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OneBrunou
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BeitragThema: James Bond   James Bond EmptySo 8 Nov - 2:22

   
Da ich keinen Thread zu dieser Ikone gefunden habe und gerade frisch aus "Spectre" raus gekommen bin dachte ich mir übernehm ich einfach mal die Aufgabe diesen endlich zu eröffnen.

Fang ich mal mit einem kurzen Wikipedia-Auszug an, für diejenigen, die diese Figur noch nicht kennen (können ja eigentlich nur Mondmenschen o.Ä. sein ^^), ehe ich hier mit meiner Rezension zum neuen Bond-Film weiter mache:

Wikipedia schrieb:
James Bond, Agent 007, ist ein von Ian Fleming erfundener Geheimagent, der für den MI6 arbeitet und 1953 im Roman Casino Royale den ersten Auftritt hatte. Fleming schrieb bis zu seinem Tod im Jahr 1964 zwölf Romane und mehrere Kurzgeschichten um Bond.

1954 erschien der erste Fernsehfilm mit dem Agenten unter dem Titel Casino Royale zum gleichnamigen Roman. In der Hauptrolle war Barry Nelson als Jimmy Bond zu sehen. Der Auftakt der offiziellen, von Eon Productions Ltd. produzierten Bond-Reihe kam 1962 unter dem Titel James Bond – 007 jagt Dr. No mit Sean Connery in der Hauptrolle in die Kinos. Es folgten weitere erfolgreiche Kinoproduktionen mit mehreren Bond-Darstellern. Im November 2015 lief mit James Bond 007: Spectre der 24. Teil in den Kinos an. Im Laufe der Zeit entwickelte sich James Bond zur popkulturellen Ikone.

Nachdem alle Bond-Romane Flemings verfilmt oder zumindest Teile oder der Titel übernommen worden waren, schrieben andere Autoren die Vorlagen für die Drehbücher. Von verschiedenen Schriftstellern existieren zudem weitere Romane zur Figur.

Nachdem das geklärt ist geht's jetzt ans Eingemachte ... Für gewöhnlich sind meine Rezensionen immer möglichst spoilerfrei gehalten. Wer aber vollkommen unvoreingenommen in diesen Film gehen möchte, der sollte jetzt dennoch besser aufhören zu lesen!

James Bond XmQQ1qc

Nach dem mir "Skyfall" so unfassbar gut gefallen hat stand es für mich nie zur Debatte, ob ich dem vierten Streifen mit Daniel Craig in der Rolle des 007 Agenten eine Chance geben würde. Nach "Skyfall" und "Casino Royale" ("Ein Quantum Trost" klammere ich mal aus, der war einfach nur krebserregend für Augen und Ohren ^^) waren meine Erwartungen an den neuen Bond Film extrem hoch. Die durchweg positiven Kritiken, die es zu dem Film überall zu lesen gab und die fantastischen Trailer sorgten für zusätzliche Vorfreude. Nicht zuletzt auch, weil Christoph Waltz hier mal wieder als Schurke auftreten durfte und ich mir von ihm sehr viel versprochen hatte ... Und, bis auf die Leistung von Waltz, wurde ich eigentlich in so ziemlich jedem Punkt enttäuscht!
Der Film ist übertrieben lang, schmeckt wie zähes Kaugummi, bläht sich viel zu stark auf, ist ungewohnt vorhersehbar (nicht so wie "Skyfall" oder "Casino Royale") ist an allen Ecken und Enden unlogisch und kommt, und das ist das aller Schlimmste für mich, über seine guten Ansätze einfach nicht hinaus. Das Potenzial, das dieses Skript besaß, und durch die Trailer auch vermittelt wurde, wurde nicht einmal im Entferntesten ausgeschöpft. Und genau das kotzt mich an diesem Film am aller meisten an.

Gerade die Rolle von Christoph Waltz hat mich im Endeffekt doch wirklich sehr enttäuscht. Grundsätzlich hatte man sich hier eine nette Ausgangsposition verschafft, in dem alle Ereignisse aus den drei Vorgängern mit Craig auf seine Figur zurückzuführen waren und alle Fäden bei ihm zusammenliefen. Dieser Umstand sorgte für enormen Nervenkitzel, weil man unbedingt wissen wollte, was Bond denn so besonders machte, dass ein Mann mit seiner Stellung und Reputation ein solches Interesse an ihm hegte. Die Erklärung, die letztlich dann folgte, ließ seine Figur dann wiederum in einem vollkommen anderen Licht da stehen. Auf einmal war er nicht mehr der charismatische Puppenspieler, sondern nur noch ein kleiner Junge, der an ADS zu leiden schien.
Doch damit noch längst nicht genug: Über den ganzen Film hinweg wurde die alte Beziehung der beiden, und der Konflikt zwischen ihnen, angeteasert und am Rande immer wieder ein Stück weiter aufgebaut, doch als es dann zur Gegenüberstellung kam und alle Karten auf den Tisch gelegt worden sind waren die Gründe von Franz (Waltz's Rolle) nicht nur extrem hanebüchen, sondern wurden diese auch bloß kurz nebenbei mal erwähnt. Es fehlte seiner Figur schlichtweg an Tiefgang, die man ihr spielend leicht hätte verschaffen können, wenn man auf einige andere, teils extrem unnötige, Szenen verzichtet hätte. Ganz zu schweigen davon, dass man nicht einmal erfahren hat wie er sich eine solch umfangreiche und mächtige Organisation aufbauen konnte. Er hatte sie einfach, weil er sie halt hatte.
Zumindest dem Waltz muss man zu Gute halten, dass er aus der halbherzigen Rolle, die man ihm da gegeben hat, das Bestmögliche herausgekitzelt hat ...

Alleine in der ersten Stunde des Films gab es aber so viele Szenen, die man getrost hätte streichen können, das mir einfach nur übel werden könnte. Spontan fällt mir dazu die Rolle von Dave Bautista ein, die so unsinnig war, dass es schon echt nicht mehr feierlich war. Der Kerl durfte während seiner gesamten Screentime vielleicht geschätzte drei Wörter sagen. Den Rest der Zeit war er einfach nur dieser stumme Jäger, der halt einfach da war, um böse zu gucken und dem guten, alten Bond die eine oder andere Tracht Prügel zu verpassen. Eine Rolle, die der Film schlichtweg nicht gebraucht hätte oder der man etwas mehr Tiefe hätte verschaffen können. Ging in den Vorgängern doch schließlich auch.

Natürlich ist der Film kein totaler Reinfall ... Die Schlusssequenz, sowie die Anfangssequenz waren in dem Film die wohl mit Abstand besten Szenen. Vor allem das Intro wusste aber mal wieder auf ganzer Linie zu überzeugen, nicht zuletzt weil hier die vorangegangen Ereignisse auch noch mal schön in Szene gesetzt wurden und somit bereits leicht angeteasert wurde worum es im Film gehen wird ... Oder worum es eigentlich gehen sollte. Denn worum es in "Spectre" nun so genau ging wissen vermutlich nicht einmal Autor und Regisseur des Streifens.

Fazit: "James Bond: Spectre" wird mit Sicherheit wieder ein absoluter Kassenschlager, bei dem ich mich auch nicht wirklich wundern würde, wenn er noch mal höhere Einnahmen als "Skyfall" erzielen würde, dank des geschickten, aber teils auch extrem aggressivem Marketings zu dem Film. Kritikern hat man vermutlich einen ordentlichen Batzen Geld in die Taschen geschoben, damit sie ja nichts Schlechtes über diesen Film schreiben, denn anders kann ich mir die Lobpreisungen echt nicht erklären.
Der Film hat gewiss gute Ansätze, besaß eine Menge Potenzial, hat sich aber einfach viel zu viel vorgenommen, ist dadurch mehrfach abgedriftet, bis der Karren letztlich im Dreck stecken geblieben ist und dort nicht mehr raus kam. Für mich persönlich ist die Enttäuschung leider extrem groß, weil die Erwartungen nun mal auch so hoch waren.
Müsste ich ein Ranking darüber aufstellen welche Bond-Filme von Daniel Craig mir am besten gefallen haben, dann würde "Spectre" wohl auf Platz 3 landen (so schlimm wie "Ein Quantum Trost" war er dann halt doch nicht). An "Skyfall" (Platz 2) und vor allem den grandiosen "Casino Royale" (Platz 1) kann er aber Weitem nicht anknüpfen.
Meiner persönlichen Meinung nach sollte er die Rolle nun auch an den Nagel hängen. Die Geschichte "seines" Bonds sollte damit erzählt sein. Wirklich Lust scheint er auf die Rolle auch nicht mehr zu haben ... Nach so einem schwachen Nachfolger ist das aber auch nicht weiter verwunderlich. Da hätte ich auch die Schnauze voll. 3/10.

Nec168
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BeitragThema: Re: James Bond   James Bond EmptySo 8 Nov - 23:21

   
Ich muss dir auch in fast allen Punkten zustimmen. Meine Erwartungshaltung warebenso sehr hoch, da es mit Skyfall wirklich einen sehr gelungenen Vorgänger gab. Allerdings kommt Spectre handlungstechnisch und damit hinsichtlich der Spannung bei weitem nicht an diesen heran. Es fehlt einfach der wirklich große "Knall", bei dem man sich im Kino "BOAH, krass" (oder ähnliche Interjektionen über Überraschungen) denkt. Nur Casino Royal fand ich nicht besser als Skyfall, aber das ist ne andere Geschichte. Die Filme werden alle durch Spectre miteinander verknüpft, was Interesse weckt, aber leider irgendwie keine Überraschung aufkommen lässt. Was soll nun die Steigerung für Spectre sein?

Spoiler:
 

Zusammenfassend kein schlechter Film, ich würde ihn aber sicherlich nicht auf DVD oder ähnliches zulegen. Zu lange Spieldauer für die wenigen richtigen Spannungsbögen, die es gibt. 4/10 wäre meine Bewertung.

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BeitragThema: Re: James Bond   James Bond EmptySa 18 Jul - 14:18

   
James Bond hat kult Status erreicht! In den letzten Wochen habe auch ich mich mit dieser Figur beschäftigt und muss sagen: "Nach Sherlock Holmes die Nummer 1 in Sachen Krimi! Hier und da gibts natürlich auch einige Andere fiktionale Figuren aus dem gleichen Genre, aber unser MI6 Agent ist denke ich auf gutem Wege den Holmes der Neuzeit zu stellen. Soweit ich weiß ist James Bond während eines Ski-Urlaubs seiner Eltern zur Welt gekommen und stellt irgendwo einen Bezug zu Deutschland dar. Aber darüber kann man streiten. Ich zu meinem Teil kann mich absolut mit 007 identifizieren und ehrlich gesagt sehen die Bond-Girls auch nicht schlecht aus. Es liegt an unserer Namensverwandschaft denke ich, welche man auch an der Tastatur ablesen kann JAMES -> HAMED. Von den ganzen Bond Filmen fällt mir eigentlich "Casino Royal" ein, was in letzter Zeit gedreht wurde (vor ca. 10 Jahren) und um ein paar Ältere zu nennen "Goldfinger", sowie "Liebesgrüße aus Moskau"! Der neue Bond Film (Stand 2020) "Keine Zeit zum Sterben", denke ich heißt er soll auch sehr gut sein.



 

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