen.

Bartolomeo lachte laut, aber Tashigi wirkte nicht sonderlich glücklich. „Wir haben es übertrieben“, meinte sie, „Er wird zu Smoker rennen und uns verpetzen.“ „Und? Was soll Smoker machen? Wir haben dann vielleicht eine Woche Putzdienst, aber sonst wird uns nichts passieren“, entgegnete der Junge gleichgültig. Das Mädchen schüttelte den Kopf und erklärte: „Solche Aktionen werden in unseren Akten aufgeschrieben und sorgen dafür, dass wir es in Zukunft schwerer haben werden.“ „Was ist daran so schlimm? Dann müssen wir eben ein paar Piraten mehr fangen, um befördert zu werden“, sagte Barto und hob selbstsicher seine Faust. Tashigi schüttelte den Kopf: „Du verstehst es nicht. Nur mit einer sauberen Akte hat man die Chance von der Marine ausgezeichnet zu werden und ein Schwert mit hohem Rang oder eine Teufelsfrucht zu erhalten.“ „Schön, dann sag ich Smoker, dass ich allein Schuld bin und halte den Kopf hin“, erwiderte Barto. „Nein, ich will nicht, dass du meinetwegen Ärger bekommst“, entgegnete sie. Der Junge lächelte und erklärte: „Ich steck sowieso in Schwierigkeiten. Es macht keinen Unterschied, ob du ebenfalls bestraft wirst oder nicht.“

„Was soll das Barto? Du hast dich nun so lange gut benommen und nun erfahre ich, dass du und Tashigi einen Mitschüler verprügelt habt“, schimpfte Smoker. „Die Streberin hat damit nichts zu tun. Ich hab den Fettsack als Schutzschild benutzt und sie konnte ihr Schwert nicht rechtzeitig bremsen“, log der Junge. Smoker schaute ihn grimmig an und verlangte: „Sag die Wahrheit! Es ist zwar schön, dass du Tashigi beschützen willst, aber ich weiß, dass sie auch einen Fehler begangen hat.“ „Hat sie nicht! Sie hat noch nie etwas falsches getan und ausgerechnet, wenn sie verletzt ist soll sie damit anfangen? Das ist lächerlich!“, regte Barto sich auf. Sein Ausbilder wusste nicht, was er auf die Erklärung des Jungen entgegnen sollte und meinte dann: „Gut, Tashigi kann ich nichts nachweisen. Du aber hast die unmöglich verhalten und ich müsste dich eigentlich aus der Marine ausschließen. Dieses eine Mal gebe ich dir aber noch eine Chance: Du wirst sofort beginnen, sämtliche Toiletten zu säubern bis sie glänzen.“

Als er den Raum verlassen hatte, begann er gleich seinen Strafdienst. Als er bereits die Toiletten im Erdgeschoss gereinigt hatte, tauchte plötzlich Tashigi auf, nahm wortlos eine Bürste und half ihm. „Du solltest nicht hier sein. Wenn du mir hilfst ist klar, dass ich gelogen habe“, meinte der Junge, der gerade eine stark verdreckte, stinkende Schüssel säuberte. „Du hast recht. Ich werde dir nachts, wenn alle schlafen helfen. Das schulde ich dir“, sagte sie und ging.
In der Nacht tauchte sie tatsächlich auf und half ihm, die restlichen Klos zu reinigen. Als sie fertig waren fragte Barto: „Weißt du, was am Toiletten putzen besonders lustig ist?“ „Lustig? Das war einfach nur ekelhaft! Ich hab das nur gemacht, weil ich es dir schuldig bin“, erwiderte sie. „Nein, wenn man es mit der Zahnbürste von Lawrence macht, ist es sehr unterhaltsam“, widersprach er und beide fingen an, lauthals zu lachen. „Du bist verrückt!“, sagte Tashigi, die vor Lachen fast erstickte. „Ich weiß...“, antwortete Barto und wurde von einem heftigen Lachkrampf ergriffen.

Am nächsten Tag hörten sie, wie Lawrence sich über den komischen Geschmack seiner Zahnbürste wunderte und der neuen Zahnpasta die Schuld daran gab. Beide mussten sich sehr zusammenreißen, um nicht zu lachen. Der restliche Tag verlief wie immer: Zuerst hatten sie Unterricht, dann setzten sie ihren Kampf fort, der wie immer keinen Sieger hervorbrachte. Von nun an sollten sie jeden Tag kämpfen, aber in einem halben Jahr sollte sich das ändern...



 

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